Bundesarbeitsministerium kritisiert Arbeitsagenturen

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wolliohne

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Berlin (dpa) - Das Bundesarbeitsministerium bemängelt erhebliche Rückstände bei der Bearbeitung von Hartz-IV-Widersprüchen durch die Arbeitsagenturen. Im Bericht einer Prüfungsgruppe des Ministeriums heißt es laut «Focus», im März 2008 habe es bundesweit noch rund 136 000 unerledigte Widersprüche mit einer Bearbeitungsdauer von mehr als drei Monaten gegeben. Das Ministerium fordere von der Bundesagentur für Arbeit Millionenbeträge zurück, die diese 2007 als Verwaltungskosten für Hartz IV berechnet habe.



Bundesarbeitsministerium kritisiert Arbeitsagenturen - sueddeutsche.de
 

Linchen0307

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Berlin (dpa) - Das Bundesarbeitsministerium bemängelt erhebliche Rückstände bei der Bearbeitung von Hartz-IV-Widersprüchen durch die Arbeitsagenturen. Im Bericht einer Prüfungsgruppe des Ministeriums heißt es laut «Focus», im März 2008 habe es bundesweit noch rund 136 000 unerledigte Widersprüche mit einer Bearbeitungsdauer von mehr als drei Monaten gegeben. Das Ministerium fordere von der Bundesagentur für Arbeit Millionenbeträge zurück, die diese 2007 als Verwaltungskosten für Hartz IV berechnet habe.



Bundesarbeitsministerium kritisiert Arbeitsagenturen - sueddeutsche.de
Nachvollziehen kann man das nicht, in Grunde können die Widersprüche doch auch ungelesen abgelehnt werden, denn von den ARGEn werden Widersprüche doch nicht positiv entschieden?!
Widerspruch kommt an, Stempel drauf abgelehnt und schon ist der Widerspruch in Null komma nix entschieden!
 

Kerstin_K

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Es geht noch schneller: Bescheide gleich richtig ausstellen, dann gibt es weniger Widersprüche.
 
S

sogehtsnich

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Ich habe es jetzt erst erlebt, dass die SBin nicht mal, während der Bearbeitung, den Inhalt der Akte kannte!
Hauptsache ihr Spruch ist drauf, dass man bei fehlender Mitwirkung die Leistung ganz oder teilweise versagen kann!
Solche Leute gehören in den Steinbruch, aber nicht in eine (angebliche) Dienstleistungs"behörde"!
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe es jetzt erst erlebt, dass die SBin nicht mal, während der Bearbeitung, den Inhalt der Akte kannte!
Hauptsache ihr Spruch ist drauf, dass man bei fehlender Mitwirkung die Leistung ganz oder teilweise versagen kann!
Solche Leute gehören in den Steinbruch, aber nicht in eine (angebliche) Dienstleistungs"behörde"!
Das kenn ich nur zu gut. Aber ich weiss aus vertraulicher Quelle, dass meine SB in ihrer früheren Laufbahn Erzieherin war. Alles klar, oder? Die SB hat also selbst versagt, denn nicht ohne Grund lässt man sich von einer Erzieherin zu einer SB degradieren und jetzt will die wahrscheinlich Rache üben. Um mal meine Gedanken weiterzuspinnen...
 

Kleeblatt

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Eine Bekannte wurde völlig zu unrecht nach schriftlicher Anhörung sanktioniert. Obwohl die Widersprüche in der darauf folgenden Sanktion grellend in`s Auge sprangen.
Also hat sie sich einen Anwalt gegriffen, der hat den Widerspruch geschrieben inklusive EA zum Gericht gesandt.
1 Woche später war die Sanktion vom Tisch und das zu unrecht einbehaltene Geld angewiesen.

Bemerkung ihres SB, - "den Widerspruch hätten sie auch ohne Anwalt selber schreiben können, dazu brauchen sie doch keinen Anwalt" war dann doch einen Lacher wert.

Klar, sie hätte es tun können, aber dann ....
 

Mario Nette

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Also ich kann zumindest in meinem Fall sagen, dass nicht alle Widersprüche abgelehnt wurden. Und die, die abgelehnt wurden, wurden vor allem deswegen abgelehnt, weil zwischenzeitlich ein neuer Bescheid erging. Ist natürlich ein äußerst hässliches Spiel, ich weiß. Ich habe zwei Widersprüche, denen vollumfänglich stattgegeben wurde. Nur entspricht das Amt seiner Entscheidung immer noch nicht - nach über sechs Monaten Dauer.

Mario Nette
 

Kleeblatt

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Dieselbe Frau hat vor knapp 2 Jahren einen eindeutig und sehr leicht nachvollziehbaren = falschen Berechnungsbescheid bekommen.
Sie hat sofort Widerspruch eingelegt.
Nach 6 Monaten, trotz mehrfacher schriftlicher Nachfragen, keinerlei Neuberechnung. Alle weiteren Bescheide waren einwandfrei, aber der 1. war falsch und wurde nie korrigiert = das fehlende Geld nachgezahlt.
Sie ging nach 6 Monaten also zum Leiter des Jobcenters, - er wolle sich kümmern.
Weitere Monate, - keinen Ton.
Das Geld fehlt bis heute, nichts gehört, nichts Schriftliches. Das ist jetzt knapp 2 Jahre her.

Was lehrte sie das, - nur noch über den Anwalt und das Gericht zu gehen um hier zu einem Ergebnis zu kommen.
Jobcenter, die so handeln bzw. eben nicht handeln, muß man anscheinend mit dem Richter kommen. Die wollen das wohl so und nicht anders.
 
S

sogehtsnich

Gast
Ein trauriges, reales Fazit, keine Studie und auch keine Statistik:

Bisher habe ich 8 Anträge (einen Hauptantrag & 7 Weiterzahlungsanträge) gestellt.
2 von denen waren ok.
In 4 Fällen...Änderung der Änderung der Änderung nach:
In 2 Fällen...Dienstaufsichtsbeschwerde beim Landrat
In 2 Fällen...Untätigkeitsklage

In 2 Fällen...Klagen beim Sozialgericht, alle 2 gewonnen.

Keiner von den Verursachern wurde jemals zur Rechenschaft gezogen!
Kein Wunder, dass die Kosten ins Unermessliche steigen!!!

Derzeitiger Stand, es liegt noch 1 Klage vor dem Sozielgericht, sowie eine Strafanzeige wegen Betruges! Laut Gerichtsbeschluss April 07, muss die ARGE Heizkosten für nur eine Person berechnen, tut sie aber nicht! Hinterfurzig wird fein weiter durch 2 geteilt! Das war Anlass für mich, sie anzuzeigen!

Und das ist ja nun kein Einzelfall, ich möchte mal sagen, wenigstens 40 % der Betroffenen können ähnliche Liedchen singen!
 
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