Bundesagentur für Arbeit steht Umbau bevor

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Paolo_Pinkel

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Frankfurt/Main (dapd). Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will sich künftig auf den Kampf gegen den Fachkräftemangel konzentrieren. Die klassische Vermittlung werde dann in den Hintergrund rücken und sich vor allem auf Langzeitarbeitslose konzentrieren, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe).
==> Meldung : Bundesagentur für Arbeit steht Umbau bevor - Nachrichten Newsticker - News3 (DAPD) - DIE WELT

Bei n-tv lief eben im Ticker die Meldung, dass die BA die klassische Vermittlung aufgeben will. Was auch immer das heißen mag.
 
E

ExitUser

Gast
Was auch immer das heißen mag


mach die augen auf
warum gibts den diese coaches `?

genau die vermitteln doch schon stück für stück gegen bares von der BA
diese tollen gutscheine^^^

darauf wirds hinauslaufen das private firmen die aufgaben der BA übernehmen
und wir stecken schon voll drin nur keiner merks^^
 

Ein Hartzianer

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Na schön, ich sezier das Ding mal:
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will sich künftig auf den Kampf gegen den Fachkräftemangel konzentrieren.
Welchen Fachkräftemangel bitte ? :icon_lol: :icon_mad:

Die klassische Vermittlung werde dann in den Hintergrund rücken und sich vor allem auf Langzeitarbeitslose konzentrieren, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"
Substanzloser Blödsinn.
Davon wird es auch keine ausreichende, reguläre
und auskömmlich bezahlte Arbeit geben.
Und der Repressionsapparat gegen ALG 2 Bezieher
ist doch bereits funktionsfähig... leider.

Die Eckpunkte für die Neuausrichtung sind in einem Positionspapier mit dem Titel "BA 2020" festgehalten, wie die Zeitung weiter berichtet.
Aha. Und warum wird nirgends auf dieses Papier verlinkt ?
Staatsgeheimnis ?

Unter anderem soll die Präsenz in digitalen Medien ausgebaut werden, um junge Leute besser zu erreichen. "Durch moderne Informationstechnologie brauchen wir weniger klassische Verwaltungsarbeit, dafür mehr Fachleute", sagte Weise dem Blatt.
Bullshit. :icon_evil:
Wenn der im Zusammenhang mit moderner Infotechnologie
von einem eigenen Fachleutebedarf redet, meint der sicherlich
Mediengestalter. Andere Erklärung hab ich dafür nicht.

Dafür werde die Zahl der Mitarbeiter deutlich reduziert.
Das ist schon mal ein Anfang. Wo es keine Arbit gibt, braucht man auch
keinen, der sie vermittelt.

Neue Pläne zum Stellenabbau gebe es derzeit aber nicht.
Natürlich, irgendwer muß doch den vielen Kaffee austrinken. :icon_mrgreen:

Noch setzt die Behörde ein Programm zum Abbau von 17.000 Arbeitsplätzen um. Laut Weise hat die BA bislang 8.000 Stellen gestrichen. Bis Ende 2015 soll die Zahl der Beschäftigten unter 90.000 liegen.
Genau genommen ist die BA schon seit 2005 überflüssig.
Es fällt den Knallköppen wohl nicht grade leicht, die vielen Beamten
anderweitig zu versorgen. Tja, die warmen Öfen werden wohl nicht
nur für uns knapp.

Alles in Allem eigentlich nicht übermäßig weltbewegend. :icon_pause:
 

hemmi

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Die sind mit dem einen Umbau noch nicht fertig da fangen sie schon den Nächsten an kein Wunder daß da nix Klappt.:icon_neutral:
 

Speedport

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Na schön, ich sezier das Ding mal:
Welchen Fachkräftemangel bitte ? :icon_lol: :icon_mad:

Substanzloser Blödsinn.
Davon wird es auch keine ausreichende, reguläre
und auskömmlich bezahlte Arbeit geben.
Und der Repressionsapparat gegen ALG 2 Bezieher
ist doch bereits funktionsfähig... leider.

Aha. Und warum wird nirgends auf dieses Papier verlinkt ?
Staatsgeheimnis ?

.........................................

Hier mal lesen

https://www.arbeitsagentur.de/Diens...ehmen/aa-Publikation/Zukunftsplan-PP-2020.pdf

Ist auf die Region Düsseldorf bezogen (Zahlen), gilt aber auch für ganz Deutschland.
 

Roter Bock

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Ich frage mich grade, wie die BA etwas aufgeben kann, was sie schon lange aufgegeben hat. Wurde da was vermittelt? Nö!

Über den "Facharbeitermangel" grinse ich auch grade.

Roter Bock
 
E

ExitUser

Gast
Trotz der spürbaren Konjunkturabkühlung rechnet Weise im Jahresdurchschnitt mit weniger als drei Millionen Arbeitslosen. Wegen des Fachkräftemangels könnten bundesweit allerdings schon bald bis zu sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen, weshalb das neue BA-Positionspapier sich verstärkt auf die Bekämpfung des Fachkräftemangels konzentriert.

BA 2020: Bundesagentur für Arbeit gegen den Fachkräftemangel
 

pagix

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Damit ist sicherlich die Befehlsvergabe z. B. von Einladungen per Mobilfunk gemeint. Vielleicht bekommt dann jeder Erwerbslose ein schickes Smartphone.

Können die gerne behalten, hab mir ganz bewußt neulich ein Phone ohne Smart gekauft.
Bekomme immer Schreikrämpfe wenn ich die Leute mit ihren Glasplatten am Kopf rumlaufen sehe.
 
X

xyz345

Gast
==>

Bei n-tv lief eben im Ticker die Meldung, dass die BA die klassische Vermittlung aufgeben will. Was auch immer das heißen mag.

Straflager in Sibirien. Die Züge zum Abtransport stehen schon bereit.
Aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse kommt es zu einigen Verzögerungen. Wir bitten um Ihr Verständnis. :icon_sad:
 

Vincet

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Wenn es diesen Mangel gibt (und in einigen Bereichen gibt es den wirklich), warum kämpfen die Unternehmen dann nicht um sie? Warum bieten sie nicht lukrative Löhne, um diese Fachkräfte zu angeln?
Wenn ich im Laden Qualität haben will, dann muss ich ja auch etwas mehr bezahlen als für mindere Qualität. Das scheint aber in der Arbeitswelt wohl nicht mehr so zu sein.

Warum wird hier nicht die Wahrheit gesagt? Die Unternehmen wollen ganz einfach Fachkräfte zum Hungerlohn. Und da können die Jobcenter sehr gut helfen. Denn mit Hilfe der EGV kann man Arbeitslose dahin erpressen.
 

Ein Hartzianer

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überflüssig44 hatte dieses hier verlinkt.
Bin in diesem Artikel über diesen Satz gestolpert:
"Durch moderne Informationstechnologie brauchen wir weniger klassische Verwaltungsarbeit, dafür mehr Fachleute"
Lasst euch den mal mal im Gehirn zergehen ! :icon_lol: :icon_lol: :icon_lol:

Vincet äußerte:
Warum wird hier nicht die Wahrheit gesagt? Die Unternehmen wollen ganz einfach Fachkräfte zum Hungerlohn. Und da können die Jobcenter sehr gut helfen. Denn mit Hilfe der EGV kann man Arbeitslose dahin erpressen.
Langsam wird den Leuten der tiefere Sinn der EGV klar.
Fehlt nur noch etwas der Mut zum Widerstand. :icon_kinn:
 
E

ExitUser

Gast
sog.' Fachkräftemangel': Geschenkt:icon_evil:

Das sich verstärkt um Langzeitarbeitslose 'gekümmert' werden soll: das lässt sich nur als Drohung für die Betroffenen verstehen:

Sterbt endlich ...:biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
kann mir schon vorstellen das es ein fachkräfte mangel gibt
alles in den bereichen wo man studiert sein muss
da kann durch aus der mangel bestehn
siehe bei den ärtzen z.b

auf ländlicher seite gibts in gewissen regionen kein arzt mehr
warum auch immer ^^^^

auch in anderen bereichen siehts so aus
das ist der gemeinte fachkräfte mangel

wo wir nieee hinkommen werden in den etagen
facharbeiter gibts mehr als genug in DE
aber davon ist nicht die rede
die rede ^^
 

arbeitslos in holland

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ja liebe leute, dann mach' ich mal den erklärbären.

was ich jetzt schreibe, wird euch nicht gefallen. ich will euch aber auch nicht belügen, wie die politiker-darsteller,
denen ihr alle 4 jahre die absolution, die generalvollmacht und den blankoschein über euer leben erteilt, nein nein.

wenn man diese (eig.profane) meldung einordnen will, muß man erst mal wissen, dass das sog. "hartz-system" eingebettet ist,
in eine größeres, komplexeres system, das einen zweck verfolgt.
da es aber spannend bleiben soll,erkläre ich euch den zweck erst, wenn ich die komplexität des systems erklärt habe.

da ihr ja alle wissen wollt, was das system ist, wie es funktioniert und welche zwecke es hat, werde ich es euch erklären.

man muß sich erst mal vorstellen, dass tag für tag, millardensummen angelegt sein wollen. die investoren wollen aber den höchsten profit und investieren schon lange nicht mehr in stahl, autos oder energie......

mit dem regierungswechsel 1998 und der einsetzung eines geisteskranken rechtsanwaltes aus hannover als "heilsbringer" und
"verteidiger des sozialstaates" gab es plötzlich die möglichkeit für investoren, einen milliardenmarkt für sich zu erobern.

zum regierungswechsel rot/grün waren die einnahmen aus dem verschachern der ddr, schon lange in den taschen der spekulanten
verschwunden.
-> na, wer erinnert sich noch
Jürgen Schneider (Bauunternehmer)
-> einen hat man erwischt und für lächerliche 6 jahre verknastet, dafür hat man hunderte laufen lassen. tolle leistung !

zurück blieb der "kollektive freizeitpark ost", durchzogen von elf-tankstellen. es gehörte schon damals viel
phantasie dazu, die elftankstellen-landschaft und die plattenbauten als "blühende landschaft" zu erkennen. naja, solche begriffe
sind ja nicht geschützt und des einen industriebrake, ist des anderen paradies. es kommt halt immer auf dem standpunkt an.

das arbeitslose heer, der ehemaligen arbeiter und bauern, hat man dann in großen teilen in der bundeswehr entsorgt und dafür
die kosten dem gesamtdt. steuerzahler ans bein gebunden.
->die bundeswehr ist ja genau der moloch aus dessen dreck und schleim die nsu herauskroch. danke bundeswehr !
aber das nur nebenbei.

die bundeswehr war dann lange zeit die müllhalde, wo man die überflüssigen entsorgte. während man vor der vorwende-zeit noch nacht-graden aussortierte, war vortan keiner mehr zu doof oder krank, um nicht doch noch bei der spaßgesellschaft lustig angemalt, im schlamm herum zu robben. da natürlich nicht nur die herren der schöpfung balast waren, hat man gleich die bundeswehr für die nutzlosen weiber "geöffnet" sic.

so waren die leute erstmal "beschäftigt", eine perspektive gab es nicht.

bis ins jahr 2000 hatte man so gelernt und erkannt, dass der arbeitslose dt. nicht danach fragt, welchen sinn etwas hat, sondern tut, was man ihm erzählt. so war es auch nicht verwunderlich, sondern folgerichtig, dass man nach der wahl 1998 den plan fasste, den sozialstaat abzuholzen.

mit der verkündung der "hartz-gesetzgebung", die welche ironie, einen verbrecher der schlimmsten sorte als namenspatron hat, hat man gar nicht nur den arbeitsmarkt im visier gehabt. man hat vielmehr den arbeitssektor als versuchsplattform ausgesucht um dann aus den ergebnissen des versuches den
restlichen sozialstaat abzuwickeln. die dt. hatten schon zur einführung von hartzII bewiesen, dass ihnen der sozialstaat gepflegt am hintern vorbeigeht,
wenn man teile seines einkommens ganz für sich behalten kann(520DM-jobs). mit hartzII wurden die wöchentliche begrenzung auf 15 wochenstunden abgeschafft, was
den dt. wieder mal nicht kratzte. da es aber in d keinen mindestlohn gab und gibt, hat man damit die schaffung eines flächendeckenden dumpinglohnes den boden bereitet. damit war der beweis erbracht, dass der dt.->ohne sinn und verstand<-beim abholzen des sozialstaates gerne behilflich ist und die axt noch selber in die
hand nimmt. übrigens: es waren gerade die sozialverbände, die sich 1981 schon gegen die abschaffung des 520DM-job vehement werden, zusammen mit der verkommenen
bagage der presse.

in folge der abschaffung der 15h-grenze, wurde es immer attraktiver, regelbeschäftigung in 520€, später dann 400€-jobs abzuwandeln. es war für einen
unternehmer gar nicht einzusehen, wieso man leute regulär beschäftigen soll, wenn man doch mit 400€ kräften die szialabgaben zum größten teil spart
und die folgen dem steuerzahler ans bein bindet.
mit hartzI gab man dem unternehmertum die möglichkeit unbegrenzt zeitarbeitnehmer zu beschäftgen, damit hatte man die macht der damaligen gewerkschaften gebrochen,
die sich in der anfangszeit mit der diffamierung der sog."schmutzkonkurrenz" die existenz sicherte und ihr dasein ggü. ihren denkfaulen mitgliedern rechtfertige.
ab diesem zeitpunkt war die durchsetzung vernünftiger lohnerhöhungen, bzw. die reduzierung der arbeitszeit als kompensation nicht mehr durchzusetzen. da die gewerkschafter
ohnehin abgemeldet waren, konzentrierte man sich an der spitze der gewerkschaften auf das geldverdienen
-> wechsel von norbert hansen von der gded zur db, vom saulus zum paulus
-> wechsel von walter riester von der igm zum awd über den umweg des ministersessels.

mit der verabschiedung von hartz IV, wurde dann folgerichtig, der schon durch hartzII auf die bei den 520DM-jobs begonnene öffnung der lohnentwicklung nach unten, fortgesetzt.
gleichzeitig wurden die regeln, die es schon in den alten bshg-zeiten gab, aber fast nie umgesetzt wurden, angewendet und dadurch eröffneten sich gigantische sparpotentiale.
unter dem vorwand, arbeitslosenhilfe und sozialhilfe zusammenzuführen, schaffte man die arbeitslosenhilfe ab und es bleib nur eine sozialhilfe, die man dann als
"arbeitslosengeld II" verklausulierte.
nun war es aber nicht so, dass hartz4 einfach vom himmel fiel, oder als folge eines unfall ein kollateralschaden war. hartz 4 ist und war eigentlich nix anderes. als ein geklautes konzept..
wenn ihr jetzt also verstanden habt, dass hartz4 ein teil eines größeren konzepts ist, dann muß man nur noch suchen, worauf hartz4 beruht, woher die idee stammt und was das ziel ist.
achso, beinahe noch vergessen: die konstruktion der ba ist übrigens darauf zurückzuführen, dass es unter florian gerster<-die flasche kennt heute wahrscheinlich keiner mehr, zu einem
skandal um sog. "gefälschte vermittlungszahlen" kam. heute wird noch viel unverschämter gelogen, allerdings in den jc oder ge,

"
Die positiven Erfahrungen in den USA waren der Anlass, das Workfare-Konzept auch in
Deutschland zu erproben. "(....)
Nicht zuletzt wurde mit der Schaffung von sogenannten „Ein-Euro-Jobs“
im Zuge der Hartz-Reform ein wesentliches Element des Workfare-Prinzips in die
Sozialgesetzgebung aufgenommen. (....)
Simulationsrechnungen auf
der Basis von Arbeitsangebotsschätzungen gehen davon aus, dass durch eine Einführung von
Workfare bis zu 1,4 Mio. arbeitslose Bezieher von Leistungen der Grundsicherung eine
Erwerbstätigkeit anstreben würden (....)
Dessenungeachtet zeigt sich, dass die Einschränkung der Bezugsmöglichkeiten für
Lohnersatzleistungen im Zuge der Hartz-Reform eine antizipative Wirkung entfaltet hat. So
sind die Akzeptanzlöhne von Beziehern von Versicherungsleistungen (Arbeitslosengeld I) im
Zuge der Hartz-Reform spürbar gesunken (Schneider 2008). In der Folge ist nicht nur die
durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit, sondern auch der Zustrom in die
Langzeitarbeitslosigkeit deutlich zurück gegangen."
quelle ist dieses konzept und die zugehörige studie:
https://ftp.iza.org/dp5599.pdf
aus der selben feder stammt:

"Die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland ist in erster Linie ein Problem des
unterentwickelten Niedriglohnsektors.(....)
Die Betroffenen stehen vor dem Problem, dass jedes von ihnen erzielte Erwerbs-einkommen zum weitaus größten Teil auf den Unterstützungsanspruch
angerechnet wird. Zur Illustration: Ein alleinstehender Bezieher von
Arbeitslosengeld II (ALG II), der nicht arbeitet, kommt gegenwärtig bei einem
durchschnittlichen Wohnkostenzuschuss von 320 Euro auf ein monatliches
Einkommen von etwa 665 Euro,. Würde er beispielsweise für sieben Euro brutto
in der Stunde vollzeit arbeiten, beliefe sich sein verfügbares Nettoeinkommen
derzeit auf gut 900 Euro. Dies reicht als Arbeitsanreiz häufig nicht aus: Der
zusätzliche Aufwand beträgt in unserem Beispiel 170 Stunden pro Monat, der
zusätzliche Ertrag liegt bei gut 240 Euro im Monat. Das entspricht einem
marginalen Stundenlohn von lediglich 1,40 Euro.
n dieser Falle stecken vor allem Menschen ohne abgeschlossene Berufsbildung,
aber auch Menschen, deren formale Qualifikation durch lange Arbeitslosigkeit
entwertet wurde. (....)
Die Betroffenen stecken in der sogenannten „Sozialstaatsfalle“. Wer am Markt
nur einen geringen Stundenlohn erzielen kann, könnte zwar für die eigene Existenzsicherung sorgen und würde dabei sogar ein höheres Einkommen erzielen
als in der Grundsicherung, aber es lohnt sichn icht, weil dieses Einkommen nicht
weit genug über der Grundsicherung liegt. (...)
Das eigentliche Problem liegt mithin in einem
Wohlfahrtsstaat, der in gut gemeinter Absicht falsche Anreize setzt. (....)
Um einen dauerhaften und vollständigen Übergang aus dem Transfersystem in die Erwerbstätigkeit im regulären Arbeitsmarkt zu fördern, muss sich der Sozialstaat von der bedingungslosen Gewährung der Grundsicherung
verabschieden. (.....)
Leistungen der Grundsicherung sollten künftig an erwerbsfähige Personen nur
noch dann gewährt werden, wenn eine Gegenleistung durch Arbeit erbracht wird.
Dieses in den USA erstmals eingeführte Prinzip des sogenannten „Workfare“
sorgt dafür, dass der Anreiz, gering bezahlte Arbeit anzunehmen, massiv ansteigt.(....)
Das Workfare-Prinzip stellt das Niveau der Grundsicherung
ausdrücklich nicht in Frage, sondern leistet einen Beitrag zu seinem Fortbestand durch seine Konzentration auf die tatsächlich Bedürftigen. (.....)
Workfare bedeutet in seine rreinen Form, dass der Staat ein Beschäftigungsangebot für diejenigen unterbreitet, die ihre Bedürftigkeit geltend machen. Das damit verbundene Einkommen entspricht der Höhe des sozialen Existenzminimums. Faktisch bedeutet es, die Option der gegenleistungsfreien
Grundsicherung durch die Option einer Grundsicherung für eine Vollzeittätigkeit zu ersetzen. (......)
Wer gezwungen ist, das Grundsicherungseinkommen durch eine
Gegenleistung in Form von Arbeitszeit zu erzielen, wird im Regelfall bereit sein, jede Tätigkeit im freien Markt anzunehmen,die bei gleichem Zeiteinsatz besser entlohnt ist als der Workfare-Job und im Gegensatz zu diesem auch
Wiedereingliederungs- und Entwicklungsperspektiven bietet. Auf diese Weise führt Workfare zu einer deutlichen Absenkung des impliziten Mindestlohns. De facto sinkt er auf das Niveau der Grundsicherung, was einem Bruttostundenlohn
von etwa fünf Euro für einen Alleinstehenden entspricht. Im Status quo liegt der implizite Mindestlohn dagegen, wie oben gezeigt, etwa beim Zweieinhalbfachen. (....)

Simuliert man Arbeitsangebotsentscheidungen unter Workfare-Bedingungen mit Hilfe des oben zur Bewertung der Kombilohnmodelle herangezogenen
Arbeitsangebotsmodells, so ergibt sich ein Anstieg der Erwerbsbereitschaft um 1,1 Mio. Personen. Davon können ca. 800.000 ein Markteinkommen erzielen, das oberhalb der Grundsicherung liegt und die deshalb in eine Tätigkeit auf dem
regulären Arbeitsmarkt gehen. Für 300.000 Personen muss dagegen dauerhaft ein Angebot von Workfare-Jobs geschaffen werden, weil sie kein höheresMarkteinkommen erzielen können als ihnen in der Grundsicherung ohnehin zusteht.(....)
Die im Zuge der Hartz-Reform eingeführten Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) enthalten im Kern bereits den Workfare-Gedanken. In der Praxis hat er bislang jedoch kaumWirkung entfalten können. Das hängt zum einendamit zusammen, dass das entsprechende Instrumentarium von den Sozialbehörden nur sehr zurückhaltend eingesetzt wird. Die Anwendung beschränkt sich im
Wesentlichen auf diejenigen,die freiwillig einen Ein-Euro-Job übernehmen wollen. Das ist mutmaßlich die Gruppe,die am Markt ohnehin kein besseres Einkommen realisieren kann. Das Ziel, die übrigen Transferempfänger zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit am freien Markt zu bewegen, wird durch die Handhabung als freiwilliges Instrument aber nicht erreicht. Der Grund für die Zurückhaltung liegt nicht zuletzt in einer Reihe von richterlichen Entscheidungen,
die den Sozialbehörden eine konsequente Umsetzung im Sinne des Workfare-Prinzips bislang praktisch unmöglich machen. (...)
quelle:
https://ftp.iza.org/dp2399.pdf

jetzt kommen wir langsam zum kern: wir wissen, dass das hartz-konzept eigentlich workfare-konzept heißen müsste, weil der autor nur ein bestehendes konzept 1:1 übertragen hat. wir wissen auch, dass das konzept aus dem mutterland der suppenküchen, der 3 und 4jobs und dem land des neoliberalismus kommt: den usa
vom autor selbst erfahren wir aber nicht, was sinn und zweck der übung ist und was sozusagen das endergebnis sein soll. oftmals ist es so, dass nur die unwichtigen dinge erwähnt werden, die wichtigen aber verschwiegen werden.

der gute mann wird ja schließlich nicht unverschämt von seinen kumpels aus der wirtschaft bezahlt, dass er dafür die katze aus dem sack lässt.
da wir jetzt in der usa graben müßen,fällt uns gleich ein wesentlicher unterschied zu d auf: in den usa gibt es gar kein richtiges staatliches fürsorgesystem.


"In den USA wird davon ausgegangen, dass eine gesunde Person eine Arbeit finden sollte, egal ob sie ihrer beruflichen Qualifikation entspricht oder nicht.
Die Zahlung von Sozialhilfe (welfare) an arbeitsfähige Personen ist auf fünf Jahre im Leben beschränkt, wobei man in der Regel nicht mehr als zwei Jahre hintereinander arbeitslos sein kann. Sozialhilfe wird nur an jene gezahlt, deren Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt und die nicht genug Geld für
Essen, Kleidung und Unterkunft haben.

Sozialwohnungen (public housing) und Lebensmittelgutscheine (food stamps) sowie die Gesundheitsversorgung von Kindern sind ferner Teil der staatlichen Hilfsmaßnahmen.


Auch private Hilfsorganisationen (charities), die sich aus Spenden finanzieren, helfen Menschen (und Tieren) in Not. Viele Amerikaner geben Geld an derartige
Organisationen. "
quelle: Auswandern: Soziale Absicherung in den USA

"
Mit dem "Personal Responsibility and Work Opportunity Reconciliation Act" von 1996 hat die Armutspolitik in den USA einen "radikalen" Bruch erlebt, der – auch wenn es
zunächst paradox klingen mag – zugleich eine armutspolitische Kontinuität zum Ausdruck bringt. In den USA wurden Sozialhilfeleistungen immer unter den Bedingungen
einer die Gesellschaft dominierenden Erwerbsorientierung gewährt. Dementsprechend hoch ist seit jeher die Betonung der Pflicht zur Erwerbsarbeit für die Empfänger
öffentlicher Sozialhilfeleistungen. Mit der programmatischen Ankündigung von William J. Clinton im Präsidentschaftswahlkampf "to end welfare as we know it" und der
entsprechenden Neuregelung der Sozialhilfe im Jahre 1996 gibt es – und darin besteht die gravierende Änderung – in den USA keinen bundesweit einheitlichen und zeitlich
unbegrenzten Rechtsanspruch auf Sozialhilfe mehr
Quelle: Die Welfare-Reform als "Sozialexperiment"

aha und das ergebnis ist, dass die einsparpotentiale so hoch sind, dass sich sogar ein internationaler rüstungskonzern als wohlfeiler gönner gibt:
"
Lockheed Martin, best known for building menacing weapons systems and for receiving billions of dollars in corporate welfare, has been awarded contracts to run
welfare-to-work programs in Washington, DC, California and Florida"
From Warfare to Welfare: How Lockheed Martin Is Profiting From Running Welfare to Work Programs

und jetzt schließt sich der kreis und wird klar, wieso die ba ihre "umstrukturierung" mit der konzentration auf den ang."fachkräftemangel" verklausuliert. in wirklichkeit ist
die ba, nachdem verschachern der rente, dem verhökern von krankenhäusern und altenheimen, der letzte aktivposten, der für investoren interessant ist.
der gesamte sozialhaushalt umfaßte 2011 ein gesamtvolumen von 141.485 Mio. €
quelle: Sozialhaushalt
die investoren wird wohl am meisten interessieren, wieviel € durch die konsequente anwendung der sanktionen eingespart werden konnten. durch das erreichen des höchststandes von 1.000.000
sanktionen, gab es im haushalt der ba enorme einsparungen. je weiter man die sanktionsdaumenschrauben anzieht, je höher wird der profit. statt bildungsträgern das geld zur betreuung
von arbeitslosen in die tasche zu stecken, kann man doch viel besser die arbeitslosen meistbietend versteigern. die wirtschaft hat ja auch lange zugeschaut und die zaf machen lassen, bis
sie selbst dazu überging, zaf im eigenen laden zu installieren und damit die personalverwaltung vollständig "auszulagern"
die ba ist bzw. war nur eine vorübergehende notlösung, um den laden auf vordermann zu bringen und im feldverusch darzulegen, wieviel profit man aus den arbeitslosen herausholen kann.
ein erprobtes erfolgsmodell mit gewinngarantie und mittlerweile schon ein eigener industriezweig, mit rasanten wachstumszahlen.
ich vermute mal das man schon verhandelt mit ergo und der allianz.

ja, ab 2014(nachdem man wieder so doof war zur wahl zu marschieren),werden die weichen gestellt für die agenda 2020. diesen ganzen sozialen sondermüll wird man zusammenkehren und an den höchstbieter versteigern. die eingesparten mittel, kann man dann im zuge der bankenrettung verbrennnen, weil man ja schließlcih dem kapital, was einem seinen unverschämten lebensstil erst ermöglicht, verpflichtet ist. wenn man aber schon politiker-handpuppen wählt, die mit den ärXchen in x aufsichträten sitzen, dann kann man kaum erwarten, dass die etwas machen oder beschließen, was nicht im interesse ihrer puppenspieler liegt.

tolle aussichten :eek:
 

sixthsense

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Bei n-tv lief eben im Ticker die Meldung, dass die BA die klassische Vermittlung aufgeben will. Was auch immer das heißen mag.

Das wird wohl bedeuten, dass die Bundeagentur nun das "totale Outsourcing" betreiben und die gesamte Vermittlung künftig irgendwelchen Trägern überlassen wird (die dafür richtig deftig Geld kassieren werden).

Oder man wird künftig noch stärker in irgendwelche Sinnlosmaßnahmen hineingeaktet.
 

saida25

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==> Meldung : Bundesagentur für Arbeit steht Umbau bevor - Nachrichten Newsticker - News3 (DAPD) - DIE WELT

Bei n-tv lief eben im Ticker die Meldung, dass die BA die klassische Vermittlung aufgeben will. Was auch immer das heißen mag.


Siehe da! Komisch finde ich, dass nun wieder Langzeitarbeitslose
von der Bundesagentur betreut werden sollen.

Fallen die Langzeitarbeitslosen nicht unter ALG II bei den Jobcentern oder Optionskommunen? Sind die nicht längst in ALG II gerutscht
samt ihrer Familien?

Haben die von der Bundesagentur für Arbeit etwa Angst um ihre eigenen Arbeitsplätze und wollen/sollen jetzt wieder laut Ansage von oben ganz bestimmte Leute in ihrer Betreuung haben, da sie ja sonst nichts mehr zu tun haben?

Vielleicht haben die bemerkt, dass ALG II nix aber auch gar nichts
bringt. Und träge Leute in der Vermittlung schon gar nichts.

Evtl. ist das die letzte Chance für die Mitarbeiter der BfA, sich
zu beweisen, um auch mal vernünftig zu vermitteln.

Bevor sie ihre eigenen Arbeitsplätze verlieren. :icon_kinn:
 

warpcorebreach

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da gabs mal son spruch der ging in etwa so: wenn jemand zu dir sagt "ich werd dir gleich helfen", ist das nicht immer nett gemeint. :biggrin:
ok die meisten werden wissen wie das in dem fall gemeint ist aber das erinnert mich trotzdem immer ans jobcenter. dieser saftladen will mir auch immer "helfen" und wir alle wissen wie das in der realität aussieht, es ist ganz sicher auch nicht nett gemeint. auf diese art von hilfe kann ich echt scheissen.
 

Henrik55

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Das wird wohl bedeuten, dass die Bundeagentur nun das "totale Outsourcing" betreiben und die gesamte Vermittlung künftig irgendwelchen Trägern überlassen wird (die dafür richtig deftig Geld kassieren werden).

Oder man wird künftig noch stärker in irgendwelche Sinnlosmaßnahmen hineingeaktet.
Genau das werden sie tun. Und zwar auch mit dem Zweck keine Verantwortung mehr übernehmen zu müssen. Wenn einer von den Trägern dann den Bogen mal überspannt sagen die "das haben wir nicht gewollt"geben sich empört, lachen sich hinterrücks kaputt und beauftragen den nächsten Träger der dann wahrscheinlich nur einen neuen Namen bekommt und das alte Personal wieder aufnimmt. Auch lassen sich bei dieser outgesourcten Bildungsträger-SA wieder Kosten einsparen, da die Schergen dort nicht den Tarif bekommen. Die oberen Leute vom Arbeitsamt können bei der Vergabe an die Privaten bestimmt viele Schmiergelder abgreifen.
 

Seebarsch

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Na ja,
lacht mal nur und macht euch lustig.
Spätestens dann, wenn vor Ort keine Agentur mehr errreichbar ist und auf dem platten Land Tagesreisen notwendig werden um einen Antrag abzugeben oder eine INfo zu bekommen.
Im Übrigen wird ganz massiv die Sachbearbeitung bis 2015 im Personal um ca. 20% abgebaut.
Viel Spass beim geduldigen und lustigen warten auf die Bewilligung der Anträge!
:biggrin:
 

Paolo_Pinkel

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Na ja,
lacht mal nur und macht euch lustig.
Spätestens dann, wenn vor Ort keine Agentur mehr errreichbar ist
Das ist heute schon der Fall. Also kein großer Verlust.
und auf dem platten Land Tagesreisen notwendig werden um einen Antrag abzugeben
Das geht auch anders. Siehe Signatur.
oder eine INfo zu bekommen.
Die bekommt man heute genau so wenig. Und wenn dann ist diese Info so verpackt, dass der HE damit nichts anfangen kann. Ich habe noch keinen SB erlebt, der dem HE Informationen zuträgt, die für ihn, dem HE, von Vorteil sind. Ganz zu schweigen von der telefonischen Erreichbarkeit :icon_party:der JC überhaupt.
Im Übrigen wird ganz massiv die Sachbearbeitung bis 2015 im Personal um ca. 20% abgebaut.
Viel Spass beim geduldigen und lustigen warten auf die Bewilligung der Anträge!
:biggrin:
Im Prinzip ändert sich also für die Betroffenen nichts. Der einzig positive Nebeneffekt ist, dass dem Steuerzahler weniger von dem argen Gesindel auf der Tasche liegt und sich die Bildungs- und Qualifizierungs-Mafia über eine 20%ige Nachtfragesteigerung freuen kann:biggrin:
 

Hartzeola

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BA will junge Arbeitslose im Netz erreichen

Die klassische Stellenvermittlung soll bei der Bundesagentur für Arbeit in den Hintergrund rücken. Stattdessen will man den Fachkräftemangel durch eine verstärkte Präsenz in digitalen Medien bekämpfen.


Die Bundesagentur für Arbeit (BA) steht nach den Worten ihres Chefs Frank-Jürgen Weise vor einer Neuausrichtung. Die BA werde sich künftig auf den Kampf gegen den Fachkräftemangel konzentrieren, sagte Weise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die klassische Vermittlung werde in den Hintergrund rücken, das Augenmerk gelte dabei vor allem Langzeitarbeitslosen. Die Eckpunkte für die Neuausrichtung sind in einem Positionspapier mit dem Titel "BA 2020" festgehalten.
Arbeitsagentur : BA will junge Arbeitslose im Netz erreichen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
 
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