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Brauche dringend Hilfe bei EGV und 1-Euro-Job

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Lobotomy

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#1
Hallo bin neu hier im Forum und bräuchte dringend Hilfe.
Die Situation ist wie folgt:

Habe am 17.07.09 Termin bei meiner Fallmagerin gehabt und sie hat mir nach kurzem Gespräch einen 1-Euro-Job aufgedrückt und mir son Wisch gegeben wo paar Einzelheiten drin standen und Termin zum Vorstellungsgespräch. Natürlich hat sie es gleich in ne EGV reingeschrieben und mir mit 2 x 30 % Leistungskürzung gedroht falls ich nicht unterschreibe. Da ich noch bis zum 31.07.09 Leistungen bekomme hab ich unterschrieben.
Unwissend wie ich war bin ich hin zum Vorstellungsgespräch und hab mich da informiert um was es ging.Habe dann auch gefragt ob mir das helfen wird in Arbeit zu kommen was verneint wurde.Darauf hab ich gesagt das mir das dann nix bringt und ich da nix lernen kann was ich nicht schon in der Lehre gehabt hatte.Dann habe ich den 1-Eurp-Job abgelehnt und hab gleich nen Termin mit meiner Fallmanagerin gemacht und bin da gleich hin am nächsten Tag und hab gesagt das mir das nix bringt in Bezug auf Arbeit und Weiterbildung. Hab ich ihr gesagt das ich abgelehnt hatte und denn wollte se erstma kürzen. Hat denn aber gesagt sie guckt ob der Job noch frei is und ich soll denn hin und wenn nich zu was anderem.
Denn war da meine Stelle besetzt und sie hat mir was anderes gegeben bei der Awo soll ich nu Modellbauer machen.
Paar Tage später, am 21.07.09, kam das Schreiben was ich hier auch als Anhang beigefügt habe. Denn bin ich da hin zum Vorstellungsgespräch am 28.07.09 und hab mir das angehört und der wollte nur nen Personalfragebogen von mir unterschrieben haben und jetzt Montag, den 3.08.09 um 8.00 Uhr da antanzen und 6 Std. was machen.
Soweit so gut(relativ halt) hab ich mir gedacht denn musst das wohl machen. Da meine Leistungen ja noch bis 31.07.09 gehen.
Heute, am 31.07.09 guck ich in Briefkasten und es steckt ne neue Eingliederungsvereinbarung drinne wo der neue 1-Euro-Job auch drin is.(Die neue EGV hab ich auch angehängt.)
Verfasst wurde diese am 29.07.09.

So nu meine Frage:
Ich hab langsam die Schnautze voll mit den Typen weil ich noch nichma weiss ob ich nächsten Monat überhaupt Kohlen krieg weil der Typ von der Leistungsverweigerungsabteilung immer neuen Scheiss von mir will und mich nur schikaniert und die Bearbeitung herrauszögert(das geht schon fast 1,5 Monate so).
Von daher hab ich auch kein Interesse an dem 1-Euro-Job, wenn ich keine Kohlen krieg und ich lern weder was neues bzw. werden meine beruflichen Kenntnisse erhalten/aufgefrischt und es hilft mir bei der Arbeitsfindung auch nich weiter.
Aber für die den Fall das ich jetzt doch bald ma Bescheid kriege das ich Kohlen kriege was kann ich da wegen der Eingliederungsvereinbarung machen und dem 1-Euro-Job ?
Ich habe die EGV nämlich noch nicht unterschrieben und habe da eigenlich auch kein Interesse daran da meine Interessen kein Stück berücksichtigt werden.

MfG Lobotomy und danke für hoffentlich kommende Hilfe
 

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Gast
#2
Eigentlich bist du mit der SB noch ganz gut gefahren, denn eine andere hätte dich bei unterschriebener EGV und Ablehnung des EEJobs schon sanktioniert.
Sie hat dir aber einen anderen EEJ vermittelt und eine neue EGV vorgelegt. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Wieso beziehst du nur bis zum 31.7. eine Leistung? Hast du ab 1.8. eine Arbeit gefunden? Dann brauchst du sowieso nichts machen.
 

physicus

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#3
hi,

diesen 1 euro job kannst du lockert ablehnen, weil er NICHT zusätzlich ist!
modellbauer ist ein bei der IHK eingetragener lehrberuf....kann somit niemals zusätzlich sein, egal was der SB sagt und nur weil er schreibt er ist zusätzlich wird er das nicht automatisch.

laut DA wird bei nichtunterzeichnung der EGV nicht mehr sanktioniert, die haben dich einfach mal mit druck dazu genötigt.

