Bleibt die Höhe des Stundenlohnes beim Vorstellungsgespräch ein Geheimnis?

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franzi

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In letzter Zeit hatte ich - erstaunlicherweise - wieder mehrere Vorstellungsgespräche.

Früher war es normal, dass man während dieser Gespräche sämtliche Details zur ausgeschriebenen Stelle klären konnte, unter anderem auch die Höhe des Stundenlohnes.

Nun habe ich es mehrmals erlebt, dass man diesen nicht erfährt.
Eine Dame sagte sogar zu mir: "Darüber spreche ich grundsätzlich nicht!"

Es wird erwartet, dass man einen bestimmten Betrag nennt, den man sich als Bruttolohn vorstellt. Danach kommt die Antwort: "Das müssen wir erst ausrechnen."

Meistens hört man dann von den Firmen nichts mehr ...

Habt ihr das auch schon so erlebt?
Ist das jetzt so üblich oder einfach nur eine "Masche"?
Hat man kein Recht auf Auskunft, wie hoch der übliche Stundenlohn ist, der in dem Unternehmen gezahlt wird?
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
die Höhe des Stundenlohnes.

Ob Stunden- oder Monatslohn ist doch egal.

Wenn man unter der Verfolgungsbetreuung der JC steht, sollte man selbst tunlichst keine Lohnforderung stellen. Man kann sagen branchenüblich und entsprechende Tarife oder Durschnittslöhne anführen.

Tariflöhne sind eigentlich recht klar definiert, aber selbst da habe ich es gerade erlebt, dass ein AG keine genaue Einstufung genannt hat, sondern vier mögliche Entgeldgruppen. Ich sollte selbst meine Grenze nennen, unterhalb derer ich die Stelle nicht annehmen würde.

Natürlich hast du ein Recht, den Lohn zu erfahren, aber halt erst wenn ein Vertrag ausgehandelt wird. Im Vorstellungsgespräch wollen die AG erstmal sehen, wo du dich im Vergleich zu anderen Bewerbern positionierst.
 

Nena

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Geht es um Stellen, bei denen Du Lohn (stundenweise Abrechnung) kriegst oder Gehalt (monatliche Abrechnung, immer dieselbe Summe)?
Je nach Branche wird das (Wunsch-)Brutto-Jahresgehalt angegeben. Bei Stundenlohn-Jobs wird i.d.R. eh nicht mehr als Tarif gezahlt.
 

Elgaucho

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AW: Es ist das mehr als legitime Recht nach Lohn bzw. Gehaltshöhe zu fragen !

Ich hatte neulich auch ein Vorstellungsgespräch bei einer größeren Firma - immerhin mit 3 Firmenvertretern - der Personalchef und 2 Abteilungsvertreter.

Als ich dann die absolut legitime Frage danach stellte- wie die Entlohnung aussieht für die konkrete Stelle war ich mehr als ernüchtert. Man wollte mich mit über 30 Jahren Berufserfahrung als ungelernt einstellen und mit 2000,00 Euro brutto abspeisen.

Auf meine höfliche Anfrage an die Personalabteilung warum Sie mich mit über 30 Jahren Berufserfahrung und auch nachweisbar erfolgreicher Führungserfahrung als "ungelernt" einstufen wollte - erntete ich betretenes Schweigen.

Die Stimmung kippte auf einmal und ich reagierte selbstbewußt und sagte - ich möchte nicht unhöflich bzw. insistierend seien - aber die Frage nach Lohn und Gehalt wäre für mich selbstverständlich bei einem Vorstellungsgespräch.

Sofort sprang mir die Abteilungsleitung bei und meinte das wäre absolut legitim nach der Höhe von Gehalt und Lohn zu fragen und wo kämen wir denn hin wenn das in Deutschland nicht mehr legitim wäre und mein Verhalten wurde als mehr als höflich und nett bezeichnet.

Die Personalabteilung meinte dann nur kurz man habe noch andere Bewerber. Ich habe mich bei allen dreien höflich verabschiedet - aber wenn ich als selbstbewußt auftretender Bewerber bei derart normalen Fragen so einen kühlen Empfang ernte - meine Motivation kennt auch Grenzen.

Geld mitbringen möchte ich nicht bzw. jeden Monat dabeilegen bei einem Stellenantritt.
 

franzi

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Scheint also schon allgemein Usus zu sein, dass man sich bezüglich des Geldes bedeckt hält.
Aber dann jammern, dass man "keine Leute kriegt".

Absurdistan lässt grüßen ...
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Was bedeutet denn ungelernt einstellen?

Es kommt doch auf die Stelle an und nicht, ob ich Professor bin.
War das denn eine Stelle, wo Deine Qualifikationen Voraussetzung war?

In einem Vorstellungsgespräch, wo es um Stellen mit Stundenlohn geht, erwarte ich selbstverständlich die Angabe einer Entlohnung.

Ausnahmen bilden hier höherwertige Stellen im Führungsbereich, da ist es üblich von Bewerberseite zumindest eine Bandbreite des Jahresgehalt zu nennen.
Dann wird einem signalisiert, ob man sich im Bereich der Machbarkeit befindet und bei Interesse zueinander finden könnte.

——
@Elgaucho:
Kannst Du bitte Deine Texte etwas lesbarer gestalten?
Danke.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63050

Gast
Beim ersten Vorstellungsgespräch spielt Gehalt eigentlich noch keine Rolle.
Wenn man diese Runde schafft, dann ist das 2. Vorstellungsgespräch explizit für Gehaltsverhandlungen da.

Zumindest ist das in meinem Bereich so üblich.

Aber es kommt vermutlich sehr auf den Job bzw die Branche an, wie das gehandhabt wird.

Unabhängig davon hat man kein Recht zu erfahren wie der übliche Stundenlohn einer Firma ist, wenn man sich gerade das erste Mal vorstellt.
 

erwerbsuchend

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Beim ersten Vorstellungsgespräch spielt Gehalt eigentlich noch keine Rolle.

Je nach Unternehmen wird in der ersten Runde der VG auch nach den Vergütungsvorstellungen der Bewerber aussortiert. Daher wird hier meistens auch keine Angabe seitens der Unternehmen gemacht.

Zumindest ist das in meinem Bereich so üblich.

Um welche Branche handelt es sich dabei?

Unabhängig davon hat man kein Recht zu erfahren wie der übliche Stundenlohn einer Firma ist, wenn man sich gerade das erste Mal vorstellt.

Worauf berufst du dich bei dieser Aussage?
 

Elgaucho

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Es ist natürlich absolut legitim - von Arbeitgeberseite aus sich die billigsten und von der Qualifikation her höchsten Bewerber rauszupicken. Und ich glaube - das wird nicht eben wenig praktiziert. Der Arbeitnehmer muß dieses teilweise sehr unwürdige Spiel ja nicht mitmachen. Angebot und Nachfrage regeln den Markt. Das ist so - leider oft schmerzlich. Die SPD stellt ja mittlerweile tariftreuen Unternehmen Steuererleichterungen in Aussicht. Wenn immer mehr Firmen Tarifflucht begehen sind das keine rosigen Zeiten für Arbeitnehmer.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast

Man darf durchaus Zahlen nennen, aber möglichst nicht verpackt als Forderung.

Ich habe damals z.Bsp. gesagt:

- Bei Absolventen meiner Bildungseinreichtung waren in den letzen Jahren Einstiegsgehälter von 2300 bis 2400 € üblich.

Da kann das JC auf keinen Fall jammern, man hätte zu hohe Ansprüche gehabt. Das bedeutet ja nicht, dass ich weniger nicht auch akzeptiert hätte.

mit 2000,00 Euro brutto abspeisen.

Da habe ich Schlimmeres erlebt. Als Berufseinsteiger mit guter Qualifizierung wurden mir 1600 angeboten.

Das passte zum Glück aus anderen Gründen nicht. Vom Gehalt her hätte ich das natürlich annehmen müssen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Es ist natürlich absolut legitim - von Arbeitgeberseite aus sich die billigsten und von der Qualifikation her höchsten Bewerber rauszupicken. Und ich glaube - das wird nicht eben wenig praktiziert.

Du hast die Frage nicht beantwortet und Absätze kennst Du auch nicht.

Entscheidend ist die Qualifikation, die für die Stelle erforderlich ist.
Dass Arbeitgeber manchmal gerne höherqualifizierte nehmen, hat damit erstmal nichts zu tun.

Vereinfacht: wenn Du Dich auf eine Stelle als Schlosser bewirbst, selber aber Schlossermeister bist, kannst Du nicht davon ausgehen Meisterlohn zu erhalten.

Gleiches gilt beim Schlosser, der sich auf eine Helferstelle bewirbt.
 
E

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Gast
Ich habe in Bewerbungen, wenn Angaben verlangt wurden immer ungefähr geschrieben: “in meinem letzten arbeitsverhaeltnis Betru mein Gehalt x. Ueber eine der Tätigkeit in ihrem Hause angemessene Verfuegung wurde ich gerne persönlich mit Ihnen sprechen.”
[>Posted via Mobile Device<]
 

franzi

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@Kerstin_K: Im Bewerbungstraining wurde uns eingebläut, dass man im Anschreiben überhaupt keine Gehaltsvorstellungen reinschreiben darf, selbst wenn es ausdrücklich erwünscht ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
@franky0815: Das sind die Firmen des untersten Niveaus. Die suchen quasi Leute im "Minus-Bereich" ... :icon_mrgreen:
Genau, das mag für 08/15 Jobs gelten, aber nicht als Pauschalaussage.

Die Firmen schreiben ja nicht aus Jux und Dollerei da rein „Gehaltsvorstellung“
Dass man das dann ein wenig umschifft, ist ja legitim.
Evtl. meinten die das so.
 

Elgaucho

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Robbi Rob ich möchte keine Reichtümer verdienen und weiß sehr gut was in meinem Bereich bezahlt wird. Aber heutzutage wird einem oft nicht mal das Graue unterm Fingernagel angeboten als Entlohnung. Viele Arbeitnehmer können nicht mal Brutto von Netto unterscheiden - bzw. im Kopf runterrechnen was 2000,00 Euro Brutto bei meiner Steuerklasse minus 40 % 1200,00 Euro netto sind. Das sind dann oft Kandidaten die für den AG das gefundene Fressen sind. Im Übrigen betrachte ich das hier als Elo-Forum und nicht Orthographie Forum wo Grammatik als höchstes Gut klassifiziert wird. Viele lassen sich auch im Bewerbungsgespräch mit hohen Versprechungen ködern - derlei Versprechungen möchte ich immer gleich schriftlich haben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ich wollte eigentlich bei Deinen Vorstellungen nur wissen, ob der angebotene Job die Qualifikation benötigt, die Du erworben hast.


Im Übrigen betrachte ich das hier als Elo-Forum und nicht Orthographie Forum wo Grammatik als höchstes Gut klassifiziert wird.
Wieso denke ich momentan an Opa mit Hut im Wagen vor mir? ;-)


Grammatik und Absätze sind verschiedene Dinge.

Absätze dienen der Übersichtlichkeit und die Mods helfen Dir anscheinend unwissend.
https://de.wikipedia.org/wiki/Absatz_(Text)

https://www.elo-forum.org/2348036-post4.html
„Geändert von Seepferdchen (Heute um 14:33 Uhr) Grund: Absätze eingefügt“

Viele Arbeitnehmer können nicht mal Brutto von Netto unterscheiden - bzw. im Kopf runterrechnen was 2000,00 Euro Brutto bei meiner Steuerklasse minus 40 % 1200,00 Euro netto sind..
Welche Steuerklasse soll das sein?
 

tomk

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Viele Arbeitnehmer können nicht mal Brutto von Netto unterscheiden - bzw. im Kopf runterrechnen was 2000,00 Euro Brutto bei meiner Steuerklasse minus 40 % 1200,00 Euro netto sind.

Was hast du denn für eine Steuerklasse, wurde die exklusiv für dich eingeführt? Bei der üblicherweise "teuersten" Steuerklasse I sind das ohne Kinder, ohne Kirche 1400 EUR/Monat.
 

tomk

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Begründung? Als Arbeitgeber wuerde ich denken, das der Bewerber nicht lesen kann.
[>Posted via Mobile Device<]

Ich gebe das auch nie an, ich weiß ja vor dem Gespräch noch gar nicht wie viel ich da mindestens haben will. Chef doof = mehr Geld, Aufgabe interessant und gut für die Karriere = weniger Geld, vereinfacht gesagt.
 
E

ExUser 2606

Gast
Deshalb ja die Angabe, was man zuletz hatte. Dann iat schonmal die grobe Richtung klar und der neue Arbeitgeber weiss, dass er mit 1.000 EUR weniger nicht zu kommen braucht.

Gleichzeitig ist die Formulierung offen, weil man ja das neue Aufgaengebiet noch nicht kennt und erst mal schauen muss, was da angemessen ist.
 
E

ExUser 2606

Gast
Glaube ic nicht wirklich, denn für die meisten guten Jobs steht das Gehalt eh schon fest.

Und ein guter Arbetgeber wird Dich immer nach Deiner Leistung bezahlen, auch wenn der Sprung mal größer sist, weil Du virher zu wenig bekommen hast.
 
Status

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