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Brasilien vor der WM

wolliohne

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  1. Gekaufte Spiele
    Bevor im Juni die Fussball-WM beginnt, beging Brasilien im März ein trauriges Jubiläum: Es jährte sich zum 50. Mal der Beginn der Militärdiktatur, die am 31. März 1964 die Macht an sich riss und 21 lange bleierne Jahre andauerte. Es sind nicht alleine die Erinnerungen, die die Militärdiktatur präsent werden lassen, sondern auch ihre Spuren, die bis in die Gegenwart hineinreichen.
    1964 stürzte das Militär die amtierende Regierung, löste das Parlament auf, erließ ein Parteien-Verbot, zerstörte die Gewerkschaften und etablierte die Diktatur durch systematische Folterungen, durch das Verschwindenlassen von missliebigen Personen, z.B. indem man zuvor gefolterte Personen ins offene Meer warf: “Aktuelle Untersuchungen konnten bislang 475 Ermordete und Verschwundene nachweisen; über 24.000 Personen wurden verfolgt und inhaftiert.
    Für die allermeisten Menschen in Brasilien brach eine bleierne Zeit an, die nicht enden wollte. Für ausländische Investoren brach ein goldenes Zeitalter an: Der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen waren keine Grenzen gesetzt. In den meisten westlichen Staaten verstand man diese terroristischen Umständen als “wirtschaftsfreundliches Investitionsklima” unter “stabilen” politischen Rahmenbedingungen.
    Quelle: Der Freitag
  2. Blues, Brot und Spiele
    Brasilien wird einen Kampf mit sich selbst erleben, es wird sich mit anderen Mannschaften auseinandersetzen, aber auch mit seiner eigenen Unfähigkeit, sich zu verändern und das Land zu verwalten.” So lautet die WM-Prognose von José Miguel Wisnik, dem führenden Fußballtheoretiker Brasiliens,1 die er vor Kurzem auf einer Diskussionsveranstaltung in São Paulo vorbrachte. “Die Gesellschaft passt auf”, fügte er hinzu, und das sei ein gutes Zeichen.
    Einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft haben die Brasilianer den Blues. Die Wirtschaft schwächelt, die Energiepolitik steckt in der Krise. Der halbstaatliche Multi Petrobras steht wegen Korruptionsaffären in der Kritik, ebenso zahlreiche Politiker. In den Metropolen bringt die Militärpolizei nahezu täglich Unschuldige um.(2) Im Touristenviertel Copacabana in Rio fanden im April heftige Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Jugendlichen aus einem nahe gelegenen Armenviertel statt.
    Letzten Umfragen zufolge erwarten 55 Prozent der Einheimischen durch die WM mehr Nach- als Vorteile für ihr Land, nur noch 36 Prozent sehen das umgekehrt. Zusätzliche Brisanz erhält die WM dadurch, dass im Oktober Präsidentschafts-, Gouverneurs- und Parlamentswahlen stattfinden. Ob Präsidentin Dilma Rousseff von der sozialdemokratischen Arbeiterpartei PT ihrer Favoritenrolle gerecht werden und die Wiederwahl schaffen kann, ist noch nicht ausgemacht.
    Quelle: Le Monde Diplomatique
 
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