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vicky

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
24 Mrz 2006
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#1
Hallo,

ich bitte Sie um informative Hilfe, ein-paar frische Gedanken wäre auch nicht schlecht :)
Also ich bin festeingestellt und bekomme 900 brutto( unbezahlte Überstunden, Arbeit an Sonntags und Feiertagen usw), mein Mann bekommt ALG2 500 (mein Einkommen wird natürlich abgezogen), macht EEJ und ist bei mir krankversichert.
Was ist nun wenn ich mich wegen der unerträglichen Arbeitsbedinungen (natürlich kein Argument für AA) kündige?
Ich bekomme sicherlich 12 Wochen Sperre bei ALG 1, habe ich dann Anspruch auf ALG2? Wenn nicht, was wird mit meinem Mann, wird er krankversichert ? und kann er dann mehr ALG2 bekommen, weil er kein Einkommen mehr hat?
Ich werde gleich psychisch krank, wenn ich diese Firma nicht verlasse und ich habe Angst dass wir beide einfach obdachlos werden, wenn ich mich selbst kündige und nicht geschwind was anderes finde, ist das wirklich so dramatisch?

Vielen Dank und alles Gute! :)
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ehrlich gesagt, verstehe ich deine Rechnung nicht. Sie tut auch nicht wirklich was zur Sache.

Wenn du alleine Kündigst, bekommst du natürlich eine Sperre, weil du deinen Arbeitsplatz leichtfertig verlassen hast.

Solltest du dort allerdings dort so gemobbt oder geboßt werden, dass du psychisch krank wirst, solltest du zum Arzt gehen. Da helfen Neurologen/Psychologen oder Psychater.

Du wirst von einem solchen Arzt auch krank geschrieben. Die Ärzte können deinen Zustand durchaus einschätzen. Erzähl, was sich auf deiner Arbeitsstelle abspielt. Das ist wichtig.

Sollte es in einem Jahr immer noch so schlimm sein, wird dir der Arzt, wenn es wirklich so schlimm ist, sogar u.U. raten, die Arbeitsstelle zu wechseln. Dann kannst mit Hilfe eines Gutachtens, dass das SG anfordert, wenn du dann trotzdem eine Sperre bekommst, diese Sperre per Gerichtsurteil rückgängig machen.

Ich kann dir nur raten, diesen Weg zu gehen. Und vielleicht schaffst du es sogar dadurch, deinen Arbeitsplatz zu erhalten.
 

vicky

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#3
Gute Nacht und vielen Dank für Ihre Antwort,


es geht es ja darum, dass ich keine Depression bekommen will.
Daswegen möchte ich lieber kündigen, als krank zu werden.
:)
Lieben Gruss
 

Arco

Forumnutzer/in

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#4
Also vicky,

nicht den Kopf hängen lassen.

Gehe erst mal zum Arzt, spreche mit dem und laß dich evtl. erst mal paar Tage "krankschreiben".

Selbst kündigen ist schlecht wenn man nichts Neues hat.

Deinem Mann würde so viel nicht passieren. Er würde ja in Alg2 bleiben und damit dann auch in der KV.

Nur bei dir wäre es dann nicht so gut wegen der Sperre.

Kein Ratschlag, aber vielleicht wirst du ja gekündigt :pfeiff: :pfeiff:

Ansonsten kann ich mich in fast allen Teilen den Beitrag von Barney anschließen
 
E

ExitUser

Gast
#5
es geht es ja darum, dass ich keine Depression bekommen will.
Daswegen möchte ich lieber kündigen, als krank zu werden.
Vicky, genau darum ging es mir in meinem Rat an dich auch.

Es sind nicht immer erst die Depressionen, es reichen schon depressive Verstimmungen, die Menschen krank machen.

Typische Erkrankungen, die auf seelische Belastungen zurückzuführen sind, sind z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, ein Kloß im Hals, Schmerzen in den Beinen, nervöser Magen, Herzerkrankungen.

All das können Begleiterscheinungen von depressiven Verstimmungen sein.

Ich kann nur noch einmal wiederholen, geh einfach mal zu einem der von mir genannten Ärzte. Du wirst sehen, die können dir helfen, wenn du ihnen genau dein Problem schilderst.

Mit einer Kündigung hast du nur andere Probleme, aber dir ist nicht geholfen.
 

Quirie

Elo-User/in

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#8
Hallo Vicki,

Barney hat recht, such Dir einen guten Arzt. Ich selber leide seit Jahren unter teilweise sehr schweren Depressionen, weiß also, wovon Du sprichst. Zum Glück habe ich nach vielen Jahren endlich so einen guten Arzt gefunden, einen ganz normalen "Hausarzt" übrigens, seitdem geht es mir besser.

