Bürgschaft bei Auszug des Mieters (1 Betrachter)

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Kurschatten

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Hallo zusammen,
wie in meiner Frage im Unterforum "Allgemeine Fragen" angeschnitten, würde ich gern ausziehen. Diesbezüglich habe ich eine Frage zum Thema Mietrecht.
Bevor ich in die Wohnung eingezogen bin, verlangte der Vermieter sowohl 2MM Kaution als auch eine Bürgschaft von meiner Erzeugerin zur Übersicherung. Diese hat bei der Bürgschaft gelogen, ihre negative SCHUFA-Auskunft verschwiegen damit, ich zitiere: "...ich dich endlich los bin." Andererseits macht sie nun Telefonterror und andere schöne Gemeinheiten.

Ich wohne alleine und stehe vor dem moralischen Dilemma, ob ich heimlich einen Untermieter suche und verschwinde oder rechtmäßig eine außerordentliche Kündigung aushandle, unter der Voraussetzung, bereits einen Nachmieter zu haben. Ich würde zuerst obdachlos sein, wenn ich ausziehe.
Meine Frage: Würde meine Erzeugerin davon erfahren, wenn ich die Wohnung Kündige? Sie sollte so wenig Informationen wie möglich bekommen, da sonst alles gegen mich verwendet wird. Was muss der Vermieter als Kündigungsgrund erfahren, muss ich ihm von meiner psychischen Krankheit und dem schlechten Verhältnis zu meinen Eltern erzählen? Wenn ich ohne Nachmieter Kündige mit 3 Monaten Frist, erfährt meine ehemalige Erziehungsberechtigte dann auch davon?

Und vor allem: Wenn der Nachmieter die Wohnung bewohnt und mein Vermieter das heraus bekommt - Muss die Bürge dann dafür aufkommen? Mein Therapeut meinte: "Nutzen sie bloß nicht diesen Status ihrer Mutter aus, Rache wird Sie nicht glücklich und Ihre Kindheit nicht ungeschehen machen." Wenn ich das machen würde wäre ich genau so verdorben wie sie. Für meine Erzeugerin ist irrelevant wie die Konsequenzen aussehen, ob ich pflichtgemäß ausziehe oder illegal, sie findet Mittel und Wege mich kleinzukriegen.

Ich bedanke mich im Voraus für jede Zeile.
LG Kurschatten
 

Kerstin_K

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Wenn Du den Mitevertrag frisgemäß kündigst, mußt Du das nich begründen oder so. Warum Du ausziehst geht Deinen Vermieter erstmal nichts an.

Deine Mutter würe auch erst davon erfahren, wenn aus dem Mierverhältnis noch Forderungen bestehen, für die die Kaution nicht ausreicht.

Schwieriger wird es schon, wenn Du vorzeitig aus dem Mietvetrag raus willst. Dann würdest Du dem Vermieter ja vermutlich Deine Situation darlegen und um Verständnis werben, damit er Dich vorzeitig aus dem Vertrag entläßt und den Nachmieter akzeptiert. Dann mußt Du halt abwägen, was Du preisgibst. Aber auch dann hat Dein Vermieter eigentlich keinen Grund, das weiterzugeben und Deine Mutter sollte auch eigentlich erst kontaktiert werden, wenn die Bürgschaft in Anspruch genommen wird, weil noch Forderungen über de Kaution hinaus bestehen.

Ich würde als Vermieter allerdings schon sehen, dass ich weiß, wie Du nach dem Auszug zu erreichen bist, wo Abrechnungen hinzuschicken sind, wohin ich ggf. die restliche Kaution überweisen soll usw. Ich meien aber, dass ein Vermieter nicht berechtigt ist, diese Kontaktdaten weiterzugeben.
 
E

ExitUser

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Einen Kündigungsgrund muss man nur bei einer außerordentlichen fristlosen Kündigung darlegen.
Bei Auszug solltest du jedoch deine neue Adresse hinterlassen, damit der Vermieter dir die Abrechnung zuschicken kann, so eine Nebenkostenanrechnung erstellt wird. Heizkosten laufen auch über den Vermieter?
An den Bürgen wird er allerdings dennoch herantreten, da ja schließlich Geld geflossen ist, das dem Bürgen nach Ende des Mietverhältnisses zusteht. Zudem müsste der Bürge für dich einstehen, solltest du irgendwelchen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
 

Kerstin_K

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Was fuer Geld sollte dem Buergen denn zustehen?
 

ZynHH

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Der Bürge kommt erst zum tragen, wenn der TE sich seiner Zahlungsverpflichtungen entzieht.

Der Bürge ist kein Vertragspartner des Vermieters, sondern kommt nur für Schulden des Mieters auf. Wenn diese nicht entstehen, wird der Bürge vom Umzug nie erfahren.
 
E

ExitUser

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Ja, ist richtig, ihr habt recht. Ich war bei der Kautionsbürgschaft.
 

Kurschatten

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Hallo,
danke euch allen :wink:, ja die Heizkosten sind in den NK enthalten, nur Strom muss ich extra zahlen. Jetzt tun sich für mich neue Fragen auf. Es arbeitet.

1. Im Mietvertrag steht geschrieben, dass sich das Mietverhältnis auf 2 Jahre beläuft. Alles davor gilt als außerordentliche Kündigung, auch wenn ich dem Vermieter die 3 Monate lasse und nicht versuche, etwas anderes auszuhandeln. Ist das so gerechtfertigt oder verstehe ich das falsch?

2. Ich habe ja keinen, der mit mir dort hingehen würde und ich bin sozial inkompetent und weiß nicht, wie ich ihm meine Lage verklickern kann. Nicht verpflichtet bedeutet immer eine rechtliche Grauzone, wenn er mir nicht traut und darauf besteht, mit meiner Mutter zu sprechen ("Sie wirkte am Telefon ja so charmant.", "Sie sollte erfahren, was ihr verwirrter Sohn macht.") Daher wäre es schon ratsam, meine Geschichte zu erzählen. Immerhin klebt im Eingangsbereich eine Menge Blut vom selbst verletzen an der Wand, was ich schwer komplett unkenntlich machen kann, ohne Unsummen für Spezialfarbe auszugeben.
Doch ob ich ihn als Familienmensch für mich gewinnen kann? Leider gelten die Eltern, besonders Mütter, egal was sie im Geheimen tun, heutzutage oft noch als heilige Instanz. Bin daher misstrauisch.

3. Was ist, wenn ich obdachlos, in einem Wohnheim oder einer psychosomatischen Klinik bin? Ich brauche eine Anschrift, richtig? Was braucht der Vermieter noch von mir, nachdem er die Wohnung kontrolliert und mir die Kaution überwiesen hat?

4. Muss der Bürge nicht darüber informiert werden, dass er nicht mehr Bürge ist?

5.Also wenn ich brav alles erledige und ordnungsgemäß Kündige erfährt meine Erzeugerin nichts davon und wenn ich heimlich einen Nachmieter suche oder die letzten 3 Monatsmieten nicht zahle, dann bekommt sie alles mit, muss aber aufkommen. Richtig?

Mir wäre der 1. Weg lieber, da ich Rache lieber vermeiden möchte. Da ist mir zu unsicher, dass es noch einen Terz mit meiner Familie gibt, denn dazu mangelt es mir an Geld und Substanz. Doch nur, wenn ich sicher stellen kann, dass meine Daten geheim bleiben.

Wie ist es mit der Tel.-Nummer? Meine Erzeugerin zahlt ungefragt einen auf ihren Namen beschlossenen Mobilvertrag für mich, da sie ein Kontrollfreak ist. Ich kann nicht aus dem Vertrag heraus, da nur sie Kündigen kann. Jetzt hat sie die Kosten ohne Warnung auf mich umgeleitet, da ich mich nicht oft genug bei ihr melde. Die niederschmetternde Mail mit dieser Info habe ich aufbewahrt. Ich hätte schon längst eine Prepaid Karte, doch dann würde sie wieder Misstrauisch werden und hätte mich schon vorher zahlen lassen. Ich fühle mich jetzt schon wieder schuldig und hassenswert, da ich den Vertrag nicht von Anfang an abgelehnt habe. Das ist ein Thema für sich, doch erfährt sie meine neue Nummer vom Vermieter?

LG Kurschatten
 

Kerstin_K

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Wie kann Deine Mutter Kosten fuer einen Vertrag, den Du nicht abgeschlossen hast, auf Dich umleiten? Ich wuerde das nicht zahlen.
 
E

ExitUser

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In welcher Form hat die Erzeugerin denn die Bürgschaft geleistet? Gab es eine Zahlung? Oder lediglich eine Erklärung mit Unterschrift?

