[Brandenburg]Fast 5000 Lehrstellen noch unbesetzt (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

desmona

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Fast 5000 Lehrstellen noch unbesetzt

Potsdam (dpa) In Brandenburg sind kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch knapp 4800 Lehrstellen unbesetzt. Vielen Betrieben fällt es laut Arbeitsministerium sehr schwer, Lehrstellen zu besetzen. Obwohl immer noch rund 4400 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, würden Angebot und Nachfrage oft nicht zusammenpassen, sagte Minister Günter Baaske (SPD) am Mittwoch.


[...]
Fast 5000 Lehrstellen noch unbesetzt - MOZ.de
 
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Fast 5000 hört sich natürlich besser an als knapp 4800, obwohl über 200 Lehrstellen weniger.

Na ja, oftmals wollen die Betriebe auch schon fertig ausgebildete Azubis haben, die nicht dort lernen, sondern schon alles können.

Dass da keiner zu Azubi Preis vollwertig arbeiten will, sollte klar sein.
 

Paolo_Pinkel

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Lehrstellen bleiben nicht grundlos unbesetzt! Wahrscheinlich handelt es sich überwiegend um Lehrstellen aus dem Bereich NGG. Welcher jugendlicher will schon in diesem Bereich arbeiten, wo schlechte Arbeitszeiten und schlechte Bezahlung das Aushängeschild der Branche ist?
 
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Uns wurde immer gesagt: "Verkauft eure Arbeitskraft so teuer wie möglich!" :icon_evil:

Und das muss in besonderem Maße für die Auszubildenden gelten. Schaut man sich die offenen Stellen mal genauer an, zeigt sich sehr deutlich,
dass die Ausbildungs- und Arbeitsverträge in den meisten Fällen an der schlechten Entlohnung und miserablen Arbeitsbedingungen scheitern.
 

blackcat

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Das Geld ist doch immer der Hauptgrund und dass die Firmen alle zu wählerisch sind, naja am besten Azubis mit 10jähriger Berufserfahrung, die für einen Hungerlohn arbeiten wollen.
Viele Plätze bleiben unbesetzt, weil einfach für bestimmte Berufsgruppen nicht soviel Interesse herrscht, aber sei flexibel und wenn du nicht die Ausbildung zur Krankenschwester kriegst, werde Gärtnerin o. s. ä.
 
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Gast
Das Geld ist doch immer der Hauptgrund und dass die Firmen alle zu wählerisch sind, naja am besten Azubis mit 10jähriger Berufserfahrung, die für einen Hungerlohn arbeiten wollen.
Viele Plätze bleiben unbesetzt, weil einfach für bestimmte Berufsgruppen nicht soviel Interesse herrscht, aber sei flexibel und wenn du nicht die Ausbildung zur Krankenschwester kriegst, werde Gärtnerin o. s. ä.
Schließlich spielt der erlernte Beruf eines Tages ohnehin keine Rolle mehr, denn dann wird auch der Ingenieur zum Friedhofsgärtner, wenn's der Politik gerade in den Kram passt.
 

ela1953

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Die Ansprüche der Firmen an den Azubis sind auch enorm gestiegen.

Wenn ich lese, dass für einen KFZ-Mechaniker Abitur oder ein guter Realschulabschluss gefordert wird, dazu Fremdsprachenkenntnisse außer Englisch, Französich auch sicheres Polnisch oder Russisch, da sträuben sich mir die Haare.

Ein junger Mensch will den Beruf erlernen - warum soll er dann schon alles können.

Warum muss ein Elektriker solche Dinge auswendig lernen, diefrüher erst in einem Studium erlernt wurden. Warum sollen die soviel theoretisches Zeug lernen?

Ich brauche einen Elektriker, der mir Leitungen legt und Lampen und Geräte anschließt.

Einen Praktiker - der weiß, welches Kabel er braucht. Er braucht nicht zu wissen, wie so ein Kabel hergestellt wird .

