• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

bürgerarbeit 3.0 reloaded 2012 -Berlin

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Ab 1.1.2012 ist Bürgerarbeit Pflicht, besonders für Arbeitslose, die länger als 1 Jahr ALG II beziehen und über 38 Jahre sind. 50 + werden bevorzugt rangezogen.

Ablehnungen werden mit Sanktionen geahndet, vorgeschlagen werden ins. Jobs in der Altenhilfe, Kita, Schule und Bildung,Gartenpflege, öffentliche Pflege von Grünanlagen, Kiezgänger (bes. Hundekotbeseitigung ect) bis zu 40 stunden die Woche, wobei 10 Stunden Weiterbildung durch Träger ist. Entgelt 900 Brutto.

Die Bürgerarbeit soll in Berlin um weitere 3-6.000 aufgestockt werden. Träger sind unter anderem Kubus, Tandem, Nestor, Bequit und andere.

Wieviel das netto sind kann sich jeder ausrechnen. Damit sollen auch etliche frühere HIWI jobs ersetzt werden, da es mit der Freiwilligenarbeit nicht so funtioniert. Der neue Senat in Berlin wird es richten. Leider ist ja jetzt Schwarz-Rot an der Macht!!! sagte eine Quelle im Jobcenter...
 

alvis123

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
23 Aug 2009
Beiträge
2.009
Gefällt mir
398
#2
Hi..

...also bei mir im Saarland bin ich zu alt für Bürgerarbeit. Denen würd ich was erzählen von wegen 900 €. Nach meinen Informationen will der DGB tarifliche Bezahlung durchsetzen und die 900 € sind doch nur der EU-Zuschuss.:icon_neutral:

MfG
 

Kleeblatt

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2008
Beiträge
2.454
Gefällt mir
844
#4
1. Woher hast Du diese Infos ?
2. Weshalb insbesondere 50 + ?
3. besondere Eignungen sind in diesen Bereichen wichtig

Wer nun
a. selber zu alt ist um die Altenpflege bei Anderen zu machen oder sich nervlich damit schwer tut
b. mit Kindern im Allgemeinen etwas schwierig warm wird bzw. mit ihnen nicht wirklich etwas "anzufangen" weiß = richtig und angemessen umgehen kann
c. bei Wind und Wetter keine Gartenarbeiten ect. pp. durchführen kann ohne leider dadurch aller spätestens 2 Wochen krank zu werden
d. "Gemüse" verschneidet weil das angeborene Talent dafür fehlt
e. als Kiezgänger nicht sicher und fest auftreten kann gegenüber völlig Fremden

.... tja, was genau nutzen diese Betroffenen in diesen Maßnahmen eigentlich ?

Mit 50 + wird es dabei besonders heftig, - sind wohl nicht mehr die Jüngsten und die Gesündesten.

Stellt sich zudem die Frage nach der Versicherung, - z.B. wenn man eine Horde Junger bittet ihren Hund nicht auf den Weg sch... zu lassen oder unseren Berliner Jugendtürken bittet die Leute nicht anzupöbeln ect.

Tja, also ich wüßte nicht weshalb Arbeitsuchende sich für Appel und Ei jedem Wetter und allen Gefahren aussetzen sollten, sicher schon einmal besonders nicht Jene über 50.

Wäre ich arbeitslos und würde mich jemand dorthin abkommandieren ... , na aber klar doch. :icon_party:, dazu fällt mir ein ganzer Sack von sanktionsfreien Möglichkeiten ein. :biggrin:

Na dann sollen die JC in Berlin mal machen. Ein paar Doofe finden sich sicherlich auch hier. :biggrin:
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#5
Bürgerarbeit muss...

1. zusätzlich sein und darf keinen regulären Job verdrängen.
2. nach TVöD bezahlt werden.
3. gemäß dem TzBfG befristet sein (maximal 2 Jahre oder unbefristet).

Dies sollte dringend vorher mit einem Anwalt abgeklärt sein. Diesem sollte auch der Arbeitsvertrag vor Unterzeichnung vorgelegt werden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#6
Hi..

...also bei mir im Saarland bin ich zu alt für Bürgerarbeit. Denen würd ich was erzählen von wegen 900 €. Nach meinen Informationen will der DGB tarifliche Bezahlung durchsetzen und die 900 € sind doch nur der EU-Zuschuss.:icon_neutral:

MfG
Leider kann der DGB da gar nichts dran machen!! Der schafft es ja noch nicht mal einen Mindestlohn in Deutschland durchzusetzen.

900 Euro sind nicht nur der EU-ZUschuss, der Träger bekommt Geld für die
Weiterbildung von der Arge... er könnte das Geld für den Klienten erhöhen,
was er zu 95 % nicht machen wird.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
Bürgerarbeit muss...

1. zusätzlich sein und darf keinen regulären Job verdrängen.
2. nach TVöD bezahlt werden.
3. gemäß dem TzBfG befristet sein (maximal 2 Jahre oder unbefristet).

Dies sollte dringend vorher mit einem Anwalt abgeklärt sein. Diesem sollte auch der Arbeitsvertrag vor Unterzeichnung vorgelegt werden.
Schön wäre es ja, der Trick ist ja die Weiterbildung von 10 Stunden die Woche, man wird also qualifiziert. Es wird also angeblich ein neuer Job entstehen.
Das mit dem TVÖD wird auch nicht funktionieren. Das Gesetz wird neu entstehen bzw verändert werden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#8
1. Woher hast Du diese Infos ?

Direkt von der Quelle : Aus dem Jobcenter, da gibt es nicht nur Idioten, die ihr Gehirn beim Pförtner abgeben.
2. Weshalb insbesondere 50 + ?

Weil die weniger auf dem normalen Arbeitsmarkt vermittelbar sind.

3. besondere Eignungen sind in diesen Bereichen wichtig

nein, das sind alles hilfsjobs, und die werden ja mit 10 stunden pro woche weitergebildet zur Unterstützung.

Wer nun
a. selber zu alt ist um die Altenpflege bei Anderen zu machen oder sich nervlich damit schwer tut

es geht um leichte Tätigkeiten, wie vorlesen, spielen , oder besorgungen machen ect.
b. mit Kindern im Allgemeinen etwas schwierig warm wird bzw. mit ihnen nicht wirklich etwas "anzufangen" weiß = richtig und angemessen umgehen kann

richtig , aber da finden sie dann auch entsprechende Personen die das machen wollen.

c. bei Wind und Wetter keine Gartenarbeiten ect. pp. durchführen kann ohne leider dadurch aller spätestens 2 Wochen krank zu werden

klar, damit rechnen die auch.

d. "Gemüse" verschneidet weil das angeborene Talent dafür fehlt

e. als Kiezgänger nicht sicher und fest auftreten kann gegenüber völlig Fremden

.... tja, was genau nutzen diese Betroffenen in diesen Maßnahmen eigentlich ?

Mit 50 + wird es dabei besonders heftig, - sind wohl nicht mehr die Jüngsten und die Gesündesten.

Stellt sich zudem die Frage nach der Versicherung, - z.B. wenn man eine Horde Junger bittet ihren Hund nicht auf den Weg sch... zu lassen oder unseren Berliner Jugendtürken bittet die Leute nicht anzupöbeln ect.

