Bombardierung von CVS auch von einer nicht zuständiger Arbeitsagentur

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jsfrankie

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Seit Mitte Juni beziehe ich wieder nach einer 14-monatigen Arbeitsunfähigkeit wegen zwei sehr komplizierten Fuß-Ops, ALG I. Durch den Krankengeldbezug hat sich meine Restzeit von 45 Tagen um weitere sechs Monate verlängert.

Anfang dieser Woche hatte ich einen Termin bei einer neuen Arbeitsvermittlerin. Wir sprachen über einen Kurs zur Externenprüfung bei der IHK und auch einer erneuten Selbstständigkeit, welche ich ablehnte. Meine Zulassung zu der Prüfung sollte ich neu klären, sie informieren und dann wollte sie mir einen Bildungsgutschein zuschicken.

Wir sprachen auch über meine gesundheitlichen Einschränkungen. Ich sagte ihr, ich kann schlecht Treppen runtergehen und lange gehen, da mein Fuß immer noch nicht ganz verheilt ist. Am Computer zu sitzen sei kein Problem für mich.

Laut Eingliederungsvereinbarung, habe ich min. 5 Bewerbungen pro Monat zu schreiben. Laut den von drei Mitarbeitern der BA verschickten VVs, bekomme ich Morgen schon Nr. 4 und 5 ins Haus geflattert. Meine Fragen sind daher diese:

1. Wenn in der EinV (mindestens 5 Bewerbungen pro Monat) steht, muss ich mich auf alle VVs bewerben die ich bekomme? Bei 5 die Woche rechne ich mal locker 20 VVs hoch.

2. Heute war ein VV im Briefkasten, dem ich in der Jobbörse unter meinem Konto detaillierter nachging. Dieser Vermittlungsvorschlag wurde mir tatsächlich von einer anderen Arbeitsagentur verschickt. Ich wohne in einer Stadt und dieser kam von der Arbeitsagentur einer anderen Stadt? Kann mich jetzt tatsächlich bundesweit jeder Arbeitsvermittler anschreiben? Wo bleibt hier bitte der Datenschutz?

Dazu kommt noch, dass der VV für einen Job ist, den ich mit ihr geklärt habe, ich nicht machen kann. Jetzt schickt man mir zwei VVs, wo ich nicht nur 1,5 km zu Fuß hinlaufen muss, der Job besteht auch aus vielen Treppen ab- und aufsteigen.

Mir geht es hier nicht um die Jobsuche. Um die habe ich mich immer selbst gekümmert, da ich vorab nie einen VV in meinem Leben erhalten habe. Jetzt werde ich regelrecht damit bombardiert und die VVs bestehen aus Stellengeboten, die ich aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kann.
 

Bananenbieger

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Hallo,

bei mir war/ist das, das Gleiche. Fremde SB von anderen Städten wollen Ihre Quote erfüllen und stellen VVs (natürlich zu ZAFs) aus. Die SBs egal, ob Deiner, oder von anderen Städten lesen nichtmal die Stellenanzeige und Dein Profil durch. Es wird pauschal auf bewerbern geklickt.

Mit der Zeit bekomme ich jetzt fast keine VVs mehr.
Auf Holz klopf.
Aber in der 1. Jahreshälfte von ALG1 hatte ich 1-2 VVs in der Woche im Briefkasten. Vllt. haben Sie es aufgegeben.
"Der kennst sich doch ein wenig aus. Den können wir nicht wie Andere vera... ."

Sie sahen auch (ohne eine EGV), dass ich mich anderweitig bewerbe (allerdings "nur" bei regulären Firmen (meistens Initiativbewerbungen).

Am Anfang machte ich grobe Fehler. Mit der Zeit kann ich aber Dank dem Forum zu einem gewissen Teil solche ZAF-Sklaven-Buden abwehren.

Hilfreich:
https://www.elo-forum.org/zeitarbei...ewerbungsschreiben-sammelthread-vorlagen.html

https://www.elo-forum.org/zeitarbei...reich-abwehren-fahrtkostenuebernahme-zaf.html

schönen Tag
 

Fritz Fleißig

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@jsfrankie

Eine EGV mit eine festen Bewerbungsquote ist sinnlos. Du hättest eine solche nie abschließen sollen. Aber das ist nun mal geschehen, und du mußt jetzt sehen, wie du deine Bewerbungen zusammenbringst.

Hat der VV eine Rechtsfolgenbelehrung? VV ohne RFB sind unverbindlich. Genauso "Stelleninformationen", die nicht von der Arbeitsagentur betreut werden (haben deshalb auch keine RFB).

