Brauche Hilfe ... an wen kann ich mich wenden?

Jessy23

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Hallo,
ich bin neu hier und weiß ehrlich gesagt auch gar nicht ob ich in diesem Forum nun richtig bin ... ich weiß einfach nicht an wen ich mich wenden kann, da die Situation bereits total verfahren ist.
Kurzfassung:
Ich habe bereits seit vielen Jahren Depressionen und sehr schlimme Ängste. Ich bin nicht in der Lage ein halbwegs normales Leben zu führen, verlasse die Wohnung schon seit Jahren fast gar nicht mehr. Ich fühle mich hier SEHR unwohl und habe fast durchgehend sehr große Angst, die mich teilweise total lähmt.
Ich habe das nun viele Jahre so laufen lassen und mir oft gewünscht, dass einfach alles zuende ist, aber ich möchte nun versuchen einen Neuanfang zu finden. Problem: Ich werde es hier definitiv nicht schaffen. Das "Zusammenleben" (komme fast gar nicht mehr aus meinem Zimmer) ist für mich wirklich sehr schlimm und die Alkoholabhängigkeit meiner Mutter belastet mich sehr.
Ich würde nun gerne woanders einen Neuanfang versuchen. Ich würde gerne eine Therapie machen, aber solange ich hier leben muss, hat das wenig Sinn. Das Problem ist, dass das alles ein verdammt langer Weg werden würde, da es halt wirklich alles total verfahren ist und schon sehr lange geht ... ich müsste also erstmal die kleinen Dinge wie einkaufen gehen etc wieder lernen ... Ich kann schlecht beurteilen wann ich in der Lage wäre zu arbeiten, aber ich würde sehr gerne irgendwann zumindest auf 400 Euro Basis arbeiten. Aber ich habe total Angst, dass ich aufgrund meines Lebenslaufes keine Chancen habe ...
Ich habe Rücklagen und ich hätte jemanden, der mich monatlich mit einem gewissen Betrag unterstützen würde. Ich bräuchte kein Geld für Kaution, Erstausstattung, o.ä., aber ich bräuchte einen monatlichen Zuschuss oder alternativ die Möglichkeit eine Art Kredit o.ä. aufzunehmen ...
Ich bekomme zurzeit keine Unterstützung und habe leider auch weder irgendwas Ärztliches in der Hand noch war ich beim Arbeitsamt ... Ich würde das Ganze zurzeit auch psychisch nicht durchstehen ...
Ich bin am Überlegen ob ich es riskieren kann eine Wohnung zu mieten (vorausgesetzt ich finde jemanden, der mir eine Wohnung vermieten würde ... das würde ja schon die erste große Hürde darstellen ...) und mich wenn meine Rücklagen ziemlich aufgebraucht sind ans Arbeitsamt zu wenden ... meine Angst wäre dann aber, dass ich im schlimmsten Fall wieder zurückmüsste und wenn ich dazwischen dann ein paar Monate gelebt hätte, wäre das vermutlich noch weniger auszuhalten als ohnehin schon.
Und ehrlich gesagt habe ich auch Angst meine Rücklagen aufzubrauchen, da es mir immer sehr wichtig war was in der Hinterhand zu haben, damit ich die Wahl von Ausbildung/ Studium nicht vom Geld abhängig machen muss. Ich habe Angst, dass ich wenn ich wirklich finanzielle Unterstützung bekommen würde, dann gar nicht mehr selbst entscheiden könnte. Könnten die mir dann z.B. eine bestimmte Ausbildung aufzwingen oder so? Oder sehe ich das nun zu schwarz? Ich wäre- falls es mir irgendwann wieder besser geht- natürlich bereit diverse Massnahmen mitzumachen, unabhängig davon ob ich sie nun als sinnvoll erachte oder nicht, aber eine Ausbildung ist ja doch eine ziemlich weitreichende Entscheidung und da hätte ich schon gerne ein Mitspracherecht. Ehrlich gesagt würde ich auch lieber studieren, da gäbe es dann ja auch Möglichkeiten der Finanzierung (Studienkredit u.ä.), aber bis dahin wäre es ja noch ein seeeeehr langer Weg und ich weiß einfach nicht wie ich das finanziell machen soll. Aber mir geht es immer schlechter und ich schaffe es kaum noch irgendwas zu machen ... ich muss jetzt irgendwie die Notbremse ziehen, ich kann das hier wirklich nicht mehr ... Da ich aber nicht misshandelt werde o.ä. sehe ich ehrlich gesagt wenig Chancen auf Unterstützung ...
Ich bin übrigens 23, werde diesen Sommer 24 ...
Bei Fragen einfach fragen ... ist nun etwas wirr *sorry*, aber um es verständlicher zu machen, hätte ich noch viel mehr schreiben müssen und dann wäre die Chance, dass es sich überhaupt jemand durchliest ja vermutlich ziemlich gering ... ich würde mich wirklich sehr über Antworten freuen!
Liebe Grüße
Jessy

PS: Mir ist natürlich bewusst, dass ein Auszug eigentlich völlig unmöglich ist, aber ich habe wirklich nicht mehr viel zu verlieren. Ich habe momentan wirklich absolut gar keine Lebensqualität mehr, quäle mich durch den Tag und frage mich wofür ... ich würde so gerne nochmal leben ...
Das geht nun alles schon soooooooooo lange und von alleine wird sich nichts ändern und daher würde ich nun wirklich gerne irgendwie den Absprung versuchen, auch wenn es mit sehr vielen Risiken verbunden ist und ein sehr langer und steiniger Weg wird ... aber ich bräuchte halt jemanden, der mich unterstützt ... ich bräuchte natürlich nicht "nur" finanzielle Unterstützung, aber bei allem anderen, sei es nun Psychotherapie oder Begleitung bei Behördengängen oder wasauchimmer habe ich schon den Eindruck, dass es da einiges an Unterstützungsmöglichkeiten gibt, während ich beim Finanziellen eben gar nicht weiß, ob ich eine Chance hätte irgendwann irgendwas zu bekommen ... und ich möchte da eig auch nicht so "reinrutschen", ich habe generell Probleme damit Hilfe anzunehmen und nach dem was ich so vom JC gehört/ gelesen habe denke ich ehrlich gesagt auch, dass mich das alles noch zusätzlich schwächen würde und ich habe ja ohnehin grad keine Kraft für gar nix ...
Es ist irgendwie ein totaler Teufelskreis und ich finde einfach keinen Ausweg ... ich hatte mich vor einiger Zeit auch mal an die Caritas gewandt, aber leider beraten die nur Menschen aus dem Stadtgebiet und nicht aus dem Landkreis ... und irgendwie weiß ich wirklich überhaupt nicht wer überhaupt für mich zuständig wäre oder was als erster Schritt am Sinnvollsten wäre ... aber irgendeinen Anfang muss ich nun finden. Es ist so schlimm zu merken wie das Leben an einem vorüberzieht und man es einfach nicht schafft was zu ändern ... und ich WILL (inzwischen) leben und wäre auch bereit einiges dafür zu tun, aber alleine schaffe ich es einfach nicht ...
 
E

ExitUser

Gast
Erst mal Hallo und herzlich willkommen hier.

Ich versuche mal deine Baustellen aufzudröseln:

Deine jetzige Lebenssituation / Gesundheit steht im Vordergrund. Leider sind Erwachsene, die dem Suff verfallen sind kein sonders gutes Vorbild. Meist sind die Kinder sich selbst überlassen und das Selbstvertrauen der Kinder passt meist auf einen Teelöffel.
Dass sich daraus Angststörungen entwickeln können, wie Borderline, Depressionen etc. ist schon fast vorprogrammiert.
Oft instrumentalisieren Alkoholkranke ihr soziales Umfeld. Wenn du gehst, bring ich mich um....so was hört man oft. Du musst dir im Klaren sein, dass ein erwachsener Mensch für sich selbst verantwortlich ist. Du hast also keine Verantwortung für deine Mutter. Therapien helfen bei Alkoholkranken erst, wenn sie mit der Schnauze ganz unten im Dreck liegen. Deshalb sehe ich es als vordergründig an, dass du aus dieser Situation heraus kommst.
Der erste Weg sollte also zum Arzt gehen, damit deine Angststörung zum einen dokumentiert und zum anderen behandelt wird. Einen guten Therapeuten zu finden ist oft ein Lotteriespiel und viele haben Wartezeiten bis zu drei Monaten.
Jedoch kann dein Hausarzt erst mal eine Diagnose stellen, die du dir attestieren lassen solltest. Mit diesem Attest geht es dann zum Jobcenter. Unter diesen Umständen kann dir ein Auszug aus dem Elternhaus auch als unter 25 Jähriger (=U25) gestattet werden.
Damit hast du Anspruch auf Übernahme von Miete, Kaution und Erstausstattung.
Beim Jobcenter musst du dann einen Antrag stellen. Normalerweise muss bei U25 der Antrag von den Eltern gestellt werden.
Deine Rücklagen musst du zwar angeben, aber du hast einen gewissen Freibetrag, das so genannte Schonvermögen. Versuche das so lange wie möglich zu behalten, denn es kommen genügend schlechte Zeiten auf dich zu.

Berufsausbildung / Studium
Beim Jobcenter wird in der Regel ein Profiling mit dir durchgeführt, in dem deine Ziele und deine Möglichkeiten erörtert werden. Ziel ist es, eine Eingliederungsvereinbarung mit dir zu treffen (=EGV). Diese EGV ist eine Art Vertrag, die beide Seiten an die getroffenen Vereinbarungen bindet. Diese musst du zwar nicht unterschreiben, jedoch kann das dann per Zwang in einen Verwaltungsakt umgewandelt werden, dann hast du lediglich die Möglichkeit der Klage, um dagegen anzugehen. Aber wollen wir mal nicht zu schwarz sehen. Du kannst im Jobcenter um eine Nachdenkfrist bitten, dir die EGV mitnehmen und einscannen und hier einstellen. Wir schauen dann mal drüber und geben unsere Kommentare dazu ab.
Wie ein Studium finanziert werden kann, ob du BaföG bekommst, kann ich dir an dieser Stelle nicht sagen. Ich weiss nur, dass es einfacher ist, wenn du eine eigene Wohnung hast. Es werden dann aber natürlich auch alle Einkommen angerechnet, sei es möglicher Unterhalt der Eltern und/oder Kindergeld.

Ich weiss nicht, aus welcher Ecke Deutschland du kommst, deshalb kann ich dir zum Thema Angemessenheit der Wohnung, Größe, usw. nichts sagen. Vielleicht findet sich ja aus unseren Reihen jemand, der dir bei den Terminen beim Jobcenter Beistand leisten kann.

Zum Thema Angst/Depressionen gibt es einige Selbsthilfeforen, die hier auch hilfreich sein können. Eines davon: PTBS, Angst + Depression - Das Neue Forum

Soviel erst mal für den Anfang.
Also erst mal Arzt, dann Jobcenter, evtl. auch Jugendamt. In dem Angstforum können sie dir vielleicht auch mit Anlaufstellen weiterhelfen...

Also Kopf hoch, du hast das ganze Leben noch vor dir und es wird gut werden....du bist nicht alleine...

Gruß
Tex65
 

Konstabler

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Ich bin übrigens 23, werde diesen Sommer 24 ...
Mit 23 fällst du aus der elterlichen Familienversicherung heraus und musst dich selber krankenversichern.

Frage an dich: zahlst du derzeit monatlich Krankenversicherungsbeiträge?



ich hatte mich vor einiger Zeit auch mal an die Caritas gewandt, aber leider beraten die nur Menschen aus dem Stadtgebiet und nicht aus dem Landkreis ..
Auch für deinen Landkreis gibt es sicherlich eine Caritas oder Diakonie.

Google eifach mal wie folgt: Diakonie [dein Landkreis]; Caritas [dein Landkreis]


Ansonsten könntest du dich auch an die Telefonseelsorge wenden, die sind auch per Internet erreichbar, übrigens ganz anonym:

TelefonSeelsorge | TelefonSeelsorge Deutschland
 

Hamburgeryn1

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Ich habe bereits seit vielen Jahren Depressionen und sehr schlimme Ängste. Ich bin nicht in der Lage ein halbwegs normales Leben zu führen, verlasse die Wohnung schon seit Jahren fast gar nicht mehr. Ich fühle mich hier SEHR unwohl und habe fast durchgehend sehr große Angst, die mich teilweise total lähmt.
Hallo! Willkommen im Forum. :icon_smile:
Wie mein Vorredner bereits sagte: Für deine Depressionen ist dein Hausarzt die richtige Anlaufstelle. Er kann dir weiterhelfen, ggf. Therapeuten empfehlen.
Ich habe das nun viele Jahre so laufen lassen und mir oft gewünscht, dass einfach alles zuende ist, aber ich möchte nun versuchen einen Neuanfang zu finden. Problem: Ich werde es hier definitiv nicht schaffen. Das "Zusammenleben" (komme fast gar nicht mehr aus meinem Zimmer) ist für mich wirklich sehr schlimm und die Alkoholabhängigkeit meiner Mutter belastet mich sehr.
Du kannst für deine Mutter nichts tun. :icon_smile: Sie ist erwachsen und selbst für ihre Krankheit zuständig. Um dich besser von ihr zu lösen, auch um mit daraus resultierenden Schuldgefühlen zurecht zu kommen, ggf. für sich neue Perspektiven zu gewinnen und den richtigen Umgang mit einem Alkoholkranken zu lernen, könnte man dir hier weiterhelfen. Alanon und Alateen
Sie sind eigenständige Gruppen der Anonymen Alkoholiker, und sind ausschließlich für die Angehörigen bzw. Kindern von Alkoholikern da.
Ich bin dort lange hingegangen, um Hilfe für mich zu finden, als das Zusammenleben mit meinem alkoholabhängigen Mann unzumutbar wurde. :icon_smile:
Ich würde nun gerne woanders einen Neuanfang versuchen. Ich würde gerne eine Therapie machen, aber solange ich hier leben muss, hat das wenig Sinn.
Das sehe ich anders. Vielen Menschen verhilft die richtige Therapie erst zu neuen Lebensperspektiven.
Erst dadurch haben sie gelernt, ihre Stärken zu erkennen und Optimismus zu gewinnen.
Das Problem ist, dass das alles ein verdammt langer Weg werden würde, da es halt wirklich alles total verfahren ist und schon sehr lange geht ... ich müsste also erstmal die kleinen Dinge wie einkaufen gehen etc wieder lernen ... Ich kann schlecht beurteilen wann ich in der Lage wäre zu arbeiten, aber ich würde sehr gerne irgendwann zumindest auf 400 Euro Basis arbeiten. Aber ich habe total Angst, dass ich aufgrund meines Lebenslaufes keine Chancen habe
Ob es ein langer oder kurzer Weg wird, ob er steinig ist, oder leicht, weißt du erst, wenn du die ersten Schritte gegangen bist.
Und ob du irgendwann arbeiten kannst, wirst du ja sehen. Alles schön nacheinander.
Ich habe Rücklagen und ich hätte jemanden, der mich monatlich mit einem gewissen Betrag unterstützen würde. Ich bräuchte kein Geld für Kaution, Erstausstattung, o.ä., aber ich bräuchte einen monatlichen Zuschuss oder alternativ die Möglichkeit eine Art Kredit o.ä. aufzunehmen ...
Monatliche Zuwendungen ohne Gegenleistungen? Sorry, aber ich bin bei sowas immer sehr skeptisch.
Vor allem, wenn solche Äußerungen von einer jungen, seelisch instabilen Frau kommen. Da fürchte ich schnell, dass es zu neuen, noch unüberschaubareren Abhängigkeiten kommt.
Ich bekomme zurzeit keine Unterstützung und habe leider auch weder irgendwas Ärztliches in der Hand noch war ich beim Arbeitsamt ... Ich würde das Ganze zurzeit auch psychisch nicht durchstehen ...
Doch irgendwo musst du leider beginnen, wenn du dein Leben aufdröseln und selbst in die Hand nehmen möchtest.
Deshalb bleibt nach meiner Ansicht der erste Weg zum Arzt.
.Ich bin am Überlegen ob ich es riskieren kann eine Wohnung zu mieten (vorausgesetzt ich finde jemanden, der mir eine Wohnung vermieten würde..
Nun, wenn es genügend bezahlbaren Wohnraum gibt, und du eine sichere Miete garantieren kannst,
gibt es da in der Regel keine Hindernisse.
das würde ja schon die erste große Hürde darstellen ...) und mich wenn meine Rücklagen ziemlich aufgebraucht sind ans Arbeitsamt zu wenden ... meine Angst wäre dann aber, dass ich im schlimmsten Fall wieder zurückmüsste und wenn ich dazwischen dann ein paar Monate gelebt hätte, wäre das vermutlich noch weniger auszuhalten als ohnehin schon.
Zunächst einmal müsste das JC dir den Auszug genehmigen. Und dazu brauchst du den Nachweis, dass es dir unzumutbar ist weiter mit deiner alkoholkranken Mutter zusammenzuleben - und auch in diesem Fall ist der Doc der erste Anlaufpartner.
Dann bräuchtest du mindestens einen hartnäckigen und versierten Beistand, der dich aufs JC begleitet, um dir dort bei der Durchsetzung deiner Rechte zu helfen.
Danach könntest du dann mit der Wohnungssuche beginnen, also immer alles nacheinander. :icon_smile:
Und ehrlich gesagt habe ich auch Angst meine Rücklagen aufzubrauchen, da es mir immer sehr wichtig war was in der Hinterhand zu haben, damit ich die Wahl von Ausbildung/ Studium nicht vom Geld abhängig machen muss. Ich habe Angst, dass ich wenn ich wirklich finanzielle Unterstützung bekommen würde, dann gar nicht mehr selbst entscheiden könnte.
Wenn du ein Studium beginnst, wirst du Anspruch auf Bafög haben, und damit nicht mehr im Alg II-Bezug sein,
doch das ist jetzt eine ganz andere Baustelle.
Könnten die mir dann z.B. eine bestimmte Ausbildung aufzwingen oder so? Oder sehe ich das nun zu schwarz? Ich wäre- falls es mir irgendwann wieder besser geht- natürlich bereit diverse Massnahmen mitzumachen, unabhängig davon ob ich sie nun als sinnvoll erachte oder nicht, aber eine Ausbildung ist ja doch eine ziemlich weitreichende Entscheidung und da hätte ich schon gerne ein Mitspracherecht.
Als Studentin erhältst du kein Alg II, sondern Bafög, Kindergeld und vielleicht noch Unterhalt, Wohngeld, usw.
Damit hättest du nichts mehr mit dem JC zu tun, und könntest völlig losgelöst dein Studium aufnehmen.
Da ich aber nicht misshandelt werde o.ä. sehe ich ehrlich gesagt wenig Chancen auf Unterstützung ...
Du lebst mit deiner alkoholkranken Mutter zusammen, was ein eine sehr schwere psychische Belastung darstellt.
PS: Mir ist natürlich bewusst, dass ein Auszug eigentlich völlig unmöglich ist, aber ich habe wirklich nicht mehr viel zu verlieren. Ich habe momentan wirklich absolut gar keine Lebensqualität mehr, quäle mich durch den Tag und frage mich wofür ... ich würde so gerne nochmal leben ...
Zunächst einmal gehörst du zu einem Arzt. :icon_smile: Das ist unbedingt der erste Schritt zu deiner Genesung.
... und ich WILL (inzwischen) leben und wäre auch bereit einiges dafür zu tun, aber alleine schaffe ich es einfach nicht ...
Den ersten Schritt hast du ja bereits gemacht. :icon_smile:
 
G

gast_

Gast
Zunächst einmal gehörst du zu einem Arzt. :icon_smile:
Richtig. Und wenn du zu einem gehst, der eure Situation kennt, kann er dir auch eine Bestätigung schreiben, daß ein Auszug aus gesundheitlichen Gründen empfohlen wird.

Geh bitte nicht alleine zum Jobcenter. Warte damit noch.
Wenn du uns verrätst, in welcher Stadt du lebst, können wir dir besser helfen.

Du kannst dich auch an den Sozialpsychiatrischer Dienst wenden und dich da beraten lassen.
 

Jessy23

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Hallo,
vielen Dank für eure ausführlichen Antworten, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Ja, dass der erste Schritt der Weg zum Arzt wäre, ist mir natürlich bewusst, aber das ist sooooooo eine große Hürde für mich. Zu meinem früheren Hausarzt möchte ich nicht, wenn dann wollte ich eig lieber direkt zu einer Psychotherapeutin, aber ich habe halt total Angst das alles nicht zu schaffen ... ich würde es momentan glaube ich nicht schaffen Termine einzuhalten und bei einer Therapie ist ja schon auch eine gewisse Mitarbeit erforderlich, ich weiß nicht ob ich da die Kraft zu habe, aber das ist ja nun eig auch nicht das Thema.

Eine ganz wichtige Frage hätte ich noch: Würde es ausreichen, wenn ein Arzt es so formuliert, dass ein Auszug aus gesundheitlichen Gründen dringend empfohlen wird o.ä. oder muss die Alkoholabhängigkeit meiner Mutter da mit rein? Ich hätte einfach total Angst damit alles noch viel schlimmer zu machen als es ohnehin schon ist. Das würde sie ja mitbekommen, oder? Müsste sie dann auch nochmal zum Arzt damit das nochmal bestätigt wird oder würde man mir dann "einfach so" glauben? Ich habe echt keine Ahnung wie sowas ablaufen würde und eig würde ich meine Eltern da gerne weitestgehend raushalten.
Wg dem JC ... das würde ich momentan wirklich nicht schaffen. Ich bräuchte nun erstmal ganz dringend Unterstützung und nicht noch jemanden, der mich noch zusätzlich schwächt. Wenn dann müsste ich es wirklich andersrum versuchen, also ausziehen, Therapie beginnen (oder erst Therapie beginnen und dann ausziehen ...) und dann wenn ich ein klein wenig gefestigt bin zum JC (mit Begleitung!). Würde da etwas dagegen sprechen? Vorausgesetzt natürlich ich krieg das mit der Finanzierung hin ... aber für ein paar Monate würde das zur Not bestimmt gehen, wenn ich dann aber keine Unterstützung bekommen würde, wäre halt meine große Angst, dass ich wieder zurückmüsste.

Oh, also gibt es auch Möglichkeiten der Eingliederung, wenn man davor noch nicht fest gearbeitet hat? Falls das wirklich so wäre, wäre das ein sehr großer Hoffnungsschimmer. Denn ich wüsste wirklich nicht wie ich so wie es mir momentan geht dann irgendwann gleich 100% schaffen sollte ... ich habe so Angst vor der Zukunft. Und ich schaffe es einfach nicht in kleineren Schritten zu denken. Ich denke viiiiel zu weit voraus und bekomme dann die große Panik und es klappt überhaupt nichts mehr ...
Danke für den Link zu dem Forum, da werde ich gleich mal schauen.

Ja, ich bin weiterhin krankenversichert (bezahlt mein Vater), aber wenn ich es nicht schaffe zu einem Arzt zu gehen nützt es mir halt leider nicht allzu viel ...
Nein, Caritas gibt es hier wirklich nicht; Diakonie gibt es, aber die scheinen jetzt nicht wirklich auf diese Bereiche spezialisiert zu sein, sondern kümmern sich hauptsächlich (ausschließlich?) um ältere Menschen. An die Caritas hatte ich mich wg dem sozialpsychiatrischen Dienst gewandt, das hätte von der Beschreibung her glaube ich ganz gut gepasst und vor allem bieten die auch Onlineberatung an, d.h. ich hätte erstmal so ein paar Dinge fragen können und es wäre mir dann vielleicht auch leichter gefallen persönlich vorbeizugehen. Bei der Beratungsstelle, zu der ich "dürfte" muss man halt gleich persönlich hin und man hat soweit ich weiß auch keinen festen Ansprechpartner, was es für mich dann gleich nochmal schwieriger macht. Ich schiebe das jetzt schon viiiiiieele Wochen vor mir her und schaffe es einfach nicht und mach mich total fertig deswegen. Momentan tendiere ich fast dazu mich doch erstmal ganz unverbindlich an eine Psychotherapeutin zu wenden.
Danke für den Tipp mit der Telefonseelsorge. Da habe ich vor vielen Monaten mal hingeschrieben, die Antwort hat mir aber ehrlich gesagt absolut nicht weitergeholfen.

@Hamburgeryn: Ich muss jetzt mal ganz blöd fragen ... wieso müsste ich mir einen Auszug vom JC genehmigen lassen? Ich habe ja momentan noch überhaupt nichts mit denen zu tun, bekomme keinerlei Unterstützung, ... daher verstehe ich das ehrlich gesagt gerade nicht.
Wäre der andere Weg (erst Auszug- dann JC) nicht denkbar?

Tut mir leid wg dem Durcheinander ...
Ich denke ich muss wirklich versuchen möglichst bald zu einer Therapeutin Kontakt aufzunehmen, alles andere macht wenig Sinn.
Vielleicht gibt es ja sogar die Möglichkeit einer stationären Therapie ... allein die Vorstellung löst zwar sehr große Panik in mir aus, aber ich denke es wäre ganz sinnvoll ... denn so komme ich nicht weiter ...
Ich danke euch ganz arg für eure Antworten! Ihr habt mir wirklich sehr weitergeholfen. Ich hoffe ich kann möglichst bald den ein oder anderen Schritt gehen, aber der Weg zum JC erscheint mir gerade wirklich absolut nicht machbar, auch wenn ich natürlich weiß, dass es sehr wichtig wäre. Und was mir ganz wichtig ist: Mit "wollen" hat das wirklich nichts zu tun. Ich wünschte ich könnte eure Tipps alle umsetzen und möglichst schnell alles durchziehen und hier raus. Das ist auch der Grund warum es mir so schwer fällt Hilfe anzunehmen ... weil ich Angst habe alles nicht umsetzen zu können, obwohl ich es eig will ...

Liebe Grüße
Jessy
 
E

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Gast
Hallo Jessy,
da du unter 25 bist, muss der Auszug aus der elterlichen Wohnung genehmigt werden, wenn die Wohnung dann vom JC weiter finanziert werden soll.
Wenn du zu deinem Hausarzt nicht gehen magst, dann suche dir einen anderen. Direkt zu einem Therapeuten zu gehen, ist wenig zielführend, da er einen Konsiliarbericht benötigt, um die Therapie von der Krankenkasse auch bezahlt zu bekommen.
Wenn wir wissen, woher du kommst, können wir dir vielleicht eine Begleitung organisieren, so dass du vor dem JC keine Angst haben musst. Aber auch hier wäre ein ärztliches Attest sehr hilfreich.
Versuche diesen Weg so zu gehen, wie eben beschrieben, denn eine andere Reihenfolge wird dich zum Stolpern bringen....
 

Jessy23

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Hallo Jessy,
da du unter 25 bist, muss der Auszug aus der elterlichen Wohnung genehmigt werden, wenn die Wohnung dann vom JC weiter finanziert werden soll.
Wenn du zu deinem Hausarzt nicht gehen magst, dann suche dir einen anderen. Direkt zu einem Therapeuten zu gehen, ist wenig zielführend, da er einen Konsiliarbericht benötigt, um die Therapie von der Krankenkasse auch bezahlt zu bekommen.
Wenn wir wissen, woher du kommst, können wir dir vielleicht eine Begleitung organisieren, so dass du vor dem JC keine Angst haben musst. Aber auch hier wäre ein ärztliches Attest sehr hilfreich.
Versuche diesen Weg so zu gehen, wie eben beschrieben, denn eine andere Reihenfolge wird dich zum Stolpern bringen....
Danke für deine schnelle Antwort!
Soweit ich weiß kann man schon direkt zu einem Psychotherapeuten gehen ... man hat ja anfangs max. 5 probatorische Sitzungen und danach kann das der Therapeut direkt mit der KK klären, man muss halt die 10 Euro bezahlen, aber man benötigt keine Überweisung vom Hausarzt und auch keinen Bericht o.ä., da habe ich mich bereits vor längerer Zeit informiert.

Wg dem JC ... ich pack das wirklich nicht ... ich werde nochmal überlegen wie ich es am besten angehen oder umgehen könnte ... eine Begleitung wäre dann natürlich sehr viel wert, ich würde mich dann auf jeden Fall nochmal melden, aber momentan erscheint mir das wirklich absolut nicht durchführbar ... leider ...

Weißt du zufällig, ob es reichen würde, wenn ich es von einem Arzt schriftlich hätte, dass ein Auszug dringend empfohlen wird o.ä. oder müsste ich dann all unsere Probleme haarklein aufführen?
Davon hängt für mich wirklich sehr viel ab ... vielleicht weiß da ja irgendjemand irgendwas ...?

Liebe Grüße und dankeschön
Jessy
 
G

gast_

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Soweit ich weiß kann man schon direkt zu einem Psychotherapeuten gehen ...

ich fürchte, da hast du falsche Informationen

wo du direkt hingehen kannst wäre zu einem Psychiater - wenn du denn einen findest, wo du sofort einen Termin bekommst.



Ich kenns aus eigener Erfahrung nur so:
(1.Hausarzt)
2. Psychiater
3.Therapeut, wenn Psychiater nicht selbst die passende Therapie anbietet


man hat ja anfangs max. 5 probatorische Sitzungen und danach kann das der Therapeut direkt mit der KK klären,

das stimmt, was die Kosten der Therapie angeht - so hat man die Möglichkeit einen Therapeuthen seines Vertrauens zu finden.