Tja, also ich wüßte nicht weshalb Arbeitsuchende sich für Appel und Ei jedem Wetter und allen Gefahren aussetzen sollten, sicher schon Ich bitte darum, wird aber bald schwieriger, wer hier mitliest, weiss dann schon wie es gehen kann. Daas sagte die Person im Jobcenter auch.einmal besonders nicht Jene über 50.

Wäre ich arbeitslos und würde mich jemand dorthin abkommandieren ... , na aber klar doch. :icon_party:, dazu fällt mir ein ganzer Sack von sanktionsfreien Möglichkeiten ein. :biggrin:

Das sagte die Person beim Jobcenter auch, das auch einige Möglichkeiten gibt, ein Sack voll ist leider total übertrieben, eigentlich gibt es nur 2!!


Na dann sollen die JC in Berlin mal machen. Ein paar Doofe finden sich sicherlich auch hier. :biggrin:
Das hat mit Doof nichts zu tun, ich finde das total übel wie hier das als Zwangsarbeit verhandelt wird. Schwarz Rot und alle anderen klatschen Beifall!!
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#9
Schön wäre es ja, der Trick ist ja die Weiterbildung von 10 Stunden die Woche, man wird also qualifiziert.

Meinst du die Sache, bei der dir ein sog. "Coach" zur Seite steht, du weiterhin kriechen musst und Bewerbungen nachweisen musst? Hast du eine Quelle zu der sog. "Weiterbildung"?
btw: Wenn es eine "Weiterbildung" ist, dann soll doch das JC eine Zuweisung schicken. Dann ist VV und Bewerbung und Arbeitsvertrag völlig fehl am Platz.


Es wird also angeblich ein neuer Job entstehen.

Wie bitte?

Das mit dem TVÖD wird auch nicht funktionieren. Das Gesetz wird neu entstehen bzw verändert werden.
Das sieht verdi ganz anders. Die empfehlen sogar alle Hebel in Bewegung zu setzen, um diesen Bedingungen entgegen zu wirken.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#10
VERDI! Da muss man dann aber Mitglied sein, sonst helfen die einem nicht.

Das andere ist, was tun wenn sie dir die "Angebote" unterbreiten?? Wie wäre eine erfolgreiche Gegenwehr? Währenddessen werden sie dich auch sanktionieren. Wer kann den Druck und den Stress aushalten??

Wenn Verdi Gegenwehr proklamiert, dann können Sie doch auch aktiv was dagegen tun. Hat hier jemand einen kompetenten Ansprechpartner bei Verdi??

Gibt es einen Fall bei Bürgerarbeit, der erfolgreich vor Gericht behandelt wurde?? Vorallem wenn das Konzept ist 30 Stunden Training in Job plus 10 Stunden Weiterbildung für den Job ist. Wie soll das bitte abgewehrt werden können??

Sorry, aber ich sehe da ganz Schwarz, wenn nicht bald eine breite Front gegen die Unterwanderung der Mindestlöhne /Tariflöhne angeht.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#12
@überflüssig44
Ich habe ja Bürgerarbeit als VV - also "unterbreitet" - erhalten und musste mich bewerben. Vorstellungsgespräch ist Anfang Dezember. Das kann dann also nicht als "Training" oder "Weiterbildung" herhalten, da ich ja einen "Arbeitsvertrag" unterschreibe.
Ob der AG mich dann immer noch will, wenn ich ihm sage, dass ich Tariflohn einklagen möchte und auch die Befristung und Zusätzlichkeit rechtlich angreife, wage ich zu bezweifeln. Das sind jedoch die Dinge, die ich im Vorstellungsgespräch anbringen werde.
Warum sollte mich das JC sanktionieren? Auf welcher rechtlichen Grundlage denn? Weil ich Verhandlungen um meinen potentiellen Arbeitsplatz führe?

@Bethany
Korrekt. 900 Euro Brutto bei 30 Wochenstunden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#13
@überflüssig44
Ich habe ja Bürgerarbeit als VV - also "unterbreitet" - erhalten und musste mich bewerben. Vorstellungsgespräch ist Anfang Dezember. Das kann dann also nicht als "Training" oder "Weiterbildung" herhalten, da ich ja einen "Arbeitsvertrag" unterschreibe.
Ob der AG mich dann immer noch will, wenn ich ihm sage, dass ich Tariflohn einklagen möchte und auch die Befristung und Zusätzlichkeit rechtlich angreife, wage ich zu bezweifeln. Das sind jedoch die Dinge, die ich im Vorstellungsgespräch anbringen werde.
Warum sollte mich das JC sanktionieren? Auf welcher rechtlichen Grundlage denn? Weil ich Verhandlungen um meinen potentiellen Arbeitsplatz führe?


@Bethany
Korrekt. 900 Euro Brutto bei 30 Wochenstunden.
Danke für die Info.

Also das JC könnte es so hinstellen, dass Du Dich dem Job verweigert hast durch solch eine Haltung.

:icon_kinn:
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#14
Ich verweigere doch nicht.
Ich werde dem AG gezielte Fragen stellen. Allein aufgrund der Fragen wird er sicherlich lieber jemanden haben wollen, der fein "Ja" und "Amen" sagt - nur nicht mich.
Keiner kann von mir verlangen, dass ich den Wisch ohne anwaltliches Prüfen unterzeichne und dann mit Tipps des Anwaltes Verhandlungen führe.
Allein die dreijährige Befristung bedarf dringend der Klärung. Und das kann weder der AG, noch ich. Das kann nur ein Jurist respektive eine Gewerkschaft. Mit "mal eben den Vertrag unterschreiben" wird demnach schon mal nichts.
In meinen Augen ist das keine Verweigerung.

btw im Anhang der Fragebogen
 

Anhänge

alvis123

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
23 Aug 2009
Beiträge
2.009
Gefällt mir
398
#15
Leider kann der DGB da gar nichts dran machen!! Der schafft es ja noch nicht mal einen Mindestlohn in Deutschland durchzusetzen.

900 Euro sind nicht nur der EU-ZUschuss, der Träger bekommt Geld für die
Weiterbildung von der Arge... er könnte das Geld für den Klienten erhöhen,
was er zu 95 % nicht machen wird.
Sorry....

...es scheint da, dass ich was besser informiert bin.

Ich bin garantiert kein Fan vom DGB, aber bislang hat er alles für mich bezahlt. Drei Klagen gegen den Regelsatz; eine verloren, der Rest steht aus. Ich denk mal, steter Tropfen höhlt den Stein.

Wenn die Richter soo sicher wären, dann wären meine Klagen schon lange erledigt.

Keiner hat gesagt, dass es einfach wird. Abwarten und :icon_pause: trinken. Momentan ist Bürgerarbeit für den DGB nur nach Tariflohn möglich.

MfG
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#16
Also was sie können und was nicht und was sie dürfen, entscheiden die SBchen selbst und das JC als Oberprimus. Siehe deine Androhung einer Bewerbung per mail.
 

