[Bln-Wohnen] Draufzahlen oder einpacken

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ethos07

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Taz vom 27.02.2012

WOHNEN I: Draufzahlen oder einpacken

Sozialsenator Czaja (CDU) will die Mietzuschüsse für Hartz-IV-Empfänger neu regeln - Aktivisten befürchten trotzdem mehr Zwangsumzüge.von Malene Gürgen / Manuela Heim

Noch im Budget? Plattenbau am Alex. Bild: dpa

In Berlin gibt es fast 100.000 Haushalte von Hartz-IV-Empfängern, deren Wohnungen mehr kosten, als das Jobcenter zahlt. Das hat eine Anfrage der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus ergeben. „Das zeigt, wie dringend eine Neufestlegung der Kosten für die Unterkunft ist“, sagt die wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion, Katrin Lompscher. Andernfalls droht den Betroffenen der Zwangsumzug.

Tatsächlich ist das Land Berlin schon seit Herbst 2010 zu einer Neuberechnung der Mietzuschüsse verpflichtet – nun soll sie kommen. Einen entsprechenden Entwurf stimmt Sozialsenator Mario Czaja (CDU) derzeit im Senat ab. Vor eineinhalb Jahren hatte das Bundessozialgericht die bisherige Regelung gekippt – die entsprechende Verordnung beruhe nicht auf einem schlüssigen Konzept und sei intransparent. Trotzdem wird sie bis heute angewendet, denn der rot-rote Senat hatte es bis zu seiner Abwahl nicht geschafft, einen Neuentwurf vorzulegen.

Die Höchstgrenze für einen Ein-Personen-Haushalt liegt in Berlin bei 378 Euro warm, bei zwei Menschen sind es 444 Euro. „Dafür gibt es aber gerade in den innerstädtischen Bezirken kaum noch Wohnungen“, kritisiert Eva Willig von der „Kampagne gegen Zwangsumzüge“, die sich dafür engagiert, dass Hartz-IV-Empfänger in ihren Wohnungen bleiben können. Viele der Betroffenen müssten den zusätzlichen Betrag aus ihrem Regelsatz zahlen, wenn sie ihre Wohnung nicht verlieren wollen.

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Kikaka

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Zitat:
WOHNEN I: Draufzahlen oder einpacken

Sozialsenator Czaja (CDU) will die Mietzuschüsse für Hartz-IV-Empfänger neu regeln - Aktivisten befürchten trotzdem mehr Zwangsumzüge.von Malene Gürgen / Manuela Heim

Noch im Budget? Plattenbau am Alex. Bild: dpa

In Berlin gibt es fast 100.000 Haushalte von Hartz-IV-Empfängern, deren Wohnungen mehr kosten, als das Jobcenter zahlt. Das hat eine Anfrage der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus ergeben. „Das zeigt, wie dringend eine Neufestlegung der Kosten für die Unterkunft ist“, sagt die wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion, Katrin Lompscher. Andernfalls droht den Betroffenen der Zwangsumzug.

Wohin denn ?

Tatsächlich ist das Land Berlin schon seit Herbst 2010 zu einer Neuberechnung der Mietzuschüsse verpflichtet – nun soll sie kommen. Einen entsprechenden Entwurf stimmt Sozialsenator Mario Czaja (CDU) derzeit im Senat ab. Vor eineinhalb Jahren hatte das Bundessozialgericht die bisherige Regelung gekippt – die entsprechende Verordnung beruhe nicht auf einem schlüssigen Konzept und sei intransparent. Trotzdem wird sie bis heute angewendet, denn der rot-rote Senat hatte es bis zu seiner Abwahl nicht geschafft, einen Neuentwurf vorzulegen.

