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Bürgergeld oder Faultierprämie?

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Zumutbarkeit

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#1
Jeder Bürger soll nach seinem 18. Lebensjahr Anspruch auf ein Bürgergeld von 800 Euro haben. Diese 800 Euro sind das garantierte, bedingungslose Grundeinkommen." So will es der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus. Allerdings werden im Gegenzug wirklich alle anderen Sozialleistungen abgeschafft. Und von den 800 Euro werden auch noch 200 Euro Gesundheitsprämie gleich abgezogen. Dadurch retten wir das Gesundheitssystem und beenden den desolaten Zustand der Sozialsysteme und öffentlichen Haushalte, sagt der Thüringer Ministerpräsident.
Im MDR gesendet mit Abstimmung.

http://www.mdr.de/erfurter-gespraech/2927724.html
 

Panti

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#2
Hallo Leute,
Zumutbarkeit sagte :
hab die Sendung gestern im MDR gesehen.
Das Modell im einzelnen sah vor:
großes Bürgergeld:
Erwachsene
800Euro minus 200Euro KK Beiträge
Kinder
500Euro(Wert geklaut bei PsgD) minus 200Euro KK beiträge
Steuersatz 50%
----------------------------------------------
kleines Bürgergeld:
400Euro -200 KK
Steuersatz 25%
lohnt sich erst ab einem Lohn von 1600Euro im Monat.

Meines Erachtens eine Mogelpackung, denn von 600Euro kann man nicht leben, schon garnicht in Städten wie Frankfurt oder München.
Wir gehen sogar soweit das sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärfen wird weil man unbedingt arbeiten muß um zu überleben.
Auch die Schwarzarbeit wird damit nicht zurückgehen wegen der Problematik.
Ein Bürgergeld/BGE sollte mindestens bei 800 bis 850 Euro Netto liegen um nachhaltig Wirkungen zu entfalten (Bürokratieabbau)

MfG Panti
 

Zwergenmama

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#3
Ich habe die Sendung auch gesehen. Es ist doch wirklich erstaunlich, wie Politiker noch immer versuchen, uns die perfekte Lösung zu präsentieren. Interessant fand ich den Ansatz "..wir haben das schon vor Jahren vorgeschlagen und nichts ist passiert...nein, nein, also sofort geht das natürlich nicht.."
 

Zwergenmama

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#4
Ich habe die Sendung auch gesehen. Es ist doch wirklich erstaunlich, wie Politiker noch immer versuchen, uns die perfekte Lösung zu präsentieren. Interessant fand ich den Ansatz "..wir haben das schon vor Jahren vorgeschlagen und nichts ist passiert...nein, nein, also sofort geht das natürlich nicht.."
 

Merkur

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#5
Ich habe die Sendung auch gesehen und bin für das Bürgergeld !! Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Im Jahr 2010 kann man die AL sowieso nicht mehr bezahlen und dann gebe es eh Essenmarken !!
Man stelle sich vor 10 Mill. arbeiten für Diäten und Pensionen und noch für knapp 13 Mill Al . Was soll da bleiben ?? Arbeit wird es nicht immer geben !!
Und in Fußfessel möchte doch keiner alt werden ??
 

Arania

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#6
Und wenn wirklich sämtliche Sozialeistungen und Ermässigungen gestrichen werden, wie willst Du dann von 600 Euro leben, meine Miete beträgt bereits kalt 400 Euro? :shock: :shock:
 

Panti

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#7
Hallo Leute,

Arania sagte :
Und wenn wirklich sämtliche Sozialeistungen und Ermässigungen gestrichen werden, wie willst Du dann von 600 Euro leben, meine Miete beträgt bereits kalt 400 Euro? :shock: :shock:
so ist es.
Man sollte mal klarmachen was geht und was nicht!
Fakt ist das man von 600€ nicht leben kann (meine monatlichen Festkosten betragen schon 520€)
Auch können viele nicht dafür das sie singles sind, auch ich bin es wider Willen.
Es führt zu Reglementierungen.
Die Entwicklung in der Arbeitswelt geht eben so weit das zwar Arbeit immer vorhanden sein wird, aber andererseits durch fortschreitende Technisierung die Methoden sich ändern.
Weg vom Menschen, hin zur Maschine,Computer,Roboter.
Das Produkt bleibt das Gleiche, die Produktivität steigt sogar weiter ergo Geld wird in höherem Maße erwirtschaftet, aber eben nicht mehr in der Mehrzahl von Menschen sondern von Technik.

Ein Beispiel aus dem Häuslichen:
Viele von uns waschen nicht mehr auf sondern nutzen eine geschirrspülmaschine.
Diese Maschine kostet zwar Geld in der Anschaffung und etwas Strom -> aber sie erspart uns Arbeit , Wasser und Zeit.
Und keiner stellt sich nur um der Arbeit willen hin und wäscht freiwillig auf :evil:
Die Produktivität ist aber die gleiche (oder höher)
Insofern wird die Arbeit also übertragen.
Das Geld wiederum muß nun neu verteilt werden, weil die Verteilungsschlüssel logischerweise nicht mehr stimmen

Daher : bedingungsloses Grundeinkommen, Höhe wenigstens 800€ netto!

MfG Panti
 

privy

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#8
zumindest ist aber ein ansatz da, bei dem das bürgergeld eine diskussion auslöst.

privy
 

evahb

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#9
Re.

800 € abzüglich 200 € KK und von 600 € die Miete,Strom,Wasser etc. bezahlen,wie soll das bei Singles funktionieren oder bei Alleinerziehenden? :?:
 

Arania

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#10
Das funktioniert eben nicht und bezahlbar ist es auch nicht, schon gar nicht wenn die Summe noch höher liegen muß
 

Zwergenmama

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#11
Das ist aber doch der "Sinn" der Geschichte! Alle, die keinen Job haben, können nicht überleben. Nehmen also JEDEN Mist an, um was auf den Tisch zu bekommen. Und ganz offiziell gibt es ab dann Vollbeschäftigung, die AG's sind mitten im Dumping-Lohn-Wunder und alle schreien "HURRA" :kotz: .

Ich als Alleinerziehende müßte dann wohl auf der Straße leben.

Eine Bürgergeld, bei dem abzügl. Versicherung 800 €/ Erwachsener und zusäzlich 400 € für's Kind gezahlt werden, halte ich für relativ realistisch.
 

Arania

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#12
Aber unbezahlbar, oder wie soll es finanziert werden Zwergenmama? :)
 

Zwergenmama

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#13
Angeblich gibt es Berechnungen, wonach die Ausgaben für's Bürgergeld nicht höher, als die jetzigen Ausgaben für ALG 1 und ALG 2 Zahlungen wären. Dann allerdings mit dem Unterschied, daß alle aus eigener Tasche krankenversichert sind und durch (angeblich) sozialversicherungspflichtige Zusatzjobs extra Geld in die Staatskasse fließt.
Außerdem bräuchte man dann angeblich nicht mehr die riesige Maschine SB Arge + AA bedienen.

Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich mich mit diesem Thema nur am Rande beschäftigt.
 

Panti

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#14
Hallo Mädels und alle,
Arania sagte :
Aber unbezahlbar, oder wie soll es finanziert werden Zwergenmama? :)
keine Berührungsängste :hug:
Die Finanzierung ist bereits zur Genüge (auch von uns) durchgerechnet worden, ansonsten bräuchte sich niemand damit in die Öffentlichkeit wagen.
http://www.psgd.info/index.php?view=current/presentations/bge/control&file=start&language=1&mn=4&n=3
http://forum.unternimm-die-zukunft.de/viewtopic.php?t=107&postdays=0&postorder=asc&start=45
Weitere Fragen? Gern
MfG Panti
 

midola

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#15
Arania sagte :
Aber unbezahlbar, oder wie soll es finanziert werden Zwergenmama? :)
wo steht das?

hast du es selber durchgerechnet?

wir haben bereits jetzt sozialausgaben von rund 720 Mrd. €

teile diese summe einfach mal spasseshalber durch 81,5 millionen einwohner.

wenn man dann noch die einsparungen bei den verschiedenen ämtern und behörden mit einrechnet und die stellschraube an anderen stellen etwas dreht, sollte ein grundeinkommen eine realistische finanzierungsgrundlage haben.

vor allem müssen wir aber die anderen vorteile eines grundeinkommens berücksichtigen, die da wären:

eltern könnten wieder selber für die kindererziehung sorgen und die verwahrlosung unserer kinder und jugendlichen würde nicht weiter fortschreiten.

jeder der seine existenz durch ein grundeinkommen gesichert weiß, ist eher bereit sich mit einer eigenen idee selbstständig zu machen, da das risiko überschaubar ist.

die lohnnebenkosten werden fallen und damit menschliche arbeit für jeden AG wieder viel interessanter, damit sollten neue jobs generiert werden können.

und den heutigen arbeitslosen wird ein leben in würde ermöglicht und keine der heutigen sklavendienste mehr abverlangt. denn 1€ jobs sind nichts anderes als sklavenarbeit, da die 1€ jobber für nichts arbeiten müssen. das was sie erhalten ist kein lohn, sondern eine aufwandsentschädigung. somit arbeiten diese also für lau und das unternehmen (wann wird der 1€ job wohl auf private unternehmen ausgeweitet) bekommt sogar noch zuschüsse vom staat dafür, ebenso die vermittler.

durch ein grundeinkommen können wir viele der aktuellen probleme auf einen schlag lösen.

nur ist dies den damen und herren in den machtpositionen nicht genehm, da sie dadurch einen teil ihrer macht entfliegen sehen.
 
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