Trixi2011

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Feb 2011
Beiträge
1.182
Gefällt mir
362
#17
Ach du meine Fr§e NESTOR!!!!!!!! Shit, mein Freund ist dort in der Ü50 Betreuung und hat letzte Woche zwei Zettel mit bekommen, wo er als Analphabeth aufschreiben sollte, was sein persönlichen / beruflichen Stärken und Schwächen sind und wie er bestimmte Fähigkeiten einschätzen tut.

NACHTIGAL ICK HÖR DIR TRAPPSEN...
 

Trixi2011

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Feb 2011
Beiträge
1.182
Gefällt mir
362
#19
Ja bislang stimmt das auch noch, dass diese Stellen mit 1300€ brutto vergütet werden, aber mit dem neuen Senat, die eine härtre Gangart einschlagen, ist angekündigt, den ÖBS Sektor zu streichen und die Bürgerarbeitsstellen anstelle dessen auszubauen mit eben nur noch 900€ brutto.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#20
Ja bislang stimmt das auch noch, dass diese Stellen mit 1300€ brutto vergütet werden
Wo steht denn das?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#21
Ja bislang stimmt das auch noch, dass diese Stellen mit 1300€ brutto vergütet werden, aber mit dem neuen Senat, die eine härtre Gangart einschlagen, ist angekündigt, den ÖBS Sektor zu streichen und die Bürgerarbeitsstellen anstelle dessen auszubauen mit eben nur noch 900€ brutto.
Das ist auch schon verabschiedet!! Nur schon unterschriebene Verträge mit 1300 brutto gelten weiterhin. 900 brutto gilt in berlin ab sofort.

Im vorliegenden Fall sollte jemand einen Bürgerarbeitplatz annehmen der eigentlich einen kompletten Sozialarbeiter/in ersetzen sollte. Die Frauen hatten ein Vorstellungsgespräch mit 4: 1 durchgeführt. Fanden sich auch noch sozial dabei! Krönung des Vorstellungsgespäches: Können Sie sich unterordnen? Können Sie Anweisungen entgegen nehmen?? Der Träger drohte bei Abbruch entsprechende Mitteilung an das Arbeitsamt zu machen.

Falls die das mal mit mir machen sollten, werde ich Strafanzeige stellen!:icon_twisted:
 

Trixi2011

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Feb 2011
Beiträge
1.182
Gefällt mir
362
#22
Das ist auch schon verabschiedet!! Nur schon unterschriebene Verträge mit 1300 brutto gelten weiterhin. 900 brutto gilt in berlin ab sofort.
Anders habe ich es auch nicht gemeint!

Die Sache mit dem Coaching ist etwas kompliziert.

Ich mache eine AGH-E bei einen Beschäftigungsträger und dort müssen von 32 Bürgerarbeitern einige Coaching machen und haben einen entsprechenden Vertrag mit 40 Wochen/Stunden. Andere wiederum haben kein Coaching und nur 30 Wochen/Stunden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#23
eben aber zwischen Coaching und Weiterbildung ist ja ein Unterschied!!

Bürgerarbeit 30 Stunden + 10 Weiterbildung = 40 Stunden, Zwang!!

Und das bei 900 Euro brutto. Aufstocken kann man hier!!

Bin auf die ersten Verträge ab 2012 gespannt.

Davon rede ich ab nächstem Jahr. wer seine AGH E verlängern kann, sollte das tun.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#24
Ja bislang stimmt das auch noch, dass diese Stellen mit 1300€ brutto vergütet werden, aber mit dem neuen Senat, die eine härtre Gangart einschlagen, ist angekündigt, den ÖBS Sektor zu streichen und die Bürgerarbeitsstellen anstelle dessen auszubauen mit eben nur noch 900€ brutto.
Das mit ÖBS ist klar, aber jetzt plötzlich Bürgerarbeit für noch weniger Geld? 40 Stunden die Woche für 900 Euro Brutto. Das wären ja gerade mal rund 5,50 Euro die Stunde.

Also die Zwangsverpflichteten sind sicher sehr motiviert bei der Sache. :icon_neutral:

Ach du meine Fr§e NESTOR!!!!!!!! Shit, mein Freund ist dort in der Ü50 Betreuung und hat letzte Woche zwei Zettel mit bekommen, wo er als Analphabeth aufschreiben sollte, was sein persönlichen / beruflichen Stärken und Schwächen sind und wie er bestimmte Fähigkeiten einschätzen tut.

NACHTIGAL ICK HÖR DIR TRAPPSEN...
Hm, soll er doch in jedes Feld drei Kreuze machen und da wo die Unterschrift hinkommt auch. :biggrin:

Das ist auch schon verabschiedet!! Nur schon unterschriebene Verträge mit 1300 brutto gelten weiterhin. 900 brutto gilt in berlin ab sofort.

Im vorliegenden Fall sollte jemand einen Bürgerarbeitplatz annehmen der eigentlich einen kompletten Sozialarbeiter/in ersetzen sollte. Die Frauen hatten ein Vorstellungsgespräch mit 4: 1 durchgeführt. Fanden sich auch noch sozial dabei! Krönung des Vorstellungsgespäches: Können Sie sich unterordnen? Können Sie Anweisungen entgegen nehmen?? Der Träger drohte bei Abbruch entsprechende Mitteilung an das Arbeitsamt zu machen.

Falls die das mal mit mir machen sollten, werde ich Strafanzeige stellen!:icon_twisted:
Oh, da würde ich mich aber echt sehr bedroht fühlen. Das ist ja Erpressung und Drohung.

eben aber zwischen Coaching und Weiterbildung ist ja ein Unterschied!!

Bürgerarbeit 30 Stunden + 10 Weiterbildung = 40 Stunden, Zwang!!

Und das bei 900 Euro brutto. Aufstocken kann man hier!!

Bin auf die ersten Verträge ab 2012 gespannt.

Davon rede ich ab nächstem Jahr. wer seine AGH E verlängern kann, sollte das tun.
In welcher Weise aufstocken? Weiter Alg II?

Zwangsarbeit, aber auf jeden! Arbeit macht Frei - das könnten sich die Leute in der Politik auf die Köppe krakeln.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#25
Habe ich irgendwas nicht mitbekommen?
Bei Bürgerarbeit geht es um 30 Stunden die Woche. Wo nehmt ihr alle diese zusätzlichen 10 Stunden her? Weiterbildung?? Wo steht denn das? Was soll das sein? Kann mir das jemand plausibel erklären? Blick nicht durch.
 

Der Brian

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Jan 2011
Beiträge
364
Gefällt mir
113
#26
Habe ich irgendwas nicht mitbekommen?
Bei Bürgerarbeit geht es um 30 Stunden die Woche. Wo nehmt ihr alle diese zusätzlichen 10 Stunden her? Weiterbildung?? Wo steht denn das? Was soll das sein? Kann mir das jemand plausibel erklären? Blick nicht durch.


Moin Vader,

Beitrag #1 steht´s doch drin. Das wird jetzt die eierlegende Wollmilchsau: EEJ = "nur" max. 30 Stunden, damit der Knecht auch noch "Zeit" hat, sich zu bewerben. Bürgerarbeit hier bis 40 Stunden, wovon man ihm 10 Stunden mittels "Weiterbildung" angedeihen lässt a la Bewerbungstraining oder "wie binde ich mir die Schuhe richtig zu", "wie koche ich heißes Wasser ohne das es anbrennt" und weiteren sinnbefreiten Schwachsinn ...

Früher nannte man sowas RAD - ReichsArbeitsDienst ...

MfG
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#27
Wie soll das in der Praxis aussehen?
Früh 8 Uhr bis 14 Bürgerarbeit, 15 oder 16 uhr bis 18 Uhr in irgendeiner Maßnahme hocken?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#28
Wie soll das in der Praxis aussehen?
Früh 8 Uhr bis 14 Bürgerarbeit, 15 oder 16 uhr bis 18 Uhr in irgendeiner Maßnahme hocken?
Mo: Schulung von 8 bis 16.30 Uhr (1/2 h Pause)
Di-Fr: Bürgerarbeit von 8 bis 16.30 Uhr (1/2 h Pause)

So wie von dir vorgeschlagen wäre ja das Letzte, weil der Schulungsort sicher nicht an der Arbeitsstelle ist.
 

fusselfrei

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Apr 2011
Beiträge
10
Gefällt mir
4
#29
Ich hätte eine Frage:
Woher stammen denn die Infos? Ich sehe nirgendwo einen Quellennachweis?
Bitte lasst mich nicht dumm sterben ...
 

ethos07

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Apr 2007
Beiträge
5.690
Gefällt mir
920
#30
Bei aller berechtigter Kritik, die mensch an den Gewerkschaften haben darf (der DGB hat schließlich selbst Hartz IV-Gesetzen einst zugestimmt, doch merken sie dort heute nun doch langsam, dass ihnen nach und nach damit auch ihre Beiträge zahlenden Stammbelgeschaften wegbrechen) kann ich nur empfehlen:

Sich möglichst schnell mit der zum geplanten Einsatz zugehörigen Gewerkschaft in Verbindung setzen und sich mit dieser gemeinsam, möglichst auch über dirkete Aktionen beim Träger, oder zumindest juristisch dem "Kampf" um die Sozialstandards (Bezahlung nach Tarif, Einhaltung der Arbeitszeiten usw.) zu stellen .

Diese gesellschaftliche Auseinandersetzung wird garantiert langwierig sein... Aber - einfach schön brav nun wieder alles schlucken, was ein Träger von einem wünscht, geht bei "Bürgerarbeit" á la Jobcenter und Träger wirklich nun nicht mehr!
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#31
Wir sollen also einzeln zur DGB gehen, und Mitgliedsbeiträge zahlen, anders bekommt man keine Beratung!!!!! Und deren Anwälte bekommen dann auch das Geld??? Dann sind die wieder Nutznieser von uns, wie alle anderen auch.

Falsch die DGB soll aktiv Fälle sammeln und an vorderster Front mit den Medien die ganze Kacke mal hochgehen lassen!!! Und auch ihre Lobby leute im Bundestag aktivieren. Die DGB ist uns schuldig erst mal in Vorleistung zu gehen, für die belange der Erwerbslosen und Niedriglöhner. Schliesslich haben sie mit darüber entschieden, sich kaufen lassen..

Worauf sollte sich ein VERTRAUEN in die DGB oder VERDI stützen???

Ich lese nichts darüber das die DGB oder VERDI sich intensiv einsetzen, die billigen Kompromisse von den kennen wir schon, jeden Monat sehbar in der eigenen Börse. Die Gewerkschaften sind doch jetzt erst bei 8, 50 Mindestlohn gelandet. BULLSHIT also!!!
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#32
Mo: Schulung von 8 bis 16.30 Uhr (1/2 h Pause)
Di-Fr: Bürgerarbeit von 8 bis 16.30 Uhr (1/2 h Pause)

So wie von dir vorgeschlagen wäre ja das Letzte, weil der Schulungsort sicher nicht an der Arbeitsstelle ist.
Dann müsste ja die Zeit so im Bürgerarbeit Vertrag festgelegt sein und ich dann zusätzlich vom JC in eine Maßnahme gesteckt werden. Da geht ja gleich der nächste Ärger los.
Hast du eine Quelle für deine Aussage zwecks der Maßnahme? Kann ich das nachlesen irgendwo?
 

fusselfrei

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Apr 2011
Beiträge
10
Gefällt mir
4
#33
OK. Ich hatte meine Anfrage auf #1 bezogen. In #8 habe ich dann die Antwort gefunden.

Als "Rookie" in diesem Forum habe ich seit einem halben Jahr mitgelesen, und jetzt erwischt mich die komplette H4-Sche...e auch.

Ich weiss aber, dass mir das Forum bisher genügend Munition geliefert hat, um nicht als "kleiner Wicht" beim JC aufschlagen zu müssen.

In diesem Sinne. Erst einmal Danke!

fusselfrei :icon_klatsch:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#34
[FONT=&quot]Das entschied das Sozialgericht Berlin (Az. S 55 AS 24251/11 ER).:

Als sittenwidrig gilt eine Vergütung, wenn sie trotz Vollzeitbeschäftigung unter dem Niveau der Grundsicherung liegt. Die Klägerin hatte eine sogenannte Arbeitsgelegenheit in Entgeltvariante nicht angetreten, in der sie für 38,5 Wochenstunden monatlich 900 Euro brutto bekommen sollte. Die Richter befanden, das Entgelt hätte mindestens 1085 Euro betragen müssen, um das Grundsicherungsniveau eines volljährigen, alleinstehenden Hilfebedürftigen zu erreichen. Würde der Wert des jüngsten Existenzminimumsberichts für das gesamte Bundesgebiet zugrunde gelegt, läge das notwendige Entgelt bei 989 Euro brutto beziehungsweise 769,87 Euro netto.[/FONT]
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#35
@Red Bull
Wie sieht denn die Sittenwidrigkeit bei 900 Brutto á 30 Wochenstunden aus?
Bzw. 40 Wochenstunden, wenn das mit dem 10 Stunden "Training" noch stimmen sollte?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#36
@Red Bull
Wie sieht denn die Sittenwidrigkeit bei 900 Brutto á 30 Wochenstunden aus?
Bzw. 40 Wochenstunden, wenn das mit dem 10 Stunden "Training" noch stimmen sollte?
ich kann es dir nicht sagen. ich bin bisher nicht in den genuß gekommen. sollte es ja machen (egv per va) hatte noch gegen ortsabwesenheit und potentialanalyse widerspruch eingelegt, dem im vollem umfang entsprochen wurde.

hatte als begründung bürgerarbeit hingewiesen das die gewerkschaft verdi ausdrücklich darauf hinweist, dass bürgerarbeit auf grund fehlender gesetzlicher festlegungen nicht vom geltungsbereich des tarifvertrages öd ausgenommen ist.

ein weiteres zudem rechtliches problem ergibt sich hinsichtlich der befristung auf 3 jahre, denn diese ist lt. § 14 absatz 2 teilzeit und befristungsgesetz unzulässig. zulässig wären max. 2 jahre.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#37
Eben das sind auch meine Argumente. Mal sehen was beim Vorstellungsgespräch rauskommt.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#38
@Red Bull
Wie sieht denn die Sittenwidrigkeit bei 900 Brutto á 30 Wochenstunden aus?
Bzw. 40 Wochenstunden, wenn das mit dem 10 Stunden "Training" noch stimmen sollte?
Egal ob Training oder nicht, es sind dann 40 h und somit sind 900 Euro brutto sittenwidrig.

Bei 30 h isses wohl okay. :icon_neutral:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#39
Beteiligung an der Bürgerarbeit unter ÖBS-Bedingungen beschlossen

Pressemitteilung
Berlin, den 03.05.2011
Aus der Sitzung des Senats am 3. Mai 2011:

Auf Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm, hat der Senat heute die Grundlagen für die Beteiligung an der Bürgerarbeit unter den Bedingungen des Öffentlich geförderten Beschäftigungssektors Berlin (ÖBS) verabschiedet. Damit wird der ÖBS für die nächsten Jahre auf ein sicheres Fundament gestellt. Die gemeinnützigen Tätigkeiten von Langzeitarbeitslosen für die Stadtgesellschaft können fortgesetzt werden.

Senatorin Bluhm: „Ich bin sehr froh, dass wir den ÖBS weiterführen können. Denn wir haben damit ein bundesweit vorbildliches Projekt geschaffen. Wir haben gezeigt, dass es sinnvoll ist, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Und zwar sinnvolle Arbeit, die der Stadt, den Kiezen und den Berlinerinnen und Berlinern zugutekommt. Die Erfahrungen mit dem Berliner ÖBS werden in anderen Bundesländern mit Interesse verfolgt. Ich bin mir sicher, dass andere Länder unser Modell nachahmen werden.“

Das Land Berlin wird die Bürgerarbeit zu ÖBS-Bedingungen mit bis zu 16,4 Mio. € pro Jahr mitfinanzieren. Perspektivisch sollen damit etwa 2.300 Plätze für jeweils drei Jahre eingerichtet werden. So werden die Beschäftigungsmöglichkeiten des Berliner ÖBS, die seit 2007 im Rahmen der Jobperspektive nach § 16 e SGB II, des Bundesprogramms Kommunal-Kombi und der Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante nach § 16 d SGB II geschaffen wurden, um ein weiteres Instrument ergänzt. Insgesamt sollen so 5.000 Arbeitsplätze im ÖBS sichergestellt werden.

Angesichts stark gekürzter Eingliederungsmittel der Bundesagentur für Arbeit haben die Jobcenter in diesem Jahr die Förderung von ÖBS-Stellen zurückgefahren. Im SGB-Bereich hat der Bund die Mittel für Berlin im Jahr 2011 von vorher 677 Mio. € auf 490 Mio. € um knapp 28 % gekürzt. Durch den Einsatz des Bundesprogramms Bürgerarbeit für den Berliner ÖBS können nun wieder zusätzliche Stellen eingerichtet werden.

Voraussetzung für die Beteiligung Berlins an der Bürgerarbeit ist ein Arbeitnehmer brutto von mindestens 1.300 €, das von Transferleistungen der Job Center unabhängig macht, sowie eine nicht nur kurzfristige Beschäftigung. Das entspricht den bisherigen ÖBS-Förderungen.

Im Rahmen der Bürgerarbeit können langzeitarbeitslose Menschen, nachdem sie eine Aktivierungsphase durchlaufen haben und keine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelungen ist, bis zu drei Jahren beschäftigt werden. Die Arbeitsplätze müssen „zusätzlich“ und die Tätigkeiten „im öffentlichen Interesse“ sein. Um das sicherzustellen, werden die Maßnahmen wie bisher mit den örtlichen Arbeitsmarktpartnern in den Berliner Bezirken abgestimmt. Es sollen vor allem Projekte mit gesamtstädtischer Bedeutung, zum Beispiel im kulturellen Bereich, gefördert werden.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#40
Egal ob Training oder nicht, es sind dann 40 h und somit sind 900 Euro brutto sittenwidrig.

Bei 30 h isses wohl okay. :icon_neutral:
Aber wohl legitim, wenn Bürgerarbeit und Maßnahme getrennt läuft. Mal sehen was ich in die Hand bekomme.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#41
Sehr geil wäre ja das hier:

Mo-Fr. 08.00 bis 15 Uhr Bürgerarbeit, 15.00 bis 16.00 Uhr Weiterbildung.

Natürlich ist der Weiterbildungsbetrieb ein paar km entfernt.

Muss man halt Red Bull saufen und sich Flügel wachsen lassen.

Hatte ich mal bei nem Vorstellungslaberchen über Telefon. (Ja, gab mal Zeiten, da war ich noch doof und naiv.) Sollte in 20 min da sein, da letzter Bewerbertermin, aber wenn ich sofort losgehetzt wäre, dann hätte ich knapp 50 min gebraucht.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#42
Es fehlt immer noch die Quelle zu dieser "Weiterbildung"... So ganz kann ich das noch nicht glauben.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#43
vader, die quelle ist eine Teamleiterin eines Arbeitsamtes in Berlin. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Schriftlich gibt es noch nicht, soll aber Anfang 2012 soweit sein...
 

JesseJames49

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
9 Mrz 2011
Beiträge
1.221
Gefällt mir
299
#46
Die kommen hoffentlich schwer ins Rotieren mit der Beantwortung deiner Fragen.

Achso, wollte das PDF schliessen, da fährt mein PC runter.:eek: Ist nicht reproduzierbar.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#47
Ich bin gern offen für Vorschläge, was den Fragebogen angeht.
 

JesseJames49

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
9 Mrz 2011
Beiträge
1.221
Gefällt mir
299
#48
Ich finde die Fragen passend und gut. Auf deren Antworten würde ich erstmal nichts geben sondern sie notieren. Letztendlich ist dann noch der Arbeitsvertrag zu prüfen.
 
Mitglied seit
13 Jun 2011
Beiträge
100
Gefällt mir
8
#49
Ab 1.1.2012 ist Bürgerarbeit Pflicht, besonders für Arbeitslose, die länger als 1 Jahr ALG II beziehen und über 38 Jahre sind. 50 + werden bevorzugt rangezogen.

Ablehnungen werden mit Sanktionen geahndet, vorgeschlagen werden ins. Jobs in der Altenhilfe, Kita, Schule und Bildung,Gartenpflege, öffentliche Pflege von Grünanlagen, Kiezgänger (bes. Hundekotbeseitigung ect) bis zu 40 stunden die Woche, wobei 10 Stunden Weiterbildung durch Träger ist. Entgelt 900 Brutto.

Die Bürgerarbeit soll in Berlin um weitere 3-6.000 aufgestockt werden. Träger sind unter anderem Kubus, Tandem, Nestor, Bequit und andere.

Wieviel das netto sind kann sich jeder ausrechnen. Damit sollen auch etliche frühere HIWI jobs ersetzt werden, da es mit der Freiwilligenarbeit nicht so funtioniert. Der neue Senat in Berlin wird es richten. Leider ist ja jetzt Schwarz-Rot an der Macht!!! sagte eine Quelle im Jobcenter...
woher stammt diese Information?
 

GerdW

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Nov 2011
Beiträge
33
Gefällt mir
1
#50
Ab 1.1.2012 ist Bürgerarbeit Pflicht, besonders für Arbeitslose, die länger als 1 Jahr ALG II beziehen und über 38 Jahre sind. 50 + werden bevorzugt rangezogen.

Ablehnungen werden mit Sanktionen geahndet, vorgeschlagen werden ins. Jobs in der Altenhilfe, Kita, Schule und Bildung,Gartenpflege, öffentliche Pflege von Grünanlagen, Kiezgänger (bes. Hundekotbeseitigung ect) bis zu 40 stunden die Woche, wobei 10 Stunden Weiterbildung durch Träger ist. Entgelt 900 Brutto.

Die Bürgerarbeit soll in Berlin um weitere 3-6.000 aufgestockt werden. Träger sind unter anderem Kubus, Tandem, Nestor, Bequit und andere.

Wieviel das netto sind kann sich jeder ausrechnen. Damit sollen auch etliche frühere HIWI jobs ersetzt werden, da es mit der Freiwilligenarbeit nicht so funtioniert. Der neue Senat in Berlin wird es richten. Leider ist ja jetzt Schwarz-Rot an der Macht!!! sagte eine Quelle im Jobcenter...

Wenn man so ein Job angeboten bekommt, wie kann man sich denn wehren, ohne Strafe?
Kann jemand das einwenig klar und direkt sagen, ohne auf irgendwelche Höhe der Löhne einzugehen?
 
Mitglied seit
4 Sep 2008
Beiträge
1.247
Gefällt mir
75
#52
@überflüssig
komisch nur, dass mein Mitbewohner genau das Gegenteil erfahren durfte, direkt von der NOA (die diese Stellen vergibt). Die müssen jetzt ihre Werkstätten usw zumachen und bauen alles bis auf Parkwächter ab.

und nun?
 

Cally

Elo-User/in
Mitglied seit
2 Apr 2011
Beiträge
132
Gefällt mir
28
#53
vader, die quelle ist eine Teamleiterin eines Arbeitsamtes in Berlin. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Schriftlich gibt es noch nicht, soll aber Anfang 2012 soweit sein...
Und überhaupt, seit wann hört man von Arbeitsamt Mitarbeitern qualifizierte Aussagen? Wieso nimmt das hier jeder so ernst?
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#54
Ist da was neu dran?
Ja in Berlin schon! Die Bürgerarbeit war bis dato vor schwarz und pseudo- rot nämlich noch so geregelt, dass die Bürgerarbeit auf ein Tariflohn aufgestockt wurde bzw. bei fehlendem Tarifvertrag mindestens 1300,- gezahlt wurden!
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#55
@teddy
Wie ist es denn jetzt geregelt? BMAS und verdi sagen es muss nach TVöD bezahlt werden.
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#56
Das entschied das Sozialgericht Berlin (Az. S 55 AS 24251/11 ER).:

Als sittenwidrig gilt eine Vergütung, wenn sie trotz Vollzeitbeschäftigung unter dem Niveau der Grundsicherung liegt. Die Klägerin hatte eine sogenannte Arbeitsgelegenheit in Entgeltvariante nicht angetreten, in der sie für 38,5 Wochenstunden monatlich 900 Euro brutto bekommen sollte. Die Richter befanden, das Entgelt hätte mindestens 1085 Euro betragen müssen, um das Grundsicherungsniveau eines volljährigen, alleinstehenden Hilfebedürftigen zu erreichen. Würde der Wert des jüngsten Existenzminimumsberichts für das gesamte Bundesgebiet zugrunde gelegt, läge das notwendige Entgelt bei 989 Euro brutto beziehungsweise 769,87 Euro netto.
@Red Bull
Wie sieht denn die Sittenwidrigkeit bei 900 Brutto á 30 Wochenstunden aus?
Bzw. 40 Wochenstunden, wenn das mit dem 10 Stunden "Training" noch stimmen sollte?
Dieser Taschenspielertrick dürfte nach der bisherigen Rechtssprechung auch nicht funktionieren, da bei einer Kombination von 30 Stunden Bürgerarbeit und 10 Stunden "Trainingsmaßnahme" letztlich dem Leistungsberechtigten auch nach wie vor die Möglichkeit dahingehend genommen werden würde, eine Arbeit zu finden, die dessen Hilfebedürftigkeit beendet.

Somit sind nach Rechtssprechung nur insg. 30 Stunden die Woche insg. möglich, damit der Leistungsberechtigte auch weiterhin genügend Zeit hat eine sozialversicherungspflichtige Arbeit zu finden. :cool:
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#57
@teddy
Wie ist es denn jetzt geregelt? BMAS und verdi sagen es muss nach TVöD bezahlt werden.
Leider ist es "Wurst" was die meinen. Auf alles was auf kommunaler Ebene zu entscheiden ist, haben die keinen Einfluss. Die Kommunen werden selbst trotz höchstrichterlicher Rechtssprechungen stets auch weiterhin nur nach Kassenlage ihre Entscheidungen treffen. Die Betroffenen sind dann gezwungen jedes Mal aufs Neue gerichtlich gegen die rechtswidrigen Entscheidungen der Kommune vorzugehen. (siehe Berliner AV-Wohnen zu BSG B 14 AS 2/10 R und B 14 AS 50/10 R vom 19.10.10)

Dies bedeutet, dass die finanziellen Fragen zur Bürgerarbeit, Bildungspaket oder die Fragen zur Übernahme von „angemessenen“ Unterkunftskosten in der Regel auch stets nur weiterhin mittels Leistungsunterschlagender Anwendungspraktiken seitens der Kommunen nach Kassenlage praktiziert wird. Es ist leider alles ein extrem unerträglicher Zustand der die Leistungsberechtigten hier durch die Verschiebung von Zuständigkeiten um ihre verfassungsmäßigen Rechte bringt.

Der asoziale Gesetzgeber hat leider diese Kommunale- Zuständigkeit, die dazu führt, dass die Kommunen ihre eigenen Anwendungsvorschriften zur Leistungsunterschlagung kreieren können, leider so auch ganz bewusst im Gesetz verankert.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#58
Die Betroffenen sind dann gezwungen jedes Mal aufs Neue gerichtlich gegen die rechtswidrigen Entscheidungen der Kommune vorzugehen.
Wenn ich im Vorstellungsgespräch darauf hinweise, kann mir das im Hinblick auf Sanktionen zum Nachteil werden? Was meinst du?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#59
Danke Teddybaer!!

Warum man das ernst nehmen sollte, ist hoffentlich jedem klar wenn er seine
antworten gelesen hat. Natürlich kann man sagen, ach das kommt von irgendeinem Teamleiter im JC, die lügen doch sowieso. Ich gebe hier mal zu bedenken , das dort auch nur Menschen sitzen, und auch die gehen wählen und sind vielleicht nicht der schwarzen Politik in Berlin zugeneigt.

Namen können auch nicht genannt werden, weil sowieso einige auf der Abschussliste sind, wenn es dem Boss des JC gefällt. Die sollen nämlich die
ganzen Sanktionen und Vorgaben erfüllen. Oft werden die Arbeiten kontrolliert
und der Leiter oder Teamleiter ändert die Anweisungen wenn nicht das soll erfüllt wird. Besser wäre es natürlich wenn die SB`s mal alle in Streik gehen, die meisten habe sowieso nur kurze Verträge. Hire and Fire auch dort!!

Jetzt kommt bestimmt von einigen, mit denen habe ich kein Mitleid bla bla.

