Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermeiden?

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Gast3

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Ich habe jetzt zum wiederholten Male eine Maßnahme bei einem Träger zugewiesen bekommen. Gegen eine Maßnahme bei einem anderen Träger bin ich rechtlich vorgegangen, mit Anwalt, aber bisher nicht sehr erfolgreich. Einige werden es ja schon gelesen haben.

Es erfolgte eine Sanktion von 30%. Da mein Anwalt offensichtlich bei der Einreichung des Eilantrages geschlampt hat, habe ich ihn dann selbst beim Sozialgericht gestellt, was wohl das Beste war, denn man kann sich ja immer selbst am besten vertreten.

Da ich bereits eine Fallmanagerin verschlissen habe, die mir damals auf meinen Einwand "Sie können mich ja nicht zwingen", gesagt hat: "Doch, das kann ich doch.", betreut mich jetzt eine neue, die mir eine ähnliche Maßnahme aufdrücken will. Inhalte alle ähnlich, nur ein bisschen anders verpackt. Ich hätte nun den "Luxus", zwischen zwei Maßnahmen wählen zu können. Bei einer habe ich gesehen, dass auch der Geschäftsführer des Instituts beteiligt ist, bei dem ich die erste Maßnahme machen sollte.

Ich habe dann gesagt, ich hätte mich für die Maßnahme entschieden, die vormittags 40 Tage jeweils drei Stunden läuft. Dann sind Praktika in heimischen Unternehmen möglich. Insgesamt kann sie zwei Monate dauern. Die neue Fallmanagerin machte dann die EGV fertig, die ich vor Ort unterschreiben sollte. Als ich antwortete, dass ich mir das zuhause in Ruhe durchlesen müsse, sagte sie: "Aber ich gebe Ihnen doch jetzt die Zeit". Schließlich musste sie akzeptieren, dass ich den Wisch mit nach Hause nehme. Sie drohte natürlich sofort damit, dass sie es sonst per Verwaltungsakt zuschickt. Einen neuen Termin haben wir auch gleich gemacht.

Da ich nicht vorhabe, an Sinnlos-Maßnahmen teilzunehmen, die mir keine Kenntnisse vermitteln, die für mich in meiner konkreten Situation sinnvoll sind und mich (bin gelernte Fremdsprachensekretärin/Bürokauffrau) womöglich noch als Helfer in der Zeitarbeit verwursten zu lassen (die Dame wies mich darauf hin, dass ich nach längerer Arbeitslosigkeit berufsfremd sei), habe ich schon vor, Widerspruch dagegen einzureichen. Allerdings könnte ich mir eine 60%ige Sanktion finanziell nicht leisten.

Ich habe nun ein Schreiben verfasst, in dem ich eine Weiterbildung in den Bereichen Buchhaltung, Personalwesen oder Vertrieb vorschlage. Auch die Argumente gegen diese Maßnahme habe ich aufgeführt. Allerdings meinte die Dame schon beim letzten Gespräch, dass sie bei meiner Einstellung keine Weiterbildung durchbekomme. Vielleicht sollte ich sie beim nächsten Mal auf die mangelnde Qualität der "Seminare" hinweisen.

Bliebe mir noch der Widerspruch, aber nach meiner Erfahrung wird der sowieso wieder abgelehnt. Problem wäre dann auch, dass die Maßnahme längst vorbei wäre, bevor ich klagen könnte (dieses Mal ohne Anwalt) und ich einen unwiederbringlichen Rechtsnachteil hätte. Hätte eine Klage dann trotzdem Zweck bzw. müsste mich das Jobcenter entschädigen?

Man kann natürlich versuchen, bei der Maßnahme keine Unterschriften zu leisten, habe aber gelesen, dass ein Anwalt im Internet geraten hat, die Hausordnung und die Datenschutzerklärung zu unterschreiben, da beides keine Nachteile für den Erwerbslosen darstellen würden, was ich beim Thema Datenschutz aber auch nicht wirklich verstehe. Ich persönlich möchte nicht, dass meine persönlichen Daten irgendwo auf deren Computern herumgeistern.

Da ich hier irgendwo gelesen habe, dass einem eine Unterschriftenverweigerung leicht als Verweigerung oder fehlende Mitwirkung ausgelegt werden kann und dann auch schon mal sanktioniert wird, ist mir das zu riskant. Ich müsste also teilnehmen. In so einem Fall würde ich wahrscheinlich bei meiner Fallmanagerin anrufen und sie bitten, dass das Jobcenter und der Maßnahmeträger alles vertraglich unter sich regeln.

Daher meine Frage: Hätte ein Widerspruch Zweck? Könnte ich überhaupt noch klagen, wenn zu diesem Zeitpunkt die Maßnahme bereits abgeschlossen wäre? Und mit welcher Begründung?
 

Schmerzgrenze

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Da ich hier irgendwo gelesen habe, dass einem eine Unterschriftenverweigerung
leicht als Verweigerung oder fehlende Mitwirkung ausgelegt werden kann
und dann auch schon mal sanktioniert wird, ist mir das zu riskant.
Dann kennst Du entweder Deine Rechte nicht oder bist zu bequem, diese durchzusetzen.
Die Mitwirkungspflicht beinhaltet nicht den Abschluß irgendwelcher Vereinbarungen oder Verträge mit privatrechtlichen Dritten.
Das schließt schon die Abschlußfreiheit des Vertragsrechtes aus.
Bedeutet in Deinem Fall nichts weiter, als daß ELO unbedingten Willen zeigt, an der auferlegten Maßnahme teilzunehmen,
den Träger der Maßnahme aber als private Firma betrachtet, zu welcher man keine vertraglichen Beziehungen eingehen will und braucht.
Ich müsste also teilnehmen.
Kommt darauf an, ob der Träger ohne Vereinbarung noch willens ist, Dich teilnehmen zu lassen.
Wenn nicht, beschwerst Du Dich nachweisbar schriftlich beim JC, daß Dir die Teilnahme an der Maßnahme verweigert wird,
weil der MT die Teilnahme an private Vereinbarungen knüpft, zu deren Eingang jedoch keine Verpflichtung besteht.
Abschließend wird erklärt, daß Du somit Deinen Pflichten nicht nachkommen kannst. Eine Sanktion kann deswegen nicht erfolgen.
Wird das dennoch versucht, widersprichst Du der Sanktion und nutzt den Eilrechstschutz beim SG. Dazu folgende Infos:

Der Rechtsweg im Sozialrecht - Grundsätzliches
Klage vor dem Sozialgericht
In so einem Fall würde ich wahrscheinlich bei meiner Fallmanagerin anrufen und sie bitten,
dass das Jobcenter und der Maßnahmeträger alles vertraglich unter sich regeln.
Nächster Fehler. ELO telefoniert und mailt nicht mit der Behörde. Schon alleine der Rechtssicherheit wegen,
sollte jede wichtige Kommunikation nachweisbar schriftlich abgewickelt werden.
Daher meine Frage: Hätte ein Widerspruch Zweck? Könnte ich überhaupt noch klagen,
wenn zu diesem Zeitpunkt die Maßnahme bereits abgeschlossen wäre? Und mit welcher Begründung?
Ein Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung,
ist für den Zweck der Verhinderung einer Maßnahme zeitlich betrachtet also ungeeignet.
Zumal durch die Behörde regelmäßig Zuweisungen nicht als VA anerkannt werden.

Das Verhalten gegenüber Maßnahmenträgern (MT)
Begründete Abwehr nicht bedarfsgerechter Förderung
Hilfeforum Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen
 
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Gast3

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei


Dank nochmal für alle weiteren Tipps. Werde mir nochmal ansehen, ob da etwas steht, was ich noch nicht wusste.

Allerdings ist fraglich, mit welcher Maßnahme das Jobcenter als nächstes ankommt. Wenn man sich immer so verhält, wird man wahrscheinlich irgendwann als Totalverweigerer eingestuft, vielleicht auch vom Sozialgericht, obwohl das natürlich Unsinn ist. Aber so sind sie nun mal, die Jobcenter, die ja immer meinen, man hätte dringend Hilfe nötig.
 

Regensburg

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Hi :)
Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen
Würde ich im jeden Fall machen. Was kannst Du verlieren?
Mindestens generierst Du für JC "Arbeit" und das Wort mag JC von Haus aus nicht.
Außer den bekanntet Kriterien:
Maßnahmezuweisung:
- Eine Maßnahme-Zuweisung (auch zusätzlich in einem EinV-VA) gem. § 16 SGB II i. V. m. § 45 SGB III muss vielmehr enthalten:
- * eine vorhergehende Potenzialanalyse nach §15 SGB II (nF) Abs. 1
- * die Art der Maßnahme
- * die Inhalte der Maßnahme
- * der Träger/Veranstalter
- * den Maßnahmeort
- * den zeitlichen Umfang
- * die zeitliche Verteilung
- * welches Eingliederungskonzept mit der Maßnahme verfolgt wird
- * warum diese Maßnahme individuell erforderlich ist
- Deshalb wird der Leistungsträger hiermit gem. 35 SGB X aufgefordert, nachvollziehbar zu erklären, warum gerade diese Maßnahme für den Leistungsberechtigten dienlich sein soll, um
- * Vermittlungshemmnisse festzustellen, bzw. welche konkreten schon festgestellten Vermittlungshemmnisse durch welche konkreten Maßnahmeinhalte verringert oder beseitigt werden sollen,
- * durch welche konkreten Maßnahmeinhalte hier eine individuelle Heranführung an den Arbeitsmarkt stattfinden soll.
- Mangels genauer Maßnahmebegründungen - bezogen auf die individuelle Situation des Leistungsberechtigten - und ebenso aufgrund der weiteren fehlenden Details (laut o. g. Aufstellung) ist diese Eingliederungsmaßnahme für den Leistungsberechtigten vorerst objektiv unzumutbar, da eine einzelfallbezogene Überprüfung dieser Maßnahme unmöglich ist.
auch:
Zitat von: Bundesrechnungshof - Prüfungsmitteilung im Rechtskreis des SGB II, Gz.: VI 3 (VI 6) – 2015 – 1044 Bonn, den 22. August 2017

Die Integrationsfachkräfte der Jobcenter sollten in Zukunft vor jeder Maßnahmezuweisung sorgfältig prüfen, ob die Maßnahme in ihre Eingliederungsstrategie passt und geeignet ist, die leistungsberechtigte Person dem Eingliederungsziel zumindest einen Schritt näherzubringen. Außerdem sollten sie mögliche Handlungsalternativen in Betracht ziehen. Das Ziel der Maßnahme – den erwarteten Integrationsfortschritt – sollten sie dokumentieren. Dies ermöglicht es ihnen, im Anschluss an die Maßnahme deren Erfolg zu bewerten und ihre Eingliederungsstrategie zu überprüfen und ggf. anzupassen. Die Jobcenter müssen sicherstellen, dass allen Integrationsfachkräften die Inhalte und Ziele der Maßnahmen hinreichend bekannt sind, damit sie beurteilen können, welche Maßnahmen in ihre Integrationsstrategie passen.

Ferner sollten die Jobcenter Leistungsberechtigte künftig umfassend über den mit der Zuweisung verfolgten Zweck und die Inhalte der vorgesehenen Maßnahme informieren.
Quelle: https://no-go.tld/index.php?topic=116077.msg1300332#msg1300332
wird man wahrscheinlich irgendwann als Totalverweigerer eingestuft
und dann hast Du gewonnen. Ich hatte 15 SG Verhandlungen in 1 Woche gehabt (zusammengelegt 8 + 7). Seit dem ist Ruhe in der Kiste.
 
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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Moin, wogegen genau willst du denn Widerspruch einlegen oder klagen? Gegen eine Maßnahme als Solche allein geht nicht.

Lade doch mal deine EGV (egal ob unterschrieben oder als Verwaltungsakt) und deine Zuweisung zur Maßnahme hier anonymisiert hoch. Häufig lassen sich hier schon Mittel und Wege finden, die das ganze Konstrukt ad absurdum führen.

Deine Idee mit dem Weiterbildungs-Vorschlag finde ich sehr gut. Was deine PAP dazu sagt, ist dabei vollkommen unerheblich. Wichtig ist, dass das ganze schriftlich und nachweisbar beantragt wird.

Und ergänzend zu dem, was oben von den anderen Usern schon gesagt wurde: du hast schon viel zu viele Fehler gemacht und anscheinend bist du noch auf dem Trip, dass das Jobcenter dir wirklich helfen will:biggrin:

Lies dich mal in dem Unterforum (Sinnlos-)Maßnahmen ein: https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/, da findest du einen Haufen Themen, die sich mit genau deinen Fragen beschäftigen.
 
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Gast3

Gast
AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Moin, wogegen genau willst du denn Widerspruch einlegen oder klagen? Gegen eine Maßnahme als Solche allein geht nicht.

Gegen den bevorstehenden Verwaltungsakt, so er denn kommt. Und ich gehe davon aus, dass er kommt.

Deine Idee mit dem Weiterbildungs-Vorschlag finde ich sehr gut. Was deine PAP dazu sagt, ist dabei vollkommen unerheblich. Wichtig ist, dass das ganze schriftlich und nachweisbar beantragt wird..

Habe ich schon schriftlich vorbereitet.

Und ergänzend zu dem, was oben von den anderen Usern schon gesagt wurde: du hast schon viel zu viele Fehler gemacht und anscheinend bist du noch auf dem Trip, dass das Jobcenter dir wirklich helfen will:biggrin:.

Ich frage mich, warum du glaubst, beurteilen zu können, dass ich viele Fehler gemacht habe. Du kennst doch die Vorgänge gar nicht. Ich habe niemals behauptet, dass das Jobcenter mir helfen will, sondern genau das Gegenteil. Wenn du dir das genau durchliest, wirst du das auch feststellen. Mein einziger Fehler war vielleicht, zum Anwalt zu gehen.

Ach ja, und wenn die Sanktion einmal erfolgt ist, dann ist es erst mal so. Dabei interessiert das Jobcenter herzlich wenig, dass einem Geld zum Leben fehlt. Wir sind hier Optionskommune.
 
Zuletzt bearbeitet:
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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Hallo, ich wollte dich nicht angreifen sondern helfen, sorry wenn das bei dir falsch angekommen ist. Ich habe mich lediglich auf deinen Thread hier bezogen und habe keine Zeit dazu, mich erstmal durchs Forum zu wursten, um erahnen zu können, worum es dir geht.

Deine vermeintlichen Fehler liste ich jetzt hier nicht auf (manche wurden oben schon benannt) und möchte mich auch nicht mit dir streiten. Sorry, dass ich versucht habe, dir zu helfen, und damit bin ich hiermit auch raus aus deinem Faden.

Nachtrag: wenn du keine Unterlagen einstellen möchtest, kannst du das einfach schreiben und fertig. Dafür musst du niemanden persönlich angreifen. Denn dann können wir uns überlegen, inwieweit wir rätselraten möchten oder nicht. Ausserdem gibt es hier eine Zitierfunktion, die durchaus nützlich ist.
 
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Gast3

Gast
Deine vermeintlichen Fehler liste ich jetzt hier nicht auf (manche wurden oben schon benannt) und möchte mich auch nicht mit dir streiten. Sorry, dass ich versucht habe, dir zu helfen, und damit bin ich hiermit auch raus aus deinem Faden.
Welche Fehler sollen das sein? Bisher habe ich ja in dieser Angelegenheit noch gar nichts unternommen, sondern nur gesagt, was ich eventuell machen würde.

Alle Verfahren gewonnen?:icon_question:
Das würde mich jetzt auch interessieren :icon_mrgreen:
 

Kerstin_K

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Nebelhexe.irgemdwas machst Du falsch beim Zitieren, man kann nicht unterscheiden, was Zitate sind und was nicht.

Im letzten Üost hat es jetzt geklappt.:smile:
 
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Gast3

Gast
AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Nebelhexe.irgemdwas machst Du falsch beim Zitieren, man kann nicht unterscheiden, was Zitate sind und was nicht.:

Das ist richtig, ich habe noch nicht ganz herausgefunden, was ich da falsch mache.

Im letzten Üost hat es jetzt geklappt.:smile:

Möglicherweise passiert es, wenn ich mehrere Passagen kommentiere, bei einer einzelnen nicht. Okay, ich muss den sogenannten "QUOTE-Tag" richtig abschließen. Ist mir jetzt klar. Danke nochmal für den Hinweis :smile:
 
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Gast3

Gast
Nachtrag: wenn du keine Unterlagen einstellen möchtest, kannst du das einfach schreiben und fertig. Dafür musst du niemanden persönlich angreifen. Denn dann können wir uns überlegen, inwieweit wir rätselraten möchten oder nicht. Ausserdem gibt es hier eine Zitierfunktion, die durchaus nützlich ist.

Ich habe ja niemanden persönlich angegriffen. Sicher könnte man Unterlagen hier einstellen, allerdings weiß man nie, ob nicht jemand vom Jobcenter mitliest.


Habe ich mittlerweile verstanden und die entsprechenden Posts nachgebessert. Danke.

So in etwa hatte ich vor, die Maßnahme gegen eine vernünftige Weiterbildung auszutauschen:

Sehr geehrte Frau ...,

zunächst möchte ich mich für das freundliche Gespräch am XX.XX.2018 bedanken.

Sie hatten mir vorgeschlagen, an einer Maßnahme “PRIMUS” beim Träger XXXXX gemeinnützige GmbH teilzunehmen. Da diese Maßnahme mit meiner Selbständigkeit vereinbar wäre, wäre das zeitlich möglich. Allerdings ist hier nicht erkennbar, inwieweit mir eine solche Maßnahme Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für mich in meiner konkreten Situation sinnvoll sind. Ähnlich verhält es sich auch mit der Maßnahme “48plus” beim “Trägerverbund 48plus”, an dem seltsamerweise auch Herr YYYY als Ansprechpartner beteiligt ist, der den Verein zur Reintegration in den Arbeitsmarkt e.V. leitet.

Laut Eingliederungsvereinbarung soll eine Potentialanalyse erfolgt sein. Ein berufliches Profiling wurde nicht durchgeführt. Es wurden weder mein Ausbildungsberuf und meine Berufserfahrung berücksichtigt noch nach meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefragt, sondern mir lediglich gesagt, ich sei berufsfremd. Dem kann ich nur entgegnen, dass meine Kenntnisse und Fertigkeiten, die ich im Laufe meines Berufslebens erworben habe, immer noch da sind. Bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt kann mir keine der angebotenen Maßnahmen helfen, da sie nicht auf mein persönliches Profil abgestimmt sind.

Zu den Inhalten einiger Module:

Profilanalyse/Stärken- und Schwächenanalyse
Ich denke doch, dass ich meine Kenntnisse und Fähigkeiten besser beurteilen kann als jemand, der mich überhaupt nicht kennt. Das gilt auch für den Träger.

Erarbeitung eines Aktionsplans
Anhand meiner Bewerbungsabsagen lässt sich erkennen, dass ich nicht inaktiv oder unmotiviert bin.

Bewerbungscoaching/Erstellen individueller Bewerbungsunterlagen/Orientierungs- und Bewerbungsberatung
Ich bin aufgrund meiner schulischen und beruflichen Vorbildung durchaus in der Lage, passgenaue Bewerbungsunterlagen für suchende Arbeitgeber fehlerfrei zu erstellen und zu gestalten. Hilfe brauche ich dabei nicht.

Persönlichkeitsstabilisierung
Es stellt sich die Frage, was darunter genau zu verstehen ist. Mit fast 52 Jahren ist eine Persönlichkeit längst ausgebildet und da man bereits über genügend Lebenserfahrung verfügt, auch gefestigt.

Praktika in heimischen Unternehmen
Ich weise ich darauf hin, dass ich durch unentgeltliche Praktika nicht meinen Bedarf verringere, sondern nur durch eine Tätigkeit, die mit dem Tariflohn entlohnt wird.

Berufliche Erprobung
Hier ist nicht angegeben, wo und in welchem Bereich diese Erprobung genau durchgeführt werden soll. Probearbeiten können natürlich geleistet werden, müssen aber bezahlt werden, wenn es sich um reguläre Arbeit handelt.

Arbeitsmarktsituation und Stellenrecherche/Unterstützung bei der Stellenakquise/Gemeinsame Stellenrecherchen
Die Arbeitsmarktsituation kenne ich sehr gut, da ich regelmäßig die Stellenangebote in den Internet-Jobbörsen und in den Zeitungen verfolge. Daraus geht auch hervor, dass ich die Stellenrecherche selbst durchführen kann.

EDV-Grundlagen
Ich habe Kenntnisse in den Microsoft-Office-Programmen (Word, Excel, Outlook), arbeite in meinem Home-Office mit Apache Open Office, verwalte ein umfangreiches Internetprojekt und erstelle auf YouTube Lernvideos mit den dazu notwendigen technischen Geräten und Programmen. Somit kann ich mich als erfahrenen User bezeichnen, für den sich ein derartiges Modul erübrigt.

Feststellen der individuellen Vermittlungsdefizite/Klärung persönlicher Probleme, die möglicherweise eine Arbeitsaufnahme behindern
Persönliche Probleme oder gesundheitliche Einschränkungen, die eine Arbeitsaufnahme in meinem Berufsbereich behindern, gibt es in meinem Falle nicht.

Was ich brauche und was mir helfen könnte, im ersten Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, ist eine Zusatzqualifikation, die mich auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähiger macht, und zwar in den Bereichen, in denen die meisten Stellen angeboten werden. Da im kaufmännischen Bereich häufig Vertriebsmitarbeiter, Buchhalter und Mitarbeiter im Personalwesen gesucht werden, wäre eine Weiterbildung in einem dieser Berufsbereiche sinnvoll. Das können Ihnen Ihre Kollegen im Arbeitgeberservice sicher bestätigen. Dabei wäre es nicht zwingend notwendig, eine derartige Weiterbildung ganz- oder halbtags durchzuführen. Einen solchen Kurs könnte man zum Beispiel auch berufsbegleitend belegen. Das hätte den Vorteil, dass man in der Zeit, in der man den Kurs besucht, sich bereits nach kurzer Zeit auf entsprechende Stellen bewerben könnte und dem Arbeitsmarkt weiter zur Verfügung stünde. Ich habe bereits vor neun Jahren bei der IHK einen zertifizierten Kurs in Webdesign besucht, da mich zu dieser Zeit verschiedene Firmen bei Vorstellungsgesprächen gefragt hatten, ob ich auch deren Webseite pflegen könnte. Der Kurs ging über ein halbes Jahr und fand zweimal wöchentlich 3,25 Stunden statt. Ich habe gerne teilgenommen, war immer anwesend, habe viel gelernt und den Kurs auch sehr gut abgeschlossen, was ich mit entsprechenden Zeugnissen belegen kann.

Für eine Weiterbildung, die mir die Kenntnisse vermittelt, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, würde ich auch eine Eingliederungsvereinbarung unterzeichnen. Näheres können wir am XX.XX.2018 persönlich besprechen.

Freundliche Grüße,

Nebelhexe
 
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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Könnte sicher auch von anderen Usern als Vorlage genommen werden, wenn man statt einer MAT lieber eine Weiterbildung machen möchte, da die Inhalte häufig gleich sind, wie ich festgestellt habe. Derjenige müsste eben nur die Berufsbilder entsprechend ersetzen. Hatte die Vorschläge eines Sozialreferenten hier gelesen, wie man beim SB die Maßnahmen hinterfragen soll. Da habe ich einiges direkt mal in mein Schreiben eingebaut. Hat den Vorteil, dass man beim Gespräch nicht noch wer weiß wie lange diskutieren muss, wenn man vorher seinen Standpunkt schriftlich dargelegt hat, so nach dem Standardsatz des SB: "Wir drehen uns hier im Kreis." :bigsmile:
 

Regensburg

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Moin :)
Moin, wogegen genau willst du denn Widerspruch einlegen oder klagen? Gegen eine Maßnahme als Solche allein geht nicht.
Ist mir doch egal - ich bin kein Rechtsanwalt => hauptsache, JC hat was zu tun :peace:
Alle Verfahren gewonnen?:icon_question:
Das würde mich jetzt auch interessieren :icon_mrgreen:
Selbstverständlich nicht. Ich generiere gerne dem JC Arbeit -> ich habe den Status: den lassen wir in Ruhe, sonst müssen wir arbeiten. Da waren halt auch aussichtslose Klagen dabei.

Es waren ausichtslose Fälle, aber der Richter hat mich verstanden -> der hate immer Blicke zu mir geworfen: hast gut gemacht.

Ich war über 1 Jahr vollsanktioniert und JC müsste, und hat, mir über 3.200 € nachbezahlt. Hat dem JC ein bisschen gestunken.... und seit dem wollen sie mich nicht so richtig sehen.

Einmal haben sie es mit einem EGV-VA versucht -> aW Antrag hats geregelt :wink: schon wieder nix mit dem Regensburg :sorry:
 
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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Ich war über 1 Jahr vollsanktioniert und JC müsste, und hat, mir über 3.200 € nachbezahlt. Hat dem JC ein bisschen gestunken.... und seit dem wollen sie mich nicht so richtig sehen.:

Danke für die Rückmeldung und herzlichen Glückwunsch :bigsmile: Aber wie schafft man es, mit einer Vollsanktionierung von über einem Jahr zu überleben? Ohne Vermögen oder Schwarzarbeit doch wohl kaum möglich.

Einmal haben sie es mit einem EGV-VA versucht -> aW Antrag hats geregelt :wink: schon wieder nix mit dem Regensburg :sorry:

Was ist ein aW-Antrag? Ah, okay, ich nehme an, aufschiebende Wirkung. Hat mein Anwalt auch beantragt, hat aber nichts genützt.

Übrigens, für jemanden, der kurz vor der Rente steht, ist die Situation natürlich eine andere. Das scheint ja bei einigen hier der Fall zu sein. Aber ich möchte wieder arbeiten und was für die Rente einzahlen will, weil ich sowieso schon zu wenig eingezahlt habe.
 

Regensburg

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Moin :)
Bitte :wink:
Ich behaupte nichts -> ich habe nur zitiert.
Diese Thema hat JC echt recht interessiert aber -> Du nix zahlen = Du nix Info => so einfach ist es.
Aber JC hat sich echt fürsorglich gezeigt. Auf einmal stehen 2 JC Männchen vor der Tür mit dem Auftrag: Wir sollen nachschauen ob die Wohnung noch bewohnt ist. Ich habe gesagt: wie sie sehen - Ja und habe die Tür zugeknallt.
ich nehme an, aufschiebende Wirkung.
Ja.
Hat mein Anwalt auch beantragt, hat aber nichts genützt.
Ich war nur 2x mit RA beim SG -> hats mir auch gereicht.
Irgendwie habe ich das Gefühl, das die RA nicht so richtig Gas geben können. Keine Ahnung warum, könnte sein das der Richter die rausschmeisen kann? Oder das die die SG Zulassung verlieren können?
Wirklich - kein Plan.

Ich, als rechtlicher Laie kann vor Gericht sagen was ich will -> klar, ohne Beleidigungen usw. Der/Die RA/in muss schon überlegen was er/sie sagt.
Aber ich möchte wieder arbeiten und was für die Rente einzahlen will, weil ich sowieso schon zu wenig eingezahlt habe.
Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber glaubst wirklich immer noch das:
die Rente ist sicher.
?
Hat mal irgendeiner Norbert behauptet.
Am Ende landest Du so oder so beim GruSi Amt.
 
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Gast3

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Aber JC hat sich echt fürsorglich gezeigt. Auf einmal stehen 2 JC Männchen vor der Tür mit dem Auftrag: Wir sollen nachschauen ob die Wohnung noch bewohnt ist. Ich habe gesagt: wie sie sehen - Ja und habe die Tür zugeknallt.
Vollkommen richtig. Sollten sie deine Wohnung betreten, wäre das Hausfriedensbruch. Hat mir damals während meiner Ausbildungszeit mein Mitbewohner (Jurastudent) auch genauso aufgetragen, als die GEZ immer vor der Tür stand. "Dürfen wir mal 'reinkommen?" - "Nein." und Tür zu :icon_mrgreen:

Ich war nur 2x mit RA beim SG -> hats mir auch gereicht.
Irgendwie habe ich das Gefühl, das die RA nicht so richtig Gas geben können. Keine Ahnung warum, könnte sein das der Richter die rausschmeisen kann? Oder das die die SG Zulassung verlieren können?
Wirklich - kein Plan.
Ich hatte auch mehrere Prozesse, dabei ging es aber immer um die Höhe der Leistungen. Einen habe ich auch gewonnen, einen anderen nicht. Mein erster Anwalt war nicht so schlecht, aber ich habe auch das Gefühl, dass die Anwälte vielleicht nicht so richtig Gas geben, weil es ja nicht um ihr Geld geht. Vielleicht sind die Gebühren für die Prozesse auch zu niedrig, wenn man ALGII-Empfänger vertritt? Außerdem kann man sich selbst ja immer noch am besten vertreten.

Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber glaubst wirklich immer noch das:
?
Hat mal irgendeiner Norbert behauptet.
Am Ende landest Du so oder so beim GruSi Amt.
Okay, da könntest du durchaus Recht haben. Das befürchten ja auch viele, die 30 oder 40 Jahre durchgehend gearbeitet haben. Und ich muss auch ehrlich sagen, das fände ich für diese Leute nicht in Ordnung. Bei mir ist es eben so, ich würde lieber wieder in meinem Job arbeiten als ständig diesen Trouble mit dem Jobcenter zu haben.

So, heute war es mal wieder soweit: Termin beim Jobcenter. Zum Amüsement erzähle ich das Wesentliche. Das Empfangskomitee bestand aus Sachbearbeiterin und Teamleiter. Als Beistand hatte ich mir sicherheitshalber ein Familienmitglied mitgenommen. Es ging natürlich darum, die EGV zu unterschreiben. Ich kann jetzt nicht alles berichten, weil das Gespräch eine Stunde dauerte.

Ich sagte, dass mir eine Weiterbildung in einem kaufmännischen Bereich helfen könnte, in dem häufig Stellen vergeben werden. Die SB hatte ja auch meine E-Mail, die ich oben eingestellt habe, vor sich liegen. Dann natürlich wieder der Hinweis, es hätte ja bisher nicht geklappt mit der Arbeitsaufnahme. Mittlerweile sei ich berufsfremd, das hätte ja die oberste Aufsichtsbehörde (bei uns der Kreis, der den Widerspruch abgelehnt hatte) festgestellt. Ich argumentierte dagegen, dass dieser Mann überhaupt nichts feststellen könnte, das könne nur ein Arbeitspsychologe bzw. ein Personaler. Ich sagte so ziemlich zu Beginn, wir hätten keine gemeinsamen Ziele und würden uns deswegen im Kreis drehen, und wir würden uns auch noch weiter drehen, wenn wir jetzt nicht aufhörten. Großes Erstaunen. Außerdem sagte ich, das sei bestimmt eine gute Maßnahme für jemanden, der sie wirklich braucht.

Als ich die EGV nicht unterschreiben wollte, meinte der Teamleiter, sie wollten mir ja nur helfen, drohte aber gleichzeitig mit einem Verwaltungsakt. Meine Antwort: "Die Möglichkeit haben Sie ja." Das war ihnen anscheinend aber auch nicht recht. Sie wollten mir eine letzte Chance geben, wieder in meinen Beruf einzusteigen mit Hilfe dieser Maßnahme, sonst würden sie mir vermehrt Stellen in der Produktion oder bei einem Discounter an der Kasse zuweisen. Und dann würde auch jemand vom Jobcenter mit zum Vorstellungsgespräch gehen und aufpassen, denn irgendwann würden sie auch die Geduld verlieren. Ich sagte, dass ich mich ja schon auf solche Stellen beworben hätte, aber selbst bei solchen Stellen Vorkenntnisse gefragt wären. Ich sagte dann noch, dass auch die Richter am Sozialgericht irgendwann mal triftige Gründe für eine Zuweisung in eine solche Maßnahme hören wollten. Als ich fragte, wie bei der Maßnahme denn nun die Arbeitsvermittlung vonstatten gehen würde, sagte man mir, das würde ich erfahren, wenn ich dorthin ginge. "Okay", sagte ich. "Bisschen viel heiße Luft".

Mein Beistand erwähnte, dass sie mir für drei Stunden am Tag das Auto leihen würden und dass ich es mit der Maßnahme doch mal versuchen könne. Ja, fand ich jetzt nicht so toll, wenn mir jemand noch in den Rücken fällt. Aber mein Beistand hat auch gesagt, dass die meisten Maßnahmen nichts taugen, im Fernsehen hätte sie einen Bericht gesehen, der gezeigt hätte, wie die unmotivierten Dozenten die Teilnehmer vor den PC gesetzt hätten und ansonsten nicht gestört werden wollten. :icon_hihi:

Auf die Frage, ob ich denn zur Maßnahme gehen wolle, sagte ich nur: "Wenn ich sie aufgedrückt bekomme, muss ich ja hingehen, aber ich sehe für mich keinen Nutzen." Bewerbungen könne ich auch so schreiben. Meine Schreiben würde ich regelmäßig nach den neuesten Methoden abändern, die auf den Jobportalen zu finden seien. Man drohte mir mit Sanktionen, falls ich bei der Maßnahme eine Mitarbeit verweigere. Dann kam das Gespräch wieder auf einen anderen Träger, bei dem ich eine Maßnahme nicht angetreten hatte; gegen diese Maßnahme läuft ja mittlerweile ein Klageverfahren. Ich sagte, das stünde ja jetzt nicht im Raum, da ein Verfahren läuft. Der Teamleiter meinte, ich sei ja gar nicht da gewesen. Ich sagte, ich sei damals zum Gespräch beim Verein gewesen und zitierte wörtlich, was mir der Träger abschließend gesagt hatte: "Beruflich bringt Ihnen das hier nichts, aber das Seminar ist wie ein bunter Blumenstrauß, aus dem sich jeder heraussuchen kann, was er möchte". Dann fragte ich den Teamleiter, ob ich das etwa ernst nehmen könne? Ich sagte außerdem noch, dass mein damaliger Beistand das auch gehört hätte und bezeugen könnte. Antwort, man hätte vielleicht Firmen finden können, die mich einstellen oder dass ich ein Praktikum hätte machen können. Darauf ich: "Praktikum heißt Zuschauen, Probearbeiten sind grundsätzlich möglich, müssen aber bezahlt werden." Antwort vom Teamleiter, das sei nicht so.

Nun ja, es wurde quasi eine Stunde versucht, die Unterschrift aus mir herauszupressen. Ich glaube, wenn das gegangen wäre, hätten sie das auch gemacht :biggrin: Schließlich sagte ich, ich möchte mich ja nur nicht vertraglich verpflichten. Da waren die zwei sichtlich zerknirscht. Ich habe dann Unterlagen zu meiner Selbständigkeit abgeben wollen. Nachdem ich gestern drei Stunden Belege herausgesucht und ausgedruckt hatte, die die SB dann doch nicht haben wollte, weil die Einnahmen zu gering sind und sie sich nicht die Mühe machen bräuchte, alles zu prüfen, meinte sie, sie hätte jetzt auch keine Zeit mehr. :icon_hihi:

Es ist nicht zu fassen, mit welchen perfiden Methoden die vorgehen, aber bei mir beißen die mittlerweile auf Granit. Sogar Bockigkeit wurde mir vorgeworfen, man glaubt es kaum. Ich finde ja auch, dass das Jobcenter ein rigider Laden ist, hab's mir aber geschenkt. Bin jetzt mal gespannt, was kommen wird. Sollte es mir zu viel werden, nehme ich mir einfach eine gesundheitliche Pause. Geht jetzt schon ein Jahr, und so langsam reicht es mir. Sollte ein Verwaltungsakt kommen, werde ich ihn mal anonymisiert hier einstellen. Bis dahin erst mal weiterhin allen noch viel Glück in ihrem Kampf gegen die Willkür der Jobcenter. :wink:
 
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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Beistand =/ (ungleich) Familienmitglied, FreundIn oder so.

Ausdrücklich mit Ausrufezeichen. Das ist Regel Nummer eins, und wenn Du dich hier im Forum im Vorfeld informiert hättest, wäre schonmal dieser Fehler nicht gemacht worden.

"den" musste ich zumindest loswerden und bleibe weiterhin draussen aus deinem Thread. Wir sind hier keine Therapiestation, keine "Lesefans" und lassen uns auch nicht beliebig von der Seite "anpupen".

Wenn du von uns konkreten Rat möchtest, schreib möglichst kurz und bündig, worum es geht, denn wir alle hier sind freiwillig und unentgeltlich in unserer "Freizeit" hier.
 
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Gast3

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt

Beistand =/ (ungleich) Familienmitglied, FreundIn oder so.

Das war mir bekannt, ich hatte aber sonst niemanden, der da hätte mitgehen können. Immer noch besser, als allein dahinzugehen.

"den" musste ich zumindest loswerden und bleibe weiterhin draussen aus deinem Thread. Wir sind hier keine Therapiestation, keine "Lesefans" und lassen uns auch nicht beliebig von der Seite "anpupen".

Ich habe dich nicht von der Seite angemacht. Ob du mitlesen möchtest oder nicht, kannst du selbst entscheiden. Ich habe hier lediglich meine Erfahrungen mitgeteilt. Andere finden sich vielleicht in diesem Bericht wieder. Aber ja, ich würde sagen, dann bleib doch auch wirklich draußen aus diesem Thread. Zwingt dich doch niemand, hier zu kommentieren.
 

Pixelschieberin

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Beistand =/ (ungleich) Familienmitglied, FreundIn oder so.

Ausdrücklich mit Ausrufezeichen. Das ist Regel Nummer eins, [...]
Wo steht DIE denn?
Als Beistand taugt NUR nicht, wer Mitglied ein und der selben Bedarfsgemeinschaft ist.
Grund:
Mitglieder einer BG gelten als selbst betroffen.
Aus der Schilderung ließ sich DAS nicht eindeutig folgern.

Es ist bei Familienangehörigen nicht zwangsläufig der Fall, unter ein und dem selben Dach zu wohnen UND füreinander einzustehen.

Da nicht wirklich davon auszugehen ist, daß dir per PN mitgeteilt wurde, welche Position - hinsichtlich der BG - der mitgenommene Beistand einnahm, hast du dich mit deiner Mutmaßung etwas weit aus dem Fenster gehängt:
[...] und wenn Du dich hier im Forum im Vorfeld informiert hättest, wäre schonmal dieser Fehler nicht gemacht worden. [...]
Sofern das Familienmitglied gar kein BG-Mitglied ist, darf es als Beistand fungieren.

Davon mal ab ist ein "verkehrter" Beistand manchmal rückenstärkender als gar keiner.
Nicht jeder ist schlagfertig und konfliktbereit.
Beistände sitzen nicht unterm Stuhl und warten darauf, daß der Vorgeladene mit dem Fingern schnippt.

Wie in der Schilderung habe ich auch schon erlebt, daß manch Beistand nicht in der Lage ist, im richtigen Moment die Klappe zu halten.
Plötzlich sah ich mich in die Situation versetzt, an gleich zwei Fronten agieren zu müssen.
Seither gehe ich lieber wieder allein.
[...] Wir sind hier [...] keine "Lesefans" [...]
Please speak for yourself.
[...] Wenn du von uns konkreten Rat möchtest, schreib möglichst kurz und bündig, worum es geht, denn wir alle hier sind freiwillig und unentgeltlich in unserer "Freizeit" hier.
Nicht zu vergessen:
Alle Browser haben Scrollbalken, mit dem der ausgeschlafene User eigenständig über uninteressant erscheinende Texte hinweg scrollen kann.
Mit diesem Werkzeug ausgestattet, benötige ich keine patronisierende Zensur.
Auch nicht wenn sie gut gemeint ist.

Sich die Mühe zu machen, seine Erfahrungen mitzuteilen und nachvollziehbare Texte auszuformulieren kostet auch Zeit.

@ Nebelhexe:
Dein ausführliches Gesprächsprotokoll hatte mich bei der Stange gehalten, es bis zum Ende zu lesen.
Solche Berichte helfen unerfahrenen Lesern, die argwöhnen, daß das, was ihnen im JC passiert ist, nur ein Einzelfall sei und diese respektlose Art und Weise womöglich an ihnen selbst läge - sie es "verdient" hätten, SO behandelt zu werden.
Berichte wie deine machen verstörten HE Mut, den Minderleistern im JC die Stirn zu bieten.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Wo steht DIE denn?
Als Beistand taugt NUR nicht, wer Mitglied ein und der selben Bedarfsgemeinschaft ist.
Grund:
Mitglieder einer BG gelten als selbst betroffen.
Aus der Schilderung ließ sich DAS nicht eindeutig folgern.
Die steht hier im Forum in endlosen Erfahrungsberichten bestärkt durch Leute, die jahre - wenn nicht jahrzehntelang Beistand geleistet haben und immernoch leisten.

So wie beispielsweise ich. Naja, bis denne dann, tschüss.
 
G

Gast3

Gast
AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt

Sofern das Familienmitglied gar kein BG-Mitglied ist, darf es als Beistand fungieren.

Das war bei mir der Fall. Wir wohnen nicht zusammen.


Davon mal ab ist ein "verkehrter" Beistand manchmal rückenstärkender als gar keiner.
Nicht jeder ist schlagfertig und konfliktbereit.
Beistände sitzen nicht unterm Stuhl und warten darauf, daß der Vorgeladene mit dem Fingern schnippt.

Zumindest hatte ich einen Zeugen. Es kann mir so schlecht was in den Mund gelegt werden, was ich gar nicht gesagt habe. Ich hatte nämlich schon wieder so eine Ahnung.

Sich die Mühe zu machen, seine Erfahrungen mitzuteilen und nachvollziehbare Texte auszuformulieren kostet auch Zeit.

War auch für mich ganz gut, alles noch einmal Revue passieren zu lassen. Aber daran sieht man wieder, dass man sich mit dem Jobcenter gar nicht einigen kann.

@ Nebelhexe:
Dein ausführliches Gesprächsprotokoll hatte mich bei der Stange gehalten, es bis zum Ende zu lesen.
Solche Berichte helfen unerfahrenen Lesern, die argwöhnen, daß das, was ihnen im JC passiert ist, nur ein Einzelfall sei und diese respektlose Art und Weise womöglich an ihnen selbst läge - sie es "verdient" hätten, SO behandelt zu werden.
Berichte wie deine machen verstörten HE Mut, den Minderleistern im JC die Stirn zu bieten.

Was mich besonders gestört hat (und auch meinen Beistand), ist die Tatsache, dass man vom Jobcenter nach einer gewissen Zeit einfach als "ungelernt" oder "berufsfremd" bezeichnet wird, trotz Ausbildung und Berufserfahrung. Ich habe mich bemüht, ruhig zu bleiben und sachlich zu argumentieren, soweit das überhaupt möglich war.

Aber jemanden eine Stunde lang unter Druck zu setzen, eine Unterschrift zu leisten, erfüllt für mich schon den Straftatbestand einer Nötigung.

Ich wollte nur mal erzählen, wie das Gespräch ausgegangen ist. Wenn ich irgendwo mitlese, interessiert es mich auch, wie es weitergeht und was schlussendlich dabei herausgekommen ist. Und wenn ich viel in kurzer Zeit schreibe, bitte nicht wundern, ich schreibe schnell :biggrin:
 

Pixelschieberin

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AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt, um eine Sanktion zu vermei

Die steht hier im Forum in endlosen Erfahrungsberichten bestärkt durch Leute, die jahre - wenn nicht jahrzehntelang Beistand geleistet haben und immernoch leisten.

So wie beispielsweise ich. [...].
Ein bekannter Manipulationstrick ist, mit vermeintlichen Sachverständigen, Koryphäen, ungenannten Wissenschaftlern, etc. den Hinterfragenden mundtot machen zu wollen.
Das verfängt bei mir nicht mehr.

Solange ich keinen Gesetzestext vorliegen habe, der ausdrücklich besagt, daß ein Familienmitglied per se kein Beistand sein darf, halte ich deine Ausführung für irreführend - weil - total unpräzise.
Einschränkungen gelten - was ich auch für nachvollziehbar halte - für BG-Mitglieder.
Onkels aus Amerika, Cousinen aus Australien, Schwestern aus dem Nachbarort können und dürfen Beistand sein.

Wenn die Erfahrungsberichte, auf die du abhebst, genau so unpräzise formuliert sind wie deine UNgleichung, wäre das eine Meldung - und Korrektur - wert.
Damit nicht noch andere auf dem selben Holzweg landen, der in #21 gewiesen wurde.
Diese These
Beistand =/ (ungleich) Familienmitglied, FreundIn oder so.

Ausdrücklich mit Ausrufezeichen. Das ist Regel Nummer eins, [...]
ist unter oben genannten Bedingungen falsch und sollte schon deshalb nicht als "Regel Nummer eins" vorgestellt werden.
That's it.

Nachtrag:
[...]Was mich besonders gestört hat (und auch meinen Beistand), ist die Tatsache, dass man vom Jobcenter nach einer gewissen Zeit einfach als "ungelernt" oder "berufsfremd" bezeichnet wird, trotz Ausbildung und Berufserfahrung. [...]
Als mir das von einem ziemlich dummen Meechen im Brustton der Überzeugung gesagt wurde, war ich auch perplex.
Dann habe ich der SB einfach die Befähigung abgesprochen, beurteilen zu können, OB ich berufsfremd sei oder nicht.
Die wußte ja noch nicht mal WAS dieser Beruf mit sich bringt.
Wie will sie beurteilen, ob...
Die deutsche Handwerksordung?
Die war ihr auch nicht bekannt.
Eine sog. Arbeitsvermittlerin weiß noch nicht mal, daß es keine MeisterINNenbriefe gibt? Die Berufsbezeichnung demnach auch nicht MeisterIN sein kann?
Das ist nämlich "nur" die Frau vom Meister - MeisterIN ist so nichtssagend wie Zahnarztfrau.
Der IHK-Titel ist Meister.
Es heißt doch auch nicht "Sie hat den DoktorINNEN-Titel inne".


Dann habe ich knapp dargelegt, daß der SB vom JC weder Macht noch Befugnis habe, mich aus der IHK-Handwerksrolle zu streichen, mir meine Fähigkeiten von einer Prüfungskommission attestiert wurden. Die "Meinung" von Fachfremden interessiere mich nicht.

Wenn sie mir auf diese blöde Tour komme, indem sie mir kraft Wassersuppe meine Erfahrungen abspreche, könne ich dieses Spiel gerne mitspielen.
Dann brauche ich zuerst eine Alphabetisierungs- und Schreiben-Lern-Schulung, sowie die Einführung in die vier Grundrechenarten.
DAS sind Lerninhalte, die noch länger her sind als meine letze Berufstätigkeit.
Folge ich Ihrer Logik, muß das doch erst recht von der Bio-Festplatte gelöscht sein und muß neu angelernt werden. :biggrin:
So wie dieses Klippschulzeugs, was ich bei Maßnahmenvorbesprechungen vom Träger vorgeschlagen bekam.
Rosinen rauspicken ist nicht!
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast3

Gast
AW: Bringt es etwas, gegen eine Maßnahme Widerspruch einzulegen, wenn man trotzdem teilnimmt

Nachtrag:
Als mir das gesagt wurde, war ich ob dieser Dreistigkeit auch kurz perplex. Dann habe ich der Dummbratze von SB einfach die Befähigung abgesprochen, beurteilen zu können, ob ich berufsfremd sei oder nicht.
Die wußte noch nicht mal, daß es keine MeisterINNenbriefe gibt, die Berufsbezeichnung demnach auch nicht MeisterIN sein könne.
Das sei nämlich die Frau vom Meister - das ist sowas wie die Zahnarztfrau.
Der IHK-Titel ist Meister.
Es heißt ja auch nicht "Sie hat den DoktorINNEN-Titel inne".

Dann habe ich dargelegt, daß sie habe er nicht Macht oder Befuhnis habe, mich aus der IHK-Handwerksrlle zu streichen.!

HandwerkerInnen werden doch händeringend gesucht. Warum bezahlt man die denn dann nicht anständig? Schließlich kann man doch in seinem Beruf das meiste leisten. Ich komme aus dem kaufmännischen Bereich und mich will man ins Handwerk stecken, mit fast 52. Verkehrte Welt...

So wie dieses Klippschulzeugs, was ich bei Maßnahmenvorbesprechungen vom Träger vorgeschlagen bekam.
Rosinen rauspicken ist nicht!

Was meintest du mit Klippschulzeugs? Mir kommen sie immer mit Montage, Verpackung usw., aber schon klar, Helfer können sie immer billig in der Zeitarbeit verwursten.
 
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