Bleibt die Rente nach 2025 noch sicher?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

miku

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Oktober 2015
Beiträge
26
Bewertungen
3
Hallo @all,

ich war heute zur Rentenberatung bei der DRV. Eigentlich wollte ich wissen ob ich mit 62 Jahren in den vorgezogenen Ruhestand für Schwerbehinderte gehen kann. Und wieviel dann noch finanziell rumkommt.

Die freundliche Sachbearbeiterin hat mich darauf hingewiesen, dass für die Zeit nach 2025 noch keine Pläne vorliegen, wie es weitergeht.

Ich wäre natürlich erst 2027 dran, und perfiderweise wurde mein
Schwerbehindertenausweis zuletzt nur bis 2026 verlängert.

Die Fachkraft der DRV hat mir bestätigt, dass diese Vorgehensweise System hat.

Ich bin schockiert und verärgert.

Liebe Grüße

miku
 

gelika56

Elo-User*in
Mitglied seit
9 Februar 2017
Beiträge
69
Bewertungen
25
AW: Rente nach 2025 noch sicher?

Dann solltest du mal einen Wahrsager aufsuchen vielleicht weiß der ,was in 30 Jahren los ist
 

miku

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Oktober 2015
Beiträge
26
Bewertungen
3
AW: Rente nach 2025 noch sicher?

@gelika,

ich denke man könnte bei der DRV was erfahren, wenn die Auskunft geben dürften :peace:
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
AW: Rente nach 2025 noch sicher?

Hallo miku!

Ist die Zurechnungszeit für Erwerbsgeminderte nicht auch 62 Jahre?
Dann kannst du dich doch an der aktuellen Renteninformation zumindest grob orientieren.

Was wirklich sein wird, hängt von der politischen und ökonomischne Entwicklung ab und nicht zuletzt von der deines Einkommens. Schau nach Südeuropa. Dort wurden die Renten in Folge der Finanzmarktkrise teilweise radikal gekürzt.

Die DRV hat keinen Einfluss auf diese Entwicklungen und kann dir da auch nichts Verbindliches sagen.
 

AsbachUralt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2008
Beiträge
2.584
Bewertungen
3.241
AW: Rente nach 2025 noch sicher?

Nix is fix, wie man so schön sagt.
Bereits morgen könnte es zu einer Weltwirtschaftskrise kommen, die alle bisherigen Regelungen zur Makulatur macht.
Man kann also nur immer hoffen, dass es nicht schlechter wird als bisher.
Ansonsten hilft noch Astro-TV. :wink:
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
AW: Rente nach 2025 noch sicher?

Hallo cibernauta,

Ist die Zurechnungszeit für Erwerbsgeminderte nicht auch 62 Jahre?

Inzwischen sind es wohl sogar 62 Jahre + 3 Monate und daran wird ja schon weiter "herumgefriemelt" (um das EM-Rentenvolk vielleicht zufriedener stimmen zu können, wenigstens das Zukünftige) aber deine Information hat einen gewaltigen "Schönheitsfehler" ... :idea:

Dann kannst du dich doch an der aktuellen Renteninformation zumindest grob orientieren.

Daran sollte man sich besser NICHT orientieren wenn man seine Aussichten auf Rente für Schwerbehinderte prüfen will, denn bei dieser Renten-Art gibt es KEINE "Zurechnungszeiten" ... :icon_evil:

Die Rente für Schwerbehinderte ergibt sich NUR aus den tatsächlichen Anwartschaften, wie auch die reguläre Altersrente ... und bei vorzeitiger Inanspruchnahme sind die entsprechenden Abschläge noch abzuziehen.

Beim Betrag der jeweils ("Wenn Sie jetzt Erwerbsgemindert wären") für die EM-Rente angegeben wird, ist der Abschlag von 10.8 % bereits enthalten, ebenso die (zu diesem Zeitpunkt) geltenden "Zurechnungsjahre".

Der Betrag der voraussichtlichen EM-Rente wird in der Regel (mit jeder Renten-Information) geringer, je näher man dem regulären Renten-Alter kommt, denn es werden ja immer weniger "Zurechnungsjahre aufgeschlagen" (mit fiktivem Erwerbseinkommen) ...

Alle anderen Rentenarten können NUR durch Beiträge aus Erwerbseinkommen noch verbessert werden, ansonsten werden sich die "Schätz"-Beträge kaum noch positiv verändern können.

In den Renten-Information wird ja nicht ohne Grund darauf hingewiesen, dass es sich um "unverbindliche Hochrechnungen" handelt, unter der Voraussetzung, dass die Beiträge der letzten 5 Jahre auch in der Zukunft weiter in der Höhe in das Rentenkonto fließen werden ... bis zum Eintritt der (persönlich variablen) Regel-Altersgrenze (65 +X).

Darauf mag sich nun jeder seinen eigenen Reim machen, der schon mehrere Jahre gar kein (regelmäßiges) Erwerbseinkommen mehr hatte ...

Selbst wenn ein DRV-SB das möchte kann er nicht berechnen für Person X welche Höhe der Betrag seiner Schwerbehinderten-Rente im Jahr 2027 wohl haben wird ...
Da müsste der wirklich Hellseher sein, denn der Betroffene könnte ja noch einige Jahre arbeiten und weitere Beiträge einzahlen dafür oder eben auch nicht ...

Aktuell ist ja noch nicht mal sicher, dass der Schwerbehinderten-Ausweis dann noch gültig sein wird.
Zudem müssen mindestens 35 Jahre "Wartezeiten" erfüllt sein, das ist bei EM-Rente auch nicht erforderlich.

MfG Doppeloma
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.162
Bewertungen
28.601
AW: Rente nach 2025 noch sicher?

Es weiss doch heute keiner, was sich bis dahin an der rentengesetzgebung ändert.

Das macht aber auch private Altersvorsorge nicht einfacher, weil niemand heute weiss, wieviel er zusaetzlich zur gesetzlichen Rente braucht, um den Lebensstandard halten zu können. Dazu kommen weiter Unbekannte wie Inflationsrate und Zinsentwicklung. Steuerrecht, Krankenversicherungsbeitraege, Pfleversicherungsbeitraege, gesundheitliche Entwicklung ...
Posted via Mobile Device
 

miku

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Oktober 2015
Beiträge
26
Bewertungen
3
AW: Rente nach 2025 noch sicher?

Aktuell ist ja noch nicht mal sicher, dass der Schwerbehinderten-Ausweis dann noch gültig sein wird.
MfG Doppeloma

Genau. Das meine ich doch. Mich haben diese Aussichten jedenfalls sehr frustriert.

Der Schwerbehindertenausweis wurde vom Versorgungsamt das letzte mal nur bis 2026 verlängert.
Den habe ich seit 1986. Die OP die zu dem GdB geführt hat ist irreversibel.
Das hat eben System!


LG miku
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo miku,

Der Schwerbehindertenausweis wurde vom Versorgungsamt das letzte mal nur bis 2026 verlängert.

Dafür gibt es ja sicher auch eine Begründung, mein Männe hat seinen Ausweis bereits von Beginn an unbefristet, aber der braucht keine Schwerbehinderten-Rente mehr ... bekommt schon EM-Rente.

Den habe ich seit 1986. Die OP die zu dem GdB geführt hat ist irreversibel.

Das alleine bedeutet aber NICHT, dass ein GdB nicht mehr gesenkt werden kann oder auch mal ganz entfällt, das ist schon abhängig vom konkreten Grund für den GdB ... es kommt auch immer auf das Lebens-Alter an bei bestimmten Behinderungen ...

Das hat eben System!

Das ist korrekt aber das GdB-System (Versorgungsmedizinische Grundsätze) ist beim Versorgungs-Amt und NICHT bei der DRV zu suchen und zu finden ...

Auch eine irreversible Behinderung (durch eine OP) kann irgendwann ihre große Bedeutung verlieren und dann wird der GdB eben dem Lebensalter entsprechend "angepasst".

Als Beispiel gilt es z.B. mit 60 vielleicht nicht mehr als Behinderung wenn die Fortpflanzungsfähigkeit durch eine OP mal verlustig gegangen ist ... weil man sich in dem Alter (in der Regel) ohnehin nicht mehr unbedingt fortpflanzen möchte. :idea:

Das gilt auch für Frauen, deren Kinderwunsch dadurch vielleicht unerfüllt bleiben musste ... mit 30 / 40 (oder gar früher) wird das als Behinderung anerkannt, ab 50 (oder 55) wohl nicht mehr (ich habe jetzt nicht nachgelesen), dann entfällt der GdB dafür auch endgültig.

Es ist dann KEINE besondere Behinderung mehr gegenüber anderen Frauen im gleichen Lebensalter ... die bekommen da normalerweise auch keine Kinder mehr ... :icon_evil:

Warum sollte diese Frau dann deswegen früher in Rente gehen dürfen ???

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast

JobcenterAffe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mai 2017
Beiträge
685
Bewertungen
883
Also, mein Statement dazu:
Ich bin dafür, daß es eine Mindestrente unabhängig vom vorherigen Erwerbsleben gibt. Sagen wir diese müsste bei ca. 850 € liegen (warum so niedrig, erkläre ich weiter unten, Stichwort Renter-Wohngeld).

Begründung:

  • Viele Menschen hierzulande haben Lücken in ihrem Erwerbsleben vorzuweisen sei es
  • wegen Kindererziehung,
  • längerer Arbeibeitslosigkeit,
  • Krankheit während dem oder gegen Ende (häufiger) des Erwerbslebens

=> All diese Faktoren führen nach dem jetzigen Rentensystem automatisch in Altersarmut.

"Verschuldet" oder unverschuldet darf dabei keine Rolle spielen.
Denn man darf nicht außer Acht lassen, daß die Altersrente ja ohnehin nur für maximal das letzte Viertel des Lebens (20 Jahre) gezahlt wird (bei vielen auch viel kürzer).

Und wenigstens diesen letzten Lebensabschnitt sollte jeder noch einigermaßen menschenwürdig ohne Geldsorgen verbringen können.

Meist ist es ja spätestens 5 Jahre vor Lebensende mit dem "unbeschwerten Leben" sowieso schon vorbei, weil dann die altersbedingten Krankheiten verstärkt kommen.

Das Argument, daß sich manche "auf die faule Haut" gelegt hätten, und deshalb dafür zurecht im Alter abgestraft gehören, halte ich für falsch.

Denn jene wurden ja schon während der vorherigen 3/4 ihres Lebens in irgendeiner Form finanziell abgestraft. - Das ganze nur, falls wieder diese leidige "Gerechtigkeitsfrage innerhalb derselben Klasse" aufkommt.

Komischerweise wird nie diskutiert, ob die Altersversorung eines Unternehmers in der Höhe gerechtfertigt war, wenn dieser sein Leben lang vom Geld seiner Angestellten einen mehr oder weniger hohen Betrag einbehalten hat (= Gewinn).

Zur Finanzierung:
  • Jeder müsste in die Rentenversicherung einzahlen. Selbstverständlich und gerade auch Selbstständige und Beamte
  • Es darf keine Begrenzung bei der Einzahlungshöhe geben ("Beitragsbemessungsgrenze")
  • Wohl aber müsste es eine Begrenzung bei der maximalen Rentenhöhe geben (sagen wir 3.000 €)

Jetzt kommt bestimmt wieder jemand, mit "ja, das ist nicht durchsetzbar, wegen dem Bestandsschutz etc.", und deshalb "lassen wir am besten alles wie es ist". Ich nenne das das fatalistische "Man kann sowieso nichts ändern"-Argument.

Aber wenn NIE eine radikale Reform in dieser Richtung angegangen wird, wird sich auch NIE (auch nicht in ferner Zukunft) etwas zum besseren ändern!

Ein zweiter Punkt, der mit der Rente in direktem Zusammenhang steht, wäre die Einführung einer Art Wohngeld für Renter. Das aber nur für die "Mindestrente-Rentner" bezahlt würde. Vielleicht noch in Staffelung für die, die deren Rentenanspruch nur einige hundert Euro/Monat darüber liegt.

Dann müsste auch diese "neue Rente" nicht so hoch ausfallen, weil es eine "Netto-Rente" wäre, die nur die reinen Lebenshaltungskosten abzudecken braucht.

Die Kosten für die Wohnung wäre dann in einem separaten Kostenblock ausgegliedert.

Meinetwegen daß 80 % dieser Wohnungskosten für die Mindestrentenbezieher bezahlt würden.

Genau das wäre dann auch gerechter, weil es die unterschiedlich hohen Wohnkosten, die ja je nach der Region, in der man lebt, besser abbilden würde.

Nur 80 % (meinetwegen auch 70 %) Deckung deshalb, weil man dadurch auch etwas "Eigenverantwortung" mit eingebaut hätte.

Somit würden nicht alle in die eventuell als attraktiver empfundenen Ballungszentren/größeren Städte ziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten