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Bundesagentur für Arbeit: Nur noch echte Arbeitgeber

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Nicht offen für weitere Antworten.

Kaleika

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#1
Bundesagentur für Arbeit


Nur noch echte Arbeitgeber


Von T. Öchsner Die Bundesagentur für Arbeit hat nach heftiger Kritik am mangelnden Datenschutz unseriöse Unternehmen aus der Online-Jobbörse gelöscht. Strengere Kontrollen sollen mehr Sicherheit garantieren.



Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat auf die Kritik von Datenschützern reagiert und ihre Internet-Jobbörse von möglicherweise unseriösen Unternehmen gesäubert. Nach Angaben der BA wurden mehr als 34.000 Arbeitgeber näher überprüft. Danach seien die Datensätze von etwa 400 Arbeitgebern gelöscht worden, teilte eine Sprecherin der Nürnberger Behörde der Süddeutschen Zeitung mit. (...)
Bundesagentur für Arbeit - Nur noch echte Arbeitgeber - Job & Karriere - sueddeutsche.de
 

Isis

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#3
Nur noch echte Arbeitgeber in der Jobbörse der BA? Da kann ich nur lachen! Was ist mit denen, die z. B. ein echtes Postfach angegeben haben und keine echten Arbeitgeber sind? Die Bestandsprüfung geht nicht weit genug. Unsere Daten in der Jobbörse - und nicht nur dort - sind nicht ausreichend geschützt. Wir "unfreiwillig Betreute" (Jobcenter / Arge) können tätig werden. Z. B. die Jobbörse der Agentur für Arbeit beurteilen unter CrossPro Research Umfrage Start . Und uns überlegen, wie wir unsere Daten besser schützen können. Wer macht mit?

Die neue Koalition will einen Datenschutz auf hohem Niveau. Ob sie dabei auch an AlgII-,AlgI- und arbeitssuchende Nichtleistungs-BezieherInnen gedacht haben?

Isis
 

ShankyTMW

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#4
Guten Morgen und Fröhliche Weihnachten.

"Nur zu einem geringen Teil sind eindeutig unseriöse Anbieter zu identifizieren.
Kommen noch die ganzen anderen Schwächen der VAM. Unter anderem der Datenabgleich der abgelaufenen Stellenangebote müßte ebenfalls überarbeitet werden. Lustigerweise finden sich recht häufig Stellen, dessen Bewerbungsezitraum schon überschritten ist und nur ein weiteres Feld, das nur von den Mitarbeitern der BA/ARGE gesehen wird gibt Preis, ob das Stellenangebot verlängert wurde und aktuell ist. (Ihc hatte mal die Ehre diese MAsken slebst zu sehen nachdem mir vor einiger Zeit Angebote mit abgelaufenen Verfallsdatum seit über 12 Monaten zugestellt wurden und ich mich deswegen beschwert hatte).

Auch wäre es schön, wenn die ganzen Zeitarbeitsfirmen und Personalvermittler auch einer näheren besseren ÜBerprüfung unterzogen werden würde. Aber darauf werden die sich kaum einlassen, sonst gäbe es von den ganezn Stellenangeboten dort nur ncoh ein drittel reeller Stellen.

Ich glaub nicht das sich dort "sichtbar" viel nach dem abgleich getan hat. Dort tummeln sich so auch weiterhin jede Menge unseriöse Firmen.
 

Isis

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#5
Hallo Klaus, bin auch ne Kennerin, ich kann dir nur zustimmen.
Und da ist auch noch das Problem, dass die BA Diskriminierung und Benachteiligung fördert. Alter und Geschlecht werden in den Bewerberprofilen automatisiert angegeben und sind für jeden Arbeitgeber einsehbar. Genauer: Arbeitgeber können, wenn sie Bewerber suchen, das Alter von ...bis eingeben und so selektieren. Das Geschlecht ist dann auch sichtbar. Das ist Diskriminierung im Vorfeld einer Bewerbung.

