Brauche Rat - 1 Euro Job - wahrscheinlich Schikane

mambo

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
26 September 2012
Beiträge
4
Bewertungen
0
Hallo ich bin neu hier. Ich selbst bin nicht betroffen aber ein guter Freund der Hilfe sucht. Szenario: Er ist heute 58, hat ununterbrochen 35 Jahre in einem Metall Betrieb, zuletzt als Abteilungsleiter bis 2006 gearbeitet. Das Unternehmen wurde verkauft und dann geschlossen. Sein Arbeitszeugnis ist exellent.
Danach musste er sich 2 Hüftoperationen unterziehen - ist aber wieder ok und arbeitsfähig. Das einzige Hemmnis am Arbeitsmarkt unterzukommen scheint entsprechend das Alter zu sein.
Seit Jan. 2010 ist er in ALG II. In den bisherigen EGV war stets das ZIEL: "Intergration in den Arbeitsmarkt" ausgewiesen. Die vorletzte EGV wies dies auch aus und galt ursprünglich bis 06.11.2012.
Jedoch mit Einladung von 10.August 2012 nötigte Ihn die SA am 21.08.2012 eine neue EGV zu unterzeichnen, hier mit der Angabe ZIEL: Teilnahme AGH. Asl individuell verfolgtes Maßnahmenziel ist angegeben: Erhalt der Leistungsfähigkeit
Bei dem Gespräch wurde der Maßnahmenträger nicht bekannt gegeben und ist auch in der EGV nicht ausgewiesen.
Am 31.08.2012 ( Posteingang 04.09.2012) geht ein Schreiben des Job Centers zu in welchem ebenso kein konkrete Angabe der Maßnahme benannt ist.
Am 08.09.2012 stellt er sich dann an dem im Schreiben vom 31.08.2012 benannten Maßnahmenträger vor und wird noch vor Ort zur Unterschriftleistung eines Markblattes sowie einer Hausordnung veranlaßt. Beide Dokumente will man ihm nicht in Kopie aushändigen.

Am 11.09.2012 erscheint er bis heute beim Maßnahmenträger.

Nach mehrfachen Aufforderungen an den Maßnahmenträger eine Kopie der Dokumente auszuhändigen, erhält er am 21.09.2012 lediglich besagtes "Merkblatt". Hieraus geht hervor:
Tätigkeit: Verkauf
( Quli. vorgabe des Jobcenters,Qualifizierungsanforderung)

Fachanleitung durch Herrn B, Ansprechpartner und Fachanleitung der Durchführung der genannten Tätigkeit in der Einsatzstelle und verantwortlich für die fach- u. sachgerechte Einweisung und Begleitung von Herrn XXX in den einzelnen Tätigkeiten ist Herr B.

Festellung: Der Hier angegebene Herr B war bis heute zu keiner Zeit bei dem Maßnahmenträger aufgetaucht und damit hat weder eine fach- und sachgerechte Einweisung und Begleitung von Herrn XXX wahrgenommen

Desweiteren befinden sich auf dem Merkblatt:

Tätigkeit Pro Woche 5 Werktage Mo-Fr, jeweils 4 Stunden


Festellung:

Die Täigkeitszeiten werden ständig geändert. So z.B. von 9-13 Uhr, 14-18 Uhr oder 13 bis 17 Uhr. Festgelgte Rythmen gibt es nicht.
Die Fahrzeit zum Einsatzort beträgt zudem tgl. mehr als 2 Stunden.


Desweiteren befinden sich auf dem Merkblatt:

Unter "Freistellung, Verhinderung der Teilnahme an der Tätigkeit"

"Unter einfluss pschotroper Substanzen ist die Teilnahme an der Arbeitsgelegenheit nicht gestattet..... Sollte dies geschehen, ist Herr XXX sofort von seiner Tätigkeit freizustellen und der Träger zu informieren. ..... Bei einem konkreten Verdacht sind Kontrollen möglich.

Festellung:

Dieser Text differenziert nicht zwischen illegalen und legalen Psychotropischen Substanzen. So sind z.B Kaffee, Tee, Kakao ebenso Psychotropische Substanzen ( vergl. Wikipedia u.a Quellen).
Wird hier untersagt sich selbst bei Kaffeegenuss Kontrollen und Sanktionen zu unterwerfen ????

