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ofra

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#1
Hat man das pech, plötzlich arbeitslos zu werden und hat man das noch größere pech, dass diese arbeitslosigkeit länger andauert - über ein jahr oder noch länger - kann man interessante beobachtungen im persönlichen umfeld machen.
es kommt so einiges ans licht, was bisher verborgen war:
- es zeigt sich nach und nach, wer die "wahren" freunde sind
- die liebe verwandtschaft spaltet sich in zwei lager: pro und kontra
- von den einen wird man gemieden, geächtet, von den anderen wird man offen attackiert und mit anschuldigungen konfrontiert
- nach einer gewissen zeit werden diese angriffe immer deutlicher ausformuliert und man ist erstaunt und entsetzt, was da so alles in den köpfen schlummert:
"arbeitsscheues gesindel", "zwangsarbeit müsste eingeführt werden", "lebensunwertes leben", "unter hitler war alles besser, da hätte es sowas nicht gegeben" etc....
kürzlich sagte mein vater mir direkt ins gesicht, dass ich keine existenberechtigung hätte, weil ich keinen job habe. ich würde für ihn als mensch praktisch nicht existieren.
was soll man da noch sagen??
der wert des menschen ist offensichtlich ganz eng an die berufstätigkeit gekoppelt.
fällt diese weg, wird sofort alles in frage gestellt:
wozu lebt dieser mensch?
hat er einen produktiven nutzen?
welche kosten verursacht er?
das kommt mir vor wie leute, die sich ein meerschweinchen kaufen und dann sich davor drücken, den käfig sauberzumachen, weil das gute tier nicht nur lieb kuschelt sondern auch manchmal bedürfnisse hat!
 

Selene

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#2
So ähnlich ist das bei mir auch.Aber da ist mein Onkel der ausschlaggebende Part.Der redet fast genauso."Bewirb Dich doch mal."oder "Wenn Du dich nicht bewirbst dann hast Pech." oder das meine Mutter und ihre Kinder dumm wären weil ich grad von ALG2 lebe. Dabei sind seine Kinder nicht besser.Und er hat nur große Klappe weil er in nem Betrieb arbeitet wo er als letzter gekündigt wird wenn überhaupt.und ich schreibe Bewerbungen noch und nöcher.Und kriege nicht mal meine Kosten davon wieder.Laß Dich nicht unterkriegen.Da reden Leute die keine Ahnung haben.

Selene
 
E

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#3
Bei mir fing das Theater schon an als ich krank wurde. Das hatte noch nicht einmal etwas mit der Erwerbslosigkeit zu tun. Ich fand in meiner Familie etliche Personen mit der Meinung, daß man als chronisch kranker Mensch der Allgemeinheit nur unnütz auf der Tasche liegen würde. Mit ein wenig Nachforschung über die Historie meiner "Familie" fand ich sehr unschöne Dinge, wie einen Onkel mit SS Vergangenheit. Und ich konnte auch die Wurzeln der "Verseuchung" zu genau diesem Onkel und meiner Tante zurückverfolgen. Es ist wirklich erstaunlich, wie sich dieses menschenverachtende Gedankengut halten kann und weiterwandert.
 

ofra

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#4
mir ist heute auf der straße ein rollstuhlfahrer begegnet, beide beine amputiert. mühsam hat er sich vorwärts gekämpft (kein elektrischer rollstuhl).
was ist dann mit solchen menschen?
der hatte wohl einen unfall. und unfälle können jedem passieren!
das vergisst man allzu schnell, dass es JEDEN treffen kann!
 

Kerstin_K

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#5
Ofra,

allerdings ist noch nicht gesagt, dass der Rollifahrer erwerbslos ist, oder?
 

animas

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#6
unwertes Leben!

Wenn wir uns die ARGEn und die verantwortlichen Politiker ansehen und dann das Desinteresse der Bürger, dann wissen wir, 1933 ist noch lange nicht vorbei.
Es ist alles nur viel zivilisierter geworden.
Mein leben lang musste ich mich rechtfertigen, dass man mir meine körperliche Einschränkung nicht ansieht. Ich wünsche all diesen Ignoranten den fürchterlichsten Krebs!!!!
Lassen wir uns aber nicht beeinflussen von diesen gehirnlosen Mutanten.
 

Rinzwind

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#7
Wie aus der dummländischen Geschichte gelernt wurde ...

Es ist alles nur viel zivilisierter geworden.
Mein leben lang musste ich mich rechtfertigen, dass man mir meine körperliche Einschränkung nicht ansieht. Ich wünsche all diesen Ignoranten den fürchterlichsten Krebs!!!!
Lassen wir uns aber nicht beeinflussen von diesen gehirnlosen Mutanten.
Genau so sieht das aus! :icon_kotz: Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon von solchen Ignoranten zu hören bekommen habe, "Reiß dich doch mal zusammen!", aber versuch das mal den Depressionen klar zu machen, die genau das häufig unmöglich machen! :icon_sad:

Wenn wir uns die ARGEn und die verantwortlichen Politiker ansehen und dann das Desinteresse der Bürger, dann wissen wir, 1933 ist noch lange nicht vorbei.
... das zeigt aber, dass die heute Verantwortlichen sehr viel aus der Nazi-Zeit gelernt haben. Wenn ein solches System plötzlich reinstalliert würde, wäre das Resultat vermutlich ein breiter Widerstand, da es aber schleichend vonstatten geht und den Menschen eingeredet wird, dass die Schrittweisen Einschränkungen der Freiheit notwendig sind, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, werden die meisten Menschen dies erst begreifen, wenn die Verbrecher sämtlichen Widerstand durch perfektionierte Überwachung Aller im Keim ersticken können. :icon_kotz2:

Viel Spaß in der "Schönen Neuen Welt wünscht", Andreas :icon_neutral:
 

animas

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#8
Ja Andreas, solange die Deppen dazugehören ist das Leben schön.
Kommt dann aber ein Schicksalsschlag daher, dann ist alles so ungerecht.
Ich weiß ja nicht wie ich wäre, wenn mir meine gesundheitliche Situation nicht diese beschissene Rolle beschert hätte. Da meine Geschwister jedoch ganz anständige und auch denkende und mitfühlende Menschen sind, hätte ich auch als erfolgreicher und gesunder Bürger mit der heutigen Mentalität der Dummländer meine Probleme gehabt.
Ich bin oft in den Nachbarländern gewesen. Erst letzte Woche in Italien. Nicht als "Spießertourist", sondern als Besucher. Meine Freunde verstehen nicht was hier abgeht. ( Ich kann auch ohne Geld reisen)
Wir waren eine Gruppe aus 20 verschiedenen Ländern und keiner kann glauben was ich ihnen, ohne Übertreibung, erzählte. Eine Einladung nach Norwegen habe ich angenommen.
Die Ignoranten hassen ihre Arbeit und beneiden in ihrer Blödheit die Arbeitslosen, weil die es doch so gut haben. Das ist das eigentliche Problem. Sie erkennen ihr Sklavendasein und sind feige. Angstgesteuerte Menschen sind krank!
Das braune Denken ist ein Zeichen der Unfähigkeit und der Verweigerung.
 

Dragon

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#9
Mir erging es ähnlich. In der Familie herscht unzweideutig oft eine Art rechter Gesinnung. Man hat zu akzeptieren das Arbeit das wichtigste gut ist. Und man ist selbst nur dann gut wenn man dem gesellschftlichen Kontext folgt. Wehe man löst sich daraus.
Die Sprüche kenn ich nur zu gut.

- faules Schwein
- arbeitsscheues gesindel
- man sollte euch die Straße fegen lassen
- du bist nichts wert

usw.usw.

Interesant dabei ist das dann auch häufig leute sagen die in gesicherten Posten bei subventionierten betrieben (Bergbau etc.) sitzen oder längst ihre Rente durchhaben.

Manches mal weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll. Ich selbst bin durch eine schwere Krise zur Zeit Arbeitsunfähig, war lange Arbeitslos. Unterstützung in diesen Phasen habe ich nur selten bekommen. Phsychischen Druck, Intoleranz umso mehr.
 

Kerstin_K

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#11
er ist erwerbslos sonst hätte der schon lange ein elektro angetriebenen
rollstuhl.
Sorry Atlantis,

das stimmt so nicht. Ich selber bin auch Rollstuhlfahrerin. Ich bin voll berufstätigt und habe auch keinen Elektrorolli. Weißt Du, was die dinger Kosten? Wenn der Mann nur Beinaamputiert ist, sind die Arme voll funktionsfähig. Dann kriegt er keinen Eletrorollstuhl.
 

Atlantis

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#12
Sorry Atlantis,

das stimmt so nicht. Ich selber bin auch Rollstuhlfahrerin. Ich bin voll berufstätigt und habe auch keinen Elektrorolli. Weißt Du, was die dinger Kosten? Wenn der Mann nur Beinaamputiert ist, sind die Arme voll funktionsfähig. Dann kriegt er keinen Eletrorollstuhl.
Kerstin gib mal das bei ibääääääääääää ein hab ich extra so
geschrieben weist schon welche seite ich meine.
Elektrorollstuhl

 

commie

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#13
der wert des menschen ist offensichtlich ganz eng an die berufstätigkeit gekoppelt.
fällt diese weg, wird sofort alles in frage gestellt:
wozu lebt dieser mensch?
hat er einen produktiven nutzen?
welche kosten verursacht er?
Nun ja, jahrhundertelange kapitalistische Konditionierung hat seinen Zweck erfüllt. Diese Leute werden so schnell nicht zu Revoluzzern, denn die kapitalistische Propaganda, jeder wäre seines Glückes Schmied und man müsse "nur wollen", hat ihre Hirne völlig vernebelt (ich unterstelle das einfach mal, aber viele sind wohl auch nur ekelhafte Menschen, die es gerne sehen, wenn es anderen schlechter geht als ihnen selbst).

Wobei man dazu sagen muß, daß hierbei auch der real existierende Sozialismus die Hoffnungen seiner Apologeten längst nicht erfüllt hat...


der hatte wohl einen unfall. und unfälle können jedem passieren!
das vergisst man allzu schnell, dass es JEDEN treffen kann!
Ich mag es nicht, so zu argumentieren; dieses "es kann auch dich treffen" hat mit Solidarität überhaupt nichts zu tun; man möchte beim Empfänger nur die Angst wecken, selbst zum "Opfer" zu werden. Wie bei der Todesstrafe: Wer sagt, er sei gegen die Todesstrafe, weil man bei deren Ausführung "nicht besser" sei als der Hinzurichtende, impliziert an der Hinrichtung an sich überhaupt keine Kritik...


mir ist heute auf der straße ein rollstuhlfahrer begegnet, beide beine amputiert. mühsam hat er sich vorwärts gekämpft (kein elektrischer rollstuhl).
was ist dann mit solchen menschen?
Ich gehe jede Wette ein, daß viele Leute, wenn sie einen solch *****sehen, in ihm nur einen Kostenfaktor sehen, den man genauso gut beseitigen könnte. Die Nazi-Propaganda, die die Kosten eines Behinderten für die Allgemeinheit als "Beseitigungsgrund" hernahm, weckt auch heute noch Begehrlichkeit, auch wenn es nur die wenigsten offen aussprechen, höchstens mal am Stammtisch, nachdem man mit der jüdischen Weltverschwörung fertig ist...


Im Großen und Ganzen sind reaktionäre und fremdenfeindliche Meinungen sicherlich in allen Ländern weit verbreitet, aber in Deutschland sind m. M. n. besonders viele reaktionäre Menschen zu finden; eine Art Überlegenheitsgefühl ist dem deutschen Michel schon eigen; schließlich hatte man mal die halbe Weltkugel unter seiner Fuchtel und ist auch heute "wer", zumindest was besseres als die "Polacken" usw. usf. Solche Meinungen sind absolut mehrheitsfähig, oder wie wäre es damit, daß die Nazizeit auch sein Gutes hatte, daß der Hitler das so nicht gewollt hat, daß nicht die Rote Armee gesiegt hat, sondern der böse russische Winter... es lässt sich beliebig fortsetzen.
 

Debra

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#14
Im Großen und Ganzen sind reaktionäre und fremdenfeindliche Meinungen sicherlich in allen Ländern weit verbreitet, aber in Deutschland sind m. M. n. besonders viele reaktionäre Menschen zu finden;
Das kann ich nicht bestätigen. Habe mich intensiv mit Meinungen in anderen Ländern beschäftigt (UK, USA) und fand dort Meinungen, die man in D am liebsten unter den Tisch kehrt und Deutsche erst gar nicht wissen läßt, dass solche Meinungen existieren! Sei es durch Zensur oder durch die Berichterstattung in D, die uns generell ein Bild von USA/UK vorgaukelt, das SO wirklich nicht existiert.

eine Art Überlegenheitsgefühl ist dem deutschen Michel schon eigen; schließlich hatte man mal die halbe Weltkugel unter seiner Fuchtel und ist auch heute "wer", zumindest was besseres als die "Polacken" usw. usf.
Das findest Du verstärkt in UK, dass "man" mal "wer" war. Die Deutschen glänzen aber gern in Technik, Forschung, Wissenschaft und im Sport. Darf ich mal anmerken, dass wir gleich 2 Nobelpreisträger hatten in Physik diesen Oktober? Wer stets bei Olympia fleißig Medaillen abräumt? WIR uns ja schon für Loser halten, wenn unser Fußballteam "nur" 3. wird?

Das Problem ist, dass die Deutschen glänzen wollen. Mir wäre es lieber, unserem Land käme nicht andauernd immer so viel "Bedeutung" zu. Von allen Seiten. Deutschland sollte mehr wie die skandinavischen Länder sein und nicht USA nacheifern.
 
E

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#15
er ist erwerbslos sonst hätte der schon lange ein elektro angetriebenen
rollstuhl.
Ich finde das von einem nicht Betroffenen sehr anmaßend. Wer sagt dir denn, ob der Behinderte einen Elektro-Rollstuhl will? Ich kenne einen Rollifahrer, der sich an seinem Rollstuhl eine Art Vorderteil vom Fahrrad ankoppelt, das Vorderrad bewegt er mit einer Handkurbel. Er bewegt sich auf diese Weise mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch die Stadt. Dieser Mensch würde sich nie in einem Elektrostuhl setzen.
 

Diana

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#16
So ähnlich ist das bei mir auch.Aber da ist mein Onkel der ausschlaggebende Part.Der redet fast genauso."Bewirb Dich doch mal."oder "Wenn Du dich nicht bewirbst dann hast Pech."
Das sagen aber auch oft nur die was selbst einen festen AV haben. Sicher wenn ich Festangestellter bin heisst das noch lange nicht <sicher angestellt>. Aber das wollen die nicht hören.

Und wie viele haben nur eine Festanstellung weil sie in den 80iger Jahren oder kurz nach der Wende in der Firma angefangen haben. Da hat man auch nicht so sehr auf Berufsabschluss / Schulabschluss geschaut. Auch das sieht heute anders aus.

Heute will sich kaum ein Unternehmen noch an einen Arbeitnehmer binden. Die mittlere Schicht der Berufe wird über ZA geregelt bzw. abgedeckt.

... oder das meine Mutter und ihre Kinder dumm wären weil ich grad von ALG2 lebe.
Die Einnahmequelle des Geldes sagt aber nichts über den Bildungsstand aus. Im Gegenteil .... ich habe in meinem Praktikum und auch in meiner beruflichen Laufbahn viele Leute kennen gelernt die NICHTS gelernt haben. Aber die haben das Glück gehabt in den 80igern in die Firma gelandet zu sein (weil sie keine Lehrstelle bekamen), dort gearbeitet haben und dann fest eingestellt worden sind. Ich glaube nicht dass dies heute noch so möglich wäre.
Ich denke eher dass heute für viele Berufe Realschulabschluss Pflicht ist wo man in den 80igern noch gut mit Hauptschulabschluss genommen wurden ist.