Als ich Bürokauffrau lernte, reichte noch ein Hauptschulabschluss - jetzt ist Abitur die Voraussetzung.
Ich habe Während der Ausbildung Maschine schreiben gelernt - heute brauchen die jungen Leute perfekte Kenntnisse in allen Officeprogrammen.

Die Azubis heutzutage werden doch sofort so eingesetzt, wie eine ausgebildete Kraft.
 
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xyz345

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Schließlich spielt der erlernte Beruf eines Tages ohnehin keine Rolle mehr, denn dann wird auch der Ingenieur zum Friedhofsgärtner, wenn's der Politik gerade in den Kram passt.
Und umgekehrt! :biggrin:
Die Friseuse zum Chefarzt, Chefarzt zum Elektriker, Elektriker zur Hebamme... :icon_neutral:
 

blackcat

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@ela1953

...sicheres Polnisch oder Russisch.

Wozu? Sollen die denn in Polen oder Russland arbeiten oder versteht sie sonst ihr Chef hier nicht.:confused:
 
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Vor ein paar Jahren hieß es, es gäbe nicht genug Lehrstellen. Dann kam eine Diskussion auf, für Betriebe, die keine oder wenige ausbilden, eine Zwangsabgabe einzuführen. Daraus haben die Unternhemen gelernt. Sie schaffen jetzt Lehrstellen, die sie gar nicht besetzen wollen und nehmen damit den Kritikern den Wind aus den Segeln. Als Argkument wird dann behauptet, es fehle an geeigneten Bewerbern. Dadurch hat man dann auch gleich einen Vorwand, den Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland zu fordern und schlägt somit zwei Fliegen mit einer Klappe.
 
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xyz345

Gast
@Xavier: :icon_idee: :icon_daumen: :icon_klatsch:

Genau so isses!

Etliche Brandenburger fragen sich seit heute, wo denn nun die vielen "freien" Lehrstellen sind.... und wie das überhaupt funzen könnte, da bei weitem nicht mehr so viele Betriebe im Lande sind. :confused: :icon_kinn:

Antwort: Ein Satz mit x. Das wird nix. (= Lüge)
 
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Gast
Vor ein paar Jahren hieß es, es gäbe nicht genug Lehrstellen. Dann kam eine Diskussion auf, für Betriebe, die keine oder wenige ausbilden, eine Zwangsabgabe einzuführen. Daraus haben die Unternhemen gelernt. Sie schaffen jetzt Lehrstellen, die sie gar nicht besetzen wollen und nehmen damit den Kritikern den Wind aus den Segeln. Als Argkument wird dann behauptet, es fehle an geeigneten Bewerbern. Dadurch hat man dann auch gleich einen Vorwand, den Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland zu fordern und schlägt somit zwei Fliegen mit einer Klappe.
Ja, das und hinzu kommt auch:

- Betriebe übernehmen keine Azubis mehr (Also die Lehrlinge sitzen nach der Ausbildung auf der Straße und landen wohlmöglich als Helfer in einer ZAF. Wozu also ne Ausbildung machen?)

- Die Betriebe erwarten zu viel von den Azubis. Wurde schon benannt, dass sie fast fertig ausgebildete Leute wollen, die für lau malochen gehen.

- Einstellungstests haben überhaupt nichts mit der Materie der Ausbildung an sich. Was soll denn ein Automechaniker Lehrling z.B. mit "Karl is größer als Alfred. Inga ist kleiner als Karl, wer ist der Größte" anfangen?
 
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Gast
Bei einen meiner vielen ehemaligen AG ...hat sich mal ein 16Jähriger für eine Kochlehre beworben .
Er und seine Eltern wurden eingeladen ....es scheitete daran das der Junge bis zum 17. noch keine Mittel hatte einen Führerschein zu machen .
Dieser Betrieb stellte nur Lehrlinge mit Führerschein und Auto ein.

Oft lese ich das Auto und Führerschein Bedingung sind um eine Lehre zu bekommen.
Früher hat man sich das mit dem Lehrlingsgehalt bezahlt.
 
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