Desweiteren befinden sich auf dem Merkblatt:

Schweigepflicht

Herr XXX ist auf Dauer zur Verschwiegenheit in allen die Einsatzstelle betreffenden Belangen .... verpflichtet. er hat insbesondere auch über die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange anderer Personen auf Dauer Stillschweigen zu bewahren.....
Festellung:

Bei dem Maßnahmenträger sich zu 99% ausschließlich Drogenabhängige, Alkoholiker und ehemalige Häftlinge als 1 euro jobber beschäftigt. Die Fachkräfte des Maßnahmenträgers sind Sozialpädagogen. Qualifizierte Mitarbeiter die hinsichtlich einer Qualifizierung von Herrn XXX für den 1. Arbeitsmarlt beitragen könnten ( Qualifizierung für den VERKAUF ???) gibt es hier nicht.
Es findet vielmehr eine Disqualifizierung satt !

Der Maßnahmenträger beschäftigt derzeit insgesamt 133 1 Euro Jobber. In dieser Einsatzstelle 32. Der Maßnahmenträger wird vermutlich voll bezuschußt ( 500 Euro)

Der Maßnahmenträger firmiert zwar unter Gemeinnützigkeit in Form einer gGmbH - jedoch sind die beim Maßnahmenträger offerierten Waren und Dienstleistungen für jedermann nutzbar - nicht nur für sogenannte "Bedürftige" Aus einem Bericht der Ortspresse geht hervor, das der Maßnahmenträger auf hohem Niveau jammert.
Die Überschrift lautete: "Personalprobleme plagen das XXXXX-kontor. Schuld ist laut der Leitering XXX, der Sparkurs des Jobcenters. Der Einrichtung wurde vom Bund der Etat um 34 % gekürzt. Entsprechend weniger gibt das Jobcenter weiter. die Einschnitte seien massiv. Der DXXXXX fehlten für ihre 4 XXXX-kontore insgesamt 120 000 Euro. Das Geld komme durch Teilnehmerpauschalen in die Kasse, die das Jobcenter zahle. aber statt XXX Teilnehmern wie im Vorjahr schicke das Jobcenter dieses Jahr nur noch XXX Teilnehmer.

Die zugehörigen Dokumente ( EGV - Schreiben - Mekrblatt) sind per PDF beigefügt.

Frage:

Ist ein Widerspruch zur Unterschrift der EGV noch möglich ?

Ist ein Widerspruch zur Unterschrift des sogenannten Merkblattes ( keine konkrete Tätigkeitsbeschreibung usw) noch möglich ?

Warum glaubt ihr hat der Maßnahmenträger so großartige Probleme unterschriebene Vereinbarungen ( Merkblatt - Hausordnung) an die Unterzeichner auszuhändigen ?
 

Anhänge

mambo

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
26 September 2012
Beiträge
4
Bewertungen
0
Danke zunächst einmal für den Hinweis "Datenschutzbeauftragten des zuständigen Bundeslandes "

RA werden wir einschalten
 
E

ExitUser

Gast
@ mambo , wenn in den genannten Einrichtungen für jederman nutzbar sind und kein Nachweis der Bedürftigkeit erforderlich ist , so ist es nicht gemeinnützig und liegt auch nicht im öffentlichen Interesse !

Wer heirfür nun zuständig ist weis ich nicht . Handelskammer , Gewerbeaufsicht fällt mir hierzu ein .

Angriffspunkte können hier auch sein = Sozialräume . Sanitäre Einrichtung etc . Täglich wechselnde Arbeitszeiten ( Schichtdienst )

Um da wieder raus zu kommen genügt eine lange AU ( Arbeitsunfähigkeit ) .Mit der/dem SB nochmal sprechen . Hierzu die regionalen Arbeitslosenzahlen / offene Stellen als Nachweis vorlegen . Sinnlosigkeit der Maßnahme .

Oder ( wenn finanziell möglich ) sich für ein paar Tage vom JC abmelden . Damit ist man aus allen Verträgen mit dem JC raus !
 

mambo

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
26 September 2012
Beiträge
4
Bewertungen
0
Danke @ con_er49 für die Hinweise.

Ja die Einrichtung ist für jederman nutzbar es ist kein Nachweis der Bedürftigkeit erforderlich.

Recherchen haben ergeben das Einrichtungen dieses Trägers bundesweit seit Jahren so laufen, jedoch mußten einige in anderen Bundeländern bereits schließen. (Einwände anderer Unternehmen bei der IHK wegen der Zulässigkeit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung für Arbeit mit AGH Kräften)

Der BA dürfte die Sachlage bekannt sein - jedoch läßt man die Projekte wohl weiter laufen da es sich um den 2. größten Arbeitgeber Deutschlands handelt.

Mit der SA noch einmal zu sprechen macht in diesem Fall wenig Sinn - da wie gesagt nicht logisch nachvollziehbar ist warum die Maßname veranlaßt wurde. Schon gar nicht unter Anbetracht der im April 2012 veranlaßten wesentlichen Veränderungen zu AGH nach § 16d SGB II. ( sh. Anhang pdf)
Hierzu gehören u.a.:
" Die Nachrangigkeit von AGH gegenüber anderen Förderleistungen wurde §16d Abs 5 SGB II festgelegt. Durch die Streichnung des Wortes Arbeitsgelegenheit in §3 SGB entfällt die gesetzliche Verpflichtung eines AGH-Angebotes für Jugendliche und Ältere ab 58 Jahren und der Verweis auf Vorrang der Vermittlung in Ausbildung und Arbeit verdeutlicht die Nachrangigkeit von AGH"

-Der SA des Job Centers ist bekannt das der hier Betroffene 58 Jahre alt ist.

- Die SA hat ihm zu keiner Zeit Arbeitsvorschläge auf dem 1. Arbeitmarkt angeboten.

- Das Arbeitszeugnis aus der über 30jährigen ununterbrochenen Tätigkeit ist exellent.

- Der SA ist bekannt das von ihm seit Jahrzehnten ein Ehrenamt ausgübt wird und das er erst im vergangenen Jahr eine entsprechend hochrangige Auszeichnung hierfür erhielt.


Welche Notwenigkeit für eine "derartig" verordnete AGH seitens der SA sollte es also nach diesen Fakten geben ?

Alle nachfolgenden Merkmale die In den grundätzlichen Hinweisen zu einer AGH unter Empfehlungen(sh. pdf/seite 7) aufgeführt sind, sind bei dem hier Betroffenen in keinem Fall gegeben.

Zitat:

" Insbesondere bei folgenden Handlungsstrategien kann unter Bachtung der Nachrangigkeit gegenüber der Pflichtleistung Vermittlung sowie der Ermessensleistungen zur Eingliederung, die auf eine unmittelbare Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zielen, ein Einsatz von AGH empfohlen werden:

- Heranführen an das Arbeitsleben ( Tagesstruktur herstellen)
- Arbeits- und Sozialverhalten stärken
- Perspektiven verändern
- individuelle Wettbewerbsnachteile ausgleichen

ERGO kann nur vermutet werden das es sich um reine Schikane seitens der SA handeln dürfte.
 

Anhänge

G

gast_

Gast
Für die Zukunft folgende Hinweise:

1. niemals eine EGV unterschreiben sondern auf den VA (Verwaltungsakt) warten
2. Termine beim JC nur mit Beistand (der Protokoll schreibt) wahrnehmen

Soweit so gut.

Bezüglich der "Nötigung" zur Unterschrift der EGV könnte Strafanzeige gegen den SB gestellt werden.

§ 240 StGB Nötigung - dejure.org

Ein gefährlicher Rat... wenn man es nicht beweisen kann.
Ich würde sofort einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht holen und einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.048
Am 31.08.2012 ( Posteingang 04.09.2012) geht ein Schreiben des Job Centers zu in welchem ebenso kein konkrete Angabe der Maßnahme benannt ist.
Spätestens da hätte man sich wehren können, denn, wenn in der EGV nur ganz grob etwas über einen EEJ steht, muss der in der Zuweisung ganz detailliert beschrieben werden. Dazu gehört die Art der Tätigkeit, die tägliche Dauer(von wann bis wann, der Ort der Tätigkeit, die Gesamtdauer des EEJs und die Höhe der Mehraufwandsentschädigung. Und eine Rechtsbehelfsbelehrung(Widerspruchsrecht) muss auch drauf sein.
Der Maßnahmeträger hat sich nicht auszusuchen, wann, wo, als was man Dich einsetzt. Also über Anwalt laufen lassen und nächstes Mal früher melden.
 
E

ExitUser

Gast
@gelibeh = Der Maßnahmeträger hat sich nicht auszusuchen, wann, wo, als was man Dich einsetzt.
Muß in der EGV oder Zuweisung verbindlich geregelt sein !

