Blockiert hier wirklich der Personalrat Hilfe für das Bremer Stadtamt?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Kaleika

Redaktion
Startbeitrag
Mitglied seit
20 August 2006
Beiträge
4.132
Bewertungen
367
Bürger müssen mit langen Wartezeiten rechnen
Personalrat blockiert Hilfe für Stadtamt

Pascal Faltermann 24.06.2016 7 Kommentare
Reisepass, Sterbeurkunde oder kurzfristig eine Trauung im Sommer? Das wird weiterhin dauern. Warteschlangen inbegriffen. Es wird nicht ruhig rund um das Bremer Stadtamt.
(...)
Personalrat blockiert Hilfe für Stadtamt - Aktuelle Nachrichten und Berichte - WESER-KURIER

Die Überschrift finde ich falsch gewählt.
Der Personalrat verlangt ja nur, was lange schon beschlossen worden war, nämlich feste Kräfte einzustellen. Rainer Besser verweist außerdem auf die Bremer Erklärung zu fairen Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Dienst, wonach es keine prekären Beschäftigungen im öffentlichen Dienst geben darf.
Offenbar versucht Bremen hier Bockmist zu bauen, um Geld zu sparen.
 
E

ExitUser

Gast
"... studentische Hilfskräfte, Leiharbeiter und Unterstützung aus der Finanzbehörde ..." und

Personalrat: „Es darf keine prekären Beschäftigungen im öffentlichen Dienst geben.“

Rainer Besser verweist außerdem auf die Bremer Erklärung zu fairen Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Dienst. Darin stehe unter anderem, dass arbeitsmarktpolitische Beschäftigungsmaßnahmen nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zulässig sind. Es müsse sich dabei um „zusätzliche Arbeit“ handeln, beim Stadtamt seien aber die Regelaufgaben angestiegen. „Es darf keine prekären Beschäftigungen im öffentlichen Dienst geben“, erklärt Besser.

Darum hätten sie Leiharbeiter und studentische Hilfskräfte abgelehnt. Dem widerspricht die Innenbehörde: In dem Papier stehe, dass Leiharbeitskräfte nicht länger als sechs Monate beschäftigt werden sollen. Damit steht fest, dass Leiharbeit beim Stadtamt für die Sommerzeit, also zwei bis drei Monate, der Bremer Erklärung nicht zuwider laufe. ...

Man träumt also nicht nur von Leiharbeitern, sondern hat auch AGH im Ärmel ...
Nur stellt sich die Frage, was es der Stadt bringt, die nach jeweils sechs Monaten auszutauschen und dann die nächsten Ein-Euro-Jobber und Zeitarbeiter einzuarbeiten (auch wenn man ob des klaren Rechtsverstoßes von ersteren nicht reden will). Auf die Verstetigung von Prekärjobs wird es zwangsläufig hinauslaufen, wenn sich die Stadt weigert, feste Stellen einzurichten. Mit steigender Tendenz. Denn wenn sich das einmal eingespielt hat, werden nach und nach auch die Stellen von den altershalber ausscheidenden Mitarbeitern durch Ein-Euro-Jobber und Zeitarbeitsleute ersetzt, bis schließlich der Amtsleiter der letzte städtische Angestellte sein wird.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
8.307
Bewertungen
21.947
Der Personalrat macht hier genau das, wofür ein Personalrat gewählt wird. Nämlich die Belange des Personals zu wahren und da ist es unterste Schublade, die als Blockierer hinzustellen.
Den Schreiberling vom Weser-Kurier sollte man als aller erstes zu einem Ein-Euro-Jobber schicken, wenn er mal was vom Stadtamt braucht. Dann wird er schon merken, welche Kompetenz ihn erwartet und was er für einen Blödsinn geschrieben hat.
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.416
Bewertungen
9.804
Sehe ich auch so. Ich würde im Personalrat auch nicht anders entscheiden. Hinzu kommt noch, dass diese "Saisonkräfte" allesamt erst angelernt werden müssen. Das ist eine zusätzliche Belastung und keine Entlastung. Und wenn sie angelernt sind, können sie wieder gehen und dann kommen ggf. die nächsten. Das ist doch Irrsinn, den es zu unterbinden gilt.

Im Übrigen: wenn die Stadt meint, mit einer Entscheidung des PR nicht einverstanden sein zu wollen, dann hat es die Einigungsstelle anzurufen. Es ist für alles ein Rechtsweg vorgeschrieben. Die Panikmache in irgendeinem Schmierenblatt dürfte nicht dazu gehören.
 

flandry

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Februar 2013
Beiträge
1.187
Bewertungen
209
Ich halte das Vorgehen des Stadtamtes für richtig.
Die Zeiten lebenslang sicherer Arbeitsplätze sind in der Wirtschaft vorbei.
Wieso soll der öffentliche Dienst ein Privileg haben und davon ausgenommen sein? :icon_motz:

Was nicht nur Hartz-IV betrifft: schlechtes Verhalten gegenüber den Bürgern mit einem sicheren Arbeitsplatz belohnen???:icon_evil:
Ja schon gut, ich weiß, dass im öffentlichen Dienst oft nur noch Zeitverträge geschlossen werden.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
8.307
Bewertungen
21.947
Ich halte das Vorgehen des Stadtamtes für richtig.
Die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse ist also richtig? Na, wenn du meinst.... Dann aber bitte auch in Zukunft nicht mehr über ZAF und 1-Euro-Jobs meckern. :wink:

Wieso soll der öffentliche Dienst ein Privileg haben und davon ausgenommen sein? :icon_motz:
Weil der ÖD im Gegenzug für dieses Privileg weniger Rechte hat als der "gewöhnliche" Arbeitnehmer ( z.B. Streikverbot) und im Übrigen auch im Vergleich mit ähnlichen Tätigkeiten in der freien Wirtschaft geringer entlohnt wird.

Was nicht nur Hartz-IV betrifft: schlechtes Verhalten gegenüber den Bürgern mit einem sicheren Arbeitsplatz belohnen???:icon_evil:
Welches Verhalten meinst du denn?

Ja schon gut, ich weiß, dass im öffentlichen Dienst oft nur noch Zeitverträge geschlossen werden.
Wenn du das weißt, dann ergibt dein vorheriges Gemecker keinen oder zumindest nur wenig Sinn.
 
E

ExitUser

Gast
Den Schreiberling vom Weser-Kurier sollte man als aller erstes zu einem Ein-Euro-Jobber schicken, wenn er mal was vom Stadtamt braucht. Dann wird er schon merken, welche Kompetenz ihn erwartet und was er für einen Blödsinn geschrieben hat.

Dem Schreiberling* vom Weser-Kurier sollte man einen Ein-Euro-Job beim Weser-Kurier andienen, mit dem ihm dann seine eigenen Honorare wegschwimmen - nur so wird er merken, was die Hetze gegen die Elos und das Beklatschen von Prekärjobs für Blödsinn ist.


*Die Schreiberlinge in Tageszeitungen sind als legale Scheinselbständige selbst Prekariat, weigern sich aber überwiegend, sich das wenigstens selbst einzugestehen.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
8.307
Bewertungen
21.947
*Die Schreiberlinge in Tageszeitungen sind als legale Scheinselbständige selbst Prekariat, weigern sich aber überwiegend, sich das wenigstens selbst einzugestehen.
Kann ich aufgrund zeitweiliger Beschäftigung bei einer Tageszeitung nicht so bestätigen, wobei das natürlich auch von Verlag zu Verlag unterschiedlich sein kann.
Ansonsten gebe ich dir mit deinem Beitrag völlig recht.
 
E

ExitUser

Gast
Kann ich aufgrund zeitweiliger Beschäftigung bei einer Tageszeitung nicht so bestätigen, wobei das natürlich auch von Verlag zu Verlag unterschiedlich sein kann.

Schön für Dich. Aber die Honorarberichte bei journalismus.com sind schon mehr als nur unterhaltsam. Da fragt man sich, wie man als Freier dafür produzieren, geschweige denn davon leben kann. Und bei den Fotografen interessiert es auch keinen, ob der Anstrich (oder die Hälfte davon) die Kosten deckt, wenn er denn schon mal ausgezahlt wird. Manche Verlage bestreiten selbst dann noch den Abdruck, wenn Du die betreffende Zeitung oder das Heft vor Deiner Nase liegen hast.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten