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[Brandenburg] Linke gegen Zerschlagung der ARGE-Ämter

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Mario Nette

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#1
Arbeit
Linke gegen Zerschlagung der ARGE-Ämter

Die Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag hat sich gegen eine Zerschlagung der Grundsicherungsämter für Langzeitarbeitslose (ARGE) ausgesprochen.

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Mario Nette
 

VerBisUser

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#2
Wen wunderts, schließlich sind sie durch Matze´s Großzügigkeit ministrabel und staatstragend.
 

Volker

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#3
Wen wunderts, schließlich sind sie durch Matze´s Großzügigkeit ministrabel und staatstragend.
Jaja, udn was soll dann kommen?

Die Zerschlagung will doch die FDP und teile der CDu. Und alleine das sollte nachdenklich machen.

Volker
 

goweidlich

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#4
Hallo

Ob das die Lösung ist? wage ich aber zu bezweifeln.
Was kommt dann ?
3 oder 4 verschiedene Stellen, die uns dann unter die Arme greifen ?

Nein, was für ein Name das KIND hat ist unwichtig, hier muss Kontrolle-Überprüfung und klare Gesetzgebung hergestellt werden.
Das könnte allen Betroffenen mehr helfen, als verschiedene Bearbeitungsstellen.
Jeder der 1 Jahr ALG2 hinter sich hat, ist doch schon ein Bürokaufmann/frau. Habe 2 dicke Ordner voll und muss immer mehr Schriftkram erledigen-abheften-kopieren etc.
Alles von meinen Regelsatz von 321€ - 19% Mehrwertsteuer-Versicherungssteuer-KFZ Steuer, nicht zu vergessen das warme Wasser.

gruß
goweidlich
 

Redox

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#5
Pofalla hat soeben beim Parteitag der CDU mit erhobener Stimme verkündet, dass die 69 Optionskommunen hervorragende Arbeit geleistet hätten und es auch in Zukunft tun würden.

Auch im Koalitionsvertrag kann man darüber lesen.

Zählt man nun 1 + 1 zusammen, wird man wohl vorhaben, bundesweit Optionskommunen einzurichten......und dann gute Nacht.

Aber, noch etwas hat er verlauten lassen: man will die arbeitsmarktpolitischen Instrumente (Amn.: welch reizvolle Umschreibung für die sinnfreien Massnahmen) der BA stilllegen und durch andere Instrumente ersetzen.

Welche Instrumente dass wohl sein werden, wissen wir bereits: es ist wohl beschlossen, die Bürgerarbeit einzuführen.
Nur sind sie zu feige, es klar und deutlich öffentlich auszusprechen, obwohl jedermann den Koalitionsvertrag einsehen und lesen kann.

Das besonders Schlimme an der ganzen Sache ist, dass diese schwarz-gelben im Bundesrat die Mehrheit haben werden und hierdurch durchwinken können, was sie wollen.

Tipp:
wem noch nicht schlecht ist, sollte sich auf Phoenix jetzt mal die Rede von Koch anhören.:icon_kotz:
 
E

ExitUser

Gast
#6
...wird man wohl vorhaben, bundesweit Optionskommunen einzurichten......und dann gute Nacht...
Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Arge und Optionskommune, dass man sich davor "fürchten" sollte?
 

Volker

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#7
Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Arge und Optionskommune, dass man sich davor "fürchten" sollte?

Der Unterschied besteht darin, das wie Pofalla es schon sagte:
"dass die 69 Optionskommunen hervorragende Arbeit geleistet hätten"

Nur eben etwas schlimmer als die ARGEn selber, also das Gegenteil, von
vernunft und sozialen.


Volker
 

Erolena

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#8
Der Unterschied besteht für mich darin, dass du bei der Kommune die x-zig Auslegungsrichtlinien für die KdU hast.

Wenn alle Kommunen selbständig handeln werden, dann gibt es nicht nur die KdU-Richtlinien sonder zusätzlich Listen mit den örtlichen Auslegeungsrichtlinien für alle anderen Fragestellungen des SGB 2.

Dann brauchst Du hier nicht ein sondern mindestens 16 Foren dieser Art um nur den gröbsten Überblick zu behalten.

Ich teile auch nicht die Vorbehalten gegenüber mehreren Ämtern.

Viele Leute hier im Forum führen sogar Prozesse, nur damit sie oder ihre Kinder endlich mit zwei Ämtern zu tun haben dürfen. Nämlich zusätzlich mit dem Wohngeldamt.

Ich würde gern zur Bundesagentur gehen wegen aller die Arbeit betreffenden Fragen.
Die ARGE brauche ich nicht.
Und erst recht nicht die autonomen Optionskommunen.
Wo die Abgeordneten auf kommunaler Ebene dann frohgemut aufgrund ihres (!) Wissenstandes entscheiden, wie die Arbeitsverwaltung im Landkreis zu funktionieren hat. Und in einer Großstadt ist das nicht besser.
 
E

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Gast
#9
hallole ihr lieben,

in meiner näheren umgebung hab ich öfter mal mit den undurchsichtigen entscheidungen einer optionskommune zu tun. es ist eine optionskommune in der man von anfang an den versuch mit "worke fare" startete und bis zum heutigen tage die kasernierung favorisiert. hier hat man es mit land-und stadträten zu tun, die nach heirat und vitamin "B" im amt sind. weil alles so klein und überschaubar ist, hat derjenige der klagt und für sein recht einsteht mit noch ganz anderen schwierigkeiten im leben zu rechnen als lediglich eine unfähige arbeitsverwaltung. aber da modell hat sich als ein goldesel erwiesen, die stadtverwaltung und der kreis greifen gelder ab für maßnahmen, und MAEs. ganz zu schweigen von den ganzen arbeitsplätzen die im großen stile bei strassenreinigung, müllabfuhr, und gartenbauamt abgebaut wurden. dafür gibt es ja 1€ sklaven. intressanterweise hat der kreis auch eine ZA gegründet über einige umwege ins lobbyistenmillieu, wo der pool grad in der öffentlichen "sauberkeit" sich aus ehemaligen Ein-Euro-Jobs rekroutiert. nach einem halben jahr ZA und müllsortieren gibt es dann wieder dieselbe arbeit als Ein-Euro-Job. so funktioniert eine optionskommune :icon_neutral:eine gelddruckmaschine ohne entkommen für die HEs.

liebe grüße von barbara

was endgültig aufgelöst gehört sind die optionskommunen, ersatzlos!
 

left

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#10
So stellt es sich für mich dar.

Arbeitsagentur unterstützt/vermittelt in den 1. Arbeitsmarkt.

Jobcenter/Optionkommune fordert/fördert nur 1 EUROJobbs/sanktioniert/Sinnlosmaßnahmen/Weiterbildungsnonsens.
(Hier wird nicht in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt).

Wir brauchen wieder ein ARBEITSAMT und ein SOZIALAMT,
damit die Aufgaben fachlich/sachlich und kompetent erledigt werden können, nämlich den ARBEITSSUCHENDEN und den SOZIALHILFEBEDÜRFTIGEN zu helfen und zu unterstützen.
 
E

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#11
Wir brauchen wieder ein ARBEITSAMT und ein SOZIALAMT,
damit die Aufgaben fachlich/sachlich und kompetent erledigt werden können, nämlich den ARBEITSSUCHENDEN und den SOZIALHILFEBEDÜRFTIGEN zu helfen und zu unterstützen.
So ist es. :icon_daumen:
 
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#12
Das Problem sind nicht die Argen ansich sondern eher die Gesetzesgebung, die internen Dienstanweisungen,unfähige zu meist unausgebildete Mitarbeiter, die hunderten von Gerichtsurteilen und eine Politik die dazu nicht in der Lage ist ein System zu schaffen was sich am Menschen orientiert und nicht das der Mensch sich am System orientieren muss.

Ich finde es gut das meine Arge keine 15 Minuten von mir weg liegt. Aber was ich nicht abkann ist diese schickanieren und drangsalieren mit dem Druckmittel dir die Leistung zu versagen.

Deswegen sollte es ein repressionsfreies system sein. Dieses dürfte nich dem Grundgesetz zuwiederlaufen. was bei den Hartz Gesetzen ja der Fall war und ist. Und deshalb wird es versagen und zusammenbrechen.

Die Argen als Grundsicherungsstelle könnten dann funkionieren wenn es ein menschengerechtes System ist. Aber nicht mit der Gesetzeslage und dem kuddelmuddel drum herum.
 
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#13
@ Patrik:

Du hast ja durchaus Recht. Es wird aber wohl eine Illusion bleiben, dass sich da was ändert. Es wird immer den "Klüngel" geben und wenn in einer Behörde - sei es in der Optionskommune oder einer Arge (da hocken ja auch Vertreter der Kommune) - kommunale Interessen in Bezug auf den "Einsatz" von Erwerbslosen einfließen, dann ändert ein verändertes Gesetz wenig daran. So toll kannst Du ein Gesetz gar nicht machen, dass ein raffgieriger Kommunalvertreter nicht eine Möglichkeit findet ...

Ich bin auch für eine saubere Trennung: Arbeit und Regelleistung ist Bundesangelegenheit, Wohnung und Soziales kommunale. Arbeitsamt und Sozialamt eben.
 
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#14
Mal direkt: Martin wollte für diese **** kandidieren.

Wer Müsli sät wird Brei ernten.

Die SED-Nachfolger haben sich damit als staatstragend geoutet.


Feind wird zum Freund, sobald Macht greifbar wird.
Der frühere Feind wird zum Freund - Oppurtunismus pur.
Herr B. - jetzt ist eine Erklärung mehr als überfällig!

Jetzt sind die Betreiber, namentlich M. Behsing, dran, sich zu erklären (Meinungsbildung und -darstellung von Hr. B. erwünscht)
 

Erolena

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#15
AW: [Brandenburg] Linke gegen Zerschlagung der ARGE-Ämter / jetzt auch in Berlin

Gegen Zerschlagung der Jobcenter - Sozialsenatorin Bluhm (Linke)
Gegen Arbeitsvermittlung durch die Bundesagentur - "Berliner Kampagne gegen Hartz IV"

Ausnahmezustand am Sozialgericht
Präsidentin zieht niederschmetternde Bilanz / Martin Kröger
ND 16./17. Januar 2010

anfangs Schudoma, Präsidentin Sozialgericht Berlin
Besondere Sorge bereitet Schudoma indes die noch in diesem Jahr zu bewältigende Strukturreform der Jobcenter, die das Bundesverfassungsgericht der Bundesregierung und den Ländern auferlegt hat. Im Mittelpunkt aller Erwägungen müsse unbedingt die Arbeitsfähigkeit der Sozialleistungsträger stehen, betont Schudoma. Und: »Die Bürger haben einen Anspruch auf kundenorientierte Behörden.« Frei übersetzt ist damit wahrscheinlich gemeint: Die Mitarbeiter der Jobcenter müssen künftig endlich vernünftig ausgebildet werden und serviceorientiert arbeiten. Ansonsten drohen noch mehr Verfahren als ohnehin.

Berlins Sozialsenatorin Carola Bluhm (LINKE) kann der Sozialgerichtspräsidentin und den Betroffenen zur Jobcenter-Reform unterdessen kaum etwas Neues mitteilen. »Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen schweigt«, berichtet Bluhm gegenüber ND. Die einzigen Botschaften, die zu vernehmen seien, deuten weiter darauf hin, dass die mit Hartz IV im Jahr 2005 fusionierten Jobcenter wieder in zwei Behörden (Arbeitsamt und kommunales Sozialamt) aufgesplittet werden sollen, so Bluhm. Das bedeute jedoch mehr Kosten, mehr Bürokratie und Doppelstrukturen – mit allen Nachteilen für die Betroffenen, wenn etwa allein erziehende Mütter von Amt zu Amt hetzen müssen, um bei dem einen einen Wohngeldantrag zu stellen und bei dem anderen Arbeit zu suchen. Dass bei zwei Behörden die Bescheide korrekt ausgestellt werden, glaubt indes sowieso niemand.

In der »Berliner Kampagne gegen Hartz IV«, in der sich gleich zu Beginn der Hartz-Diskussion Betroffene zusammengeschlossen haben, um sich zu wehren, wird an der geplanten Neustrukturierung der Jobcenter besonders kritisiert, dass die Arbeitsvermittlung wahrscheinlich weiter bei der Bundesagentur verbleibt. Deren vorrangiges Interesse sei es jedoch, zu sparen und die Statistik zu senken, sagt Angelika Wernick, die bei der AG Sanktionen der Kampagne mitmacht. »Dabei bräuchten viele ALG-II-Bezieher, die als erwerbsfähig gelten, aber verschuldet sind, krank oder Probleme mit Drogen hatten, eine ganz andere Art von Unterstützung.« Solche Konzepte für eine neue Arbeitsmarktpolitik, die unterstützend und motivierend ist und nicht über Sanktionen läuft, seien dringend notwendig, meint Wernick. Betroffene, Experten, Wissenschaftler und Politiker sollten sich an einen Runden Tisch setzen, um sich darüber zu verständigen – das wäre vernünftig. So bleibt die Befürchtung, dass künftig alles noch chaotischer wird.
Link: 16.01.2010: Ausnahmezustand am Sozialgericht (Tageszeitung Neues Deutschland)

Helft mir, ich verstehe es nicht.
Warum wollen diese Kampagne-Mitglieder (sind das Arbeitslose?) dass die anderen Arbeitslosen, allesamt als drogenabhängig und depressiv behandelt werden.
Es klingt, als seine die Arbeitslosen (natürlich immer die anderen, nicht sie selber) für eine richtige Arbeitsvermittlung zu blöd.

