Bräuchte Formulierungshilfe für Erwiderung auf "Sie haben Lücken im Lebenslauf" (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Claus.

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.222
Bewertungen
1.209
Mir will beim Schreiben eines eR-Antrages an das SG einfach kein vernünftiger Text einfallen, mit dem ich begründen könnte daß die SB kompletten Müll labert.
Würde mich freuen wenn euch dazu etwas "griffiges" einfallen würde (kann auch ruhig etwas böse klingen, der SB-Name wird sowieso wieder einmal im eR-Antrag mit angeführt, und sollte dem SG allmählich ein Begriff sein :icon_hihi:).

Also, die SB versucht in einem 30%-Sanktionsbescheid zu begründen, warum eine Sinnlos-Maßnahme (Bewerbungstraining /Bewerbungscoaching Nr. 5) für mich angemessen sein sollte. Sie schreibt dazu
"Sie sind Langzeitbezieher und haben Lücken im Lebenslauf. Die bisherigen Hilfen zur Eingliederung durch das Jobcenter, inkl. Fallmanagement [Anm.: also durch sie], haben nicht zur dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt geführt.".

Meinen Lebenslauf als Schriftstück kann die dabei eigentlich gar nicht meinen; der ist soweit in Ordnung. Dazu hat die den aktuell auch gar nicht ... ihre diesbezügliche Anforderung lief ins Leere weil das SG ihn bisher noch nicht haben wollte, und von mir direkt hat sie ihn eben auch nicht bekommen weil sie für mich gar nicht (mehr) zuständig ist sondern mich derzeit nur noch "freiwillig" "fördert" (gibt es schriftlich vom JC).
Und eine Lücke in der Erwerbsbiografie ist ja wohl grundlegendes Merkmal einer Arbeitslosigkeit ...

Was fällt euch so ein?
 
E

ExitUser

Gast
Wenn die bisherigen Hilfen nicht gefruchtet haben, dann wird ein 5. Bewerbungstraining daran auch nichts ändern. Deshalb ist es nicht das geeignete Instrument in eine dauerhafte Anstellung.
Im Übrigen sind die Lebensläufe des Profiles vom JC auch oft unvollständig. Bei mir fehlen 6 Monate 2012. Deshalb habe ich auf der Jobbörse auch nnochmal mein Privates.
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.336
Bewertungen
4.098
Das man "Lücken" im Lebenslauf hat ist in der heutigen Zeit vollkommen normal. Die Betrachtungsweise "dein Lebenslauf muss lückenlos sein" wird gerne im Kontext zusammenhängender Arbeit betrachtet. Lückenlosigkeit kann aber durchaus auch mit Zeiten der "Arbeitslosigkeit" aufgefüllt werden, sonfern diese plausibel und nachvollziehbar sind.

Schauen wir uns den Arbeitsmarkt einmal an. Mehr Nachfrage als Angebot auf angemessene und *normal* bezahlte Arbeit. Weiterhin ist Europa nicht gerade ein Wallfahrtsort. Einfach mal links und rechts auf die Nachbarländer und deren Arbeitslose starren.

In der heutigen Zeit vollkommen normal. Deine und meine Lücken im Lebenslauf sind daher - gemessen an der heutigen Zeit - vollkomen normal und leider auch nicht mehr rückgängig zu machen. Der Besuch einer "Bewerbungsmaßnahme" ist daher vollkommen irrelevant. Lücken bleiben Lücken.

Eher ziehlt die SB wohl dafrauf ab, das man bei einem Bewerbungstraining diese Lücken "weglügt", was am Ende sogar noch eher nachteilig zu bewerten ist.
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.222
Bewertungen
1.209
Eher ziehlt die SB wohl dafrauf ab, das man bei einem Bewerbungstraining diese Lücken "weglügt", was am Ende sogar noch eher nachteilig zu bewerten ist.
Die "Optimierung" des Lebenslaufes und des Jobbörse-Bewerberprofiles sollten mit Bestandteil der Maßnahme sein. Allerdings ist etwas fraglich was die noch optimieren wollten; nicht nur daß mein Jobbörse-Profil ´intern anonym´ geführt wird /werden muß, sondern genau dieser Bildungsträger hat auch schon mein letztes Bewerbungstraining durchgeführt inkl. an den Daten rumfummeln. Der müsste ja dann jetzt seine eigenen Optimierungen optimieren ...

Diesen Umstand muß die auch wohl oder übel wissen; schließlich ist genau das schon bei den letzten 2x SG thematisiert worden. Hat die wohl schlicht einen Schaden, oder hält die evtl. einfach mich und das SG für geistig unterbemittelt?
 

Texter50

Super-Moderation
Mitglied seit
1 März 2012
Beiträge
7.685
Bewertungen
8.825
Mein Lebenslauf is eine einzigartige Ansammlung von Lücken - und?

Wenn das SBchen sich daran stört, eben anne Lücken, dann soll es Dich um Jahre zurückbeamen und die Lücken füllen lassen. Kannse dat nicht, soll sie sich geschlossen halten. :biggrin:

Lücken sind heutzutage völlich normal und werden durch die ALG II Gesetzgebung mitsamt der Leihrattenverträge immer weiter verschlimmert.

Das beste Mittel, diese Lücken doch zu füllen besteht darin, die Zeit der Arbeitslosigkeit sinnvoll für den potentiellen AG genutzt zu haben...:icon_knutsch:

Zu den wiederholenden Wundertüten: die haben ja wohl nix gebracht, was an der Auswahl der Wundertüte durch Dein SBchen liegen muss. :biggrin: Du warst immer vor Ort und hast den Unfug eifrigst mitgemacht!
Hätte Dein SBchen Dir statt ner Wundertüte mal ne richtige Weiterbildung, son paar Kurse in Sachen Sprache oder EDV per Bildungsgutschein aufs Auge gedrückt, würdest Du heute vielleicht aus dem Bezug sein. :icon_mrgreen:

Das SBchen versucht, Dich für seine mangelhafte Arbeit zu strafen! Da könntest Du ansetzen? :icon_hug:

Was das Profil inner Jobbörse betrifft: das wird von jedwedem Mitarbeiter im JC nach Belieben geändert. Falsche Einträge sind da anner Tagesordnung. Wer ein vernünftiges Profil haben will - wozu auch immer - der möge sich ein eigenes Profil zulegen, in dem niemand rumwurschteln kann. :icon_stop:
 
E

ExitUser

Gast
Also, die SB versucht in einem 30%-Sanktionsbescheid zu begründen, warum eine Sinnlos-Maßnahme (Bewerbungstraining /Bewerbungscoaching Nr. 5) für mich angemessen sein sollte. Sie schreibt dazu
"Sie sind Langzeitbezieher und haben Lücken im Lebenslauf. Die bisherigen Hilfen zur Eingliederung durch das Jobcenter, inkl. Fallmanagement [Anm.: also durch sie], haben nicht zur dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt geführt."
Wie Texter50 schon schrieb:

Lücken im Lebenslauf widerspiegeln in der Vergangenheit liegende Tatsachen und werden auch durch den fünften Durchlauf derselben Maßnahme nicht zu füllen sein, wenn schon bei den bisherigen vier die für Korrekturen notwendige Zeitmaschine nicht zur Verfügung gestellt wurde.
Im Endeffekt sanktioniert sie Dich jetzt dafür, daß Du in der Vergangenheit keine Arbeit gefunden hast. Schau mal in die §§ 31 ff SGB II, ob das dort als Tatbestand mit aufgeführt wird.

Desweiteren liegt die Erfolglosigkeit der Hilfestellung durch das JC in der stets und - nach vier fehlgeschlagenen Versuchen - vorsätzlichen Auswahl ungeeigneter Mittel durch die Sachbearbeitung. Falls es zutrifft, kannst Du hier noch anführen, daß man in diesen Trainings nur die Zeit totschlug und die Teilnehmer sich selbst überlassen wurden (da macht es sich gut, ein Tagebuch geführt zu haben) und was anstelle der Gammelei zielführend gewesen wäre, Dir aber von der Sachbearbeitung abgeschlagen wurde.

Meinen Lebenslauf als Schriftstück kann die dabei eigentlich gar nicht meinen; der ist soweit in Ordnung. Dazu hat die den aktuell auch gar nicht ... ihre diesbezügliche Anforderung lief ins Leere weil das SG ihn bisher noch nicht haben wollte, und von mir direkt hat sie ihn eben auch nicht bekommen, weil sie für mich gar nicht (mehr) zuständig ist sondern mich derzeit nur noch "freiwillig" "fördert" (gibt es schriftlich vom JC).
Mag schon sein, aber selbst wenn sich die Trulla tatsächlich freiwillig Deiner erbarmen sollte (selber schuld, was mischt sie sich auch in die Angelegenheiten ihres / ihrer Kollegen/in ein) und das vom JC-Oberguru für gut beheißen würde, müßtest Du ihr die für die Arbeit nötigen Unterlagen zur Verfügung stellen. Das wäre kein Argument.
Aber die hat ja wohl weder die Leistungen mangels Mitwirkung einstellen lassen noch die Sanktion darauf gestützt. Die Nichtvorlage des Lebenslaufes steht auch deshalb nicht zur Debatte, weil sie den von irgendeinem ihrer Duzfreunde bei den Zeitsklaventreibern bekommen hat.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.053
"Sie sind Langzeitbezieher und haben Lücken im Lebenslauf. Die bisherigen Hilfen zur Eingliederung durch das Jobcenter, inkl. Fallmanagement [Anm.: also durch sie], haben nicht zur dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt geführt.".
Diese Lücken im Lebenslauf sind ein Zeichen der Erwerbsbiografie. Mir erschließt sich nicht, warum hier nun zum fünften Mal in einem Bewerbungstraining versucht werden soll, diese Lücken durch kreative Formulierungen zum umschreiben. So ähnlich würde ich das formulieren.
 
E

ExitUser

Gast
Diesen Umstand muß die auch wohl oder übel wissen; schließlich ist genau das schon bei den letzten 2x SG thematisiert worden.
Jedes normale JC hat eine Rechtsabteilung mit Leuten, die einen Großteil ihrer Arbeitszeit damit verbringen, Gerichtstermine wahrzunehmen. Stell Dir vor, der Vertreter des JC verhielte sich vor Gericht, wie ein SB gegenüber den Antragstellern ...

Hat die wohl schlicht einen Schaden, oder hält die evtl. einfach mich und das SG für geistig unterbemittelt?
Beides ist nicht von der Hand zu weisen. Am wahrscheinlichsten ist es aber, daß es ihr ohnehin egal ist, ob das JC mit dem Unsinn durchkommt, den ihr der Teamleiter aufträgt. Die hofft auf ihre Entfristung, weiter nichts.
 

ela1953

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.522
Bewertungen
1.793
und hast du keine Lücken, weil du nahtlos immer wieder befristete Stellen hattest, fragt der 11. Arbeitgeber, warum du so oft gewechselt hast.

Und legt es dir zum Nachteil aus.
 

Couchhartzer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.537
Bewertungen
9.767
Sie schreibt dazu
"Sie sind Langzeitbezieher und haben Lücken im Lebenslauf. Die bisherigen Hilfen zur Eingliederung durch das Jobcenter, inkl. Fallmanagement [Anm.: also durch sie], haben nicht zur dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt geführt.
Dann teile ihr doch einfach mal mit, dass du es dir verbittest, dir eine sinnfreie Maßnahme zuweisen zu wollen, in welcher dir das vorsätzliche Fälschen von Lebensläufen und damit das wissentliche Täuschen von potentiellen Arbeitgebern beigebracht werden soll und du auch kein Interesse hast derartige möglicherweise sogar strafrechtlich relevanten Fälschungslehrgänge zu besuchen. :icon_mrgreen:
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.600
Bewertungen
1.988
Also wenn die Lücken im Lebenslauf darauf beruhen, dass man dir Sinnlosnaßnahmen angedeien ließ, ist eine Sanktion in jedem Fall unangemessen. Du hast schließlich ein Recht, dass man deine Bemühungen honoriert, und wenn das das AA anders sieht verhält es sich widersprüchlich und das Verhalten ist verboten für eine Behörde, auch für Privatpersonen
 
Oben Unten