Bruder gestorben und hinterlässt eine größere Geldsumme wie damit umgehen?

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hand987

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Hallo Leute

Ich bin Hartz 4 Empfänger seit 10 Jahren durchgehend. Ende März Läuft mein Bescheid aus.
Am 18.01.2018 ist mein Bruder verstorben. Er war ledig, keine Kinder und wir haben keine Verwandten mehr. Mein Bruder war Krank geschrieben und bekam Krankengeld. Er wohnte in einer anderen Wohnung.
Er hat auf seinen Konto noch ca.6000-7000 Euro drauf. Das Jobcenter ist über diese Summe und den Todesfall informiert. Kein Testament. Mein Problem ist: das Ich Angst habe das das Amt mit die Leistung ganz versagt, mit der Begründung , das ja Geld da ist und Ich sehen soll wie Ich damit zurechtkomme. Und das mein Weiterbewilligungsantrag abgelehnt wird weil ja Geld da ist.
Von dem Konto-Geld muss ich die Beerdigungskosten ca. 4000 Euro zahlen und seine Wohnung auflösen und Renovieren lassen. Das sind ca.600-1000 Euro.
Was noch dazukommt ist, das Ich die Wohnung Auflösung mit 3 Monatsmiete bezahlen muss.Da es keinen Nachmieter gibt. Das sind ca.1200 Euro.
Das Erbe ausschlagen geht in meinem Fall wohl nicht da Ich dann:
„vorsätzlich oder grob fahrlässig die Voraussetzungen einen Bezug von Leistungen nach dem SGB II herbeiführen(§ 34 Abs. 1 SGB II) würde“
„Diese Konstellation ist im Falle der Ausschlagung einer Erbschaft mit positivem Nachlasswert gegeben, weshalb die Ausschlagung einer Erbschaft mit positivem Nachlasswert für den Erben keinen Vorteil bedeutet“.
„In der Praxis bedeutet dies, dass Erben, die Arbeitslosengeld II beziehen, eine Erbschaft nur dann ohne weitere Konsequenzen ausschlagen können, wenn der Nachlasswert negativ ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn man Schulden erbt oder die mit der Annahme des Erbes verbunden Kosten den Nachlasswert übersteigen“. Quelle:
Erben als Hartz IV Empfanger - Erbschaft bei Hartz IV
Das habe Ich gefunden im Netz. Oder kann ich das Erbe ausschlagen ohne zu viel Ärger zu bekommen. Ich habe noch keine Antwort vom Jobcenter bekommen.
Ich wollte nur schon mal fragen und eure Erfahrung und Ratschläge lesen.
Danke im voraus. Sorry die Länge des Textes.

mfg
hand987
 

Badener

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Hallo,
hm ...also wenn ich das richtig gerechnet habe ...
bleibt doch ... wenn überhaupt ... fast nichts über?
Vermutlich müssen "nur" die Ausgaben entsprechend nachgewiesen werden ...
LG
 

ladydi12

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Hallo hand987,

von der Höhe des Erbes nach Abzug aller Unkosten (Bestattung, Miete der Wohnung des Bruders.....) her gesehen, dürfte das Erbe evtl. als Schonvermögen in deinem Fall durchgehen, so daß das Jobcenter da gar nix zu kürzen bzw. anzurechnen hat.... könnte ich mir vorstellen...., denn das Schonvermögen beträgt 150€/Jahr....hab die passende Rechtsgrundlage momentan nicht zur Hand... :icon_kinn:

meint ladydi12
 

ZynHH

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Erben tust du nur, was nach Abzug aller Kosten im Zusammenhang mit dem Tode deines Bruders.

Du erbst also nicht, was auf dem Konto ist, sondern das, was am Ende überbleibt.
Nach Beerdigung, Räumung, Miete....

Rechne mal genau nach, ob du nicht sogar ins Minus rutscht.
 

Solanus

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Wichtig ist, für jede Ausgabe eine Rechnung und diese aufheben! Jede Ausgabe muss nachgewiesen werden können, sonst wird diese nicht anerkannt.

Angerechnet werden darf nur, wenn alle Kosten bezahlt sind und du noch etwas bekommst von dem Geld.

