Bürgerarbeit nach AGH (1 Betrachter)

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ExitUser

Gast
ein Freund von mir hat ein Problem...


er hatte einen Termin vor 4 Wochen beim JC, er sollte eine EGV abschließen, er hat sie nicht unterschrieben und mitgenommen.. [keine Verbesserungsvorschläge, da der SB auf die Maßnahme bestand]
Ziel der EGV "AGH danach Bürgerarbeit".. im Anhang..

die AGH geht 3 Monate[Aktivierungsphase ist doch eigentlich 6 Monate?]

er bekam einen neuen Termin, ihm wurde eine Zuweisung übergeben zur AGH[im Anhang], kein Wort zur EGV...VA liegt auch nicht vor..

meine Frage dazu,

wenn die AGH beendet ist, ist es dann möglich, dass das JC hier nach 3 Monaten versucht dann einen VA zu erlassen, um ihn in die Bürgerarbeit zu drücken...?
Bürgerarbeit soll ja zur Zeit nur bis 2014 finanziert werden, daher nur die 3 monatige Maßnahme
 

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swavolt

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Widerspruch und aW gegen die Zuweisung zur AGH wegen fehlender Eingliederungsprognose sowie dessen Schlussfolgerung das die AGH zielführend ist usw. Rechtsfolgenbelehrung ist nicht auf den persönlichen Einzelfall abgestellt, das aber erst nach Widerspruchsbescheid bemängeln.
 
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Gast1

Gast
Die AGH ist nicht zusätzlich, d.h. sie verdrängt regulär bezahlte Arbeit. Und das darf eine AGH nicht.

Aus der EGV kann ich nichts in Bezug auf eine möglicherweise anstehende Bürgerarbeit ableiten. Eine AGH ist nicht mit der Aktivierungsphase innerhalb der Bürgerarbeit gleichzusetzen.

Ich nehme an, der SB hat dem Betroffenen mündlich mitgeteilt, dass zuerst eine AGH gemacht werden soll, und dass danach Bürgerarbeit gemacht werden soll.
 

gila

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Dahinter steckt noch was anderes ... Bürgerarbeit "spart" hier wohl Hartz und ermöglicht den arbeitenden "Bürgern" die Einzahlung in die Arbeitslosenversicherung seitens des Bundes.

Eine AGH tut das sicher nicht - und Maler und Lackierer ist ein Beruf, für den es auf dem Arbeitsmarkt Stellen geben "sollte".

Hier ein Artikel vom Sommer 832 Menschen droht Hartz IV

WENN dem so ist, und der Freund derzeit keine anderen Möglichkeiten hat, würde ich allenfalls überlegen, ob es Sinn macht, OHNE Umwege in die Bürgerarbeit übernommen zu werden, um hier durch Einzahlung in die Arbeitslosenversicherung einen Anspruch zusätzlich zu erhalten.
Man kann nicht immer alles pauschal verurteilen, sondern muss ganz individuell nach Möglichkeiten und evtl. Vorteilen schauen.

Da müssten sich aber mal andere Fachleutchen auseinandersetzen, ob dem so ist und was unterm Strich rausspringen KÖNNTE.
Letztlich muss der Freund das dann auf seine indiv. Situation beziehen.

AGH nutzt ihm sicher nix ...
 
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Gast1

Gast
Dass bei Bürgerarbeit in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wird, ist mir neu. Das geht auch aus @gilas verlinktem Artikel hervor, dort steht:

Dann [wenn die Bürgerarbeit nicht verlängert wird] müssten die Betroffenen wieder von Hartz IV leben, weil der Bund kein Geld in die Arbeitslosenversicherung einzahle.
 

Blitzgedanke

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nur meine ganz persönliche Meinung und keine Rechtsberatung:

ich würde versuchen, die EinV, wenn sie als VA ins Haus flattert, über Mangel an Konkretisierungsgrad der Leistungen des JC zu kippen. Zusätzlich zum VA dann Antrag auf a.W.

Es bleibt die Zuweisung:icon_kinn:
Tjoooo, die Arbeit dürfte nicht zusätzlich sein, egal welchen Namen die AGH trägt = auch Bürgerarbeit .:icon_hihi:
 
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ExitUser

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nochwas, ihm wurde ein Aktivierungs und Vermittlungsgutschein zusätzlich ausgehändigt,
warum dies?
 
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ExitUser

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greift das konjukturparket 2 nicht mehr ?
so billig kann man ach schulen und co sanieren lassen
früher haben das die ABMler gemacht wurden aber sozialpflichtig bezahlt

heute sollen das Zwangsarbeiter gennat 1 euro jobber machen neu dazu bürgerzwangsarbeiter

ich frage mich in was für ein Staat ich lebe^^
 

gila

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gelibeh

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Es bleibt die Zuweisung
Die aber in diesem Falle nur in Verbindung mit einer EGV/EGV-VA gültig ist. EGV ist nicht unterschrieben, EGV-VA wohl noch nicht eingetroffen.
Außerdem sind das Tätigkeiten des ersten Arbeitsmarktes und nie und nimmer zusätzlich.

Meines Wissens nach, muss vor der Bürgerarbeit eben eine 6-monatige Aktivierungsphase vorgeschaltet werden.
Edit: Da ist die Aktivierungsphase(aus dem BMAS-Schreiben)
Dann Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung, die genau festlegt: Was unternimmt das Jobcenter, was unternimmt der Arbeitslose an Eigenbemühungen in den nächsten sechs Monaten um einen regulären Job zu finden (Aktivierungsphase)
Also nichts mit vorgeschalteten EEJ, denn das sind keine Eigenbemühungen um einen regulären Job zu finden.
 

Blitzgedanke

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Die aber in diesem Falle nur in Verbindung mit einer EGV/EGV-VA gültig ist. EGV ist nicht unterschrieben, EGV-VA wohl noch nicht eingetroffen.
Außerdem sind das Tätigkeiten des ersten Arbeitsmarktes und nie und nimmer zusätzlich.

Meines Wissens nach, muss vor der Bürgerarbeit eben eine 6-monatige Aktivierungsphase vorgeschaltet werden.
bist Du Dir in dieser Angelegenheit gaaaanz sicher?
 

gelibeh

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Es gibt Urteile, die aussagen, dass solche Arbeitsmarktförderungen in einer EGV vereinbart werden müssen. Die BA baut die Urteile dann auch in ihre fachlichen Hinweise ein
3.4 Eingliederungsvereinbarung, Zuweisung
Weisungen
Die Teilnahme an einer AGH wird entweder mit einer konkreten und den Erfordernissen an die Bestimmtheit der AGH (vgl. BSG-Urteil vom 16.12.2008, Az: B 14 AS 60/07 R) entsprechenden individuellen Eingliederungsvereinbarung, die mit der/dem Teilnehmer/-in vor Maßnahmeeintritt abgeschlossenen wurde bzw. mit dem diese Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakt nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II festgelegt.
Die Festlegung kann auch im Rahmen einer die AGH nur grundsätzlich bestimmenden Eingliederungsvereinbarung erfolgen, wenn die den Erfordernissen an die Bestimmtheit der AGH entsprechenden Inhalte zeitlich versetzt mit einem Zuweisungsschreiben konkretisiert werden. Das Zuweisungsschreiben stellt in diesem Fall einen Verwaltungsakt dar.
Soweit eine detaillierte Festlegung der AGH beim erstmaligen Abschluss der Eingliederungsvereinbarung noch nicht möglich oder zweckmäßig ist, erfolgt die von der BSG-Rechtsprechung geforderte Konkretisierung der AGH mit einer Anpassung der Eingliederungsvereinbarung oder Zuweisung. Im IT-Verfahren COSACH wird hierzu ein entsprechender Vordruck bereitgestellt.
Auf die jeweils geltenden Fachlichen Hinweise zu § 15 SGB II wird verwiesen.
Quelle:
https://www.harald-thome.de/media/files/HEGA-01-2012-Verbesserung-Eingliederungschancen-Anlage.pdf
 

gelibeh

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Da hat ein SB wohl nicht verstanden, was in der Aktivierungsphase gemacht werden muss. Das bedeutet nämlich auch, dass sich der SB einen Kopf machen muss und das macht natürlich Arbeit.
 
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MUSS er den Aktivierungs und Vermittlungsgutschein dort abgeben?

Danke für eure Antworten, werde ihm den Thread hier zeigen, mal sehen was er machen will....
 

gelibeh

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Ich wüsste nicht, dass man gezwungen werden kann, bei einem Ein-Euro-Job-Träger einen AGS abzugeben. Dafür ist, meiner Meinung nach, der AGS nicht gedacht.

Was steht denn auf dem Gutschein drauf?
 
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