Brauche dringend Rat

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liz58

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hallo...ich bitte ganz dringend um rat...nach antragsstellung und immer wieder neuen anforderung von unterlagen zieht es sich nunmehr bereits über 12 wochen hin...

heute bekam ich trotz beibringung aller vorher geforderten unterlagen 3 wochen später erneut ein schreiben in dem ich unter anderem aufgefordert werde den verkehrswert des von mir in erbengemeinschaft bewohnten hauses (ich bewohne mit meinem mann das dachgeschoss ca. 70qm) des einfamilienhauses...beizubringen..

zudem einen grundriss meiner wohnung...dies ist nicht möglich da das dg erst 10 jahre nach fertigstellung des hauses 1970..in eigenarbeit und ohne plan ausgebaut wurde....es handelte sich um einen reinen innenausbau ohne veränderung der fassade...was ich der arge schon vor wochen mitteilte...

eine bestimmung des verkehrswertes ist mir aus finanziellen gründen ebenfalls nicht möglich....mein erbanteil beschränkt sich auf 12,5%, wobei das haus ohnehin mit 415000 euro belastet ist und ich aus zeiten meiner mißglückten selbstständigkeit meiner mutter erbanteil 75% und meinem bruder erbanteil 12,5%, 130.000 euro schulde die auf einem privaten darlehensvertrag auch festgehalten sind...insofern würde mein sowieso geringer erbteil bei weitem die schulden bei meiner mutter nicht decken..vergleichbare häuser in meiner gegend liegen derzeit bei einem wert von euro 700000..abzüglich der hypotheken blieben maximal 300000 euro...selbst dann würde ich mit meinem erbanteil die schulden bei mutter und bruder nicht tilgen können...

ich bin sozusagen vermögenslos...wie kann ich nun der arge begreiflich machen das ich kein geld für die ermittlung des verkehrswerts habe..noch die möglichkeit einen architekten zu bezahlen der mir 30 jahre nach dem innenausbau des dachgeschosses einen plan zeichnet..

die bedarfsgemeinschft bezieht sich nur auf meinen mann und mich....mein mann ist schwerbehindert..bezieht eine eu rente und ist 24 stunden sauerstoffpatient...meine mutter ist schwer herzkrank 74 jahre alt und an diabetis2 leidend...

ich verdiene freiberuflich und umsatzsteuerfrei ca 190 euro im monat und wurde ebenfalls wieder gefragt ob ich dieses einkommen dauerhaft hätte...ich rechne nicht damit...

wenn sich alles noch weiter in die länge zieht und ich meinen zinsbeitrag und den nebenkostenanteil weiterhin nicht beitragen kann werde ich wohl ausziehen müssen damit meine mutter die wohnung vermieten kann um die hausbelastungen weiter tragen zu können...kann und darf so mit menschen umgegangen werden und wie sieht es rechtlich für mich aus..ich weiß es ist sehr viel an fragen..aber ich weiß mir keinen rat mehr...wer kann helfen
 

Erolena

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Ich kenne jemanden mit einem unverkäuflichen Baugrundstück. Drei Makler haben sich damit abgearbeitet, das Grundstück zu verkaufen. Es war nicht möglich. Erst erhielt der Antragsteller null Euro ALG2, dann das ganze ALG 2 als Darlehen. Aber eigentlich hätte man das AGL2 auch als richtige Leistung durchboxen können. Da hilft kein normaler Anwalt. Nur ein Fachanwalt für Sozialrecht. kann helfen.
Außerdem damit es Dir seelisch besser geht, könntest Du auch bei der nächstliegenden Beratungsstelle zu ALG 2 vorsprechen. Listen gibt es hier im Forum. Du bist nicht die einzige mit Haus o.ä. Problemen. Wenn Du Glück hast, findest Du schon in der Beratungsstelle eine sachkundige Beratung. ABer ich bin mir ziemlich sicher, ohne Fachanwalt für Sozialrecht kommst Du hier nicht aus. Dabei würd ich nicht lange warten. (z.B. ganz laienhaft gesprochen, könnte es sein, dass die ARGE sagt, die Schulden interessieren uns nicht - wie ja auch in anderen Fällen die privaten schulden völlig ignoriert werden).
Als kleine Beruhigung der Aufregung könnte ich noch empfehlen, eine kleine summe zu investieren (ca. 25-40 Euro) und damit eine rechtliche Beratung im Internet zu suchen. Und zwar unter "Rechtsberatung und Rechtsfragen online. Finden Sie einen Rechtsanwalt bei frag-einen-anwalt.de" . Du kannst auch schauen, ob dort schon ein ähnliches Problem zur Diskussion gestellt wurde. Dann findest Du eine grobe Rechtsorientierung vielleicht auch umsonst auf der genannten Seite.
Das Problem Hausbewertung kann sich lange hinziehen. Deshalb würde ich empfehlen, in einer Beratungsstelle bei Euch nachzufragen, welche Erfahrungen zum Hausbesitz mit Fachanwälten bezüglich ALG2 + Hausbesitz gemacht wurden, damit du den richtigen Anwalt aussuchst. Dann dort eben das Hausproblem aber unbedingt auch das Problem lösen lassen, dass Du umgehend Leistungen für den Lebensunterhalt benötigst. Neuester Tipp den ich zu letzterem Problem hörte ist der einer Leistungsklage nach Sozialgerichtsgesetz. Das kann dann der Anwalt herausfinden, wie das geht. Soll jedenfalls schneller gehen als jeder Antrag, als einstweilige Verfügung usw.
 

haef

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hallo,

gehe mit den vorhandenen Unterlagen - Antrag und folgende Schreiben sowie Glaubhaftmachung Deines jetzigen Verdienstes, evtl. zur Höhe - Versicherung an Eides statt, zum Amtsgericht und beantrage dort einen Beratungsschein.
Mit dem Beratungsschein zu einem Anwalt, möglichst Fachanwalt, und lasse den die ARGE zur sofortigen Hilfeleistung auffordern, hilfsweise eine einstweilige Anordnung zur sofortigen Unterstützung beantragen.
Solange das Vermögen nicht verwertbar ist, bist Du hilfebedürftig ohne Wenn und Aber.
Hilfsweise kann die ARGE Dir, bis zur Klärung der Situation, die Leistung als Darlehen gewähren.
Eine Ermessensentscheidung auf Null ist aber rechtswidrig.

frdl. Grüße
Horst
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Wie wäre es denn wenn ARGE erst einmal die Kostenübernahme für den vereidigten Gutachter zusichert. Beantragen.
Eigentlich überflüssig. Ihr bewohnt ein Einfamilienhaus. Da könnte nur die Wohnfläche zu groß sein.
Da wir hier nur über 12,5% Gesamthandseigentum betrachten müssen ist das gesamte ARGE-handeln schon ein Zeichen von Unwissenheit des SB.

Einfachste Lösung für SB: nicht verwertbar

Das geht aber aus grundsätzlicher SBüberzeugung gar nicht.

Eine Lösung, die funktioniert.: Teilungsversteigeung. Nur fängt die mit einem Kostenvorschuss an das Gericht an. Den darf SB nicht raustun. Gerichtskosten sind nun mal nicht übernahmefähig, auch nicht als darlehen.

Ein GAG zum Schluss. Wenn SB den Gutachterausschuss beauftragt, kostet das weder ARGE noch den Antragsteller einen Cent. Nur wird der Gutachter seine Probleme haben für die virtuellen 12,5% einen Verkehrswert zu benennen. Zudem muss er die Miteigentümer um Genehmigung der Begutachtung ersuchen. Ein Duldungspflicht haben diese aber nicht.

Der Verkehrswert ist der Wert der gewöhnlich erziehlt werden würde.Ich kenne viele Leute, aber niemanden, der sich diese 12,5% auch nur schenken lassen würde. Viel zu viel Risiko.


Ein Anwalt ist mit diesem thema gewöhnlich überfordert. Spezielle Kenntnisse im Baurecht, Immobilienrecht, Erbrecht und Sozialrecht sind selten vereint.
 

liz58

Elo-User*in
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erstmal herzlichen dank an alle die sich die mühe machten meine doch etwas verzwickte situation mit hilfreichen tipps zu kommentieren...man fühlt sich mehr als hilflos....was ich persönlich nicht verstehe ist die tatsache dass mein erbanspruch ja sozusagen verbraucht ist....meine mutter wird das haus sicher nicht verkaufen um mir mein 12,5% erbanspruch auszuzahlen...der sich aktuell vielleicht auf ca 35000 euro belaufen würde....um mir diese berechtigterweise abzuziehen...da meine schulden bei ihr...mittels eines privaten darlehensvertrages aus dem jahr 2004 durch meinen erbanspruch abgesichert sind...im gegenteil..ich würde ihr trotzdem noch etwa 90000 euro schulden...ausserdem bewohne ich ausschliesslich das etwa 70qm große dachgeschoss nur mit meinem mann und wir haben unseren eigenen haushalt.... alles in allem reine schikane....ebenso wie die frage ob ich zukünftig weiterhin auf selbstständiger basis ca 190 euro verdienen werde....wie kann ich wissen ob ich zukünftig weiter beauftragt werde....ich überlege schon ob ich meine selbstständigkeit aufgebe..obwohl einiges in planung wäre....in der hoffnung diese beamtenwillkür nicht weiter hinnehmen zu müssen...zudem bekomme ich langsam angst..in einem anderen forum wurde mir gesagt ich könne große probleme bekommen falls der dachausbau aus dem jahre 1980 nicht genehmigt gewesen sein...dabei handelte es sich um einen reinen innenausbau ohne veränderung der hausfassade...ich kann bald nicht mehr schlafen...da wird es einem mehr als angst
 
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