Bluthochdruck

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Kann man bei Bluthochdruck Kostenaufwändigere Ernährung geltendmachen?
 

Cha

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Die Zuschläge für kostenaufwändige Ernährung ergeben sich aus den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (DV).

Aktuell sind diese Empfehlungen:
https://www.deutscher-verein.de/05-empfehlungen/empfehlungen2008/pdf/DV 25-08.pdf

Bei Hypertonie "ist in der Regel ein krankheitsbedingt erhöhter Ernährungsaufwand zu verneinen.
Es ist davon auszugehen, dass der auf der Grundlage der EVS 2003 bemessene Regelsatz den notwendigen Aufwand für eine Vollkost deckt."

Viele Grüsse

Cha
 
E

ExitUser

Gast
Wichtig!

Sollte gleichzeitig Übergewicht vorhanden sein, so wird der Ernährungszuschlag gerne abgelehnt, obwohl andere wesentliche Probleme vorhanden sind.

Dies wird immer damit begründet, daß man ja sein Gewicht reduzieren könne und damit würden die Probleme verschwinden.

Ein ernährungsbedingtes Übergewicht wird nicht in kürzester Zeit verschwinden, es dauert meist viele Monate um Abhilfe zu schaffen, will man sich nicht neue Probleme einhandeln. Für diesen Zeitraum wäre dennoch die Leistung zu gewähren. Danach müßte neu geprüft werden.

Aber und das trifft auch viel mehr Übergewichtige zu, als man denken würde: Übergewicht ist nicht immer vom Betroffenen zu beeinflussen. So gibt es Adipositas der sekundären Form als Folge anderer Erkrankungen, wie z.B. Schilddrüsenproblemen und anderen endokrinen Störungen, Schlaf Apnoe, Narkolepsie, Depressionen und etlichen mehr. Aber auch Medikamente können Adipositas auslösen. So zum Beispiel viele Antidepressiva. Wer Betablocker nehmen muß hat einen weiteren Stolperstein, denn Betablocker erschweren die Gewichtsreduktion.

In diesen Fällen wäre eine Ablehnung wegen Adipositas nicht korrekt, da es sich nicht um ein ernährungsbedingtes Übergewicht handelt, das vom Betroffenen "leicht" zu beeinflussen wäre.

Einiges zum Thema in Ausgabe 7/2008 der kostenlosen Sozialzeitschrift "Horch amol". Download hier: Horch amol aus Franken - Downloads
 
E

ExitUser

Gast
Bei mir wurde vergangenen Woche auch der Antrag auf Mehrbedarf wegen Bluthochdurck abgelehnt. Die Begründung sinngemäß:
Seit 10 Jahren gibt es diesen Mehrbedarf schon nicht mehr. Er steht nur noch pro forma in der Aufstellung.
Der Widerspruch wurde am Montag von meinem RA geschrieben. Nun bin ich gespannt, was dabei herauskommt.
 
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