Dagegen habe ich in der komischen Massnahme die ich im Sommer hatte viele junge Leute gesehen, ausgelernt ... nicht übernommen. Also kanns am Bildungsstand wohl nicht so sehr liegen.

LG
 

ofra

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#17
Ofra,

allerdings ist noch nicht gesagt, dass der Rollifahrer erwerbslos ist, oder?
danke dir für diesen hinweis. das muss natürlich auch berücksichtigt werden.
ich meinte das aber nur als allgemeines beispiel für behinderte und kranke.
 

commie

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#18
Disktiminierung Schwerbehinderter

Ich weise diese Unterstellung zurück! Einen schwerbehinderten Menschen (in diesem Fall im Rollstuhl) als "verkrüppelt" zu bezeichnen, ist weder herabwürdigend, und schon gleich gar nicht diskriminierend! Und wenn gewisse Moderatoren das dennoch als Diskriminierung empfinden, so ist das ein persönliches Wahrnehmungsproblem und kein Grund, Beiträge zu editieren und mit Diskriminierung zu unterstellen (ich habe übrigens schon selbst mit (Schwerst-)behinderten gearbeitet).


Darf ich mal anmerken, dass wir gleich 2 Nobelpreisträger hatten in Physik diesen Oktober? Wer stets bei Olympia fleißig Medaillen abräumt? WIR uns ja schon für Loser halten, wenn unser Fußballteam "nur" 3. wird?

Nun, hier haben wir beide unterschiedliche Ansichten: Für dich - wie für fast alle deutschen Bürger - ist dieses Volk eine große Masse an Bürgern, die Deutschen eben. Ich sehe eine Gesellschaft, die in Klassen zerspalten ist, in der die arbeitende Klasse von der herrschenden Klasse drangsaliert wird, eine Gesellschaft, in der keineswegs alle die gleichen Ziele verfolgen.

Das "wir" wird immer als Vorwand genommen, einen Kollektivismus und ein gemeinesames Ziel dort zu erzeugen, wo es gar keines geben kann - denn der Arbeiter und die Familie Quandt von BMW haben vollkommen konträre Interessen. Mit "wir sind Weltmeister" oder "wir" haben 2 Nobelpreisträger will man eben dieses Trugbild fördern.

Diese Spaltung der Menschen in Nationen fördert ja auch die Konkurrenz unter den Völkern - so fiebert man mit seiner Nation und fremden Leistungen von Individuen aus dem selben Volk, statt sich als ein Menschenkind, dem Grenzen egal sein sollten, zu sehen.


Das kann ich nicht bestätigen. Habe mich intensiv mit Meinungen in anderen Ländern beschäftigt (UK, USA) und fand dort Meinungen, die man in D am liebsten unter den Tisch kehrt und Deutsche erst gar nicht wissen läßt, dass solche Meinungen existieren! Sei es durch Zensur oder durch die Berichterstattung in D, die uns generell ein Bild von USA/UK vorgaukelt, das SO wirklich nicht existiert.

Daß in den imperialistischen Großmächten ähnlich chauvinistische Ansichten existieren, überrascht mich nun gar nicht. UK war mal eine Supermacht, von dessen "Ruhm" sich gut zehren lässt; die USA als dominante Supermacht unserer Zeit prouziert "white race supremacists" am laufenden Band. Meine Aussage war wohl ein wenig ungenau - generell, denke ich, kann man sagen, daß die Einwohner von mächtigen Staaten sich gerne Überlegenheit gegenüber Einwohnern von nicht so mächtigen Staaten zuschreiben. Was ja absurd ist, denn der deutsche, englische oder amerikanische Arbeiter ist in genau der gleichen ökonomischen Abhänigkeitsposition wie der Arbeiter in Polen, Malaysia oder Mosambik, nur halt auf etwas höherem Niveau...
 

