• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

BSG: Kein Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#1
BSG: Kein Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung

Karlsruhe – Ein Hartz IV-Bezieher hat keinen Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung mit der Hartz IV-Behörde oder darauf, dass Verhandlungen über eine Eingliederungsvereinbarung geführt werden und dem Erwerbslosen ein persönlicher Ansprechpartner benannt wird. Dies hat der 4. Senat des Bundessozialgerichts im Verfahren B 4 AS 13/09 R heute entschieden.




weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ein Bezieher von Arbeitslosengeld II hat keinen Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung mit dem Grundsicherungsträger oder zumindest darauf, Verhandlungen über eine Eingliederungsvereinbarung zu führen sowie ihm einen persönlichen Ansprechpartner zu benennen. Dies hat das Bundessozialgericht entschieden.


Der Kläger bezieht seit Februar 2005 Leistungen nach dem SGB II. Nachdem es Arbeitsgemeinschaft und Kläger nicht gelungen war, in ein Gespräch über die Eingliederung des Klägers zu kommen, übersandte die Beklagte dem Kläger einen Entwurf einer Eingliederungsvereinbarung mit der Bitte, ein Exemplar unterschrieben zurückzusenden. Der Kläger unterschrieb die Eingliederungsvereinbarung nicht und machte geltend, er habe keine Gelegenheit gehabt, sich in die Eingliederungsvereinbarung einzubringen. Das Handeln der Beklagten sei rechtswidrig. Die Beklagte ersetzte daraufhin die Eingliederungsvereinbarung durch einen Verwaltungsakt.
Der erwerbsfähige Hilfebedürftige kann durch ein "Nichtverhandeln" keinen Rechtsverlust erleiden. Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftige wird die Möglichkeit eröffnet, das inhaltliche Ergebnis einer durch Verwaltungsakt abgelehnten oder bewilligten Eingliederungsleistung im Sinne von § 15 Abs 1 Satz 2 SGB II gerichtlich voll überprüfen lassen.
was für ein Blödsinn. Was passiert, wenn das Gericht (das ja überlastet ist) den VA als rechtswirdig sieht?

Neuer VA, wieder gerichtlich überprüfen lassen, bis der HE dann mit der 5. oder 10 EGV zufrieden ist?

Hätte man sich sparen können, wenn das BSG gesagt hätte, das eine EGV grundsätzlich mit dem HE auf Verhandlungsbasis zu vereinbaren wäre.

:icon_kotz:
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#3
Wie der Begriff Kunde ein Hohn ist, erweist sich die eingleiderungsvereinbarung auch als Hohn. Es gibt keine Vereinbarung zwischen Behörde und Hartz IV-Bezieher.

Ebenso braucht man auch keinen pAP, da sie ja eh ausschließlich mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt sind bzw. dazu da sind, um Erwerbslose mit berechtigten ansprüchen abzuwimmeln.
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#5
Obwohl der § 15 SGB II festlegt, dass mit jedem eHb eine EGV abgeschlossen werden soll, hast du als eHb kein Recht auf die Anwendung dieses Paragrahpen. Oder anders: Du hast kein Recht, das Fördern einzufordern. Polemisch betrachtet könnte man also sagen, das Fördern ist nur ein Lippenbekenntnis, denn steht nicht im § 1 SGB II doch eindeutig: "Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und Personen, die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, stärken [...]"

Ein Recht, dass die Behörde mit dir zusammen ihrem gesetzlichen Auftrag der Eingliederung in Arbeit usw. nachgeht, gibt es also nicht. Wenn die Behörde aber meint, die Gesetze anwenden zu müssen, muss man unter Androhung existenzberaubender Sanktionen als treudoofes Schaf folgen. Man wird somit zur Verfügungsmasse und unmündig. Die Beziehung zwischen "Kunde" und Behörde ist einseitig und autoritär. Die Macht, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und die Grundsteine zur Verbesserung zu legen, darf der Erwerblose nur bekommen, wenn er damit weiterhin kontrollierbar bleibt. Warum auch immer ...