Bei Weigerung des Hilfebedürftigen, eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, liegt – unabhängig vom Wortlaut des § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a - kein Sanktionstatbestand vor. Dadurch wird einer gesetzlichen Regelung vorgegriffen, die aufgrund verschiedener sozialgerichtlicher Entscheidungen vorgesehen ist. Bei Nichtzustandekommen einer Eingliederungsvereinbarung sind die zu bestimmenden Rechte und Pflichten in einem Verwaltungsakt nach § 15 Abs. 1 Satz 6 verbindlich zu regeln. (siehe BA-DA § 31 SGB II Rz. 31.6a i.d.F. vom 20.12.2008)
hattest du einen beistand mit der bezeugen kann das sie gedroht haben bei nichtunterschrift zu sanktionieren?

da du noch eine bestehende EGV hast brauchst du die neue nicht unterschreiben.

laut §15 SGB II
Die Eingliederungsvereinbarung soll für sechs Monate geschlossen werden. Danach soll eine neue Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen werden. Bei jeder folgenden Eingliederungsvereinbarung sind die bisher gewonnenen Erfahrungen zu berücksichtigen. Kommt eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, sollen die Regelungen nach Satz 2 durch Verwaltungsakt erfolgen.
sie sollen dir das ding per VA schicken, dann kannst du dagegen widerspruch einlegen.

gegen den 1 euro job müsste man auch etwas schreiben, eine ablehnung mit der begründung das er nicht zusätzlich ist.

ich denke mal hier schreiben noch andere etwas dazu

mfg physicus
 

Lobotomy

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#4
Naja habe vor 1,5 Monaten nen Schreiben bekommen das meine Leistungen zum 31.07.09 auslaufen und hab son Wiederbewilligungsantrag bekommen. Hab ausgefüllt das sich keine Veränderungen ergeben haben und hingeschickt.Denn schickt mir son Typ von der Leistungsverweigerungs-stelle da nen Wisch das ich meine Kontoauszüge der letzten 3 Monate hinschicken soll. Denn war ich persönlich da und der hat sich jede Bewegung angeschaut.
Und meine Mutter hatte mir ma versehtlich ne größere Geldmenge überwiesen welche ich ihr gleich darauf wieder zurück überwiesen hatte. Das hat der Typ gleich zum Anlass genommen um bei mir ne komplette Kontenabfrage zu machen. Und ich hab noch paar Konten gehabt wo kleine Beträge drauf waren die ich noch in der Lehre gespart hatte.
Naja jetzt wollte er erstma die Kontoauszüge der letzten 2 Jahre haben die ich im persönlichen Gespräch ihm vorgelegt habe und da hatte mir ne Lebensversicherung dir mir meine Mutter mal in der Jugend für mich angelegt hatte 800 Euro überwiesen. Ich wusste das noch nich das ich melden muss damals da ich da nur Aufstocker war weil mein ALG 1 zu gering war. Naja die 800 Euro hat er auch angeprangert.
Und bis jetzt hab ich noch keinen Bescheid ob ich für nächsten Monat was kriege oder nich.
 

Lobotomy

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#5
Naja ich habe da am gleichen Tag nach dem 1. 1-Euro-Job-Vorstellungsgespräch da im Callcenter angerufen und bei meiner Fallmanagerin um nen Termin gebeten und ich hab ihr auch gesagt das ich sowas wie eine Coaching brauche und keinen Zuverdienst und da hat sie gemeint das ham wir nich und wird deshalb auch nich bezahlt.Denn hab ich ihr gesagt das ich auch mit der Eingliederungsvereinbarung nicht einverstanden bin das das mit dem 1-Euro-Job drinne steht und das ich Fortbildungsmaßnahmen lieber machen möchte.Hat sie gemeint ich hätte ne super Ausbildung und wäre schon gebildet genug und mir fehlen nur die Strukturen und ein 1-Euro-Job würde alle meine Probleme lösen. Und da ich ja noch bis zum 31.07.09 Leistungen bekam hatte ich zu dem Zeitpunkt unterschrieben weil ich Schiss vor Kürzung hatte.Und nen Zeuge oder Beistand war auch nicht dabei weil ich den Termin ja selbst gewollt habe und gedacht habe das man das alles human regeln könnte.Dem war leider nicht so..
 

physicus

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#6
mir fehlen nur die Strukturen und ein 1-Euro-Job würde alle meine Probleme lösen.
:icon_lol:

na klar, der löst max. die probleme der ARGE weil sie dich damit aus der statistik bekommen, die dinger sind völliger müll!!
 