Und Du hast recht, wenn Du Dein Augenmerk auf Vermeidung richtest, eine depressive Veranlagung bleibt nämlich, auch wenn man gerade beschwerdefrei ist. Eine echte Depression ist eine Krankheit, auch wenn viele das nicht verstehen können.

Ein guter Arzt kann Dir helfen und Dich, wenn es sein muss, eben tatsächlich krankschreiben und so aus der "Schusslinie" nehmen, bis eine Lösung gefunden ist.

Eine Kündigung ohne eine Sicherheit im Hintergrund kann das Problem eventuell noch schlimmer machen, weil dann noch die Panik, was wird, hinzukommt.

Ich drück Dir die Daumen.
 

urvieh

Elo-User/in

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28 Mrz 2006
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#9
Manche Arbeitgeber lassen mit sich reden.
Gehe zum Chef, schildere deine gesundheitlichen
Beschwerden und die Aussicht auf längere
Krankschreibung und evtl. mit Aufenthalt in einer
Klinik. Sei ehrlich und sprich über deine Kündigungs-
gedanken, dass du aber aus finanziellen Gründen
niemals selber kündigen kannst und es nicht tust.
Das muss sein bevor du zum Arzt gehst.

Vielleicht kündigt er dir...

Ist bestimmt einfacher, als eine ALG-Sperre durch
ein SG aufheben zu lassen und erspart dir die gerichtliche
Auseinandersetzung mit deinem AG.

Kopf hoch und viel Glück!
 
E

ExitUser

Gast
#10
Sei ehrlich und sprich über deine Kündigungs-
gedanken, dass du aber aus finanziellen Gründen
niemals selber kündigen kannst und es nicht tust.
Das muss sein bevor du zum Arzt gehst.
Na das mußt du mir mal erklären?

Warum muß jemand, bevor er zum Arzt geht mit seinem Chef über Kündigungsgedanken reden???
 

medea

Elo-User/in

Mitglied seit
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#11
Bitte um Rat. Lebenswichtig

Hey Vicky !

Ich würde auch zu einem Doc gehen und dem erzählen was auf deiner Arbeit abgeht und Ihm sagen das Du morgens bevor Du los gehst schon gesundheitliche Probleme hast z.B. Magenschmerzen, Nachts Alpträume und so. Nur über Kündigungsabsichten, bezüglich der Sachen die bei Dir abgehen würde ich ohne neuen Job im Hintergrund auch nichts zu meinem Chef sagen.
Ausserdem, über Deine unbezahlten Überstunden und so weiss Dein Chef ja Bescheid.
Je nach dem, wie lange Du krank bist, erledigt sich das mit der Kündigung vieleicht von selbst. Man kann aufgrund auftretender Depressionen auch ne Kur beantragen die von der Krankenkasse getragen wird.
Wünsche Dir alles Gute

:stern: medea
 

Manuela

Elo-User/in

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#12
Hallo Vicky...

ich hatte ähnliche Probs am Arbeitsplatz durch Mobbing des Abteilungsleiters und hatte unter der Hühnerhackordnung innerhalb der Abteilung wo ich eingesetzt war zu leiden.
Als ich an dem Punkt war wo Du jetzt bist, bin ich zum Hausarzt, hab dem alles erzählt. Daraufhin war ich ca. 8 Wochen AU. Dann kam auch schon Termin beim MDK weil Arbeitgeber AU anzweifelte. MDK lief super, habe der Arztin dort nocheinmal die ganze Geschichte aufgetischt. In dem Gutachten stand dann drin, dass ich sofort wieder arbeitsfähig sei, aber eben nicht bei dieser Firma. Dann rief die Krankenkasse mich an und sagte sie kläre das mit dem Arbeitsamt. Ich konnte aufgrund dieses Gutachtens sofort fristlos kündigen, ohne eine Sperre beim Arbeitsamt. Habs mir aber vorher sicherheitshalber vom SB des Aamtes schriftlich bestätigen lassen.

Vielleicht hilft Dir das ein bissl weiter.

Ich kann Dir wie viele andere auch nur raten, suche dringend einen Arzt auf und erzähl alles ohne Scham.
 

Arco

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Feb 2006
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4.272
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#13
Hallo Manu....

:daumen: :daumen:

ich glaube dieser Rat/Tatsachenbericht ist sehr hilfreich für Vicky :hug:

so kanns gehen :stern: :stern:
 
E

ExitUser

Gast
#14
Depressionen "bekommt" man nicht wie die Tageszeitung!
Man wächst quasi hinein und wenn man es merkt hat man sie schon lange.
So isses zumindest bei mir.

Ich würde auch andere Wege gehen um von diesem Arbeitsplatz weg zu kommen. Diese wurde hinreichend hier beschrieben.

Good Luck
 
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