Bundesfreiwilligendienst

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Malvina

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Liebe Forumleser-und Schreiber,

meine Tochter beginnt Ende August eine Tätigkeit im Bundesfreiwilligendienst. Ich gehe davon aus, ich muß die Vereinbarung vorlegen. Bin ich richtig informiert, das vom gezahlten Taschengeld 200 € nicht angerechnet werden dürfen? Meine Tochter erhält keine Leistungen. Sie ist aber Teil der Bedarfsgemeinschaft, da sie in meinem Haushalt wohnt und ich aufstockende Leistungen erhalte. Muß sie im Personalbogen der Einsatzstelle angeben das sie beim JC gemeldet ist?
Danke für Eure Antworten!

Grüße Malvina
 

gelibeh

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Muß sie im Personalbogen der Einsatzstelle angeben das sie beim JC gemeldet ist?
Meine Tochter erhält keine Leistungen.
Sie ist aber Teil der Bedarfsgemeinschaft, da sie in meinem Haushalt wohnt und ich aufstockende Leistungen erhalte.
Wenn sie ihren Bedarf selber decken kann, gehört sie nicht in Deine BG. Daraus folgere ich, dass sie das nicht im Personalfragebogen angeben muss.
 

Malvina

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Liebe Forumleser-und schreiber,

Frage: fängt man am 26.08. als Bufdi an und JC ist drüber informiert, muß man bis zum Start des BFD Termine wahrnehmen?
Und..muß man während des BFD Termine wahrnehmen? Noch dazu die genau in die Arbeitszeit fallen?
Bin ich richtig informiert, das man während des BFD keine Bewerbungsbemühungen dem JC abliefern braucht? Und kein Stellenangebot annehmen braucht?
Meiner Meinung nach müssen sie einen in Ruhe lassen...

Danke im vorraus für Antworten!
Gruß Malvina
 
E

ExitUser

Gast
Bundesfreiwilligendienst


An wen kann ich mich mit Fragen wenden?

Informationshotline des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA):
0221 3673-0

Kontakt per Mail: info@bundesfreiwilligendienst.de

Außerdem hat das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) Beraterinnen und Berater als Außendienstmitarbeiter in ganz Deutschland vor Ort.
Die Zuständigkeitsbereiche und Kontaktdaten der Beraterinnen und Berater finden Sie hier:

zur Übersicht der Beraterinnen und Berater
 
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Meiner Meinung nach müssen sie einen in Ruhe lassen...


Kommt aufs Alter an.

Jugendfreiwilligendienst als wichtiger persönlicher Grund i.S.d. § 10 Absatz 1 Nummer 5 SGB II anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht. Folglich ist der Bezieher von Arbeitslosengeld II, der am Bundesfreiwilligendienst teilnimmt, in dieser Zeit nicht verpflichtet eine Arbeit aufzunehmen.

Quelle


Bei Erwachsenen schaut es wohl anders aus.
 

biddy

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Und kein Stellenangebot annehmen braucht?
Meiner Meinung nach müssen sie einen in Ruhe lassen...

Harte Sau meinte:
Bei Erwachsenen schaut es wohl anders aus.

Das kann ich hier nicht herauslesen:

Fachliche Hinweise der BA zu § 10 SGB II:

Wesentliche Änderungen:
[...]
Fassung vom 20.12.2011:
[...]
• Ergänzung der Aufzählung bei der Rz. 10.22; die Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst ist ebenso wie die Teilnahme an einem Jugendfreiwilligendienst als wichtiger Grund im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 5 anzuerkennen.

[...]

§ 10 SGB II
Zumutbarkeit

(1) Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit die künftige Ausübung der bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung ihres Kindes oder des Kindes ihrer Partnerin oder ihres Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,
4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege einer oder eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht.
[...]

...

2.5 Sonstiger wichtiger Grund (§ 10 Abs. 1 Nr. 5):

(1) Beim Auffangtatbestand des § 10 Abs. 1 Nr. 5 (sonstiger wichtiger Grund) handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der im Einzelfall auszulegen ist. Die Auslegung hat sich dabei an der Zielsetzung der Vorschrift und den Gründen des § 10 Abs. 1 Nr. 1-4 zu orientieren. Die Anerkennung eines objektiv wichtigen Grundes ist auf begründete Einzelfälle zu beschränken.

