Blanko-Bewerbung & neue VV

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Fitsch

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Hallo,

heute habe ich mal wieder 2 neue Schreiben von meinem FM erhalten.

Zum einen will er eine Blanko-Bewerbung von mir. Die soll wohl für den Außendienst oder so was in der Richtung sein, der dann mit der Bewerbung hausieren geht.

Besonders gefreut hat es mich, dass ich die bis zum 13. Februar abgeben soll. Also falls der darauf besteht, soll der mir mal ne Zeitmaschine zur Verfügung stellen. :D

Naja, trotzdem wird der ja nicht Locker lassen und die Mappe verlangen.

Jetzt hatte ich schon den Thread gefunden.
https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/96986-sb-verlangt-bewerbung-afa-rechtens.html

Jetzt kann ich natürlich wieder nach der Rechtsgrundlage fragen, und der wird das wieder mit der Mitwirkungspflicht begründen.

So wie ich das gelesen habe, bin ich ja laut datenschutzrechtlichen Gründen nicht verpflichtet, den meine Zeugnisse zu geben oder?

Zumal es ja auch einen aktuellen EGV-VA bei mir gibt. Und der so lange gültig ist, bis darüber entschieden wurde. Und da steht kein Wort darüber drinnen.


Zu dem VV

Also bei mir ist es ja wie gesagt so, dass ich die Bewerbungen in einem offenen Umschlag zum versenden im Jobcenter abgeben soll. Das hab ich ja bisher immer verweigert. Nach der rechtsgrundlage hatte ich ebenfalls schon 2 mal gefragt. Beim zweiten mal kam die typische Antwort, Mitwirkungspflicht.

Das vorletzte mal, hatte ich ja die Bewerbungen bei der Post abgegeben und versucht die Versandkosten wieder zu bekommen. Hat nicht geklappt. Dann habe ich extra nochmal einen Antrag auf Bewerbungskostenerstattung gestellt und auch nochmal Begründet dass ich sehr wohl nachweisen kann, dass es sich um Bewerbungen handelt wenn die selber verschicke. Der Antrag wurde aber abgelehnt.
Beim letzten mal hatte der 6 Stellen Angebote für mich rausgesucht. Das wir mir etwas zu viel um selber den Versand zu bezahlen. Also hab ich die wieder in einem verschlossenen Umschlag abgegeben.

In dem neuen VV hat er nun extra das schön Unterstrichen, dass ich die in einem offenen Umschlag abgeben soll und dazu geschrieben.

Die Forderung der Vorlage im unverschlossenen Umschlag ist gem. § 2 SGB II rechtsmäßig.
Letztens hatte mir jemand aus dem Forum empfohlen es auf eine Sanktion ankommen zu lassen. Ich weiß nun auch nicht wirklich weiter. Der ganze Hickhack nervt einfach nur noch. :icon_neutral:

Als ich letzte Woche die 6 Bewerbungen abgegeben habe, kam der auch gleich nochmal damit an, dass wenn der schon Fahrkosten zahlen muss, er auch was für das Geld sehen will und wollte mir gleiche neue Stellenangebote raussuchen.

Ich hab dann nur gesagt, dass es kein offizieller Meldetermin ist, da ich ja nur in einem bestimmten Zeitraum die Bewerbungen zum versenden abgeben soll. Hat er sich natürlich aufgeregt und gemeint, dass es natürlich ein offizieller Termin ist und bla bla...
Naja, das war mir dann zu blöd und ich bin einfach gegangen und hab gesagt, er solls mir per Post schicken. Da hat er mir dann noch damit gedroht, dass er versuchen will daraus eine Sanktion zu machen.
 

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Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Dann habe ich extra nochmal einen Antrag auf Bewerbungskostenerstattung gestellt und auch nochmal Begründet dass ich sehr wohl nachweisen kann, dass es sich um Bewerbungen handelt wenn die selber verschicke. Der Antrag wurde aber abgelehnt.
Schriftliche Ablehnung? Dann mal einscannen und Widerspruch schreiben.
 

blinky

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Ich stimme diesen Jobcenter nicht zu.

Die Mitwirkungspflichten nach § 60 ff SGB I regelt nur die Angaben von Tatsachen die zur Leistungsgewährung erforderlich sind.

Seit wann ist die Vorlage von Bewerbungsunterlagen Leistungsrelevant?

Und was der § 2 SGB II betrifft, da steht nichts von dass Du deine Bewerbungen dem Jobcenter vorzulegen hast oder ist die Vorlage von Bewerbungsunterlagen eine Maßnahme? Vor allem, wenn Du deine Bewerbungen direkt zur Firma schickst ohne Umweg Jobcenter hast Du bessere Chancen eine Arbeit zu finden, als wenn Du den Zeitintensiven Weg übers Jobcenter gehst.

Durch die Vorlage der Bewerbung beim Jobcenter könnte man ja den Eindruck bekommen Du seist nicht in der Lage Bewerbungen zu schreiben.
 

Fitsch

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Jup, das ist reine Schikane von denen. Die wissen halt, dass viele das Anti-Zaf Anschreiben verwenden. Daher stellen die erstma jeden unter Generalverdacht und wollen dadurch auf Nummer sicher gehen, dass man ja ordentlich sein Foto und alle Zeugnisse mit rein tut.

Nur, ich hab dem FM auch gesagt, dass ich den Leihbuden auch nur nen Blatt mit meiner Adresse drauf schicken könnte, und die mich trotzdem einladen. ^^ Man bekommt ja von denen eh nur Helferstellen.
Die wollen anscheinend auch sicher gehen, das die ZAFs genug Daten zum sammeln bekommen.

Würde mich auch nicht wundern, wenn die noch irgendwas zu den Bewerbungen mit dazulegen...

Als ich beim ersten mal schriftlich nach der Rechtsgrundlage gefragt hab, hatte der übrigens gemeint, die gäbe es natürlich nicht, das sei BLÖDSINN, die Kontrolle wäre rein freiwillig und nur ein entgegenkommen vom Jobcenter. :D
Leider hatte der mir das nur mündlich gesagt und einen Zeugen hab ich auch nicht.
Beim zweiten mal war der im Urlaub und ich musste die bei nem Kollegen von dem abgeben, der wollte die Umschläge sofort aufreißen und da hatte ich den ja zusammengeschissen.

Danach hatte ich versucht noch eine schriftliche Antwort zu bekommen und da hat er sich dann eben das mit der Mitwirkungspflicht aus den Fingern gesaugt....
 

Fitsch

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Hätte noch jemand nen Tipp wie ich jetzt weiter vorgehen könnte?
swavolt hat ja gesagt, ich soll wegen der Ablehnung der Bewerbungskosten nen Widerspruch abgeben.

Wegen der Abgabe der Bewerbungen bei meinem FM, weiß ich nun nicht ob ich die nächste Woche einfach per Post abschicken soll und dann darauf warten ob was wegen einer Sanktion kommt.

Und wegen der Blanko-Bewerbung sehe ich ebenfalls noch nicht so ganz durch, was die von mir ham dürfen und was nicht.
 

blinky

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Ich geh mal davon aus, bei deinen Jobcenter handelt es sich um eine Optionskommune?

Wann hast Du den genau die Ablehnung erhalten? Den das ist davon abhängig ob Du Widerspruch einlegen kannst, wegen der Monatsfrist oder ob Du einen Überprüfungsantrag stellen müsstest.
 

Fitsch

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Ich geh mal davon aus, bei deinen Jobcenter handelt es sich um eine Optionskommune?
Ja genau.
Wann hast Du den genau die Ablehnung erhalten? Den das ist davon abhängig ob Du Widerspruch einlegen kannst, wegen der Monatsfrist oder ob Du einen Überprüfungsantrag stellen müsstest.
Das war am 15.02.
Musste eben erst mal googlen was es mit den Überprüfungsantrag auf sich hat. Hör ich auch zum ersten mal.
 

blinky

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Dann kannst Du noch Widerspruch einlegen.

Du kannst nur innerhalb von einem Monat Widerspruch einlegen (§ 84 SGG).
Es sei denn, es fehlt eine Rechtbehelfsbelehrung. Dann verlängert sich die Widerspruchfrist auf ein Jahr (§ 66 SGG).
Sollte die Widerspruchfrist abgelaufen sein, ist der Bescheid Bestandkräftig.

Durch einen Überprüfungsantrag kannst Du jeden bereits bestandskräftigen Bescheid erneut überprüfen lassen (§ 44 SGB X)

Das geht theoretisch bis ins unendliche.
Aber die Sache hat einen Haken. Sollten Dir aus dem Überprüfungsantrag Geldleistungen zustehen, geht das nach dem SGB X nur für 4 Jahre rückwirken. (§ 44 SGB X) Im SGB II (ALG II) und SGB XII (Sozialhilfe) wurde eine Spezialvorschrift eingefügt, der die Jahresfrist auf ein Jahr verkürzt (§ 40 SGB II / § 116a SGB XII).
 

blinky

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Interessant ist auch das er auch sein Antrag zwei Tage vor einem Eingliederungsbescheid gestellt hat. Ich geh davon aus das damit ein Eingliederungsvereinbarung ersetzender Verwaltungsakt gemeint ist.

Vielleicht könntest Du den auch mal einstellen. Könnte sein das es auch hier sinnvoll währe gegen vorzugehen.
 

Fitsch

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Widerspruch gegen die Ablehnung der Bewerbungskosten Blatt 3 in Post#1 bekommste hin?
Ich denk schon. Dazu findet man ja einiges. Außer es hat jemand ne gute Vorlage, das sag auch nicht nein. ;)
Vielleicht könntest Du den auch mal einstellen. Könnte sein das es auch hier sinnvoll währe gegen vorzugehen.
Den hab ich schon ins Forum gestellt und bisher auch gute Hilfe bekommen. :)
https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/106367-egv-bescheid-bekommen.html

Nur mit den Blankobewerbungsmappe und den Bewerbungen die ich am Mittwoch abgeben soll, weiß ich noch nicht so recht weiter.

