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Buntes Kaufhaus

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hartzhasser

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#1
heute war ich bei der Arge, und mein Fallmanager hat mir einen 1€ Job aufs Auge gedrückt, das ganze läuft über die Diakonie, habe so ein Kärtchen wo folgendes draufsteht.

Buntes Kaufhaus
Diakonie Möbeldienst

gebrauchte Möbel-Holzwerkstatt-Hausrat-Second Hand-Waren-Elektrogeräte.
Abholung und Anlieferung.


soll mich in den nächsten Tagen dort melden, ich kenne den Möbeldienst der Diakonie, die haben auch im Oktober letzten jahres meinen Umzug gemacht.


hier habe ich mal den Stellenvorschlag, konnte den nur als jpg speichern, weiss nicht wie ich das teil in txt umwandeln muss.


lg hartzhasser
 

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redfly

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#2
Ich würde sagen die Zuweisung sieht ganz ordentlich aus. Die Arbeitsgelegenheit abzulehnen wird schwer. Denn bei der Diakonie sind die Einsätze praktisch immer zusätzlich. Zumindest sehen das die meisten Richter so.
 
E

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#3
Kannst du bitte die Höhe der Mehraufwandsentschädigung eintippen?

Kannst du bitte auch die Arbeitszeit oder den zeitlichen Umfang hier eintippen?

Kannst du mir bitte sagen, ob du dazu eine EGV unterschrieben hast oder noch eine gültige vorliegt?

Der Job ist nämlich nicht zusätzlich und lässt sich leicht abwehren.
 

hartzhasser

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#4
hallo Moby Dick


die höhe der Aufwandentschädigung ist 1,10€

Arbeitszeit ist Schichtarbeit:

9:00 Uhr - 15:00 Uhr die Spätschicht weiss ich nicht mehr genau, Sie geht aber bis 18:00 Uhr.


habe eine gültige EGV

lg hartzhasser
 
E

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#5
Steht denn in dieser gültigen EGV der Ein-Euro-Job drin? Schau bitte ganz genau nach. Evtl. als "AGH", oder vielleicht im Nachbesserungsrecht als Ersatzmaßnahme?
 
E

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#6
Wenn das nicht Teil der EGV ist, würde ich das wegen fehlender Zusätzlichkeit wie folgt ablehnen:

Ablehnung Ihrer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung vom......

Sehr geehrte.....

am.... boten Sie mir eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung an, die ich wegen fehlender Zusätzlichkeit ablehne. Gem. § 16d SGB II soll eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung "zusätzlich" sein. Gem. einem Gerichtsbescheid des Verwaltungsgerichtes Bremen vom 18.02.08, Aktenzeichen: S7 K 784/07, ist eine Arbeit „zusätzlich“, wenn sie ohne den Einsatz von "1-€-Jobbern" nicht, nicht in dem Umfang oder mindestens zwei Jahre später ausgeführt werden würde". Dieser Gerichtsbescheid besagt auch, dass eine Arbeitsgelegenheit, die diesen Anforderungen nicht entspricht, bei Ablehnung nicht mit einer Absenkung des Alg II sanktioniert werden.

Auf Verkaufstätigkeiten kann nicht verzichtet werden; sie können auch nicht auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Kein Betrieb kann ohne Verkauf existieren. Diese Arbeitsgelegenheit ist rechtswidrig.

Mit freundlichen Grüßen



Evtl. hörst du nichts mehr von der ARGE. Es kann auch sein, dass du eine Anhörung zur Prüfung, ob die Leistung gesenkt werden muss, im Anschluss kommt. Da schreibst du dann dasselbe wie in diese Ablehnung rein.

Sollte trotzdem eine Sanktion kommen, dann kannst du mit einem Beratungsschein zum Anwalt gehen. Falls Redfly wieder behauptet, dass du keinen bekommen wirst: Sollte das der FAll sein, helfen wir dir hier auch im Forum. Der Job ist nämlich eindeutig nicht zusätzlich. Das ganze Kaufhaus ist ebenfalls nicht zusätzlich.

WEnn der Job nicht in deiner EGV "vereinbart" wurde, hast du noch eine Trumpfkarte außer der fehlenden Zusätzlichkeit: Durch eine Gesetzeslücke kann man ein Ein-Euro-Job-Angebot ohne vorheriger EGV nicht mehr sanktionieren. Der Paragraph ist durch eine Gesetzesänderung vergessen worden zu ändern. Trotzdem kann es ein mühseliger Weg werden. Er ist aber recht sicher.
 

hartzhasser

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#8
habe da vorhin Angerufen, soll da morgen um 9:00 Uhr Antanzen. mal sehen was die so für Vorstellungen haben.

lg hartzhasser
 

redfly

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#9
Ich habe hoffentlich nichts verpasst, gibt es die Beratungsscheine jetzt schon am Automaten :icon_smile:

Na dann viel Glück mit einer Sanktion und der Klage gegen die Arbeitsgelegenheit bei der Diakonie.

Zusätzlichkeit bei der Diakonie = Schlechte Karten für Betroffene

Müsste sich eigentlich schon herumgesprochen haben.
 

Jürgen3

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#10
Ich muss demnächst auch in einem derartigen Betrieb (Buntes Kaufhaus, Diakonie Möbeldienst - also wieder kirchliche Mafia) anfangen, scheint wohl wieder so ein erfolgreiches Franchise mit dutzenden Niederlassungen wie die Toys Company zu werden?

Eine schriftliche Vereinbarung wäre lt. Diakonie-Mitarbeiter angeblich nicht notwendig, Zeitraum und Arbeitszeit ergäbe sich aus der EGV. Dafür werden von mir aber verlangt:

Foto
Lohnsteuerkarte (Kopie)
Sozialversicherungsausweis (Kopie)
Eingliederungsvereinbarung (Kopie)

Muss ich diese Sachen tatsächlich alle bei diesem Träger vorlegen?
Gibt es dafür irgendeine Rechtsgrundlage?
 
E

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#11
Ich wüsste nicht wofür man bei einem Maßnahmeträger für EEJs die verlangten Papiere vorlegen sollte. Meines Wissens nach gibt es dafür weder einen Grund noch eine rechtlich Grundlage.
 

Emma13

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#12
Ich muss demnächst auch in einem derartigen Betrieb (Buntes Kaufhaus, Diakonie Möbeldienst - also wieder kirchliche Mafia) anfangen, scheint wohl wieder so ein erfolgreiches Franchise mit dutzenden Niederlassungen wie die Toys Company zu werden?

Eine schriftliche Vereinbarung wäre lt. Diakonie-Mitarbeiter angeblich nicht notwendig, Zeitraum und Arbeitszeit ergäbe sich aus der EGV. Dafür werden von mir aber verlangt:

Foto
Lohnsteuerkarte (Kopie)
Sozialversicherungsausweis (Kopie)
Eingliederungsvereinbarung (Kopie)

Muss ich diese Sachen tatsächlich alle bei diesem Träger vorlegen?
Gibt es dafür irgendeine Rechtsgrundlage?
Nein, meiner Ansicht nach nicht - wenn es hier um einen EEJ geht, brauchst du diese Unterlagen nicht vorlegen - wozu auch ? :icon_eek:

Aber frage doch mal freundlich nach - ob es sich hier vielleicht um eine Maßnahme in der Entgeltvariante handelt - wäre doch möglich ! :icon_party:

Grüße - Emma
 
E

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#13
habe meine EGV mal eingescannt.
Da ist kein Ein-Euro-Job drin. Auch kein Satz, der denen erlaubt dir einen Ein-Euro-Job zuzuweisen (wie z.B. "verpflichtet sich an allen Maßnahmen teilzunehmen"). und die EGV ist noch bis Juni gültig.

Im Prinzip können sie dir gar nichts. Schon allein durch die Gesetzeslücke der Ein-Euro-Job ohne EGV. Sie können dich nur gewaltig ärgern und es mit einer Sanktion probieren.

habe da vorhin Angerufen, soll da morgen um 9:00 Uhr Antanzen. mal sehen was die so für Vorstellungen haben.
Sollst du zur "Vorstellung" oder zur "Arbeit" antanzen?.

Wenn es nur nur Vorstellung ist, würde ich da mal hingehen. Vielleicht "stellen sie dich nicht ein". Das ist immer die beste Lösung, denn dan brauchst du dich mit einer Ablehnung zum Ein-Euro-Job gar nicht abzuplagen. Hast du nicht ein rotes T-Shirt mit "Ich bin ein Überflüssiger"? Oder ähnliches? Ansonsten würde ich die darauf hinweisen, dass die "Zuweisung zum Ein-Euro-Job" nicht korrekt ist und du das erst mit deinem Amt klären musst. Und bitte dort nichts unterschreiben!

Sollte es ein "Arbeitsantritt" sein, würde ich nicht hingehen, dort anrufen und sagen, dass du nicht antrittst, "weil die Zuweisung nicht korrekt ist. Du klärst das gerade mit dem Amt".
 

Jürgen3

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#14
Nein, meiner Ansicht nach nicht - wenn es hier um einen Ein-Euro-Job geht, brauchst du diese Unterlagen nicht vorlegen - wozu auch ? :icon_eek:

Aber frage doch mal freundlich nach - ob es sich hier vielleicht um eine Maßnahme in der Entgeltvariante handelt - wäre doch möglich ! :icon_party:

Grüße - Emma
Ja, es ist wohl eine "Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung", verfolgtes Maßnahmeziel: Integration in Arbeit.

Git es eigentlich Anspruch auf Urlaub? Wurde in dem Gespräch überhaupt nicht erwähnt. Die Maßnahme umfasst 30 Wochenstunden (4 Tage a 8 Stunden).
 

CyLord

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#15
Ja, es steht Dir Urlaub nach gesetzliche Regelung zu, aber die Zeit ist unbezahlt. Bei Mehraufwandsentschädigung würde ich diese Unterlagen gar nicht nachreichen.
 

ro2967

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#17
ich war selbst einmal bei einer.....und ich kenne aus dem fernseh und die diakonie selbst das sie leute suchen selbst die stadt stell sie zur verfügung.ich meine is ja auch okay und so. nun wenn du selbst denkst du kannst mehr erreichen so drunter bist du noch nicht dann,mach den mist nicht weiter zeige den nen vogel und breche ab.du wirst eine weiterbildung bekommen und auch Sanktionen.und...wenn die welche für den sozialenbereich suchen sollen sie die einstellen die gelernt haben und dich dafür ausbilden.mir hat man hier mut gemacht,habe mit viele gesprochen und das kann alles net sein.lass dir das nicht gefallen.lass dir net von diesen dummen schreiben von amt einschüchtern.denn das bundesrechnungshof und viele andere institutionen sehen das genauso.vor alle die allgemeinheit.**** you kämpf für dich und das volk.umso mehr sich da gegen wehren umsomehr steht die regierung unter druck dagegen etwas zu unternehmen.dieses jahr sind wahlen:icon_daumen:.meine partei läßt mich auch im stich.
 

Jürgen3

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#18
Ist es bei kirchlichen Trägern wie der Diakonie eigentlich nicht so, dass eine Beschäftigung an eine kirchliche Mitgliedschaft gebunden ist?

Für 1-Euro-Jobber scheint das aber leider nicht gelten. Schade.
Aber beim Geld sieht man bei den Kirchen über eigene Prinzipien gerne hinweg und gibt sich auch mit Atheisten und Ketzern ab.
 

hartzhasser

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#19
war dann also Heute um 9:00 Uhr bei der Diakonie.


dieses Bunte Kaufhaus wird wohl erst noch eröffnet,

ich fragte meinen Gesprächspartner um was für eine tätigkeit es sich handelt?
er meinte das sie eine stelle als Verkäufer anzubieten hätten, das heißt ich soll dann in diesen Kaufhaus Möbel,Hausrat,Elektoartikel an die Kunden bringen, habe in dann gesagt das ich in diesen bereich (Verkauf) keine kenntnisse habe, er meinte dann das ich dort eingearbeitet werde, ferner sagte er noch das am Anschluss der 1.10€ massnahme die möglichkeit einer Qualifizierung mit Praktika möglich ist.


@Jürgen3

ich muss auch die Unterlagen beibringen die du angegeben hast.




lg hartzhasser
 
E

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#20
Wenn man es genau bedenkt, sind diese "Stellen" in diesen Sozialkaufhäuser alle "zusätzlich", denn ohne EEjobber würde es sie überhaupt nicht geben. Die betrachten das auch wie eine Ausbildung. Ich fürchte, du wirst diesen Job erst nach einer Sanktion mit Anwalt und Klage loswerden und zwar durch die Lücke im § 31 SGB II.

Schau dir mal den § 31 Abs. 1 PUnkt 1d an. Gem. diesem § wird der EEJ, der nicht in einer EGV vereinbart wurde, sanktioniert. Er verweist auf Arbeiten von § 16 Abs. 3 Satz 2 SGB II hin. Diesen § Satz 2 gibt es aber nicht mehr, weil am 1.1.09 die EEJobs in § 16d verlagert wurden.

D.h., man änderte am 1.1. den § 16, vergaß aber den § 31 für die entsprechende Sanktionierung zu ändern. Dies bedeutet, dass das Nicht-Antreten eines EEJ ohne vorheriger EGV nicht mehr sanktioniert werden kann. Das würde ich dein Amt aber nciht unbedingt wissen lassen, denn dann legen sie dir noch eine weitere EGV mit dem EEJ vor. Das Argument verwahre dir bitte für den Widerspruch und die Klage auf.

Ich würde vorerst die Ablehnung, so wie ich sie schrieb, abgeben. Kannst noch den Satz hinzufügen:

"Nach einem Vorstellungsgespräch am..... stellte mir Herr..... die Stellung als Verkäufer vor. Leider bin ich aber als Verkäufer absolut ungeeignet. Ich besitze darin auch keine Erfahrung und frage mich, wo der Sinn für meine Integration hier liegt".
 

Kerstin_K

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#21
Wenn man es genau bedenkt, sind diese "Stellen" in diesen Sozialkaufhäuser alle "zusätzlich", denn ohne Ein-Euro-Jobobber würde es sie überhaupt nicht geben.
sehe ich anders, denn ohne Mitrabeiter würde es keine einzige Firma geben.
 
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#22
Wenn man es genau bedenkt, sind diese "Stellen" in diesen Sozialkaufhäuser alle "zusätzlich", denn ohne Ein-Euro-Jobobber würde es sie überhaupt nicht geben. Die betrachten das auch wie eine Ausbildung. Ich fürchte, du wirst diesen Job erst nach einer Sanktion mit Anwalt und Klage loswerden und zwar durch die Lücke im § 31 SGB II.
Ich schließe mich Kersin_K an, diese EEJobs in den Sozialkaufhäusern nicht zusätzlich sind. Schließlich können die Tätigkeiten , z.B. Verkauf, nicht später gemacht werden.

"Nach einem Vorstellungsgespräch am..... stellte mir Herr..... die Stellung als Verkäufer vor. Leider bin ich aber als Verkäufer absolut ungeeignet. Ich besitze darin auch keine Erfahrung und frage mich, wo der Sinn für meine Integration hier liegt".
Meinst du nicht, dass die Arge damit argumentieren wird, dass man die fehlenden Qualifikationen in diesem EEJob erlangen kann? Und was die Integration angeht, da muss man ja heute auch fachfremdes machen.....
Also, mit dem Ablehnen wäre ich sehr vorsichtig.
Und vielleicht könnte ja auch das hier helfen:
http://www.mbi-mh.de/widerspruch_hartz-zwangsarbeit.pdf
Bitte auf der ersten Seite zu den Arbeitsgelegenheiten scrollen. Damit könnte man die leidige Angelegenheit doch schnell vom Tisch haben.

LG :icon_smile:
 

hartzhasser

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#23
ich werde den 1.10€ Job wohl machen, habe keine lust auf stress mit der Arge. und kaputt mache ich mich da auch nicht. währe für mich mal wieder ein neues Metier als Verkäufer.


lg hartzhasser
 
E

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#24
Bitte bedenke: WEnn du den Job einmal angetreten bist, kannst du ihn nicht sanktionsfrei abbrechen.

Auch wenn das jetzt stressig werden kann und du möglicherweise eine SAnktion bekommst, die du im nachhinein einklagst und im schlimmsten Fall durch die Gesetzeslücke im § 31 gewinnst, bist du dem Ein-Euro-Job ohne Sankton entkommen und die werden beim nächsten Mal bei dir sehr viel vorsichtiger werden.
 
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#25
ich werde den 1.10€ Job wohl machen, habe keine lust auf stress mit der Arge. und kaputt mache ich mich da auch nicht. währe für mich mal wieder ein neues Metier als Verkäufer.

Du kannst auch erstmal hingehen und parallel dazu das Arbeitsamt auf Schadenersatz verklagen. => Öffenlich rechtlicher Erstattungsanspruch.

Das Arbeitsamt hat sich ohne rechtsgrund an Deiner Arbeitsleistung bereichert. Diese Bereicherung ist an Dich herauszugeben.

Derartige Klagen sollte es viel häufiger geben, dann geht das Arbeitsamt ganz schnell in die Knie.
 
E

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#26
Kannst du das mal näher erläutern, auch mit Links zum Nachlesen?
Denn meines Wissens kann man keinen Lohn einklagen bei einem EEJ.
Die Klage gegen die Jobagentur wäre ein Umweg, um dann doch noch an regulären Lohn zu kommen.
Hatte ja auch mal mit dem Gedanken gespielt, als es um mein Anerkennungsjahr ging.
 
E

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#27
Kannst du das mal näher erläutern, auch mit Links zum Nachlesen?
Denn meines Wissens kann man keinen Lohn einklagen bei einem Ein-Euro-Job.
Die Klage gegen die Jobagentur wäre ein Umweg, um dann doch noch an regulären Lohn zu kommen.
Hatte ja auch mal mit dem Gedanken gespielt, als es um mein Anerkennungsjahr ging.
Richtig, es handelt sich um kein Arbeitsverhältnis , sondern um eine Aufwandsentschädigung. Sonst könnte man ja auch Lohnfortzahlung während Krankheit und Urlaub einklagen, was es beim 1€ Job alles nicht gibt.
 

redfly

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#28
Auch wenn eine Zuweisung für den Ein-Euro-Job rechtswidrig war, besteht kein Anspruch auf regulären Lohn. Ich werde das entsprechende Urteil mal suchen.
 
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#29
Das ist doch allgemein bekannt.
Ich meine die Aussage von rechtsverdreher.

Das Amt nutzt ja in der Tat die Arbeitskraft aus.

Zu seiner Strategie hätte ich gern mehr Infos.
 

Paolo_Pinkel

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#32
Kannst du das mal näher erläutern, auch mit Links zum Nachlesen?
Denn meines Wissens kann man keinen Lohn einklagen bei einem Ein-Euro-Job.
Die Klage gegen die Jobagentur wäre ein Umweg, um dann doch noch an regulären Lohn zu kommen.
Hatte ja auch mal mit dem Gedanken gespielt, als es um mein Anerkennungsjahr ging.
Hi,

auch wenn diese Vorgehensweise möglich und evtl. erfolgreich ist halte ich sie für vergeben Liebesmühe. Angenommen man hat Erfolg mit der Klage und die ARGE zahlt den eingeklagten Lohn dann wird dieser den ALG-II Leistungen angerechnet.

Evtl. hat man dann so viel verdient, dass man komplett aus dem Bezug fällt. Ergo kann man dann a) das Geld verfrühstücken und b) seine KK-Beiträge aus eigener Tasche zahlen bis man wieder bedürftig ist.

Anschließend darf man dann wieder zur ARGE und einen Antrag auf ALG-II stellen. Wer hat da wohl gewonnen? Etwa der HE? Oder die ARGE die einspart und der Maßnahmenträger der Gewinn durch Regiegelder und Ausbeutung der Arbeitskraft erzielt?

Sowas muss im Keim erstickt werden. Das Übel beginnt mit dem vorschnellen Abschluß einer EGV. Da muss man ansetzen. Ansonsten muss man den mühseeligen Weg der Klage etc. gehen.

Gruss

Paolo
 

larifari33

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#33
Du kannst auch erstmal hingehen und parallel dazu das Arbeitsamt auf Schadenersatz verklagen. => Öffenlich rechtlicher Erstattungsanspruch.

Das Arbeitsamt hat sich ohne rechtsgrund an Deiner Arbeitsleistung bereichert. Diese Bereicherung ist an Dich herauszugeben.

Derartige Klagen sollte es viel häufiger geben, dann geht das Arbeitsamt ganz schnell in die Knie.

Da das ARBEITSAMT für jeden 1€ Jobber zwischen 300€ und 900€ an den Träger pro Monat bezahlt wird das mit dem Schadenersatz wohl nicht funktionieren - den Träger zu verklagen bringt auch nichts da du ja freiwillig gekommen bist !!

Gruß aus München :icon_daumen:
 
E

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#34
@Paolo,
sicher ist es eine hin und her Rechnerei, wenn man klagt. Dass man letztendlich eine Null- Rechnung hat, war auch ein Grund diesen Gedanken fallen zu lassen.
Aber den Ausbeutern gern mal einen Denkzettel verpassen über diesen Weg ist nicht wirklich verkehrt. So sehen sie vielleicht mal, dass sie nicht nur kassieren dürfen, sondern auch mal die Arbeit honorieren müssen, wie sich das gehört.
 

Paolo_Pinkel

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#35
@Paolo,
sicher ist es eine hin und her Rechnerei, wenn man klagt. Dass man letztendlich eine Null- Rechnung hat, war auch ein Grund diesen Gedanken fallen zu lassen.
Aber den Ausbeutern gern mal einen Denkzettel verpassen über diesen Weg ist nicht wirklich verkehrt. So sehen sie vielleicht mal, dass sie nicht nur kassieren dürfen, sondern auch mal die Arbeit honorieren müssen, wie sich das gehört.
Hi,

das kann ich gut nachvollziehen. Allerdings macht das in der Situation eines ALG-II-Beziehers nur unnötigen Aufwand und Streß. Wie gesagt. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist (EGV unterschrieben) dann kann man das machen.

Ansonsten wäre es ratsam die ganze Sache - wie bereits geschrieben - im Keim zu ersticken, nämlich beim Versuch eine EGV mit dem HE abzuschließen. Denn darauf baut ja alles spätere auf.

Gruss

Paolo
 
E

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#36
diese sachen soll ich am Montag mitbringen. was sagt ihr dazu?
Würde ich nicht mitbringen. Du sollst einen Ein-Euro-Jobob machen, und tritts keinen vernünftigen Arbeitsplatz an.
Daher brauchst du weder die Lohnsteuerkarte abgeben, noch deinen Sozialversicherungsausweis! Mir ist auch nicht klar, was sie dein Bewilligungsbescheid angeht oder deine EGV. Ganz abgesehen davon, dass der Lebenslauf - würdest du einen abgeben - für sie beinahe schon ein kleines Profiling wäre. Schließlich gibt er ja tiefe Eindrücke in dein Können und werken.
Also von mir bekämen die nicht einen Fetzen dieser Unterlagen.
Die werden immer dreister. Lassen sich die Zwangsarbeiter gut bezahlen, und dann sollen die sich auch noch nackig machen. Es reicht!

LG :icon_smile:
 
E

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#37
diese sachen soll ich am Montag mitbringen. was sagt ihr dazu?
Verweise bitte auf die ARGE. Die hat all diese Unterlagen. Man möchte sie sich bitte von dort holen, zumal du ja zugewiesen und nicht bei denen eingestellt wurdest.

Was soll denn die Diakonie machen, wenn du denen das nicht gibst? Eine Sanktion können sie dir nciht auferlegen.
 
E

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#38
Verweise bitte auf die ARGE. Die hat all diese Unterlagen. Man möchte sie sich bitte von dort holen, zumal du ja zugewiesen und nicht bei denen eingestellt wurdest.
Wieso soll @hartzhasser die Diakonie auf die Arge verweisen? Die geforderten Unterlagen gehen den Träger überhaupt nichts an - egal auf welchen Weg sie sich das Zeugs zu verschaffen suchen.
Hartzhasser tritt keinen regulären Arbeitsplatz an , bei dem man selbstverständlich seine Lohnsteuerkarte und Sozialversicherungskarte abgibt und man vorher seinen Lebenslauf vorlegt. Das ist ein kleiner, mieser Träger, der sich mit der Zwangsarbeit anderer eine goldene Nase verdient, und dann soll man ihnen noch Unterlagen zukommen lassen wie einem echten Arbeitgeber. Die werden immer dreister in ihren Forderungen, weil sie genau um die schlechte gesetzliche Position der Elos wissen, und nutzen das bis zum Anschlag aus! Und dann auch noch die EGV? Geht´s noch? Das ist ein Zwangsvertrag, dessen Inhalt nur die Vertragsnehmer betrifft, und die Diakonie hat ihren Rüssel da schön fein rauszuhalten. Ich jedenfalls würde der Diakonie als auch der Arge verdammt auf die Finger hauen, wenn die anfangen würden meine Unterlagen hinundher zu schieben.
Was soll denn die Diakonie machen, wenn du denen das nicht gibst? Eine Sanktion können sie dir nciht auferlegen.
Was die Diakonie machen sollte, wenn @hartzhasser seine Unterlagen nicht herausgibt?
Am besten gar nichts.

LG :icon_smile:
 
E

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#39
Wieso soll @hartzhasser die Diakonie auf die Arge verweisen? Die geforderten Unterlagen gehen den Träger überhaupt nichts an - egal auf welchen Weg sie sich das Zeugs zu verschaffen suchen.
Hamburgeriyn, mach mal :icon_idea: an! Warum meinst du wohl, verlangt die Diakonie Unterlagen von Hartzhasser? Richtig!!!!! Weil sie sie von der ARGE nicht bekommt! Er ist von der ARGE dahin verwiesen worden! Soll die Diakonie sich doch mit der aRGE auseinander setzen!
 
E

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Gast
#40
Hamburgeriyn, mach mal :icon_idea: an! Warum meinst du wohl, verlangt die Diakonie Unterlagen von Hartzhasser? Richtig!!!!! Weil sie sie von der ARGE nicht bekommt! Er ist von der ARGE dahin verwiesen worden!
Sicher. So ist es. Oder aber ganz anders.....
 
E

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#45
vielleicht kommt mal einer der Träger auf die Idee, das man ein Testamentsvollmacht unterschrieben mitbringen soll, oder eine Vollmacht zur Organentnahme. :icon_mrgreen:
Ist doch mein Reden! Ich würde gar nicht erst an die Arge verweisen. Ich würde denen meine Unterlagen einfach nicht geben, weil der Träger darauf keinen Anspruch hat. Und mir wäre es auch wurst, ob die Diakonie möglicherweise vergeblich ihr Glück bei der Arge versuchte, um an die Papiere zu kommen..... Die Dokumente gibt es nicht! Fertig! Da gibt es auch kein langes Laber-Rhababer.

Wobei die Idee von @gefallmanaged ist gar nicht so übel. Fragen auf welcher Gesetzesgrundlage die Diakonie die Unterlagen wünscht - schriftliche Anfrage - schriftliche Antwort erbeten bis....
Nur für den Fall dass Arge und Träger mal wieder irgend ein Drecksding ausbrüten um ungeahnte Sanktionsmöglichkeiten zu schaffen.
Ich traue den Brüdern alles, wirklich alles zu, um ihren miesen, kleinen Job zu behalten. :icon_dampf:

LG :icon_smile:
 

hartzhasser

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#46
wie der Typ von der Diakonie mir sagte, soll es angeblich nach dem 1.00€ Job eine Qualifizierungsmassname geben mit Praktikum, mir kommt das ganze auch spanisch vor, das hatte ich bei meinen letzten 1.00€ als Hausmeisterhelfer nicht, werde den Typ morgen erstmal fragen was er mit meinen Unterlagen will, zumal eine Qualifizierung oder Praktikas nicht in der Stellenbeschreibung vorgesehen sind.

lg hartzhasser
 
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#47
wie der Typ von der Diakonie mir sagte, soll es angeblich nach dem 1.00€ Job eine Qualifizierungsmassname geben mit Praktikum, mir kommt das ganze auch spanisch vor, das hatte ich bei meinen letzten 1.00€ als Hausmeisterhelfer nicht, werde den Typ morgen erstmal fragen was er mit meinen Unterlagen will, zumal eine Qualifizierung oder Praktikas nicht in der Stellenbeschreibung vorgesehen sind.

lg hartzhasser
Nicht mal für Qualifizierungen und Praktikas werden die Unterlagen gebraucht.

Lebenslauf ok, aber der Rest wird höchstens zu einer soz.-pfl. Arbeit gebraucht.
 
E

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#48
...
Lebenslauf ok, aber der Rest wird höchstens zu einer soz.-pfl. Arbeit gebraucht.

Selbst meinen Lebenslauf würde ich niemandem in einer MAE-Zwangsmaßnahme aushändigen. Ob ich mich für eine Qualifizierung eigne oder nicht, lässt das A*Amt mittels Eignungstests feststellen, die dann wiederum irgendwo vereinbart sein müssten.

Als ich das mit dem SV-Ausweis usw. las, hatte ich eher die Vermutung, dass man sich die reguläre Entlohnung in die eigene Tasche packt und dem Zwangsarbeiter lediglich den einen €uro auszahlt...
 
E

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#49
Selbst meinen Lebenslauf würde ich niemandem in einer MAE-Zwangsmaßnahme aushändigen. Ob ich mich für eine Qualifizierung eigne oder nicht, lässt das A*Amt mittels Eignungstests feststellen, die dann wiederum irgendwo vereinbart sein müssten.
:icon_klatsch:

Als ich das mit dem SV-Ausweis usw. las, hatte ich eher die Vermutung, dass man sich die reguläre Entlohnung in die eigene Tasche packt und dem Zwangsarbeiter lediglich den einen €uro auszahlt...
Eine glasklare Schlussfolgerung, Watson!:icon_klatsch:

LG
 

Jürgen3

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#50
Vielleicht will man über die Lohnsteuerkarte auch die konfessionelle Zugehörigkeit erfahren?

Leider wird man da aber wohl selbst als kirchenloser Ketzer als 1-Euro-Jobber "eingestellt", ansonsten ist die Diakonie diesbezüglich wohl strenger, wenn es um reguläre Einstellungen geht.
 
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#51
Vielleicht will man über die Lohnsteuerkarte auch die konfessionelle Zugehörigkeit erfahren?
Leider wird man da aber wohl selbst als kirchenloser Ketzer als 1-Euro-Jobber "eingestellt", ansonsten ist die Diakonie diesbezüglich wohl strenger, wenn es um reguläre Einstellungen geht.
Die Diakonie stellt alles ein was zwei Beine hat und laufen kann, da spielt die Konfession plötzlich keine Rolle mehr.
Die christliche Nächstenliebe und das Interesse an der Konfessionszugehörigkeit findet angesichts praller Zuschüsse für staatliche Zwangsarbeiter ein rasches Ende. :icon_wink:

LG :icon_smile:
 

Jürgen3

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#52
Richtig, sonst steht in den Stellenausschreibungen der kirchlichen Mafia ja immer "Zugehörigkeit zu einer christlichen Konfession erwünscht".

Aber beim 1-Euro-Job könnte man auch mit einen T-Shirt "I love Satan" antreten, ohne dass es irgendwelche Konsequenzen für den "Arbeitsplatz" hätte.
 
E

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#53
Richtig, sonst steht in den Stellenausschreibungen der kirchlichen Mafia ja immer "Zugehörigkeit zu einer christlichen Konfession erwünscht".
.........."Zugehörigkeit zu einer christlichen Konfession ist Bedingung!"
Aber beim 1-Euro-Job könnte man auch mit einen T-Shirt "I love Satan" antreten, ohne dass es irgendwelche Konsequenzen für den "Arbeitsplatz" hätte.
Klar, da ist man nicht so kleinlich. Nicht umsonst heißt es: "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen!", und wer soviel Kohle mitbringt wie ein Ein-Euro-Jobber Monat für Monat einspielt, gleichzeitig für Wertschöpfung sorgt und rechtlos schuften muss - wer interessiert sich da noch für das Gebetbuch?

LG :icon_smile:
 
E

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#54
Eine glasklare Schlussfolgerung, Watson!:icon_klatsch:

LG

Angebliche Einkünfte müssen dann in die Lohnsteuerkarte eingetragen werden, wie will man dann dem Ein-Euro-Jobber und der ARGE das dann erklären?

Die ARGE kürzt dann dem ehem. Jobber den RS, weil er eine nicht vorhandene Steuerrückzahlung hat und der weis selbst nichts davon.

Nicht sehr Glaubwürdig.
 

hartzhasser

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#55
habe nun die erste Woche überstanden, wo kann man hier seine erlebnisse reinschreiben so das nur Forenmitglieder sie lesen können? da man sonst meine Posts in Google wiederfindet, und man nicht weiss wer alles mitlist.

lg hartzhasser
 

hartzhasser

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#56
so, nun bin ich am zweifeln ob es richtig war den 1.00€ anzunehmen, wie ihr ja gelesen habt steht in meiner zuweisung das ich im Verkaufsbereich eingesetzt werden soll, am ersten Tag war ich im Verkauf tätig, am zweiten Tag schon musste ich mit Kollegen mitfahren und Möbelteile abholen, am dritten und vierten Tag das gleiche, und heute habe ich gedacht das ich im Verkauf eingesetzt werde, aber nichts da, ich musste mitfahren eine Wohnung ausräumen, Möbelteile und sonstiges gerümpel ausräumen und auf einen LKW laden, dann noch zu einen Kunden fahren, der bekam noch 3 Sessel und ein Sofa, auch da durfte ich mitschleppen. also nicht das was in meiner zuweisung steht.


lg hartzhasser
 
E

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#57
Wenn es nicht in deiner Zuweisung steht brauchst du es nicht zu machen PUNKT. Das würde ich der Chefin dort sagen. Was will sie machen? Auch solltest du das bei deiner SB ansprechen.
Vielleicht auch täglich aufschreiben, was du gemacht hast.

Beim nächsten mal vorher hier deine Zuweisung reinstellen, dass man sehen kann, was sich machen lässt.
 

hartzhasser

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#58
hallo Ashna

die zuweisung findest du auf der ersten Seite

lg hartzhasser
 

xNasevollx

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#59
Also ich frage mich wie das örtliche Gebrauchtwarenhändler das sieht mit dem man ja durch so ein "buntes Kaufhaus" im direkten Wettbewerb steht.
 

hartzhasser

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#60
habe mal ne frage?

ich Arbeite ja von Montags bis Donnerstags von 10:30-17:30 Uhr
gestern war ja Christi Himmelfahrt, also ein gesetzlicher Feiertag, Heute muss ich aber Arbeiten. ist das den rechtens? es sieht ja so aus als wenn ich den Feiertag nacharbeiten muss? währe ja das selbe als wenn ich die Weihnachtstage auch vor oder nacharbeiten müsste? oder was meint ihr dazu?


lg hartzhasser
 
E

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#61
Wenn die reguläre Zeit von Mo. bis Do. ist, hätte ich mal gefragt, warum ich ausgerechnet am Freitag kommen muss.
Ich meine, wenn ich von Mo. bis Do. meine Arbeitszeit habe, dann plane ich meine Freizeitgestaltung von Fr. bis So.
Wieviel Tage vorher hast du gesagt bekommen, dass du heute arbeiten sollst?
 

sun2007

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#62
Nochmal zum Punkt "Zusätzlichkeit": Soweit ich weiß, definiert sich das auch vor allem da heraus, ob die Tätigkeit an sich in ihrer Art eine zusätzliche ist und nicht etwa da heraus, ob das Kaufhaus gerade erst entsteht und es dieses spezielle Kaufhaus sonst nicht geben würde. Und zusätzlich an sich ist weder Verkauf an der Kasse machen noch Möbel schleppen.

