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LilaSpinne

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Ich habe mich jetzt so lange um dieses Thema gedrückt, dass mir nun der Einstieg relativ schwer fällt. Von den vielen Informationen bin ich geradezu erschlagen.

Kurz zu meiner Situation:

"Besitze" Schulden durch einen Bildungskredit (ca. 2500€, Rückzahlung soll ab IV. 2013 erfolgen), durch eine Bafög-Rückforderung (Schüler-Bafög wegen Abbruch/Krankheit ca. 1600€, gestundet) sowie Kreditkartenschulden in Höhe von ursprünglich 800€ (inkl. Inkasse ~1000€+, zahle monatlich 20€ ans Inkasso), ferner private Schulden bei meinem Freund von ca. 1000€ (die nicht sofort, aber später zurück gezahlt werden können).

Glücklicherweise habe ich nach längerer Krankheit wieder eine Perspektive und befinde mich nicht mehr am Boden. So habe ich in diesem Jahr eine Umschulung begonnen. Erhalte dabei ALG2+BehindertenMehrbedarf.

Gerne möchte ich mich jetzt mit der Klärung und Beseitung der Schulden befassen, finde aber keinen Anfang. Scham vs. Notwendigkeit :/ Sollten ich als ersten Schritt den Gang zur Schuldnerberatung wählen? Sollte ich z. B. beim Bafög weiter stunden lassen oder ist sogar ein Erlass denkbar? Kann ich mir Hilfe über ein Darlehen vom Jobcenter erhoffen, um vielleicht wenigstens das Inkasso-Unternehmen loszuwerden oder ist der Gedanke Utopie?

Weiß jemand, ob ich bei der KFW (Bildungskredit) eventuell einen weiteren Aufschub von ein, zwei, drei Jahren erhalte? Rückzahlungsrate soll ab 4.Quartal 2013 dann 120€ betragen. Könnte es ganz knapp mit Hilfe des ALG2-Mehrbedarfes aufbringen. Macht es Sinn (davon wurde mir bislang abgeraten) meine Kosten auf ein Minimum zu beschränken und jeden Cent in Schuldentilgung zu stecken? Ich will mich nicht um die Schuldentilgung drücken, aber weiß auch nicht, ob ich die Kraft für's Zähnezusammenbeißen bei Nudeln und trocken-Brot habe. Beginne gerade wieder ein soziales Leben und in Kürze wird auch mein Kühlschrank und die Waschmaschine das zeitliche segnen. Brille und Schulmaterial, sowie Bürobekleidung fürs Praktikum stehen auch noch an. Wo und und wie fange ich denn am besten an?

Danke für Rat und Info!
MfG,
die verwirrte LilaSpinne
 

Kerstin_K

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Ich denke mal, Schuldnerberatung als erste Anlaufstelle kann sicher nicht schaden, dort kann man evtl sogar Deine anderen Fragen beantworten.

Am besten gleich anmelden, ich glaube, da gibt es oft Wartezeiten.
 

Hartzeola

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"Besitze" Schulden durch einen Bildungskredit (ca. 2500€, Rückzahlung soll ab IV. 2013 erfolgen), durch eine Bafög-Rückforderung (Schüler-Bafög wegen Abbruch/Krankheit ca. 1600€...
Bundesgarantie

Falls Sie die Rückzahlung des Bildungskredites an die KfW Bankengruppe (KfW) auf Dauer nicht leisten können, löst die KfW die Bundesgarantie ein. In diesem Fall übernimmt das BVA für Sie die vollständige Darlehenstilgung an die KfW. Der gesamte Rückforderungsanspruch (ausgezahlter Bildungskredit zzgl. aufgelaufener Zinsen und Kosten) geht auf das BVA über. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch das BVA und nicht mehr die KfW für die Rückforderung des Bildungskredites und Zahlungen Ihrerseits zuständig.
Nach Einlösen der Bundesgarantie durch die KfW fordert das BVA die Erstattung des an die KfW gezahlten Garantiebetrages von Ihnen. Auf Antrag kann jedoch der fällige Betrag im Rahmen der Stundungsmöglichkeiten der Bundeshaushaltsordnung (BHO) gestundet werden. Bitte beachten Sie, dass für den Stundungszeitraum grundsätzlich Stundungszinsen erhoben werden müssen.

Stundung

Die Stundung kann formlos, schriftlich oder per Fax beantragt werden. Zur Vereinfachung und Beschleunigung des Stundungsverfahrens verwenden Sie bitte den Stundungsantrag.
BVA Internet: Rückzahlung

Informationen zur Freistellung von der Rückzahlungspflicht gemäß 18a BAföG

Eine Freistellung von der Rückzahlungsverpflichtung ist auf Antrag möglich, wenn Ihr Nettoeinkommen den für Sie geltenden Freibetrag nicht übersteigt. Der Freibetrag wird nach Ihren persönlichen Verhältnissen ermittelt. Die Freistellung kann aber nur für noch nicht fällig gewordene Rückzahlungsraten gewährt werden.

Für Sie selbst wird ein Freibetrag von 1.070 Euro angesetzt, der sich ggf. um 535 Euro für Ihre Ehegattin/Ihren Ehegatten oder Ihre Lebenspartnerin/Ihren Lebenspartner sowie um 485 Euro für jedes Kind - wenn sie nicht in einer Ausbildung stehen, die nach diesem Gesetz oder nach § 59 des Dritten Buch Sozialgesetzbuch gefördert werden kann - erhöht.
Diese Beträge mindern sich um das Einkommen Ihrer Ehepartnerin/Ihres Ehepartners oder Ihrer Lebenspartnerin/Ihres Lebenspartner oder Ihre Kinder.
BVA Internet: Freistellung
 
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