@gelibeh = Also über Anwalt laufen lassen
Ist in allen Bundesländern anders geregelt und wird auch oft erschwert oder quasi unmöglich gemacht !

= Recht muß man sich leisten können !

@gelibeh = und nächstes Mal früher melden.
Das sollten sich alle dringend auf die Fahne schreiben ! :icon_daumen:
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.048
Ist in allen Bundesländern anders geregelt und wird auch oft erschwert oder quasi unmöglich gemacht !

= Recht muß man sich leisten können !
Ja ich weiß, hier zum Bleistift die Öra. Ich habe aber beim VDK notfalls kompetente Unterstützung. Den Monatsbeitrag von 5€ und dann 14€ für einen Widerspruch wäre es mir wert.
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
11.763
Bewertungen
13.656
Die Kiste ist auf mehrfacher Ebene verfahren und mir persönlich wäre es - davon abgesehen, dass die Widerspruchsfristen wohl alle abgelaufen sind - viel zu "lästig", hier dem JC Vorträge zu halten.

Wieso nicht einfach mal ein pauschales Statement abgeben, dass man aufgrund diverser "Unzulänglichkeiten", deren man sich mangels recht- und vorschriftsmäßiger Handhabe und Aufklärung erst jetzt durch die Praxis gewahr wurde, sämtliche geschlossenen Verträge und Vereinbarungen zurück zieht und an dieser Maßnahme ab sofort nicht mehr teil nimmt.

Man fordert die SB auf, hier ordentlich und klagesicher zu begründen, sollte sie nach Prüfung aufgrund Amtsermittlungsgrundsatz immer noch der Meinung sein, die Angelegenheit sei voll und ganz rechtens.

Man gibt dem Kundenreaktionsmanagement über diese Praktiken Kenntnis.

Punkt. Abwarten :icon_twisted:


Sanktionen! Sanktionen! Sanktionen! Eine kleine Handreichung zum selbstbewussten Umgang mit dem Jobcenter (Teil 2) «

Ablehnung eines Arbeitsangebots/eines 1-€-Jobs:

Arbeitsangebote, welche unzumutbar entlohnt werden, können nicht zu Sanktionen führen. Das SG Berlin (Az: 55 AS 24521/19 ER) nimmt einen unzumutbaren Lohn bei 6,20 € brutto/Stunde und einer Wochenarbeitszeit von 36,5 Stunden an. Ein 1-€-Job muss laut Gesetz gemeinnützig und zusätzlich sein, § 16d SGB II. Häufig werden aber „normale“ Arbeitsplätze unter dem Deckmantel des 1-€-Jobs angeboten. Die Ablehnung eines solchen 1-€-Jobs kann keine Sanktion nach sich ziehen. Ebenso unzumutbar sind 1-€-Jobs, denen jede Integrationsfunktion fehlt (SG Berlin Az: S 37 AS 19402/08).
 
E

ExitUser

Gast
@gila , alles leicht wenn man sich gut auskennt ! Und wenn man entsprechende Geldreserven hat !

Nicht jeder kann sich die 30% Sanktion leisten = ca. 1000,00 € . Auch wenn der Widerspruch anerkannt wird so fehlt doch erstmal das Geld zum täglichen Leben ! Und wenn hier noch eine hohe Nachforderung wegen Strom anfällt , sitzt man faktisch auf der Straße !

Hierbei auf ein Urteil zu verweisen heißt = " Eine Schwalbe macht noch lange keinem Sommer " .

Ob das hier noch aktuell ist entzieht sich meiner Kenntnis = Hartz IV Rechtsberatung muss für 10 Euro erfolgen!

In Hamburg ist es anders geregelt = ÖRA Rechtsberatung Hamburg - Stadt Hamburg
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
11.763
Bewertungen
13.656
@gila , alles leicht wenn man sich gut auskennt ! Und wenn man entsprechende Geldreserven hat !

Ich sehe es schon als verpflichtende Notwendigkeit an, dass man sich in den Lebenssituationen, in die man hinein gerät auch KUNDIG macht.

Mit Geldreserven hat das weniger zu tun - vielleicht muss man dann eben mal etwas knabbern, aber wenn man sich augenscheinlich im Recht befindet, gibt es auch Möglichkeiten ...

Nicht jeder kann sich die 30% Sanktion leisten = ca. 1000,00 € .

Wie kommst du auf 1000 Euro? 30% Sanktionen sind eher seltener, meist sind es 10% und wenn man gleich gezielt los schießt und seine Rechte kennt, kann man auch die Unrechtmäßigkeit der meisten Sanktionen aufdecken und gleich dagegen vorgehen.

Auch wenn der Widerspruch anerkannt wird so fehlt doch erstmal das Geld zum täglichen Leben !

Damit muss man oft mal leben, manches lässt sich improvisieren für eine Zeit lang.

Und wenn hier noch eine hohe Nachforderung wegen Strom anfällt , sitzt man faktisch auf der Straße !

Auch das ist schlicht falsch und wenig geeignet, hier in diesem Forum als "Ratschlag" hilfreich zu sein.

Hierbei auf ein Urteil zu verweisen heißt = " Eine Schwalbe macht noch lange keinem Sommer " .

Wozu ist so ein Forum ansonsten da?

Ob das hier noch aktuell ist entzieht sich meiner Kenntnis = Hartz IV Rechtsberatung muss für 10 Euro erfolgen!

Falsch interpretiert: nicht die BERATUNGSLEISTUNG ist für 10 Euro zu leisten, sondern die Gebühr, die der Anwalt für den ANTRAG auf Beratungshilfe nehmen KANN, ist 10 Euro. Den Beratungshilfeschein bekommt er außerdem. Er ist ca. 50 Euro "wert".
Die meisten RAs lehnen den Aufwand jedoch ab.

In Hamburg ist es anders geregelt = ÖRA Rechtsberatung Hamburg - Stadt Hamburg
Der TE hat gefragt, was er machen kann. Da im Vorfeld Widerspruch offensichtlich versemmelt wurde, kann man nur persönliche Ratschläge geben als ein Beispiel, wie jeder hier so eine Sache anpacken würde.
Der TE muss sich selbst heraussuchen und für sich entscheiden, welcher Weg der für Ihn gangbare ist - ER muss auch das Echo vertragen können.

Jedoch wenn dieses allgemeine "Sanktionsgespenst" hier auch noch kräftig hoch gehalten wird, ist das einzige Ergebnis, dass sich NICHTS bewegen wird und jeder für ein paar Euro das Maul hält und alle damit verbundenen und auch nachgewiesenen Ungerechtigkeiten weiter in Kauf nimmt.

Dann braucht man auch nicht jammern und hier die Zeit der Leute am PC in Anspruch nehmen.
:cool:
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
11.763
Bewertungen
13.656
Für mich persönlich stellt sich hier die Frage: hole ich mir gleich einen Beratungsschein und einen Anwalt (ist dies in dieser Phase möglich?) - oder finde ich einen Weg, die Sache von einer anderen Ebene anzugreifen.

Die Sache hier ist sehr komplex und in weiten Teilen auch sehr fragwürdig. Man müsste sich allerdings sehr genau hinein lesen, um beurteilen zu können, ob auf dem Weg des Widerspruches überhaupt etwas noch machbar wäre. Das käme einer Rechhtsberatung gleich - die lieber ein Anwalt leisten sollte.

Für einen "Querdenker" ergäbe sich jedoch die Möglichkeit einer anderen Betrachtungsweise: nämlich dass man nicht ALLES, was man unterschrieben hat auch TUN muss, wenn es nämlich nicht DEM in der Praxis entspricht, was rechtens ist und auch erwartet werden durfte!

Ich denke: ich habe hier ein Recht darauf, dass über meine Lebenszeit ORDENTLICH verfügt wird sowie meine Qualifikationen angemessen beachtet und Vorschriften fehlerfrei angewendet werden.
Im Vertrauen hierauf (Treu und Glauben!!!) wurde dieser "Vertrag" wohl eingegangen. Die Wahrheit stellt sich anders dar.

Da der TE (oder ich) jedoch nicht rechtskundig sind und es auch nicht sein müssen, wäre nach all der Schilderungen JETZT für mich ein Punkt erreicht, wo ich sage: ich steige hier aus!

Das ist vielleicht im SGB so nicht vorgesehen - wohl aber im bürgerlichen Recht. Und irgendwelche Rechte sollte der Bürger schon noch haben.

PRÜFEN, was nun alles nicht rechtmäßig gelaufen ist, MUSS das JC und nicht ich (Amtsermittlungspflicht).
Ich KÖNNTE jedoch "beispielhaft" einige der anzumeckernden Punkte aufführen und dann das Ganze an den SB, mit der Aufforderung, dies umgehend und SANKTIONSLOS abzuändern - ansonsten Weitergabe an höhere Dienststellen, da hier ja auch bereits im Vorfeld schon die Notwendigkeiten einer solchen Zuweisungen missachtet wurden.

Dies nur beispielhaft - aber drohend :icon_twisted: und nachhaltig - und keine mehrseitigen Ausführungen, bei denen ich mir in eventueller Unkenntnis ein Bein stellen könnte.

Ich bin also (wie in vielen Lebenssituationen auch selbst erfolgreich praktiziert) durchaus ein Fan auch etwas "unkonventioneller" Wege. :icon_twisted:
Dadurch könnte sich beim Gegenüber etwas "bewegen" und es könnte sich ebenso auf einer friedlichen Gesprächsebene etwas tun, bevor das Ganze eskaliert.

Manchmal liegt es auch im persönlichen Strickmuster seines Gegenübers, dass er GLAUBT, er könne bei mir machen, was er will und da ist es eben auch an mir, ihm diese Grenzen aufzuzeigen und auf die sachliche und rechtmäßige Ebene zu verweisen.

Die Schilderungen über diese Maßnahme haben m.E. genügend "Zündstoff", dass dem SB auch glatt das Höschen nass werden könnte, wenn ihm nun KLAR wird, dass hier ordentlich Gegenwind kommt, wenn keine zufriedenstellende Lösung gefunden wird!

PS: dann käme noch der "Faktor 58" hinzu, den ich auch bald habe :biggrin:, wo ich zu KEINEN faulen Kompromissen mehr bereit bin, und dass der TE ja schließlich in seinem Leben was geleistet hat, was er sich nicht durch respektloses und selbstherrliches Handeln abspenstig machen sollte!
 

Hartzeola

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 August 2011
Beiträge
10.202
Bewertungen
3.433
Nicht jeder kann sich die 30% Sanktion leisten = ca. 1000,00 € .
Wie kommst du auf einen Betrag von 1000 €?

30% von 374 € sind 112,20 €, gerundet 112 €. Eine Sanktion dauert 3 Monate, 112 x 3 =336€.

Taschenrechner verrostet?
 
E

ExitUser

Gast
Wie kommst du auf einen Betrag von 1000 €?

30% von 374 € sind 112,20 €, gerundet 112 €. Eine Sanktion dauert 3 Monate, 112 x 3 =336€.

Taschenrechner verrostet?
Das JC verzögert die Zahlung nur um einen Monat dann sind die 1000,00 € schnell erreicht .

Wenn nur ein Guthabenkonto vorhanden , dann zieht es unweigerlich Kosten nach sich . Weil hier Rückbuchungskosten entstehen da das Konto nicht gedeckt ist ! Und man sich das Geld woanders leiht .....( Denn von irgend etwas muß man ja schließlich leben ! )

Wacht doch auf ihr Traumtänzer und kommt in der realen Welt an ! :icon_daumen:
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
11.763
Bewertungen
13.656
Danke für den "Traumtänzer" :eek:

Träume sind KINO, Kopfkino.

Diejenigen, die hier versuchen, aufgrund viel Erfahrung und viele auch mit fundiertem Wissen, gangbare Lösungen aufzuzeigen sind da wohl eher in der Realität und haben weniger Kopfkino als diejenigen, die ständig "albtraumhafte" Szenarien konstruieren, Panik verbreiten und eigentlich den Ratsuchenden auf diese Weise sehr kontraproduktiv entgegen treten.

Deiner "fundierten Rechnung" nach soll man sich aus Angst in die Ecke setzen und JA nicht wehren?

Aha ... aber wozu diskutiert man denn hier und sucht Rat? :confused:
Was soll so eine Haltung dann verändern, wenn man sich - eh schon ganz unten angekommen - durch Erpressung und Geld noch mehr Rechte abschneiden lassen soll?
 

Rechtsverdreher

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
14 Mai 2007
Beiträge
2.551
Bewertungen
427
Feststellungsklage beim Sozialgericht einreichen. Die sollen die Eingliederungsvereinbarung und den 1€-Job auf Rechtmäßigkeit überprüfen.

Ausserdem dürften mehr als 2h Fahrzeit pro Tag bei einem 4h Job rechtswidrig sein.
 
Oben Unten