Aus ihrer Sicht will die BA die Statistik bereinigen.
Ich denke, die Kommune will nicht nur die Statistik bereinigen,
sondern auch noch den Stadtpark umsonst kehren lassen.

Die individuellen Probleme werden zum Generalproblem hochgepuscht.
Der Bürger wird totgeredet mit Debatten über den "hilfebedürftigen" "betreuungsbedürftigen" Sozialfall.

Außerhalb der Debatten soll unbedingt bleiben:
- Einkommensarmut trotz Arbeit, fehlende Mindestlöhne
- fehlende Arbeitsplätze, Arbeitsplatzabbau statt Altersteilzeit usw.
- Abbau der aktiven Arbeitsförderung, dagegen sinnlose Maßnahmen
zur dauerhaften Trennung der Arbeitslosen vom ersten Arbeitsmarkt.
- fehlende Ausbildungsplätze, Alternativen gibt es viel zu wenig
z.B. kostenlose schulische Ausbildungsplätze, überbetriebliche Ausbildungsplätze;
- die unzureichende Förderung (BAB, Bafög), so dass während der Ausbildung ALG 2 oder ein Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft bezogen werden müssen (Schule, Ausbildung, Studium).
 

ethos07

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#16
AW: [Berlin] Linke gegen Zerschlagung der ARGE-Ämter

@ erolena betr. ND-Artikel vom 16.01.09

Die Zuordnung [Brandenburg] ist nicht ganz richtig - Berlin ist noch immer ein eigenständiges Land innerhalb Brandburgs und alle wiedergegebenen Positionen in der ND beziehen sich auf Berlin ;-).

Auch biegst du schon mit deiner Betitelung und dann in den von dir eingefügten ersten zwei Zeilen das von Martin Kröger in der ND angepeilte Thema m.E. unzulässig um.

Im Artikel geht es nicht um die Zukunft der ARGE-Ämter sondern wie der Titel sagt einmal mehr um das alte Lied

Ausnahmezustand am Sozialgericht

Präsidentin zieht niederschmetternde Bilanz nach fünf Jahren Hartz IV: Klageflut steigt immer weiter an
Du gibts auch keinen link zum Orginalartikel an, wie wir das hier normalerweise zu tun pflegen, damit sich jede/r erstmal ein eigenes Urteil bilden kann:
... weiterlesen

Nun zur Hartzkampagne: natürlich sind das Betroffene. Meist der ersten Stunde - also lanjährig in der aktiven Gegenwehr gegen HartzIV erprobte Mitstreiter/innen :).

Man kann die Arbeitsvermittlung, die durch Leute, die bei der Bundesagentur angestellt sind, aus meiner Sicht für uns ALG-II-Beziehende so oder so sehen - das gelbe vom Ei ist sie bestimmt auch bei der BA heute nicht.
Ich teile deine Ansicht voll und ganz, dass wenn sie bei der Kommune angesiedelt würde, bestimmt auch nicht besser würde - inkl. noch mehr (Fast-)Umsonstarbeiten, die dann auf uns Erwerbslose geschoben werden dürften.
Und dass der Widerstand gegen Hartz IV gestärkt würde ist wohl auch eher Illusion - es würde alle überregionalen Gegenwehr-Initativen jedenfalls bestimmt erschweren.
Anderseits wäre man natürlich auch eher gezwungen, sich mal endlich die Verantwortlichen vor Ort dann genauer anzuschauen...

Was den Rest deiner Argumente angeht: 1 kurzer Absatz in 1 ND-Artikel kann ja so oder so nicht alle Positionen welcher Gruppe auch immer umfassen. Auch die Linkspartei ist ja bzgl. ihren HartzIV-Positionen nicht vollständig abgebildet in "ihrem" Absatz :)).
Dass die von dir angesprochenen Ebenen von der Hartzkampagne allesamt links ausgeblendet werden oder sie nur die gängigen Stigmatisierung der ALG II-Bezieher transportieren, würde ich so nicht sehen. Richtig ist ja sicherlich an ihrer Argumentation - um sie mal so zu drehen: junge gesunde dynamische usw. Aufsteigermenschen sind im ALG-II-Bezug gewiss "unterprepräsentiert" - um es mal so rum auszurdrücken, was die Hartzkampagne sicherlich gemeint hat. :).