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Gast
#7
Wegen der Leistungssache hättest du eigentlich einen Anwalt aufsuchen müssen. Da wir morgen schon den 1. haben, vermute ich, dass du jetzt nicht einmal einen Beratungsschein dafür bekommen wirst. Rufe doch mal einen FAchanwalt für Sozialrecht an, der auf SGB II spezialisiert ist, frage ihn, ob er mit Beratungsschein arbeitet, und wenn ja, dann erzähle ihm am Telefon mal deine Geschichte. Wenn dir die Leistung nämlcih genehmigt wird, kannst du ihm evtl. den Beratungsschein nachreichen. Mit Beratungsschein kostet dich der Anwalt insgesamt 10 Euros. Das sollte es dir wert sein.

Wenn dir nämlich keine Leistung zusteht, brauchst du auch keine EGV zu unterschreiben und keinen EEJ anzutreten. Dann ist die Geschichte ganz schnell vom Tisch. Da brauchen wir uns hier gar keine Mühe machen.


Ich kann es dir nicht genau sagen, ob der Job als Modellbauer "zusätzlich" ist. Ein EEJ muss nämlcih "zusätzlich" sein. Ein "zusätzlicher Job" ist ein Job der ansonsten nicht, nicht in dem Umfang oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre. Hier wird aber eine Stadt in Miniatur als Touristikattraktion gebaut. Man könnte durchaus argumentieren: "Wenn wir keine EEJobber hätten, würden wir das gar nicht machen".

Es kommt noch ein weiterer Punkt hinzu: Du hast der SB ja eine EGV unterschrieben und diese EGV wurde nicht gekündigt. Wenn du diese neue EGV nicht unterschreibst, ist automatisch die alte EGV gültig und du kannst den Job, den du abgelehnt hast, wieder antreten.

Ich würde zusehen, dass du am Montag einen Anwalt findest! Wenn du keinen kennst, probiere es doch mal hier:


RA Silvio Fähnrich - Anwaltskanzlei Fähnrich
Lübecker Straße 20
19053 Schwerin

Telefon: 0385/59 18 38 67

RA Klaus-Jürgen Horns
Mecklenburgstr. 16
19053 Schwerin

Telefon: 0385-512881

RA Reno Haberer
Franz-Mehring-Str. 5
19053 Schwerin

Telefon: 0385/564040
http://www.ich-habe-streit.de

RA Eberhard Grabow - Dr. Grabow
Wismarsche Str. 169
19053 Schwerin

Telefon: 0385 / 59 11 50

 

Lobotomy

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#8
Wieviel kostet mich das ganze denn so ca. wenn ich das ohne diesen Beratungsschein erstmal selbst bezahlen muss?
Kannst du einen bestimmten der Anwälte empfehlen?
Ich hab da echt kein Plan von.

MfG
 
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Gast
#9
Ich kann keinen Anwalt empfehlen. Diese Anwälte sind aus Adressen — Tacheles Adressdatenbank und arbeiten alle mit Beratungsschein.

Wenn du einen Beratungsschein bekommst, kostet dich alles 10 Euros. Keinen Pfennig mehr. Deshalb mein Rat: Rufe zuerst den Anwalt an und schildere deine Situation. Den Beratungsschein hättest du dir vor dem 31.7. (d.h. vor Ablauf der Leistung) besorgen müssen. Das geht ja jetzt nicht mehr. Ich hoffe, der Anwalt findet eine Lösung. WEnn die Leistung nämlich weiterhin bezahlt werden muss, kannst du den Schein nachreichen. Das kann der Anwalt am besten einschätzen.
 

haef

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18 Feb 2009
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#10
hallo,

betrifft

1. Beratung
Schweriner Arbeitslosenzentrum (SALZ)
Koordinierungsstelle
Perleberger Straße 22
19063 Schwerin
Tel. u. Fax: 0385 / 397 81 63
E-Mail: salz-schwerin@freenet.de
(demnächst aber mal selbst "googlen", o.k.?)

die Beratung vor Ort (aber das Elo nicht vergessen :icon_knutsch:) hat den Vorteil, das Du dort evtl. auch Begleitung zum Amt angeboten bekommst. Solltest Du auf jeden Fall probieren und auch hier posten, das ist bestimmt auch Hilfestellung für andere.
Da Du dank (Ironie) fehlender Weiterbewilligung mittellos bist, steht Dir auch ein Beratungsschein zu, den der Anwalt dann für eine einstweilige Anordnung wegen Weiterbewilligung etc. nutzen kann.

