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Bundesagentur "für Arbeit" rechnet mit 18 Milliarden Euro Überschuss

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edy

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#1
Niedrigere Beiträge für die Wirtschaft
Bundesagentur für Arbeit rechnet mit 18 Milliarden Euro Überschuss

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet bis Jahresende mit einem
Gesamtüberschuss in Höhe von rund 18 Milliarden Euro. Dies ermögliche es,
die Beitragszahler 2008 um weitere 7,1 Milliarden Euro zu entlasten,
sagte der BA-Verwaltungsrat am 15. November bei der Bekanntgabe des
Haushaltsplans für das kommende Jahr mit. Die Wirtschaft hat ein großes
Interesse an einer Senkung der Beiträge. Die Spitzen der Koalition haben vor
diesem Hintergrund eine Senkung des Beitrags zur
Arbeitslosenversicherung von derzeit 4,2 auf 3,3 Prozent beschlossen. Der Bundestag
entscheidet darüber am Freitag.
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?H=N&Nr=16957
 

waldau

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#2
Niedrigere Beiträge für die Wirtschaft
....wiesooooo nur für die Wirtschaft ? ?

- die Hälfte davon ist doch auch für die Arbeitnehmer - oder ??
 

druide65

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#3
Selbst bei ungünstiger Konjunktur hätten sie trotz Beitragssenkung und ALG I Verlängerung 2010 noch 8 Mrd € über.

Mal sehen ob ich die Quelle dazu noch finde...ich meine das es im Handelsblatt stand.
 
E

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Gast
#4
Klar haben sie die über.
Mir wurde eine Ausbildung abgelehnt mit dem Argument: es ist ja nichts mehr da, von wo aus wir umschulen könnten, außerdem ist kein Geld da.
Mir wurde eine Weiterbildung abgelehnt mit dem Argument, ich könnte ja als Küchenhilfe arbeiten (ich arbeite als Sekretärin im Minijob und kann nur vormittags arbeiten wegen meiner kranken Tochter), außerdem ist kein Geld da.
Mir wurde ein Zuschuss für den Arbeitgeber, der mich als Teilzeitkraft einstellen wollte, abgelehnt mit dem Argument, Teilzeitkräfte könnten nicht gefördert werden und es sei kein Geld da.

Ich bin garantiert kein Einzelfall.

Viele Grüße,
angel
 

druide65

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#5
Klar haben sie die über.
Mir wurde eine Ausbildung abgelehnt mit dem Argument: es ist ja nichts mehr da, von wo aus wir umschulen könnten, außerdem ist kein Geld da.
Mir wurde eine Weiterbildung abgelehnt mit dem Argument, ich könnte ja als Küchenhilfe arbeiten (ich arbeite als Sekretärin im Minijob und kann nur vormittags arbeiten wegen meiner kranken Tochter), außerdem ist kein Geld da.
Mir wurde ein Zuschuss für den Arbeitgeber, der mich als Teilzeitkraft einstellen wollte, abgelehnt mit dem Argument, Teilzeitkräfte könnten nicht gefördert werden und es sei kein Geld da.

Ich bin garantiert kein Einzelfall.

Viele Grüße,
angel

Das sind immer die Schwachsinnsargumente der PAP´s und Fallis.
Fakt ist das sämtliche Weiterbildungen und Umschulungen aus dem Topf der BA bezahlt werden.
Die ARGE verwaltet nur...
 

eiszeit

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#6
Dazu eine Meldung der Nachdenkseiten.

um anderen ging gerade eine Meldung durch die Nachrichten, wonach die Bundesagentur für Arbeit (BA) angesichts der geplanten Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 3,3% für das kommende Jahr 2008 wieder mit einem operativen Defizit von weit über 5 Milliarden Euro rechnet. Die Konsequenzen lassen sich leicht ausrechnen: Entweder müssen die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der BA noch weiter als schon geschehen zurückgefahren werden oder die Kosten für das Alg I müssen gesenkt werden, durch Kürzung oder durch kürzere Auszahlungsfristen. Wolfgang Lieb
Mehr…
 
E

ExitUser

Gast
#8
Hatten wir das nicht erst vor kurzem?
Und? Es stimmt immer noch, die Medien machen eine Mordserfolgsgeschichte daraus und ich werde immer stinkwütender!

Diese skupellosen Betrüger kann man doch gar nicht oft genug an den Pranger stellen!

Viele Grüße,
angel
 

druide65

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#10
Wie Angel schon sagte so geht es vielen....sie wollen...aber sie dürfen und sie können nicht.

Da wird über Greencards geredet....aber das Potential was bei den Menschen in diesem Land steckt wird vergessen.

Mit den Milliarden Überschuss könnten wir die Hälfte der Arbeitslosen studieren lassen.....
 
E

ExitUser

Gast
#11
Klar haben sie die über.
Mir wurde eine Ausbildung abgelehnt mit dem Argument: es ist ja nichts mehr da, von wo aus wir umschulen könnten, außerdem ist kein Geld da.
Mir wurde eine Weiterbildung abgelehnt mit dem Argument, ich könnte ja als Küchenhilfe arbeiten (ich arbeite als Sekretärin im Minijob und kann nur vormittags arbeiten wegen meiner kranken Tochter), außerdem ist kein Geld da.
Mir wurde ein Zuschuss für den Arbeitgeber, der mich als Teilzeitkraft einstellen wollte, abgelehnt mit dem Argument, Teilzeitkräfte könnten nicht gefördert werden und es sei kein Geld da.

Ich bin garantiert kein Einzelfall.

Viele Grüße,
angel
Nein, das bist du nicht. Meine Weiterbildung, als ich das erste Mal ALG1 bezog, wurde 2006 auch abgelehnt und das machte mich so wütend, dass ich meine Einstellung zur Arbeit radikal geändert habe und ich bin heute noch wütend!!!!!!!!!!!!!!!! :icon_sad:
Aber ich bin sehr glücklich über meine Lütte, die mir mehr gibt, als es zehn Leihbuden je könnten.
Ich wollte nie Mutter werden, aber angesichts der fehlenden Perspektiven und der sinnlosen Bemühungen und der Tatsache, dass sich Leistung leider wirklich nicht mehr lohnt, habe ich mich anders entschieden und das war eine gute Entscheidung.
 

micha73m6

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#12
Es sind sicher nur Einzelfälle aus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, von denen ich annehme, dass ich "Diese" Informationen fehlerhaft deute ; nur war und ist es nicht gängig Gelder anderen Bestimmungen zuzuführen?
Ihr schreibt hier über einen lächerlichen Betrag, der eh nur auf Hochrechnungen basiert - des Weiteren nicht als Rücklage gebunden wird, Steuersenkungen nur merkbar in auf dem Niveau derer, die eh genug Einkommen beziehen (siehe auch Rister und Co.) - ABER WO STECKEN DENN DIE FETTEN BROCKEN?
Sollten nicht ÖL- Reserven eingebunden in den Welthandel sein um einen Wahnsinn wie letzte Woche zu vermeiden ((es wird ja auch Flexibilität von der Arbeiterklasse verlangt)).
Sollte nicht das EU-Recht angewandt sein, an dem sich alle Parteien und Länder so anschmiegen, und der Zins-Leitsatz erhöht werden ((hätte man meiner Meinung nach schon im Juni machen sollen)) -- wäre ja schlecht für die Börse!! nur hätten wir dann keine Steigerung um 2,6 % ab Oktober.

Ich könnte mich noch über eintausend weitere Dinge hier auslassen, nur würde dass den Rahmen überziehen
- schade ist nur, das es so ist, wie es ist, und keiner den Arsch hat etwas dagegen zu unternehmen [ lieber treten sie zurück - obwohl ich auch seine private Seite verstehen kann und sich kein SPD-Fan bin // auch kein Fan von anderen Parteien -- hihi, bin quasi einer der keine Partei mag--]
 

ofra

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#13
Nein, das bist du nicht. Meine Weiterbildung, als ich das erste Mal ALG1 bezog, wurde 2006 auch abgelehnt und das machte mich so wütend, dass ich meine Einstellung zur Arbeit radikal geändert habe und ich bin heute noch wütend!!!!!!!!!!!!!!!! :icon_sad:
Aber ich bin sehr glücklich über meine Lütte, die mir mehr gibt, als es zehn Leihbuden je könnten.
Ich wollte nie Mutter werden, aber angesichts der fehlenden Perspektiven und der sinnlosen Bemühungen und der Tatsache, dass sich Leistung leider wirklich nicht mehr lohnt, habe ich mich anders entschieden und das war eine gute Entscheidung.
ich bin mittlerweile auch an dem punkt angekommen, wo ich in diversen aktivitäten keinen sinn mehr sehe. ich hab die letzten zwei jahre intensiv genutzt, um sämtliche ressourcen zu aktivieren, meinen bewerberstatus zu optimieren. und das war eine menge aufwand. genutzt hat es nichts.
mein ganzes denken kreiste nur noch um die frage: wie krieg ich einen arbeitsplatz?
ich bin gerade dabei, meine aktivitäten wieder zurückzufahren. es kann nicht das wahre sein, wenn man sich nur über die arbeit definiert.
es gibt auch ein leben außerhalb der arbeit. da macht man sich nur verrückt, quält sich mit selbstzweifeln, mit übertriebenem perfektionismus, hyper-motivation. alles immer schneller - höher - weiter ...
ich sage mir nun: wenn das, was ich bisher an fähigkeiten und qualifikationen vorgelegt und nachgewiesen habe, nicht mehr ausreicht, um einen stinknormalen job zu bekommen, dann liegt es wirklich nicht an mir! dann ist das system verkehrt!
früher war es ja auch ausreichend. da hat keiner an meinen fähigkeiten gezweifelt. jetzt auf einmal wär das plötzlich nicht mehr ausreichend. und sogar der müllmann braucht abitur.
so verheizt man geistige kapazitäten!
das system befindet sich in einer derartigen schieflage, da sind so viele baustellen, und wenn die obrigkeit nicht erkennt (natürlich erkennt sie, was getan werden müsste, will aber offensichtlich nicht handeln!), da seh ich nicht ein, dass ich mich als bewerber, der sich ehrlich bemüht, total mit selbstzweifeln zerfleische, wenn die ursachen des problems ganz klar nicht bei mir liegen!!
das märchen von der lebenslangen weiterbildung haben wir ja auch schon widerlegt.
wenn die bewerbungsmappe dick wie ein buch ist, wer liest das dann noch??
und wenn man bedenkt, dass ein "normales" erwerbsleben durchschnittlich 30 bis 40 jahre dauert, wozu der ganze wust an qualifikationen? man kann das doch niemals alles in der praxis anwenden, höchstens teile davon!
und wenn man dann als gut qualifizierter zu einer hilfstätigkeit mit brötchen schmieren oder laub kehren eingeteilt wird, wird das ganze erst recht ad absurdum geführt!
 
E

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#14
i
ich bin gerade dabei, meine aktivitäten wieder zurückzufahren. es kann nicht das wahre sein, wenn man sich nur über die arbeit definiert.
Schön, dass du das jetzt so siehst.
Seit dieser Zeit definiere ich mich auch nicht mehr über die Arbeit. Das war eine ganz andere Erfahrung, als ich arbeitslos war. Ich habe das erste Mal gemerkt, dass es
noch andere Dinge im Leben gibt, die mehr bedeuten, als wie ein Idiot nur für die Arbeit zu leben. Vielleicht soll deshalb möglichst jeder gleich wieder in Arbeit (Sklavenjob), damit niemand bemerkt, wie das Leben auch anders sein kann.
Gedankt bekommt man das nämlich heute von den wenigsten Firmen, wenn man immer für die Firma da ist. In meiner vorletzten Firma war das auch so. Aber alles was davor und danach war, reine Verheize.
Das heißt nicht, dass ich nicht gerne arbeite und alles korrekt mache, was ich als Arbeitsloser und Arbeitnehmer zu tun habe.
Aber ich passe mein Verhalten inzwischen den wirtschaftlichen Bedingungen an, wie es jeder Arbeitgeber tut.
Ich wäre ja zum Beispiel blöd, mir ein Auto zu kaufen (von was?), wenn ich mit diesem Ding zwar zu Arbeit komme, aber es mir finanziell dadurch noch schlechter geht.
Dann habe ich eben kein Auto. Das bewahrt mich vor noch größerem Unheil.


...da seh ich nicht ein, dass ich mich als bewerber, der sich ehrlich bemüht, total mit selbstzweifeln zerfleische, wenn die ursachen des problems ganz klar nicht bei mir liegen!!
Liebe ofra,
es gibt nicht für jeden Arbeit. Schon alleine aus diesem Grund kann die Ursache niemals bei dir liegen. ;-)
Sei etwas lockerer und froh, dass du einen dich liebenden Partner zum Kuscheln hast. Das ist mehr, als manch anderer hat.
 

