Brisante S21-Unterlagen: Welchen Einfluss hatte das Kanzleramt? (1 Betrachter)

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wolliohne

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Unterlagen aus dem Kanzleramt zufolge hat es 2013 massiven politischen Einfluss auf den Weiterbau von Stuttgart 21 gegeben. Zudem ist das Kanzleramt der Auffassung, das Projekt könne noch abgebrochen werden.
Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hatte im Jahr 2013 der Erhöhung des Kostenrahmens von Stuttgart 21 von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro zugestimmt. Dabei soll massiv durch das Kanzleramt Druck auf Aufsichtsratsmitglieder der Deutschen Bahn ausgeübt worden sein. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem SWR und der “Stuttgarter Zeitung” vorliegen. Projektgegner, die sich Einsicht in die Unterlagen erstritten haben, haben nun Anzeige gegen Aufsichtsratsmitglieder der Bahn erstattet.
Quelle: SWR
 
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Interview mit S21-Kläger von Loeper: "Aufsichtsrat erneut vor Bewährungsprobe" | Baden-Württemberg | Nachrichten | SWR.de

Interview mit S21-Kläger von Loeper: "Aufsichtsrat erneut vor Bewährungsprobe"
Nach der erklagten Herausgabe vertraulicher Dokumente erhärtet sich bei Stuttgart-21-Kritikern der Verdacht, die Bundesregierung habe sich unerlaubt eingemischt.

Wäre ein Baustopp von S21 aus Ihrer Sicht überhaupt noch sinnvoll?

Die Nachteile der Bahnhofsverkleinerung um 30 Prozent mit nur noch acht Gleisen "Haltepunkt", mit einer sechsfach überhöhten Gleisneigung, völlig unzureichendem Brand- und Behindertenschutz und vieles mehr machen den Umstieg sehr sinnvoll, zumal viele Bauinvestitionen anders als für S21 genutzt werden können. Hinzu kommt: Inzwischen ist eine zweite Kostenexplosion auf zehn Milliarden Euro zu erwarten, verbunden damit Mehrkosten der Baufortführung gegenüber einem Ausstieg von vier Milliarden Euro, selbst wenn noch zwei Milliarden Euro Kosten für die Modernisierung des Kopfbahnhofs investiert werden, wie ein Gutachter, Dr. Vieregg, ermittelte. Der Bahn-Aufsichtsrat steht damit in diesen Tagen vor einer erneuten dramatischen Bewährungsprobe, die er hoffentlich diesmal im ureigenen Interesse und im Sinne aller bestehen wird.

Interview: Martin Ernst
Sicher wird er das. Und im Auge behalten, daß die nächste Wahl in Sichtweite und die Union mit ihren Umfragewerten nicht mehr weit vom letzten Wahlergebnis der SPD entfernt ist ... Die brauchen jetzt nichts dringender als eine Beerdigung von S21. Insofern hat sich seit dem letzten Mal gar nichts verändert. Was eine sachgerechte Entscheidung wäre, bleibt immer noch eine Frage der Perspektive.
 
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