Bitte um Rat zu einem möglichen Praktikum (und Chance auf Teilhabe) und einem zeitgleich ausstehenden Vorstellungsgespräch bei einem anderen Arbeitgeber

G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Moin zusammen,

Leider war ich mir nicht sicher in welches Unterforum es genau gehört, da sich das über das Thema Praktium, eventuell Teilhabe, Vorstellungsgespräch und der zu berücksichtigenden Gleichstellung - leider gleichzeitig - bezieht.
Wenn nötig bitte verschieben :)

Das ich selbst einmal dieses "nobel" Problem bekommen sollte, hätte ich im Leben nie dran gedacht.

Durch Corona ist ja aktuell nichts wie es war, trotzdem habe ich mehr Glück als vor der Kriese, wie mir scheint.

Am kommenden Dienstag habe ich ein Vorstellungsgespräch zu einem möglichen Praktikum.
Dieses habe ich mir selbst gesucht, da ich aufgrund meiner längeren Zeit fernab des ersten Arbeitsmarktes, nicht sofort ins kalte Wasser springen will.

Der Arbeitgeber hatte mir schon nach meiner Anfrage (ich hatte auf meine Gleichstellung hingewiesen, da dies in dem Bereich hilfreich sein könnte) zurück gemeldet, dass ein Praktikum, aber auch je nach Lage auch eine Teilhabe möglich sei.

Gleichzeitig warte ich auf eine Rückmeldung, zu einem weiteren Vorstellungsgespräch. Dies pausiert aufgrund des alltäglichen Themas Corona.
Da es ein Arbeitgeber im öffnetlichen Dienst ist, wies ich dort (weil es auch befürwortet wurde in der Ausschreibung) ebenfalls auf meine Gleichstellung hin -> das Bewerbungsverfahren pausiert aktuell .

Witziger Weise ist beides im selben Fachbereich - nur der Arbeitgeber der Teilhabe kommt meinem erlernten Beruf näher.

Ich plane bei dem Gespräch zum Praktikum (und eventuell Teilhabe) mit offenen Karten zu spielen und zu sagen, dass noch ein Vorstellungsgespräch in nicht absehbarer Zeit stattfinden wird.
Oder ist das die komplett falsche Strategie?

Natürlich möchte ich gern zu dem öffentlichen Arbeitgeber (im Wohnort), wer würde das nicht?
Aber noch hatte ich kein Gespräch, noch weiß ich nicht wie meine Chancen dort überhaupt stehen.
Auf der anderen Seite wäre das super, wenn ich bei dem anderen Arbeitgeber nen Rückhalt hätte, falls der andere Job nicht klappt. Da müsste ich aber mit dem Auto pendeln (weil Zug/Bus fast das dreifache an Zeit benötigt und von den Kosten her fast das doppelte kostet).

Hättet ihr eventuell einen Rat für mich?
 

ZynHH

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mit offenen Karten zu spielen und zu sagen, dass noch ein Vorstellungsgespräch in nicht absehbarer Zeit stattfinden wird.
Was erhoffst du dir davon? Eine Absage? Wenn jemand mehrere Eisen im Feuer hat, eins für ein Praktikum und eins für einen bezahlten Arbeitsplatz, warum sollte sich der Arbeitgeber des Praktikumplatzes dann mit dir befassen, wenn er wohl nur zweite Wahl ist?

Ich würde das schön für mich behalten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Daher fragte ich ja nach euren Meinungen.

Die Stelle mit dem Praktikum hätte Möglichkeit auf Teilhabe, aber was wenn die andere Stelle doch in Frage kommt?

Fahrzeit ist mit dem Auto 20- 30 min (je nach Verkehrsaufkommen), nur Parken müsste ich gucken da genau in der Innenstadt.
Die selbe Stecke ist mit Bus/Bahn in 50-70 min und 2/ 3 Umsteigen versehen, weil die Taktung (auch ohne Corona) ein Albtraum geworden ist.
 

abcabc

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Das Praktikum ist erstmal vollkommen unverbindlich.
Sofern du darauf achtest, was du für einen Arbeitsvertrag unterschreibst, könntest du prinzipiell sogar in der Probezeit mit einer kurzfristigen Kündigungsfrist kündigen, sobald du beim Wunschargeitgeber im öffentlichen Dienst den Vertrag unterschrieben hast.
Ist zwar nicht die feine Englische Art, aber eine Option ohne Risiken.....
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Kosten müsste ich überschlagen, da das Auto ja eh in meinen persönlichen Fixkosten einbezogen ist und diese ja auch nicht einfach verschwinden, wenn ich Bus fahren ;)
Da das Praktikum in einer nahe gelegenden Nachbarstadt wäre würde mich das entweder

Bus/ Bahn würde mich (ganz grob nur auf die Fahrtwege von 4 Tage für 4 Wochen) kosten:
- Sozialticket 39,35€ + 3,60€ für ein "Zusatzticket" pro Fahrt (9,66€/ Tag) oder
- "Ticket 1000" in monatlichen Kauf (Abo ist zwangsweise ja immer 12 Monate) für 113,55€ (7,10€/ Tag).

Oder mit dem Auto (nur Sprit & Abnutzungen, da Versicherung und co ja auch bezahlt werden müssen, wenn das Vehikel nur am Straßenrand steht).
Wären dann pro Tag (wenn ich den Preis vor der Kriese nehme - 1,54€/ L) 7,69€/ Tag.
 

Antihartzer19

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@Hyena
Zum Auto, um es genauer zu erfassen oder zu wissen würde ich alle Kosten (Kraftstoff, Öl, Werkstatt, Pflege, Steuer, Versicherung , Abschreibung oder Rücklage das Auto irgendwann zu ersetzen) erfassen und sie anteilig auf die gefahrenene Kilometer beruflich und privat umlegen.
Mindestens solltest Du beruflich 30 Cent pro km ansetzen. Das würde mir die Steuer als Selbstständiger erstatten wenn ich als Dienstfahrt mein Auto benutzen.
Stellt aber nur die Untergrenze dar.
Die Entfernungspauschale ist ja hier ein Witz. Kannst Du aber unter Einnahmen für das Auto ansetzen.
Ich habe das immer gemacht wenn ich in der Vergangenheit mit dem Auto fuhr und es kommt immer viel mehr raus als man hofft.
 

abcabc

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Am kommenden Dienstag habe ich ein Vorstellungsgespräch zu einem möglichen Praktikum.
Sind also noch ungelegte Eier. Ist das deine Idee mit dem Praktikum oder hat die Firma von sich aus gesagt, dass es sich um ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum handelt?
Das JC kann bei einem Praktikum mit Erfolgschancen wahrscheinlich finanziell unterstützen. Wenn du die Praktikumszusage hast, einfach mal gegenüber dem JC behaupten, dass du ohne Zuschuss bei den Fahrtkosten das Praktikum nicht machen kannst und damit deine Chancen auf "Integration" im Arbeitsmarkt deutlich schlechter wären.
Selbst wenn du das Praktikum vom JC finanziert bekommst, kannst du immer noch jederzeit den Job wieder kündigen (NACHDEM du beim anderen AG den Arbeitsvertrag unterschrieben hast).....
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Ich hatte dort angefragt wegen Praktikum und meinen Hinweis auf meine Gleichstellung (da soziales Unternehmen) und die Möglichkeit geördert zu werden.
Statt einer Absage kam da gleich die Rückmeldung, dass beides möglich sei.

Morgen haben wir ein Kennenlerngespräch, was in Frage kommen würde / könnte.

Da die sich auch auf die Fahne geschrieben haben, dass das ganze halt nicht auf Maßnahmen und 1€ Jobbern gebaut ist. (Sind hier in der Umgebung sehr bekannt für ihre Arbeit mit Obdachlosen).

Das pausierende Vorstellungsgespräch beim öffentlichen wird ebenfalls stattfinden (Frage ist wann), da meine Gleichstellung auf Behinderung nicht auf ein Handycap gemünzt ist, welche die Arbeit in dem Bereich beeinträchtigen könnte.

Bei beiden ist halt nun mal eine gute Chance.

Morgen hör ich mir das erst einmal an, natürlich kann es mir auch passieren, dass sich beim betreten meine Nackenhaare aufstellen und mir sofort bewusst wird, dass ich da nicht richtig bin.
Das Praktikum ist mir aber sehr wichtig, da ich dies auch als "Joker" für die andere Stelle nehmen kann, so unter dem Motto "Trotz der Kriese habe ich Erfahrungen in dem Bereich erweitern und vertiefen können".
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Guten Morgen zusammen,

Gespräch lief gestern sehr angenehm. Aufgrund der Corona-Tatsache und dem Umstand, dass viele Mitarbeiter aktuell in Kurzarbeit sind, planen wir erst einmal 2 Schnuppertage im Juno.
Sollte das mit meinem persönlichen Handicap hinkommen, könnte ich im July (so fern von kein neuer Lockdown o.ä. eintrifft) ein Praktikum machen.

Ich fand die Einstellungen super, dass die vorhandenen Mitarbeiter Vorrang gegenüber einem Praktikanten haben. :)

Allerdings kam die erste Ernüchterung, als wir vor bei Ankunft am Parkautomaten standen . . .im Umkreis von 20-45 min Fußweg sind aufgrund der Innenstadt Nähe keine Parkplätze unter 1,50€/ h zu finden (oder man ist Anwohner). Leider auch keine Mitarbeiter-Parkplätze.
Ein Kollege kommt aus der selben Stadt wie ich - der kommt mittlerweile freiwillig mit den Zug.

Also nächster Plan, nochmals Fahrpläne und Tickets gecheckt.
Monatsticket B kostet monatlich Mal eben 114€ :icon_neutral:
Wie soll ich das denn stemmen?

Natürlich denke ich dann bei so etwas weiter und gehe von den Begebenheiten des Standards aus wie den Mindestlohn.
Da würde ich bei einem TZ Job (130h) bei grob 891€ netto haben.

Das hieße ich hätte 187€ mehr als bisher.

891€ = ca 300€ Freibetrag (Ticket 113€ + Versicherung, Rest 20%).
300€ - 113€ = 187€ mehr.

Im Vergleich dazu einen "1€ Job" (seid März gibt es 2€/h):
120 h * 2 = 240€ - 40€ Sozialticket = 200€ mehr.

Wie traurig ist das denn?
Ich hab nen teureres Ticket, 1 Stunde pendeln pro Strecke und gehe am Ende mit weniger nach Hause als mit einer Maßnahme die im selben Ort stattfindet?

Oder habe ich etwas übersehen in dem Gedankengang?
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
🤦‍♂️ natürlich hatte ich einen Fehler in dem Gedanken!

Der Freibetrag wird vom JC ja vom brutto und nicht vom netto berechnet!

Trotzdem komme ich nach Abzug des Tickets auf einen Restbetrag von 230€. Also grade mal + 30€ gegenüber einer Maßnahme.

Traurig ist es trotzdem :(
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
So,
Mit meiner AV vom Reha-Team ist schon einmal ein "erweitertes Vorstellungsgespräch" abgeklärt, dazu kann ich die Fahrtkosten noch vorstrecken.
Bin jetzt schon länger raus mit Fahrkostenerstattung.

Was ist denn nun, wenn das Praktikum spruchreif wird?
Das Monatsticket kostet immerhin (Ticket 1000 B) 113,55€ oder (Ticket 2000) 124,80€, da für ein Praktikum ein Abo unsinnig wäre.
Ist auch schon die günstigste Alternative, nachdem ich die Preise fürs Parken gesehen habe.

Sie schrieb mir, entweder würde das Ticket oder die KM-Pauschale erstattet, wie muss ich denn was nachweisen?
Hat sich da was geändert

Aber wie soll ich denn fast 120€ vorstrecken? Das gut 1/2 Haushaltsgeld . . . gibt es da irgendwelche Möglichkeiten, dass vorher zu bekommen?
 

ela1953

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Ich bekam bei einer befristeten Anstellung die Fahrtkosten vom JC für 3 Monate. (Lt.
JC wäre ein Monat Pflicht gewesen)
Der Arbeitsplatz ca. 40 km enfernt, 1 Stunde Fahrzeit, keine Parkplätze.
Bin dann mit dem Auto zum Bahnhof, weil mir das mit dem Bus zu lange dauerte.
Am nächstgelegen Bahnhof gab es auch keine Parkplätze. Bin dann zu dem nächsten , wo parken kostenlos war.
Vielleicht guckst du, ob das auch eine Möglichkeit wäre, um Umsteigen zu vermeiden.
Darüber hinaus konnte ich ein Arbeitgeberticket kaufen. Das verbilligte das Monatsticket um einiges.

Ich würde erst mal das Praktikum zusagen.
Beim öffentlichen Dienst weiß man nie.
Ich hatte mal ein Vorstellungsgespräch, das vielversprechend war.
Doch dann kam die Mitteilung, dass die Stelle vorerst nicht besetzt wird und man später auf mich zurückkommt.
 

abcabc

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Gespräch lief gestern sehr angenehm. Aufgrund der Corona-Tatsache und dem Umstand, dass viele Mitarbeiter aktuell in Kurzarbeit sind, planen wir erst einmal 2 Schnuppertage im Juno.
Sollte das mit meinem persönlichen Handicap hinkommen, könnte ich im July (so fern von kein neuer Lockdown o.ä. eintrifft) ein Praktikum machen.
Glückwunsch!
War das denn schon ein "echtes" Vorstellungsgespräch oder nur ein Gespräch, dass man dich mal genauer "anschauen" will und falls du gefällst, gibt es ein Vorstellungsgespräch?

Natürlich denke ich dann bei so etwas weiter und gehe von den Begebenheiten des Standards aus wie den Mindestlohn.
Da würde ich bei einem TZ Job (130h) bei grob 891€ netto haben.
Vermutest du, dass es nur den Mindestlohn gibt oder wurde dir das beim Gespräch gesagt?
Sofern du es noch nicht weißt, wäre das eine legitime Frage in einem Vorstellungsgespräch gewesen...
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Danke euch beiden :)

Die Strecke ist für mich von Haustür zum Zielbahnhof 1x Umsteigen, nur die Wartezeit und das Stück zufuß bringt mich dann auch gut 60 min die Strecke.

Der Termin war erst einmal zum "beschnuppern", das erweiterte Vorstellungsgespräch soll auch dazu dienen, wie und ob ich mit Pendeln und körperlich mit der Arbeit klar käme.
Das erste Treffen ging gut 45 min und ich erfuhr, dass ein Kollege vor Ort einen ähnlich bewegten Lebenslauf hat und vor Jahren Mal mit den beiden Schnuppertagen begann. Darauf folgten dann Praktikum, eine geförderte Beschäftigung und sitzt heut fest im Sattel.

Ich gehe in der Regel immer erst von Mindestlohn aus, weil es kaum noch andere Angebote gibt.
Ich hab aber auch nicht gefragt, ich war doch ziemlich aufgeregt und es ging in erster Linie ja auch erst Mal um ein Praktikum.
Aber wie es schaut scheint das sich ja zu einer richtigen Chance zu entwickeln.
 
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