Bremen: Bereichern sich Maßnahmeträger flächendeckend an Ein-Euro-Jobs?

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Kaleika

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IWT – Spitze des Sumpfes


Nachrichten - Hartz IV Geschrieben von: Administrator Samstag, 05. September 2009 um 12:01 Uhr Die aktuellen Vorwürfe gegen die Geschäftsführung der Interkulturellen Werkstatt Tenever, IWT, sind nach Auffassung des Bremer Erwerbslosenverbandes nur ein kleiner Ausschnitt eines in Bremen flächendeckend praktizierten Systems der Bereicherung von Einzelpersonen und Trägern im großen Geschäft mit Erwerbslosen.

Auch bei der IWT wurden mit „Beschäftigten“, die als MaßnahmeteilnehmerInnen über das Arbeitsamt bzw. die BAgIS zu hundert Prozent finanziert wurden, kommerzielle Aufträge, hier vornehmlich für große Wohnungsbaugesellschaften, abgewickelt. Dabei wurden für Umzüge
von der IWT 8 Euro Stundenlohn in Rechnung gestellt. Eine offensichtlich in Bremen übliche Praxis, nicht nur bei der IWT.
Der Hintergrund ist in Tenever besonders pikant. Beim Abriss von etlichen Hochhäusern im Rahmen der Stadtteilsanierung hätten die Kosten der damit verbundenen Umzüge von den Wohnungsbaugesellschaften getragen werden müssen. Diese Kosten wurden reduziert, in dem ein Großteil dieser Aufträge über die IWT abgewickelt wurde und von der GEWOBA im Vergleich zu kommerziellen Anbietern zu Spottpreisen bezahlt wurden. So finden sich in den Einnahmen der IWT auch große Zuwendungen der GEWOBA. (...)
Quelle: IWT – Spitze des Sumpfes

Unglaublich!
Tritt der Staat mal wieder als Zuhälter auf? :icon_evil: :icon_neutral:

Kaleika
 

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Beschäftigungspolitik
Selbsthilfe - vor allem für den Chef

Im Bremer Problem-Bezirk Tenever arbeitet seit einem Jahr eine "Interkulturelle Werkstatt" als Beschäftigungsträger. Alles war links, sozial engagiert - und unkontrolliert. Jetzt schritten die Behörden ein. VON KLAUS WOLSCHNER

Bohrende Fragen an Hafid Catruat: Vier Stunden lang hatte der Geschäftsführer des größten Bremer Beschäftigungsträgers, der Interkulturellen Werkstatt Tenever (IWT), am Freitag Besuch von Angehörigen der Anti-Korruptions-Abteilung des Bremer Sozialressorts, der "Innenrevision": Die Vorwürfe reichen von Veruntreuung bis zur persönlichen Bereicherung. "Wir haben nichts Entlastendes gefunden", erklärte danach ein Sprecher der Behörde, "von einer geordneten Geschäftsführung kann nicht die Rede sein." Daher sollen umgehend alle Projekte der IWT auf einen anderen Träger übertragen werden - es geht um einen staatlich subventionierten Umsatz von rund 1,5 Millionen Euro. (...)
Beschäftigungspolitik: Selbsthilfe - vor allem für den Chef - taz.de
 

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IWT: Hektisches Handeln des Sozialressorts – LINKE fordert Bekenntnis zur stadtteilorientierten Beschäftigungspolitik

Anlässlich der aktuellen Berichterstattung über den Verdacht der Veruntreuung staatlicher Fördermittel bei der Interkulturellen Werkstatt in Tenever (IWT) hat sich die heutige Deputation für Arbeit und Gesundheit mit dem bisherigen Vorgehen des Ressorts befasst. Nach Ansicht der LINKEN waren die Ausführungen des Ressorts in mehrfacher Hinsicht widersprüchlich. Einerseits wurde beteuert, dass bislang keine gesicherten Erkenntnisse vorlägen und die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft abgewartet werden müssten. Andererseits ist die Abwicklung der IWT, die Übertragung der Projekte auf andere Träger sowie die Empfehlung arbeitsrechtlicher Maßnahmen bei der Bremer Arbeit GmbH (bag) schon beschlossene Sache.

„Obwohl das Ressort noch mit der Prüfung der Sachlage befasst ist, werden bereits Tatsachen geschaffen“, kommentiert Inga Nitz, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft. „Dabei drängt sich der Eindruck auf, dass es mit der Bewältigung der Förderprogramme große strukturelle Probleme gibt.“ (...)
Linksfraktion Bremen: IWT: Hektisches Handeln des Sozialressorts – LINKE fordert Bekenntnis zur stadtteilorientierten Beschäftigungspolitik
 
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