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BOFROST-Verkaufsfahrer

Slave1

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Bofrost Verkaufsfahrer Vorstellungsgespräch, Mein Feddback :
Also dann jetzt klartext, beim dritten anlauf der Bewerbung bei Bofrost wurde ich nun heute zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich war heute dafür von 12uhr bis 16:45 Uhr unterwegs und habe dann noch 7euro Fahrtkosten verbraten(anmerkung, falls jemand denkt das ich mir keine mühe gebe für nen Job). As ich dort war,wurde ich nett und freundlich empfangen, man kam zum gespräch wieso ich interesse habe als Verkaufsfahrer, meine antwort in der Malerbranche leider nur noch Leihfirmen. Dann kamen wir zum Gespräch das A und O als Bofrost Verkaufsfahrer.- Man beginnt den Arbeitstag um 8:30 Uhr, mit besprechung mit den Verkaufsleiter(über Kunden,Bestellungen,Ruoten usw) dann wird das Fahrzeug beladen(was in der Zweigstelle steht, wo man es auch am Abend wieder abstellt) und dann geht es zu den Kunden. Man beliefert die Kunden ,die Ware bestellt haben, Tiefkühlkost usw. Ausserdem soll man noch neue Kunden anwerben, man kassiert dann auch das Geld für die Waren, man nimmt bestellungen auf usw. Dann gehts Abends wieder zur Firma, dawo man die Rest-Ware auslädt(falls vorhanden) dann gibts nen abschließenden Arbeitsgespräch mit den Verkaufsleiter wie der Tag war und dann hat man um etwa 20uhr feierabend. Also der Arbeitstag hat dann 11,5stunden von Montag bis Freitags(57,5 Stunden die Woche). Man bekommt ein Grundgehalt von zwischen 1100-1200 euro netto im Monat und je neukunden nochmal eine Provision drauf. Und in den ersten 2,5Monaten da wird man angelernt, man fährt mit einem Alten Hasen mit und man wird dann angelernt in den einzelnen Arbeitsabläufen und man verdient dann dort auch den Grundgehalt und ein teil der Kundschaft übernimmt man dann auch, ohne Provison natürlich. Genauso hat man es mir dann erzählt, aber da ich ja auch flexibel bin und mir einiges zutraue fragte ich noch, wie es mit ne art Lagertätigkeit wäre. Der Bofrost-Fillial-Leiter meinte nur, zurzeit sind wir im Lager voll besetzt mit geschulten Fachkräften, leider ist da nix frei. Er meinte dann,die würden sich im lauf ab nächster woche bei mir melden( Ich hoffe bloß nicht) ******** Und nun meine meinung : Ich finde die arbeit und das konzept nicht schlecht klingt vernünftig aber 1100-1200 euro netto für eine 57,5stunden woche, auch wenn man schnell ist, es dann nur 50sind die Woche das ist echt der Hammer, vor allem für so ein Gehalt. Ist leider wohl zuviel verlangt heutzutage einen Job zu bekommen mit geregelten Gehalt und geregelten Arbeitszeiten. Für den Job müsste ich dann täglich 1-1,5stunden pro strecke hinnehmen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln(da ich z.z. kein Auto habe)um zur Bofrost-Filliale zu kommen, also dann kann ich gleich sofort da nen Bett hinstellen.

Also was sagt ihr????????
 
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Also was sagt ihr????????
Never ever.

Die bedauernswerten Leute kommen hier 2-3mal im Jahr rum und wollen ihre Ware loswerden, verteilen dazu Hochglanzprospekte und bitten darum, sich wiedermelden zu dürfen.

Grausam.Beschissene Arbeit gibts im Lande schon mehr als nur überreichlich.Da muss man selbst nicht auch noch sowas machen und die Falschen noch reicher werden lassen.
 

Lilastern

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@Slave1;1

Bei einem was recht ist. Dieser Job ist pure Ausbeute. Zum anderen wäre das nichts für mich, wenn man ständig neue Kunden gewinnen soll.

Letzt endlich, sind nämlich diese Artikel teurer als im regulären Supermarkt. Wer muss heutzutage nicht auf das Geld achten, und schauen so kostengünstig wie möglich einzukaufen.

Deswegen suchen die auch laufend Verkaufsfahrer.
 

franky0815

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meine frau is da auch kunde und kauft dem fahrer einmal im monat was ab, die ware is drei bis viermal so teuer wie im discounter, allerdings besser in der qualität.

die 1100 -1200 netto sind immer das gehalt wovon auch die sozialversicherung gezahlt wird, wer das lange genug macht bekommt später mal eine mini rente.

die fahrer die hier immer wieder auflaufen sind so etwa alle 3-4 monate ein anderer, ich stell mir das auch stressig vor, weil die werden ja per post mit datum und uhrzeit angekündigt.

wenn du unbedingt was als fahrer suchst dann lieber ups, ich war da mal für halbes jahr, bezahlung is top, allerdings auch megastressig, besonders wenn du in der grossstadt ausliefrn musst.
 

Hainbuche

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Ist leider wohl zuviel verlangt heutzutage einen Job zu bekommen mit geregelten Gehalt und geregelten Arbeitszeiten.
Regelmäßig 11,5 Stunden wären ja auch eine geregelte Arbeitszeit ;-)

Aber vermutlich unvereinbar mit dem Arbeitszeitgesetz.

Wetten, im Vertrag würde eine erheblich kürzere Arbeitszeit stehen, und alles andere wäre "freiwillige", niemals angeordnete Mehrarbeit?
 

Anna B.

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es war kurzem auf N3 ein Bericht über einen Verkaufsfahrer...

dem war wohl bei so einer Eis-Firma gekündigt worden und er hat sich dann selbständig gemacht..

scheinbar muß der gut verdienen...da er im Winter immer in Portugal lebt...

allerdings bereist er auch die Inseln mit seinem LKW..und auf einigen Inseln gibt es halt keinen Supermarkt..

die nordstory - Die Pellwormer und ihr Eisonkel | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - Die Nordstory

ich selber kaufe nicht bei den Bfrost Wagen oder Eismännern, ist mir viel zu teuer...
 

franky0815

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der job an sich is so schlecht ja nich, nur sollte der auch entsprechend bezahlt sein, vor wenigen jahren waren das alles noch scheinselbstständige, bei den meisten sind dadurch ordentliche schuldenberge entstanden.
 

Gaestin

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hier kaufen die Leute viel beim Eismann.
Es gibt gerade einen neuen Fahrer,
der letzte wurde befördert und verwaltet
jetzt einen größeren Bezirk. Der hiesige kommt
alle drei vier Wochen und der Durchschnittseinkauf
der Leute wo ich es mitbekomme ist 50 bis 60 Euro
 
E

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Finger weg von Bofrost & Co.!

War mal 10 Jahre im Lebensmittel-Großhandel beschäftigt. Da ist im Ort einer von denen unterwegs gewesen....... so eine Armut!......... der hat ständig gebettelt, daß ich ihm vom Personaleinkauf billig Zeug mitbringen soll, damit er über die Runden kommt.
 

franky0815

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Finger weg von Bofrost & Co.!

War mal 10 Jahre im Lebensmittel-Großhandel beschäftigt. Da ist im Ort einer von denen unterwegs gewesen....... so eine Armut!......... der hat ständig gebettelt, daß ich ihm vom Personaleinkauf billig Zeug mitbringen soll, damit er über die Runden kommt.
das war dann noch einer der scheinselbstständigen, die hatten zwar gute umsätze aber auch sehr hohe ausgaben, alleine der strom für die kühlung des kältekoffers machte mehrere hundert mark im monat, die die weniger verkauft haben hatten jeden monat ein fettes minus in der kasse, einfach aufhören wollten die aber auch nich, weil der rückkaufpreis für das fahrzeug erschreckend niedrig war.
die firmen selbst hatten dabei null risiko, dass wurde komplett an den selbstständigen verkaufsfahrer weitergegeben.
 

Birgit63

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Bei uns (Mehrfamilienhaus, 8 Wohnparteien) kommt der Bofrost-Mann :icon_hihi: 1 x im Monat. Seit 20 Jahren kommt immer der gleiche Mann (außer wenn er Urlaub hat). Er gehört bei uns schon zum Inventar. Bekommt ab und an mal ein Käffchen auf die Schnelle. Wenn ich nichts brauche, muss ich auch nichts kaufen. Überreden tut er mich zu nix. Ich werde ihn beim nächsten Mal fragen, ob das alles so stimmt. Mit den Arbeitszeiten und auch mit dem Gehalt.
 

Ein Hartzianer

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Kann mich dunkel erinnern, daß Eismann und BoFrostfahrer
Ein-Mann-Unternehmen sind. Die kaufen und finanzieren also
den Kühllaster und tragen ihr Geschäftsrisiko selbst.
(Bitte korrigieren, falls es nicht mehr stimmt)

Würde ich nicht freiwillig machen ! :icon_stop:
 

Don Vittorio

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Reportage - WDR Wissen

Bofrost und Eismann arbeiten unter den ungefähr gleichen Bedingungen.