Auch sind diese vielen weiteren Ebenen, die du nicht behandelt siehst, im Bezug auf den vorliegenden ND-Artikel m.E. gänzlich irrelevant, weil in diesem Artikel nun mal definitiv nicht Thema.
Oder habe ich da was übersehen?
 

Erolena

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#17
AW: [Brandenburg] Linke gegen Zerschlagung der ARGE-Ämter / jetzt auch in Berlin

Die Originalüberschrift des Artikels, steht über dem Zitat.
Die Internetquelle unter dem Zitat.

Meine zwei vorangestellten Zeilen sagen, es gibt zwei weitere Unterstützer gegen die Zerschlagung der Jobcenter.
Passt doch ganz gut in dem Thread.
(wenn auch aus Berlin - deshalb der Zusatz in der Überschrift).

Ich denke nicht, dass die Organisationsfrage die Lösung aller Probleme ist. Aber es ist ein wichtiger Teilschritt.

Die erste Frage müsste aus meiner Sicht sein:
Wie kann die Aufgabe der Arbeitsvermittlung, Arbeitsförderung usw. "optimal" gelöst werden bzw. soll das überhaupt (wieder) richtig geschehen.
Und zweitens, wie wird das Problem der Kosten der Lebenshaltung einschließlich Miete gelöst. Wie sol diese Leistung in der Folge gezahlt werden, wie und von wem.
Ich hörte, das Hartz IV System soll weg (aus Sicht der Erwerbslosenbewegung u.a.) bzw. reformiert werden (aus Sicht mehrer pol. Parteien).
Also welche Antworten gibt es auf diese Fragen
- schon die Fragen fehlen in der Debatte.
Es wird stillschweigend davon ausgegangen, dass alles beim Alten bleibt (nur verteilt auf zwei Häuser/Ämter).

Dagegen in der Mediendebatte gibt es scheinbar ganz andere Hauptaufgaben, die die Jobcenter total erfolgreich lösen:
Wie löse ich die Probleme eines drogenabhängigen (möglichst noch pizzastehlenden) "Kunden".
Frau von der Leyen diskutierte im Fernsehen über die alleinerziehende Mutter mit fünf kleinen Kindern, die nach ihren Worten von der ARGE den Kita-Platz bekommt.
Im ND geht es darum, ob es für den (sehr) Hilfebedürftigen zumutbar ist, zwei verschiedene Häuser (Ämter) aufzusuchen.
Die Probleme dieses Personenkreises werden als Hauptargument für den Erhalt der Jobcenter angeführt.

Mal angenommen, das wären die Hauptprobleme.
Dann stimmet für mich die Antwort trotzdem nicht.
Ich kenne keinen Bericht eines Betroffenen, der bei oder durch die
ARGE einen Termin bei der Schuldnerberatung, einen Kitaplatz oder gar einen Platz in einer Drogenklinik erhalten hätte.
Ich kenne keinen U25, dem der Weg in eine reguläre Ausbildung geöffnet worden wäre, stattdessen Ablehnungen jede Menge.
Wir hatten hier im Elo-Forum die Debatten über Fahrtkosten zur Schule usw. Welche Lösungen gab es denn von den Jobcentern,
Fallmanagern oder wie sie sich nennen. Offensichtlich keine, sondern
die Eltern, oftmals alleinerziehend, landen hier im Forum, weil es nicht die geringste Hilfe gab.

Also keine Hilfe von dem Amt,
welches jetzt als unverzichtbar angesehen wird,
weil es (angeblich) "Hilfe aus einer Hand" bietet.

Kann sein, in Berlin und Brandenburg ist das anders (Zweifel meinerseits).

Um zur anderen Seite zurückzukehren - zur Frage Arbeitslosigkeit/Arbeitsvermittlung/Arbeitsförderung, wünsche ich mir - auch jenseits aller Politik - eine schnelle Auflösung der ARGEn.
 