Über deine derzeitigen gesundheitlichen Einschränkungen solltest du nicht "sprechen", sondern die Arbeitsagentur schriftlich mit Zugangsnachweis darauf hinweisen, damit das dort aktenkundig ist. Es muß dann auch beachtet werden. Erforderlichenfalls muß die Vermittlerin dann den ärztlichen Dienst einschalten.

Auf VV, die offensichtlich(!) aus gesundheitlichen oder anderen Gründen unzumutbar sind, brauchst du dich nicht zu bewerben. Leider kennt man die Einzelheiten aber oft erst nach einem Vorstellungsgespräch.

VV können von der gesamten Arbeitsagentur kommen. Das ist, wenn deine Daten innerhalb der Arbeitsagentur bleiben, auch kein grundsätzliches Datenschutzproblem.
 

jsfrankie

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AW: Bombardierung von VVS auch von einer nicht zuständiger Arbeitsagentur

@ Fritz Fleißig:

Danke für die schnelle Antwort. Eben im Briefkasten, zwei VVs von der örtlichen JVA. Eine der Voraussetzungen sind "Beweglichkeit". Ja ich kann normal gehen, man sieht aber, dass es nicht 100% sauber ist, habe aber wegen einer verkürzten Achillessehne durch die zwei OPs Schmerzen, die besonders nach kurzem Laufen oder beim Treppen abgehen erscheinen. Das habe ich der SB aber auch gesagt, da sie mich nach meinem gesundheitlichen Zustand gefragt hat. Ich habe ihr klar mitgeteilt, dass ein Job ohne Aufzug, wo von mir verlangt wird dauernd durchs Haus zu flitzen, nicht machbar ist. Im REHA-Endbericht steht auch, hauptsächlich im Sitzen zu arbeiten. Daher ist es für mich auch nicht möglich von der letzten Haltestation, 1,1 km bis zum Arbeitsplatz und dann danach wieder zurückzulaufen.

In der EGV steht Minimum 5 Bewerbungen im Monat. Bedeutet dass, sie kann mir 20 im Monat schicken?

Die VVs von meiner SB sind alle mit RFB, also MUSS ich mich drauf bewerben. Ich versehe ihren Eifer auch nicht, da wir ja über einen Bildungsgutschein für eine Maßnahme gesprochen haben.

Meine Freundin ist gerade hier. Sie war meine Kollegin beim Jobcenter (habe selbst im SGB II gearbeitet) und sie wird mir helfen einen Brief an meine SB zu formulieren und den werde ich am Montag per Einschreiben/Rückschein verschicken.
 

Fritz Fleißig

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"Gesagt" ist oft nur Schall und Rauch, zum linken Ohr rein und zum rechten wieder raus. :biggrin: Vor allem werden dann andere Dienststellen der Arbeitsagentur (beispielsweise der Arbeitgeberservice) davon nichts wissen, weil es nicht in der Akte steht. Also klopf das unbedingt schriftlich fest.

Die Arbeitsagentur kann dir auch 50 VV pro Monat schicken, wenn sie will. Solange sie mit RFB versehen und nicht offensichtlich(!) unzumutbar sind, mußt du dich darauf bewerben. Denk bitte auch an die Zumutbarkeit in Hinblick auf Bezahlung und Pendelzeit (§ 140 SGB III). Mit der Quote in der EGV hat das nichts zu tun, zumal sich manche Arbeitsvermittler sogar auf den Standpunkt stellen, daß hierfür nur selbst gefundene Stellen zählen würden. Diese festen Quoten sind sowieso von der Sache her Unsinn.

Selbstverständlich darfst du in der Bewerbung und in einem eventuellen späteren Gespräch den Arbeitgeber wahrheitsgemäß auf deine gesundheitlichen Einschränkungen hinweisen.
 

jsfrankie

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Da sieht man doch wieder, wie dumm die bei der BA sind. Ich habe über drei Jahre beim örtlichen Jobcenter gearbeitet und im Gegensatz, zu was über das Verhalten der Mitarbeiter der Argen geschrieben wurde kann ich nur sagen, was die BA sich zum Teil im ALG I-Bezug leistet ist jenseits von gut und böse.

Jetzt habe ich mir die zwei Stellenangebote der JVA genauer durchgelesen. Ganz hinten auf dem letzten Blatt steht, dass "Fahrerlaubnis B PKW/Kleinbusse - ZWINGEND erforderlich" ist.

Bei der BA wurde ich noch gefragt ob ich einen Führerschein habe und ich sagte NEIN! Das schrieb sie auch noch in Verbis rein. Und jetzt schickt sie mir Stellenangebote, die nicht nur meine gesundheitliche Einschränkung übersteigen, sie achtet überhaupt nicht auf was sie da verschickt.
 
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