ofra

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#15
Schön, dass du das jetzt so siehst.
Seit dieser Zeit definiere ich mich auch nicht mehr über die Arbeit. Das war eine ganz andere Erfahrung, als ich arbeitslos war. Ich habe das erste Mal gemerkt, dass es
noch andere Dinge im Leben gibt, die mehr bedeuten, als wie ein Idiot nur für die Arbeit zu leben. Vielleicht soll deshalb möglichst jeder gleich wieder in Arbeit (Sklavenjob), damit niemand bemerkt, wie das Leben auch anders sein kann.
Gedankt bekommt man das nämlich heute von den wenigsten Firmen, wenn man immer für die Firma da ist. In meiner vorletzten Firma war das auch so. Aber alles was davor und danach war, reine Verheize.
Das heißt nicht, dass ich nicht gerne arbeite und alles korrekt mache, was ich als Arbeitsloser und Arbeitnehmer zu tun habe.
Aber ich passe mein Verhalten inzwischen den wirtschaftlichen Bedingungen an, wie es jeder Arbeitgeber tut.
Ich wäre ja zum Beispiel blöd, mir ein Auto zu kaufen (von was?), wenn ich mit diesem Ding zwar zu Arbeit komme, aber es mir finanziell dadurch noch schlechter geht.
Dann habe ich eben kein Auto. Das bewahrt mich vor noch größerem Unheil.



Liebe ofra,
es gibt nicht für jeden Arbeit. Schon alleine aus diesem Grund kann die Ursache niemals bei dir liegen. ;-)
Sei etwas lockerer und froh, dass du einen dich liebenden Partner zum Kuscheln hast. Das ist mehr, als manch anderer hat.
deswegen kuscheln wir auch so fleißig!
 

ofra

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#16
ich hab auch kein auto. nie eins gehabt.
mein mann hat eins, aber der braucht es selber für arbeit.
 

ofra

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#17
ja und das mit dem locker sein ist so eine sache bei mir. ich beobachte selber immer wieder, dass ich mich total reinkrampfe und nur noch schwarz sehe.
da hilft mir die frohnatur meines mannes. der sieht immer irgendwo ein lichtlein.
vielleicht brauch ich ´ne brille?
 
E

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#18
Ich weiß auch, dass sich das so leicht sagt, mit dem Lockersein.
Ich weiß ja auch nicht, ob du irgendwelche Hobbys hast, die dir Spaß bringen.
 

ofra

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#19
Ich weiß auch, dass sich das so leicht sagt, mit dem Lockersein.
Ich weiß ja auch nicht, ob du irgendwelche Hobbys hast, die dir Spaß bringen.
bitte erwähne das wort "hobby" wenn möglich nicht. ich ersticke schon in hobbys!
in meiner EGV heißt es außerdem, ich muss sämtliche fähigkeiten außerhalb meiner beruflichen qualifikation nachweisen. das bedeutet also, dass die arge auszuforschen versucht, wo man eventuell noch "versteckte" kenntnisse und begabungen hat.
so werden sogar die hobbys mit leistungsdruck belegt.
leider habe ich das "pech", sehr kreativ zu sein. und jetzt kann ich mich erschießen in der nachweis-erbringung.
 

ofra

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#21
Was gehen der Arge unsere Hobbys an? :icon_motz:
tja so wird stück für stück das privatleben immer kleiner ...
das läuft ja auch über diese dubiosen fragebögen, die man angeblich ausfüllen muss, wo alles mögliche ausgeforscht wird, von den essgewohnheiten bis zur politischen einstellung.
 
E

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#22
Mal ne Frage. Wie wollen die denn wissen, ob alles stimmt, was man dort angibt?
Kann ja wohl kaum jemand nachprüfen, welche Hobbys ich habe.
Vielleicht poppe ich ja auch gern. *ironie*
 

ofra

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#23
Mal ne Frage. Wie wollen die denn wissen, ob alles stimmt, was man dort angibt?
Kann ja wohl kaum jemand nachprüfen, welche Hobbys ich habe.
Vielleicht poppe ich ja auch gern. *ironie*
es geht darum, dass man hobbys, die eventuell beruflich "verwertbar" sind, auch in einer bewerbung angeben muss, damit man der mitwirkungspflicht ausreichend nachkommt. und da sitzt man mit lügen grundsätzlich auf dem kürzeren ast.

dieses beispiel zeigt also, dass versucht wird, die mitwirkungspflicht noch mehr auszuweiten, damit man dann, falls der leistungsbezieher nicht "springt", gleich wieder mit der sanktions-keule drohen kann!

hierbei kommt man wieder in einen graubereich, wo es gefährlich werden kann, wenn hobbys sich mit ehrenamtlicher arbeit überschneiden, oder sogar schwarzarbeit unterstellt wird im rahmen der normalen nachbarschaftshilfe. nur weil onkel alfred zufälligerweise gleichzeitig hartz-IV-empfänger und ein begnadeter heimwerker ist ...
daher sollte man seine hobbys auch nicht zu viel rumposaunen oder damit sogar angeben. wer weiß, welche fallen hierzu noch aufgestellt werden!

weiteres fallbeispiel: jemand malt gerne bilder, macht vielleicht eine kleine ausstellung ... da könnte man ja auf die idee kommen, dass diese bilder verkauft werden und dadurch ein nebeneinkommen vorhanden ist ...

das mit dem poppen liegt einem natürlich auf der zunge, sollte man sich aber tunlichst verkneifen. sonst gibt es so aberwitzige SBs, die das wirklich aufgreifen. solche jobs sind auch schon mancherorts vermittelt worden!

das geht also auch immer mehr in den privatbereich rein. als argument wird die formulierung herangezogen, dass der leistungsbezieher alles tun muss, um seine bedürftigkeit zu verringern! und dieser satz lässt sich dehnen wie kaugummi!
 
E

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#24
Trotzdem kann niemand nachweisen, welche Fähigkeiten ich oder irgendwer sonst noch hat. Das ist doch ein Fakt. Oder haben die in der Wohnung eine Kamera versteckt? So ein Unsinn.
Was ist zum Beispiel verwertbar daran, dass jemand gerne liest und in Foren schreibt.
Außerdem weiß kaum jemand, was an Hobbys überhaupt verwertbar ist. Ich gehe auch gerne shoppen. ;-)
Ich gebe in einer Bewerbung gerne Jura an, dann wissen die gleich Bescheid.
 

ofra

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#25
Trotzdem kann niemand nachweisen, welche Fähigkeiten ich oder irgendwer sonst noch hat. Das ist doch ein Fakt. Oder haben die in der Wohnung eine Kamara versteckt? So ein Unsinn.
Was ist zum Beispiel verwertbar daran, dass jemand gerne liest und in Foren schreibt.
Außerdem weiß kaum jemand, was an Hobbys überhaupt verwertbar ist. Ich gehe auch gerne shoppen. ;-)
Ich gebe in einer Bewerbung gerne Jura an, dann wissen die gleich Bescheid.
es gibt aber hobbys, die sich mit "richtigen" berufen durchaus überschneiden bzw. damit vergleichbar sind. es gibt sachbearbeiter, die entwickeln diesbezüglich eine menge kreativität und einen regelrechten eifer, wenn es darum geht, jemanden in arbeit zu vermitteln. "herr xy hat uns erzählt, dass er handwerklich einiges drauf hat" ... "wie wär´s denn mit einem schönen 1-euro-job als hausmeister?"
 
E

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#26
Dann hilft nur Klappe halten und so wenig wie möglich über sich erzählen, außer dass, was man auch will.
 

ofra

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#27
richtig. das klappe halten gilt im übrigen auch für andere bereiche deines privatlebens. es ist schon vorgekommen, dass nachbarn befragt wurden.
also ist es ratsam, den umgang mit den nachbarn auch auf das nötige zu beschränken und sich um einen netten und freundlichen ton stets zu bemühen.
gespräche am besten nur übers wetter. - hat sich bewährt.
jemand, der über dich nix weiß, kann über dich auch kaum was erzählen - es sei denn, er lügt. da könntest du ihn dann aber belangen wegen übler nachrede.
 
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#28
Ich habe nette Nachbarn. Wir helfen uns gegenseitig.
Aber du hast recht, man weiß nie.
 

ofra

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#29
Ich habe nette Nachbarn. Wir helfen uns gegenseitig.
Aber du hast recht, man weiß nie.
richtig!!! NIEEEEEE!!
man kann nie wissen, welche situationen auftreten können.
manchmal spielen einfach mehrere ungünstige umstände zusammen, und schon ist das wunderbar harmonische klima versaut.
manchmal durch ein missverständnis, ein falsch verstandenes wort ...
und nicht zu vergessen: der NEID wird immer mehr zum sozialen stolperstein.
wenn die armut immer größer wird, dann wirft man schon mal einen blick über den zaun, was denn der nachbar so hat ...
allein schon dieses dumme geschwätz kann behörden hellhörig machen.
es gibt auch nachbarn, die den ganzen tag nichts anderes zu tun haben, als am fenster zu hocken und alles zu beobachten: wer im haus ein und aus geht, wer die begleitpersonen sind, welche tüten man vom einkauf nach hause mitgebracht hat (vorsicht, wenns mal keine lidl-tüte sein sollte!).
solche leute sind dann auch oft zu den kindern sehr freundlich und entlocken ihnen gegen ein kleines "bakschisch"-bonbon so manch privates ...
 
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