Brigitte Pothmer kritisiert Unterfinanzierung der Jobcenter (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Albertt

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 September 2013
Beiträge
1.888
Bewertungen
352
Brigitte Pothmer kritisiert Unterfinanzierung der Jobcenter

Freitag, 21. November 2014

Die Arbeitsmarktexpertin der Grünen im Bundestag, Brigitte Pothmer aus Hildesheim, hat die Bundesregierung wegen der Unterfinanzierung der Jobcenter kritisiert.


Sie sagte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung", das Bundesarbeitsministerium weise ihnen zu wenig Geld für Verwaltung und Personal zu. Deshalb werde intern Geld dorthin geleitet, dass eigentlich für die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen gedacht sei. Dieses Jahr seien so mehr als 460 Millionen Euro verlagert worden. Diese Zahl habe ihr das Ministerium genannt, so Pothmer. Der Etat der Jobcenter bleibe so ein riesiger Verschiebebahnhof.
Brigitte Pothmer kritisiert Unterfinanzierung der Jobcenter - Radio Tonkuhle Hildesheim

Für die, die aus eigenem Antrieb an einer Qualifizierungsmaßnahmne interessiert sind, aber keine bekommen, ist das sicher ärgerlich. Wer aber auf biegen und brechen einer Zwangsmaßnahme zugeführt wird, hat Grund zur Freude.
Wenn wir Glück haben, zerbröselt sich das Hartz4-Konstruckt in Naher Zukunft von selbst.
 

XxMikexX

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Februar 2012
Beiträge
2.860
Bewertungen
10
Wenn man denen mehr Geld gibt, blähen sie damit nur ihren Verwaltungsapparat auf.

Eigentlich müßte man den Etat dieser Monsterbehörde drastisch kürzen.:biggrin:
 

Texter50

Super-Moderation
Mitglied seit
1 März 2012
Beiträge
7.685
Bewertungen
8.825
Für die, die aus eigenem Antrieb an einer Qualifizierungsmaßnahmne interessiert sind, aber keine bekommen, ist das sicher ärgerlich.
Die Qualifizierungsmaßnahmen werden doch schon lange rationiert. Wobei: hier zahlen die JC meist zuviel, denn die Dauer wird oft künstlich verlängert durch Übungsphasen und Projektarbeiten mit einem Minimum an fachlicher Begleitung. :biggrin:
Alternativ: Video-Leraning mit bis zu 25 Leuts/Trainer!

Wer aber auf biegen und brechen einer Zwangsmaßnahme zugeführt wird, hat Grund zur Freude.
Wenn wir Glück haben, zerbröselt sich das Hartz4-Konstruckt in Naher Zukunft von selbst.
Die Berichte geben Grund zur Hoffnung. Nur wird den MT-Hempeln auch da wieder etwas einfallen... :biggrin:
Die Teilnehmer bringen die Kohlen im Winter mit...

Weitere Links, die zeigen, dass hier kein Einzelfall vorliegt:

velbertbloggt - Das sozialkritische Blog aus dem Kreis Mettmann: Jobcenter bedienen sich am Förderetat für Erwerbslose

Jobcenter stecken in Geldnöten: Verwaltungskosten fressen Hartz-IV-Mittel auf - n-tv.de

Seite 8 - Arbeitsmarkt: Verwaltungskosten der Jobcenter steigen dramatisch - Forum SPIEGEL ONLINE

usw...
 

KristinaMN

Forumnutzer/in
Mitglied seit
6 Oktober 2011
Beiträge
1.845
Bewertungen
571
Bevor man nach noch mehr Geld schreit, sollte man erst mal überlegen, wohin das derzeitige fließt.

Würde man Gesetze und Weisungen einhalten, wären viele Mitarbeiter wegen Mehrfachbearbeitung nicht nötig und so manche Widerspruchsstelle könnte schließen.
 
E

ExitUser

Gast
Bevor man nach noch mehr Geld schreit, sollte man erst mal überlegen, wohin das derzeitige fließt.

Würde man Gesetze und Weisungen einhalten, wären viele Mitarbeiter wegen Mehrfachbearbeitung nicht nötig und so manche Widerspruchsstelle könnte schließen.

Nicht zu vergessen die etlichen völlig sinnlosen Maßnahmen.
Statistikverschönerung verschlingt das meiste Geld.
 

jockel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2006
Beiträge
6.010
Bewertungen
1.354
Wenn man denen mehr Geld gibt, blähen sie damit nur ihren Verwaltungsapparat auf.

Eigentlich müßte man den Etat dieser Monsterbehörde drastisch kürzen.:biggrin:
Nein, den Arbeitsagenturen und Jobcenter müssen zweckgebunden die zu verwendenden Finanzmittel vorgegeben werden. Es soll ja gefördert und vermittelt werden und nicht die Verwaltungsarbeit damit bezahlt werden.
 
E

ExitUser

Gast
Man wird aus leicht nachvollziehbaren Gründen auch dann noch am SGB II festhallten, wenn der Verwaltungsmoloch eines Tages einmal das Vierfache eines bedingungslosen Grundeinkommens verschlingen würde.

Derzeit wird aber immer noch weniger als 10% der Eingliederungstitels umgeschichtet. Bis der Laden sich nur noch mit sich selbst beschäftigen kann, wird es noch Jahrzehnte dauern.
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 März 2014
Beiträge
2.125
Bewertungen
395
Brigitte Pothmer kritisiert Unterfinanzierung der Jobcenter

Stimmt!

An den Glanz vieler Krankenkassen-Foyers (etc.) kommen die wenigsten Jobcenter ran!
 
E

ExitUser

Gast
Wer die Unterfinanzierung der JC beklagt, findet diese Einrichtung und ihre Arbeitsweise im Grunde in Ordnung. Die Grünen sind ja nur deshalb nicht in der Regierung, weil sie im nächsten Bundestag noch vertreten sein wollen.
 

jockel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2006
Beiträge
6.010
Bewertungen
1.354
Weil eben die Finanzmittel der Arbeitsagenturen und Jobcenter nicht zweckgebunden und nicht budgetiert sind, werden sie zur Finanzierung der Verwaltungs- und Personalkosten mißbraucht.

Das müßte endlich mal den Ämtern strafrechtlich angelastet werden. Auch Ämter sollten Sanktionen beim Finanzmittelmißbrauch zu kosten bekommen. Amtshaftung muß endlich mal Anwendung finden und zwar beginnend dort, wo der Fisch zu stinken anfängt - beim Merkel und durchgehend weiter Stufe für Stufe abwärts.

Das wird aber nicht eintreten, weil wir keine menschenwürdige, demokratisierte Politik haben, sondern eine kapitalorientierte, korrumpierende Schmierfilzpolitik.

Nun erklären sich auch im SGB I und II die Einführung so mancher Kann-Leistungen. Sowohl die Bundesregierung als auch die Bundesagentur für Arbeitslosenverwahrlosung dulden bzw. fördern den Finanzmittelmißbrauch und sparen mit Vorsatz sich das Fördern und Vermitteln der Arbeitslosen.

Wenn Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeitslosenverwahrlosung diesen Finanzmittesmißbrauch unterstützen, dann handeln sie gegen den Artikel 20 GG - Sozialstaatsgebot verfassungsfeindlich und gegen ausgesprochene Amtseide - Schaden vom deutschen, arbeitslos gemachten Volk abzuwenden.

Wer von Arbeitgebern arbeitslos gemacht wurde, der hat schon in seiner beruflichen Entwicklung und in seiner Rentenbiographie einen langanhaltenden Schaden hinzunehmen. Durch den Finanzmittelmißbrauch wird diese Schadenswirkung zusätzlich noch vergrößert, weil die Förderung ausbleibt und die Altersarmut und der Eintritt von Hungerrenten oder nicht bewilligte Altersrenten wegen fehlender Zugangsvoraussetzungen mit Vorsatz sischer sind.

Stellt sich im Umkehrschluß noch die Frage:

Wenn die amtliche Arbeitslosenförderung und -vermittlung ausbleibt, sind dann die Arbeitslosen im Gegenzug von der Erfüllungspflicht ihrer Mitwirkungsleistung befreit, erledigen sich dann Eingliederungsvereinbarungen, Verwaltungsakte und Sanktionen nicht von selbst?

Denn dann kämpfen wir Arbeitslosen mit unseren Bewerbungen sowieso allein auf verlorenem Posten.

Ist der Finanzmittelmißbrauch nicht auch ein wichtiger Grund, um sich vor Sanktionen begründet zu befreien?

Wenn Politik, Politik und Wirtschaft gemeinsam ihren Pflichten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nicht nachkommen, dann war's das auch mit unserer Pflichterfüllung. Jeder ist sich selbst der Nächste.

Das kommt raus durch den Mauerfall und der Einheit.
 

Albertt

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 September 2013
Beiträge
1.888
Bewertungen
352
Hmmm.... löst sich quasi in Altersarmut auf.....
Was soll bitte dieser Einwurf? Zum einen glaube ich, dass du ganz genau verstanden hast, worauf ich hinaus wollte und zum anderen, empfinde ich derartige einwürfe als Kontraproduktiv.
 
Oben Unten