Der einer Aufnahme der Erwerbstätigkeit entgegenstehende Grund muss dabei im Verhältnis zu den Interessen der Allgemeinheit, welche die Leistungen an die Leistungsberechtigten und die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft (BG) aus Steuermitteln erbringt, besonderes Gewicht haben.

Es ist erforderlich, dass ein zumutbarer Versuch unternommen wird, den an sich vorliegenden wichtigen Grund zu beseitigen, wenn dies nach dem Sachverhalt grundsätzlich möglich und nicht von vorn herein offensichtlich aussichtslos ist.

(2) Als wichtiger persönlicher Grund anzuerkennen sind z. B.:
[...]
das Absolvieren eines Jugendfreiwilligendienstes im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes (dazu gehören das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr) und eines Bundesfreiwilligendienstes im Sinne des Bundesfreiwilligendienstgesetzes,
Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/zentr...n/pdf/Gesetzestext-10-SGB-II-Zumutbarkeit.pdf
 
H

hass4

Gast
ja, der bundesfreiwilligendienst entbindet dich von allen mitwirkungspflichen wie bewerbungen schreiben oder stellenangebote annehmen.

ich hatte meiner SB vor 8 monaten auch gesagt, sollte es in absehbarer zeit kein vernüftiges stellenangebot für mich geben und ich das glück haben den BFD abzuleisten, dann gibt es erstmal 18 monate alg II plus taschengeld. EGV mit eigenbemühungen in leiharbeit oder sonst wo haben sich dann für die zeit erledigt.

das kenne ich gar nicht, da von weiss ich gar nichts, können sie mir das mal schriftlich geben oder über einen link aus dem internet.

meine vereinbarung habe ich schon erhalten und an die leistungsabteilung mit dem neuen weiterbewilligungsantrag eingereicht, vorläufigerbewilligung kam schon jetzt muss ich denen nur noch die unterlagen nachreichen wenn es das 1. taschengeld gab.

für den 20.08 habe ich eine einladung erhalten, wie gewohnt will man über meine berufliche situation sprechen. ich denke mal dass es eine neue EGV gibt mit dem inhalt dass wenn ich ohne wichtigen grund den BFD abbreche sanktionen gibt, das werden die sich im leben nicht nehmen lassen. wäre ja sonst eine schlechte verfolgungsbehörde!

was da genau bei rauskommt werde ich aber noch bekannt geben.
 

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hass4

Gast
Kommt aufs Alter an.

Jugendfreiwilligendienst als wichtiger persönlicher Grund i.S.d. § 10 Absatz 1 Nummer 5 SGB II anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht. Folglich ist der Bezieher von Arbeitslosengeld II, der am Bundesfreiwilligendienst teilnimmt, in dieser Zeit nicht verpflichtet eine Arbeit aufzunehmen.

Quelle


Bei Erwachsenen schaut es wohl anders aus.

nein, bei erwachsenen sieht es auch nicht anders aus, sonst würde das bundesamt sich nicht die mühe machen und eine vereinbarung abschließen!
zumal es auch nur eine überschauliche anzahl von menschen gibt die daran teilnehmen dürfen.

zuletzt hatte ich was von 30 000 tausend bundesweit gelesen.

es gibt aber jobcenter die das wie ein rotes tuch sehen und am liebsten durchdrehen würden wenn es ausgerechnet in ihrem jobcenter jemanden gibt den sie nicht mehr durch den wolf drehen können!!
 

biddy

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Schau mal oben in meinen Link:rolleyes:

Das habe ich, aber mir ist eigentlich ziemlich egal, ob da in diesem Link vom Verein für soziales Leben e.V. steht: "Dies gilt dann allerdings nicht uneingeschränkt, wenn es sich um ältere ALG 2 Empfänger handelt. Diese müssen grundsätzlich vorrangig arbeiten", wenn im Gesetz, § 10 SGB II, davon keine Rede ist, ob "jung" oder "alt" und wenn die fachlichen Hinweise der Bundesagentur für Arbeit - obwohl kein Gesetz und bestimmt nicht immer rechtmäßig, aber eine verbindliche Handlungsanweisung für die Sachbearbeiter - hier etwas für einen Leistungsbezieher mal Günstiges aussagen.