Die Höchstgrenze für einen Ein-Personen-Haushalt liegt in Berlin bei 378 Euro warm, bei zwei Menschen sind es 444 Euro. „Dafür gibt es aber gerade in den innerstädtischen Bezirken kaum noch Wohnungen“, kritisiert Eva Willig von der „Kampagne gegen Zwangsumzüge“, die sich dafür engagiert, dass Hartz-IV-Empfänger in ihren Wohnungen bleiben können. Viele der Betroffenen müssten den zusätzlichen Betrag aus ihrem Regelsatz zahlen, wenn sie ihre Wohnung nicht verlieren wollen.
Das ist es was sie wollen, Gegenwehr ist angesagt..

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-..........auf welche Art und Weise da möge man teddybärs Beiträge nachlesen..wer nicht kämpft der hat schon verloren..
 

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Bei der nächsten Miet- oder Kostenerhöhung droht mir auch der Zwangsumzug.
Leider ist die GSW bei Kostensteigerungen sehr schnell und kreativ.
Also eine Frage von wenigen Monaten.
Kennt jemand von Euch eine nette Brücke mit Stromanschluß in Berlin?
 

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Bei der nächsten Miet- oder Kostenerhöhung droht mir auch der Zwangsumzug.
Leider ist die GSW bei Kostensteigerungen sehr schnell und kreativ.
Also eine Frage von wenigen Monaten.
Kennt jemand von Euch eine nette Brücke mit Stromanschluß in Berlin?

Prüfe doch einmal nach, ob bei Dir ein Ausschlußgrund für einen Umzug vorhanden wäre... z.B. diverse Erkrankungen die Streßprobleme nicht tolerieren. Ebenfalls ist zu prüfen um wie viel die Steigerung ausfallen würde, denn auch heute muß ein Umzug mit seinen Kosten sich auch rechnen (Wirtschaftlichkeitsberechnung).
 
B

Bobby001

Gast
Bei der nächsten Miet- oder Kostenerhöhung droht mir auch der Zwangsumzug.
Leider ist die GSW bei Kostensteigerungen sehr schnell und kreativ.
Also eine Frage von wenigen Monaten.
Kennt jemand von Euch eine nette Brücke mit Stromanschluß in Berlin?


Nee, kannst du vergessen, die meisten Brücken führen übers Wasser. Immerhin sind dort mehr Brücken als in Venedig.
Musst dir schon nen anderen Ort suchen. Oder wie wärs mit ner Mülltonne? Stehen dort ja genug herum. Stromanschluss? Hängst dann dein Kabel ins nächste Haus.

*:icon_kotz2: Sorry, mein Magen... dreht sich neuerdings nur noch. Bei der Menschenverachtung in diesem Land... kein Wunder.
 
B

Bobby001

Gast
Och, zB in MeckPomm gibts billige Wohnungen ... so entledigt sich Berlin doch auch ganz nett der ungewünschten Arbeitslosen :cool:

Nee, nix Wohnung. Zeltstädte. Und die Hartzies sind dann in guter Luft auf der Weide.

:icon_kotz:
 

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-Setze Dich mit dem Thema Kostensenkungsaufforderung auseinander. Auch in Berlin geht was mit EA.. Wege dazu im letzten Beitrag...

https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/72737-kostensenkungsaufforderung-gegenwehr.html

Vielen Dank für den Tipp.
Grundsätzlich würde ich ja der GSW gerne den Rücken kehren.
Seit diese an solch nette Heuschrecken wie Cerberus verkauft wurde, haben die Mieter langfristig ohnehin keine Perspektive auf ein sorgenfreies Wohnen.
Problem ist halt nur, dass es kaum noch Wohnungen gibt, die von dem Satz zu finanzieren wären.
 
E

ExitUser

Gast
Gibts in Berlin überhaupt noch Wohnungen, die billig sind und wo es keinen Schimmelbefall gibt oder wo man Angst haben muss, dass alles am nächsten Tag zusammenbricht?

Hier kommt man doch nur noch mit Vitamin B (oder als geförderter Ausländer [leider nicht die Türken] ) an billige Buden. Und selbst die sind rar gesäht.
 
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