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Bundesfreiwilligendienst gekündigt und jetzt auf 0 sanktioniert. Ist das rechtens?

JobcenterAffe

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#1
Ich muß jetzt hier noch einmal einhaken, weil die Angelegenheit letztlich nicht eindeutig beantwortet wurde.

Folgender Sachverhalt:
Mein Nachbar, 18 Jahre alt, hat nach 4 Monaten seinen "BuFDi" gekündigt, weil er's nicht mehr ausgehalten hat dort. Im Januar meldete er sich deshalb beim Jobcenter und dieses verhängte gleich eine Sanktion, weil er seine "Arbeitslosigkeit mutwillig herbeigeführt hat (oder so ähnlich hieß es in dem Schreiben). Er bekam eine Sanktion auf 0 % für 12 Wochen dafür verhängt, daß er den Freiwilligendienst von sich aus gekündigt hatte.

Frage: Ist das von Seiten des Jobcenters überhaupt rechtens? Denn der BuFDi ist ja gar kein Arbeitsverhältnis im rechtlichen Sinne, sondern nur ein "Rechtsverhältnis der anderen Art", wie ich woanders gelesen habe. Und man bekommt auch kein Gehalt, sondern nur ein Taschengeld ausbezahlt.
Die Sanktion wurde schon Anfang Januar verhängt, sodaß die Einspruchsfristen (4 Wochen nach Erhalt) wohl abgelaufen sind. - Kann man da trotzdem noch etwas machen?
 

erwerbsuchend

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#2
Die Sanktion wurde schon Anfang Januar verhängt, sodaß die Einspruchsfristen (4 Wochen nach Erhalt) wohl abgelaufen sind. - Kann man da trotzdem noch etwas machen?
Wenn die Sanktion bereits Anfang Januar verhängt wurde, dann ist diese auch bereits abgelaufen?

Für eine weitere Einschätzung der Lage müsste man wissen, was genau demjenigen in der Anhörung seitens des JC vorgeworfen wurde und wie derjenige auf diese Anhörung reagiert hat.

Vielleicht könnte man nachträglich noch etwas über einen Überprüfungsantrag klären.
 

Makale

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#3
Dadurch das der BFD der allgemeinen Sozialversicherungspflicht, und somit auch der Arbeitslosenversicherung (Link zu offiziellen Seite) unterliegt, ist grundsätzlich eine Sanktion in Anlehnung an das Sperrzeitrecht nach § 31 Abs. 2 Nr. 4 SGB II möglich.

Die erfolgte Sanktion könnte mittels Überprüfungsantrages nachträglich durch Vortragen eines wichtigen Grundes für die Auflösung des BFD-Verhältnisses noch zu Fall gebracht werden. Eventuell liegen auch Formfehler im Sanktionsbescheid vor. Dass wäre die einfachste Variante.
 

JobcenterAffe

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#4
Wenn die Sanktion bereits Anfang Januar verhängt wurde, dann ist diese auch bereits abgelaufen?
Also, die Sache ist etwas komplizierter.... Der 18jährige hat Anfang Februar wieder einen Job (als Automobilverkäufer) gefunden. Da der Chef scheinbar mit seinen Verkaufsleistungen nicht zufrieden war, hat er ihm angeboten, das Arbeitsverhältnis zu lösen, und eine 2 1/2jährige Ausbildung zum Automobilkaufmann zu machen (wobei das seine 2. Lehre gewesen ist; 2 Jahre zum Verkäufer hat er schon hinter sich). Diese gefiel ihm aber ebenfalls nicht, u.a. weil er nur 500 € netto bekam, und davon ein Zugticket zur Berufsschule, das allein 100 € im Monat kostete, bezahlen mußte. Er kündigte deshalb das Ausbildungsverhältnis nach 2 Monaten. Daraufhin verhängte ihm das Jobcenter eine erneute 100 %-Sanktion für 3 Monate. Zusätzlich rechnete ihm das JC die alte Sanktion, von der nur eine Woche "aufgebraucht" war, hinzu. Somit waren dann noch 23 Wochen Restsanktionszeit (Stand Anfang April) offen.
Zum Glück ist er noch unter 25 Jahre alt, ist also wenigstens krankenversicherungsmäßig noch bei den Eltern mitversichert. Er wohnt auch bei ihnen, und kann somit nicht obdachlos werden. Außerdem gehören die Eltern zur Mittelschicht, und sind imstande, den Lebensunterhalt ihres Sohnes zu finanzieren. - Ich glaube die Sache ist relativ aussichtlos, was Rechtsmittel gegen das Jobcenter anbelangt. Dafür hat der 18jährige zu viele Fehler gemacht.
 
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dagobert1

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#5
Zusätzlich rechnete das Jobcenter ihm die alte Sanktion, von der nur eine Woche "aufgebraucht" war, hinzu. Somit waren dann noch 23 Wochen Restsanktionszeit (Stand Anfang April) offen.
Wow, was für ein "kreatives" JC. :censored:
Nur leider absolut rechtswidrig.
Immer wenn man glaubt, man hat schon alles gesehen, belehrt einen ein JC eines Besseren.

Du solltest dir mal die Unterlagen von ihm besorgen, oder ihn dazu bringen sich selbst hier anzumelden.
 

JobcenterAffe

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#6
Wow, was für ein "kreatives" JC. :censored:
Nur leider absolut rechtswidrig.
Dieses Jobcenter (bei dem auch ich gemeldet bin), war vor ein paar Jahren sogar einmal in den Schlagzeilen, als das mit der (pro Kunden gerechnet) höchsten Sanktionsquote deutschlandweit.

Du solltest dir mal die Unterlagen von ihm besorgen, oder ihn dazu bringen sich selbst hier anzumelden.
Werde ich versuchen, wenn ich ihn wiedersehe. Jetzt hat er erst einmal Ortsabwesenheit beantragt (Urlaubsreise mit seinen Eltern nach Italien), die ihm wegen eines anstehenden JC-Termins in 2 Wochen natürlich auch nicht genehmigt wurde. :)
 

Birgit63

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#7
Ganz ehrlich, wenn das mein Sohn wäre, den hätte ich schon vor die Tür gesetzt. Der hat zu nix Bock, fängt vieles an und macht nix zu ende. Als Belohnung nehmen die Eltern ihn auch noch mit in den "kostenlosen" Urlaub. Weil ihm 500 Euro Ausbildungsgeld zu wenig sind, schmeißt er die Ausbildung. Sowas geht gar nicht. Ich hoffe, dass hier das JC ordentlich durchgreift. Dass ihm die Ortsabwesenheit nicht genehmigt wurde, finde ich gut :bigsmile:
 

erwerbsuchend

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#8
Jetzt hat er erst einmal Ortsabwesenheit beantragt (Urlaubsreise mit seinen Eltern nach Italien), die ihm wegen eines anstehenden JC-Termins in 2 Wochen natürlich auch nicht genehmigt wurde. :)
Hoffentlich weiß er auch, was er da macht. Schließlich könnte das ihm das nächste Problem mit dem JC einbringen.

Wobei dabei natürlich erstmal die Frage ist, ob das JC bei jemanden, der zu 100% sanktioniert wurde, überhaupt noch weitere Kürzungen oder Strafen wegen unerlaubter OAW vornehmen kann.
 

JobcenterAffe

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#9
Ganz ehrlich, wenn das mein Sohn wäre, den hätte ich schon vor die Tür gesetzt. Der hat zu nix Bock, fängt vieles an und macht nix zu Ende.
Typisch kleinbürgerliche Arbeitsmoral! - Frage: Wieso soll jemand eine Arbeit machen, die ihn nur unglücklich macht?

Weil ihm 500 Euro Ausbildungsgeld zu wenig sind, schmeißt er die Ausbildung. Sowas geht gar nicht.
Das geht sehr wohl! - Zum Einen: Siehe oben, zum anderen hat er ja schon - wie ich oben bereits schrieb - eine Ausbildung gemacht (Verkäufer). Wie lange soll es noch dauern, bis er "ordentlich" Geld verdient? Und 500 € sind gar nix! - Daß sich das mit der Mini-Ausbildungsvergütung in Schland überhaupt durchgesetzt hat, ist mir ohnehin ein Rätsel. Wenn man die Fahrtkosten noch abzieht (100 € zur Berufsschule, wohl mind. 50 € zur Arbeit/Monat) würde es nicht 'mal für die Miete reichen, würde er selbständig wohnen.

Als Belohnung nehmen die Eltern ihn auch noch mit in den "kostenlosen" Urlaub.
Es ist eher ein Verwandtenbesuch. Seine Großeltern kommen aus IT. Habe ich mit "Urlaub" vielleicht etwas zu sehr vereinfacht.

Dass ihm die Ortsabwesenheit nicht genehmigt wurde, finde ich gut :bigsmile:
Damit gehörst du auch zu diesen Hartz-IV-Sanktionsregime-Befürwortern!
 
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Nena

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#10
TWieso soll jemand eine Arbeit machen, die ihn nur unglücklich macht?
Das machen die meisten.
Um den Bauch voll zu kriegen. Um ein Dach über dem Kopf zu haben. Um Kinder zu ernähren und auszubilden. Um sich so viele Autos leisten zu können, wie sie wollen. Die wenigsten lohn-arbeiten, weil es sie glücklich macht...
 
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#11
Typisch kleinbürgerliche Arbeitsmoral! - Frage: Wieso soll jemand eine Arbeit machen, die ihn nur unglücklich macht?


Das geht sehr wohl! - Zum Einen: Siehe oben, zum anderen hat er ja schon - wie ich oben bereits schrieb - eine Ausbildung gemacht (Verkäufer). Wie lange soll es noch dauern, bis er "ordentlich" Geld verdient? Und 500 € sind gar nix! - Daß sich das mit der Mini-Ausbildungsvergütung in Schland überhaupt durchgesetzt hat, ist mir ohnehin ein Rätsel. Wenn man die Fahrtkosten noch abzieht (100 € zur Berufsschule, wohl mind. 50 € zur Arbeit/Monat) würde es nicht 'mal für die Miete reichen, würde er selbständig wohnen.
Alles richtig, was du sagst! Was bringt ihm der tolle Job, wenn er ihn nicht mag, er ihn eh nicht gut kann und er ihn unglücklich macht? Er hat doch noch seine Eltern, die ihn unterstützen, warum also sich unnötig quälen?

Und die Azubi-Vergütungen sind echt ein Witz, wenn man die Preissteigerungen der letzten Jahrzehnte mit einbezieht.
Von 500€ kann doch keiner seine Kosten decken und muss entweder noch aufstocken oder bis Ausbildungsende bei den Eltern wohnen bleiben!
Das man dazu auch noch die Fahrtkosten zur Berufsschule selber tragen muss ist eh der Witz in Tüten.
Aber so sind sie, die tollen Arbeitgeber: Die jungen Leute sollen möglichst billig sein, nicht murren und schön fleißig sein.

Bei den Konditionen kann doch kein Mensch mit 18/19/20 selbstständig leben!?
Früher, als die Kids ihre Ausbildungen noch mit 14/15/16 gemacht haben und die Preise und Ansprüche geringer waren, da konnte man die noch abspeisen und mit Sprüchen ala "Ohne Fleiß kein Preis" oder "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" ruhig halten. Heute finde ich das ne Frechheit!

Meine Freundin hat ne Lehre als Rechtsanwaltsfachangestellte gemacht (ein eh unterbezahlter Beruf ) und die hat im ersten Lehrjahr geschlagene 380 € (!) bekommen. Im zweiten 490 € und im dritten dann 600 €.
Und hatte Kostgeld abzugeben und Spritkosten gehabt und musste auch noch Einkäufe bezahlen. Dazu kamen auch noch 70€ jeden Monat fürs Zugticket zur Berufsschule.

Ne, von tollen Ausbildungsbetrieben braucht mir keiner was zu erzählen.
Mein Betrieb war auch ne Ausbeuterbude! Vergütung war zwar ganz okay, aber der Rest war fürn Hintern. Warst immer der ***** vom Dienst, durftest immer irgendwelche "Spezialaufträge" machen. Ausgebildet wurdest du eh nicht; warst einfach ne Vollarbeitskraft für viel weniger Geld und Überstunden waren an der Tagesordnung. Und gedankt wurde dir eh nicht. Vllt. mit ein Grund, weswegen ich jetzt einen an der Klatsche hab:peace:

Das machen die meisten.
Um den Bauch voll zu kriegen. Um ein Dach über dem Kopf zu haben. Um Kinder zu ernähren und auszubilden. Um sich so viele Autos leisten zu können, wie sie wollen. Die wenigsten lohn-arbeiten, weil es sie glücklich macht...
Wird also endlich Zeit, diese unsägliche Lohnarbeit abzuschaffen und das BGE einzuführen:peace::biggrin:

Die wenigsten lohn-arbeiten, weil es sie glücklich macht...
Ist das nicht furchtbar!?
Diese Vorstellung, jeden Tag irgendwo hingehen zu müssen, wo mich alles ankotzt, ich keinen leiden kann, ich nen Witzlohn bekomme und die Arbeitszeiten unter aller Sau sind, nur damit ich und/der meine Familie überleben kann.....hat schon nen Grund, weshalb ich mir in nächster Zeit keine Family zulegen möchte:wink:
Mit so viel Verantwortung käme ich nicht klar und ich würde den Druck glaube ich gar nicht ausshalten, ne ggf. blöde Situation, aus der ich gerne raus würde, ertragen zu müssen, weil meine Familie Geld zum Leben braucht.

Respekt an all die, die das tagtäglich "durchstehen". ( ich weiß, ich überdramatisiere ein wenig )
 
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erwerbsuchend

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#12
Und die Azubi-Vergütungen sind echt ein Witz, wenn man die Preissteigerungen der letzten Jahrzehnte mit einbezieht.
Von 500€ kann doch keiner seine Kosten decken und muss entweder noch aufstocken oder bis Ausbildungsende bei den Eltern wohnen bleiben!
Das man dazu auch noch die Fahrtkosten zur Berufsschule selber tragen muss ist eh der Witz in Tüten.
Dafür kann der Azubi aber auch BAB beantragen und sich das Kindergeld auszahlen lassen. Es gibt also durchaus Möglichkeiten, dass ein Azubi Zuschüsse bekommen kann, die er nicht zurückzahlen muss.
 

RobbiRob

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#13
Naja, für mich war es selbstverständlich, dass ich während der Ausbildung noch bei meinen Eltern wohne.

Nach Abschluss der Ausbildung, nach dem Wehrdienst, habe ich erst an eine eigene Wohnung gedacht.
In der Regel hat man aber auch nur in Ausnahmefällen solche Dauerhinschmeisser gehabt, denen alles nicht genehm ist.

Erfolgreich waren die dann aber nicht, kann ich jetzt abschließend und rückblickend behaupten.

Es war auch selbstverständlich, dass die Eltern einen mit durchgezogen haben, auch bei kleinem Einkommen.

Anscheinend hat sich aber ein Anspruchsdenken in der Gesellschaft durchgesetzt, wenn ich mir die Kommentare hier so ansehe.

Dafür kann der Azubi aber auch BAB beantragen und sich das Kindergeld auszahlen lassen. Es gibt also durchaus Möglichkeiten, dass ein Azubi Zuschüsse bekommen kann, die er nicht zurückzahlen muss.
Eben.
Und man weiß doch bei Unterschrift was auf einen zukommt.

Und als 18jähriger ohne Ausbildungsabschluß einen auf Autoverkäufer machen?
Is klar .....

Und es ist völlig egal, was für eine Ausbildung abgeschlossen wird. Bildung! statt Hirngespinste.

Typisch kleinbürgerliche Arbeitsmoral! - Frage: Wieso soll jemand eine Arbeit machen, die ihn nur unglücklich macht?
Diese Kleinbürger finanzieren den ganzen Spaß aber.
Evtl. haben die irgendwann aufgrund hoher Steuern und Abgaben die Nase voll von solchen Selbstverwirklichern.
 
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swavolt

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#14
Das nennt man Solidarität.
Das man die Nichtkonformen mit unterstützt.

Wollt ihr das Minderheiten(andere Staatsangehörigkeit, andere Religion, Krankheit, Pflege, Grundsicherung usw.) ausgegrenzt und nicht mehr unterstützt werden? Denkt mal fast 100 Jahre zurück.
Die ganzen Sozialversicherungen wurden doch eingeführt damit man eben nicht mehr alleine da steht.
 

RobbiRob

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#15
Was haben denn Kranke und Ausländer damit zu tun?
Da holst Du aber eine falsche Keule raus.

Solidarität gerne, habe ich persönlich seit 35 Jahren exzessiv mit beigetragen.
Weder den Kleinbürgerschuh, noch Deine Anspielung ist angemessen in dem Fall hier.

Ich hole mir jetzt aber lieber Popcorn 🍿 und schaue von der Seitenlinie zu.
 

samuraji

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#16
Es ist ein _Unterschied, ob man Bürger mit durchzieht, weil es an Krankheit, Alter oder Gesetzesgrundlagen (zb. Arbeitsverbot) liegt oder man Menschen durchziehen muss, die sich einfach nur unheimlich bequem anstellen und immer einen Grund finden, um nicht selbst ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Habe leider selbst in der Familie ein exotisches Exemplar der Arbeitsverweigerung. Der Sohn meiner Schwester - 4 Ausbildungen angefangen, allesamt in kürzester Zeit (2-6Wochen) wieder abgebrochen, mit den speziellsten Ausreden, die einem nur einfallen könnten.

Egal wo man versuchte ihn unterzubringen, auch ohne Ausbildungen, alles Mühe vergebens - der schnorrt sich auch ohne immer wieder querbeet durch. Freunde-Familie- Bekannte, irgendwer fällt immer wieder darauf rein.

Aber natürlich immer die neusten Nikeklamotten haben, das modernste Handy...Kein Wunder, dass Mitmenschen so etwas als abschreckendes Beispiel nehmen und nicht mehr unterstützen wollen, denn alle Hilfe hat auch mal seine Grenzen.

Übrigens: 1. Jahr Bäckerlehre: 375,-€ (Jahr 2002/2003)
 
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Birgit63

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#17
Wenn ich hier im Forum nachlese, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Jugend "null Bock" auf einen Job hat. Hier heißt es immer nur, zu unterbezahlt, Arbeit zu schwer, zu krank, das JC hat mich psychisch krank gemacht. Wenn ein Otto-Normal-Verdiener wie ich dann auch noch nieder gemacht wird, weil er dafür gesorgt hat, dass die eigene Tochter auch noch bis zum Ende ihrer zweiten Ausbildung zu Hause wohnen geblieben ist, weil sie sich eine Wohnung von ihrem Ausbildungsgehalt nicht leisten konnte und weder wir noch sie wollten, dass sie sich vom Staat aushalten lässt, dann wundert mich gar nix mehr. Hier im Forum geht es anscheinend wirklich nur noch darum, Wege zu suchen, wie man durchs Leben kommt, wenn man nicht gleich vom 1. Ausbildungsjahr 1.500 Euro netto verdient. Alles andere ist ja nicht lebenswert. Wir Otto-Normalverdiener verkaufen uns eben unter Wert.
 
E

ExitUser

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#18
Wieso bekommt der überhaupt Alg 2, wenn er noch keine Ausbildung hat, seine Eltern finanziell leistungsfähig und deshalb noch unterhaltspflichtig sind?

Handelt es sich hier eventuell um Alg1?
 

Sowhat

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#19
Steht doch am Anfang des Threads, dass er eine Ausbildung zum Verkäufer hat.
 

dagobert1

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#20
Wir Otto-Normalverdiener verkaufen uns eben unter Wert.
Sieh dir mal die Lohnentwicklung der letzten 20-25 Jahre an.
Dann wirst du feststellen, dass das in vielen Fällen tatsächlich zutrifft.

Wieso bekommt der überhaupt Alg 2, wenn er noch keine Ausbildung hat, seine Eltern finanziell leistungsfähig und deshalb noch unterhaltspflichtig sind?

Handelt es sich hier eventuell um Alg1?
Interessante Frage.
Ich hab mich schon gewundert, warum im Eingangspost oben von 12 Wochen die Rede war.

Da bedarf es wohl doch mal Einblick in die Unterlagen.
 
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Onkel Tom

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#21
Ist hier im Thread etwas "strubbelig" gelaufen..
Mal abgesehen davon, das hier wohl mehere Generationen mit ihren Azubi-Erfahrungen aufeinander
prallen und die Diskussion in "wer hat was an lehrgeld" bekommen ausarten, gehe ich hier
nun auch davon aus, das der Betroffene ALG 1 erhält und nun seine Sperrzeit durch steht..

Abseits zu des Betroffenen Problems, fand ich es schon beeindruckend, wie sich Futterneid unter
Gleichgesinnten entwickeln kann..

Vergisst mal zu Euren Lehrzeiten die "Brötchienpreise" nicht.. :popcorn:
 

Onkel Tom

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#23
40 Pf Brötschienkurs und 298 DM Lehrgeld abzüglich Abgabe von Haushaltsgeld und
ca 40 DM Fahrkosten zur Berufsschule ;) Da blieb nicht viel (58 DM) über, für auf Tasche.

Aber nun wäre es interesannt zu wissen, ob man den Betroffenen noch irgendwie dazu raten
kann, sich gegen das Sanktions-Doppelgemoppel zu wehren.
 

SB Feind

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#24
AW: Bundesfreiwilligendienst gekündigt und jetzt auf 0 sanktioniert. Ist das rechtens?

Hallo einen sonnigen Tag wünsche ich euch.

Also das die Sanktion trotz Arbeitsaufnahme weiterläuft das ist mir auch mal zu Ohren gekommen. Jedenfalls kann man ja Rechtsmittel einlegen.


@samuraji

Dein Neffe mag vielleicht kein Bock haben zu arbeiten, aber irgendwo läuft das ja bei Ihm. Wenn er durch seine Überredungskünste immer wieder Geld oder die neuste Kleidung bekommt. Oder können die nicht NEIN sagen seine Verwandten und Bekannten?

Da könnte er doch als Verkäufer arbeiten im Versicherungsbereich da wird er ne Goldene Zukunft haben. Oder bei einem Maßnahmeträger das die Leute auch schön den Vertrag unterschreiben. :icon_hihi:
 

JobcenterAffe

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#25
Ganz ehrlich, wenn das mein Sohn wäre, den hätte ich schon vor die Tür gesetzt. Der hat zu nix Bock, fängt vieles an und macht nix zu Ende. Als Belohnung nehmen die Eltern ihn auch noch mit in den "kostenlosen" Urlaub. Weil ihm 500 Euro Ausbildungsgeld zu wenig sind, schmeißt er die Ausbildung. Sowas geht gar nicht. Ich hoffe, dass hier das JC ordentlich durchgreift. Dass ihm die Ortsabwesenheit nicht genehmigt wurde, finde ich gut :bigsmile:
Der autoritäre Charakter des Kleinbürgers hat sich da wohl Bahn gebrochen. - So nach dem Motto: "Mein Kind hätte ich schon längst verprügelt, wenn es die Lehre von sich aus beenden will".

Und man weiß doch bei Unterschrift was auf einen zukommt.
Weiß man eben NICHT, weil beide Seiten bei einem Bewerbungsgespräch nicht mit offenen Karten spielen. Die einen können es nicht (Arbeitnehmer), weil sie sonst das Jobangebot meist vergessen können. - Oder hast du dich getraut zu fragen, wie es bei einer Lehre mit Arbeiten aussieht, die "ausbildungsfremd" sind? Oder Mehrarbeit? - Und die andere Seite (Arbeitgeber) will die Schattenseiten einer Lehre nicht benennen, weil sie die Hinnahme eben als selbstverständlich sieht (ausgedrückt in dem reaktionären Sprichwort "Lehrjahre sind keine Herrenjahre").

Und als 18jähriger ohne Ausbildungsabschluß einen auf Autoverkäufer machen?
Is klar .....
Wieso? - Er hat doch einen Ausbildungsabschluß, nämlich als Verkäufer. Nur zur Info: Auf diesen Job (Autoverkäufer) MUSSTE sich der 18-jährige bewerben, weil ihm dieser vom Jobcenter als Vermittlungsvorschlag aufgetischt wurde!

Und es ist völlig egal, was für eine Ausbildung abgeschlossen wird. Bildung! statt Hirngespinste.
Ein "Hirngespinst" gilt es dann wohl, wenn man erwartet, daß einem seine Arbeit (die schlappe 2/3 der Lebenszeit ausmachen wird) wenn schon nicht glücklich macht, so doch wenigstens einigermaßen aushaltbar ist, und man nicht mit Angstgefühlen und Unwohlsein hingeht. Bei dem Autoverkäufer-Job gibt's z.B. konkrete Umsatzvorgaben, die er erfüllen hätte müssen. Auch bei seiner abgeschlossenen Ausbildung als Verkäufer in einem Hausgeräte-/Unterhaltungselektronik-Einzelhandel hatte der 18jährige übrigens schon konkrete Umsatzvorgaben zu erfüllen. Das war nach seiner Aussage auch der Hauptgrund, warum er nicht weitermachen wollte (oder konnte).
P.S.: Kennst du das Lied von Franz Josef Degenhardt - "Vati's Argumente"? - Deine klingen wie eine 100%ige Kopie daraus! - Mußt dir unbedingt 'mal anhören. Findest dich darin bestimmt wieder. :)

Diese Kleinbürger finanzieren den ganzen Spaß aber.
Evtl. haben die irgendwann aufgrund hoher Steuern und Abgaben die Nase voll von solchen Selbstverwirklichern.
Ihr "Kleinbürger" habt doch nur einen Hass auf all jene, die sich nicht alles gefallen lassen, weil ihr euch selbst nix traut! - Statt daß ihr 'mal gegen euren Chef aufbegehrt, und ihm sagt, was euch alles nicht passt. Angefangen beim zu niedrigen Lohn, der zunehmende Arbeitsdruck oder die zu lange Arbeitszeit, die keine Zeit mehr für ein Privatleben und die Beschäftigung mit den eigenen Kindern lässt. Stattdessen tretet ihr nur auf die ein, die noch weiter "unten" sind als ihr, und eben wie gesagt diese Ausbeutung und den Leistungsdruck nicht mehr ertragen wollen (oder können).

In der Regel hat man aber auch nur in Ausnahmefällen solche Dauerhinschmeisser gehabt, denen alles nicht genehm ist.

Erfolgreich waren die dann aber nicht, kann ich jetzt abschließend und rückblickend behaupten.
Und das war in deinen Augen dann auch gerechtfertigt, daß jene, die sich nicht "alles gefallen lassen", vom System bestraft werden?

Es war auch selbstverständlich, dass die Eltern einen mit durchgezogen haben, auch bei kleinem Einkommen.
Das geht eben heutzutage oft nicht mehr, weil viele Eltern selbst im Niedriglohnsektor arbeiten, und ihre Kinder nicht mehr finanziell mitfinanzieren können.

Anscheinend hat sich aber ein Anspruchsdenken in der Gesellschaft durchgesetzt, wenn ich mir die Kommentare hier so ansehe.
Jaja, die berühmte "geistig-moralische Wende" hat bleibende Spuren auch im Kopf von ELO's (oder die knapp drüber sind) hinterlassen. Immer schön untertänig sein, nie aufmucken, zu allem Ja und Amen sagen, und "im Schweiße seines Angesichts" bis zum Ende seiner Tage für Staat & Kapital malochen. Dazu braucht es natürlich das rechte Weltbild, das du auf jeden Fall mitbringst.

Dafür kann der Azubi aber auch BAB beantragen und sich das Kindergeld auszahlen lassen. Es gibt also durchaus Möglichkeiten, dass ein Azubi Zuschüsse bekommen kann, die er nicht zurückzahlen muss.
Wenn die Eltern "zu viel" verdienen, dann geht er aber trotzdem leer aus vom Staat. Und diese Grenze ist vermutlich nicht einmal allzu hoch. Von den Eltern im Bedarfsfall Geld einklagen zu müssen, ist auch nicht jedermanns Sache.