Eingetrocknetes Blut beseitigen Sie aus der Tapete mit reinem Alkohol. Benetzen Sie ein sauberes Tuch mit dem 90%igen Alkohol und tupfen Sie solange auf den Fleck, bis er verschwunden ist. Eine ausführlichere Anleitung und alternative Hausmittel können Sie hier nachlesen
LINK

Man muss eine Wohnung übrigens nicht kündigen, wenn man in eine Klinik geht, allerdings sollte jemand einen Schlüssel haben, so dass bei Notfällen (Gefahr in Verzug) der Zugang zur Wohnung gewahrt ist.
 

Kurschatten

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Hallo,
da ich kein Internet daheim habe und nur vom Handy aus schreibe, bitte verzeiht, wenn ich mich etwas kürzer fasse als sonst.

@Kerstin: Ich weiß nicht ob das nur Erpressung ist weil ich nicht auf ihre Anrufe und Hassmails eingehe, doch ihre Restschulden aus der BG, gegen die ich momentan klage, waren auch echt. Bei der Frau muss man mit allem rechnen und ich werde morgen erst mal zum Anbieter und mich dort aufklären lassen.

@goodwill: Nein keine Zahlung. Sie hat unterschrieben und ihr Einkommen angeben müssen. Der Vermieter verlangt 2MM und eine Bürgschaft. Was macht das für einen Unterschied? Danke für den Tipp mit dem Alk, der hat zwar die Farbe mit abgewaschen, doch das hab ich ausgebessert mit einer kleinen Tube.

Ich Kündige die Wohnung nicht, weil ich in die Klinik gehe, sondern werde von dort aus in der anderen Stadt Fuß fassen. Außerdem habe ich niemanden, der nach der Wohnung schauen könnte. Oder habe ich deine Aussage falsch verstanden? Stehe gerade etwas auf dem Schlauch.

LG Kurschatten
 

Kerstin_K

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@Kerstin: Ich weiß nicht ob das nur Erpressung ist weil ich nicht auf ihre Anrufe und Hassmails eingehe, doch ihre Restschulden aus der BG, gegen die ich momentan klage, waren auch echt. Bei der Frau muss man mit allem rechnen und ich werde morgen erst mal zum Anbieter und mich dort aufklären lassen.
Da bin ich mal gespannt. Bei ner BG ist das ein bischen anders, weil Du da ja auch Keistungsbezieher warst und weil in einer BG jeder für den andern einsteht, aber Handyverträge? Ich meine, ich kann ja auch nicht mal eben ein paar Verträge abschliessen und die Kosten auf irgendwen mleiten. SO lange Du da nichts unterschrieben hast, geht das eigentlich nicht.

Es gibt allerdings eine Möglichkeit, wie eine bekannte von mir neulich lernen musste.

Da wurde ein SEPA Lastschriftmandat erteilt und derjenige, der das erteilt hat, hatte versehentlich statt der eigenen Kontonummer die meiner Bekannten auf dem Formular eingetragen. DAs geht dann problemlos durch, die Banken prüfen nicht, ob da Name und Kontonummer übereinstimmen. Meine Bekannte staunte nicht schlecht, als da plötzlich was von ihrem Konto abgebucht wurde.

Das ist aber kein Problem, solchen Abbuchungen kan man bei jeder Bank widersprechen und dann wird das sofort zurückgebucht. DAfür hat man auch recht lange Zeit, ich glaube 12 Wochen.
 

Hartzige

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Eine solche Bürgschaft verlangte mein Vermieter auch. Habe sie gemacht, weil ich die Wohnung damals wollte.
Bürgschaften in solchen Geschichten sind unwirksam, wenn der Mieter Kaution bezahlt hat. Wären ja praktisch zwei Verträge.

Bürgschaft und Mietkaution nicht rechtensVerlangt der Vermieter nun zusätzlich zu der Kaution eine Bürgschaft, dann ist die Vereinbarung ungültig. Laut Bundesgerichtshof gilt eine Bürgschaft nur dann, wenn der Mieter diese freiwillig anbieten.
Viele Vermieter fordern Kaution und Bürgschaft - obwohl sie es gar nicht dürfen - FOCUS Online
Es gibt sehr viele Links dazu.

Sollte ich hier ausziehen, weiss ich heute schon, dass ich meinen Vermieter den kürzeren ziehen lasse.
 

Kurschatten

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Ja, mit der BG war das Problem, dass ich damals blauäugig meine Unterschrift neben ihre gesetzt habe. Meine Erzeugerin hat mir am 30.06.16 einfach das Formular zur gemeinsamen Zurückzahlung der BG-Schulden hingehalten und gesagt: "Unterschreib da Mal!" obwohl ich nichts von dem Geld sah und da nicht zuhause lebte, mich mit eigener Arbeit und Erspartem durchschlagen musste, während sie wie die Made im Speck lebte. Genau so hat ihr Vater es immer mit ihrer Mutter gemacht. Na ja, dass habe ich jetzt zumindest in Angriff genommen.
Ich könnte mich trotzdem immer noch erwürgen, wenn ich bedenke, wie naiv-abhängig ich damals war.

Ich komme gerade vom Handyladen, noch sind die Kontodaten meiner Erzeugerin angegeben, ich warte zitternd auf den Brief, der mich angeblich Dienstag erreicht. Der Mann meinte, ich hätte zwar erst mal den Ärger, da ich bis 2018 nicht aus dem Vertrag heraus komme. Allerdings ist ihr Schachzug nicht rechtens, da ihr Personalausweis und ihre Bankdaten im Profil angegeben sind, dafür aber mein Name und Geburtsdatum. Da kannst Du mal sehen, was alles ans Licht kommt, wenn man mal hinterfragt.

Nichtsdestotrotz ist es auf jeden Fall ein Angriff und bedeutet Ärger und Aufwand für mich. Ein Bremsklotz. Wenigstens kann ich ruhig schlafen, da ich im Recht bin.

Hier der genauen Wortlaut auf dem Mietvertrag:
Das Mietverhältnis beginnt am 1.2.2017. Das Mietverhältnis läuft auf unbestimmte Zeit. Das Recht zur ordentlichen Kündigung wird für die Dauer von 2 Jahren ausgesetzt. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt davon unberührt. Eine außerordentliche Kündigung ist jederzeit möglich. Das Kündigungsrecht des Mieters und des Vermieters richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften und beträgt derzeit drei Monate zum Monatsende. Die Kündigung hat in jedem Fall schriftlich zu erfolgen. Bei Nichteinhaltung der Forderung aus dem Mietvertrag ist der Vermieter zur fristlosen Kündigung berechtigt. Wird die Mietsache zur vereinbarten Zeit nicht zur Verfügung gestellt, so kann der Mieter Schadensersatz nur fordern, wenn dem Vermieter wegen der nicht rechtzeitigen Bezugsfertigkeit oder Räumung die Mietsache durch den Vormieter Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

Es sieht nun doch nicht so schlecht aus für mich, oder?

LG Kurschatten
 

Kerstin_K

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Ich komme gerade vom Handyladen, noch sind die Kontodaten meiner Erzeugerin angegeben, ich warte zitternd auf den Brief, der mich angeblich Dienstag erreicht. Der Mann meinte, ich hätte zwar erst mal den Ärger, da ich bis 2018 nicht aus dem Vertrag heraus komme. Allerdings ist ihr Schachzug nicht rechtens, da ihr Personalausweis und ihre Bankdaten im Profil angegeben sind, dafür aber mein Name und Geburtsdatum. Da kannst Du mal sehen, was alles ans Licht kommt, wenn man mal hinterfragt.

Nichtsdestotrotz ist es auf jeden Fall ein Angriff und bedeutet Ärger und Aufwand für mich. Ein Bremsklotz. Wenigstens kann ich ruhig schlafen, da ich im Recht bin.
Also ich glaube nicht, dass Du da zittern musst. Aus meiner Sicht hat der Mobilfunkbetreiber da auch Mist gebaut. WIe kann ich als Vertragspartner Person A akzeptieren und nu den Personalausweis von Person B zu sehen bekommen? Dann könnte ich ja auch eien Handyvertrag auf den Namen meines Nachbarn abschliessen, wenn ich zufällig dessen Namen und Geburtsdatum weiss. Das kann so niemals rechtmäßig sein. Unterschrieben hat den Handyvertrag ja wohl hoffentlich auch Deine Mutter? Dann haftet sie auch für alle Pflichten aus diesem Vertrag.

Was ist denn das fürein Brief, den Du da erwartest?
 

arbeitsloskr

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Hallo Kerstin_K und Kurschatten,

was diesen Mobilfunkvertrag betrifft hat Kerstin_K Recht, denn bei Laufzeitverträgen (und ab 01.07.2017 auch bei Prepaid-Verträgen) müssen die korrekten Kundendaten eingegeben und diese mit einem offiziellen Ausweisdokument des/der Kunden/in abgeglichen werden. Es geht also nicht, dass Person A im Vertrag genannt wird, aber die Ausweis- und Bonitätskontrolle mit dem Ausweis von Person B gemacht wird.

Wir haben also folgende Daten:

- Vertrag läuft auf Name und Geburtsdatum von Kurschatten
- Bankdaten (und deren Boni-Prüfung per Ausweis) von Kurschattens Mutter

Ich bin leider schon zu lange aus dem Mobilfunkgeschäft heraus, aber ein abweichender Zahler dürfte nicht möglich sein. Wenn jemand anders als der/die eigentliche Nutzer/in des Telefons die Kosten übernehmen soll, dann muss auch der Vertrag über die zahlende Person laufen.


Fragen:

1) Wer hat den Vertrag unterschrieben, Kurschatten oder Kurschattens Mutter?

Wenn Kurschattens Mutter diesen Vertrag unterschrieben hat, dann könnte man ggfs. über das Thema Urkundenfälschung reden, denn als "Vertragsnehmer/in" ist Kurschatten eingetragen und als "Zahler/in" Kurschattens Mutter.

Wenn Kurschatten diesen Vertrag unterschrieben hat, dann hat er/sie leider auch erklärt, dass alle Angaben korrekt sind und Kurschatten für diesen Vertrag haftbar ist.

2) Wer nutzt den Vertrag derzeit, Kurschatten oder Kurschattens Mutter?

Sollte Kurschatten den Vertrag selbst nutzen, dann hat er/sie sich damit generell bereit erklärt diesen Vertrag auch selbst "haben zu wollen", insbesondere dann, wenn seine/ihre Unterschrift darunter zu finden ist.

Sollte allerdings Kurschattens Mutter diesen Vertrag nutzen und auch unterschrieben haben, dann könnte man hier von teilweisen "Identitätsdiebstahl" und "Urkundenfälschung" sprechen. mit ggfs. min. fahrlässiger Komplizenschaft des/der jeweiligen Mitarbeiter/in bei Vertragsabschluss.

Fakt ist, der/die Mitarbeiter/in in diesem Mobilfunkladen hat seinen/ihren Job nicht richtig gemacht. Es hätte auffallen müssen, dass hier die Daten von 2 verschiedenen Personen in ein und dem selben Vertrag für eine Person verwendet wurden.

Was kann Kurschatten nun machen?

Auf jeden Fall sollte Kurschatten diesen Vorgang schriftlich dem Mobilfunkanbieter erklären, wie der Vertragsabschluss zu Stande gekommen ist, besonders der Punkt, dass die Kontrolle der Personendaten des/der Kunden/in nicht korrekt verlaufen ist. Aber Kurschatten sollte auch erklären, wer diesen Vertrag eigentlich wollte und wer diesen Vertrag derzeit nutzt.
Dafür sollte man dem Anbieter eine Frist von 14 Tagen einräumen. Dieses Schreiben ist am besten vorab per Fax mit qualifiziertem Sendebericht und anschließend per Brief zuzuschicken.

Je nachdem wie der Anbieter darauf reagiert, kann es notwendig sein, dass ein Anwalt für Vertragsrecht zu konsultieren ist.

Ein Teil meiner Antworten hier sind teils spekulativ, da einige Daten zu diesem Vorgang noch nicht bekannt sind, daher habe ich ein paar mögliche Fallkonstellationen geschildert.

Sobald Kurschatten die fehlenden Daten, bzw. ggfs. das Schreiben des Mobilfunkanbieters in anonymisierter Form hier hochlädt, können weitere konkretere Ratschläge folgen.
 

Kerstin_K

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Ich halte es nicht für eine gute Idee, dem Mobilfunkanbieter mitzuteilen,wer diesen Vertrag nutzt.

Kurschatten hat erst durch die Nachfrage im Handyladen erfahren, was da für eine seltsame Datenkombination bei dem Mobilfunkanbieter hinterlegt ist. Das deutet für mich darauf hin, dass die Mutter den Vertrag unterschrieben hat. DAnn ist aus meiner Sicht auch die Mutter die Vertragspartnerin und muss für die Verpflichtungen aus dem Vertrag haften. Dann soll sie mal.

Ich hatte ja schon gefragt, was Kurschatten da morgen für ein Schreiben erwartet. Je nachdem, was da kommt, würde ich die Reaktion ausrichten.

