Bürgermeister von Jobcenter-Besuch schockiert

Hartzeola

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"Unfassbar": Ein Duisburger Bezirksbürgermeister ärgert sich heftig über die mangelnde Unterstützung des Jobcenters für einen 18-Jährigen, der um seine Existenz kämpfe. Das Jobcenter prüft den Fall.

Bürgermeister testete das Jobcenter-Verhalten

Plückelmann ging nun am Montag selbst mit dem 18-Jährigen zum Jobcenter an der Duisburger Straße 277. "Nach zwei bis drei Stunden Wartezeit hieß es, dass die Sachbearbeiterin nicht da ist", sagte er der "Welt".

"Man sagte uns, dass wir gehen können oder einen neuen Termin vereinbaren können." Plückelmann habe dann betont, dass der Junge aus seiner Wohnung geworfen werde, Arbeit suche und dass dieser dringend Geld für Essen und Trinken brauche. Daraufhin habe es keine Reaktion gegeben. Man habe gleichgültig reagiert.
Duisburg : Bürgermeister von Jobcenter-Besuch schockiert - Nachrichten Regionales - Düsseldorf - DIE WELT
 
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Bei mir ist es jetzt eine Weile her ,ein paar Jahre , das ich mit denen zu tun hatte.
Erst voll dann als Aufstocker . Ich denke den waren Character eines Menschen erfährt man immer erst dann wenn dieser Macht über dich hat.:icon_twisted:
 
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Liebe Politiker,

macht mehr solcher "Fast"-Selbstversuche. Nein, nicht Ihr, Ihr Spitzenpolitiker, die auch der dämlichste JC-Mitarbeiter schon mal in der Zeitung oder im Fernsehen gesehen hat. Schickt die Leute an der Basis, die, die kein Schwein kennt. Laßt sie diese Erfahrungen machen und an Euch berichten.

Staunet und wundert Euch über das, was da berichtet werden wird.
 

Piedro

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kann nicht schaden, wenn die politisch verantwortlichen sich mal mit der realität des sozialwesens konfrontieren.

leider ist der herr bürgermeister nicht wirklich im thema, er sollte sich hier mal ein wenig schulen lassen, wie man solchen franks effektiv helfen kann. da hat man schon einen waschechten bürgermeister an der seite, und die lusche lässt sich abweisen statt ein wenig mit paragraphen zu jonglieren, eine auszahlung zu veranlassen und ein paar dienstaufsichtsbeschwerden auf den weg zu bringen.
 

hartaber4

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Duisburg?!?

siehe da:


Interne Revision der ARGE bestätigte Kritik des früheren Ombudsmanns


Durchgreifende Konsequenzen erwartet
Was schon länger angenommen wurde, steht seit einigen Monaten amtlich fest: die ARGE Duisburg arbeitet nicht korrekt. 57 % der Bescheide bei den überprüften Bedarfsgemeinschaften sind fehlerhaft. 13,8 % der Eingliederungsbescheide ebenfalls. Das ist das Ergebnis einer internen Revision aus dem Jahr 2008, das im letzten Juli öffentlich bekannt wurde. Dietrich Schoch (66) war Ombudsmann für Hartz IV-Betroffene bei der ARGE Duisburg. Der Sozial-Experte „im Unruhestand“ war zahlreichen Betroffenen Ansprechpartner bei Problemen mit der ARGE. Schon bald musste er feststellten, dass eine große Zahl fehlerhafter Bescheide auf mangelhafte Arbeitsorganisation zurück zu führen war. Als er mit seinen Hinweisen bei der ARGE-Leitung nicht durchdrang, die Ratsmehrheit sich auch nicht hinter ihn stellte, spitzte sich der Konflikt zu. Schoch warf schließlich im vergangenen März nach eineinhalb Jahren entnervt das Handtuch. Der bekannt gewordene Revisionsbericht bestätigte seine Kritik.

Linksfraktion Duisburg: Interne Revision der ARGE bestätigte Kritik des früheren Ombudsmanns
 

Atze Knorke

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Der SPD-Bezirksbürgermeister Plückelmann von Duisburg in fassungsloser Haltung im Jobcenter/Geschäftsstelle Hamborn?

Unverständlich, da Kommunen und Jobcenter eigentlich regen Informationstransfer (kurzen Dienstweg) betreiben, lokale Bündnisse für Familien so gepflegt auch so medial instrumentalisiert werden, doch bei den Familien erhebliche Informationslücken bestehen und die Hilfe und Versorgung nicht bedarfsbezogen und nah erfolgt.

Dennoch ist Sensibilisierung angebracht, denn mit U25 birgt so manchen explosiven Familiensprengstoff. Es entsteht oft Überforderung und große Hilflosigkeit bei den Betroffenen.

Schikane, Ignoranz, Abwimmelung, um Rechtsansprüche von Betroffenen nicht ernst zu nehmen, sind in den Jobcentern an der Tagesordnung. Das ist die alltäglich Hauptschwerpunktarbeit der Jobcenter! Gesetzwidrige Bedrohung und das geht soweit bis zur Existenzvernichtung!

Die mangelhafte Arbeitsorganisation in den JC pfeifen doch die Spatzen von Deutschlands Dächern!:icon_dampf:

Zur Erinnerung - es ist noch nicht so lange her:

Link: Er war hungrig und wollte Geld: Mann bedroht Jobcenter-Mitarbeiterin mit Machete - Aus aller Welt - FOCUS Online - Nachrichten

Link: Frankfurt am Main - Tödlicher Schuss im Jobcenter - Panorama - Süddeutsche.de

Im Gegenzug sollte das Hauptaugenmerk auf die unhaltbaren Zustände in den Jobcentern medientauglich gerichtet sein! Bürgermeister aller Kommunen sollten sich als SGB-II-Antragsteller inkognito zur Rund-um-Betreuung mal selbst in die JC-Schusslinie bringen. Dann wissen sie es, wie das so im JC abläuft.

Die Lügen auf den Thron der Wahrheit!
 

JulieOcean

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Im Gegenzug sollte das Hauptaugenmerk auf die unhaltbaren Zustände in den Jobcentern medientauglich gerichtet sein! Bürgermeister aller Kommunen sollten sich als SGB-II-Antragsteller inkognito zur Rund-um-Betreuung mal selbst in die JC-Schusslinie bringen.
Das wäre mal eine Aktion :icon_daumen:

Aber in der Praxis läufts in die andere Richtung. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist immer Friede, Freude, Eierkuchen, wenn die Politik mal ein JC besucht oder sich mit dessen Schergen zusammensetzt.

Wie sollte es auch anders sein? Abgeordnete und Co können ja schwerlich das kritisieren, was sie selbst mal beschlossen haben und was sie meist noch voll unterstützen. :icon_sad:
 

Kaleika

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Jobcenter-Visite in Duisburg erschütterte Bezirks-Bürgermeister

Jobcenter-Visite in Duisburg erschütterte Bezirks-Bürgermeister

Duisburg. Der Walsumer Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann will einem jungen Mann helfen, der seit sechs Monaten praktisch mittellos ist. Die Art, wie der 18-Jährige vom Duisburger Jobcenter behandelt und abgefertigt wurde, erschreckte den SPD-Politiker.
(...)
Jobcenter-Visite in Duisburg erschütterte Bezirks-Bürgermeister | WAZ.de
 

Ein Hartzianer

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AW: Jobcenter-Visite in Duisburg erschütterte Bezirks-Bürgermeister

Leute, was regt ihr euch auf ?

Es ist Wahlkampf !!! :icon_evil:
 

Hartzeola

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Danke Dir auch, Kaleika, Du kannst #7 löschen.
 
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AW: Jobcenter-Visite in Duisburg erschütterte Bezirks-Bürgermeister

Leute, was regt ihr euch auf ?

Es ist Wahlkampf !!! :icon_evil:
Eben.

Ich würde btw mal gerne wissen, wieviele der "Hartzer" tatsächlich die SPD per Wahl noch (vermeintlich) legimitieren, weil ua. der dicke Sigmar so tolle, glaubwürdige *hust* Reden schwingt.

Das Stockholm-Syndrom ist ein Sch...dreck dagegen.
 

Hartzeola

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Jobcenter
Für Frank tun sich Chancen auf

Duisburg-Walsum/Hamborn. Junger Mann, für den sich Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann einsetzte, soll Lehre beginnen. Dutzende Leser, zahlreiche Unternehmen und Franks Mutter Mutter meldeten sich in der Redaktion.

"Es haben sich mehrere Arbeitgeber gemeldet"

Für Frank gibt es derweil Chancen: „Es haben sich gleich mehrere Arbeitgeber gemeldet, die Frank einen Ausbildungsplatz anbieten können“, sagt Plückelmann hocherfreut. Ein Walsumer Restaurant führte am Mittwochmorgen ein Gespräch mit dem 18-jährigen. Dort könnte Frank, der alles erstmal sortieren muss, eine Berufsausbildung zum Koch beginnen.


Dutzende Zeitungsleser vom Niederrhein und dem gesamten Revier riefen in der Redaktion an und dankten dem altgedienten Ortsvorsteher Plückelmann: „Weil er ein heißes Eisen angepackt hat“, wie ein Leser aus Essen sagte. Zahlreiche Anrufer klagten, dass es ihnen ähnlich gehe wie Frank. „Ich habe gedacht, sie schreiben über meinen Enkel“, sagte eine Leserin aus Oberhausen, „immer wieder geht er zum Jobcenter, immer wieder wird er heim geschickt, weil irgendwer krank ist oder seine Papiere nicht vorliegen.“
Für Frank tun sich Chancen auf | WAZ.de
 

Hartzeola

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Jobcenter
Menschen wie Frank früher helfen

01.02.2013

Nachdem sich Heinz Plückelmann mit dem Jungen an die Redaktion gewandt hatte, meldete sich ein halbes Dutzend Arbeitgeber, die Frank Ausbildungsplätze in Aussicht stellten. Jobcenter-Chef Norbert Maul setzte sich gemeinsam mit SPD-Ratsherr Georg Berner, auch Beirat des Jobcenters, Plückelmann und Frank zusammen. Ergebnis: Franks Miete wird bezahlt, auf Leistungen des Jobcenters hat er ebenfalls Anspruch.
Menschen wie Frank früher helfen | WAZ.de
 
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Die "Welt" bot einem gewissen Guido Westerwelle die Plattform für dessen Volksverhetzung und die war des Merkens würdig, weil Reaktion auf das BVerfG-Urteil, welches Menschenwürde anmahnte.
Sorry, wer denen Klickzahlen generiert, braucht sich über Arbeitsamtsschikanen bis hin zur völligen Existenzvernichtung nicht zu wundern.

MfG
 
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