BK-Guthaben - aufstockende Leistungen alg2

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lanadan

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Hallo,
heute mal eine ganz andere Frage für eine Freundin.

Sie geht arbeiten und verdient Teilzeit ca. 740 Euro monatlich (80% zum 30. des Monats, 20% zum 10. des Folgemonats). Die Regelung der Zahlung des Lohnes bringt das Jobcenter jeden Monat aufs neue in Raserei.

Kosten der Unterkunft (anerkannt) 378,-
Einkommen (Lohn) 936,- (brutto)/740,- (netto)

aufstockende Leistungen schwanken bei 280,- euro

Wirkliche Kosten der Unterkunft sind 419 euro, die zahlt sie aus eigener Tasche.

Für Dezember wurden nun die Leistungen aufgehoben, da sie Einkommen aus Betriebskostenguthaben (ca. 348,00) hat und Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Ihrer Meinung nach, dürfte das Jobcenter nicht alles einkassieren, da Sie nur ergänzend Leistungen bekommt und einen Teil der Miete sozusagen noch zusätzlich aus der Regelleistung.

In Widerspruch geht Sie definitiv, die Begründung wäre interessant und hat jemand eine Idee wie man berechnet, was Ihr aus dem BK Guthaben verbleiben müsste oder könnte.

Für Anregungen wären wir sehr dankbar.
 

biddy

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Wirkliche Kosten der Unterkunft sind 419 euro, die zahlt sie aus eigener Tasche.
Nein, denn ihr Erwerbseinkommen wird nach Freibetragsberechnung erst auf ihren Regelbedarf/Regelleistung angerechnet und dann erst auf ihren Bedarf an den Kosten der Unterknft und Heizung (419 e). Also sind die 280 € Alg-II-Auszahlung für ihren Kdu-Bedarf, da sie ihren Regelbedarf voll durch eigenes anrechenbares Einkommen abdecken kann und nur einen Teil ihres Kdu-Bedarfs.

Ihrer Meinung nach, dürfte das Jobcenter nicht alles einkassieren, da Sie nur ergänzend Leistungen bekommt und einen Teil der Miete sozusagen noch zusätzlich aus der Regelleistung.
Wichtig ist hier nur, ob das Jobcenter ihren Bedarf an den Kosten der Unterkunft und Heizung in Höhe von 419 € (für Miete, Betriebskosten und Heizung?) ansetzt = als Bedarf anerkennt. Wenn ja (siehe Zeile "anerkannte Kosten der Unterkunft und Heizung im Berechnungsbogen ganz vorn), wenn also auch der komplette monatliche Bedarf an Betriebskosten zugrundegelegt wurde vor Anrechnung ihres Erwerbseinkommens, dann gehört dem Jobcenter natürlich auch das Guthaben.

"Aus eigener Tasche" hätte sie in dem Sinne nur dann dazugezahlt, wenn das Jobcenter ihre Betriebskosten als unangemessen nicht voll anerkannt hätte, also nicht den kompletten Betrag laut Mietvertrag oder Vertrag mit Versorgungsunternehmen anerkannt hätte im Rahmen der KdU.

Wie gesagt: Wenn im Berechnungsbogen in der Zeile "anerkannte Kosten der Unterkunft und Heizung" und dort dann in der Zeile "Betriebskosten" der Betrag steht, den sie an Betriebskosten-Vorauszahlung monatlich auch tatsächlich zu zahlen hat, dann gehört ihr das Betriebskosten-Guthaben nicht.
 

lanadan

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die kosten der unterkunft wurden reduziert da nicht in voller höhe anerkannt. was die betriebskosten betrifft werde ich mich nochmal schlau machen.
 

lanadan

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nachtrag: im berechnungsbogen stehen die vollen betriebskosten, die auch im mietvertrag genannt wurden.

nun hat meine freundin so lange gestritten bis ein "performa widerspruch" geschrieben wurde, dem keine begründung beigelegt wurde. natürlich wurde der einige wochen später abgewiesen.
jetzt will sie wenn nötig zum anwalt und klagen, da sie immer noch der meinung ist, das die betriebskosten nun mal ihr gehören würden zu einem bestimmten prozentsatz, da das jc nur aufstockend leistungen zahlt.
angestachelt wird das von ihren nachbarn die das genauso sehen.
 
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