Das Erbe ist Einkommen entsprechend des § 11 Abs. 1 SGB II, wenn der Erbfall nach Erst-Antragstellung auf H4 eintritt. Diesen Grundsatz hat das Bundessozialgericht festgestellt (BSG, 25.01.2012 - B 14 AS 101/11 R).

Tritt der Erbfall vor Antragstellung ein, ist es als Vermögen zu bewerten.
 

Gollum1964

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von der Höhe des Erbes nach Abzug aller Unkosten (Bestattung, Miete der Wohnung des Bruders.....) her gesehen, dürfte das Erbe evtl. als Schonvermögen in deinem Fall durchgehen, so daß das Jobcenter da gar nix zu kürzen bzw. anzurechnen hat.... könnte ich mir vorstellen...., denn das Schonvermögen beträgt 150€/Jahr....hab die passende Rechtsgrundlage momentan nicht zur Hand... :icon_kinn:

Hallo ladydi,

da liegst du leider falsch, da ich das Thema in 2016 selber durchmachen durfte:

falls das Erbe nach Abzug aller Kosten nicht mehr als das 6-fache des ALG2-Bezuges ausmacht, wird es vom Jobcenter als einmaliges Einkommen deklariert und bis auf einen Freibetrag von 30 EUR im Monat voll angerechnet auf die nächsten 6 Folgemonate.
Dieses dürfte auf den TE zutreffen.
Falls jedoch das Erbe mehr als das 6-fache ausmacht, müßte sich der TE vom Jobcenter abmelden und das Geld solange verbrauchen, bis er das Schonvermögen wieder erreicht hat. Im letzteren Fall könnte er das Geld jedoch auf eine Art und Weise "verleben", die oberhalb eines ALG2-Empfängers liegt.
 

hand987

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Hallo Leute

Vielen Danke für die Antworten von euch.
Ich hatte schon ein wenig Panik deswegen,aber es scheint echt
dann später fast nichts mehr von den Erbe übrig zu sein.
Jup alle Rechnung werde Ich aufheben und dann einreichen.
Mal schauen was das Jobcenter schreibt.

mfg
hand987
 

Fabiola

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Dienstleistungen (hier Beerdigung) die man irgendwann in Anspruch nehmen MUSS sind nicht gerade billig z.B die 4.000 € + die anderen Ausgaben....
Neben den Beerdigungskosten stehen dann noch die zukünftigen Kosten für die 1. Grabanlegung (Grabstein etc.) und Grabpflege der nächsten 25 Jahre an. Bei mir beträgt die Minimal-Grabpflege für das Grab meiner Mutter zur Zeit 180 € im Jahr.
 

Birgit63

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Diese Pflege muss man sich leisten können. Da gibt es nix vom JC extra. Vielleicht sollte man an eine Beisetzung im Ruheforst denken. Dort fallen keine Extrakosten an. Ich selbst finde ein Ruheforst viel schöner als ein Grab, um das man sich immer kümmern muss. Auch wenn man es vielleicht irgendwann gesundheitlich nicht mehr kann. Meine Mutter ist im Ruheforst beerdigt. Sie selbst hat sich das so gewünscht. Weil sie 25 Jahre lang das Grab ihrer Mutter gepflegt hat und es ihr oft sehr schwer gefallen ist. Ich gehe gern dorthin. Die Ruhe ist sehr schön. Ich habe eine Anlaufstelle und kann dort auch Zwiesprache mit ihr halten. Ich brauche aber nicht hin, wenn das Wetter schlecht ist und ich brauche auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich im Sommer durch Urlaub 14 Tage nicht dorthin kann.
 

hand987

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Eine Anhörung zu einer Überzahlung und eine Aufhebung der Bescheide bekommen wie damit umgehen?

Hallo Leute
Zu meiner Vorgeschichte: Bruder gestorben und hinterlässt eine größere Geldsumme wie damit umgehen?
Nun hat das Jobcenter mir eine Anhörung zu einer Überzahlung und eine
Aufhebung der Bescheide geschickt.
In den vier Bescheiden stehe nur drin das ich
für die Zeit vom 01.04.2017 bis 31.03.2018 folgende Leistungen bekomme,
vom 01.11.2017 bis 31.03.2018 in folgender Höhe bewilligt:,
ür die Zeit vom 01.04.2018 bis 30.04.2018 folgende Leistungen bekomme,
Monatlicher Gesamtbetrag für Januar.2018 bis März 2018 bekomme.
Wenn gewünscht stelle ich sie auch rein. Leider hat sich die Erbsumme
verdoppelt. Sodass es am Ende ca. 15000 Euro sind und nicht 12500 Euro.
Der beigefügten Berechnungsbogen in der Anhörung zu einer Überzahlung stimmt.
Die Kosten für die Beerdigung(ca 3500 Euro) geht ja davon ab.
Ich habe immer noch die Kosten der Entrümpelung und Sanierung der Wohnung (ca.4500 Euro).
Leider hatte mein Bruder das messi syndrom. Leider keine Diagnose von Arzt.
Nicht zu vergessen das Ich die Wohnung noch 3 Monate weiter bezahlen muss (ca.1200 Euro)
Natürlich hebe Ich alle Rechnungen auf und reiche sie dann später bei der
Neu Beantragung von Hartz 4 mit ein.
Aber mit Sicherheit hält das Geld nicht 1 Jahr nach all den Unkosten.
Was soll Ich in die Anhörung reinschreiben?
Danke für eure hilfe.

mfg

hand987
 

Anhänge

  • Anhörung zu einer Überzahlung.pdf
    1,2 MB · Aufrufe: 191
  • Aufhebung der Bescheide.pdf
    1,4 MB · Aufrufe: 124

Baller111

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AW: Eine Anhörung zu einer Überzahlung und eine Aufhebung der Bescheide bekommen wie damit umgehen?

Ich gebe dir mal meine Infos zur Erbschaft. Andere können zu deinen Schreiben sicher weiterhelfen.

Du schreibst, Erbschaft 15.000 Euro
Davon gehen weg 3500 Euro Beerdigung
4500 Euro Sanierung
1200 Euro Miete
-----------------------------
bleibt übrig 5800 Euro

Dazu kommen evtl. noch ein Notar und wenn du noch Familie ( die zur Familie gehören ) hast, werden entspr. übrigen Gelder gesetzlich "Anteilig" verteilt. Dazu kommen noch ALLE weiteren Ausgaben, die mit Behörden, oder dir selbst ( z.B. Umschläge, Briefmarken etc. ) entstehen. Also ALLES, was du noch an Ausgaben hast, wird vom Restbetrag abgezogen.

Du musst ( und ich betone es ) alle Ausgaben in Geldeswert "aufheben". Jeden einzelnen "Beleg". Denn das wird noch wichtig, wenn das JC auf dich zukommt.

Das JC kann erst Gelder "rückwirkend" ( wenn überhaupt ) "NACH" Erledigung all deiner Ausgaben rechnen. Nicht vorher !

Zudem steht dir ein gesetzlicher Freibetrag in Höhe ( je nach dem wie alt du bist ) 150 € pro Lebensjahr. Dass müsste dann mit deiner Erbschaft gegengerechnet werden.

Es kann sein, dass das JC meint, dass es sich hier um ein verwertbares Vermögen handelt. Dazu gehört auch Bargeld.
Lese dich mal hier durch: Hartz IV Vermogen - Schonvermogen - Freibetrag
 
Zuletzt bearbeitet:
E

ExitUser

Gast
AW: Eine Anhörung zu einer Überzahlung und eine Aufhebung der Bescheide bekommen wie damit umgehen?

Hallo h.!

1. Was hast du auf die Anhörung geantwortet?
Nun musst du Widerspruch einlegen und damit ist die Rückzahlung erstmal aufgeschoben.

Einen Erstattungsbescheid mit der Berechnung der Rückzahlungsforderung hast du noch nicht bekommen?

Dort sollte dann alles Nähere zu den Formalitäten drinstehen.

Gruß

p.s. Es handelt sich um Einkommen, nicht um Vermögen.
 

hand987

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hallo

Danke fürs zusammenlegen der Beiträge.
Auf die Anhörung habe Ich noch nicht geantwortet
da Ich bis 01.03.2018 zeit habe.
Einen Erstattungsbescheid mit der Berechnung der Rückzahlungsforderung habe ich nicht bekommen
nur einen Berechnungsbogen der in der Anhörung zu einer Überzahlung auf der zweiten Seite steht.
Wie lege Ich Widerspruch ein? und was schreibe
ich da alles rein?.sorry das ist meine 1 Anhörung.

mfg
hand987
 

Gollum1964

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Hallo hand987,

das ist eine schwierige Sachlage.
Ich vermute, das JC sieht nur dein Erbe (15K) abzgl. Beerdigungskosten (3,5K), so dass du mit den 11,5K mehr als das 6 fache deines ALG2-bezugs geerbt hast und nun völlig aus dem ALG2-Bezug fällst, solange bist du das Schonvermögen wieder unterschreitest (z.B. als 30 jähriger 150*30=4500 EUR). Nun könntest du alle weiteren Ausgaben in Verbindung mit dem Erbe tätigen, so dass du in Kürze wieder beim Jobcenter bist.
Das gefährliche ist jedoch, wenn du das JC deine weiteren Ausgaben mit dem Erbe (5,7 K) anrechnen lässt, fällst du evtl. mit dem Resterbe (5,8 K) unterhalb des 6-fachen deines ALG2-Bezuges und nun wird das Jobcenter erst recht das gesamte Erbe gegenrechnen, so dass dir nur noch 30 EUR Freibetrag pro Monat (insgesamt 180 EUR über 6 Monate) übrig bleiben.
Reichen die 5,8K Resterbe immer noch, um dich über das 6-fache des ALG2-Bezuges zu heben, sollte natürlich alles sofort vom JC gegengerechnet werden.
Hier ist nun genaues Abwägen angesagt.
 

hand987

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hallo

wird das erbe nicht als Einkommen angesehen ?
mein Schonvermögen würde dann 7200 Euro sein
(150*48=7200 EUR).

mfg

hand987
 

Fairina

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Von einem Erbe müssen erst einmal alle Kosten, die zum Erblasser gehören, abgezogen werden. Sprich die 9800 Euro für Miete/Entsorgung/Begräbnis und weitere Kosten die noch anfallen werden wie Erbschaftsgebühren, offene Rechnungen und sei es nur die Kontoführung usw.. Wie bereits erwähnt, muß der übrig bleibende Betrag evt. noch auf Miterben verteilt werden. Da bleibt nicht viel. Lass dich nicht ins Bockshorn jagen. Schreib denen, daß du derzeit noch mit dem Sichten der Hinterlassenschaft und den notwendigen Erledigungen des Erblassers beschäftigt bist und sobald alles erledigt ist, du dich bei ihnen meldest.
Sollte für dich noch Geld übrig bleiben, ist dies Einkommen, so weit mir bekannt ist.
 
E

ExitUser

Gast
.
Auf die Anhörung habe Ich noch nicht geantwortet
da Ich bis 01.03.2018 zeit habe.

Liste alle deine Ausgaben auf, soweit das geht. Eine abschließende Bewertung wird ja derzeit noch nicht möglich sein. Da wäre vielleicht eine fachliche Beratung hilfreich.

Wie lege Ich Widerspruch ein? und was schreibe
ich da alles rein?.sorry das ist meine 1 Anhörung.

Formell ist das noch kein Widerspruch. Du schilderst einfach die Sachlage möglichst genau und kannst dann nur abwarten, ob und wie die Behörde das berücksichtigt. Bist du dann mit dem Erstattungsbescheid nicht zufrieden, legst du dagegen Widerspruch ein.
 

hand987

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hallo

Leider gibt es keine Miterben. Sodass ich das ganze an
der Backe habe. Ich werde am Mo. dann zur ÖRA gehen.
Mal sehen was die sagen.

mfg

hand987
 

TazD

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AW: Eine Anhörung zu einer Überzahlung und eine Aufhebung der Bescheide bekommen wie damit umgehen?

Dazu kommen evtl. noch ein Notar und wenn du noch Familie ( die zur Familie gehören ) hast, werden entspr. übrigen Gelder gesetzlich "Anteilig" verteilt. Dazu kommen noch ALLE weiteren Ausgaben, die mit Behörden, oder dir selbst ( z.B. Umschläge, Briefmarken etc. ) entstehen. Also ALLES, was du noch an Ausgaben hast, wird vom Restbetrag abgezogen.
Das sind keine Nachlassverbindlichkeiten und können demnach auch nicht von der Erbmasse abgezogen werden.
 

gizmo

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Dateityp: pdf Anhörung zu einer Überzahlung.pdf (1.25 MB, 8x aufgerufen)
Dateityp: pdf Aufhebung der Bescheide.pdf (1.37 MB, 9x aufgerufen)

Hätte da mal ein paar Fragen:

Hast du schon Einkommen aus der Erbschaft auf einem oder eines deiner Konten verbuchen können, sprich ist eine Überweisung erfolgt?

Wenn nicht, hast du bis jetzt auch kein Einkommen erziehlt.

Damit ist eine Anrechnung des Erbes noch nicht möglich.
--------------

Sollte eine Einkommen erziehlt worden sein aus der Erbschaft ist der Stichtag der Rücknahme der Bescheide der Zufluss des Einkommens aus der Erbschaft.

Wann hat der Zufluss des Einkommens aus der Erbschaft stattgefunden?
 

AsbachUralt

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Bleibt auch die Frage, ob Du wirklich soviel erbst um damit alle Verbindlichkeiten abzulösen, oder ob Du am Ende auf Schulden sitzen bleibst.

Erst wenn das geklärt ist, solltest Du das Erbe überhaupt annehmen.
 

gizmo

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Am 18.01.2018 ist mein Bruder verstorben.

Verstehe das überhaupt nicht, warum werden die Bescheide vor dem Sterbefall überhaupt aufgehoben, hat da eier Info?

Denke nicht das der Zufluss des Erbes schon stattgefunden hat, so das dieser zur freien Verwendung zur Verwendung steht.

Einkommen muss aber zur freien Verfühgung stehen, sonst ist es hier Zweckgebunden bis alle Verbindlichkeiten des Verstorbenen erfühlt sind. Man ist doch erst nur so zu sagen Nachlassverwalter.
---------------

Ich denke man möchte hier auf diesem Wege mehr Information bekommen.
---------------
---------------

Die Versagung der Regelleistung ab den 01.03.2018 sehe ich hier sogar als Vorteil, da man aus dem Bezug von Leistung ist.

Wenn also der Zufluss Erbteil, hier Einkommen ausserhalb des Bezuges kommt.


Denke nicht das das Konto des Verstorbenen schon aufgelöst ist?
 

hand987

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AW: Bruder gestorben und hinterlässt eine größere Geldsumme wie damit umgehen?

moin
Ja die gesamte Summe ist schon auf mein Konto am 07.02.2018.
Da der Typ in der Bank, wo mein Bruder Kunde war, sagte Zitat:
„Sie haben nun eingeschränkte Vollekontrolle“ was immer das heißt.
Das Erbe musste Ich leider annehmen da Ich sonst keinen
Info von der Bank ,zwecks aktuelle Kontostand, bekommen hätte
und keinen Zugang in seine Wohnung.
Außerdem hätte Ich dann eine
„vorsätzlich oder grob fahrlässig Voraussetzungen eines Bezug von Leistungen nach dem SGB II herbeiführt(§ 34 Abs. 1 SGB II)“ wenn Ich das Erbe ausgeschlagen hätte.
Erben als Hartz IV Empfanger - Erbschaft bei Hartz IV.
Mal sehen was die ÖRA sagt morgen.
schönes Restwochenende Euch


mfg
hand987
 

Fairina

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Der Bankangestellten hat dir Unsinn erzählt. Auch hätte das Konto der Verstorbenen noch bis zur endgültigen Klärung weiter bestanden haben können. Wie soll man ein Erbe auf ein "positives" Ergebnis prüfen können, wenn man keine Auskünfte erhält. Wer hat dir den Zutritt zur Wohnung verwehrt?

Ob du ein Erbe annimmst oder ausschlägst liegt ausschließlich erst einmal bei dir.
 

franky0815

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man sollte bei erbschaften auch immer die erbschaftssteuer im hinterkopf behalten, grade unter geschwistern ist der freibetrag recht niedrig mit 20000€ der fiscus lässt sich zeit mit dem verlangen der steuer, da kann schon mal ein jahr vergehn bis die die hand aufhalten.

ist zwar im fall des te nicht so, aber für andere vll. interessant.
 
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