Kurschatten schrieb ja schon, dass er eigentlich einen Preüaid Vertrag will, weil die Mutter den bestehenden Vertrag nur benutzt, um ihn weiter zu kontrollieren und zu drangsalieren. Je nachdem, was da morgen kommt, würde ich das Handy ausschalten und in die Schublade packen oder der Mutter zuschicken (oder nur die SIM KArte, je nachdem, wer deas HAndy bezahlt hat.). Rechnungen des Providers würde ich auch der Mutter als Vertragsinhaberin zuschicken und Lastschriften zurückweisen. Ganz konsequent.

Das Vertragsinhaber und Nutzer nict identisch sind mag zwar nicht im Sinne des Erfinders sein, aber eigentlichist das kein Problem. Ich ahtte das mit meiner Mutter auch, nur quasi umgekehrt und nicht so ein Kuddelmuddel.

Meine Mutter nutzte das abgelegte Handy ihrer Enkeltochter mit einer Prepayd Karte. Telefoniert hat sie kaum damit, war mehr ein Notfallhandy. Irgendwann passte das Gerät dann einfach nicht mehr. Display zu klein, Tasten so abgegrabbelt, dass die Beschriftung kaum mehr lesbar war, der Akku war auh hinüber....Da Mamas Gebutstag anstand, beschloss ich, ihr ein neues Handy zu schenken. Ich fand ein schönes Seniorenhandy, grosse Tasten, grosses Display, keine überflüssigen Funktionen. Leider gab es das Gerät nur mit Laufzeitvertrag. Meine Mutter wollte zu der Zeit schon keinerlei neue Verträge mehr abschliessen, da sie dei Vertragsinhalte meist nicht mehr wirklich überblicken konnte. Also habe ich kurzerhand den Vertrag selber abgeschlossen mit einem Tarif mit einer sehr niedrigen Grundgebühr. Mama hatte ihr Handy, Kosten gingen von meinem Konto ab, als sie es dann irgendwann gar nicht mehr genutzt hat, habe ich den Vertrag gekündigt, alle glücklich.

Hätte meine Mutter da irgendwie hohe Kosten verursacht, wären die rechtlich mein Problem gewesen, aber das hätten wir dann unter uns geklärt. Genauso, wenn ich in eine Situation gekommen wäre, in der ich die Kosten nicht mehr hätte aufbringen können.
 
E

ExitUser12345

Gast
Warum die ganze Aufregung? ^^

Schuldverhältnisse wirken immer relativ; also nur zwischen den Parteien, die sie eingehen.

Der Handyvertrag besteht demnach zwischen dem Anbieter und demjenigen, der ihn unterschrieben hat. Dem Anbieter ist es dabei typischerweise egal, wer seine Forderungen befriedigt, solange er befriedigt wird, bzw. sein Geld erhält. Deswegen ist es dem Anbieter auch typischerweise egal, wer das Handy letztendlich benutzt.

Die Bürgschaft hingegen besteht zwischen der Mutter des TE und dessen Vermieter und dient offensichtlicher der Absicherung seiner Forderungen aus dem Mietvertrag mit dem TE. Eine potenzielle Unwirksamkeit der Bürgschaft müsste deshalb auch durch die Mutter geltend gemacht werden - was für den Fall der "Übersicherung" denkbar wäre.

Weiterhin besteht ein Mietvertrag zwischen dem TE und seinem Vermieter. Dieser wurde auf unbestimmte Zeit eingegangen und kann in den ersten zwei Jahren nicht ordentlich gekündigt werden.
Hier der genauen Wortlaut auf dem Mietvertrag:
Das Mietverhältnis beginnt am 1.2.2017. Das Mietverhältnis läuft auf unbestimmte Zeit. Das Recht zur ordentlichen Kündigung wird für die Dauer von 2 Jahren ausgesetzt. [...]

Da keine Regelung bezüglich eines Aufhebungsvertrages getroffen wurde, wäre ein solcher denkbar. Man könnte also durch einen Aufhebungsvertrag eine Beendigung des Mietverhältnisses herbeiführen - sofern sich der Vermieter darauf einlässt. Im Ergebnis wäre der Aufhebungsvertrag auch die beste Lösung, da eine "außerordentliche Kündigung" schwer zu halten ist.

Sollte der Mietvertrag enden, so erlischt auch die Bürgschaft, da diese streng akzessorisch ist und deren Bestand daher vom Bestand der gesicherten Forderungen abhängt (vgl. §§ 765 I, 767 I S. 1 BGB).

Ergebnis: Alles halb so wild. Um jedoch eine genauere Einschätzung vornehmen zu können, bedarf es jedoch ein Mehr an Informationen.

m.M

:icon_pause:
 

Kurschatten

Elo-User*in
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Hallo zusammen,
Mensch, hier ist ja einiges zustande gekommen, Hut ab.

Meine Erzeugerin hat den Vertrag unterschrieben, da sie ihren Hauptvertrag über den selben Anbieter laufen hat. Ursprünglich hatte die Karte mein Großvater, doch sie hat ihm diese wieder weggenommen.

Ich kann aber nicht zu 100% sagen ob ich nicht doch was unterschrieben habe, da ich traumabedingte Dissoziationen/Erinnerungslücken leider und nichts in Frage stellte, was das Idealbild meiner "lieben Mutter" in Frage stellen könnte.

Von meiner Unterschrift wegen der Rückzahlung ihrer BG Schulden habe ich ja auch nichts mehr gewusst, bis der Bescheid kam.

Wenn das nicht nur eine Finte von meiner Erzeugerin war, dann soll im Brief stehen, dass die Zahlungen nun von meinem Konto abgebucht wurden. Das kann ich erst sagen, wenn es soweit ist.

Sie hat allerdings schon einmal meine Unterschrift für das Jobcenter gefälscht, weil ich nicht da war als sie es brauchte.

So viel zu tun, dabei ist noch nicht einmal das mit dem Mietvertrag geklärt. Ich bin der momentane Nutzer aber die Daten sind von meiner Erzeugerin. Die Personalausweis Nummer hat doch die oberste Priorität und der Mitarbeiter meinte auch, ich sei im Recht und solle dort hin schrieben.

Wie sieht so etwas überhaupt aus und warum sollte der Anbieter mir glauben schenken, wenn ich die Karte habe. Familiengeschichten interessieren bei den AGB doch niemanden.

Sollte ein Brief kommen, landet er als erstes hier im Forum. Außerdem werde ich morgen präventiv eine Prepaid Karte anschaffen. Doch soll ich wirklich die Karte zur Erzeugerin schicken und nicht zum Anbieter? Ich meine im Schlimmstfall kann ich dann nicht mehr telefonieren, nichts Beweisen UND muss zahlen.

Könnte ich nicht auch der Vertragsinhaber sein mit ihren Daten?
Im Vertrag ist ebenfalls ihre Adresse angegeben und nicht meine.

@Indeclinabilis:Na Du bist ja die Ruhe selbst.

Wenn ich mich also einer Zahlung widersetze wie Kerstin sagt, kontaktiert der Anbieter dann wieder meine Erzeugerin oder alarmieren die ein Inkasso Büro?

Wie gestaltet sich so ein Aufhebungsvertrag? Und welche Informationen sind dazu noch nötig?

LG Kurschatten
 

Kerstin_K

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Den Provider interessiert nicht, wer die Karte hat, sondern mit wem sie den Vertrag abgeschlossen haben.

Gewoehne Dir bitte an, von allem, was Du unterschreibst, eine Kopie für Deine Unterlagen zu behalten. Unterschriftenfaelschung ist strafbar.

Und jetzt warten wir mal, was da fuer Post kommt.
 
E

ExitUser12345

Gast
[...]Meine Erzeugerin hat den Vertrag unterschrieben, da sie ihren Hauptvertrag über den selben Anbieter laufen hat.[...]

Wenn ich mich also einer Zahlung widersetze wie Kerstin sagt, kontaktiert der Anbieter dann wieder meine Erzeugerin oder alarmieren die ein Inkasso Büro? [...]
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der Anbieter sich an den Vertragspartner wenden, wenn dieser seinen Verbindlichkeiten nicht nachkommt. Für gewöhnlich kommt erst eine oder zwei Mahnungen und im weiteren Verlauf wird ein Inkassounternehmen eingeschaltet, sofern die Mahnungen keinen Erfolg haben.

[...]Wie gestaltet sich so ein Aufhebungsvertrag? Und welche Informationen sind dazu noch nötig?[...]
Wenn du der Vertragspartner des Vermieters bist, kannst du einen Aufhebungsvertrag mit diesem schließen. Dazu musst du dir nur mit deinem Vermieter darüber einig sein, ob und wann das Mietverhältnis enden soll. Alternativ kann auch vereinbart werden, dass das Mietverhältnis endet, wenn du einen Nachmieter findest, der ihm passt.

Wenn möglich sollte der Aufhebungsvertrag natürlich schriftlich fixiert werden - sicher ist sicher.

Im Zweifel empfiehlt sich natürlich das aufsuchen eines Anwaltes, da dieser im Rahmen eines Beratungsgespräches besser auf deine individuellen Belange eingehen kann, als wir hier im Forum.

Ansonsten:

[...]Und jetzt warten wir mal, was da fuer Post kommt.
m.M

:icon_pause:
 

arbeitsloskr

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Meine Erzeugerin hat den Vertrag unterschrieben, da sie ihren Hauptvertrag über den selben Anbieter laufen hat.
Hallo Kurschatten,

dann fasse ich dazu die Informationen zusammen:

- Name von Vertragsnehmer/in -> Kurschatten
- angegebenes Geburtsdatum -> Kurschatten
- angegebene Bankverbindung -> Kurschattens Mutter
- Unterschrift unter dem Vertrag -> Kurschattens Mutter

Wenn jetzt auch noch die Rechnungsanschrift, die von Kurschattens Mutter ist, dann kann man, wie bereits genannt, auch von einer weiteren Information an den Anbieter erstmal absehen, solange die Rechnungen bezahlt werden.

Sollte diese jedoch mal nicht bezahlt werden und es auch keine Reaktion auf Mahnungen geben, dann kann die Sache wieder anders aussehen.
 

Kurschatten

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Hallo alle zusammen,
ein kurzer Zwischenstand: Post kam heute noch keine, obwohl laut meiner Erzeugerin (angeblich) am Do. rausgegangen. Kann wegen Ostern sein, allerdings auch tatsächlich nur Scharade.

Die Rechnungsanschrift ist ihre Adresse, der Verkäufer hat mich am Samstag extra gefragt:" Ist das Ihre Adresse?", was ich verneinen konnte. Allerdings habe ich bei Vertragsabschluß mit da gewohnt.

Heute war ich mit einem Vordruck des Aufhebungsvertrages bei der Agentur der Vermieter, da war keiner da.
Beim sozialpsychiaterischen Dienst hat die Dame via Handy dort angerufen und angeblich bekomme ich die Tage einen Termin per Mail zugestellt.

Ich habe mich im Nachhinein geärgert und selbst verletzt, da ich nicht sagte, was mein Anliegen ist und jetzt wieder warten muss. Jetzt kann die Vermieterin schon zusammenzählen, um was es geht. Ich muss mit halbwegs offenen Karten spielen, da der SPDi ja mitmischt.

Allerdings lasse ich die Vermieterin komplett über die Bedingungen entscheiden, Hauptsache ich bin RAUS, meinetwegen kann sie die Kaution haben und einen lakto-veganen Albino mit doppeltem Geschlechtschromosom aus Papua-Neuguinea als Nachmieter von mir eigenhändig auftreiben lassen.

Sie war skeptisch, warum ich mich niCht alleine melde, da ich sonst immer selbstständig alles gezahlt und
eingeleitet habe.

Wieso kann ich immer nur dann kompetent wirken, wenn ich mich damit in den Abgrund manövriere? Sollte ich aber wirklich mal hinter einer Sache stehen, werde ich zu einem nutzlosen Verantwortung an Gesundheitsämter abgebenden Angstbündel, weil ich mir das nicht gönne. Was zum roten Typen mit Mistgabel ist verkehrt mit mir??

Egal,morgen werde ich dem SPDi nochmal sagen, dass sie die Vermieterin doch aufklären soll, obwohl es sich ein an Dyskalkulie leidender Invalide an seinen letzten 0,5 fingerstummeln ausrechnen kann, was mein Vorhaben ist. Ihr seht schon, ich bin völlig durch den wind und alles steht Kopf...

LG Kurschatten
 

Kerstin_K

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SInd die Rechnungen auch namentlich auf Deine Mutter ausgestellt?
 

Zerberus X

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Ich komme gerade vom Handyladen, noch sind die Kontodaten meiner Erzeugerin angegeben, ich warte zitternd auf den Brief, der mich angeblich Dienstag erreicht. Der Mann meinte, ich hätte zwar erst mal den Ärger, da ich bis 2018 nicht aus dem Vertrag heraus komme. Allerdings ist ihr Schachzug nicht rechtens, da ihr Personalausweis und ihre Bankdaten im Profil angegeben sind, dafür aber mein Name und Geburtsdatum. Da kannst Du mal sehen, was alles ans Licht kommt, wenn man mal hinterfragt.
Was hindert dich daran diener Mutter die Sim Karte zurückzuschicken,und einen eigenen Vertrag abzuschließen.zur Not als Prepaid?
Ist ja nicht dein Vertrag.:cheer2:
 
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