2. EGV u. 1-€-Job
ich halte die EGV, mal abgesehen von der unzulässigen Ortsabwesenheitspassage und den anderen Drohgebärden noch für relativ i.O. Offensichtlich hat sich da ein SB mal Gedanken gemacht und, auch das ist nicht üblich, sogar Bewerbungskosten etc. als Pflichten der ARGE hineingeschrieben.
Was mich stört ist die Erklärung "...mir fehlen nur die Strukturen und ein 1-Euro-Job würde alle meine Probleme lösen...".
Insbesondere die "Strukturen" deuten auf eine mittlerweile sehr oft benutzte, scheinbare Notwendigkeit einer psychosozialen Betreuung hin. Das ist eine sehr üble Kiste in die die Leute da gepackt werden.
Andererseits scheint ja ein Gespräch möglich zu sein?
Wenn ja, natürlich nur mit Beistand, würde ich bei der Konstruktion folgende Lösung sehen.
Bejahung, dass die angebotene Arbeit sinnvoll , mit gleichzeitigem Hinweis, dass sie aber dann auch mehr wert ist. Wobei ich den Wert austarieren würde, denn als positiv für Dich käme dabei raus, 1. gute Übung, 2. Verweis (Arbeitsnachweis bei Bewerbung) auf ein interessantes Projekt, mit anderen Worten - die Arbeit ja, aber nicht für 1,00 €/Std. da die AWO für dieses Projekt sicher die üblichen 500,00/Person/Monat bekommt, Du keine Betreuung benötigst und mithin Dein Anteil an dem Kuchen größer sein müsste. :icon_biggrin:
Wie? Da soll die SB sich halt was einfallen lassen, wobei Vorüberlegungen seitens Dir und SALZ sicher nicht schlecht wären.
Die positiven Aspekte für die anderen, ARGE, AWO, Stadt liegen auf der Hand und sollten auch Argumentationshilfe sein.

Jetzt heißt es Gas geben, Montag zu SALZ (evtl. kennen die ja auch einen Anwalt), mit denen und anschließend dem Anwalt alles besprechen und dann auf "Gott vertrauen" (auf hoher See und vor Gericht hat man nur diese Möglichkeit) :icon_party:

frdl. Grüße
horst
 

Samuel666

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#11
Hallo an ALLE,
ich bin hier ziemlich neu und ich habe eine Frage, vielleicht konnte mir auch jemand mit Informationen helfen.
Ich bin momentan krank, aber ich kriege auch von ARGE immer unsinnige Arbeitsangelegenheiten, immer kurz vor meinem neuem Krankmeldung.
Ich habe zwei Minijob - 6 Stunden pro Woche und ich habe auch EWG gezwungene Masse unterschreiben müssen, dass ich weitere 20 Stunden auf meine Rücken nehme.
Ich verstehe es nicht so richtig, die Arge kann diese EWG machen nur als Zusatsjob? Ich bin schon von der ganze Situation so paralisiert, dass ich mich gar nichts orientieren kann.
Ist überhaupt zulläsig, dass trotzt meine Krankmeldung, kurz vor Ablauf mir schon neue unsinnige Angebot für Vorstellung Geschpräch zuschick?
Merlik2008:eek:
 

Lobotomy

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#12
hallo,

betrifft

1. Beratung
Schweriner Arbeitslosenzentrum (SALZ)
Koordinierungsstelle
Perleberger Straße 22
19063 Schwerin
Tel. u. Fax: 0385 / 397 81 63
E-Mail: salz-schwerin@freenet.de
(demnächst aber mal selbst "googlen", o.k.?)

die Beratung vor Ort (aber das Elo nicht vergessen :icon_knutsch:) hat den Vorteil, das Du dort evtl. auch Begleitung zum Amt angeboten bekommst. Solltest Du auf jeden Fall probieren und auch hier posten, das ist bestimmt auch Hilfestellung für andere.
Da Du dank (Ironie) fehlender Weiterbewilligung mittellos bist, steht Dir auch ein Beratungsschein zu, den der Anwalt dann für eine einstweilige Anordnung wegen Weiterbewilligung etc. nutzen kann.

2. EGV u. 1-€-Job
ich halte die EGV, mal abgesehen von der unzulässigen Ortsabwesenheitspassage und den anderen Drohgebärden noch für relativ i.O. Offensichtlich hat sich da ein SB mal Gedanken gemacht und, auch das ist nicht üblich, sogar Bewerbungskosten etc. als Pflichten der ARGE hineingeschrieben.
Was mich stört ist die Erklärung "...mir fehlen nur die Strukturen und ein 1-Euro-Job würde alle meine Probleme lösen...".
Insbesondere die "Strukturen" deuten auf eine mittlerweile sehr oft benutzte, scheinbare Notwendigkeit einer psychosozialen Betreuung hin. Das ist eine sehr üble Kiste in die die Leute da gepackt werden.
Andererseits scheint ja ein Gespräch möglich zu sein?
Wenn ja, natürlich nur mit Beistand, würde ich bei der Konstruktion folgende Lösung sehen.
Bejahung, dass die angebotene Arbeit sinnvoll , mit gleichzeitigem Hinweis, dass sie aber dann auch mehr wert ist. Wobei ich den Wert austarieren würde, denn als positiv für Dich käme dabei raus, 1. gute Übung, 2. Verweis (Arbeitsnachweis bei Bewerbung) auf ein interessantes Projekt, mit anderen Worten - die Arbeit ja, aber nicht für 1,00 €/Std. da die AWO für dieses Projekt sicher die üblichen 500,00/Person/Monat bekommt, Du keine Betreuung benötigst und mithin Dein Anteil an dem Kuchen größer sein müsste. :icon_biggrin:
Wie? Da soll die SB sich halt was einfallen lassen, wobei Vorüberlegungen seitens Dir und SALZ sicher nicht schlecht wären.
Die positiven Aspekte für die anderen, ARGE, AWO, Stadt liegen auf der Hand und sollten auch Argumentationshilfe sein.

Jetzt heißt es Gas geben, Montag zu SALZ (evtl. kennen die ja auch einen Anwalt), mit denen und anschließend dem Anwalt alles besprechen und dann auf "Gott vertrauen" (auf hoher See und vor Gericht hat man nur diese Möglichkeit) :icon_party:

frdl. Grüße
horst
Danke erstmal für eure Beiträge und eure Mitwirkung.
An haef:
Danke für die Adresse vom SALZ. Ich hab nach sowas in der Richtung schonmal gesucht und da auch eine Seite von irgend einem Arbeitslosenverband oder ähnlichem gefunden und da denn auch angerufen und meine Situation geschildert.Das war zu dem Zeitpunkt als der Typ von der Leistungsverweigerungsabteilung ohne Grund meine kompletten Kontoauszüge der letzten 3 Monate wollte. Mir wurde von einer Mitarbeiterin bei diesem denn auch nur geraten das ich dem halt lieber Folge leisten solle da ich sonst irgendwie in meiner Akte beim Amt nur Minuspunkte einhandele und sich Widerstand somit sich nich lohnen würde obwohl das reine Willkür und Schikane war.
Nach dem Gespräch mit dem Verein hatte ich erstma die Schnauze voll und hab daraufhin versucht mich bestmöglich zu informieren und alles alleine zu klären. Aber dadurch hab ich mich scheinbar weiter in die Scheisse geritten.

Zu dem einen Punkt den ich geschrieben hatte, da hast du dich verlesen.
"Hat sie gemeint ich hätte ne super Ausbildung und wäre schon gebildet genug und mir fehlen nur die Strukturen und ein 1-Euro-Job würde alle meine Probleme lösen."
Das hat meine SB gemeint zu mir und nicht ich.
Und nein es gab keinen Verhandlungsspielraum als ich am 17.07.09 das Gespräch mit meiner SB hatte.Sie saß da mit irgendwie einere Kollegin und ich hab versucht Vorschläge zu machen um die EGV zu ändern aber meine Eingaben wurden gnadenlos abgeschmettert und mit Drohungen auf 2 x 30 % Kürzung beantwortet.Ich füge hier auch nochmal die alte EGV an die ich zwangsweise unterschrieben hatte und die scheinbar meine aktuelle ist. Mir wurden auch keine Rechtsfolgen oder sowas erklärt - mir wurde lediglich gedroht seitens meiner SB.

Die Geschichte mit dem Beistand zu solchen Terminen zu gehen halte ich für eine sinnvolle Idee alleine aus rechtlicher Sicht. Das wird ich in Zukunft auch in Anspruch nehmen.

Zu dem Vorschlag den du gemacht hast den 1-Euro-Job anzunehmen und mehr Geld zu verlangen sag ich mal das sich das zwar ganz nett anhört aber wohl kaum durchführ ist.Warum sollte die AWO die Kohlen die sich für mich kriegt abdrücken?Davon leben die ja auch.Das werden die wohl kaum machen.
Ich sehe das eher wie physicus den 1-Euro-Job wegen Zusätzlichkeit da für das ganz Ding da wirklich nur 1-Euro-Jobber eingesetzt werden die darüber Infos einholen, die Gebäude vermessen und die technischen Zeichnungen machen und das ganze bauen. Also ohne 1-Euro-Jobber wäre das Ganze gar nicht da denke ich.

Ich hänge mal meine alte scheinbar aktuelle EGV an. Wäre nett wenn ihr mal nen Blick drauf werft.

MfG Lobotomy
 

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haef

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#13
hallo,

mal kurz zu Deiner Antwort, da ich "auf dem Sprung" bin.

1. SALZ - die negative Erfahrung ist bedauerlich, aber so ist das Leben, nicht jede Alo ist absolut parteiisch. aber Du solltest nicht nur anrufen und posten - persönliche Treffs sind besser,

2. "verlesen" in Bezug auf "Strukturen" - nein, ich habe wörtlich zitiert, daher die Anführungszeichen und Punkte und auch die nachgehende Erklärung,

3. Beistand - der sollte nicht nur aus rechtlicher Sicht dabei sein, viel wichtiger ist die beruhigende Funktion oder auch sachliche Intervention,

4. 1-Euro-Job anzunehmen und mehr Geld zu verlangen,
nein, erst mehr Geld verlangen und dann zustimmen. Die Höhe der Mehraufwendungen ist im Gesetz nicht festgeschrieben und darum hört sich das nicht nur "nett" an, sondern ist eine Frage der Argumentation, wobei die besser von dritter Seite, Beistand oder Anwalt, geführt wird. Möglich wäre, bei einer grundsätzlich positiven Bewertung des Projektes (nicht des 1-Euro-Jobs!) z.B. die Positionen für Betreuung und Qualifizierung herauszulösen, da Du dort eine sehr qualifizierte Facharbeit leistest. (s.a. Beschreibung der Maßnahme)

5. auch wenn ich die Situation vor Ort nicht beurteilen kann, halte ich die Maßnahme, nicht die Bezahlung!, gerade für Dich nicht nur für interessant sondern, bei aller gebotenen Skepsis, sogar für ausbaufähig. Das ist mehr als selten.

frdl. grüße
Horst
 

Lobotomy

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#14
Also nochma zu meinen Erfahrungen - wenn ich mich recht erinnere war das nicht SALZ - von denen habe ich hier von dir zum 1. Mal gehört, Haef.
Ich glaub ich hatte das "Vergnügen" mit dem Arbeitslosenverband Deutschland, Landesverband M-V, Kreisverband Schwerin e.V.

Zu dem 1-Euro-Job:
Ich glaube nicht das mich der vorran bringen würde da ich gelernter Industriekaufmann bin(gleich nach Ausbildung nach rausgeschmissen worden). Habe sogar die Ausbildung in 2 statt 3 Jahren gemacht und dabei noch viele ausbildungsbegleitende IHK-Lehrgänge gemacht. Von daher denk ich nicht das ich da beim 1-Euro-Job groß was mitnehmen kann da ich nix mit technischen Zeichnen und Modellbau etwas zu tun hatte. Und helfen in Arbeit zu kommen wird es mir auch nicht. Meine SB hat mir auch ganz klar gesagt das es nur eine Zuverdienstmöglichkeit ist und ich genauso gut einen Nebenjob annehmen könnte um meine Hilfebedürftigkeit zu verringern.

MfG Lobotomy
 
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