Bundesfreiwilligendienst - Sinnvoll,hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht und kann meine Fragen beantworten? ?

Stabilo Boss

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Ich bin es wieder.....

Nochmal kurz meine Eckdaten zur besseren Einordnung:

Alter : 24
Wohnort : Niederrhein
Wohnhaft : Entweder bei den Eltern oder Freundin
Mobilität : keinen Führerschein; nur Fahrrad oder ÖVM
Schulabschluss: Fachabitur
Ausbildung : Groß- und Außenhandelskaufmann
Dauer der Arbeitslosigkeit: 9 Monate

Bin jetzt in der Situation, das mein ALG I bald ausläuft und ich michb dann entscheiden muss, wie ich weiter vorgehe:
1. In den sauren Apfel beißen und ALG II beantragen mit allen Konsequenzen oder
2. Kein ALG II beantragen, mich selbst versichern und zwei 450€-Jobs annehmen oder
3. Bundesfreiwilligendienst machen.

Da hat sich jetzt nämlich eine Möglichkeit ergeben, als BUFDI bei der NABU bei mir in der Umgebung anfangen zu können. Ich habe mich auch aktiv darauf beworben, weil mich das prompt angesprochen hat.

Ich habe nämlich wirkliche Zweifel daran, ob ich für meinen gelernten Beruf überhaupt geeignet bin und ob ich den Mental schaffe bzw.ob ich überhaupt für die "normale" Arbeitswelt geschaffen bin ( regelmäßige Besucher kennen ja meine Story ), weswegen ich mich vllt. anders orientieren möchte und anderes/neues kennenlernen möchte.
Und weil ich auch noch anderen gerne Helfe, gutes tun will und ich mich eh für Tiere/Natur begeistern kann, schien mir das sinnig.

Ich würde 200€ "Aufwandsentschädigung" bekommen, dazu würde man mir die Krankenkasse (für mich ganz wichtig, da ich regelmäßig Psychopharmaka brauche) bezahlen und auch in die Rentenkasse einzahlen. Und wer weiß, vllt. kann ich danach da sogar nen "richtigen" Job ergattern?

Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht?
Was ist zu beachten?
Gibt es Haken?
Und wie sieht es mit dem Amt aus?
Darf ich das überhaupt?
Muss ich dort gemeldet bleiben bzw. macht es Sinn, sich für die Zeit dort abzumelden?

Das Ding bei mir ist jetzt: Würde demnächst ne neue Therapie beginnen wollen, die aber von mir Privat finanziert werden müsste, aber eben enorm wichtig für mich wäre (aufmerksame Leser wissen bescheid ), damit ich überhaupt anständig Vollzeit arbeiten kann.

Da ich aber im Moment gar kein Einkommen habe (neuer Antrag auf ALGI läuft, aber dauert halt ) muss ich schauen, wie ich das finanziere. Zwischen 50 und 80 € die Stunde werde ich wohl blättern müssen. Jetzt wäre das noch nicht so dramatisch ( habe einiges gesparrt und kaum kosten) aber mittelfristig halt schwierig zu stemmen.

Ich weiß, das 200€ nicht die Welt sind und ja, so würde ich meinen Angehörigen mindestens ein weiteres halbes Jahr "auf der Tasche" liegen und von zu Hause ausziehen wäre dann eh nicht drin, von Führerschein/Auto ganz zu schweigen, aber vllt. wäre es das trotzdem wert, wenn man dann evtl. was findet, was einen erfüllt, was Spaß macht und einem das Gefühl gibt, das Arbeit doch sinnvoll ist und mehr sein kann, als blöde Plackerei und krankmachende Zeitverschwendung im Hamterrad für Bosse, die sich mit deiner Arbeitskraft die Taschen vollstopfen!?

Bitte mal um Meinungen
 
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Muzel

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AW: Bundesfreiwilligendienst - Sinnvoll?

Wenn du Bufdi bist, hast du vielleicht bessere Chancen für deine Bewerbungen, damit wärst du nicht elo. Vielleicht lernst einen Menschen kennen, der dir gute Tipps aufgrund seiner Vergangenheit geben kann. Langzeitarbeitslos ist schlimm.
 

Seepferdchen

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AW: Bundesfreiwilligendienst - Sinnvoll?

Hallo @Stabilo Boss

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Bundesfreiwilligendienst - Sinnvoll?" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...
schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

https://www.elo-forum.org/infos-und-antworten-zu-fragen-rund-ums-forum-fuer-neu-registrierte-nutzer-und-gaeste/37114-uberschriften-thementitel-neue-themen-erstellt.html

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 
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G

Gewerkschafter

Gast
Da hat sich jetzt nämlich eine Möglichkeit ergeben, als BUFDI bei der NABU bei mir in der Umgebung anfangen zu können. Ich habe mich auch aktiv darauf beworben, weil mich das prompt angesprochen hat.

Und weil ich auch noch anderen gerne Helfe, gutes tun will und ich mich eh für Tiere/Natur begeistern kann, schien mir das sinnig.
Die Idee mit dem Bundesfreiwilligendienst ist eine gute Idee. Vor knapp 30 Jahren habe ich selber den Zivildienst absolviert. Dort habe ich viel gelernt im Umgang mit alten Menschen. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, probiere es aus. Du bist noch sehr jung und hast gute Qualifikationen. Dort würdest du neue berufliche Erfahrungen sammeln können. Vielleicht ist die Natur und die Tierwelt wirklich dein Ding. Wenn du Zweifel an deiner Eignung in deinem Beruf hast und lieber mit Tieren arbeitest, wäre vielleicht Tierpfleger die bessere Wahl. Vielleicht kommst du durch den Bundesfreiwilligendienst deinem Traumberuf näher. Nur Mut, diese Alternative ist besser als ALG2!
 

atasteofbunny

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Ich habe vor einigen Jahren Bundesfreiwilligendienst gemacht. Es war eine Bürotätigkeit in einem für mich interessanten Verein. Parallel hatte ich ALG II weiterhin bekommen, die Aufwandsentschädigung wurde nicht angerechnet, in der Zeit ging es mir finanziell ganz gut.

Wenn du allerdings die Möglichkeit hast, bei deinen Eltern zu wohnen, weiß ich nicht, ob du parallel zum BFD ALG II bekommen kannst, das weiß vielleicht jemand anders hier ...

Es ist so eine Sache: Zu viel davon versprechen würde ich mir nicht. Wenn ich mich woanders beworben hatte, fanden potenzielle Arbeitgeber meinen BFD nicht wirklich spannend. Und die Hoffnung, durch den BFD eine feste Stelle zu ergattern (bzw. Kontakte zu knüpfen, die mir bei der beruflichen Entwicklung helfen können), hatte ich mir auch umsonst gemacht. :icon_cry: danach war ich wieder erwerbslos.

Also ich will nun auch nicht zu pessimistisch sein, aber ich denke, man sollte es nicht mit dem Ziel machen, danach eine feste Stelle zu haben. Wenn du aber in dem Rahmen eine ganz neue Tätigkeit im Naturschutz ausprobieren möchtest, ist das wahrscheinlich eine gute Sache.
 
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