M. E. ist also diese Aussage auf der verlinkten falsch. Und das ist nicht der einzige Fehler. Darum verlass' ich mich auch nicht auf solche Seiten ;)

Ein weiterer auf dieser verlinkten Seite ist z.B., dass es angeblich zusätzlich zu den nicht anrechenbaren "175 €" (= falsch, denn seit 1.1.2013 sind's 200 €, sollte da mal aktualisiert werden) noch 30 € Versicherungspauschale von der BufDi-Einnahme Volljähriger absetzbar wäre, was definitiv nicht stimmt, da sie in den pauschalen 200 € (zusammengesetzt aus 140 € für Aufwendungen, also wie eine Art Grundfreibetrag, plus 60 € Taschengeld) enthalten ist.
Dafür wurde extra die Alg II-Verordnung (§ 1) schon ab 1.1.2012 geändert:
https://www.bmas.de/SharedDocs/Down...075801C5961ADF29EAE3A8?__blob=publicationFile
 
H

hass4

Gast
bei dem verein wo ich mich beworben hatte wurde mir sofort bekannt gegeben dass es in vielen fällen beim jobcenter schwierigkeiten gibt.
nach seiner aussage kam es aber noch nie zu einer verweigerung wenn dagegen widerspruch oder sogar klage eingereicht wurde.

die wollen das nicht, die verabscheuen diese BUFDI, MUFDI und wie sie alle heissen.

der verfolgungswahn hat sich so in diese hohlen birnen festgefressen und plötzlich soll da jemand stütze kriegen und wir können den nicht zersetzen,
ja kommen wir denn da hin!??
 

AlterKämpe

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Habe jetzt auch demnächst die Möglichkeit BUFDI abzuleisten und freu mich auch schon drauf!

Ich klink mich mal hier ein, möchte keinen Extra-Thread eröffnen.

Habe einen Gutschein bekommen, in dem steht, dass ich bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung 3 Monate lang einen Bonus von 250 €uro bekomme.

Der BUFDI ist doch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder irre ich da?
 

stummelbeinchen

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Hallo,

siehe hier, S. 7:
"
Für erwerbsfähige, leistungsberechtigte Personen, die am Bundesfrei-willigendienst teilnehmen, gelten in Bezug auf die Zumutbarkeit einer Arbeitsaufnahme – analog zu den Jugendfreiwilligendiensten – die Re-gelungen zu § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB II. Da der Bundesfreiwilligendienst eine versicherungspflichtige Beschäftigung nach § 25 Abs. 1 SGB III darstellt und immer mit mehr als 20 Wochenstunden ausgeübt wird, liegt währenddessen Arbeitslosigkeit nicht vor (§ 53a SGB II i.V. mit § 16 SGB III).
Für Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer in Teilzeit ist im Einzelfall zu prü-fen, ob neben dem Bundesfreiwilligendienst die Aufnahme einer weite-ren Beschäftigung zumutbar ist. Für diese Fallkonstellationen sind auch entsprechende Übereinkünfte in der Eingliederungsvereinbarung erfor-derlich.
Die Meldepflicht, soweit ein Meldezweck besteht (§ 59 SGB II i.V.m. § 309 SGB III), sowie die Mitwirkungspflichten (§ 60 ff. SGB I) bestehen für Teilnehmende, die weiter ergänzend Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beziehen, fort. "
 
H

hass4

Gast
Habe jetzt auch demnächst die Möglichkeit BUFDI abzuleisten und freu mich auch schon drauf!

Ich klink mich mal hier ein, möchte keinen Extra-Thread eröffnen.

Habe einen Gutschein bekommen, in dem steht, dass ich bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung 3 Monate lang einen Bonus von 250 €uro bekomme.

Der BUFDI ist doch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder irre ich da?

das bundesamt trofft mit dem absolvierenden eine vereinbarung, es ist kein arbeitsvertrag, er bekommt aus dem grund auch keinen lohn sondern ein taschengeld! es gibt aber eine gleichstellung etc.

und weiter geht es hier!!
Bundesfreiwilligendienst
 
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