Briefträger sollen länger arbeiten

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Mario Nette

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ÄRGER BEI DER POST
Briefträger sollen länger arbeiten

Mehr arbeiten oder raus: Bei der Post rumort es gewaltig. Konzernchef Appel fordert von seinen Briefträgern längere Dienstzeiten ohne Lohnausgleich - sonst drohen Entlassungen. Als Grund verweist er auf das krisengeschwächte Geschäft des Konzerns.

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Mario Nette
 

Eka

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Derzeit arbeiten die Briefträger der Post 38,5 Stunden. "Es wäre gut, wenn wir die Arbeitszeit in mehreren Schritten deutlich erhöhen könnten. Auf eine genaue Zahl möchte ich mich nicht festlegen", sagte Appel.
Was Appel vergißt zu erwähnen ist, dass die Briefträger schon haufenweise Überstunden ableisten und kurz vorm BurnOut sind. Und wenn sie es nicht tun, wird denen nämlich auch gleich gedroht....

Das ist doch verlogenes Gesocks von dem. boah...


Eka
 

Mario Nette

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Ich persönlich finde, der Appel sollte noch was draufsetzen: Vierteltagsstellen mit dem Pensum von 16 Stunden. Damit die Krise schneller kommt. Den Gewerkschaften ist doch die aktuelle Situation schon schnurzegal, wie man sieht. Offensichtlich tut's noch nicht weh genug.

Mario Nette
 

left

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na was den nun Herr Appel
Berlin - Post-Chef Appel stellt seine Zusteller vor die Wahl: Entweder sie akzeptieren längere Arbeitszeiten, oder sie nehmen Entlassungen in Kauf. Die 80.000 Briefträger arbeiteten bereits sehr hart, trotzdem müssten die Dienstzeiten aus Produktivitätsgründen verlängert werden, fordert Appel in der Mittwochsausgabe der "Bild"-Zeitung.

Ohne Mehrarbeit drohen künftig Entlassungen", fügte der Manager hinzu. Und: Für die Zusatzschichten könne es keinen Lohnausgleich geben. Derzeit arbeiten die Briefträger der Post 38,5 Stunden. "Es wäre gut, wenn wir die Arbeitszeit in mehreren Schritten deutlich erhöhen könnten. Auf eine genaue Zahl möchte ich mich nicht festlegen", sagte Appel.

Als Grund verwies er auf die derzeitige Wirtschaftskrise. Die Menschen schrieben immer weniger Briefe, und damit mache die Post auch weniger Umsatz.
Es wird also immer weniger geschrieben, deshalhalb sollen die Arbeitsstunden erhöht werden!:confused:
Richtiger wäre doch sicherlich mehr Freizeit?:icon_sleep:???

oder ist doch nur gemeint "..damit mache die Post auch weniger Umsatz."
Ankündigung von Entlassungen?
oder soll der Staat auch hier einen Auffangschirm für defizitäre Firmen spannen?:icon_evil:
 

pinguin

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Seine Aussage und der von ihm daraus gezogene Schluß sind schon seltsam; er will die Arbeitszeiten ausweiten, (vermutlich, weil so viel zu tun ist), die Zusteller aber entlassen, wenn sie sich dem verweigern. :icon_kinn: Er berücksichtigt also jetzt schon einen weiteren Auftragseinbruch, der aus der nichteingeführten Arbeitszeitverlängerung und der gleichzeitigen Arbeitsüberlastung seiner Zusteller resultiert. Eigentlich müsste er Zusteller einstellen, um die Arbeitsbelastung zu reduzieren; aber ok, durch wegbrechende Aufträge geht's ja auch.

Karl der Große würde im Grabe rotieren, wenn er wüsste, was nachfolgende Generationen aus seiner Post machen; die aktuellen Postfarben sind die Farben Karls des Großen. Er war der erste, der die Post damals überhaupt eingeführt hat; einer seiner Nachfolger hat sie irgendwann dem Fürstenhaus Thurn und Taxis übertragen.

ciao
pinguin
 

Jesaja

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Karl der Große würde im Grabe rotieren, wenn er wüsste, was nachfolgende Generationen aus seiner Post machen; die aktuellen Postfarben sind die Farben Karls des Großen. Er war der erste, der die Post damals überhaupt eingeführt hat; einer seiner Nachfolger hat sie irgendwann dem Fürstenhaus Thurn und Taxis übertragen.

ciao
pinguin

Kaiser Karl V. (Feind Martin Luthers) im 16. Jh., nicht Karl der Große, der hat schon im 8. bzw. 9 Jh. gelebt :icon_wink:
 

pinguin

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Kaiser Karl V. (Feind Martin Luthers) im 16. Jh., nicht Karl der Große, der hat schon im 8. bzw. 9 Jh. gelebt :icon_wink:
Karl V? :eek: Hab' ich mich so vertan?

Daß Karl V kein Fan von Luther war, ist bekannt; derzeit schaue ich mir per DVD eine Serie an, die sich "Die Deutschen" nennt. Der Konflikt Luther - Karl V ist hier ansatzweise in der DVD 4 dargestellt.

ciao
pinguin
 

Jesaja

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Karl V? :eek: Hab' ich mich so vertan?

Daß Karl V kein Fan von Luther war, ist bekannt; derzeit schaue ich mir per DVD eine Serie an, die sich "Die Deutschen" nennt. Der Konflikt Luther - Karl V ist hier ansatzweise in der DVD 4 dargestellt.

ciao
pinguin

Finde ich schön, wenn sich wieder mehr Menschen auch für die alte und die mittelalterliche Geschichte interessieren.
Ich habe den Eindruck, dass sich die Deutschen seit dem Mauerfall wieder mehr mit ihrer Jahrhunderte alten gemeinsamen Geschichte und Kultur beschäftigen.
Dieser Trend scheint ja auch schon im Fernsehen angekommen zu sein, und die Serie, die du nennst, ist ein Beispiel dafür.
Ich habe mir damals den ganzen Marathon Teil 1-10 in einer Nacht angetan. Zu weiten Teilen fand ich die Dokureihe ganz okay, auch der Teil über Luther war gut dargestellt, wobei ich sogar glaube, ein paar Fehler entdeckt zu haben, aber ich will ja nicht klugscheissen.
Die Serie gibt es auch auf youtube zu sehen.

In die Zeit Karl des Großen hätte, denke ich, auch ein Postwesen nicht wirklich gepasst. Dazu war die Schriftlichkeit und auch die Lesefähigkeit (beides muss man im Mittelalter oft getrennt sehen) nicht besonders weit ausgeprägt, auch beim Adel und beim Klerus nicht. Karl der Große hat zwar versucht, sich selbst lesen beizubringen, ist aber daran gescheitert.
Im Frühmittelalter haben persönliche Beziehungen und mündliche Absprachen die wesentliche Rolle gespielt. Bürokratische Strukturen und ein fixiertes Gesetzes- und Behördenwesen, welche ja der Schriftlichkeit bedürfen, entstehen erst über erste Ansätze im Hochmittelalter hinweg zum Spätmittelalter bzw. zur frühen Neuzeit hin.
Deshalb "passt" es auch, dass Karl der V. zu Beginn der Neuzeit das Regal des Postwesens an die Familie Thurn und Taxis verliehen hat.
 

pinguin

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Finde ich schön, wenn sich wieder mehr Menschen auch für die alte und die mittelalterliche Geschichte interessieren.
Es bedarf der Geschichte, um aus dieser für die Zukunft zu lernen; das gilt nicht nur für den einzelnen, sondern auch für die ganze Gesellschaft. Überdies ist Geschichte durchaus interessant; uninteressant ist meist nur jenes, was in der Schule vermittelt wird.

Dieser Trend scheint ja auch schon im Fernsehen angekommen zu sein, und die Serie, die du nennst, ist ein Beispiel dafür.
Einen "Mittelalter"-Trend gibt es schon einige Jahre, da wird vieles aus der Historie bei diversen Festlichkeiten nachgestellt und dem Publikum präsentiert, wenn es nicht gerade gleich selber mitmacht. Moderne Festlichkeiten sind demgegenüber geradezu langweilig.

Ich habe mir damals den ganzen Marathon Teil 1-10 in einer Nacht angetan.
Die Serie kenne ich nur vom Namen nach; selber kaufen ist nicht immer, und unsere Bibo hat auch nicht alles im Bestand.

Im Frühmittelalter haben persönliche Beziehungen und mündliche Absprachen die wesentliche Rolle gespielt.
Ohne persönliche Beziehungen geht doch auch heute nicht viel, oder?

Deshalb "passt" es auch, dass Karl der V. zu Beginn der Neuzeit das Regal des Postwesens an die Familie Thurn und Taxis verliehen hat.
Soweit ich weiß, hatte besagte Familie die Post bis etwa zum 2. WK unter ihrer Obhut; sind jedenfalls mehrere Jahrhunderte gewesen.

ciao
pinguin
 

Jesaja

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Einen "Mittelalter"-Trend gibt es schon einige Jahre, da wird vieles aus der Historie bei diversen Festlichkeiten nachgestellt und dem Publikum präsentiert, wenn es nicht gerade gleich selber mitmacht. Moderne Festlichkeiten sind demgegenüber geradezu langweilig.

Die Serie kenne ich nur vom Namen nach; selber kaufen ist nicht immer, und unsere Bibo hat auch nicht alles im Bestand.

Ohne persönliche Beziehungen geht doch auch heute nicht viel, oder?

ciao
pinguin
Ich lese auch gern den Karfunkel, weil er Lust darauf macht, Geschichte im Umland zu erleben.

Mit persönlichen Beziehungen meine ich, dass die Kaiser des Früh- und des Hochmittelalters weniger über bürokratische Strukturen, Gesetzesvorgaben und Beamte, die Vorgaben ausgeführt haben, geherrscht haben, sondern über ihre persönliche Anwesenheit an bestimmten Orten. Deshalb war das heilig-römische Kaisertum ein Reisekaistertum mit Pfalzen an vielen Orten.
Die Wirkungsmacht des Kaisers war auf sein Umfeld beschränkt und gründete auf der Hoffnung, dass die Herzöge nach seinem Willen in ihren Herrschaftsbereichen agieren würden.
Erst ein verschriftlichtes Wesen konnte eine Gesellschaft schaffen, die auf zurückgreifbaren Grundlagen basiert. Dazu ist dann nicht mehr die persönliche Wirkkraft des Kaisers entscheidend, sondern eine ausgebaute Bürokratie, die die sogenannte "Sozialdisziplin" erzeugt.
Aber natürlich sind auch heute noch in der Politik persönliche und diplomatische Beziehungen wichtig.

Ach ja, jetzt haben wir das Thema dieses Threads total gesprengt. Sorry @MarioNette
 

Hetman

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ich war bei der post, als zusteller und frage mich was der feine herr nun noch will - ich war halbstags (25std./woche) angestellt und habe jeden tag (6 tagewoche) mindestens 8 stunden, manchmal 12 oder sogar14 stunden gearbeitet, weil die touren sonst gar nicht zu schaffen wären...
bezahlt wurden natürlich nur die 25 stunden, alles andere durfte ich der post ag schenken.
damit man spurt, gibt die post nur noch zeitverträge raus, die zum teil sogar über nur einen monat laufen... so hält man die leute an der kandarre.
 

Woodruff

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na was den nun Herr Appel

Es wird also immer weniger geschrieben, deshalhalb sollen die Arbeitsstunden erhöht werden!:confused:
Im Umkehrschluss würde das also bedeuten, dass wieder mehr geschrieben würde, wenn die Briefträger länger arbeiteten. Hmmm...:icon_kinn:
 

pinguin

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Die Wirkungsmacht des Kaisers war auf sein Umfeld beschränkt und gründete auf der Hoffnung, dass die Herzöge nach seinem Willen in ihren Herrschaftsbereichen agieren würden.
Taten sie es nicht oder verweigerten sie die Gefolgschaft, konnte ihnen aber auch mit Ausnahme ererbter Gebiete alles entzogen werden; hier im Sinne der Acht oder Doppelacht. Ist ja später bei Heinrich dem Löwen geschehen.

ciao
pinguin
 

pinguin

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ich war bei der post, als zusteller und frage mich was der feine herr nun noch will - ich war halbstags (25std./woche) angestellt und habe jeden tag (6 tagewoche) mindestens 8 stunden, manchmal 12 oder sogar14 stunden gearbeitet, weil die touren sonst gar nicht zu schaffen wären...
bezahlt wurden natürlich nur die 25 stunden, alles andere durfte ich der post ag schenken.
Das kann ich während meiner 3 Aushilfsmonate im vergangenen Jahr nur bestätigen, auch wenn's bei mir höchstens 5 Tage je Monat waren, die ich im Einsatz war.

ciao
pinguin
 
E

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An der Post zeigt sich die ganze Perversität des Systems. Um des Profites Willen werden Menschen bist aufs Blut ausgepresst. Die Leute tun mir leid, was die an Druck und Erpressungen aushalten müssen.

Man sollte die Pest boykottieren.
 

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An der Post zeigt sich die ganze Perversität des Systems. Um des Profites Willen werden Menschen bist aufs Blut ausgepresst. Die Leute tun mir leid, was die an Druck und Erpressungen aushalten müssen.

Man sollte die Pest boykottieren.
BOYKOTTIEREN...trifft wieder die kleinen Leute.

Besser: Die GROßEN verjagen.
 
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