Mario Nette
 

Ingvar

Elo-User/in

Mitglied seit
17 Jul 2008
Beiträge
531
Gefällt mir
50
#6
Na wer jetzt noch nicht aufgewacht ist
und erkennt das wir in so einer Art "modernen subtilen verdeckten Diktatur" leben,
dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen!:icon_twisted:

Es wird nur noch beschönigt, verdreht, belogen und betrogen wo es nur geht!!!:icon_neutral:
 
E

ExitUser

Gast
#7
Zu: Kein Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung - BSG, 22.9.09

Kein Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung - BSG, 22.9.09, B 4 AS 13/09 R

Berlit schrieb im neuen Münder (07/2009) noch zur Eingliederungsvereinbarung:

LPK-SGB II, § 15 Rn 9 u.a.:

Der Einordnung der Eingliederungsvereinbarung als normenersetzendes bzw. -konkretisierendes hoheitliches Handeln sui generis, das als neues, gesetzliche Anspruchsgrundlagen ersetzendes Institut in pseudokonsensuellem Gewand ähnlich wie ein Verwaltungsakt einer gerichtlichen Kontrolle unterliegt (Spellbrink Sozialrecht Aktuell 2006 51, 54 f.; ders. in Eicher/Spellbrink § 15 RN 10; s.a. KSW/Knickrehm § 15 SGB II Rn 5), ist nicht zu folgen.

Dann lasst mal die Gerichte ran. Wird dann aber nur mit hieb- und stichfesten Argumenten funktionieren.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Zu: Kein Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung - BSG, 22.9.09

Kein Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung - BSG, 22.9.09, B 4 AS 13/09 R

Berlit schrieb noch im neuen Münder (07/2009) dazu:

LPK-SGB II, § 15 Rn 9 u.a.:

Der Einordnung der Eingliederungsvereinbarung als normenersetzendes bzw. -konkretisierendes hoheitliches Handeln sui generis, das als neues, gesetzliche Anspruchsgrundlagen ersetzendes Institut in pseudokonsensuellem Gewand ähnlich wie ein Verwaltungsakt einer gerichtlichen Kontrolle unterliegt (Spellbrink Sozialrecht Aktuell 2006 51, 54 f.; ders. in Eicher/Spellbrink § 15 RN 10; s.a. KSW/Knickrehm § 15 SGB II Rn 5), ist nicht zu folgen.
 

Ela

Elo-User/in
Mitglied seit
26 Sep 2005
Beiträge
552
Gefällt mir
33
#9
AW: Amt darf Hartz-IV-Empfänger zu Praktikum zwingen

ausgerechnet in Welt-Online


dann noch mittig den Harz4Frass gesetzt :icon_kotz:


steht der Blödzeitung---BZ für Berliner in nichts nach... desto trotz... frag ich mich eh schon... in welchem Land ich eigendlich lebe... BRD kann es net sein... oder hab ich was verpasst in den letzen Jahren ??? :eek:
 

Hotti

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
29 Apr 2008
Beiträge
2.183
Gefällt mir
16
#11
AW: Amt darf Hartz-IV-Empfänger zu Praktikum zwingen

Dann würde ich wohl krank werden, wenn man mich zu so etwas zwingt. Das geht doch auf die Psyche, den Darm, Magen und was weiß ich nicht alles.
 
E

ExitUser

Gast
#12
AW: Amt darf Hartz-IV-Empfänger zu Praktikum zwingen

Praktikum = Zwangsarbeit

Nun ist es legitim jemanden zur Arbeit ohne Lohnausgleich zu verdonnern.
 
E

ExitUser

Gast
#14
Das Bundessozialgericht hat sich durchgesetzt, s. die Knickrehm und den Spellbrink.