Und hier ein Artikel vom Stern:
Informationssicherung Job: BA löscht unseriöse Arbeitgeber aus Datenbank

Die Bundesagentur für Arbeit hat ca 400 unseriöse Arbeitgeber aus ihrer Internet-Jobbörse gelöscht. Es seien teilweise gar keine Unternehmen, sondern Einzelpersonen, die sich als Arbeitgeber ausgegeben hätten, um nach Daten zu fischen. Das sagte ein Sprecher der Nürnberger Behörde. Die Angebote kamen aus allen Branchen und allen Regionen. Nun müsse im Einzelfall geprüft werden, ob dieses Verhalten strafrechtlich relevant sei. Dabei sei die entscheidende Frage, ob es überhaupt Geschädigte gebe.
Job: BA löscht unseriöse Arbeitgeber aus Datenbank - Wirtschaft | STERN.DE

Absurd: Wie soll geprüft werden können, ob es Geschädigte gibt - und die gibt es sicherlich -, wenn die fingierten Arbeitgeber nicht bekannt gegeben werden und zudem die echte Adresse und Identität der fingierten Arbeitgeber nicht bekannt ist? Wie strafrechtlich die fingierten Arbeitgeber verfolgen?

Frohes Weihnachtsfest
Isis


 

Merkur

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#6
Das ist nur eine Ente das mal wieder Ruhe ist. Denn wenn sie die PAV löschen ,dann wird es ja aktuell wie wenig Arbeit da ist. Die leben vom Betrug und dafür hat WC seiner Zeit ja die Privaten geschaffen.
Und wird ein Privater gelöscht ,so taucht er unter anderem Namen wieder auf. Löschen nützt da nix sondern die Gesetze ändern .
 

ladydi12

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#7
Hallo @all,

löschen solcher "Arbeitgeber" ist immerhin schonmal eine Anfang. Einen Datenabgleich mit der IHK (Gewerbeschein) oder dem Finanzamt (u.a. Steuern, die die Firma ja auch zahlen muß bzw. sollte) zwecks Überprüfung der Existenz solcher Firmen (so wie man es auch bei ALG1 und 2- Beziehern schön regelmäßig macht, um zu sehen, ob diese nicht doch irgendwo nebenbei arbeiten) finde ich dagegen viel effiezienter.
Da das Arbeitsamt normalerweise bei jedem von ihnen verschickten Stellenvorschlägen fragt, ob wir uns da schön beworben haben oder nicht lassen sich auch mit Leichtigkeit die Geschädigten solcher dubiosen "Arbeitgeber" ermitteln. Doch dazu müßten sie nur in die entsprechenden Datensätze sehen.

meint ladydi12

Das ist nur eine Ente das mal wieder Ruhe ist. Denn wenn sie die PAV löschen ,dann wird es ja aktuell wie wenig Arbeit da ist. Die leben vom Betrug und dafür hat WC seiner Zeit ja die Privaten geschaffen.
Und wird ein Privater gelöscht ,so taucht er unter anderem Namen wieder auf. Löschen nützt da nix sondern die Gesetze ändern .
 

Andi_

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#8
Man muss sich doch nur mal die Zahlen ansehen, nur 400 gelöschte Arbeitgeber sind eindeutig bestenfalls die Spitze vom Eisberg. Zielsetzung war es auch nicht unseriöse Arbeitgeber zu löschen, sondern allerlei Fälle wo Einträge einfach nur dazu gemacht wurden Adressen von Arbeitslosen zu sammeln, um diese anschließend für dubiose Finanzgeschäfte zu nutzen. Allerdings hindert niemand diese Leute daran, genau zu diesem Zwecke echte Arbeitgeberdaten zu nutzen. Es gibt schließlich auch genug Dienstleister die eingetragene Firmen haben und dann eben auch nicht gelöscht werden können, die von ihnen erhaltenen Daten trotzdem an zwielichtige andere Firmen weiter reichen. Den Erwerbslosen kann man eigentlich nur raten, vor jeder Bewerbung ausführliche Informationen über die Firma einzuholen, bei der sie sich bewerben.
 