Aber der Therapeut kann dich z.B: nicht krank schreiben oder darf dir die notwendigen Medikamente nicht verordnen, dafür brauchst du den Hausarzt oder Psychiater auch.


aber man benötigt keine Überweisung vom Hausarzt und auch keinen Bericht o.ä., da habe ich mich bereits vor längerer Zeit informiert.

wo?

Wg dem JC ... ich pack das wirklich nicht ...

dann stell jemandem eine Vollmacht aus...

ich werde nochmal überlegen wie ich es am besten angehen oder umgehen könnte ... eine Begleitung wäre dann natürlich sehr viel wert, ich würde mich dann auf jeden Fall nochmal melden, aber momentan erscheint mir das wirklich absolut nicht durchführbar ... leider ...

Einfach angehen... du wirst hier ne Menge brauchbarer Tipps bekommen, damit du es schaffen kannst!

Den ALG II Antrag kannst du schriftlich stellen... den Antrag downloaden und abgeben, ohne gleich zum JC zu müssen...

Weißt du zufällig, ob es reichen würde, wenn ich es von einem Arzt schriftlich hätte, dass ein Auszug dringend empfohlen wird

Ich habe mit so einem Attest, wo nur drin stand, aus gesundheitlichen Gründen, die eigene Wohnung für einen meiner Schützlinge bewilligt bekomm
en.

o.ä. oder müsste ich dann all unsere Probleme haarklein aufführen?

Naja, etwas muß man seinen Antrag schon begründen.

Davon hängt für mich wirklich sehr viel ab ... vielleicht weiß da ja irgendjemand irgendwas ...?
Ein Arzt könnte dir auch bestätigen, daß du länger als 6 Monate arbeitsunfähig sein wirst bzw keine 3 Stunden am Tag arbeitsfähig bist... dann könntest du auch Sozialhilfe beantragen.
 

gelibeh

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Und setz Dich bitte mit alanon und alateen in Verbindung. Das ist auch ganz wichtig.

Wenn der Arzt Dir eine Bescheinigung ausstellen soll, muss der doch über Dich und Deine Mutter Bescheid wissen. Das Jobcenter gehen die genauen Gründe nichts an, das kann der ja bestimmt formulieren, dass da nicht alles drinsteht. Ich würde Deine Mutter nicht schützen. Wie schon gesagt, damit ein Alki aufhört zu trinken, müssen sämtliche Unterstützungen und Vertuschungungen vom Umfeld aufhören. Nur so wird sich da eventuell was ändern. Dabei kann eben Alanon unterstützen. Ganz grob, einem Alki hilfst Du, indem Dich nicht mehr hilfst.

Vielleicht hilft Dir auch ein Aufenthalt ineiner Akutklinik. Mal den Arzt fragen.
 

Katrinsche

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Wenn das Umfeld durch einen Alkoholkranken Menschen völlig eingespannt ist und auch noch selbst Nachteile hat, nennt man das in Fachkreisen Kodependenz, also Mit-Abhängigkeit. Wenn man das mal klar vor Augen hat hilft es vielleicht, sich selbst da rauszukämpfen.
 

Ulpe

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mein unqualifizierter beitrag hier wäre..
die probleme, alle, die du beschreibst passen 100% in das arbeitsgebiet eines streetworkers. die helfen in schwierigen psychologischen situationen, helfen bei behördengängen und kennen die besten lokalen anlaufstellen. ich denke google wird dabei helfen so jemanden auch im ländlichen gebiet zu finden.
 
G

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Jessy, schaust du ins Thema rein? Hiermachen sich welche Sorgen um dich...
 

Jessy23

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Hallo,
vielen Dank für eure Hilfe und sorry wg der späten Rückmeldung!


Ein Arzt könnte dir auch bestätigen, daß du länger als 6 Monate arbeitsunfähig sein wirst bzw keine 3 Stunden am Tag arbeitsfähig bist... dann könntest du auch Sozialhilfe beantragen.
Weißt du zufällig wie ein Arzt das feststellen würde also was da ungefähr auf mich zukommen würde?
Ich habe mich die letzten Tage nun auch noch versucht ein wenig zu informieren und ich denke fast, dass WENN ich überhaupt Unterstützung bekommen würde, dass es dann am ehesten Hilfe zum Lebensunterhalt wäre, oder?
Müsste man dazu auch zum JC oder wer wäre dafür zuständig?
Bei ALG2 muss man ja in der Lage sein (Vollzeit?) zu arbeiten oder nicht?
Tut mir leid wg den blöden Fragen, aber ich kenne mich da wirklich überhaupt nicht aus ...

Was das direkt zu einem Psychotherapeuten gehen betrifft ... die Therapeutin, zu der ich gerne Kontakt aufnehmen würde, hat den genauen Ablauf auf ihrer HP sehr ausführlich beschrieben, ich kann dir den Link gerne per PN schicken wenn du möchtest.
Ich habe vor vielen Jahren schonmal eine Therapie gemacht und da war ich auch nicht bei meinem Hausarzt vorher, sondern habe halt dann bei der Therapeutin die 10 Euro bezahlt und gut. Beim Orthopäden übrigens genauso ... ist zwar nun alles schon sehr lange her, da ich in den letzten Jahren ja bei keinem Arzt mehr war, aber ich denke eig schon dass das möglich sein müsste ... und laut HP der Therapeutin ist es das auch.
Einen Hausarzt bräuchte ich auf Sicht hin natürlich schon, aber ob der nun die richtige Anlaufstelle wäre?
Ich bin momentan echt am hin- und herüberlegen, bei einem normalen Arzt würde ich natürlich deutlich schneller einen Termin bekommen, aber ich wüsste da ehrlich gesagt gar nicht so recht was ich sagen sollte, wo ich anfangen sollte, was ich überhaupt dort will ... ein "normaler" Arzt hat ja in der Regel auch nicht so viel Zeit und ich wüsste nicht wie ich das alles in ein paar Sätzen zusammenfassen sollte ...



Und setz Dich bitte mit alanon und alateen in Verbindung. Das ist auch ganz wichtig.

Wenn der Arzt Dir eine Bescheinigung ausstellen soll, muss der doch über Dich und Deine Mutter Bescheid wissen. Das Jobcenter gehen die genauen Gründe nichts an, das kann der ja bestimmt formulieren, dass da nicht alles drinsteht. Ich würde Deine Mutter nicht schützen. Wie schon gesagt, damit ein Alki aufhört zu trinken, müssen sämtliche Unterstützungen und Vertuschungungen vom Umfeld aufhören. Nur so wird sich da eventuell was ändern. Dabei kann eben Alanon unterstützen. Ganz grob, einem Alki hilfst Du, indem Dich nicht mehr hilfst.

Vielleicht hilft Dir auch ein Aufenthalt ineiner Akutklinik. Mal den Arzt fragen.
Danke dir.
Da habe ich mich glaube ich etwas unglücklich ausgedrückt ... natürlich würde ich einem Arzt/ Therapeut das Ganze erzählen, mir ging es jetzt wirklich um das JC ...
Ja, ich weiß, dass man auf keinen Fall irgendwas vertuschen und schönreden sollte, habe da auch schon sehr häufig mit meinem Vater drüber diskutiert, da ich seinen Umgang mit dem Ganzen manchmal als ... mmh ... sagen wir mal eher kontraproduktiv empfinde.
Das Problem ist, dass es bei meiner Mutter gerade total unterschiedlich ist.
Vorgestern abend war es wieder ganz ganz schlimm. Da hätte ich sofort und überall wirklich alles erzählt ... gestern war dann aber wieder ein besserer Tag und ich habe wieder alles infrage gestellt ...
Ich hatte vorgestern abend/ nacht aber ein sehr gutes und langes Gespräch mit meinem Vater und was mich am meisten beruhigt hat: für ihn wäre es absolut in Ordnung, wenn ich das angebe. Er hat sogar angeboten "unseren" (ich war schon ewig nicht da) Arzt zu fragen, ob er was schreibt, ihm ist das Alkoholproblem meiner Mutter ja schon seit langem bekannt und mein Vater meinte, dass er da bestimmt was schreiben würde ...
Mein Vater wäre auch bereit mich finanziell zu unterstützen. Ich habe ja in meinem ersten Beitrag bereits geschrieben, dass es mir schon reichen würde, wenn ein Teil irgendwie finanziert werden könnte. Wenn ihr also da Ideen habt, wäre das auch sehr viel wert.



Wenn das Umfeld durch einen Alkoholkranken Menschen völlig eingespannt ist und auch noch selbst Nachteile hat, nennt man das in Fachkreisen Kodependenz, also Mit-Abhängigkeit. Wenn man das mal klar vor Augen hat hilft es vielleicht, sich selbst da rauszukämpfen.
Ja, ich weiß ... ich habe mich als es letztes Jahr bei meiner Mutter so schlimm war (noch schlimmer als jetzt, mehr möchte ich hier jetzt auch nicht so öffentlich schreiben) schon ein wenig damit auseinandergesetzt ... aber ich fühle mich sooo hilflos. Es ist so schlimm das mitansehen zu müssen und nichts dagegen tun zu können.
Zumal es mir halt wie bereits geschrieben selbst sehr schlecht geht ... da ist das alles dann manchmal wirklich kaum auszuhalten ...


mein unqualifizierter beitrag hier wäre..
die probleme, alle, die du beschreibst passen 100% in das arbeitsgebiet eines streetworkers. die helfen in schwierigen psychologischen situationen, helfen bei behördengängen und kennen die besten lokalen anlaufstellen. ich denke google wird dabei helfen so jemanden auch im ländlichen gebiet zu finden.
danke dir.
werde gleich mal googeln ...


Jessy, schaust du ins Thema rein? Hiermachen sich welche Sorgen um dich...
Tut mir wirklich leid, dass ich mich jetzt erst melde, aber mir geht es wirklich nicht gut. Es kann daher sein, dass ich nicht immer sofort antworte, aber ich antworte auf jeden Fall.

Ich bin zurzeit wirklich hin- und hergerissen ... ich war vorgestern das erste Mal seit über einem Monat mal wieder draußen und habe mich danach deutlich besser gefühlt und war auch irgendwie froh, dass ich wider Erwarten alles geschafft habe was ich vorhatte (nur Kleinigkeiten ... aber für mich trotzdem sehr schwierig ...). Als wir (mein Vater und ich) heimkamen, hatte meine Mutter bereits sehr viel getrunken und das Ganze hat mich wieder total runtergezogen ... ich habe nun schon mehrfach gemerkt, dass das draußen gar nicht soooo das Problem ist (natürlich habe ich Panik ohne Ende, bin es ja auch überhaupt nicht mehr gewohnt unter Menschen zu sein etc, aber ich denke das könnte man alles wieder irgendwie "lernen" ...), sondern dass das "hier" das viel größere Problem ist.
Das Problem ist aber halt, dass ich ja nicht "einfach so" ausziehen kann und wirklich nicht weiß wie ich den Kampf mit dem JC etc durchstehen sollte und mich dann an Tagen, an denen es bei meiner Mutter besser ist, wieder frage, ob ich es nicht doch hier nochmal versuchen sollte ... aber die letzten Jahre haben ja eig deutlich genug gezeigt, dass es hier absolut nicht funktioniert ... trotzdem tue ich mich unglaublich schwer mit dem Schritt. Einfach auch weil ich total Angst habe mir meine Zukunft dann endgültig zu versauen ... ich habe so ja schon sehr schlechte Chancen durch die wahnsinnig lange Lücke im Lebenslauf, aber ich habe halt Angst, dass mir wenn ich irgendwelche Leistungen beziehe, jegliche Entscheidungsfreiheit genommen wird. Aber so wie es jetzt ist bzw die ganzen Jahre schon ist komme ich halt auch nicht weiter ... mich macht das echt fertig, dass ich beruflich so gar keine Perspektive sehe ... ich weiß, dass ich nicht soweit im voraus planen sollte, aber das macht leider schon einen ziemlich großen Teil meiner Ängste aus ...
Ich drehe mich einfach- wie ihr vermutlich bereits an meinen Beiträgen merkt- total im Kreis und komme überhaupt nicht weiter. Dadurch dann die Panik und dann geht erst recht nichts ...

Vielen Dank nochmal für eure Hilfe!
Liebe Grüße
Jessy
 
G

gast_

Gast
Hallo,
vielen Dank für eure Hilfe und sorry wg der späten Rückmeldung!

Ist schon ok,wir machen uns nur eben Gedanken.

Weißt du zufällig wie ein Arzt das feststellen würde also was da ungefähr auf mich zukommen würde?

Ich bin beispielsweise mit einem jungen Mann zum Arzt, hab dem seine Situation geschildert und ihn um eine ärztliche Bescheinigung gebeten...und zugesagt, daß ich mich kümmere, daß er einen Psychiater aufsucht.

Ich habe mich die letzten Tage nun auch noch versucht ein wenig zu informieren und ich denke fast, dass WENN ich überhaupt Unterstützung bekommen würde, dass es dann am ehesten Hilfe zum Lebensunterhalt wäre, oder?

Was verstehst du unter Hilfe zum Lebensunterhalt?

Wer mindestens 3 Std täglich arbeiten kann, beantragt ALG II und hat Anspruch auf Regelsatz + Mietanteil, auch U 25, wenn sie eben einen wichtigen Grund haben, zu Hause auszuziehen.


Man kann auch im Moment AU sein, dasist kein Hindernis.

Ansonsten, wenn man nach Meinung seines Arztes voraussichtlich länger als 6 Monate nicht arbeitsfähig sein wird: Sozialhilfe beantragen.

Was das direkt zu einem Psychotherapeuten gehen betrifft ... die Therapeutin, zu der ich gerne Kontakt aufnehmen würde, hat den genauen Ablauf auf ihrer HP sehr ausführlich beschrieben, ich kann dir den Link gerne per PN schicken wenn du möchtest.

Ja, mach mal

Ich kenns nur so: Hausarzt->Psychiater-> Therapeut
Denn:Meines Wissens darf ein Therapeut nicht krankschreiben oder Medikamente verordnen (falls nötig).


Ich habe vor vielen Jahren schonmal eine Therapie gemacht und da war ich auch nicht bei meinem Hausarzt vorher, sondern habe halt dann bei der Therapeutin die 10 Euro bezahlt und gut.

Beim Orthopäden übrigens genauso ...

Orthopäde - ja, da geh ich auch direkt hin...nicht erst zu Hausarzt

ist zwar nun alles schon sehr lange her, da ich in den letzten Jahren ja bei keinem Arzt mehr war, aber ich denke eig schon dass das möglich sein müsste ... und laut HP der Therapeutin ist es das auch.
Einen Hausarzt bräuchte ich auf Sicht hin natürlich schon,

du hast aktuell keinen?

aber ob der nun die richtige Anlaufstelle wäre?

Wenn er dich länger kennt, ganz sicher
Denn bis du einen Termin beim Psychiater oderTherapeuthen hast, kann er dich krank schreiben, und dich damit vor deinem Arbeitsvermittler und unsinnigen Forderungen schützen.


Ich bin momentan echt am hin- und herüberlegen, bei einem normalen Arzt würde ich natürlich deutlich schneller einen Termin bekommen, aber ich wüsste da ehrlich gesagt gar nicht so recht was ich sagen sollte, wo ich anfangen sollte, was ich überhaupt dort will ... ein "normaler" Arzt hat ja in der Regel auch nicht so viel Zeit und ich wüsste nicht wie ich das alles in ein paar Sätzen zusammenfassen sollte ...

Sag einfach wen du anrufst daß du ein Gespräch führen möchtest, daß etwas länger dauern wird als 10 Minuten :)
Wirsind als Letzte drangekommen - und waren fast ne Stunde beim Arzt drin.
Einer, der sich keine Zeit nehmen will,ist sowieso der Falsche.

Wenn dir das Reden schwer fällt und du keinen hast, der zur Unterstützung mitgehen kann, wärees ratsam, sich vorher was aufzuschreiben.


Oder ruf die Therapeuthin an - je eher, je besser. Sie wird dir sagen können, wann sie einen Termin hätte... und dann kann man weiter sehen.

Wichtig ist: mach den zweiten Schritt, nachdem du den ersten gemacht hast (hier posten)

Da habe ich mich glaube ich etwas unglücklich ausgedrückt ... natürlich würde ich einem Arzt/ Therapeut das Ganze erzählen, mir ging es jetzt wirklich um das JC ...

Den SB beim JC erzählt man nur so wenig wie möglich - alles was du da sagst kann leider gegen dich verwendet werden.


Ja, ich weiß, dass man auf keinen Fall irgendwas vertuschen und schönreden sollte, habe da auch schon sehr häufig mit meinem Vater drüber diskutiert, da ich seinen Umgang mit dem Ganzen manchmal als ... mmh ... sagen wir mal eher kontraproduktiv empfinde.
Das Problem ist, dass es bei meiner Mutter gerade total unterschiedlich ist.
Vorgestern abend war es wieder ganz ganz schlimm. Da hätte ich sofort und überall wirklich alles erzählt ... gestern war dann aber wieder ein besserer Tag und ich habe wieder alles infrage gestellt ...
Ich hatte vorgestern abend/ nacht aber ein sehr gutes und langes Gespräch mit meinem Vater und was mich am meisten beruhigt hat: für ihn wäre es absolut in Ordnung, wenn ich das angebe. Er hat sogar angeboten "unseren" (ich war schon ewig nicht da) Arzt zu fragen, ob er was schreibt, ihm ist das Alkoholproblem meiner Mutter ja schon seit langem bekannt und mein Vater meinte, dass er da bestimmt was schreiben würde ...
Mein Vater wäre auch bereit mich finanziell zu unterstützen. Ich habe ja in meinem ersten Beitrag bereits geschrieben, dass es mir schon reichen würde, wenn ein Teil irgendwie finanziert werden könnte. Wenn ihr also da Ideen habt, wäre das auch sehr viel wert.

Wenn dein Vater dich finanziell unterstützen kann, wäre das hilfreich.
Muß man schauen, wie man diese Hilfe am besten verwendet.

Kann er eine Summe nennen, mit der er dich monatlich unterstützen will?

Ja, ich weiß ... ich habe mich als es letztes Jahr bei meiner Mutter so schlimm war (noch schlimmer als jetzt, mehr möchte ich hier jetzt auch nicht so öffentlich schreiben) schon ein wenig damit auseinandergesetzt ... aber ich fühle mich sooo hilflos. Es ist so schlimm das mitansehen zu müssen und nichts dagegen tun zu können.

Ich weiß...

Tut mir wirklich leid, dass ich mich jetzt erst melde, aber mir geht es wirklich nicht gut. Es kann daher sein, dass ich nicht immer sofort antworte, aber ich antworte auf jeden Fall.

Ist schon gut...nur manche tun es leider nicht, deshalb meine Nachfrage.


Ich bin zurzeit wirklich hin- und hergerissen ... ich war vorgestern das erste Mal seit über einem Monat mal wieder draußen und habe mich danach deutlich besser gefühlt und war auch irgendwie froh, dass ich wider Erwarten alles geschafft habe was ich vorhatte (nur Kleinigkeiten ... aber für mich trotzdem sehr schwierig ...). Als wir (mein Vater und ich) heimkamen, hatte meine Mutter bereits sehr viel getrunken und das Ganze hat mich wieder total runtergezogen ... ich habe nun schon mehrfach gemerkt, dass das draußen gar nicht soooo das Problem ist (natürlich habe ich Panik ohne Ende, bin es ja auch überhaupt nicht mehr gewohnt unter Menschen zu sein etc, aber ich denke das könnte man alles wieder irgendwie "lernen" ...), sondern dass das "hier" das viel größere Problem ist.
Das Problem ist aber halt, dass ich ja nicht "einfach so" ausziehen kann und wirklich nicht weiß wie ich den Kampf mit dem JC etc durchstehen sollte und mich dann an Tagen, an denen es bei meiner Mutter besser ist, wieder frage, ob ich es nicht doch hier nochmal versuchen sollte ... aber die letzten Jahre haben ja eig deutlich genug gezeigt, dass es hier absolut nicht funktioniert ... trotzdem tue ich mich unglaublich schwer mit dem Schritt. Einfach auch weil ich total Angst habe mir meine Zukunft dann endgültig zu versauen

Lies mal im Internet über Co-Abhängigkeit nach....

... ich habe so ja schon sehr schlechte Chancen durch die wahnsinnig lange Lücke im Lebenslauf, aber ich habe halt Angst, dass mir wenn ich irgendwelche Leistungen beziehe, jegliche Entscheidungsfreiheit genommen wird.

Nein, das stimmt nicht.
Im Gegenteil: Du mußt weg von deiner Mutter, damit du wieder die Kraft findest, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.


Aber jetzt drüber zu sprechen, was du gern tun würdest - dafür ist es zu früh.

Aber so wie es jetzt ist bzw die ganzen Jahre schon ist komme ich halt auch nicht weiter ...

und das mußt du dir vor Augen halten...

mich macht das echt fertig, dass ich beruflich so gar keine Perspektive sehe ... ich weiß, dass ich nicht soweit im voraus planen sollte, aber das macht leider schon einen ziemlich großen Teil meiner Ängste aus ...
Ich drehe mich einfach- wie ihr vermutlich bereits an meinen Beiträgen merkt- total im Kreis

und deshalb: Verlaß den Kreis...dann wird das früher oder später

und komme überhaupt nicht weiter. Dadurch dann die Panik und dann geht erst recht nichts ...
Zeitdruck darfst du dir nicht machen - aber auch keine Zeit mehr vertrödeln
 

Jessy23

Neu hier...
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Hallo,


Ich bin beispielsweise mit einem jungen Mann zum Arzt, hab dem seine Situation geschildert und ihn um eine ärztliche Bescheinigung gebeten...und zugesagt, daß ich mich kümmere, daß er einen Psychiater aufsucht.
Und dann hat der Arzt das "einfach so" bescheinigt?
Ich hatte jetzt befürchtet, dass da vom JC (oder wer auch immer dafür zuständig wäre ...) noch irgendwelche Tests o.ä. kommen und man dort nochmal einem Arzt "vorgeführt" wird ...
Darf ich fragen was du da genau machst, also wenn du Menschen zu Behörden oder zum Arzt begleitest? Vielleicht gibt es so eine Möglichkeit ja auch hier in der Nähe und ich weiß nur nichts davon ...