Kerstin_K

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#19
Ich finde das von einem nicht Betroffenen sehr anmaßend. Wer sagt dir denn, ob der Behinderte einen Elektro-Rollstuhl will? Ich kenne einen Rollifahrer, der sich an seinem Rollstuhl eine Art Vorderteil vom Fahrrad ankoppelt, das Vorderrad bewegt er mit einer Handkurbel. Er bewegt sich auf diese Weise mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch die Stadt. Dieser Mensch würde sich nie in einem Elektrostuhl setzen.
Danke Rüdiger,

genau meine Meinung. Das von Dir beschriebene Teil nennt man übrigens Handybike. Das ist ne richtige Sportart. Viele Rollifahrer fahrenn auf diese Weise sogar beim Marathon u. ä. mit.
 

Kerstin_K

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#20
Ich weise diese Unterstellung zurück! Einen schwerbehinderten Menschen (in diesem Fall im Rollstuhl) als "verkrüppelt" zu bezeichnen, ist weder herabwürdigend, und schon gleich gar nicht diskriminierend! Und wenn gewisse Moderatoren das dennoch als Diskriminierung empfinden, so ist das ein persönliches Wahrnehmungsproblem und kein Grund, Beiträge zu editieren und mit Diskriminierung zu unterstellen (ich habe übrigens schon selbst mit (Schwerst-)behinderten gearbeitet).
Commie,

ich bin selber schwerbehindert und ich fühle mich diskriminiert, wenn man mich als verkrüppelt bezeichnet.
 

Kerstin_K

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#21
Kerstin gib mal das bei ibääääääääääää ein hab ich extra so
geschrieben weist schon welche seite ich meine.
Elektrorollstuhl

Atlantis,

das ist definitiv der falsche Ort, einen Rollstuhl zu kaufen. Ich kriege demnächst einen neuen. Damit der auch passt, wurde ich genauestens vermessen und befragt, bei welchen Gelegenheiten ich das Ding brauche. Das haben wir nicht zum Spaß gemacht.

Übrigens hat eine Elektrorollstuhl gegenüber einem Faltrolli auch Nachteile. die Teile dind ziemlich schwer und man kann sie zum Beispiel nicht so einfach im Auto verstauen. Wenn Dich dazu weiteres interessiert, können wir das auch gerne per PN machen, bevor wir und hier vollends vom Thema entfernen.
 

Atlantis

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#22
Ich finde das von einem nicht Betroffenen sehr anmaßend. Wer sagt dir denn, ob der Behinderte einen Elektro-Rollstuhl will? Ich kenne einen Rollifahrer, der sich an seinem Rollstuhl eine Art Vorderteil vom Fahrrad ankoppelt, das Vorderrad bewegt er mit einer Handkurbel. Er bewegt sich auf diese Weise mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch die Stadt. Dieser Mensch würde sich nie in einem Elektrostuhl setzen.
deine vermutungen sind leider falsch da ich selber eine rückenmarkerkrankung
MS erkrankt bin also nichts mit nicht bedroffen.
war in mehreren kliniken in behandlung, damp2000, bad brahmstedt, asklepios kliniki seesen, und zeitweise immer wieder in stationärer behandlung (krankenhäuser).
danke schön rüdiger, das du mich auf der rolle hast hier im forum
fällt langsam auf.

ich habe es nur gut gemeint es gibt ja auch personen mit schwäche
in den händen und beinamputiert.
meine frau ihre freundin hatte ein motorrad unfall und fährt auch mit
handkurbel durch die gegend, sehr schnell sind sie stimmt.
 

ofra

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#23
und schon sind wir wieder bei einem ganz anderen thema als am anfang ...
 

Atlantis

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#24
mir ist heute auf der straße ein rollstuhlfahrer begegnet, beide beine amputiert. mühsam hat er sich vorwärts gekämpft (kein elektrischer rollstuhl).
was ist dann mit solchen menschen?
der hatte wohl einen unfall. und unfälle können jedem passieren!
das vergisst man allzu schnell, dass es JEDEN treffen kann!
beim andern thema ofra ?
wer ist vom braunem gedankengut zum rollstuhlfahrer abgeschweift.
 
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