E

ExitUser

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#18
AW: [Brandenburg] Linke gegen Zerschlagung der ARGE-Ämter / jetzt auch in Berlin

Also keine Hilfe von dem Amt,
welches jetzt als unverzichtbar angesehen wird,
weil es (angeblich) "Hilfe aus einer Hand" bietet.
Kann ich so unterschreiben. Ich frag mich auch immer wieder, wann und wo die plötzlich glühenden Anhänger des Arge-Konzepts ihre positiven Erfahrungen gemacht haben.

... wünsche ich mir - auch jenseits aller Politik - eine schnelle Auflösung der ARGEn.
Salzsäure wäre gut. :icon_twisted:
 

desmona

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#19
Land Brandenburg e.V.
kommunalpolitischer Tag
Wie weiter mit den ARGEN?
27. Februar 2010
10:00 – 14:30 Uhr
Landtag Brandenburg
Am Havelblick 8, 14473 Potsdam
Raum 306
aus dem Einladungstext:

Im Koaltionsvertrag von Union und FDP heißt es nun, es werde eine “verfassungsfeste Lösung ohne Änderung des Grundgesetzes und ohne Änderung der Finanzbeziehungen” angestrebt. Die Kommunen und die BA sollen die Aufgaben getrennt wahrnehmen, die Optionskommunen sollen entfristet
werden und die BA soll den Kommunen “attraktive Angebote zu freiwilligen Zusammenarbeit” unterbreiten.

Vor dem Hintergrund, dass das Bundeskabinett am 24. Februar 2010 hierzu eine Entscheidung fallen wird, versprechen wir uns eine interessante und lebhafte Debatte
- Sie sind herzlich eingeladen!
Referenten:
*Zum gegenwärtigen Stand der Umsetzung der Auflagen des Bundesverfassungsgerichtes
Günter Baaske, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie


*Forderungen aus der Fraktion Die LINKE im Deutschen Bundestag
Dr. Andreas Aust, Referent, Fraktion DIE LINKE im Bundestag

*Forderungen aus der Fraktion Die LINKE im Landtag Brandenburg
Dr. Andreas Bernig, MdL

*Standpunkte/Forderungen aus er kommunalen Verwaltungsebene - was muss der Gesetzgeber unbedingt beachten?
Bernd Schade, Geschäftsführer der Mittelmärkischen Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit (angefr.)

*Anforderungen an den Gesetzgeber aus der Sicht einer Optionskommune
Lothar Thiele, Dezernent Kreisverwaltung Uckermark, Leiter des Amtes für
Grundsicherung
 

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desmona

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#20
...hier erschließt sich mir aber leider nicht der Sinn einer solchen Veranstaltung

...am 27.02.10...wenn schon am 24.02.10 eine Entscheidung im Bundeskabinett fallen soll:icon_kinn:
 

desmona

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#22
ja sie wollen über das Ergebnis debattieren , nehme ich an
...hmm...die Referententhemen sehen aber nicht danach aus...im Nachhinein Forderungen aufzustellen:icon_kinn: rsp. zu erörtern...

...eine solche Veranstaltung hätte mit Nachdruck und evtl. Außenwirkung viel viel früher stattfinden müssen...kurz vor 12 darüber zu palavern bringt m.E. nicht allzuviel

*...ich werd mich mal anmelden...und dann berichten
 

pinguin

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#23
Für mich ist wichtig, daß Hilfebedürftige nicht in verschiedene Häuser an verschiedenen Orten laufen müssen, um unterschiedlichste Anträge abzugeben. Eine Kombinierung besteht auch darin, alle Anlaufstellen in einem Haus zu integrieren, wobei diese natürlich aufeinander abgestimmte Öffnungszeiten haben sollten. Wie die interne Bearbeitung dann erfolgt, ist für mich sekundär, solange sie bei Vorlage aller Unterlagen zeitnah ohne weitere Rennerei für Hilfeempfänger erfolgt.
 

Haubold

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#24
Für mich ist wichtig, daß Hilfebedürftige nicht in verschiedene Häuser an verschiedenen Orten laufen müssen, um unterschiedlichste Anträge abzugeben.
Das war auch schon so zu ALG-Hilfezeiten .

PS: Jeder Gang macht schlank! (Da es für Dich wichtig ist nicht zweimal zu laufen)

Gruß Haubold
 

Arania

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#26
Klar und zwei Ämter machen zweimal Fehler, da werden Daten nicht abgeglichen, da überweist der eine zu wenig oder zuviel, alles bei den zweigeteilten Zuständigkeiten damals passiert, zweimal ärztliche Gutachten, zweimal Bewerbungen etc.

Gerade das sollte ja mit Hartz IV abgeschafft werden
 
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