MenschMaier

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#9
Das ist nur eine Ente das mal wieder Ruhe ist. Denn wenn sie die PAV löschen ,dann wird es ja aktuell wie wenig Arbeit da ist. Die leben vom Betrug und dafür hat WC seiner Zeit ja die Privaten geschaffen.
Und wird ein Privater gelöscht ,so taucht er unter anderem Namen wieder auf. Löschen nützt da nix sondern die Gesetze ändern .

Das geht doch einfacher. In Wesel hat die AA letztlich eine GANZE Etage für Arbeitgeber renoviert.
Alles neu und edel, feinste Teppiche, persönlicher Empfang und Mo-Fr bis 18 Uhr geöffnet.
Für jeden Bereich eigene Telefonnummern unter denen bis 18.00 Uhr Berater zur Verfügung stehen und und und.
Leider nur in der gedruckten örtlichen Presse gelesen.
Online gabs da nichts zu.

mm
 

ethos07

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#10
Zufällig sehe ich gerade, dass das Problem mit den unechten Arbeitgebern in der Jobbörse - damals noch SIS genannt -bei der Agentur URALT ist.

Allerdings waren damals die unechten Arbeitgeber noch etwas weniger zahlreich, will mir scheinen. Sie waren damals vor allem im Finanzdienstleistungsmarkt aufgetaucht.
Und dass man Handel mit Adressen und Profilen betreiben kann, war auch noch nicht Allgemeingut.

Telepolis 24.03. 2003:
Jobwunder oder Schuldenfalle?
....
Auf journalistische Nachfragen beim AWD-Büro in Paderborn reagierte der Pressesprecher der AWD-Holding in Hannover. Und damit hatte sich die mehrfach gegenüber den Paderborner Sachbearbeitern als korrekt bestätigte Ausschreibung plötzlich erledigt. Alles ein Irrtum vom Amt? So scheint es, denn AWD-Sprecher Folkert Mindermann schrieb:
Vielen Dank dafür, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben, dass dem Arbeitsamt Paderborn offensichtlich Übermittlungsfehler hinsichtlich der AWD Suche nach freien Mitarbeitern für die Finanzberatung unterlaufen ist. AWD hatte weder eine Zahl angegeben noch ein Gehalt. Denn(1) die Zahl ist offen, wir suchen mehrere Finanzberater in allen Teilen der Bundesrepublik und (2) das Gehalt lässt sich bei einem als freien Handelsvertreter tätigen Finanzberater nicht genau fixieren, schon gar nicht auf einen Festbetrag.

Mit dieser Auskunft konfrontiert reagierte der Sprecher des Arbeitsamtes Paderborn, Rüdiger Matisz: "Erst auf Ihre Nachfrage" hinsichtlich möglicher"Zweifel an der Sozialversicherungspflichtigkeit der veröffentlichten Stellenangebot" , habe
das Arbeitsamt Paderborn sich unverzüglich mit dem AWD in Paderborn in Verbindung gesetzt und darum gebeten, die aufgegebenen Stellenangebote zu überprüfen. In der Antwort vom 10. Februar 2003 wurde darauf hingewiesen, dass es sich um selbständige Tätigkeiten handele. Daraufhin hat das Arbeitsamt Paderborn unverzüglich die Stellenangebote aus der Veröffentlichung herausgenommen.

Also doch kein "Jobwunder" des AWD in Paderborn - und kein Einzelfall. Bundesweit suchen verschiede Finanzdienstleister über das Stelleninformationssystem (sis) des Arbeitsamtes, "Berufskennziffer 6913105", ständig nach frischen Kräften mit ebenso frischem Freundes- und Bekanntenkreis, den es dann abzugrasen gilt. Auch im Arbeitsamtsbezirk Solingen bot das dortige AWD-Büro gleich vier, vermeintlich "feste Stellen" an. Auch dort ergab eine nähere Überprüfung, dass diese Stellen nicht sozialversichert gewesen sein sollten. Der AWD-Sprecher weist in seiner Antwort -
....
 
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