Mein Rat,Finger davon lassen,besonders wenn man kein Eigenkapital hat,für viele endet der Traum als Handelsvertrete bei den Eismänner mit Schulden.

Die guten Gebiete sind sowieso in festen Händen,der Neuling sammelt Kilometer aber kaum Aufträge.
 

franky0815

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Kann mich dunkel erinnern, daß Eismann und BoFrostfahrer
Ein-Mann-Unternehmen sind. Die kaufen und finanzieren also
den Kühllaster und tragen ihr Geschäftsrisiko selbst.
(Bitte korrigieren, falls es nicht mehr stimmt)
nein, dass stimmt nichmehr, war aber mal so, inzwischen sind es angestellte ähnlich eines vertreters mit fixum und provision und festem kundenstamm.
 

JulieOcean

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Ich finde die arbeit und das konzept nicht schlecht klingt vernünftig aber 1100-1200 euro netto für eine 57,5stundenwoche, auch wenn man schnell ist, es dann nur 50 sind die Woche das ist echt der Hammer, vor allem für so ein Gehalt.
Geht gar nicht :icon_stop:

Am Ende würdest du immer versuchen, so schnell wie möglich zu sein, damit du für den Mini-Verdienst nicht gar so lange arbeiten musst bzw. damit du irgendwann auch mal Feierabend hast. Das artet schnell in unerträglichen Stress und Arbeitsdruck aus.

1200 Euro netto wären für eine 20-Stunden-Stelle vertretbar. Aber keinesfalls für mehr.
 

ThisIsTheEnd

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Vor einiger Zeit gab es eine Doku die sich mit "eismann" beschäftigt hat. Scheint aber online nicht mehr verfügbar zu sein.
Die eismann-Story

Im Anschluss an die erste Ausstrahlung im Oktober 2011 wehrte sich die Firma "eismann" gegen den Film. Die nun aktualisierte "eismann"-Story setzt sich auch mit den Vorwürfen von "eismann" auseinander und fragt nach, was es damit auf sich hat.
Heute sind für "eismann" über 4.500 Mitarbeiter und Partner in Europa tätig, davon in Deutschland etwa 1.500 selbstständige Handelsvertreter.
Reportage - WDR Wissen

Edith sagt: Link findet sich auch schon in #13. Besser doppelt als gar nicht...
 
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Zu uns kommt auch zweimal im Monat der Eismann. Seit 10 Jahren immer der Selbe. Der hat mir mal erzählt, wie oft er es schon erlebt hat, dass andere Eismänner Pleite gegangen sind, weil sie einfach nicht das Talent zum Verkaufen hatten. Wer in seinem Bereich bestehen will, darf nicht auf die Uhr schauen. Er fängt morgens um 5 Uhr an und kommt oft erst um 20 Uhr in die Firma zurück. Dann aber meist mit einem leeren Wagen. Er beliefert auch viele ältere Menschen, die froh sind wenn er auch mal zu einem Schwätzchen bleibt. So bindet man Kunden an sich, mit Freundlichkeit. Wer einen Job sucht, bei dem man pünktlich Feierabend machen kann ist als Eismann falsch.
 

Hainbuche

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Zu uns kommt auch zweimal im Monat der Eismann.
Hier ging es wohl in erster Linie um Bofrost, aber okay ;-)

Der hat mir mal erzählt, wie oft er es schon erlebt hat, dass andere Eismänner Pleite gegangen sind, weil sie einfach nicht das Talent zum Verkaufen hatten.
Das glaube ich dir bzw. ihm aufs Wort. Wenn man nämlich mal schaut, aus welchen Berufsgruppen Eismann Verkaufsfahrer-Nachwuchs rekrutiert - z. B. bei Stepstone - dann werden da explizit u. a. angesprochen:

Paketfahrer, Metzger, Köche.

Alles ehrbare Berufe, aber vielleicht nicht unbedingt die Jobs, in denen man jetzt so locker Leute findet, die ausgerechnet das Verkaufen im Blut haben ;-)

Stellt sich dann die Frage: Warum sucht sich Eismann für den Job keine gestandenen Verkaufsprofis? Vielleicht, weil die es in der Regel nicht nötig haben, von 5 bis 20 Uhr zu arbeiten und trotzdem mehr Geld verdienen, als es ihnen bei Eismann möglich wäre?
 

0zymandias

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Man muss natürlich auch wollen und es wirklich gerne machen.

Wegen dem Geld macht es ja auch keiner.
 
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Warum sucht sich Eismann für den Job keine gestandenen Verkaufsprofis?
Verkäufer ist nicht gleich Verkäufer. Du hast Recht damit, dass viele der Eismänner ursprünglich mal einen anderen Beruf gelernt haben, aber auch wenn Jemand gelernter Einzelhandelskaufmann ist und in seinem bisherigen Job gute Arbeit geleistet hat, bedeutet das nicht, dass er auch als Verkaufsfahrer geeignet ist. Es macht einen großen Unterschied ob der Kunde zum Verkäufer in den Laden kommt oder der Verkäufer sich den Kunden ermal suchen muss.
 

Hainbuche

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Es macht einen großen Unterschied ob der Kunde zum Verkäufer in den Laden kommt oder der Verkäufer sich den Kunden ermal suchen muss.
Und das können Paketfahrer, Metzger und Köche überdurchschnittlich gut?

Überleg dir doch mal Folgendes:

- Für den Job braucht man Verkaufstalent.
- Nicht jeder hat offensichtlich Verkaufstalent.
- Eismann gibt - wie "dein" Eismann ja erzählt hat - offensichtlich reihenweise Leuten einen Vertrag, die kein Verkaufstalent haben.

Frage an dich als Personalfachmann: Warum macht Eismann das? Fehlt es denen an Personal-Know-How, um Leute mit Verkaufstalent zu identifizieren und auszuwählen?
 
E

ExitUser

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Zu uns kommt auch zweimal im Monat der Eismann. Seit 10 Jahren immer der Selbe. Der hat mir mal erzählt, wie oft er es schon erlebt hat, dass andere Eismänner Pleite gegangen sind, weil sie einfach nicht das Talent zum Verkaufen hatten. Wer in seinem Bereich bestehen will, darf nicht auf die Uhr schauen. Er fängt morgens um 5 Uhr an und kommt oft erst um 20 Uhr in die Firma zurück. Dann aber meist mit einem leeren Wagen. Er beliefert auch viele ältere Menschen, die froh sind wenn er auch mal zu einem Schwätzchen bleibt. So bindet man Kunden an sich, mit Freundlichkeit. Wer einen Job sucht, bei dem man pünktlich Feierabend machen kann ist als Eismann falsch.
:icon_eek:

Tägliche Arbeitszeit von 5 bis 20 Uhr (15 Stunden), um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können?

Na, besten Dank auch!

Scheint mir nicht sehr erstrebenswert.

:icon_motz:

.
 

Fotoz

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Also was sagt ihr????????
Hallo, dies ist nun nicht persönlich gemeint, aber ich bin mir sicher, jeden Tag steht ein Dummer auf (und geht dafür "arbeiten").

Und unabhängig vom Verdienst, geht das auf Dauer sowie auch vorübergehend erheblich auf die Gesundheit. 11,5 h arbeiten + 1,5 h Fahrtweg = 13 h täglich!
Ich habe schon viele Leute gehört, die das mal locker machen würden, na ja, mit dem Mund hats dann ja auch funktioniert. Nur beim Tun war dann bald die Luft raus.

Also es geht nicht um die Arbeit an sich und alle Anerkennung des Willens seinen Lebensunterhalt verdienen zu wollen.
Aber ein ausreichender Lohn muss innerhalb der üblichen Vollzeit verdienbar sein.
Und das ist es bei dem geschilderten Fall nicht.
 
E

ExitUser

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Kann mich dunkel erinnern, daß Eismann und BoFrostfahrer
Ein-Mann-Unternehmen sind.
Nein. Eismann und family-frost sind tatsächlich Franchise-Geschichten.

bo-frost ist dagegen ein größerer Haufen, die in regionalen Zentralen Kühllager unterhalten, dort Dutzende Autos und tatsächlich fest angestellte Fahrer und Lageristen haben. Deshalb halte ich die von allen Eisfirmen insgesamt immer noch für den besten Laden.

(Bitte korrigieren, falls es nicht mehr stimmt)
Hat so noch nie gestimmt.

Allerdings kann ich die Schilderung des Fredstarters aus tiefsten DM-Zeiten bestätigen. Damals wurden auch noch Klinkenputzer losgeschickt, die das Terrain für die Fahrer vorbereiten sollten.

Die Fahrer hatten ihr Verkaufssoll, durften aber den Kunden keinen Druck machen. Allerdings wurden damals Kunden, die wiederholt nichts oder zuwenig gekauft haben, seitens der Firma von den Anfahrtlisten gestrichen. Die haben die Fahrer dann unter der Hand weiter beliefert, weil sie sonst ihr Umsatzsoll nicht geschafft hätten.

Die Arbeitszeit ... Nun, als ich bei der Truppe war, gab es gerade einen harten Wintereinbruch. Da wurden die Fahrer auch mal abends um neun von der Polizei aus den Wohngebieten gejagt, damit sie dem Schneepflug nicht im Wege standen. Ist ein Knochenjob, nicht jedermanns Geschäft. Eine Uhr braucht man nur, um die Kundentermine einzuhalten.
Damals kamen dort ein paar Leute dazu, die vorher in einer Zeitungsdrückerkolonne waren und täglich verprügelt wurden, wenn sie die Abozahlen nicht gebracht hatten. Für die war bofrost freilich der Himmel auf Erden.
 

Indeclinabilis

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[...]
Stellt sich dann die Frage: Warum sucht sich Eismann für den Job keine gestandenen Verkaufsprofis? [...]
Guter Ansatz.

Man könnte natürlich auch Antworten:

Weil sich der Eismann die gestandenen Verkäufer nicht leisten will - warum sollte er auch für den Verkauf von Tiefkühlkost einen Profi anstellen, wo doch ein Quereinsteiger genügt, um die Kundschaft zu bedienen.

Oder besser noch:

Weil der Eismann sich die Profis gar nicht leisten kann, denn wenn er die Kosten für seine "Profis" auf seine Produkte und somit auf die Kundschaft umlegen müsste, würde sicherlich keiner seiner Kunden mehr kaufen. Und die Neugewinnung von Kunden dürfte dann auch "etwas" schwerer fallen... :biggrin:
 

Linker

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scheinbar muß der gut verdienen...da er im Winter immer in Portugal lebt...
Portugal ist in jeder Hinsicht deutlich billiger als Deutschland. Von dem Geld, das in DE allein im Winter für NK und Strom anfällt, kann man in südlichen Ländern monatelang ziemlich fett auf die Kacke hauen.
 

Hainbuche

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warum sollte er auch für den Verkauf von Tiefkühlkost einen Profi anstellen, wo doch ein Quereinsteiger genügt, um die Kundschaft zu bedienen.
Die Aussage des Maik75 beliefernden Eismanns war aber: Die Leute kommen reihenweise auf keinen grünen Zweig, weil es ihnen an Verkaufstalent mangelt. Wenn es mangelt, kann es ja schlecht genügen.

Oder besser noch: Weil der Eismann sich die Profis gar nicht leisten kann, denn wenn er die Kosten für seine "Profis" auf seine Produkte und somit auf die Kundschaft umlegen müsste, würde sicherlich keiner seiner Kunden mehr kaufen. Und die Neugewinnung von Kunden dürfte dann auch "etwas" schwerer fallen... :biggrin:
Oder umgekehrt: Weil die Profis sich den Eismann nicht leisten wollen.

Laut Medienberichten soll Eismann nicht nur an der Ware, sondern auch umsatz-unabhängig am Fahrer verdienen.

Wenn der Neu-Selbständige - wie in diesem Medienbericht

MoinMoin: Wenn der »arme« Eismann klingelt...

u. a. eine fünfstellige Summe allein dafür bezahlen soll, um überhaupt Kunden mit Eismann-Ware beliefern zu dürfen (!), kommt es dem Systemanbieter sicherlich nicht ganz ungelegen, wenn sich als Fahrer nicht unbedingt die größten Vertriebs- und Rechenkünstler bewerben.
 

Indeclinabilis

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Die Aussage des Maik75 beliefernden Eismanns war aber: Die Leute kommen reihenweise auf keinen grünen Zweig, weil es ihnen an Verkaufstalent mangelt. Wenn es mangelt, kann es ja schlecht genügen.[...]
Ok - nur steht "reihenweise" jetzt für die Regel der Fälle? Weil wenn nicht, dann dürfte ein Quereinsteiger ja i.d.R genügen. Und was i.d.R genügt, kann gar nicht so mangelhaft sein. Aber Hey, was soll's... :biggrin:


[...]u. a. eine fünfstellige Summe allein dafür bezahlen soll, um überhaupt Kunden mit Eismann-Ware beliefern zu dürfen (!), kommt es dem Systemanbieter sicherlich nicht ganz ungelegen, wenn sich als Fahrer nicht unbedingt die größten Vertriebs- und Rechenkünstler bewerben.
Boa -das ist schon mies. Vor allem will dieses Geld erst mal verdient werden.

m.A

:icon_pause:
 

Hainbuche

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Ok - nur steht "reihenweise" jetzt für die Regel der Fälle?
In einem Geschäft, das eigentlich von der persönlichen Betreuung durch einen festen Verkaufsfahrer leben soll, ist im Prinzip jeder Wechsel einer zu viel.

Eismann selbst sagt:

"Die Fluktuation liegt, auf den Gesamtbestand der Handelsvertreter betrachtet, bei etwa 25 Prozent. Bei den neuen Handelsvertretern ist diese Quote natürlich - wie immer zu Beginn einer solchen Aufgabe - leicht erhöht."

Quelle: Eismann Jobportal: Stellungnahme zur Sendung "Die eismann Story"

Wie man hier nachlesen kann (nach unten scrollen), liegt die Fluktuation damit rund doppelt so hoch wie in der gesamten Konsumgüterbranche:

Personaler-Online: Fluktuationsrate
 
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Genau das ist doch Franscheiß. Die Franchis-Nehmer sind rechtlich selbstständig. Genau das wird auch im Bericht des wdr gesagt.
Na, und? Der Bericht des WDR hat insofern mit der Fragestellung nichts zu tun. Gegenstand des Freds ist eine Arbeitsstelle (Festanstellung, regulärer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsvertrag) bei bofrost als Verkaufsfahrer. Der Fredstarter wollte keine Franchiselizenz kaufen, weder von Eismann, noch von McDonalds oder sonstwem.
 

ThisIsTheEnd

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Was spricht dagegen ein wenig abzuschweifen und über den Tellerrand zu schauen? Wesentlich besser scheint diese Festanstellung ja auch nicht zu sein. Von daher...
 

Charlot

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Na, und? Der Bericht des WDR hat insofern mit der Fragestellung nichts zu tun. Gegenstand des Freds ist eine Arbeitsstelle (Festanstellung, regulärer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsvertrag) bei bofrost als Verkaufsfahrer. Der Fredstarter wollte keine Franchiselizenz kaufen, weder von Eismann, noch von McDonalds oder sonstwem.
Mir hat mal einer berichtet, der auch so angefangen hat.
Nach der Einarbeitungszeit und nachdem es einigermaßen lief, wurde er ins Büro gebeten und bedrängt, sich doch "selbstständig" zu machen.
Er müsste das Fahrzeug kaufen, auch die Ware und er wäre sein eigener Herr. Sogar den Kundenstamm, den er jetzt hat, könne er, gegen Gebühr, übernehmen.
Dies wollte er nicht und es dauerte nicht lange, da bekam er die Kündigung.

Weiß aber nicht mehr, ob das BoFrost oder Eismann war.
 

franky0815

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Was spricht dagegen ein wenig abzuschweifen und über den Tellerrand zu schauen? Wesentlich besser scheint diese Festanstellung ja auch nicht zu sein. Von daher...
diese über den tellerrand schauen muss man sich aber auch leisten können, bei eismann müsstest du dafür als franchisenehmer die lizensgebühren, den kundenstamm, das verkaufsfahrzeug, den drehstromanschluss für die kühlung des fahrzeugs und noch ein paar kleinigkeiten erstmal selbst löhnen oder finanzieren.

wenn du dann nach ein paar monaten merkst das der job nix für dich is, oder einfach nur defizitär is, dann bist du schon viele tausend euros los.
 
E

ExitUser

Gast
Weiß aber nicht mehr, ob das BoFrost oder Eismann war.
Oder doch McDonalds? Nichts genaues weiß man nicht. Da den Fredstarter aber bei bofrost keiner drängen wird, dort den Laden zu übernehmen, ist diese Diskussion vollkommen müßig.
 
E

ExitUser

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Ist leider wohl zuviel verlangt, heutzutage einen Job zu bekommen mit geregelten Gehalt und geregelten Arbeitszeiten. Für den Job müsste ich dann täglich 1-1,5stunden pro strecke hinnehmen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln (da ich z.z. kein Auto habe) um zur Bofrost-Filliale zu kommen, also dann kann ich gleich sofort da nen Bett hinstellen.

Also was sagt ihr????????
Daß man als Malergeselle ohne Auto auch kaum noch ein Bein auf die Erde bekommt? Ich kenne das nur so, daß die Handwerkermeister auch Aufträge an Orten annehmen wollen, wo es um die Ecke keine Bushaltestelle gibt und die Buben da auch mal selbstständig auf die Baustelle kommen müssen.

Abgesehen davon - Malergeselle oder Verkaufsfahrer, beides sind Dienstleistungsberufe. Und die Dienstleistung findet zu der Zeit und an dem Ort statt, den der Kunde vorgibt. Dummerweise ist die Zielgruppe einer Heimliefertruppe (egal ob Feinfrost, Getränke oder sonstwas) eben ein Klientel, welches tagsüber keine Zeit zum Einkaufen und infolgedessen Geld hat.
Um 20:00 Uhr Feierabend zu haben, wäre damals und in dieser Niederlassung ziemlich ambitioniert gewesen. Zu der Zeit waren die Fahrer noch bei ihren besten Kunden, hatten dann mitunter eine Stunde Fahrt von ihrem Verkaufsgebiet ins Depot (bei dieser Witterung natürlich länger), anschließend die Nachbereitung und ihre Abrechnung zu machen. Und die Lageristen waren zwangsläufig nicht die ersten, die abends das Haus verließen. Deren Job muß man - gesundheitlich - erst mal machen können.

Das Grundgehalt von 1.200 netto bedeutet bei einem Alleinstehenden 1.700 brutto, bei 22 Arbeitstagen im Monat und höchszulässigen 10 Arbeitsstunden je Tag (ich weiß, daß es mehr sind) ist man dann schon recht deutlich unter dem von der Politik in Aussicht genommenen Mindestlohn. Freilich, wer aus dem ALGII-Bezug kommt, ist langzeitarbeitslos und fällt in den ersten sechs Monaten durchs Raster.
Auf der anderen Seite ist das ein Job, von dem man vermuten kann, daß man den nicht zwangsläufig nach diesen sechs Monaten los sein wird. Wer seinen Umsatz bringt, von Kunden und Kollegen akzeptiert wird, den sollte ein vernünftig denkender Filialleiter nicht rausekeln wollen. Woanders kann man sich da nicht so sicher sein ...

Letztlich mußt Du das selbst entscheiden. Wenn Du keine Freude an dem Job hast, wirst Du ihn - so oder so - nicht lange haben.
 

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Neu hier...
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Ich kenne das nur so, daß die Handwerkermeister auch Aufträge an Orten annehmen wollen, wo es um die Ecke keine Bushaltestelle gibt und die Buben da auch mal selbstständig auf die Baustelle kommen müssen.
Bei den mir bekannten Handwerksmeistern ist weder ein Führerschein noch ein eigenes Fahrzeug notwendig, um zu einem Einsatzort fernab öffentlicher Verkehrsmittel zu gelangen. Das mag daran liegen, dass die mir bekannten Handwerksmeister mehr als nur einen Gesellen haben und unter diesen zumindest einer dabei ist, der ein Fahrzeug, in dem mehrere andere Mitarbeiter zusätzlich Platz nehmen können, führen kann...

Im Handwerk entscheidet fachliches Können über einen Arbeitsvertrag. Führerschein und eigenes KFZ sind eher Nebensache...

Abgesehen davon - Malergeselle oder Verkaufsfahrer, beides sind Dienstleistungsberufe.
Der Beruf des Malers ist ein Handwerksberuf.

Und die Dienstleistung findet zu der Zeit und an dem Ort statt, den der Kunde vorgibt.
Wenn möglich...

Wer seinen Umsatz bringt
Eine interessante Definition eines Arbeitsverhältnisses...

Ich resümiere: Führerschein ist Voraussetzung, Drückerarbeit (Klinkenputzen) in der Nachbarschaft der Bestandskunden wird trotz ordnungsrechtlicher Problematik stillschweigend ebenfalls vorausgesetzt, Verkaufstalent und rhetorische Fähigkeiten empfehlenswert, angemessene Kleidung und angemessenes Verhalten werden ebenfalls erwartet, arbeitsrechtswidrige Überstunden sind Pflichtprogramm.
Kann man leisten, wenn die Bezahlung stimmt. Meine erste Gehaltsvorstellung läge bei etwa 5000,00 EUR brutto monatlich plus Umsatzbeteiligung und ohne Drückerarbeit (die kostet extra).

Wann kann ich anfangen?
 

franky0815

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Ich resümiere: Führerschein ist Voraussetzung, Drückerarbeit (Klinkenputzen) in der Nachbarschaft der Bestandskunden wird trotz ordnungsrechtlicher Problematik stillschweigend ebenfalls vorausgesetzt, Verkaufstalent und rhetorische Fähigkeiten empfehlenswert, angemessene Kleidung und angemessenes Verhalten werden ebenfalls erwartet, arbeitsrechtswidrige Überstunden sind Pflichtprogramm.
den fahrer hab ich hier noch nie klinkenputzen sehn, fürneukundengewinnung gibt es werber die von haustür zu haustür laufen, oder eben kunden werben kunden.

arbeitskleidung kommt auch vom arbeitgeber.
 

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den fahrer hab ich hier noch nie klinkenputzen sehn, fürneukundengewinnung gibt es werber die von haustür zu haustür laufen, oder eben kunden werben kunden.

arbeitskleidung kommt auch vom arbeitgeber.
Meine Eltern waren in der Vergangenheit sehr lange Zeit Kunden bei beiden Firmen: Sowohl die Eismänner als auch die bofroster sind nach den Besuchen bei meinen Eltern in der Strassennachbarschaft herumgelaufen, haben überall geklingelt und sich und die jeweilige Firma bzw. deren Produkte vorgestellt und nach Bestellungen gefragt. Für mich nennt sich diese Vorgehensweise schlicht und einfach Klinkenputzen. Ist ja auch naheliegend...

Von Werbern der Firma bofrost (um die es hier geht) habe ich in den letzten Jahrzehnten bisher noch nichts gehört oder gesehen. Dazu kann ich also nichts sagen.

Und bezüglich der Arbeitskleidung: Woher weisst Du, dass bofrost die Kosten für die Arbeitskleidung übernimmt? Den allgemeinen Spruch "Arbeitskleidung kommt vom Arbeitgeber" kann ich definitiv widerlegen: Mein letzter AG hat sich gerade vor wenigen Wochen stumpf geweigert, auch nur einen Cent für meine notwendige Arbeitskleidung zu bezahlen: Die Kosten darf ich mir selbst ans Bein binden. Dumm, dass sich der Gang zum RA bei der geringen Summe nicht wirklich lohnt.
 
E

ExitUser

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Der Beruf des Malers ist ein Handwerksberuf.
Stimmt. Ändert nichts an der Tatsache, daß der Maler Dienstleistungen erbringt, denn ...

... wenn nicht möglich, macht es eben ein anderer.

Eine interessante Definition eines Arbeitsverhältnisses...
Selektives Zitieren hat noch nie etwas gebracht. Wer seinen Umsatz nicht bringt, bekommt eher früher als später die Kündigung.
 
E

ExitUser

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Von Werbern der Firma bofrost (um die es hier geht) habe ich in den letzten Jahrzehnten bisher noch nichts gehört oder gesehen. Dazu kann ich also nichts sagen.
Wie er seinen Kundenstamm ausbaut, ist offenbar Sache des jeweiligen Filialleiters. Man kann auch die Novizen Klinken putzen lassen, bevor man sie später auf ein Auto setzt.

Und bezüglich der Arbeitskleidung: Woher weisst Du, dass bofrost die Kosten für die Arbeitskleidung übernimmt? Den allgemeinen Spruch "Arbeitskleidung kommt vom Arbeitgeber" kann ich definitiv widerlegen: Mein letzter AG hat sich gerade vor wenigen Wochen stumpf geweigert, auch nur einen Cent für meine notwendige Arbeitskleidung zu bezahlen: Die Kosten darf ich mir selbst ans Bein binden. Dumm, dass sich der Gang zum RA bei der geringen Summe nicht wirklich lohnt.
Die Klamotten kommen natürlich vom Arbeitgeber, denn die sind so im freien Handel nicht erhältlich. Ob man damals so etwas wie ein Pfandgeld verrechnet hat, kann ich Dir heute nicht mehr sagen - dazu ist das zu lange her.
 

MrBigHelz

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Da ich lieber alte Threats aufwärme statt neue zu eröffnenen:

Sollte mich in Straelen als Lagerist bewerben. (VV mit RFB) Das war vor mehr als 2 Monaten. Nun rief mich jemand an. ich soll Dienstag zum Vorstellen reinkommen. Nun habe ich das Jobportal aufegrufen und gesehen das die keine Lagerleute mehr suchen.

Nun bin ich stutzig geworden. Das einzige was mit meiner Qualifikation möglich währe sind Nervtöter vom Callcenter und Hausierer, äh Verkaufsfahrer.

Wie kann ich denen jetzt klar machen das ich Probleme damit habe auf andere zuzugehen und damit als Verkaufskraft nicht in Frage komme (Und 60 Stunden in der Woche für 1200 Pipen kommen schon garnich in Frage).

Wie muss ich mich anstellen damit die mich in Ruhe lassen ?
 

MrXY

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Wenn es auf Callcenter outbound (du rufst Leute an, inbound wäre, wenn die Leute anrufen, z.B. eine Service-Hotline) oder Außendienst/Vertrieb hinauslaufen sollte, sag es einfach, dass du dafür nicht gemacht bist. Geht vielen so und die Leute, die in diesen Bereichen Personalentscheidungen zu treffen haben wissen das auch, akzeptieren es und wissen, dass es dann auch tatsächlich nicht funktionieren würde und keinen Zweck hat. Aber vielleicht geht es ja gar nicht darum, sondern tatsächlich um eine Stelle als Lagerist.
 

Wutbuerger

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Outbound wäre ja nur legal , wenn dich der Kunde vorher um Anruf gebeten hat , bzw die Kontaktaufnahme erlaubt hat .Anrufe ohne zustimmung sind rechtswidrig .Bei bofrost fahrern - war es nicht so das sie subunternehmer sind ? oder als selbstständige geführt werden ? Dann wäre ich doppelt aufmerksam , das wäre dann auch kein legaler VV
 

arbeitslos in holland

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die nachbargemeinde von straelen ist venlo !

dort hat bertelsmann(arvato) ein großes callcenter stehen und da davor, stehen jede menge autos mit kennzeichen aus DE.
wenn du schon in straelen bist, solltest du mal in die innenstadt von venlo weiterfahren und dort bei den ZAF buden in NL dein glück versuchen.
:wink:

ich arbeite (teils) auch für auftraggeber in BE, DE, LUX und FR, aber nur zu den vertragsbedingungen aus NL :biggrin:
 

MrBigHelz

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Wenns Lagerist ist.... Will ich erst mal Probearbeiten. Hab noch nie im Kühlhaus gearbeitet, müsste man erst testen. Wenn die das nicht wollen hat sich das sowieso erledigt.
 

arbeitslos in holland

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ggü von arvato in venlo, gibt es ein großes kühl//gefrierlager, von dem ich sicher weiss, dass bofrost dort kunde ist. dort würdest du allerdings bei -18 grad celsius :eek: (im kühlbereich +6 grad celsius)kommissionieren

ich habe bei den temperaturen letzten sommer(spitzentemperaturen von +32 bis +38 grad celsius) mit stapler- und hochregalstapler gearbeitet.

das muss man gesundheitlich abkönnen
:wink:
 
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Es gilt für ALLE Firmen:
Reden wir gerade über die Stelle auf die ich mich beworben hatte?
Nein?
In Gedanken: :icon_kinn: Die angebotene Stelle ist Mist bzw. gefällt mir nicht ...

... und tschüss!!!!
 

arbeitslos in holland

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die fragen, die der fragesteller aus #46 sich stellen sollte, wären:

  1. ist er bereit in den nahegelegenen NL zu arbeiten ?
  2. ist er verpflichtet, in den nahegelegenen NL zu arbeiten ?
und: wenn @TE grundsätzlich in den NL arbeiten wollen würde, warum sollte er sich zu(wahrscheinlich)schlechteren konditionen in DE anstellen lassen ?
 

SirHenry75

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Moin,

ein guter Freund von mir, arbeitet schon seit mehreren Jahren, als Verkaufsfahrer für Bofrost.

Er arbeitet von Mo-Fr, fängt morgens gegen halb 9 an, gemütlich Auto laden, Tourliste überprüfen, Kaffee, eine rauchen und quatschen und fährt dann gemütlich los.
Er ist auf dem Land unterwegs, hat ca. 50 Kunden am Tag und kommt im Durchschnitt auf so 500km am Tag.
Feierabend macht er dann meistens so gegen 18:30Uhr!
Seit einem 1 Jahr ist er für die Einarbeitung von neuen Verkaufsfahrern zuständig.

Dafür ist er fest angestellt und bezieht ein Grundgehalt von 2.300€ brutto, dazu erhält er noch eine Verkaufsprovosion, welch bei ca. 700€ liegt. Ebenso erhält er wöchentlich einen Einkaufsgutschein, für Bofrost Produkte, was auch noch mals 200€ im Monat ausmacht.

Er ist sehr glücklich mit diesem Job und kann auch ganz gut von dem Geld leben.

Ich hatte mich daher im letzten Jahr auch bei Bofrost beworben und dort auch zur Probe gearbeitet.
Ich habe direkt von meinen Schulden erzählt, was aber kein Problem darstellte auch eine Privatinsolvenz ist kein Problem.
3 Tage bevor ich dort anfangen sollte, wurde mir dann doch gesagt, man könne mich nicht einstellen.

Begrünung. Haftbefehl in der Schufaauskunft! Mein Führungszeugnis war sauber und auch bei der Polizei oder dem Amtsgericht lag nichts gegen mich vor!
 

Fotoz

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Moin,
ein guter Freund von mir, arbeitet schon seit mehreren Jahren, als Verkaufsfahrer für Bofrost.
Er arbeitet von Mo-Fr, fängt morgens gegen halb 9 an, gemütlich Auto laden, Tourliste überprüfen, Kaffee, eine rauchen und quatschen und fährt dann gemütlich los.
Er ist auf dem Land unterwegs, hat ca. 50 Kunden am Tag und kommt im Durchschnitt auf so 500km am Tag.
Feierabend macht er dann meistens so gegen 18:30Uhr!
Seit einem 1 Jahr ist er für die Einarbeitung von neuen Verkaufsfahrern zuständig.
Scheint ja echt der Traumjob zu sein, so gemütlich mal das Auto beladen..., und dann noch bei so einem Grundgehalt:icon_stop: und das heutzutage.

Also irgendwie komm ich da mit den Arbeitszeiten ins grübeln.
Fahrzeug, Kontrolle und Tanken nimmt gut 30 min in Anspruch, 3,5 min pro Kunde ist auch nicht getrödelt und machen noch mal gut 3 h. 30 min Pause sind gesamt schon mal 4 h weg.
Macht eine Durschnittsgeschw. von 83 km/h incl. innerorts, beim Abbiegen, Beschleunigen etc. :icon_frown:

So passt das irgenwie nicht mit der Arbeitszeit. Denn selbst im Außendienst mit PKW ist das über Land bei 10 Kunden kaum in 10 h und 500 km zu schaffen.
 

Wutbuerger

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Als Fahrer ,egal wo , mußt du wohl 12 -14 Stunden einrechnen - öffentl. Dienst und Linienbusse mal ausgenommen .
 

MrBigHelz

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Also kurz zusammengefasst:

Wenn die mich zu allem möglichen, nur nicht zum Lagerarbeiter ,machen wollen ist das Gespräch sofort beendet ?


Die Leute im Lager sollen wohl ähnlich lange Tage haben......:icon_eek:


Man ließt ja nur Schreckensgeschichten über die......... sind Big Brother Awardpreistträger und der Betriebsrat trifft die Firmenleitung wohl nur noch vor Gericht.....


Werde die mal beim Vorstellungsgespräch dazu befragen, damit wird sich das Thema wohl schnell erledigen. :icon_twisted:


Gut das ich ein bisschen Kohle gebunkert hab (in weiser Voraussicht als Leiharbeiter) damit ich jede Sanktion überbrückt bekomme. :icon_hihi:
 

webeleinstek

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Er arbeitet von Mo-Fr, fängt morgens gegen halb 9 an, gemütlich Auto laden, Tourliste überprüfen, Kaffee, eine rauchen und quatschen und fährt dann gemütlich los.
Er ist auf dem Land unterwegs, hat ca. 50 Kunden am Tag und kommt im Durchschnitt auf so 500km am Tag.
Feierabend macht er dann meistens so gegen 18:30Uhr!
Was Du das schreibst ist einfach nur neben der Sache und zeigt, dass Du keine Ahnung hast. Möglicherweise hätte Dein Kumpel auch eine Provision erhalten, wenn Du dort angefangen hättest und wollte Dir das so schmackhaft machen. Aber mit einigem Überlegen wäre man selbst darauf gekommen, dass die Arbeitszeiten nicht stimmen können.

Also irgendwie komm ich da mit den Arbeitszeiten ins grübeln.
Fahrzeug, Kontrolle und Tanken nimmt gut 30 min in Anspruch, 3,5 min pro Kunde ist auch nicht getrödelt und machen noch mal gut 3 h. 30 min Pause sind gesamt schon mal 4 h weg.
Macht eine Durschnittsgeschw. von 83 km/h incl. innerorts, beim Abbiegen, Beschleunigen etc. :icon_frown:

So passt das irgenwie nicht mit der Arbeitszeit. Denn selbst im Außendienst mit PKW ist das über Land bei 10 Kunden kaum in 10 h und 500 km zu schaffen.
Ich komme damit auch nicht klar. Alleine schon aus der Erfahrung als LKW-Fahrer. Vor meinem Studium habe ich 2 Jahre als LKW-Fahrer im Nahverkehr gearbeitet. Im Schnitt waren da pro Tag immer 250km drin bei ca. 15 Kunden. Mehr war mit Be- und Entladen nicht zu schaffen. Selbst als ich später 40t mit Hänger gefahren und weniger Kunden hatte, dafür aber mehr km, blieb es immer ungefähr bei diesen km. Der Kaffee wurde während der Fahrt getrunken.
Die meisten km hatte ich mal als ich für einen Sub gefahren bin. Das ging dann in einer riesengrossen Schleife von Köln über Siegen bis nach Hessen, dann nach Koblenz und zurück. Da kam ich teilweise auf 400km. Aber unter 14h war da nichts zu machen. Morgens 6 Uhr anfangen, abends 20 Uhr Feierabend (nicht zu Hause). Allerdings habe ich nach 2 Wochen dem Disponenten morgens früh den LKW-Schlüssel gegeben und gesagt er soll den Sub anrufen und der soll seinen Scheiss selber fahren.

3,5min reicht gerade mal zum Guten Tag sagen. Aus der Erfahrung weiss ich, dass bei Bofrost pro Kunde dann schon mal 10min anfallen. Dann kommt noch Be- und Entladen morgens/abends hinzu. Für Zigaretten bleibt da keine Zeit. Bei den Angaben des TE müsste sein Kumpel rund um die Uhr durchgehend arbeiten.
 

arbeitslos in holland

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die route illsfeld-ulm(136km) und ulm-heilbronn(150km), habe ich mit zwischenstopps in bietigheim, ludwigsburg, stuttgart, kirchheim/teck, geislingen und göppingen innerhalb eines 8h-tages geschafft, mit ungefähr 20 adressen.

morgens mindestens 1/2h laden und dann auf die bahn................

dabei habe ich supermärkte beliefert, dh. wartezeiten beim wareneingang inklusive

das mit den 500km haut nicht hin :icon_evil:
 

Frozen Smile

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Meines wissens nach gibt es in DE kein call-center von bofrost. habe gehört die haben das komplett in die türkei ausgelagert. ich glaube mich erinnerne zu können, dass irgend jemand mal was von einer bofrost-veranstaltung in einem jc geschrieben. war irgend ein esf-programm. ging um prospektverteiler 100h/monat für €8,50/h - also mindestlohn. verkaufsfaher sind noch beschissener dran. diese personaler bei bofrost werden dir irgend was vorflunkern von wegen super karrierechancen. blödsinn - wenn du da anfängst war es das mit deiner karriere. da kommst du nicht mehr raus.

verkaufsfahrerbericht
 

SirHenry75

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Moin,

leider kann ich nur das wiedergeben, was mir erzählt wurde bzw. ich auch selbst erlebt habe.

Was stimmt, ist der Verdienst, denn da habe ich die Lohnabrechnung von meinem Kumpel gesehen.

Zu dem war ich 2 Tage mit ihm unterwegs und an diesen Tagen waren die Arbeitszeiten so, wie ich es geschrieben habe.
Dazu muss ich aber sagen, dass von den 50 Kunden, nicht alle angetroffen wurden, die Trefferquote lag bei ca. 50%.

Würde ich heute dort arbeiten, wären meine Worte vielleicht nicht mehr so positiv, wer weiß.
Wenn man etwas neues sieht, schaut man doch meistens durch die rosarote Brille und alles ist supi und toll ;-)


Grüße
SirHenry
 
E

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Hi Alle,

diesen Beitrag hatte ich schon mal eingestellt, aber doppelt hält ja bekanntlich besser.

Meine Erfahrungen mit der Firma Bofrost:


Am 13.08.2015 fand mit folgenden Mitarbeitern der Firma Bofrost:

Frau K. (Regionalmanagerin)
Herr H. (Gebietsleiter)
Herr T. (Niederlassungsleiter Erkelenz)

sowie mit Herrn W., Betriebsakquisiteur beim Jobcenter Mönchengladbach, eine Informationsveranstaltung statt. Ziel war es möglichst viele der teilnehmenden ALGII-Empfänger dahingehend zu motivieren, eine Stellung als Neukundenkontakter (100 Stunde/Monat bei €8,50 die Stunde, also Mindestlohn) bei Bofrost anzunehmen. Der Mindestlohn würde auch noch mit bis zu 75% aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt.

Es wäre schön gewesen, wenn in der Einladung des Jobcenter vom 3. August 2015 nicht nur die Termindaten, sondern auch der konkrete Anlass vermerkt worden wäre. In der Einladung war nur vermerkt, dass mit mir über meine berufliche Situation gesprochen werden sollte. Es war dann bei diesem Termin so wie man sich eine Kaffeefahrt vorstellt: Ein Mitarbeiter des Veranstalters steht an der Tür und paßt auf das keines der Opfer abhaut; das Verkaufsprogramm beginnt – und wehe einem gefallen die Produkte nicht.

Die Präsentation war allenfalls mäßig informativ, meiner Meinung nach hätte es etwas ausführlicher sein dürfen. Aber es war sicherlich das erste Mal für die Mitarbeiter von Bofrost, in so einer Runde eine Präsentation zu halten – zumindest hatte ich den Eindruck. Zu Eurer Information; ich habe schon im Vertrieb gearbeitet und auch die eine oder andere Präsentation gesehen, vorbereitet und auch durchgeführt. Mit Sicherheit ist es nicht einfach für die angeboten Positionen interessiert Bewerber zu finden. Das Ganze hat irgendwie einen leichten Hautgout zwischen Arbeit in einer Drückerkolonne und Mitgliedschaft in einer quasi religiösen Sekte. Es gibt da zwischen einem Zeugen Jehovas, der mit dem Wachturm von Tür zu Tür zieht, und einem Neukundenkontakter der das gleiche mit einem Bofrost-Katalog tut, gewisse Parallelen. Zumindest machte die Tätigkeitsbeschreibung auf mich und andere Teilnehmer diesen Eindruck.

Als ich erwähnte, dass ich aufgrund gesundheitlicher Probleme, nämlich einer Torosionskoliose und Sperrphänomen im rechten Knie, so eine Tätigkeit nicht aufnehmen könne, bekam ich folgendes von den Bofrost-Mitarbeitern zu hören:

Frau K.: „Also die Tasche mit den Katalogen kann sogar eine Frau tragen. Die habe ich während meiner Zeit als Neukundenkontakterin auch getragen“

Herr H.: „Stellen Sie sich nicht so an – ein Kerl wie ein Baum kann doch so ein paar Kataloge tragen!“

Auf meine Frage ob es nicht andere Tätigkeiten gibt, auf die sich auch Leute mit eingeschränktem Gesundheitszustand bei Bofrost bewerben können, bekam ich eine negative Antwort. Alle fangen als Neukundenkontakter an und tragen die Bofrostuniform. (Zur Ehrenrettung der Zeugen Jehovas – die tragen wenigstens keine Uniform!)

Schlecht Karten für Leute die nicht so mobile sind, zum Beispiel Rollstuhlfahrer.

Ebenso fand ich die Äußerung von Herrn T. unpassend, dass fünf Stunden Arbeit am Tag nicht viel sind, die Verkaufsfahrer hätten eine 10 bis 11 Stundentag. Meines Wissen gibt das Arbeitszeitgesetz so etwas nicht her.


Ich habe folgende Fragen an Euch:

1.) Forcieren die Jobcenter bundesweit ALGII-Empfänger auch für andere Unternehmen (z.Bsp: Eismann oder TTS) als Neukundenkontakter zu arbeiten, oder ist das eine exklusive Aktion für Bofrost?
2.) Halten Sie die Subventionierung durch Mittel des Europäischen Sozialfonds für bestimmte Unternehmen nicht auch für eine wettbewerbsverzerrende Maßnahme seitens des Jobcenters?
3.) Wie verträgt sich dieses Mindestlohnangebot mit Ihren Tarifverträgen? Die Gewerkschaft Verdi gibt da keine Antwort, sondern schickt nur Beitritterklärungen zu.
4.) Warum wird ein Unternehmen, dass Menschen mit eingeschränkter Gesundheit benachteiligt, gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt und nur Mindestlohn zahlt auch noch mit einer Subvention in Höhe von 75 % aus Mittel des Europäischen Sozialfonds durch das Jobcenter Mönchengladbach belohnt?


Euren Kommentaren, die mit Sicherheit kommen wird, sehe ich freudig entgegen.
 
E

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"Nur Mindestlohn" dürfte denen wohl als ausreichend erscheinen.
 

Frozen Smile

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Wenn man etwas neues sieht, schaut man doch meistens durch die rosarote Brille und alles ist supi und toll ;-)

Wenn du €8,50 supi und toll findest, egal ob du neu bist oder nicht, brauchst du keine rosarote brille, sondern seeeehhhhrrr starke medikamente. und bitte schön die packungsbeilage lesen. :icon_biggrin:
 

Hamilkar

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Ich habe folgende Fragen an Euch:

1.) Forcieren die Jobcenter bundesweit ALGII-Empfänger auch für andere Unternehmen (z.Bsp: Eismann oder TTS) als Neukundenkontakter zu arbeiten, oder ist das eine exklusive Aktion für Bofrost?
2.) Halten Sie die Subventionierung durch Mittel des Europäischen Sozialfonds für bestimmte Unternehmen nicht auch für eine wettbewerbsverzerrende Maßnahme seitens des Jobcenters?
3.) Wie verträgt sich dieses Mindestlohnangebot mit Ihren Tarifverträgen? Die Gewerkschaft Verdi gibt da keine Antwort, sondern schickt nur Beitritterklärungen zu.
4.) Warum wird ein Unternehmen, dass Menschen mit eingeschränkter Gesundheit benachteiligt, gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt und nur Mindestlohn zahlt auch noch mit einer Subvention in Höhe von 75 % aus Mittel des Europäischen Sozialfonds durch das Jobcenter Mönchengladbach belohnt?
.
macht Wuppertal wohl auch....


http://www.jobcenter.wuppertal.de/medien/bindata/Infoblatt_zur_AG-Veranstaltung_Bofrost_20_April.pdf


eigentlich nicht zu fassen, Klinkenputzer:

"Sie sind motiviert und erfolgsorientiert, Sie sind zuverlässig, Sie überzeugen gern mit Qualität, Sie sind sympathisch, haben ein gepflegtes Erscheinungsbild und haben Spaß am Umgang mit Menschen".


normalerweise sind das Selbständige:

https://bofrost.concludis.de/prj/shw/f33ba15effa5c10e873bf3842afb46a6_0/1012/Neukundenwerber_m_w.htm?b=1


die Mittel aus dem Fonds kommen über Bund und Länder. hier ist zu vermuten, dass durch die Arbeitsstellezentren die Firma Bofrost (und sicher viele andere) aktiv angesprochen wurde, um Leute unterzubringen. nach dem Motto, wenn sie einen einstellen, kostet der nur mtl. 250 Euro, Rest zahlen wir.

