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Burn out und nun wie vorgehen selber kündigen oder kündigen lassen und einen neuen Job suchen,wer kann einen Tipp geben?

charlyz

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#1
Hallo ich muß heute mal für eine Bekannte schreiben .

Meine Bekannt hatte vor 2 Wochen einen Arbeitsunfall , wurde darauf 14 Tage krankgeschieben soweit so gut. In der Zeit der Ruhe zeigt sich , aber dass Sie immer mehr an "typische" Burnout leitet mit den Symtomen Schalflosigkeit,Erschöpfung usw. , auch Grund des Leistungsdruck (hat Momentan eine Stelle eine Reinigungskraft) . Nach langen Einreden will Sie heute zum Hausarzt gehen und sich erstmal weiter Krankscheiben lassen und sich einen neue JOB suchen .

Nun will sie aber so schnell wie möglich aus Ihren AV heraus und denkt über einen Aufhebungsvertrag nach .
Leider habe ich damit keine Erfahrung. Ich bin der Meinung sie soll sich lieber Kündigen lassen .

Was meint Ihr ?

PS. Ist seit 8 Monaten in der Firma beschäftigt .
 
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Seepferdchen

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#2
AW: Burn out und nun ?

Hallo @charlyz

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Burn out und nun ?" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

https://www.elo-forum.org/infos-und...hriften-thementitel-neue-themen-erstellt.html

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum
 
G

Gast1

Gast
#3
Hi charlyz,

Deine Bekannte sollte auf keinen Fall einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, denn das führt unweigerlich zu einer Sperrzeit bzw. Sanktion (beides sind Geldkürzungen) durch die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter.

Sie sollte sich weiterhin krankschreiben lassen. Nicht selber kündigen. Bzw. nur dann selber kündigen, wenn Ihr der Arzt jetzt schon bescheinigt, dass sie ihren Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fortsetzen kann, dann ist die Gefahr einer Sperrzeit/Sanktion schon ziemlich gemindert.
 

Katzenstube

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#4
Als es mir so ging bin ich zum Hausarzt, der mich wegen depressiver Episode oder so ähnlich krank geschrieben hat. Er sagte, die Krankschreibung wäre nur für 6 Wochen möglich, danach müsse ein Psychologe mich weiter krank schreiben. Mit einer Überweisung und dem Wissen habe ich schnellstmöglich einen Psychologen/Psychiater gesucht und damals einen recht schnellen Termin erhalten. Von dort ging die weitere Krankschreibung "so lange bis Sie einen anderen Job gefunden haben".

Da ich dort langjährig beschäftigt war habe ich die Geschichte dann einem RA übergeben, durch den dann Abfindung und Details nach einer Kündigung durch Arbeitgeber erfolgt sind.

NIE selber kündigen! Nicht nur wegen eventueller Sperren, sondern auch um den Arbeitgeber nicht ungeschoren aus solchen Situatioen kommen zu lassen, meine ich.

Gruß von Katzenstube
 

Kerstin_K

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#5
Wer wirklich einen burn out hat, ist gar nicht in der Lage, sich einen neuen Job zu suchen, geschweige denn, diesen anzutreten.
 

charlyz

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#6
Kleine Rückmeldung : Erstmal Krankgeschieben und Termin in einer Tagesklinik .
 

Salzwasser

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#7
Wer wirklich einen burn out hat, ist gar nicht in der Lage, sich einen neuen Job zu suchen, geschweige denn, diesen anzutreten.
Sehe ich auch so.
Schlaflosigkeit und Erschöpfung (vor allem direkt nach einem Unfall) sind nicht gleichbedeutend mit Burnout.
Habe das die ersten paar Tage im Urlaub z.B. immer weil Körper und Geist erstmal runter kommen muss.

Nach langen Einreden will Sie heute zum Hausarzt gehen und sich erstmal weiter Krankscheiben lassen und sich einen neue JOB suchen .
Du solltest ihr nicht soviel einreden. Wenn sie den Job nicht machen möchte, weil zu stressig, dann sollte die sich parallel dazu einen anderen suchen.
Lässt sich für zukünftige AG auch einfacher erklären, als das man zwar wegen Burnout krank geschrieben ist, aber beim neuen AG problemlos durchstarten kann.
 

Fairina

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#8
Krank schreiben lassen, so kann sie sich raus ziehen. Unbedingt sich etwas suchen, was man gerne macht. z. B. Malen, handarbeiten, fotografieren, spazieren gehen usw. usf. Wichtig ist, die Gedanken erst einmal zur Ruhe kommen lassen. Wenn gar nichts anderes geht, erst mal in eine Akutklinik. Sich selber nicht unter Druck setzen "du musst noch das und das erledigen. Deine Kollegen werden sauer sein. Die Kollegen können deine Arbeit nicht mit machen." usw. usf.

Später evtl. mit dem AG reden warum es dazu kam, ob Arbeit anders delegiert werden kann oder verteilt oder etwas umstrukturiert werden kann. Ein paar Wochen jetzt noch raus sind auch für den AG billiger als später eine langfristige Erkrankung. Das so als allgemeiner Tipp.

Ggfls. auch Hilfe bei KK und BG suchen. Anhand des ICT-Codes sieht die KK das z. B. wenn Mobbing/Bossing die Ursache war und das haben die ganz und gar nicht gerne.

Reinigungskraft - ich ahne schon, zu viel qm und zu wenig Zeit. Stress hoch zehn. Nun es gibt auch für das Reinigungsgewerbe Gewerkschaft und ich glaube auch Ombudsmänner. Such mal mit Tante G.
 

HartzVerdient

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#9
Bei mir war das ähnlich gelagert.

Burnout, Hausarzt, Psychologe hat mich nur 5 Minuten angesehen und gesagt: Sie brauchen keinen Arzt, sondern einen Rechtsanwalt.

Daraufhin habe ich dann verzweifelt gekündigt. Mein Hausarzt hat mir jedoch noch eine Bescheinigung ausgestellt für das Arbeitsamt. Bei der Mobbing-Beratung war ich auch noch.

Was ich damals nicht wusste:

http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeit...z/betriebliches-eingliederungsmanagement.html

Die Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, sich ans BEM zu halten. Der Betriebsrat (falls es sowas in eurem Betrieb gibt), sollte hier eigentlich aktiv werden, so dass dir langfristig wieder eine normale Arbeit möglich gemacht wird.

Viele Arbeitgeber - seien wir ehrlich - packen in so einem Fall gerne den Giftschrank aus, um sich vom kranken Mitarbeiter zu trennen.

Man sollte sich auch fragen, was zum Bournout führte. Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht, damit der Mitarbeiter nicht kaputt geht.
 

Fairina

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#10
Bei mir war das nach jahrzehntelangem Raubbau auch vor einigen Jahren der Fall. Wie üblich einfach drüber hinweg gegangen und weiter gemacht. Heute stehe ich da wo ich jetzt bin und darf mich jeden einzelnen Tags noch erfreuen.
 
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