Bündnis der Medien mit der Gewalt

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wolliohne

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Benjamin Laufer 31.03.2009
Bei großen Protesten ist die mediale Berichterstattung meist weitgehend auf gewalttätige Proteste fixiert

Man kennt das von vielen Großereignissen sozialer Bewegungen: Die mediale Berichterstattung ist getrieben von Sensationslust, dramatisiert Gewalttaten und reduziert die gesamten Proteste gerne auf solche. Über die Inhalte der Protestierenden wird in verschwindend geringem Ausmaß berichtet. Auch bei der Berichterstattung über die Proteste gegen den G20-Gipfel und den Nato-Gipfel wird das wieder genau so sein, soviel steht fest. Denn das ist kein Zufall, sondern hat System.

Medien brüsten sich gerne mit ihrer Unabhängigkeit und Objektivität. Doch diese Annahme ist falsch: Völlige Objektivität ist unmöglich. Bereits die Entscheidung, welches Ereignis thematisiert wird und welches nicht, unterliegt Mechanismen der Nachrichtenauswahl und ist daher mitnichten objektiv. Medien sind keine passiven Spiegel des realen Geschehens, sondern aktiver Faktor desselben. Neben der Themenselektion spielen Wortwahl und explizite Wertungen eine wichtige Rolle bei der Konstruktion medialer Realitäten.

TP: Bündnis der Medien mit der Gewalt
 
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