"Durch das ESF-Bundesprogramm sollen für rund 30.000 langzeitarbeitslose erwerbsfähige leistungsberechtigte nach dem SGB II Perspektiven einer nachhaltigen beruflichen Eingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden. Insgesamt sollen bis 2020 rund
885 Mio. Euro ESF- und Bundesmittel eingesetzt werden. Die Förderung ermöglicht Jobcentern, gezielt Arbeitgeber für langzeitarbeitslose Frauen und Männer zu gewinnen. Darüber hinaus werden Qualifizierungsdefizite ausgeglichen, teilnehmende Männer und Frauen nach Aufnahme
der Beschäftigung intensiv betreut und die Beschäftigungsverhältnisse auf diese Weise nachhaltig stabilisiert. Kosten, die den Arbeitsgebern entstehen, da die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Beginn noch nicht voll eingebunden werden können, werden den Arbeitgebern ausgeglichen".
 
E

ExitUser

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Wie man bei €8,50/h und nur 100h im Monat aus ALGII rauskommen will muss mir mal jemand ganz genau erklären.

Wahrscheinlich können das nur Betriebsaquisiteuer vom JC die ihr Leben lang unter Dyskalkulie leiden. :icon_lol:
 

a bisse'l brav

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Also was sagt ihr????????
Mhh, mal kurz überschlagen, da lohnt sich doch fast 400 EUR - Job Aufstocker. Da hättest Du bei fast gleichem Netto nur einen Bruchteil der Maloche - ist sowieso fraglich, wie lange man sowas aushält.

Hast Du schon z.B. mal in einem Baumarkt nachgefragt, ob du da nicht etwas "aushelfen" kannst. Als Maler bietet sich das doch an! Der Reichtum wird auch dabei nicht ausbrechen, aber unter der Woche ist das meist so easy, da wünscht man sich häufig man hätte mal was zu tun ;-) und bitte freundlich bleiben, zumindest verkneift man sich auszusprechen was man vom Kunden denkt.:biggrin: Man hat da viel Narrenfreiheit, aber beim Kundenanpöbeln verstehen die Einzelhändler keinen Spaß. Nicht, dass ich dir das unterstellen möchte. Aber zu meiner kurzen Zeit als ich da mal die Aushilfe gegeben habe, war der Klempner als Fachverkäufer schnell wieder draußen, nachdem da ein "falsches" Wort gefallen war.

Das würde dich auch im Beruf eher weiter bringen. Das Bofrost-Geschäftsmodell ist ohnehin am Ende - sieht man ja, wie die die Mitarbeiter ausquetschen. In jedem Kaff hat es heute zig Discounter und die großen Vollsortimenter liefern einem auch noch das Toilettenpapier gleich mit beim Heimservice für den Rentner.

Ansonsten musst Du als Handwerker die Meisterbetriebe selbst anquatschen oder in den Wochenanzeiger blicken! So läuft das wohl noch heute - Handschlagverträge. Da auf VVs zu setzen ist ja lächerlich. Das hätte dein SB aber wissen müssen.

Viel Erfolg!
 

a bisse'l brav

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Hi Alle,

Ich habe folgende Fragen an Euch:

1.) Forcieren die Jobcenter bundesweit ALGII-Empfänger auch für andere Unternehmen (z.Bsp: Eismann oder TTS) als Neukundenkontakter zu arbeiten, oder ist das eine exklusive Aktion für Bofrost?
2.) Halten Sie die Subventionierung durch Mittel des Europäischen Sozialfonds für bestimmte Unternehmen nicht auch für eine wettbewerbsverzerrende Maßnahme seitens des Jobcenters?
3.) Wie verträgt sich dieses Mindestlohnangebot mit Ihren Tarifverträgen? Die Gewerkschaft Verdi gibt da keine Antwort, sondern schickt nur Beitritterklärungen zu.
4.) Warum wird ein Unternehmen, dass Menschen mit eingeschränkter Gesundheit benachteiligt, gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt und nur Mindestlohn zahlt auch noch mit einer Subvention in Höhe von 75 % aus Mittel des Europäischen Sozialfonds durch das Jobcenter Mönchengladbach belohnt?



Euren Kommentaren, die mit Sicherheit kommen wird, sehe ich freudig entgegen.
Äh, Korruption? Also jetzt nicht als Antwort verstehen:icon_hihi:


Danke übrigens für deine Schilderungen. Ich würde deine Fragen allerdings an die EU adressieren, auf deren Antwort wäre ich gespannt.

Europäischer Sozialfonds für Deutschland - ESF- Programme - Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit

Das Programm wird ein solches sein. Das geht von den Jobcentern aus. Danach liegt es wohl in deren Entscheidung welchen Arbeitgeber die angehen wollen und welchen nicht. Ich denke die anderen haben sich das sicher auch angesehen, aber entschieden, dass die da einfach nicht mitmachen wollen.

Schon mal einen ehemaligen Langzeitarbeitslosen bei Aldi (Süd) gesehen? Dieser Quatsch interessiert die gar nicht, weil der Bofrost nicht in deren Liga spielt. Klar ist das ein entfernter Wettbewerber, aber die dürfen sich sicher gerne mit Niedriglöhnern vollsaugen, die dann drei - vier Wochen motiviert dabei sind. Dann wird krank gefeiert und gekündigt und ein "neuer" verschlissen. Das macht man bei der Vertriebsform ein paar mal und der Kunde sagt Au revoir ! Wenn ich da immer einen anderen und dazu nicht unzuverlässigen sehen will, kann ich gleich zum Discounter.

Der Aldi wirbt bei uns zumindest gleich mit höheren Löhnen, der siffigere Lidl auch. Dann nehmen sich die die "Rosinen" und der Wettbewerb darf mit der zweiten oder dritten Wahl ran. Mal drauf achten: Bei uns waren in den Nettos (ehemals Plus) und Pennys lange noch die alten Damen an der Kasse, die da schon gefühlt immer waren, während die Aldis und Lidls viel jüngere Menschen beschäftigt.

Bei real z.B. meine ich, dass da einige Kassenkräfte durch ein solches Förderprogramm an die Stelle kamen. Das geht bei Aldi null-komma-null. Da wird das Band im Akkord geräumt - wer nicht mithalten kann, soll wo anders shoppen gehen. Während der Lidl die Kassierer anweist sich nach dem Kunden zu richten :icon_hihi: Aber auch dafür braucht man jemanden mit etwas Gespür.

Personal bei McD und BurgerKing, gut kommt noch auf den Franchisenehmer an, aber auch oft ein himmelweiter Unterschied.

Das ist jetzt nicht mein Menschenbild, aber das steckt dahinter. So ticken die HR-Profis. Die nehmen das sicher wahr. Denen ist die "Wettbewerbsverzerrung" herzlich egal, sondern kommt denen sogar recht, weil man sich so differenzieren kann.

Ein Blick zu welchen Holdings da Vollsortimenter und Discounter in D gehören lohnt auch. Das läuft auf der Ebene, ihr pisst uns hier nicht an und wir schauen bei der anderen Gelegenheit nicht so genau hin.

Übrigens sieht man in den Jahresabschlüssen, das Bofrost unter Druck steht, die haben die Lohnkosten 78 Mio auf 72 Mio gesenkt. Die spüren den Druck!

Die werden doch eh bald alle durch Drohnen für die ganz Faulen ersetzt....:icon_mrgreen:
Die kommen so sicher, wie die Wasserstoffautos, die vor 15 Jahren gehyped wurden. - Vermutlich niemals

Weiß auch nicht was am stationären Einzelhandel auszusetzen wäre.
Jetzt mach ich schon wieder Werbung dafür.:wink:

Hat man so schon kaum mehr neue soziale Kontakte, muss da noch der Liefermann kommen und am Ende der Automat? Und schließlich sind alle wieder so einsam und tummeln sich in den einschlägigen online Partnerbörsen, weil man ja Single mit Nivea ist :icon_mrgreen:

Nein, Ihr bekommt in der Öffentlichkeit halt die Gosch´n nicht auf:icon_hihi:

Grüße

Da könnten dann auch Fragen geklärt werden, wie:
Äh, könnten Sie mir da eventuell privat näheres dazu erzählen, zum Thema Wohnungsrenovierung?

Andererseits sind ja Milchmänner auch berühmt-berüchtigt:icon_hihi: Nur ob man da bei Bofrost Zeit haben wird...
 

pannenkeeper

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Der Job selbst hört sich ja eigentlich nicht schlecht an, aber die Bezahlung ist halt nicht so gut. Kommt halt wirklich auch noch darauf an, was man realistisch an Provisionen noch dazuverdienen kann. Dass man täglich 11,5 Stunden arbeiten soll, kann ich mir nicht vorstellen, da dies allein schon vom Arbeitsgesetz her unzulässig ist. Aber ich kenne das Problem und bin nun auch schon lange auf der Suche nach einem passenden Job. Langsam hab ichs aufgegeben und spiele nun mit dem Gedanken der Selbständigkeit...
 

Ramteid

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Hallo,

ich habe einen Bekannten und einen guten Fußballspezie hier beim regionalen Bofrostvertrieb.


Der Verdienst liegt im schnitt über 2000 Euro, pendelt naturgemäß zwischen 1600 und 2500 Euro, je nach Provision.

Die Arbeitszeiten sind aber wirklich sehr lang. Denn einfach Feierabend machen ist nicht. Die Tour muss erledigt werden, und wenn ein guter Kunde nicht daheim ist muss noch einmal vorbei gefahren werden.

5 Tage die Woche, im Dezember 6 Tage, von 7:30 bis teilweise 20 Uhr. Manchmal ist auch schon 18 Uhr schluss.

Das ist natürlich nicht mit Arbeitszeitgesetzen konform, klar. Aber Mitarbeiter die nicht mitziehen und auf Gesetze pochen, sind nicht mehr lange im Betrieb....
 
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@pannenkeeper:
Als Selbstständiger hast du das Problem mit dem Arbeitszeitgesetz nicht mehr ... da kannst du dich problemlos 24h/Tag, 7Tage/Woche und 52Wochen/Jahr vergnügen.

@Ramteid:
Wenn der Spezl (der ist doch Arbeitnehmer und kein (Schein-)Selbstständiger?) zu der Gattung der Selbstausbeuter gehört ... kann ich nur sagen;
Er ist selbst schuld, wenn er seinen Arbeitgeber nicht auf dessen Fürsorgepflicht hinweist.
Er braucht sich auch nicht erhoffen, dass er wegen seiner Selbstausbeutung auch nur einen Vorteil hat. Sobald seine Zahlen nicht mehr stimmen, er die Leasingraten für das Equipment und/oder den (auszulegenden) Preis für die Ware nicht mehr bezahlt ... eher früher als später ~> Ar$chtritt.
 

Wutbuerger

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Arbeitszeitgesetz nicht , aber der Verordnung über Lenk und Ruhezeiten , mit Tageslenkzeiten und Schichtzeiten bist du auch als Selbstständiger gebunden.
Wenn die schon mal angeführten 2000 Euro für einen selbstständigen sein sollen , dann bleibt nach Abzug KK , Urlaub und Steuern ja kaum noch Mindestlohn ,eher Hartz4 Niveau
 

Ramteid

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@Ramteid:
Wenn der Spezl (der ist doch Arbeitnehmer und kein (Schein-)Selbstständiger?)
Hi Anon,
nein er ist Angestellt.

Ich selbst habe mich mal bei EISMANN informiert, ist schon ein paar Jahre her, zwecks Selbstständigkeit als Handelsvertreter, ich denke das du das verwechselst?


Mir war aber recht schnell klar das man selbst dort das Risiko trägt und kaum unternehmerische Freiheiten was zu entscheiden bzw. zulenken. War dann später mehrfach Thema in Reportagen des Fernsehens, welches die Scheinselbsständigkeit bei EISMANN aufdeckte.
 
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@Ramteid #76:
Nein, ich hatte da nichts verwechselt ... wohl nur etwas missverständlich/verschachtelt formuliert was den Status deines Freundes angeht.
Von deinem Kontakt mit EISMANN als Selbstständiger hatte ich - bis eben - keine Infos :icon_hihi:, also konnte ich es nicht damit verwechseln :wink:.

Da dein Spezl Angestellter ist, hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht und dein Freund sollte sich überlegen, ob er sich weiterhin so aufopfern will.

Ich befürchte, dass der Arbeitgeber versucht sich aus der Verantwortung zu ziehen, indem er behauptet von diesen unzulässig hohen Arbeitszeiten nichts gewusst zu haben.
 

Ramteid

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Ah ja beim nochmaligen lesen fällt es mir auf :)

Klar weiss der Arbeitgeber was da für Stunden geleistet werden. Interessiert ihn aber nicht. Es gab schon Mitarbeiter die es nicht mehr mitgemacht haben.

Die wurden dann elegant gemein, raus gemobbt. Schlechteste Tour mit Arbeitszeit von 40 Stunden. So verdienten sie nur noch sehr wenig. Und weitere Gemeinheiten, z.b. Neukundenwerbung ect.

Übrigens fangen viele BOFORSTler als Neukundenwerber an der Haustür an. Kunden "kennenlernen".
 

webeleinstek

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Ich selbst habe mich mal bei EISMANN informiert, ist schon ein paar Jahre her, zwecks Selbstständigkeit als Handelsvertreter, ich denke das du das verwechselst?
Ich habe mal einen Bericht im WDR über Eismann gesehen. Ich meine es wäre letztes Jahr gewesen.
Da ist es üblich, dass die Selbständigen erst enorme Kredite aufnehmen müssen um Kundenstamm, Fahrzeug usw zu bezahlen bzw. von Eismann kaufen und irgendwann wird dann der Vertrag von Eismann gekündigt. Man bleibt auf den aufgenommenen Krediten sitzen und ist hochverschuldet. Am Fahrzeug werden Mängel konstruiert, die derjenige dann auch noch bezahlen muss bzw. wodurch das Fahrzeug nur einen ganz geringen Wert hat. Die Ware die derjenige gekauft hatte, wurde natürlich nicht zurückgenommen. Obwohl noch hätte weiterverkauft werden können. Aber da blieb man auch noch drauf sitzen.

Das Beste daran ist, dass Eismann dann an den Nachfolger den Kundenstamm wieder verkauft. Natürlich mit den Kunden, die der Vorgänger angeworben hatte.

Dagegen soll Bofrost noch "human" sein.
 

Ramteid

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Genauso ist es.

Und wehe der Handelsvertreter wird krank.... solche fälle führen vielfach in den Ruin. Was ich auch extrem schlecht beim EISMANN finde ist, das es keinen Gebietsschutz (Gebiet kann getauscht oder gewechselt werden vom Niederlassungsleiter) gibt für das Verkaufsgebiebt was du dir aufgebaut hast.
Für mich ist das ein ganz klares Indiz für Scheinselbstständigkeit!
 
E

ExitUser

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Hallo Dietmar! :wink:

Ich habe die, seilbst im Lebensmittelgroßhandel arbeitend, schon bettelnd erlebt. Will sagen, ich sollte Ware direkt aus dem Lager organisieren. :icon_stop:

Das fand eindeutig wegen totaler Armut statt. Ob der/die nun einen "schlechten Bezirk" hatten oder warum auch immer..... genug Verdienst hatten sie jedenfalls nicht.

:icon_evil:
 

Ramteid

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Hey Cerberus :)

Der Eismann der bei mir hier jahrelang schon rumfährt verdient ganz gut. Da meine Familie lange Zeit recht guter Kunde bei ihm war, lies er damals mal einen Blick in seine Bücher zu!


Aber vor ca 2 Jahren hat er sich von Eismann getrennt, und sich komplett unabhängig gemacht, mit eigenem Einkauf und kompletter unternehmerischer Freiheit! Er weiss schon warum :)
 

Frozen Smile

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Hey Cerberus :)

Der Eismann der bei mir hier jahrelang schon rumfährt verdient ganz gut. Da meine Familie lange Zeit recht guter Kunde bei ihm war, lies er damals mal einen Blick in seine Bücher zu!


Aber vor ca 2 Jahren hat er sich von Eismann getrennt, und sich komplett unabhängig gemacht, mit eigenem Einkauf und kompletter unternehmerischer Freiheit! Er weiss schon warum :)
Lass mich raten - es ist ihm nichts anderes eingefallen? Mal im Ernst; wer macht sich in so einer Branche komplett selbständig? :icon_mrgreen:
 

Ramteid

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Er hatte seine Kunden durch viele Jahre Geschäftsbeziehung an sich gebunden. Die meisten hat er behalten, aber zusätzlich viele gewonnen da er keinen Gebietsschutz mehr unterliegt und da handel kann wo er will. Und es da lassen kann wo es sich nicht lohnt.

Für ihn fahren jetzt 2 Angestellte! Muss sich also lohnen, sehe ihn manchmal durch die Stadtfahren :)
Pleite isser jedenfalls noch nicht.

Aber du kannst schon recht haben, das er die komplette unabhängigkeit von Eismann einem noch grösseren Übel vorgezogen hat. Bis zur Rente kann er ja auch maximal noch 10 jahre haben, wobei als selbstständiger er ja selber bestimmt wann er in Rente geht.

Und hoffentlich gute Altersvorsorge getroffen hat!

Frozen Smile du stammst wohl aus der Branche?
 
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