Ich wäre nicht hingegangen, da jetzt wieder rauszukommen ist schwerer, als erst gar nicht hinzugehen - mit dem Hingehen signalisiert der Elo sein Einverständnis.

Wenn sich die Gesetzeslage jedoch dahingehend geändert haben sollte, dass als Kriterium gilt, dass es das Kaufhaus ansonsten gar nicht geben würde - ja, DANN können wir alle jetzt irgendetwas aus dem Boden stampfen, dem den Anstrich der Gemeinnützigkeit geben, uns gegenseitig als Ein-Euro-Jobber einstellen und uns dadurch ein paar Kröten zusätzlich verdienen.

Wie wär's?

Viele Grüße

Sun
 

hartzhasser

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#63
Wenn die reguläre Zeit von Mo. bis Do. ist, hätte ich mal gefragt, warum ich ausgerechnet am Freitag kommen muss.
Ich meine, wenn ich von Mo. bis Do. meine Arbeitszeit habe, dann plane ich meine Freizeitgestaltung von Fr. bis So.
Wieviel Tage vorher hast du gesagt bekommen, dass du heute arbeiten sollst?


letzte Woche wurde uns mittgeteilt das alle am Freitag Arbeiten müssen, die nicht am Donnerstag zum Kirchenfest nach Bremen gefahren sind, einige mussten da hin um sachen hinzubringen und Stände aufbauen. Heute standen wir den halben Tag nur dumm rum, da wir keinen Fahrer für die LKW.s hatten, haben nur einen LKW für Montag vollgeladen. und ein paar kleinere tätigkeiten, ansonsten langeweile pur,



lg hartzhasser
 

hartzhasser

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#64
habe noch mal eine frage?


ich Arbeite ja von Montag bis Donnerstags jeweils von 9:30-17:30 Uhr, das sind dann ja 32 Stundenwoche? arbeite ich jetzt also 2 Stunden zuviel? oder werden die Pausen abgezogen?


lg hartzhasser
 
E

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#65
habe noch mal eine frage?


ich Arbeite ja von Montag bis Donnerstags jeweils von 9:30-17:30 Uhr, das sind dann ja 32 Stundenwoche? arbeite ich jetzt also 2 Stunden zuviel? oder werden die Pausen abgezogen?


lg hartzhasser
Pausen werden i. d. R. abgezogen.
 

hartzhasser

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#66
das habe ich gerade gefunden. ich mache ja auch zur zeit entrümpelungen und Umzüge bei der Diakonie.


das habe ich gerade gefunden

Diakonie stellt im Kauf.net zu richtigen Konditionen ein

Die Kritik hatte Erfolg: Das Diakonie-Warenhaus „Kauf.net” wird zukünftig nicht mehr mit 1,50-Euro-Job-Beschäftigten Wohnungsentrümpelungen durchführen können. Diese Arbeit muss von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erledigt werden, die von der Diakonie auch eingestellt werden.
Wie berichtet, hatte es Ärger um die Ein-Euro-Jobber gegeben: Der preisgünstige Einsatz subventionierter Arbeitskräfte führe zu Wettbewerbsverzerrungen, hatten z.B. Mitbewerber am Markt kritisiert, die damit ihr Geschäftsmodell der Wohnungsauflösungen gefährdet sahen.
Ihm sei nicht bekannt gewesen, dass das Konzept der Diakonie nicht nur das Abholen alter Möbel zum Wiederverkauf im Kauf.net vorsah, sondern auch das richtige Entrümpeln der Wohnung, sagt Karl Trimborn, Geschäftsführer der „Arbeit für Bottrop”, die die Jobs genehmigt hatte. Nach Hinweisen, u.a. auch aus dem Sozialaussschuss, habe man sich mit dem Träger des Kaufhauses, der Diakonie, zusammengesetzt und beraten. Nun will die Diakonie aus den Ein-Euro-Jobs „richtige” machen.
Trimborn spricht selbst von einem „Graubereich”, den es - wie in diesem Fall - bei möglichen Ein-Euro-Jobs geben könne. Die Regeln, dass die Jobs - wie auch schon die alten AB-Maßnahmen - zusätzlich und in öffentlichem Interesse sein müssen, lasse sich auf Entrümpelungen wohl nicht anwenden. In dem Punkt könne die Genehmigung angreifbar sein und wird jetzt zurückgenommen.
Genehmigt werden die Ein-Euro-Jobs (Genauer: 1,50-Euro-Jobs) von der „Arbeit für Bottrop” nach Vorgaben der Agentur für Arbeit, erläutert Trimborn. Das wichtigste Kriterium: Die Arbeiten müssen zusätzlich sein und in öffentlichem Interesse liegen.
Die Entscheidung liege in Händen von Fachkräften, in Zweifelsfragen wird eine Geschäftsführung mit herangezogen. In diesem Fall habe man wohl eher an die Fortsetzung der Arbeit des städtischen Möbellagers gedacht, dessen Mitarbeiter auch Möbel aus den Wohnungen abgeholt haben. Ihm sei nicht bewusst gewesen, so Trimborn, dass damit auch Entrümpelungen gemeint waren und das sei ihm aus der Konzeption so nicht bekannt geworden.
Kamen keine Warnungen von dem Beirat, den es auch bei der „Arbeit für Bottrop” gibt und der sich aus Vertrettern aus Parteien, Gewerkschaften, IHK, Handwerk etc. zusammensetzt, die schon darauf achten sollen, dass keine Belange von Mitbewerbern oder Arbeitnehmerrechte betroffen werden? Die einzelnen Maßnahmen werden nicht vom Beirat entschieden, eher die groben Linien, Mittelvergabe etc.



Entrümpeln ist kein Ein-Euro-Job - Bottrop - DerWesten

lg hartzhasser
 

sun2007

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#67
das habe ich gerade gefunden. ich mache ja auch zur zeit entrümpelungen und Umzüge bei der Diakonie.


das habe ich gerade gefunden

Diakonie stellt im Kauf.net zu richtigen Konditionen ein

Die Kritik hatte Erfolg: Das Diakonie-Warenhaus „Kauf.net” wird zukünftig nicht mehr mit 1,50-Euro-Job-Beschäftigten Wohnungsentrümpelungen durchführen können. Diese Arbeit muss von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erledigt werden, die von der Diakonie auch eingestellt werden.
Wie berichtet, hatte es Ärger um die Ein-Euro-Jobber gegeben: Der preisgünstige Einsatz subventionierter Arbeitskräfte führe zu Wettbewerbsverzerrungen, hatten z.B. Mitbewerber am Markt kritisiert, die damit ihr Geschäftsmodell der Wohnungsauflösungen gefährdet sahen.

Das meinte ich damit, dass als Kriterium für Zusätzlichkeit nicht gelten kann, dass es dieses spezielle Kaufhaus sonst nicht geben würde sondern ob der Charakter der Arbeit an sich zusätzlich ist (und ein Maßstab dafür können Wettbewerbsverzerrungen sein).

Ihm sei nicht bekannt gewesen, dass das Konzept der Diakonie nicht nur das Abholen alter Möbel zum Wiederverkauf im Kauf.net vorsah, sondern auch das richtige Entrümpeln der Wohnung, sagt Karl Trimborn, Geschäftsführer der „Arbeit für Bottrop”, die die Jobs genehmigt hatte.

Faule Ausrede - jetzt versucht er hilflos, sein Gesicht zu wahren.

Und: sowas muss er wissen, es ist sein Job, so etwas zu wissen und bloßes Abholen wäre auch nicht zusätzlich.

Nach Hinweisen, u.a. auch aus dem Sozialaussschuss, habe man sich mit dem Träger des Kaufhauses, der Diakonie, zusammengesetzt und beraten. Nun will die Diakonie aus den Ein-Euro-Jobs „richtige” machen.

Sehr gut. Da hat sich also wenigstens hier mal was bewegt. Sehr gut.

Trimborn spricht selbst von einem „Graubereich”,

und sollte wissen, dass das meist eine beschönigende Formulierung dafür ist, dass er weiß, dass es sich eigentlich schon um einen "Schwarzbereich" handelt.

den es - wie in diesem Fall - bei möglichen Ein-Euro-Jobs geben könne. Die Regeln, dass die Jobs - wie auch schon die alten AB-Maßnahmen - zusätzlich und in öffentlichem Interesse sein müssen, lasse sich auf Entrümpelungen wohl nicht anwenden. In dem Punkt könne die Genehmigung angreifbar sein und wird jetzt zurückgenommen.

Sie IST angreifbar, sonst hätte er sie nicht zurückgenommen.

Genehmigt werden die Ein-Euro-Jobs (Genauer: 1,50-Euro-Jobs) von der „Arbeit für Bottrop” nach Vorgaben der Agentur für Arbeit, erläutert Trimborn. Das wichtigste Kriterium: Die Arbeiten müssen zusätzlich sein und in öffentlichem Interesse liegen.
Die Entscheidung liege in Händen von Fachkräften, in Zweifelsfragen wird eine Geschäftsführung mit herangezogen. In diesem Fall habe man wohl eher an die Fortsetzung der Arbeit des städtischen Möbellagers gedacht, dessen Mitarbeiter auch Möbel aus den Wohnungen abgeholt haben. Ihm sei nicht bewusst gewesen, so Trimborn, dass damit auch Entrümpelungen gemeint waren und das sei ihm aus der Konzeption so nicht bekannt geworden.

Was versucht er denn da ständig, einen einigermaßen künstlichen Unterschied zu ziehen bzw. wie abwegig ist es denn, dass Menschen etwas entrümpeln müssen, wenn die Arbeitsanweisung lautet, Möbel abzuholen? Das sind doch Haarspaltereien - das hätte ihm klar sein müssen, dass es dann in der Praxis auch zu sowas kommen kann/kommt. Und jetzt tut er so, als wäre ihm diese Idee im Traum nicht gekommen - ist es eigentlich erlaubt, sich dümmer zu stellen als die Polizei erlaubt?

Kamen keine Warnungen von dem Beirat, den es auch bei der „Arbeit für Bottrop” gibt und der sich aus Vertrettern aus Parteien, Gewerkschaften, IHK, Handwerk etc. zusammensetzt, die schon darauf achten sollen, dass keine Belange von Mitbewerbern oder Arbeitnehmerrechte betroffen werden? Die einzelnen Maßnahmen werden nicht vom Beirat entschieden, eher die groben Linien, Mittelvergabe etc.

Entrümpeln ist kein Ein-Euro-Job - Bottrop - DerWesten

lg hartzhasser
Mit solchen Argumentationslinien sollen mal wieder alle für dumm verkauft werden. Die Verantwortlichen wollen nicht verantwortlich gewesen sein - da drängt sich, mal wieder, die Frage auf, für was sie eigentlich bezahlt werden - und wären nie darauf gekommen, dass sich so naheliegende Dinge dann in der Praxis abspielen würden. Wo es nur so von Ein-Euro-Jobs wimmelt, die jenseits jeglicher Arbeitsbeschreibung ausgeführt werden müssen.

Danke für den Beitrag aber ein Aufreger ist diese ganze Argumentation dennoch.
 

hartzhasser

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#68
die Diakonie wo ich gerade meinen 1.10€ Job fröhne, arbeitet mit einer grossen Baugesellschaft zusammen, von dort bekommt Sie die Umzugsaufträge, meistens sind es Umzüge von Hartz4 Empfängern oder Leute mit wenig Geld,

Heute mussten wir mal wieder mit 7 Leuten eine Wohnung ausräumen, und wir mussten Decken vertäfelungen abreissen, morgen müssen Wir noch die Wohnung Besenrein machen für den neuen Mieter.

wie gesagt 7 Leute nur der Fahrer hat einen festen Job, der rest alles 1.10€ Jobber.

lg hartzhasser
 

Xivender

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#69
Hi,

Ich muss sagen, ich finde das hoch interessant. Diesen Theard verfolge ich schon, seid Du diesen eröffnet hast, und ich finde es wirklich sehr interessant, was zu Anfang "versprochen"=Ausschreibung, Tätigkeiten (Verkaufen im Laden) gesagt wurde, und wie nun die Praxis aussieht (Möbel schleppen, Entrümpeln, e.c.t.)

Das sind alles Aufgaben von Hausmeisterdiensten, Abbruch und Entrümpelungsfirmen und Umzugsdienste / Möbelpacker...

Eine wirkliche zusätzliche Arbeit sehe ich hier nicht.
 

sun2007

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#70
die Diakonie wo ich gerade meinen 1.10€ Job fröhne, arbeitet mit einer grossen Baugesellschaft zusammen, von dort bekommt Sie die Umzugsaufträge, meistens sind es Umzüge von Hartz4 Empfängern oder Leute mit wenig Geld,

Heute mussten wir mal wieder mit 7 Leuten eine Wohnung ausräumen, und wir mussten Decken vertäfelungen abreissen, morgen müssen Wir noch die Wohnung Besenrein machen für den neuen Mieter.

wie gesagt 7 Leute nur der Fahrer hat einen festen Job, der rest alles 1.10€ Jobber.

lg hartzhasser
Kannst Du nicht diesen Artikel nehmen und ausdrucken und mit Verweis darauf Deinem SB schreiben, dass Du starke Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme hast und Dich nicht strafbar machen willst, indem Du sie weiterführst?

Ich denke, es ist sehr gefährlich, sie einfach abzubrechen aber solch ein Schreiben wäre vielleicht doch gut. Irgendwo habe ich gelesen, dass man sehr wohl einen Lohn für Ein-Euro-Job einklagen kann - da musst Du selber mal ein bisschen rumsuchen. Das würde ich dann aber so schnell wie möglich machen, sowohl beim Träger als auch beim JC/bei der Arge. Im Nachhinein ist das immer schlecht. Aber wenn Du noch nicht so lange dabei bist, kannst Du es (dass Du es nicht früher gemacht hast) damit begründen, dass Dir erst jetzt aufgrund der Tätigkeiten klar geworden ist, dass die gar nicht zusätzlich sind. (Ich weiß jetzt gerade nicht mehr so genau, wie lange Du schon dabei bist aber es ist besser einen solchen Brief nach drei Tagen zu schreiben als nach drei Wochen!!!)

Und vielleicht die Gewerkschaften alarmieren. Die haben nämlich kein Interesse an der Vernichtung echter Arbeitsplätze.

Das mit der Feststellungsklage kann dauern, würde ich aber auch machen. Und darüber dann zusätzlich SB und Träger infomieren.

Viel Glück und viele Grüße

Sun
 

hartzhasser

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#71
hallo Sun2007

ich bin da seit den 4.05.2009, leider weiss ich nicht wie ich einen Brief an meinen Fallmanager am besten formulieren kann. ich finde es jedenfalls langsam ätzend da als Möbelmuli zu Arbeiten, ich habe ja auch einen Schwerbehindertenstatus mit Behindertenausweiss, aufgrund von erblindung linkes Auge, sehminderung rechts und persönlichkeitsstörung.

lg hartzhasser
 

sun2007

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#72
Hast Du dem SB denn schon mal ein entsprechendes Schreiben geschickt? Etwa zu Beginn Deiner Tätigkeit?

Hier:
Information - Ein Euro Job / Mini Job im Erwerbslosen Forum Deutschland

in den roten Beiträgen kannst Du schon mal anfangen zu suchen. Wo Du jetzt schon so lange hingegangen bist, ohne Dich vermutlich wirklich zu wehren, weiß ich auch nicht, ob es so viel bringt, hier an Formulierungen für Dich zu arbeiten, weil ich nicht einschätzen kann, ob bei Dir der Leidensdruck überhaupt hoch genug ist, dass Du sie auch verwenden würdest. Das wäre für mich dieselbe Arbeit, wie jetzt für Dich, das alles zusammenzusuchen.

Was hast Du bislang getan, um Dich gegen den Ein-Euro-Job zu wehren?

Gruß

Sun
 

hartzhasser

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#73
lansam geht mir der 1€ Job aufn Sack, die meiste Zeit fahre ich mit Kollegen los um Möbel abzuholen hinzubringen , ferner Umzüge und Räumungen, Heute zum beispiel haben wir einen Umzug und eine Räumung, und es werden laufend neue 1€ Jobber rekrutiert. die meisten Kollegen freuen sich diesen Job machen zu dürfen. Sie sagen, dann hängen wir nicht zuhause rum.

lg hartzhasser
 

sun2007

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#74
Das kann ich verstehen und das tut mir Leid für Dich.

Was hast Du denn bisher gegen den EEJ unternommen?
 
E

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#75
Sie sagen, dann hängen wir nicht zuhause rum.
Klar doch, wäre auch froh, wenn ich Strom und Heizung sparen könnte. Aber doch nicht so.
Ich weiss nicht warum manche Leute einfach nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen. Es gibt so viel zu tun,...
 
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#76
...Ich weiss nicht warum manche Leute einfach nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen. Es gibt so viel zu tun,...
Hallo ashna,

Du wirst es erfahren, wenn Deine Kinder (so Du welche hast) aus dem Haus sind.

Nicht jeder kann auf Familie, einen großen Bekanntenkreis oder trotz ALG II erhalten gebliebene Freunde zurückgreifen. Ebenso betrachtet nicht jeder das ganztägige Surfen im www als die sinnvollste Beschäftigung.

Einfach nur dahinzuwerfen: "Es gibt so viel zu tun..." finde ich ziemlich überheblich.
 
E

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#77
Ich mag Kinder haben, aber die sind mehr oder weniger den ganzen Tag ausser Haus.
Genau den Spruch, dass ich es erst wissen werde, wenn meine Kinder mal aus dem Haus sind, den höre ich so oft.
Familie? Was ist das? Von meiner Familie habe ich mich vor 9 Jahren losgesagt. Hört sich hart an, ich weiss. Aber eine Familie, die nicht für mich da ist, wenn ich sie brauche, die brauch ich nicht. Erst recht nicht, wenn sie sich in meine Erziehung einmischen will.
Mein Freundeskreis war noch nie arg groß. Aber die paar, die ich habe, die weiss ich zu schätzen, und sie mich. Gut es gibt Ausnahmen. Aber dann sind es keine Freunde mehr für mich.
Ich mach meine Kiste morgens an, und dann läuft sie bis abends. Das heisst aber nicht, dass ich die ganze Zeit davor sitze. Kann mich ja nicht immer ausloggen, wenn ich mal nicht davor sitze.
Ich wollte ihn nicht beenden, aber wenn du darauf bestehst...

..., also packen wir es an.

Klingt abgekaut, aber ist so.

Was mach ich, wenn mich die Langeweile überkommt?
Lesen, Lernen, Haushalt, Einkaufen, Basteln,...

Es gibt wirklich Vieles, was man tun kann. Das kann ich alles auch ganz gut allein machen. Ich muss mich nicht an Freunde anhängen, um einen ereignisreichen Tag zu haben.
Ich kenne Einsamkeit seit meiner Kindheit, über Jahre, mit Unterbrechung dieses Gefühls. Ich war also gezwungen mich mit mir selber zu beschäftigen, und dafür zu sorgen, dass ich keine Langeweile hab. Und selbst wenn, Langeweile geniessen, einfach mal zulassen, das macht kreativ, da kommen Ideen.
 
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#78
Oh, Dein Leben hast Du Dir selbst eingerichtet also beklag Dich nicht (bei mir). Ich hatte/habe kein Interesse, Deinen Lebenslauf zu erfahren.

Es geht einzig und allein um Deine Überheblichkeit, anderen ihre durch H IV hervorgerufene Lähmung vorzuwerfen.

...Was mach ich, wenn mich die Langeweile überkommt? Lesen, Lernen, Haushalt, Einkaufen, Basteln...
Was sind das denn für Tipps?? Fast könnte man annehmen, Du würdest bei der D*kra arbeiten...
 

Sonntagsmaja

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#79
@ashna:icon_daumen:

Genauso ist es bei mir. Ich bin z.B. "lernsüchtig", d.h. ich muß meinen Kopf ständig mit was neuem füttern; egal ob nun News, Sprachen, ein neues PC-Programm oder was auch immer.
Daneben habe ich meine ganzen Grafikprogramme, weltweite Webcams einfach nur zum Gucken und geniessen, ganz viel Musik ect.
TV guck ich aber höchsten nur 2-3 Std. am Tag, "planlos" läuft der nie.

Ich überwiegend zu Hause, aber mir ist nicht 1 Sekunde langweilig:icon_smile:
 
E

ExitUser

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#80
Oh, Dein Leben hast Du Dir selbst eingerichtet also beklag Dich nicht (bei mir).

Achso? Mit 3 Jahren kann man das auch.
Ich beklag mich nicht bei dir, habe dir nur eine Erklärung gegeben, warum ich dieses Statement abgegeben habe, und wie ich das handhabe.

Ich hatte/habe kein Interesse, Deinen Lebenslauf zu erfahren.

Wirst du auch nicht.

Es geht einzig und allein um Deine Überheblichkeit, anderen ihre durch H IV hervorgerufene Lähmung vorzuwerfen.

Wem habe ich was vorgeworfen?
Das war nur eine Meinung.

Überheblichkeit nennt man das also. Gut , dass du mir das gesagt hast. Jetzt kenne ich die Bedeutung dieses Wortes.


Was sind das denn für Tipps?? Fast könnte man annehmen, Du würdest bei der D*kra arbeiten...
LOL, bei der Dekra:icon_lol:.
Auch sind das keine Tips, sondern so mache ich was gegen Langeweile, zum Beispiel.


Und Tschüß
 

FAR2009

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#81
Oh, Dein Leben hast Du Dir selbst eingerichtet also beklag Dich nicht (bei mir). Ich hatte/habe kein Interesse, Deinen Lebenslauf zu erfahren.

Es geht einzig und allein um Deine Überheblichkeit, anderen ihre durch H IV hervorgerufene Lähmung vorzuwerfen.



Was sind das denn für Tipps?? Fast könnte man annehmen, Du würdest bei der D*kra arbeiten...
ashna beklagt sich nicht, sie war nur freundlich und ist erklärend auf Deine Vorwürfe eingegangen, nur um nochmal einen Vorwurf einzufangen.
Wenn Du in ashna´s Kommentar Überheblichkeit erkennst, liegt das wahrscheinlich an deiner Unfähigkeit, deine Tage zu planen.
 
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#83
ashna beklagt sich nicht, sie war nur freundlich und ist erklärend auf Deine Vorwürfe eingegangen, nur um nochmal einen Vorwurf einzufangen.
Wenn Du in ashna´s Kommentar Überheblichkeit erkennst, liegt das wahrscheinlich an deiner Unfähigkeit, deine Tage zu planen.
Wer sprach von mir? Von meiner Unfähigkeit, meine Tage zu planen? Du solltest auf ashna hören und lesen (gehen).

Trotzdem netter Versuch, ashna so blindlings zur Seite zu stehen. :icon_party:
 

hartzhasser

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#86
brauchte gestern nicht mitfahren den Umzug zu machen, war im Lager und habe eine ruhige Kugel geschoben, nur am Nachmittag war ich mit eine Wohnung zu räumen.


lg hartzhasser
 
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#87
brauchte gestern nicht mitfahren den Umzug zu machen, war im Lager und habe eine ruhige Kugel geschoben, nur am Nachmittag war ich mit eine Wohnung zu räumen.
lg hartzhasser
Moin hartzhasser,

wirst Du versuchen (wollen), da raus zu kommen?
 
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#88
Moin hartzhasser,

wirst Du versuchen (wollen), da raus zu kommen?
Gavroche, gib's auf, es ist sinnlos. Manche können nur herumlamentieren und ihr Schicksal beklagen. Wehren können und wollen sie sich nicht und ermöglichen damit gerade erst dieses Unrechtssystem. Die Antwort hatte Dir Hartzhasser ja schon gegeben:
ich werde den 1.10€ Job wohl machen, habekeine lust auf stress mit der Arge. und kaputt mache ich mich da auchnicht. währe für mich mal wieder ein neues Metier als Verkäufer.
lg hartzhasser
Das Pseudonym "Hartzhasser" ist in dem Zusammenhang natürlich ein Witz. Angebrachter wäre wohl: "hartzhaser" oder "hartz-hase".


... diemeiste Zeit fahre ich mit Kollegen los um Möbel abzuholen hinzubringen, ferner Umzüge und Räumungen,... und es werden laufend neue 1€ Jobber rekrutiert. die meisten Kollegen freuen sich diesen Job machen zu dürfen. Sie sagen,dann hängen wir nicht zuhause rum.
lg hartzhasser
Deprimierend, einfach deprimierend.
Die Schlichtheit des Denkens dieser Mitläufer des Ausbeutertums ist erschütternd. Ja, weiß man denn nicht, wozu "Tafeln" und "Sozialkaufhäuser" und dergleich Perfidien eingerichtet sind ? Mit der zunehmend flächendeckenden Einrichtung dieser Schweinereien soll der Übergang von der Geldleistung zur bloßen Sachleistung schleichend vollzogen werden. Heute noch als zusätzliche Leistung, die nicht auf Hartz-Leistungen angerechnet wird, werden sie künftig zuerst dazu dienen, Forderungen nach einer Regelsatzerhöhung abzuschmettern, denn es gibt ja diese "tollen" Einrichtungen, wo man sich die Menschenwürde in Gestalt des abgelegten Sperrmülls des Besitzbürgertums abholen kann. In einer Dritten Stufe wird es die Geldleistungen fast ganz ersetzen. Dann gibt es nur noch ein "Taschengeld" und einen Bezugsschein für den Plunder von der Caritas, der Diakonie oder das angegammelte Gemüse von der "Tafel". Der größte Wirtschaftskonzern Deutschland ist - die Caritas !
 

hartzhasser

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#89
erstmal vorweg, es haben nicht alle den Mut sich der willkür der Arge durchzusetzen,

aber ich werde versuchen den Mut aufzubringen in dem ich meinen FM eine Email schreibe mit den misständen die da so ablaufen,

bin die meiste Zeit nur noch aufn LKW unterwegs um Möbel abzuholen hinzubringen oder Wohnungen zu entrümpeln,

vor 14 Tagen mussten wir eine Messiewohnung räumen, bein reingehen in diese Wohnung musste sich ein Kollege gleich übergeben,

und in der letzten Woche hatten gleich 2 Kollegen verletzungen erlitten beim Möbeltransport, einer hatte sich den Finger gequetscht, und ein anderer eine Blutende schnittwunde,


werde meinen Fallmanager dieses darlegen, und im sagen das ich aufgrund meiner Sehbehinderung nicht mehr gewillt bin solche nicht der Gemeinnützigkeit geltenden Möbelschleppereien und Entrümpelungen mitzumachen.



lg hartzhasser
 

Hexe45

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#90
@ Braunes Hartz, jetzt biste aber ein bißchen hart.
Sicher, wünscht man sich mehr Mut bei den Betroffenen und auch mir stößt es auer auf, daß Hartzhasser mit seinem Job einen astreinen, sozialversicherten Job verdrängt.
Daran ist nichts zusätzlich und vor allem sind diese € Jobs der Todesstoß vieler Ich-Ag´s, die können natürlich nicht bestehen gegen diesen Moloch.
Die müssen Leute bezahlen und die Caritas hat nicht nur kostenlose Mitarbeiter, sie kriegt auch noch Geld für diese.

Hartzhasser gibt wenigstens noch zu, daß es gar nicht so einfach ist den Mut in sich zu mobilisieren.
Und mal sehen, wie er sich bei der nächsten verhält, vielleicht kämpft er dann ja doch dagegen.

Mehr macht mir die Sache Kummer, daß in einem anderen Thread ( wo es um die Verschärfung von HartzIV geht) die Leute damit anfangen, wie man sich damit arrangieren kann.

Wenn ein Typ da mit Schrebergärten anfängt und ein anderer sein Balkon mit Kartoffeln bepflanzen will.
Wo sich Leute darüber beklagen, das der Michel immer still hält, die man aber bei Demos selber nicht zu Gesicht bekommt.

Da frage ich mich was wollen die?? Daß die, die (noch-) nicht von H4 betroffen sind, für die von H4 Betroffenen auf die Straße gehen?

Und grad die, die fordern das der Michel auf die Straße gehen soll, halten sich dann vornehm zurück, wenn die Zahltage näherrücken.

Dann wird halt wieder der Bankenthread hervorgeholt.

Von daher wünsche ich mir manchmal, möge die Verschärfung von H4 schneller kommen.

Wenn du dann vom Regelsatz leben muß und dafür auch noch 40 Std die Woche arbeiten mußt.
Wenn es dann auch keine Aufstocker mehr gibt.
Wenn es trotz 40 Std harter Arbeit nur noch für´s Sozialkaufhaus reicht.
Wenn die Kohle nicht mal mehr für die Saatkartoffeln reicht, um seinen Balkon mit Kartoffeln zu bepflanzen.

VIelleicht ändert sich dann mal etwas.

LG
Hexe
 
E

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Gast
#91
Mehr macht mir die Sache Kummer, daß in einem anderen Thread ( wo es um die Verschärfung von HartzIV geht) die Leute damit anfangen, wie man sich damit arrangieren kann.
Wenn ich mir heute überlege, wie ich, angesichts der Planungen der Regierung, morgen noch satt werden kann, dann arrangiere ich mich also?
Irgendwie verstehe ich was falsch.
Ich gehe auch zu keinem Zahltag, und auch zu keiner Demo, denn wohin mit dem Kind? Denn das werde ich nicht tun, dass ich mein Kind noch mitschleppe.
Ich kann nur dort helfen, wo mein Kind nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.
Wenn das kommt, was in Planung ist, dann sehe ich erstmal zu, dass ich mein Kind satt bekomme. Und spätestens dann wird es mehr als genug mitbekommen, was hier abgeht. Da versuche ich ihm jetzt noch eine friedliche Welt zu geben, in der es Kind sein darf. Es wird noch oft genug zu hören bekommen, dass es vielleicht nix wert ist. Dann soll es in seiner Freizeit nicht auch noch mit der Mutter irgendwelche politischen Aktionen erfahren. Ich möchte ihm eine Kindheit bieten, an die es sich gern erinnert, solange ich es kann.
 

Hexe45

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#92
Wenn ich mir heute überlege, wie ich, angesichts der Planungen der Regierung, morgen noch satt werden kann, dann arrangiere ich mich also?
Irgendwie verstehe ich was falsch.
Ich gehe auch zu keinem Zahltag, und auch zu keiner Demo, denn wohin mit dem Kind? Denn das werde ich nicht tun, dass ich mein Kind noch mitschleppe.
Ich kann nur dort helfen, wo mein Kind nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.
Wenn das kommt, was in Planung ist, dann sehe ich erstmal zu, dass ich mein Kind satt bekomme. Und spätestens dann wird es mehr als genug mitbekommen, was hier abgeht. Da versuche ich ihm jetzt noch eine friedliche Welt zu geben, in der es Kind sein darf. Es wird noch oft genug zu hören bekommen, dass es vielleicht nix wert ist. Dann soll es in seiner Freizeit nicht auch noch mit der Mutter irgendwelche politischen Aktionen erfahren. Ich möchte ihm eine Kindheit bieten, an die es sich gern erinnert, solange ich es kann.
An dich habe ich mich eigentlich gar nicht mal so sehr gerichtet.

Aber Kind satt kriegen, wenn du für den Regelsatz arbeiten mußt??

Stell ich mir dann fast unmöglich vor. Klar kann man so machen wie der Cowboy es in einem anderen Thread empfiehlt. Aber so viele Schrebergärten wird es nie geben.
Die friedliche Welt wirst du deinem Kind nicht mehr lange vorgaukeln können.

Und dann?

Wenn du für den Regelsatz erst viezig Stunden arbeiten mußt, also zB Hatzhasser bei seinen Umzügen helfen mußt ( allerdings ohne €), wird man sich dann um dein Kind im HartzIV Kindergarten kümmern.

Ein Kindergarten der von anderen Sklaven geführt wird und davon leben wird, was die Kleinen erbasteln.
Aber wie gesagt, an dich habe ich mich eigentlich gar nicht gerichtet.

Aber ist schon cool, so bald man hier schreibt, daß hier viel zuwenig aktiv gegen H4 getan wird, ist man die Buhfrau.

Denn was wollen denn die wenigen Aktiven machen, wenn fast jede/r zu einem € Job hingeht.

Denn in einem Punkt dürften wie uns alle einig sein, daß jetzt laut über Workfar nachgedacht wird, liegt auch daran, daß man gesehen hat das die € Jobs ja sogar durchsetzbar waren.

Und wer nicht bereit ist selbst aktiv zu werden, kann es von denen die noch Job haben auch nicht erwarten.

Außerdem sind H4ler in den Köpfen der meisten nicht Betroffenen immer noch die armen Menschen, die man zumeist in der Nähe von Bahnhöfen und Busbahnhöfen zu sehen bekommt.

Und die wenigen Aktiven, können dann mit einer Handbewegung als vermeintliche Kommunisten weggewischt werden.

Es geht auch darum das H4 endlich ein Gesicht bekommt und zwar ein reales.
LG
Hexe
 
E

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Gast
#93
Das Kind satt bekommen, wenn man für das gleiche Geld arbeiten geht,... nun ja, so wie heute eben auch. Nur die Zeit mit Kind wird dann verdammt wenig werden.

Die friedliche Welt wirst du deinem Kind nicht mehr lange vorgaukeln können.
Ich gaugel ihm auch keine friedliche Welt vor, habe mich falsch ausgedrückt. Mir fehlen einfach die Worte bei dem ganzen Irrsinn, den die sich ausdenken.
Ich möchte ihm nur seine kindliche Unbekümmertheit so lange wie möglich bewahren. Er soll sich nicht Gedanken darüber machen, dass ich Sorgen hätte ihn satt zu bekommen. Und so ein Tomatenpflänzchen auf dem Balkon heran zu ziehen ist auch eine nette Beobachtung für ein Kind. Da werden auch keine Fragen auftauchen, von wegen, Mama warum machst du das jetzt. Selbst wenn, dass kann man dann erklären, jedoch nicht auf politische Weise, von wegen in 3 Wochen gibt es nix mehr, oder wir haben dann kein Geld mehr.

Und dann?
Bleibt eine Erinnerung an eine sorglose Zeit, die man sich in sorgenvollen Zeiten immer mal wieder ins Gedächtnis rufen kann.

Aber ist schon cool, so bald man hier schreibt, daß hier viel zuwenig aktiv gegen H4 getan wird, ist man die Buhfrau.
Nein, ich seh dich keineswegs als Buhfrau. Im Gegenteil.
Ich habe mich an dem Wort arrangieren hochgezogen.
Ich kann nicht wirklich im großen aktiv werden, sondern nur im kleinen. Trotzdem habe ich mich nicht arrangiert.
Aber ich weiss, was du ausdrücken möchtest.:icon_smile:
 

hartzhasser

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#94
habe mal wieder eine frage?


bei mir im Bunten Kaufhaus hat mich Heute unsere Sozialarbeiterin angesprochen. Sie will mir einen Praktikumsplatz in einer Fahrradwerkstatt besorgen, . werde mal sehen wie die Tante sich das so vorstellt. werde berichten wenn ich näheres erfahre.

ein Kollege hat auch ein 2 Wöchiges Praktikum gemacht, danach ist er wieder zur Diakonie gekommen,

hat von euch auch schon jemand wärend eines 1euro Jobs ein Praktikum machen müssen?

lg hartzhasser
 
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