Bei der Mappe hat der ja das falsche Datum angegeben. Dadurch verzögert sich das ja eh, aber locker lassen wird der nicht.

Bei den Vermittlungsvorschlägen hab ich ja denk ich nur 2 Optionen. Entweder ich geb die wie bisher in nem geschlossenen Umschlag ab. Ich könnte denn dann direkt nochmal schriftlich Fragen, aus welchen Gründen die Einsicht in meine Post haben wollen.
Oder, ich geb die auf der Post ab und warte bis der sich meldet...

Eine Sache ist mir noch durch den Kopf gegangen. Beim letzten mal wollte der mir ja weiß machen, dass es sich bei der Abgabe der Bewerbungen, um einen offiziellen Meldetermin handelt und ich so lang dazu bleiben hätte, bis der mir neue Stellen rausgesucht hat. Ich bin ja dann einfach gegangen, weil es kein konkreten Termin gab. Sondern nur ein Zeitrahmen bis wann ich die abgeben soll.

Dieses mal hat der es aber so gemacht, dass er reingeschrieben hat, dass ich am Mittwoch um 12 Uhr die Bewerbungen abgeben soll. Da hätte ich sogar mal einen Beistand der mitgehen würde.
Aber kann der dann mehr von mir verlangen als die Abgabe der Bewerbungen?
Ich mein bei den Meldetermin, gibt es doch dazu eine Rechtsfolgenbelehrung, wo drin steht, das man Sanktioniert wird wenn man den Termin nicht einhält und das ganze bla bla eben.
Das steht bei den VV aber ja nicht mit dabei. Die bezieht sich ja nur auf die Stellenangebote, dass ich jede zumutbare Arbeit annehmen muss usw. Kein Wort über einen Termin.

Hm.. ^^ darüber hatte ich mir bisher ja noch gar keine Gedanken gemacht. Von daher dürfte ja eigentlich so oder so keine Pflicht für mich bestehen da zu erscheinen.

Das blöde ist halt, dass es auf Dauer teuer wird, wenn ich die selber verschicke...
 

blinky

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War es eine Einladung nach § 59 SGB II in Verbindung mit § 309 SGB III ?

Ich schau mir mal im laufe des Tages mal deine EGV an. Geh jetzt erst mal ins Bett. Gute Nacht.
 

Fitsch

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Also dass es sich um eine Einladung handeln soll kann ich nicht erkennen.

Im Betreff steht nur:
Vollzug des Sozialgestzbuchs - Zweites Buch - (SGBII)
hier: Stellenangebote

Und unten steht ja Fett gedruckt, dass ich die Bewerbungen am Mittwoch um 12 Uhr bei meinem FM in einem offenen Umschlag abgeben soll, und die dann vom Jobcenter versandt werden.

In der Rechtsfolgenbelehrung wird aber darauf gar nicht eingegangen.
 

blinky

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So in dem EGV ersetzenden Verwaltungsakt steht nichts davon das Du die Bewerbungen jedes mal vorlegen sollst und Dir deshalb keine Fahrtkosten erstattet werden.

Somit kann Dir eine EGV-Pflichtverletzung schon mal nicht vorgeworfen werden, solltest Du Direkt an die Arbeitgeber eine Bewerbung schicken.

Mich würde mal die Rechtsfolgebelehrung interessieren von dem Schreiben, wo Du die Bewerbungen ans Jobcenter vorbei bringen sollst.
 

Fitsch

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Hab da eben schnell noch die Texterkennung drüber laufen lassen. Es könnten daher noch paar Fehler drin sein, aber soweit sollte es passen.
 

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blinky

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Das ist letzendlich deine Entscheidung. Ich würde dazu neigen meine Bewerbung selber an die betreffende Firmen zu schicken. Das Problem ist aber:

1. die Weigerung die Bewerbungskosten zu übernehmen.
2. dass das Jobcenter auf die Idee kommen könnte (rechtswidrig) eine Sanktion zu verhängen.

Ich kann Dir auf jeden Fall dazu zu raten Widerspruch einzulegen gegen die Weigerung die Bewerbungskosten zu übernehmen. Denk aber dran, Du hast nicht mal mehr eine ganze Woche Zeit dafür.
 

Fitsch

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Den Widerspruch werde ich denk ich spätestens am Montag direkt an der Theke abgeben.

1. die Weigerung die Bewerbungskosten zu übernehmen.
2. dass das Jobcenter auf die Idee kommen könnte (rechtswidrig) eine Sanktion zu verhängen.
Ja ich weiß, die Sachen gehen mir auch durch den Kopf. Ist schon blöder exkrement.
Trotzdem danke nochmal, dass du dir das Zeug angeschaut hast. Werde mir die Tage überlegen wie ich weiter vorgehen werde.
 
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