Okay, das war jetzt die "politische" Abrechnung mit dem Fall. Doch nun zurück zur "Realpolitik":
Also das die Sanktion trotz Arbeitsaufnahme weiterläuft das ist mir auch mal zu Ohren gekommen. Jedenfalls kann man ja Rechtsmittel einlegen.
Frage: Kann der Widerspruch auch noch eingelegt werden, nachdem die Frist (4 Wochen nach Bekanntgabe) dazu abgelaufen ist?

Du solltest dir mal die Unterlagen von ihm besorgen, oder ihn dazu bringen sich selbst hier anzumelden.
Schwierig, schwierig. Zum einen ist er evtl. schon seit heute verreist. Andererseits weiß ich nicht, ob ich die Unterlagen überhaupt kopieren dürfte. Nicht wegen ihm, sondern auch wegen seiner Eltern (und der Oma). Die sehen das nicht so gerne, wenn ich (als Nachbar) solche Unterlagen kopiere. Das gilt als "Einblicknahme in finanzielle Angelegenheiten". - Von der (anonymisierten) Veröffentlichung ganz zu schweigen. Ich werde mit dem 18-jährigen demnächst einmal darüber reden, welche Art der Hilfe er überhaupt will von außen. Denn nichts ist vergeblicher, als Hilfsangebote gegenüber dem Jobcenter, die dann letztenendes auch bei auftretenden Härten nicht durchgezogen werden. Und die Eltern haben bei der Sache eben auch noch ein Wörtchen mitzureden.
 
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Birgit63

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#26
Du weißt auch nicht was du willst. Erst verdienen die Eltern zu wenig und können ihre Kinder nicht unterstützen. Dann wieder verdienen sie zu viel, so dass die Kinder kein BAB bekommen. Du legst es dir zurecht, wie du es gebrauchen kannst. Ich bleibe dabei. Der junge Mann hat null Bock. Er möchte mit 18 Jahren einen Job haben, wo er ohne Kenntnisse und mit wenig körperlichen Einsatz 4.000 Euro netto verdient.
 

JobcenterAffe

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#27
Du weißt auch nicht was du willst. Erst verdienen die Eltern zu wenig und können ihre Kinder nicht unterstützen. Dann wieder verdienen sie zu viel, so dass die Kinder kein BAB bekommen.
Ob du's glaubst oder nicht: Ich kenne nicht die genaue Einkommenshöhe meines Nachbarn, das war nur eine Schätzung. - Kennst du etwa das von deinem? Frag' bitte demnächst 'mal deinen Nachbarn, was er verdient. Nennt er dir eine konkrete Zahl, werde ich mein Glück auch mal bei meinem versuchen.
Außerdem kenne ich die genaue Einkommensgrenze für die Gewährung von "Bundesausbildungsbeihilfe" nicht. - Kannst mich ja mal aufklären, bevor du wieder "die Jungen sind alle faul und bequem und viel zu anspruchsvoll" nöhlst.

Du legst es dir zurecht, wie du es gebrauchen kannst. Ich bleibe dabei.
Das liegt daran (siehe oben) weil ich die genauen Einkommensverhältnisse der Familie selbstredend nicht kenne.

Der junge Mann hat null Bock. Er möchte mit 18 Jahren einen Job haben, wo er ohne Kenntnisse und mit wenig körperlichen Einsatz 4.000 Euro netto verdient.
Merke: Ein junger Mensch darf nicht viel verdienen!! - Das wäre ungerecht gegenüber Älteren, die zwar letztendendes auch nur das gleiche am Band leisten wie ein Junger, aber das halt schon 30 Jahre. - Warum eigentlich?

mit wenig körperlichen Einsatz 4.000 Euro netto verdient.
Oh, wie ungehörig! - Jemand will 4.000 € netto im Monat verdienen! Ob du's glaubst oder nicht: Der momentane Durchschnitts-Brutto-Stundenlohn in der BRD liegt bei 20 €. Bei 160 Std. monatlich x 20 € brutto wären das 3.200 €. Den Durchschnittslohn eines Malochers in der BRD würdest du ihm schon zugestehen, oder? Schließlich ist er fertig ausgebildet. - Ich frag' ihn morgen einmal, ob er mit einem Job, der ihm zwar keine 4.000 netto, sondern nur 3.200 Euro brutto bringt, auch einverstanden wäre, okay? - Stimmt er dem zu, dann darfst ihn aber nicht mehr weiter als "faul mit überzogenen Ansprüchen" betiteln!

Nun auch davon aus, das der Betroffene ALG 1 erhält und nun seine Sperrzeit durch steht..
Nein, es geht um ALG-II. Nicht vergessen: Sein BuFDi-Gehalt bzw. die Ausbildungsvergütung danach betrug ja jeweils nur maximal 500 €. Und diese 500 € müssten als Berechnungsgrundlage für das ALG-1 herangezogen werden (max. 60 % davon). Und das wäre ja niedriger als der Hartz-IV-Satz für Singles (415 €). => Deshalb ALG-II.

Abseits zu des Betroffenen Problems, fand ich es schon beeindruckend, wie sich Futterneid unter
Gleichgesinnten entwickeln kann..
Ja, Neiddebatte - leider auf kannibalistischem Niveau. Nicht wie nötig zwischen "oben/unten". "Arm gegen arm" oder "arm gegen ärmer".

Wenn ein Otto-Normal-Verdiener wie ich dann auch noch nieder gemacht wird, weil er dafür gesorgt hat, dass die eigene Tochter auch noch bis zum Ende ihrer zweiten Ausbildung zu Hause wohnen geblieben ist, weil sie sich eine Wohnung von ihrem Ausbildungsgehalt nicht leisten konnte und weder wir noch sie wollten, dass sie sich vom Staat aushalten lässt, dann wundert mich gar nix mehr.
Was willst'n dafür haben, daß du deine Tochter an die elterliche Bude angebunden hast, und dadurch diesem Scheiß-Staat Sozialausgaben erspart hast? - Das Bundesverdienstkreuz am Bande dafür, daß du freiwillig auf staatliche Leistungen verzichtet hast? Der Dank des Vaterlandes ist dir gewiß! - Aber bitte nicht erwarten, daß andere genauso doof sind!

Hier im Forum geht es anscheinend wirklich nur noch darum, Wege zu suchen, wie man durchs Leben kommt
Genau darum geht es!- Durchs Leben zu kommen, ohne sich von Staat und Kapital dazwischen kaputt machen zu lassen.

wenn man nicht gleich vom 1. Ausbildungsjahr 1.500 Euro netto verdient. Alles andere ist ja nicht lebenswert.
Gut erkannt! Dann (mit 1.500 netto) könnte ein junger Mensch, der sich in der Ausbildung befindet (was anerkanntermaßen sogar "schwere Arbeit" ist, weil man täglich dazulernen und auf neue Situationen einlassen muß), auch ein sebstbestimmtes Leben unabhängig von ihren "Erziehungsberechtigten" führen. - Wär' bestimmt eine Erleichterung für Menschen in der Ausbildung.

dann wundert mich gar nix mehr.
Was mich wundert, ist, daß du dasselbe "Staat nur nicht belasten, ich bin ein guter Untertan"-Verhalten von anderen erwartest. Dafür zahltest du doch deine Steuern, damit du in schlechten Zeiten (Ausbildungsfinanzierung der Tochter) auch 'mal staatliche Unterstützung bekommst, oder?
 
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TazD

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#28
@JobcenterAffe

Mehr Sachlichkeit und weniger Sarkasmus würden dir gut zu Gesicht stehen.
Vor allem würde es deinem Nachbarn auch wesentlich mehr helfen, wenn du dich auf dein eigentliches Anliegen konzentrierst.
 

Helga40

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#29
.Nein, es geht um ALG-II. Nicht vergessen: Sein BuFDi-Gehalt bzw. die Ausbildungsvergütung danach betrug ja jeweils nur maximal 500 €. Und diese 500 € müssten als Berechnungsgrundlage für das ALG-1 herangezogen werden (max. 60 % davon). Und das wäre ja niedriger als der Hartz-IV-Satz für Singles (415 €). => Deshalb ALG-II.
So ein Quatsch. ALG 1 ist, egal wie hoch, vorrangig vor ALG 2. Wenn ALG 1 zu gering zum Leben ist, wird man Aufstocker. Jedoch bei einem unter 25 jährigen, der bei den Eltern wohnt, nur, wenn auch diese nicht über ausreichendes Einkommen verfügen.

. Zum Glück ist er noch unter 25 Jahre alt, ist also wenigstens krankenversicherungsmäßig noch bei den Eltern mitversichert. Er wohnt auch bei ihnen, und kann somit nicht obdachlos werden. Außerdem gehören die Eltern zur Mittelschicht, und sind imstande, den Lebensunterhalt ihres Sohnes zu finanzieren.
Unter den Umständen ist der junge Mann nie und nimmer beim Jobcenter!

Ich glaube, du weißt weder, ob es um ALG 1 oder ALG 2 geht, noch, ob es sich um eine Sanktion oder eine Sperrzeit handelt. Aber die angreifen, die nicht in dein Horn blasen, darin bist du spitze!

Im Übrigen wurde die Frage längst beantwortet. Sowohl Sperrzeit als auch Sanktion wären berechtigt, da er eine versicherungspflichtige Tätigkeit ohne wichtigen Grund aufgegeben hat.
 

JobcenterAffe

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#30
@JobcenterAffe
Mehr Sachlichkeit und weniger Sarkasmus würden dir gut zu Gesicht stehen.
Meinst? Also, ich find' meinen Sarkasmus gut. :bigsmile:

Vor allem würde es deinem Nachbarn auch wesentlich mehr helfen, wenn du dich auf dein eigentliches Anliegen konzentrierst.
Glaub' ich nicht. Aber ich versteh' schon: Politische Diskussion ist nicht unbedingt erwünscht, zumal dann auch Gräben selbst zwischen den ELO's sichtbar würden und werden.
Das einzige was ich tun müsste, wäre irgendwelche Scans der Unterlagen beizubringen. Aber das hängt jetzt von meinem Nachbarn ab, ob der dem zustimmt. An sich ist ja meine Frage schon beantwortet worden. Siehe da:

Im Übrigen wurde die Frage längst beantwortet. Sowohl Sperrzeit als auch Sanktion wären berechtigt, da er eine versicherungspflichtige Tätigkeit ohne wichtigen Grund aufgegeben hat.
Dem habe ich auch nicht widersprochen. Wenn du so willst, waren die letzten Beiträge nur noch weltanschauliche Streitigkeiten. War auch interessant zu sehen. Zumal es zeigt, daß selbst Leute in gleichen oder ähnlichen Lebenslagen nicht zwangsläufig die gleiche Weltanschauung bekommen.
Aber davon abgesehen, muß ich dem Betreffenden fragen, ob er überhaupt eine Hilfe in der Angelegenheit will. Momentan nimmt er einfach alles so hin. Außerdem ist er evtl. schon seit heute weg für die nächsten 2 Wochen. Also, lassen ich die Sache vorläufig auf sich beruhen. Ich weiß, man will "Beweise" in Form von Bescheidskopien sehen. Ist auch verständlich, weil doch alles etwas verwirrend klingt. - Wenn ich mehr weiß (oder habe) melde mich wieder.

Unter den Umständen ist der junge Mann nie und nimmer beim Jobcenter!
Also, ich bin mir ziemlich sicher, daß da ein Jobcenter-Logo auf den Briefen prankte. Aber ich weiß: Ohne Beweis....
 
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JobcenterAffe

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#31
Alsooo.... ich habe mich mit meinem Nachbarn und seiner Mutter gestern noch einmal unterhalten. Es ist doch etliches anders, wie ich es oben geschildert habe (u.a. weil er mir das sehr verworren geschildert habe und ich nur kurz in einen Teil des Schriftverkehrs mit dem AA Einblick nehmen konnte). Er ist tatsächlich ALG-1-Bezieher bzw. wäre es, wenn er denn je einen Cent vom AA bekommen hätte. Dadurch, daß er aber nur relativ kurz gearbeitet hat, hat er einen ALG-Anspruch von maximal 6 Monaten (Unterlagen dazu habe ich keine zu Gesicht bekommen, alles wurde mir nur mündlich mitgeteilt). Durch die 2 verhängten Sperrzeiten über jeweils 12 Wochen kommt es aber zu gar keinem Leistungsbezug mehr. Davon abgesehen, würde er wohl ohnehin nur um die 300 € ALG-1 (geschätzt) monatlich bekommen. Hartz-IV wollen sie laut seiner Mutter für ihn nicht beantragen. Evtl. würde er auch wegen der Einkommenshöhe seiner Eltern dabei sowieso leer ausgehen.

Jetzt hat mir der 18jährige gestern aber noch mitgeteilt, daß ein Brief von der AA kam, daß die letzte Sperrzeit auf ihre Begründung der Eigenkündigung hin vom Sachbearbeiter zurückgenommen wurde. Somit bekäme er - nach seiner Aussage - nun ab Juli noch für maximal 3 Monate ALG-1. Ich habe ihn gestern noch gefragt, ob er mir seine Unterlagen vor seiner Abreise in meinen Briefkasten werfen kann (ich war schon auf dem Sprung), damit ich die hier einmal anonymisiert reinstellen kann. Er sagte zu, daß er es macht... aber... bei meiner Rückkehr war nix im Briefkasten. Jetzt ist er dann erst einmal 2 Wochen weg. Und noch eine gute Nachricht: Das AA hat auf seinen Antrag hin wenigstens den Gesprächstermin, der für übermorgen festgelegt war, auf die Zeit nach seiner Ortsabwesenheit verschoben. Somit nicht noch eine Sperre wegen eines geplatzten Termins.

Bliebe nur noch der Widerspruch wegen der Anrechnung der 1. Sperrzeit. Aber ohne Unterlagen kann ich da leider nichts machen. Naja, wie gesagt: Es geht sowieso um kein Vermögen, weil er bei Rücknahme der 1. Sperre auch nur maximal 1.000 € nachbezahlt bekäme.
 

hansklein

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#32
Es geht sowieso um kein Vermögen, weil er bei Rücknahme der 1. Sperre auch nur maximal 1.000 € nachbezahlt bekäme.
Na, wenn das für euch kein Geld ist, dann braucht man auch nix dafür tun. Für mich ist das ne Menge Holz und auch ein kleines Vermögen.
 

JobcenterAffe

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#34
Mein Nachbar, 18 Jahre alt, -> Alg 1 Bezug.
Bufdi die letzten 4 Monate.
Voraussetzungen zum Bezug ALG-1.
Er war ja davor in der Verkäuferausbildung. Die wird ja auch als ALG-1-Anwartschaftszeitraum mit angerechnet.
Aber die Angelegenheit hat sich momentan erledigt. Wenn er wieder da ist, frage ich ihn noch, wie es weitergeht.

Na, wenn das für euch kein Geld ist, dann braucht man auch nix dafür tun. Für mich ist das ne Menge Holz und auch ein kleines Vermögen.
Tja, da sieht man wieder einmal, wie weit diese Gesellschaft wirtschaftlich schon auseinandergedriftet ist. Die subjektive Wahrnehmung ist am einen wie am anderen Ende der Reichtumsskala extrem gegenläufig. Arm und Reich würden sich auch gar nicht mehr verstehen (wenn es denn je zu einem Gespräch käme), obwohl sie oft nur ein paar Kilometer voneinander entfernt wohnen.
P.S.:
Trotz allem halt selbst ich als armer Mensch 1.000 € für kein "Vermögen", zumindest wenn man es objektiv betrachtet. Ein "Vermögen" geht bei mir vielleicht bei 100.000 € los. Das ist Geld, das jemanden für längere Zeit von den Zwängen der kapitalistischen Zwangsarbeit befreit. Und mit nem Tausender ist das eben überhaupt nicht der Fall. Das sorgt höchstens dafür, daß du deine rückständigen Strom- und Gasrechnungen bezahlen kannst, mehr nicht.
 
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JobcenterAffe

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#35
Nur noch ein kurzer Nachtrag: Mein Nachbar ist wieder aus seinem wohlverdienten Urlaub zurück. :wink: - Gestern sagte er mir, daß er mittlerweile schon eine Zahlung vom Jobcenter erhalten hätte. Ich wollte nicht fragen, wieviel. Sein SB ist scheinbar etwas zahmer geworden. Jedenfalls hat er gegen ihn keine erneute Sanktion wegen des Nichtbewerbens auf den letzten Vermittlungsvorschlag verhängt. Er meinte nur "er (der 18jährige) solle seine Bewerbungsbemühungen steigern". Wahrscheinlich wird er jetzt gegen die "alte" Sanktion nicht weiter vorgehen. Seine ALG-1-Zahlungen dürften ohnehin in 2 oder 3 Monaten schon auslaufen.
 

Kerstin_K

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#36
Also ganz ehrlich, ich hatte das weiss Gott nicht nötig, aber ich habe schon wegen wesentlich geringerer summen Widersprüche geschrieben.

Aber wahrscheinlich ist dem jungen Mann der Stundensatz dafür zu gering.
 
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