Aber nochmals dort sitzen auch nur Menschen, (manchmal auch Ars++++++)
und manchen ist eben klar mit rot schwarz wird es noch schlimmer in Berlin!!

Da können solche Infos nicht schaden. Da müssen wir uns Berliner verstärkt zusammen drum kümmern, vielleicht neue Taktiken, ohne dieses Forum hier..wer lust dazu hat kann mir gerne eine PM schicken.
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#61
Wenn ich im Vorstellungsgespräch darauf hinweise, kann mir das im Hinblick auf Sanktionen zum Nachteil werden? Was meinst du?
Es kommt drauf an!

Wie du selbst weist, hat der asoziale Gesetzgeber leider auch den völlig inkompetenten Rechtslaien an den JCs quasi eine Generalvollmacht zum Strafrichter mittels dem Zweiten "Sozialgesetzbuch" erteilt.

Die freie Meinung ist zwar einerseits verfassungsmäßig unbestreitbar aber andererseits wird die "Vereitelung" des Zustandekommens einer "Arbeit" wegen seiner Meinung sanktioniert. Wenn man jedoch in einem Bewerbungsgespräch seinen Arbeitsvertrag überreicht bekommt und dann sagt, dass man diesen gern rechtlich überprüfen lassen möchte, weil einem nicht klar ist, ob der gezahlte "Lohn" hier den rechtlichen Ansprüchen genügt, so kann hieraus dann kein Sanktionsgrund abgeleitet werden. Allerdings wissen wir alle hier, dass Sanktionsgründe auch unabhängig einer Rechtsgrundlage gern willkürlich seitens vieler Rechtslaien an den JCs praktiziert werden.

Nur wer Leistungen unterschlägt, kann beim Jobcenter auch befördert werden!
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#62
Danke dir :icon_daumen:
Dann wird erstmal nur mein Fragbogen zum Einsatz kommen und die Bemerkung dann ggf. wenn mir der Vertrag ausgehändigt wird - sofern ich ihn überhaupt zum Prüfen mitbekommen sollte.
 

Trixi2011

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Feb 2011
Beiträge
1.182
Gefällt mir
362
#63
Ich werde mal aus dem Nähkästchen plaudern und sagen, wie bei uns vor Ort das "Coaching" aussieht:

Wir haben eine echt Coacherin! Oh ja, die kennt sich voll aus und versteht es durch raffinierte Fragetechniken einen Dinge zu entlocken, die man ansonsten nur mit der besten Freundin oder der Mutter bespricht...

Die armen Bürgerarbeiter, die ein 10 Stunden Coaching verpasst bekommen, schließen einen Coachingvertrag ab, in denen geplante Ziele, Möglichkeiten, Wege... festgehalten werden. Besonders aber geht es um Bewerbungsnachweise.

Einmal pro Woche werden die Leute zu uns in die Zentrale geholt und müssen dann ein Coachinggespräch führen, das so etwa 30-45 Minuten dauert. 10 Stunden pro Woche stehen nur auf dem Papier und werden mit gefakten Handlungen belegt! z.B 2x 5 Stunden pro Woche Bewerbungstraining am PC, obwohl das halt garnicht stimmt! Der Träger hat gar keine Personalkapzitäten für solchen Schwachfug von Platz und PC`s ganz zu schweigen. Wir treten uns ja jetzt schon häufig auf die Füße!

Vielleicht wird das gegenüber dem JC behauptet um Bürgerarbeiter zu bekommen!

Was aber ganz sicher ist, ist die Tatsache, dass sich viele Vereine bei uns eine Mitgliedschaft eintragen lassen, weil sie wissen, dass sie über den Hauptträger an billige, vom Staat bezahlte Mitarbeiter kommen.

Aktuell arbeiten wohl bis zu 120 Personen in MAE, AGH-E, BürA und anderen mit Steuergeldern finanzierten Arbeitsverhältnissen.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#64
Was genau für raffinierte Fragetechniken, dass man geheime Sachen preis gibt, die aus dem Privatleben stammen und die Coacherin gar nichts angehen?
 

sixthsense

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
28 Aug 2011
Beiträge
2.026
Gefällt mir
386
#65
Ich lese hier die ganze Zeit "Berlin"... gilt das nun NUR für Berlin oder soll bundesweit Bürgerarbeit zur "Pflicht" für alle ELOs werden, die mehr als 1 Jahr ohne Arbeit sind? :confused:

Geht hier nämlich nirgends eindeutig hervor, wenn doch, dann überseh ich das irgendwie.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#66
Ich lese hier die ganze Zeit "Berlin"... gilt das nun NUR für Berlin oder soll bundesweit Bürgerarbeit zur "Pflicht" für alle ELOs werden, die mehr als 1 Jahr ohne Arbeit sind?
Ich glaube es ist so, dass sich die JC aussuchen können, ob sie Bürgerarbeit machen oder nicht.

Coachingvertrag ?? :icon_lol:
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#67
§ 421u SGB III


Versicherungsfreiheit von Bürgerarbeit

Versicherungsfrei sind Personen in einer Beschäftigung, die im Rahmen eines Modellprojekts "Bürgerarbeit" auf der Grundlage des Interessenbekundungsverfahrens des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Durchführung von Modellprojekten "Bürgerarbeit" vom 19. April 2010 (*BAnz. S. 1541) durch Zuwendungen des Bundes gefördert wird. Diese Regelung tritt am 31. Dezember 2014 außer Kraft.

*Bundesanzeiger Bürgerarbeit des BMAS (Bekanntmachung vom 19. April 2010, BAnz. S. 1541)
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#69
Das nach meiner Rechtsauffassung das Modell-Projekt "Bürgerarbeit" sittenwidrig sein muss, da nach § 826 BGB eine sittenwidrige vorsätzliche Schädigung gegenüber dem Leistungsberechtigten Bürgerarbeiter vollzogen wird, wenn dieser unter Zwang eine Arbeit annehmen muss, welche offenbar nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegt.

Mithin die BA oder der Arbeitgeber nach §826 BGB zum Ersatz des Schadens verpflichtet werden kann, wenn man jemanden zur Bürgerarbeit zwingt.

Bei einem 1,- € Job ist dies erst mal nicht so ohne weiteres möglich, da der ja eine "Maßnahme" (MAE) ist und sich nur im Volksmund 1,- € „Job“ nennt. Die Bürgerarbeit ist hingegen jedoch auch nach dem Wortlaut schon eine Arbeit!

Wie ich das jetzt mal so sehe, wird bei der Bürgerarbeit u.a. dann ja auch die Rentenzahlungspflicht seitens des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer unterlassen. Die BA selbst zahlt ja auch keine Rentenversicherungsbeiträge mehr beim Alg II !

Kann es daher sein, dass sich die BA die Bürgerarbeit einst ausdachte, als sie selbst noch Rentenversicherungsbeiträge zahlte? In dem Falle hätte man ja noch die Sittenwidrigkeit der Bürgerarbeit anzweifeln können aber so! :icon_kinn:

Kann jemand bestätigen, dass bei der Bürgerarbeit keine Rentenkassenbeiträge entrichtet werden?
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#70
Hier steht, dass von den 900 Brutto Rentenbeiträge abgehen.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#71
Danke an Teddy :icon_daumen:
Aufgrund der neuen Erkenntnisse habe ich meinen Fragebogen angepasst.
 

Anhänge

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#72
Hier steht, dass von den 900 Brutto Rentenbeiträge abgehen.
So dann würde es doch aber mit § 421u SGB III nicht vereinbar sein, wenn man von den 900.- € auch noch Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung zahlen muss!

Versicherungsfrei sind Personen in einer Beschäftigung, die im Rahmen eines Modellprojekts "Bürgerarbeit" durch Zuwendungen des Bundes gefördert werden :icon_kinn:

Das bedeutet für mich, dass man an sich von den 900 € nur 75 Cent Lohnsteuer abführen muss, also man Netto 899,25 auf die Hand bekommt! Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag fallen ja bei 900 € Brutto nicht an.

Vader deine Word Dateien kann ich nicht öffenen. Könntest du die mal in einem älteren doc Format abspeichern?
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#75
teddy wo hast du das denn her? Ich glaube da ist nur die Arbeitslosenversicherung mit gemeint, ansonsten ist das ein sozialversichungspflichtiger Job.

Bürgerarbeit im Regionalverband Saarbrücken - www.arbeitsagentur.de
Das steht so im SGB III

§ 421u SGB III Versicherungsfreiheit von Bürgerarbeit

Wenn nur die Arbeitslosenversicherung gemeint wäre, dann würde es auch so im Gesetz konkretisiert sein. Es steht dort aber unstreitig:

Versicherungsfreiheit von Bürgerarbeit


--

Vader zu 2 würde ich auch gleich mit dem passenden Paragraphen kommen. "Arbeitgeber" die gern von der Not anderer profitieren wollen, haben es nicht so gern, wenn sie merken, dass der Auszubeutende scheinbar die Rechtslage aus dem FF kennt. Die sind dann extrem irritiert und haben die Hosen voll, dass du sie auf mehr Kohle verklagst. Zudem abchecken, ob der AG gegebenenfalls einer Innung angehört und mithin Tarif zahlen müsste. Zudem prüfen, was die Tätigkeit genau zum Inhalt hat. So kann man in etwa als Bürgerarbeiter mit 900 Brutto nicht etwa an die Kasse eines Supermarktes gesetzt werden, weil man so den Tariflohn einer Kassierrein umgeht und mithin diese verdrängt. Genauso wenig darf man als Elektroinstallateur mit nur 900 Brutto abgespeist werden, wenn die Firma in der Elektro-Innung Mitglied ist.

zu 2.
Bestätigen Sie, dass die Stelle der Bürgerarbeit in Ihrem Haus im Hinblick auf die im Vermittlungsvorschlag vom 18.11.2011 genannten Tätigkeiten definitiv zusätzlich und gemeinnützig im Sinne des §16d SGB II ist und keinen regulären Arbeitsplatz verdrängt?


 

Trixi2011

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Feb 2011
Beiträge
1.182
Gefällt mir
362
#76
Was genau für raffinierte Fragetechniken, dass man geheime Sachen preis gibt, die aus dem Privatleben stammen und die Coacherin gar nichts angehen?
Naja....:icon_redface:, letztens hat sich mich nach meiner Gesundheit gefragt, weil ich im November öfters (5 Tage) krank war. Das lag vorallem an den starken Medikamenten, die ich nehmen musste.

Sie:"Was waren das für Medikament, für was sind die?"
Ich:"Naja...ähm... ist eine Frauensachen!"
Sie:"Sollen die Beschwerden lindern in der gewissen Zeit im Monat?"
Ich:"Nein, ist was anderes...was Spezielles!"

Letztlich musste ich eingestehen, dass ich und mein Freund versuchen mit Medikamenten ein Kind zu bekommen...:icon_sad:

Verdammt, dass ist doch meine Privatsache oder?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#78
Naja....:icon_redface:, letztens hat sich mich nach meiner Gesundheit gefragt, weil ich im November öfters (5 Tage) krank war. Das lag vorallem an den starken Medikamenten, die ich nehmen musste.

Sie:"Was waren das für Medikament, für was sind die?"
Ich:"Naja...ähm... ist eine Frauensachen!"
Sie:"Sollen die Beschwerden lindern in der gewissen Zeit im Monat?"
Ich:"Nein, ist was anderes...was Spezielles!"

Letztlich musste ich eingestehen, dass ich und mein Freund versuchen mit Medikamenten ein Kind zu bekommen...:icon_sad:

Verdammt, dass ist doch meine Privatsache oder?
Dann sag nächstes Mal, du warst halt Krank. Punkt.

Keine Antwort auf Fragen nach der Gesundheit. Diese Leute sind keine Ärzte und dein Privatleben geht die nichts an.

Na hallelujah, wenn solche Sachen Teil der Berliner Bürgerarbeit werden sollen. :icon_eek:
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#79
Neben der reinen Tätigkeit in der Bürgerarbeitsphase liegt ein Schwerpunkt auf dem begleitendes Coaching. Es ist Anliegen, auch in der Beschäftigungsphase die Integrationsbemühungen fortzuführen und in reguläre Arbeit zu vermitteln.
Das habe ich gerade auf der leipziger Seite gefunden.
Hier der Flyer dazu.
Da ist auch die Rede von einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, was gegen den § 421u SGB III spricht.

@Teddy
Hier ist die Rede von § 261 Abs. 2 SGB II nicht von § 16d SGB II - Wo ist der Unterschied?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#80
Aber ob man nach einem harten Arbeitstag noch Bock hat, sich voll labern zu lassen von irgendwelchen Coachern? Don't think so. :icon_evil:
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#81
@Teddy
Hier ist die Rede von § 261 Abs. 2 SGB II nicht von § 16d SGB II - Wo ist der Unterschied?
§ 261 Abs. 2 SGB III meine ich natürlich.

Meinen Fragebogen habe ich erneut angepasst und verschärft. Über Meinungen würde ich mich sehr freuen.
 

Anhänge

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Gefällt mir
2.372
#84
Beteiligung an der Bürgerarbeit unter ÖBS-Bedingungen beschlossen

Pressemitteilung
Berlin, den 03.05.2011
Aus der Sitzung des Senats am 3. Mai 2011:

Auf Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm, hat der Senat heute die Grundlagen für die Beteiligung an der Bürgerarbeit unter den Bedingungen des Öffentlich geförderten Beschäftigungssektors Berlin (ÖBS) verabschiedet. ......
Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm (Die Linke) ist mit der neuen schwarz-rot Regierung keine Senatorin mehr, weshalb die Pressemitteilung nicht mehr relevant ist und ganz sicher die 900 € Brutto wieder eingeführt werden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#85
Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm (Die Linke) ist mit der neuen schwarz-rot Regierung keine Senatorin mehr, weshalb die Pressemitteilung nicht mehr relevant ist und ganz sicher die 900 € Brutto wieder eingeführt werden.
mag sein, kann das aber nicht beurteilen.
 

Vader

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jun 2011
Beiträge
3.790
Gefällt mir
1.272
#86
Ich habe gerade etwas Interessantes in einem anderen Thread gepostet, was hier auch dazu passt:

KLICK
 
Oben Unten