Zu diesem Problem Martin Löns im März 2009:

Aus dieser nach den äußeren Merkmalen naheliegenden rechtlichen Einordnung in Verbindung mit den Sanktionsregelungen des § 31 Abs 1 S 1 Nr 1a ergeben sich Ansatzpunkte, dass der dadurch bewirkte Kontrahierungszwang verfassungswidrig ist (so etwa Berlit in LPK-SGB II § 2 Rn 26; Vor in Estelmann § 2 Rn 10, 11). Diese Bedenken sind gerechtfertigt, wenn man §§ 2 Abs 1 S 2; 15 und § 31 Abs 1 S 1 Nr 1a als ein geschlossenes System begreift und deshalb schon die durch eine Sanktion abgesicherte Verpflichtung zum Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung jedenfalls mit Art 2 Abs 1 GG für unvereinbar hält, da man darin eine ungerechtfertigte, unverhältnismäßige Beschränkung der Vertragsabschlussfreiheit erblicken kann. Nicht die Verpflichtung, sondern die Sanktion in den Blick genommen lässt sich auch argumentieren, diese (allein) sei verfassungswidrig, da die Sanktion von vorneherein unverhältnismäßig sei. Denn § 15 Abs 1 S 6 eröffnet die Möglichkeit, ohne eine Vereinbarung die erforderliche Regelung durch Verwaltungsakt zu regeln; dies sei das mildere Mittel (s eingehend Spellbrink in Eicher/Spellbrink § 15 Rn 12; anders LSG Nds-Bremen FEVS 59, 34, wonach § 31 Abs 1 S 1 Nr 1a verfassungskonform dahingehend auszulegen ist, dass die Sanktion nur greift, wenn der Leistungsträger einen Verwaltungsakt nach § 15 Abs 1 S 6 nicht erlassen hat; ähnlich Hess LSG Beschluss vom 9. 2. 2007 L 7 AS 288/06 ER). Es dürfte damit zu rechnen sein, dass dieses Problem dem Bundesverfassungsgericht zur Klärung vorgelegt wird.
 

Die Antwort

Elo-User/in

Mitglied seit
23 Apr 2009
Beiträge
1.141
Gefällt mir
44
#15
Na wer jetzt noch nicht aufgewacht ist
und erkennt das wir in so einer Art "modernen subtilen verdeckten Diktatur" leben,
dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen!:icon_twisted:

Es wird nur noch beschönigt, verdreht, belogen und betrogen wo es nur geht!!!:icon_neutral:
Subtil? Verdeckt? Eigentlich ist es sehr offensichtlich und man gibt sich auch keine Mühe mehr es zu verbergen.
 

Ingvar

Elo-User/in

Mitglied seit
17 Jul 2008
Beiträge
531
Gefällt mir
50
#16
Was ich zu der Sache hier jetzt auch nochmal sagen wollte:

Wenn das BSG entschieden hat, das ein Leistungsempfänger kein Anrecht auf eine Eingliederungsvereinbarung hat.
Warum sollte dann noch die Leistungsbehörde einen Anspruch auf eine Eingliederungsvereinbarung haben?
Und überhaupt was hat die Bezeichnung "Vereinbarung" noch mit diesem ganzen Schmuh zu tun.
Daran merkt man nur zu deutlichst wie wir hier hinters Licht geführt werden von unseren Pareteimarionetten in Berlin!:icon_neutral:
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#18
EGV....

Zusatz zur Unterschrift: Zur Unterzeichnung gezwungen unter Androhung von Leistungsentzug....
 

Robert123

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Aug 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
3
#19
BSG: Kein Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung

Karlsruhe – Ein Hartz IV-Bezieher hat keinen Anspruch auf Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung mit der Hartz IV-Behörde oder darauf, dass Verhandlungen über eine Eingliederungsvereinbarung geführt werden und dem Erwerbslosen ein persönlicher Ansprechpartner benannt wird. Dies hat der 4. Senat des Bundessozialgerichts im Verfahren B 4 AS 13/09 R heute entschieden.




weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
Bezieht sich dieses Urteil auch auf Alg 1 Empfänger?

Kann jemand etwas dazu aussagen?
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#20
Bezieht sich dieses Urteil auch auf Alg 1 Empfänger?

Kann jemand etwas dazu aussagen?
Nein beziehst sich darauf nicht. Allerdings gibt es beim ALG 1 erst überhaupt keine wahlfreiheit. Da werden EGVs erlassen.
 

Robert123

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Aug 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
3
#21
Danke für die schnelle Beantwortung.Werde leider in 5 Wochen die Zahl der Arbeitslosen vergrößern.Dank diesem Forum habe ich die Probleme schon längere Zeit interessiert verfolgt und werde sicher ein aufmerksamer und lernfähiger Forenbenutzer sein.

MfG Robert
 

sofia

Elo-User/in

Mitglied seit
21 Nov 2008
Beiträge
874
Gefällt mir
31
#22
Alles schön und gut, ich frage mich trotzdem, wer in euren Augen sich das leisten kann, mit Sanktionen zu rechnen??????????????????????

Ich könnte es mir nicht leisten, dieses Spielchen, deswegen betrachte ich diesen "Kampf" für sinnlos für die die Hilfe dringend benötigen und kein Polsterchen haben, dass ihnen über eine sanktionierte Zeit hinweg hilft.

Sorry, so gerne ich auch den Kampf aufnehmen würde, aber ich kann es mir nicht leisten!

Also, werde ich weiterhin EGV´s unterschreiben müssen, um dem finanziellem Ruin entgegen zu wirken!

Ich kapier einfach nicht, wen ihr da zur Weigerung anruft?

Allerdings habe ich persönlich auch nichts zu befürchten, denn ich bin halbtags berufstätig..........muß zwar trotzdem alle paar Monate diese EGV unterschreiben, aber der Text lautet: "Ziel: die beibehaltung oder Ausbau der bestehenden Tätigkeit.
(zu einer Versicherungspflichtigen)

Bei meinem letzten Besuch fragte ich wieso ich sowas immernoch unterschreiben muß obwohl ich bereits berufstätig bin und als Mutter (8jähriger) auch nichts weiter machen kann.........und ob ich wegen so einer Vereinbarung nicht meine jetztige Stelle in Gefahr sei, weil das der Agentur ja wohl nicht genügt........sie sagte, mal ehrlich....haben sie je von uns irgendein Angebot bekommen? sie werden auch keins bekommen, denn wir haben keine, und wir sind froh, dass sie überhaupt diese Stelle haben, sie ist nicht in Gefahr und wenn möglich machen sie die zu einer versichrungspflichtigen.!"

mehr können wir und werden wir im Moment nicht erwarten.

Die Worte meiner SB!

Gruß
 

Ingvar

Elo-User/in

Mitglied seit
17 Jul 2008
Beiträge
531
Gefällt mir
50
#23
Alles schön und gut, ich frage mich trotzdem, wer in euren Augen sich das leisten kann, mit Sanktionen zu rechnen??????????????????????
Es gibt den Weg der Einstweiligen Anordnung über das Sozialgericht! Das dauert höchstens zwei Wochen!
Als Leistungsempfänger kann man seine Grundrechte bei den faschistoiden Zuständen in diesem Lande nur noch über den Rechtsweg einklagen!
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#24
Es gibt den Weg der Einstweiligen Anordnung über das Sozialgericht! Das dauert höchstens zwei Wochen!
Als Leistungsempfänger kann man seine Grundrechte bei den faschistoiden Zuständen in diesem Lande nur noch über den Rechtsweg einklagen!
Leider dauert dieser Weg auch schon 6-8 Wochen, je nach Gericht. Und nicht immer folgen Gerichte der Eilbedürftigkeit oder sehen einen anordnungsgrund der aufschiebenden Wirkung. Siehe LSG Niedersachsen.
Es ist eine Abwägung und ich rate dazu, wer diesen Weg geht, sollte schauend, dass etwas Geld zurück gelegt ist. Auch wenn dieses kaum machbar ist, solte man auf jeden Fall versuchen für solche fälle etwas zurück zulegen. Denn irgendwelche Sperren können immer kommen. dies erleben hier viel zu viele und sei es nur, weil irgend ein SB die Sachen verlegt hat und behauptet, er hätte sie nie erhalten.
 

sofia

Elo-User/in

Mitglied seit
21 Nov 2008
Beiträge
874
Gefällt mir
31
#25
Ja!
So sieht das nämlich aus, dass man nicht unbedingt auf verlorenem Posten steht, aber eine gehörige Portion Aushaltemittel bereit halten muß, um solche Wege zu bestreiten.

Natürlich wäre das dringend notwendig, aber unter den zahllosen Opfern wird kaum einer sein, der sich das leisten kann.

Ich selbst habe mit EGV´s die Erfahrung gemacht, dass sobald ich eine geringfügige Beschäftigumg aufweisen konnte auch nichts mehr Schlimmes von der EGV ausging.

Ich persönlich finde es aber schlimm, dass beispielsweise Mütter, wie ich, sich nebenher auch noch eine Tätigkeit suchen müssen, als ob man zu Hause herumfaulenzen würde und noch Zeit wäre zu arbeiten.

Das ärgert mich, in meinem und vielen anderen Mutterfällen.

Um seine Ruhe zu haben muß man dann schon irgendeinen Job haben, dann kehrt so langsam Ruhe ein.

Jetzt habe ich einen, der mich kraftmässig wirklich plagt, .......
und ich bin keine faule Person, oder denke, man kann unbegrenzt und bequem einfach die Hand aufhalten, ..............nichts hätte ich lieber als nicht mehr diesem Verein anzugehören.........!

Nur so entgeht man den 1 Euro Jobs und der Schikane der Agenturen.

Die machen schon Druck.
Es ist in vielen Fällen auch nicht fair oder sehr sozial, was da mit manchen geschieht, vor allem mit denen die eh schon Leistung gebracht haben oder noch bringen, ..................Kampf der Hartz 4 Regelung ist unbedingt angesagt...................aber nicht so, dass man Wege beschreiten muß die einem die Existenz gefährden.

Und die, die es wirklich angeht, die sind doch garnicht bereit irgendetwas zu machen, die leben doch ganz gut so!

Ich wäre Euch dankbar, wenn ihr Kampfvorschläge habt, die nicht in Sanktionen enden!
Dann kann man auch mitmachen.

Grüße

p.s. Was haltet ihr davon alle Agenturen auszuräuchern?:icon_twisted:

Ja, scho´recht, ich hör schon auf:cool:
 

B. Trueger

Forumnutzer/in

Mitglied seit
24 Sep 2007
Beiträge
1.347
Gefällt mir
0
#26
Und die, die es wirklich angeht, die sind doch garnicht bereit irgendetwas zu machen, die leben doch ganz gut so!

Aha, da haben wirs wieder. Nach oben ducken, nach unten spucken. Frei nach: guter Arbeitsloser - böser Arbeitsloser. Und du gehörst selbstverständlich den Guten an. Ich denke, damit liege ich doch richtig, oder?
Und dann nach Vollkaskorevolution rufen.

Sei mir nicht böse aber derlei Argumentationen rufen bei mir einen eklatanten Brechreiz hervor.
 

sofia

Elo-User/in

Mitglied seit
21 Nov 2008
Beiträge
874
Gefällt mir
31
#27
Hallo Trueger!
Ich kann dir natürlich nicht verdenken, dass Du nicht verstanden hast, worum es mir geht, man kennt sich ja auch nicht und ein losgelöster Spruch kann mißverstanden werden.

Um ehrlich zu sein, ja ich bin eine Gute, aber keine Arbeitslose!
Ich bin mehrfache Mutter und benötige zu meinem Verdienst noch zusätzlich Unterstützung.

Aus meiner nächsten Umgebung sind von 10 Leuten 7 die herumtricksen dass es nur so scheppern würde, gäbe es dafür Geräusche!
Bis hin zu Dokumentenfälschung ist alles vertreten!

Was noch nicht da war, ist Mord (für Geld)!

Manchmal stelle ich mir die Frage ob ich nicht besser die Seiten wechseln sollte, aber dann könnte ich meinen Kindern nicht mehr in´s Gesicht sehen.

Denn ich erziehe nach den alten Tugenden, vor allem ist mir die Selbstverantwortung wichtig!
Denn von nix kommt nix.
Ich erziehe hin zu richtigen Einstellung den Mitmenschen gegenüber und auch der Gemeinschaft in der wir leben.
Wenn ich diese Abgründe, sag ich mal, sehe, dann frage ich mich ob ich dumm bin und ob ich meinen Kindern nur leid zufüge, indem ich sie zu ehrliche und fleißige Bürgern erziehe, gleichzeitig aber auch dahin, dass sie zuerst sich im Auge haben sollten.
Denn täte ich das nicht, dann sind sie die gear....... der Zukunft.

Übrigens sind das die Menschen die in Zukunft unsere Macher sind, und mal ehrlich, was wäre dir lieber?
Gauner schlimmer als heute oder Menschen die mit dir als späteren Rentner mitfühlend und rücksichtsvoll umzugehen verstehen?
Menschen die endlich den Spieß umdrehen und Menschlichkeit wieder hochleben lassen oder habgierige Egoisten, die sich nur der Abzocke verschreiben?

Na?


Da hindurch muß ich meine Kinder führen und das ist eine Gradwanderung!

Deshalb habe ich mich entschlossen, mir die ehrliche Frage zu stellen, was wäre, wenn es keine Sozialhilfe gäbe.
Dann würde einiges wegfallen und es gäbe nur eine Entscheidung: Arbeit!
Einjeder wie er kann und vielleicht sogar will!

Im Gewühl unserer Zeit muß ich als Verantwortliche mit Erziehungsauftrag Stellung beziehen und ich habe mich entschieden die eigene Verantwortung zu wählen.

Sozialhilfe hin, Sozialhilfe her, besser ich rechne meine Kräfte und Fähigkeiten zusammen und betreibe Brainstorming was man mit den Fähigkeiten alles anfangen kann.

Denn ich bin überzeugt, die Annahme dass sich das je ändert hin zu mehr Gerechtigkeit von den Machern her, die habe ich verworfen.......daran glaube ich nicht, es wird sogar noch viel schlimmer.
Vorallem für die die nicht rechtzeitig umdenken.

Und um ehrlich zu sein, ich kann mir nichts besseres vorstellen als aus eigener Kraft sein Leben zu finden und zu meistern.
Leider gibt es viele Entmündigte, die sich vorsagen lassen was ihr Leben und ihre Einstellung sein sollte und ist, das finde ich sehr schade und es ist auch Verarschung.

Deshalb möchte ich mich nicht auf den Staat verlassen und mittels Hilfe die Dröhnung verpassen lassen, die mich zum beherrschbarem Werkzeug der Mächtigen macht.


Das sollte eigntlich meine Aussage sein, aber gut, ich habe mich wahrscheinlich zu undeutlich ausgedrückt und nahm vorweg, dass man meinen Gedankengang nachvollziehen kann.

Was mich immer wieder ärgert ist, dass man in Sozialhilfe Foren das Thema der Eigenverantwortung so gerne unter den Tisch kehren möchte und als Nestbeschmutzer ausgerufen wird:icon_kotz:

Von mir aus, wenn´s die Hilfegemeinschaft das so lieber hat, dann ist es halt so, aber mein Anliegen ist es die Gedanken zur richtigen Einstellung zu motivieren.

Dadurch könnte sich so mancher viel Leid ersparen, wenn man sich seiner eigenen Kräfte bewußt wäre und auch bereit wird diese einzusetzen.

Sicher, wir können rechtlich gegen das Treiben mit Hartz 4 vorgehen, das ist auch gut so, aber das kann nicht der Sinn sein, sich mehr Hilfe zu erstreiten, um menschwürdiger zu leben,........menschenwürdiger ist sich selbst in die Lage zu versetzen die eigenen Vorstellungen zu verwirklichen und sich nicht auf den Staat zu stützen.............du siehtst doch was bei rauskommt.

Sozialhilfe geht mit Entmündigung einher und zieht einen in ihren Sumpf .
Da hilft nur die richtige Einstellung zu den Dingen.

Trotzdem helfe ich mit und stelle Widersprüche und so, aber ganz sicher nicht weil ich glaube, dass sich das je zum Guten wenden wird, eher deshalb, um den Widerstand zu stärken, der die Willkür bekämpft und damit eine solche Gemeinschaft stärker wird und vielleicht für die Zukunft mehr Menschlichkeit das Leitbild wird.

Menschlichkeit bedarf aber des richtigen Leitbildes und das vermisse ich sehr........!

Aber überzeugt bin ich von der Härte die viele viele noch treffen wird.

Das ist mein Antrieb und meine Aussage.

Hoffe Klärung geschaffen zu haben.

Gruß
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten