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Bürgerarbeit muss komplett nach Tarif bezahlt werden

cafecreme

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#1
Es ist amtlich, die Bürgerarbeit muss, zumindest mal im öffentlichen Dienst, nach TVöD bezahlt und behandelt werden. Es geht um zu wenig gewährten Urlaub, Sonderzahlungen ("Weihnachtsgeld") etc., dies hat man den Bürgerarbeitern ja verwehrt.
Es ist höchste Zeit, seine Ansprüche geltend zu machen, es gab eine Rechtssprechung und die ist bindend.
Welche Rechtssprechung das genau ist, kann ich nicht sagen, wir wurden jedenfalls vom Personalrat Mitte diese Woche darauf hingewiesen, dass wir unsere Ansprüche einfordern sollen.

Da es auch Fristen gibt die zu beachten sind, muss man sich auch schnell drum kümmern um nix zu verschenken.
Ich und meine Kolleginnen haben schon reagiert und die Einforderungen abgegeben, sind mal gespannt wie es weiter geht.

Wer im öffentlichen Dienst Bürgerarbeit macht, sollte zu seinem Personalrat gehen, die müssen auf dem Laufenden sein und sich um die Sache kümmern bzw. den Ablauf erklären und beraten.

Wie das bei anderen abläuft die Bürgerarbeit machen, bei Sozialträgern etc., kann ich allerdings nicht sagen, da wäre es vielleicht hilfreich, sich bei einem Anwalt für Sozialrecht oder Arbeitsrecht zu informieren.

Ich werde berichten wie es weitergeht ... bin selber mal gespannt.

Grüße
 

dellir

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#2
Es ist amtlich, die Bürgerarbeit muss, zumindest mal im öffentlichen Dienst, nach TVöD bezahlt und behandelt werden. Es geht um zu wenig gewährten Urlaub, Sonderzahlungen ("Weihnachtsgeld") etc., dies hat man den Bürgerarbeitern ja verwehrt.
In welchen Rahmen sind denn eure Forderungen? Ich meine, wieviel kriegt ihr jetzt und für was für eine Tätigkeit, wieviel sollen es werden, soll rückwirkend für 3 Jahre ausgezahlt werden, wieviel Urlaub habt ihr jetzt, wieviel sollen es werden und um wieviel Weihnachtsgeld geht es. Also viele offene Fragen...:cool:

P.S. Ansonsten habt ihr nicht Angst, daß -falls Forderungen erfolgreich- alles mit Hartz4 verrechnet wird, da man das alles als Zufluss betrachten könnte?
 

Schuldig

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#4
Das hört sich spannend an und interessiert mich brennend.
Ich habe nämlich einen Bürgerarbeitsplatz an einer Schule, bin aber über einen Kooperationspartner des Landes Hessen dort angestellt/ausgeliehen.
Wer weiß etwas Genaueres?
 

Sarrowa

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#5
Gibt es dazu eine Quelle? Konnte leider nichts aktuelles finden.
Unseren Betriebsrat kannst in der Pfeife rauchen, glaube die wären überfordert wenn ich sie darauf anspreche.
Lt. tvöd stehen ja allen Beschäftigten 30Tage Urlaub zu, das wüsste ich gerne, ob es auch für die Bürgerarbeiter gilt.

Hoffe es gibt was Neues...
Gruß
Sarrowa
 

cafecreme

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#6
Modellprojekt "Bürgerarbeit" ist nach TVöD zu vergüten*-*Soziale Sicherheit (SoSi)*-*Bund-Verlag GmbH

Das ist das Urteil, es kam nochmal eine Revision hinterher, wurde aber abgelehnt, das Urteil von Frankfurt Oder ist jetzt auch nicht mehr anfechtbar. Die Dame hat ihr Recht bekommen. Das scheint aber noch so neu zu sein, dass ich keine Quelle dazu im Netz finde. Über Umwege habe ich aber eine Kopie gesehen von der neuen Rechtssprechung.

Fakt ist, die Frau hat alle Ansprüche wie eine regulär Angestellte im öffentlichen Dienst, mehr Urlaub, Sonderzahlungen und muss richtig eingruppiert werden.

Darauf stützen sich jetzt auch unsere Forderungen.

Es muss mehr wie 20 Tage Urlaub geben, es wird da immer von 30 Tagen geredet, erschließt sich mir aber nicht ganz, denn bei 30 Wochenstunden ist man ja nicht ganz Vollzeit, dass ist eher so Richtung 3/4 Stelle.

Dann diese Sonderzahlungen, früher sagte man Weihnachtsgeld oder 13. Monatsgehalt.

Dann muss die Eingruppierung geklärt werden, quasi kann man nicht mehr einfach nur 900 Euro brutto für Bürgerarbeiter rechnen, weils das Model Bürgerarbeit ist, es muss Tarif sein.

Dies muss auch rückwirkend gesehen werden, aber da gibts auch Fristen bzw. können rückwirkende Ansprüche verfallen, wir erfahren alles nur in Häppchen, im Netz kommt man auch nicht richtig weiter, alles sehr mager mit den Infos. Mich würde auch mal interessieren, ob es rechtens war oder ist, dass man keine Abgaben in die Arbeitslosenversicherung zahlen durfte und dadurch keinen ALG1 Anspruch hat, dass passt ja dann auch nicht mehr so ganz. Aber dazu gabs null Info.

Da sind noch sehr viele Fragen offen und das ist ein ganz schöner Gesetzesdschungel und die Hoffnungen des Jahres haben wir auch nicht wirklich.
Wir vermuten mal, dass man versucht uns abzuschmieren.
Aber das ist mir persönlich egal, es geht auch ums Recht bekommen bzw. das die auch mal einen Dämpfer erhalten.

Man muss sehen was da kommt. Dies scheint aber nur für den öffentlichen Dienst zu gelten, also überall dort, wo regulär nach dem TVöD bezahlt werden muss. Da muss man mal sehr genau seinen Arbeitsvertrag lesen ggf. prüfen lassen.

Wenn es neues gibt, werde ich das posten.
 
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