Brief an Geschäftsführung muß ich jetzt mit einer Leistungseinstellung rechnen?

Sussi

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Hallo:
Ich habe einen Beschwerde - Brief über die Fallmanagerin / Sachbearbeiterin an die Geschäftsführung des zuständigen Jobcenters geschickt, in diesem Brief habe ich die Sachbearbeiterin mehrmals als "dreist" bezeichnet und dass was sie tut, als "dreist" bezeichnet.

Jetzt habe ich Angst, dass meine Leistungen deswegen komplett eingestellt werden, ich bin mittellos.
Kann es aufgrund dieses Briefs dazu kommen, dass die Leistungen komplett eingestellt werden?
Es gibt bisher keine Antwort oder Reaktion der Geschäftsführung oder des Jobcenters auf diesen Brief.

S.
 

Martin Schubert

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Nein, aber rein aus Interesse... was genau hast du denn geschrieben :)?
 

Sussi

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Dass ich ihren Umgang mir gegenüber und meinem Fall gegenüber als dreist sehe und dass das dreist ist.
Sonst keine weiteren unhöflichen Worte als "dreist und unlogisch"




(Seepferdchen: danke für Korrektur)
 

Ah4entheater

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...
Ich habe einen Beschwerde - ...
... Kann es aufgrund dieses Briefs dazu kommen, dass die Leistungen komplett eingestellt werden?
...
Nee, mach Dir da mal keine Sorgen :popcorn:

Das wäre ja auch noch schöner, wenn die JC's wegen einer Beschwerde einfach mal eben so die Leistungen komplett einstellen könnten :icon_lol: Dann wären wir wirklich bei der völligen Behördenwillkür angekommen.

Es müssen nachweislich Fakten auf den Tisch, um überhaupt eine Leistungseinstellung vornehmen zu können. Und um so etwas zu klären müsste Dir das JC IMMER zuerst einmal eine Anhörung schicken auf die Du rd. 3 Wochen Zeit hättest zu antworten. Das, was Du auf die Anhörung antwortest muss das JC für seine Entscheidung auch berücksichtigen.

Einfach so mal eben Leistungen einstellen ginge also nicht. Und selbst wenn sich ein JC eine Leistungseinstellung OHNE vorherige Anhörung leisten würde, dann würde das Sozialgericht im Eilverfahren wohl recht schnell reagieren.

Solltest Du aber in Deiner Beschwerde was geschrieben haben, was man Dir als Verleumdung auslegen könnte, dann könnte man Dich auffordern, das zurückzunehmen, da man sonst Strafanzeige stellen wollen würde. Aber bei dem Wort "dreist" würde ich nicht von einer Verleumdung ausgehen.
 

Sussi

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Nee, mach Dir da mal keine Sorgen :popcorn:

Das wäre ja auch noch schöner, wenn die JC's wegen einer Beschwerde einfach mal eben so die Leistungen komplett einstellen könnten :icon_lol: Dann wären wir wirklich bei der völligen Behördenwillkür angekommen.

Es müssen nachweislich Fakten auf den Tisch, um überhaupt eine Leistungseinstellung vornehmen zu können. Und um so etwas zu klären müsste Dir das JC IMMER zuerst einmal eine Anhörung schicken auf die Du rd. 3 Wochen Zeit hättest zu antworten. Das, was Du auf die Anhörung antwortest muss das JC für seine Entscheidung auch berücksichtigen.

Einfach so mal eben Leistungen einstellen ginge also nicht. Und selbst wenn sich ein JC eine Leistungseinstellung OHNE vorherige Anhörung leisten würde, dann würde das Sozialgericht im Eilverfahren wohl recht schnell reagieren.

Solltest Du aber in Deiner Beschwerde was geschrieben haben, was man Dir als Verleumdung auslegen könnte, dann könnte man Dich auffordern, das zurückzunehmen, da man sonst Strafanzeige stellen wollen würde. Aber bei dem Wort "dreist" würde ich nicht von einer Verleumdung ausgehen.
Danke.
Ich habe den Brief eben noch mal gelesen und habe Etwas vergessen, hier ins Forum zu schreiben
Ich habe diese beiden Worte "dreist und unlogisch" genutzt und ich habe, wie ich jetzt sehe, geschrieben:
Zitat:
" diese Frau versteht kein vernünftiges Wort. Ich müsste diese Frau wohl anspucken, aber das verbietet mir die Erziehung, jemand anders an meiner Stelle hätte sie angespuckt.
"
Zitat Ende.
Und ein Paar Mal habe ich die Sachbearbeiterin ohne Frau direkt mit Nachnamen angesprochen, also so:
Nennen wir sie Frau Baum.
Ich habe ein Paar mal in dem Brief Frau wegelassen und sie direkt Baum genannt.

Noch einen 2. Brief hin schreiben?
 

Texter50

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Ganz ehrlich, der Brief geht im besten Fall bei denen inne Tonne. :biggrin:
In so eine Beschwerde gehören Fakten, das emotionale Gesulze und dumme Sprüche bringen Dich da sicher nicht weiter. :biggrin:
Im übelsten Fall geh das nach hinten los, nach so nem Schreiben würd ich Dich nicht mehr ernst nehmen.
Ein weiteres Schreiben wird da wohl auch nix ändern, es sei denn, Du korrigierst Deinen Ton ein wenig. :icon_stop:
 

faalk

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Wo zu noch einen Brief schreiben?
Da wird nichts nachkommen kommen, außer das die Zuständige SB ab jetzt jedes Haar in der Suppe sucht. :wink:
 

Ah4entheater

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...
Ich habe diese beiden Worte "dreist und unlogisch" genutzt
... sehe ich kein Problem ...

" diese Frau versteht kein vernünftiges Wort.
Ist Deine Meinungsäußerung, sehe ich auch kein Problem. ICH hätte es vielleicht etwas anders formuliert, z.B. so:

Mein Eindruck ist, dass man sich mit Frau X nicht vernünftig besprechen kann.

Ich müsste diese Frau wohl anspucken, aber das verbietet mir die Erziehung, jemand anders an meiner Stelle hätte sie angespuckt.
Ist auch Deine Meinungsäußerung, sehe ich kein Problem. Allerdings würde ICH Worte, wie "anspucken" oder Vergleiche dieser Art nicht nutzen, da solche Äußerungen dazu führen, dass man Dich als Gesprächspartner/in nicht (mehr) wirklich ernst nimmt, verstehst. Du erwartest ein vernünftiges Gespräch, reagierst dann aber selbst zu emotional, also unvernünftig.

Versuche also in Zukunft in etwaigen Beschwerdebriefen absolut sachlich zu bleiben.


...
Ich habe ein Paar mal in dem Brief Frau wegelassen und sie direkt Baum genannt.
Ist Deine Art & Weise etwas auszudrücken, halt nicht gerade freundlich. Aber als Beleidigung würde ich es nicht sehen, da Du ja keine Kraftausdrücke benutzt hast, mit der Du die SB regelrecht beschimpfen würdest.


Noch einen 2. Brief hin schreiben?
Ich in dieser Situation würde wohl erstmal abwarten, was von der Gegenseite kommt und erst dann darauf reagieren.


Wie gesagt, gerade bei Beschwerdebriefen musst DU souveräner auftreten und aufzeigen, dass das Verhalten der SB nicht sachdienlich ist. Wenn Du zu emotional reagierst, dann riskierst Du, dass man Dich nicht (mehr) ernst nimmt.
 

Sussi

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Die Aussage, dass man die Frau anspucken müsse, dürfte in Richtung Beleidigung nach § 185 StGB gehen. Wenn die Staatsanwaltschaft hier das öffentliche Interesse bejaht, was bei Fällen mit staatlichen Einrichtungen häufig der Fall ist, würde dies wohl Konsequenzen haben.
 

Ah4entheater

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Die Aussage, dass man die Frau anspucken müsse, dürfte in Richtung Beleidigung nach § 185 StGB gehen. Wenn die Staatsanwaltschaft hier das öffentliche Interesse bejaht, was bei Fällen mit staatlichen Einrichtungen häufig der Fall ist, würde dies wohl Konsequenzen haben.
Ich bin aber der Meinung, dass der Geschäftsleiter des JC Dich erstmal auffordern müsste, diese "grenzwertige" Aussage zurückzunehmen. Was Du ja dann noch tun kannst.

Außerdem hast Du geschrieben:

Ich müsste diese Frau wohl anspucken, aber das verbietet mir die Erziehung
Für mich klingt das danach, dass Du es eben nicht tun würdest und dass Du mit dem Hinweis auf "die Erziehung" die Aussage mit dem "anspucken" quasi wieder zurücknimmst.

Die Aussage

jemand anders an meiner Stelle hätte sie angespuckt.
ist natürlich eine sehr gewagte Meinungsäußerung, die eine vermeindliche Tatsache vorweg nimmt.


Gut, wenn Du Dir unsicher bist, ob das als Beleidigung gewertet werden könnte, DANN kannst Du ja ein Schreiben nachschieben und darin aussagen, dass Du Dich für die Aussage X in Deinem Schreiben vom xx.xx.2016 entschuldigst und die Aussage zurücknimmst. Die Beschwerde an und für sich jedoch behälst Du aufrecht.
 

Sussi

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Ich bin aber der Meinung, dass der Geschäftsleiter des JC Dich erstmal auffordern müsste, diese "grenzwertige" Aussage zurückzunehmen. Was Du ja dann noch tun kannst.

Außerdem hast Du geschrieben:



Für mich klingt das danach, dass Du es eben nicht tun würdest und dass Du mit dem Hinweis auf "die Erziehung" die Aussage mit dem "anspucken" quasi wieder zurücknimmst.

Die Aussage



ist natürlich eine sehr gewagte Meinungsäußerung, die eine vermeindliche Tatsache vorweg nimmt.


Gut, wenn Du Dir unsicher bist, ob das als Beleidigung gewertet werden könnte, DANN kannst Du ja ein Schreiben nachschieben und darin aussagen, dass Du Dich für die Aussage X in Deinem Schreiben vom xx.xx.2016 entschuldigst und die Aussage zurücknimmst. Die Beschwerde an und für sich jedoch behälst Du aufrecht.
Meinst du oder ist es so, dass das Jobcenter mich vor einer Strafanzeige zu einer Stellungnahme auffordern würde? Ist das so?

Ja, ich werde noch ein Schreiben (Fax UND Schreiben) hinschicken.
 

Sussi

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Der Brief war vom 20.04. ,ist am 22.04. zugestellt . für eine Antwort sind es einerseits nicht viele Werktage, 6 bis 8, anderseits rechne ich mit einer Strafanzeige, die die Geschäftsführung bzw. Jobcenter erstattet hat.
 

Sussi

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mit dem Brief war auch ein medizinisches Gutachten von 22 Seiten dabei, welches meine Lage und Situation erläutert .
 
H

hierheute

Gast
Ja, ich werde noch ein Schreiben (Fax UND Schreiben) hinschicken.:
:icon_evil: Bloß nicht!! Ich würde die Füsse still halten. Solche Sachen hören und lesen die tagtäglich, das bestätigt die doch letztendlich nur darin, "gute Arbeit" im Sinne von "Abschreckung" etc. zu leisten und deine SB hat sich mit ihrer erfolgreichen Provokation ein Fleisskärtlein eingeheimst :wink:


Meinst du oder ist es so, dass das Jobcenter mich vor einer Strafanzeige zu einer Stellungnahme auffordern würde? Ist das so?
Da kommt nichts nach, entspann dich mal :cool: und dein Satz: Zitat:
"jemand anders an meiner Stelle hätte sie angespuckt." steht im Konjunktiv Perfekt und fällt damit eindeutig unter "freie Meinungsäußerung".

Also lass es sein und besorg dir für die nächsten Termine im Jobcenter lieber unbedingt einen Beistand nach § 13 SGB X, kannst du hier auch im Forum auf der Hauptseite im Unterforum "Begleitung/Beistand suche/biete" suchen.

Mit einem Beistand, der einfach nur still mitprotokolliert, passiert sowas erst garnicht. Da entwickeln manche SBchens plötzlich fast "menschliche" Züge :icon_hihi:

Übrigens auch wenn´s nichts zur Sache tut, ich finde deinen "kleinen Ausbruch" absolut sympatisch und menschlich. Hauptsächlich ist es gesund und zeigt, dass du noch alle Tassen im Schrank hast :wink: nächstes Mal wehrst du dich halt ein wenig "eleganter" und machst dich weniger angreifbar.

Ich jedenfalls habe am Anfang meiner Elo-Zeit auch so ähnliche Klopper gebracht, das gibt sich... :icon_hihi:
 

Sonne11

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Du wirst bezüglich Deines Briefes keine Antwort erhalten! Das garantiere ich Dir! Es könnte eine Einladung zum Teamleiter folgen, aber nur, weil man sehen möchte, ob Du etwas lostreten könntest, was weiter oben Beachtung finden könnte!

Mache Dir keine Sorgen! Keine Berichtigung oder Erklärungen mehr! Du hattest Deinen Grund und fertig! Dass die SB lügt und sich das SGB zurecht biegt interessiert keinen, sie werden dazu doch geschult, was sonst? :biggrin:
 

Martin Schubert

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Übrigens auch wenn´s nichts zur Sache tut, ich finde deinen "kleinen Ausbruch" absolut sympatisch und menschlich. Hauptsächlich ist es gesund und zeigt, dass du noch alle Tassen im Schrank hast nächstes Mal wehrst du dich halt ein wenig "eleganter" und machst dich weniger angreifbar.
Volle Zustimmung. Anhand dessen was ich in unserem Jobcenter schon an unmenschlichem, irrationalem und, man muss es wirklich sagen, kriminellem Verhalten von seiten der SB's erlebt habe kann ich den Ausbruch des Threaderstellers, auch wenn er vielleicht unklug war, absolut nachvollziehen.

Man kann sicher nicht alle Sachbearbeiter über einen Kamm scheren und ab und zu habe ich auch schon wirklich nette Menschen, die einen mit Respekt behandeln, erlebt. Aber ein großer Teil ist einfach nur unerträglich.
 
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