Wer mindestens 3 Std täglich arbeiten kann, beantragt ALG II und hat Anspruch auf Regelsatz + Mietanteil, auch U 25, wenn sie eben einen wichtigen Grund haben, zu Hause auszuziehen.

Man kann auch im Moment AU sein, dasist kein Hindernis.

Ansonsten, wenn man nach Meinung seines Arztes voraussichtlich länger als 6 Monate nicht arbeitsfähig sein wird: Sozialhilfe beantragen.
Ja, das habe ich verstanden.
Mir geht es darum wie das festgestellt wird, ob man dazu in der Lage ist oder nicht.
Und da wäre dann ein Allgemeinmediziner besser geeignet oder darf sowas auch ein Psychotherapeut bescheinigen?
Und wie würde das dann vom JC nochmal geprüft werden?
Sorry wg der vielen Fragen, aber ich wüsste so gerne was da ungefähr auf mich zukommen würde ...

Wollte ich ... auch noch wegen was anderem ... aber man darf wohl erst PNs verschicken, wenn man mindestens 12 Beiträge geschrieben hat ...
Falls du eine Emailadresse hast, die du mir per PN schicken kannst/ willst, würde ich dir gerne eine Mail schreiben, ansonsten würde es halt noch ein wenig dauern ...


Meines Wissens darf ein Therapeut nicht krankschreiben oder Medikamente verordnen
Ja, das darf er meines Wissens nach auch nicht.
Aber momentan wäre ja erstmal eine Beratung und später dann halt eine Therapie wichtig ...
Krankschreiben müsste mich ja eh niemand, da ich ja nirgends gemeldet bin ...

du hast aktuell keinen?
Nein.
Ich könnte natürlich zu meinem früheren Hausarzt (war dort bestimmt schon fünf Jahre oder so nicht mehr), aber eig möchte ich mit ihm nicht über persönliche Dinge reden.
Ich würde also wesentlich lieber zu einem neuen Arzt bzw einer Ärztin gehen. Aber wenn es um irgendwelche Bescheinigungen o.ä. geht, wäre ein ganz fremder Arzt halt vermutlich schwieriger ... bei meinem früheren Arzt wäre halt der Vorteil, dass er über meine Mutter Bescheid weiß, aber der Nachteil, dass es ansonten wirklich überhaupt nicht passt und es mir sehr schwer fallen würde mich ihm anzuvertrauen.

Denn bis du einen Termin beim Psychiater oderTherapeuthen hast, kann er dich krank schreiben, und dich damit vor deinem Arbeitsvermittler und unsinnigen Forderungen schützen.
Noch habe ich ja keinen Arbeitsvermittler.
Momentan habe ich gar nichts. Keinen Arzt, keinen Vermittler, nichtmal einen gültigen Ausweis ...
Mir ist natürlich bewusst, dass das alles sehr schwer nachvollziehbar ist, aber die letzten Jahre waren einfach nur schrecklich und ich habe mich nicht in der Lage gefühlt irgendwas anzugehen. Und jetzt stehe ich vor einem riesigen Berg und weiß weder ein noch aus ...

Sag einfach wen du anrufst daß du ein Gespräch führen möchtest, daß etwas länger dauern wird als 10 Minuten :)
Wirsind als Letzte drangekommen - und waren fast ne Stunde beim Arzt drin.
Einer, der sich keine Zeit nehmen will,ist sowieso der Falsche.
Danke für den Tipp.
Wow, da habt ihr ja wirklich Glück gehabt.
Ich möchte halt eig wirklich auf gar keinen Fall zu meinem früheren Arzt ... meinst du es wäre möglich trotz der schwerwiegenden Probleme einen komplett fremden Arzt aufzusuchen?

Den SB beim JC erzählt man nur so wenig wie möglich - alles was du da sagst kann leider gegen dich verwendet werden.
Ja, das habe ich befürchtet ... daher ja auch meine Nachfrage ...


Wenn dein Vater dich finanziell unterstützen kann, wäre das hilfreich.
Muß man schauen, wie man diese Hilfe am besten verwendet.
Kann er eine Summe nennen, mit der er dich monatlich unterstützen will?
Ja ... das wollte ich dir eig auch in der PN schreiben ...

Nein, das stimmt nicht.
Im Gegenteil: Du mußt weg von deiner Mutter, damit du wieder die Kraft findest, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Aber jetzt drüber zu sprechen, was du gern tun würdest - dafür ist es zu früh.
Ja, vermutlich hast du Recht ...
Mir fällt es eben SEHR schwer in eine komplett ungewisse Zukunft zu starten ... aber immer noch besser als gar nicht zu starten ...
Meine größte Angst ist wirklich, dass es alles noch "ewig" so weitergeht ... es ist ja auch nicht "nur" die Alkoholabhängigkeit meiner Mutter, da kommt leider noch einiges dazu ...

Verlaß den Kreis...dann wird das früher oder später
Danke.
Wenn ich nur wüsste wie ...

VIELEN LIEBEN DANK für deine ausführlichen Antworten und für deine Hilfe!
Liebe Grüße
Jessy
 

gelibeh

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Dein Vater und Du solltet eventuell auch mal Kontakt zu einer Suchtberatung herstellen. Die helfen auch Angehörigen, bzw. sagen einem die richtigen Ansprechpartner. Solange ihr im Prinzip die Mutter unterstützt, wird sie sich nicht ändern. Zumindestens Dein Vater soll das mal in Angriff nehmen, wenn er Deiner Mutter helfen will. Und er kann doch nicht zusehen, wie es Dir immer schlechter geht. Also auch Dir zuliebe soll er das machen.
Es ist normal, dass ein Alki mal gute und schlechte Tage hat. Und da wird dann auch schon mal das Blaue vom Himmel versprochen. Das kann derjenige aber nicht halten, denn er ist suchtkrank. Da muss schon eventuell damit gedroht werden, dass man die Frau verlässt, wenn sie nicht irgendwas unternimmt. Und dazu braucht man die Unterstützung von Fachleuten.
Versuch für Dich als erstes dringend einen Arzt zu bekommen, der Dir bescheinigt, dass das zuhause unzumutbar ist. Das Jobcenter macht da keine Tests.
 
E

ExitUser

Gast
Suff zerstört nicht nur die Leber des Trinkenden, sondern auch die Seelen seines Umfeldes.
Du traust dich nicht aus dem Haus, weil du Angst um deine Mutter hast.
Doch so lange du sie nicht ihrem Schicksal überlässt und sie mit der Schnauze ganz im Dreck liegt, wird sie ihr Verhalten nicht ändern und deine Seele vollends zerstören.
Irgendwann bist du dann Mitte 30, hast dann das Gefühl, dein Leben sei an dir vorübergezogen und wirst dann selbst zum Frusttrinker.
Willst du das?
Ich denke, nein.
Also mach die ersten zwei Schritte: erst zum Arzt, dann zum Jobcenter....alles andere wird sich fügen...
Kopf hoch, Kleine, du schaffst das...
 
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