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Alamur

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Hallo,
kurze Vorgeschichte:

Ich wohnte bis ende letzten Jahres in einer Stadt und erhielt eigentlich ALG2. Allerdings war ich seit längerem Sanktioniert wurden, so dass ich gar keine Leistungen mehr bekam, außer Einkaufsgutscheinen.

Dann bin ich mit meiner Freundin in ein Dorf im Umland zusammengezogen.
Sie hat eine Arbeit.

Dort wollte ich einen Neuantrag bei der dortigen Jobagentur stellen, der jedoch abgelehnt wurde, da meine Freundin "zu viel" verdient.

So habe ich derzeit überhaupt keine Leistungen, nicht mal eine Krankenversicherung. Und Arbeit finde ich derzeit auch keine. Aber darum gehts nicht explizit.

Es geht darum, dass ich nun allein doch wieder zurück in meine alte Stadt ziehen will, und zwar alleine, zu meiner alten Mietgesellschaft.

Das Problem ist aber, das ich folgendes nicht weiß:

bei der Mietgesellschaft bekomme ich nur eine Wohnung, wenn ich nachweise, dass ich Arbeitslosengeld1/2 beziehe, oder, dass ich einen Job habe.

Wenn ich aber zuerst einen Antrag auf ALG2 dort stelle, wollen die natürlich einen Wohnsitz dort haben und zudem eine Umzugsgenehmigung des alten Jobcenters.

Ich habe ja nun nichts von alle dem. Wie soll ich es anstellen?
 
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Eine sehr verzwickte Lage in der du dich befindest.
Eine Frage vorweg,
Würde deine freundin dich zur Not weiter wohnen lassen?
Wenn ja, empfehle ich Dir schnellstens einen Job, wenn auch in Teilzeit zu finden.
In der Stadt, wo du wohnen möchtest. Ob Hilfsjob oder was auch immer.
Sonst sehe ich für dich eher schwarz, denn:
1. Wie du schreibst, bist du ja zu 100% Sanktioniert.
Ich frage jetzt nicht, wie es dazu kam.
2. Glaube nicht, das diese Sanktionierung beendet ist, wenn du einen Neuen Antrag stellst.

Am besten lasse dich von einer örtlichen Arbeitslosenberatungsstelle ausgiebig beraten.

Mit deiner Krankenkasse ist auch ein großes Problem, setze dich mit dieser in Verbindung und kläre die Situation, was wenn dir ein Unfall passiert... gar nicht auszudenken. :eek:

Aber ganz wichtig ist, solang du noch bei deiner Freundin bist - intensive Jobsuche!
Hast du was mit Zusage in der Stadt, dann ab zum JC und Umzugsberechtigung einholen, Wohnung suchen und beim Amt in der Stadt wieder melden. Natürlich nur, wenn du unter dem Existenzminimum lebst, also der Job zuwenig hergibt und du Aufstocken musst.
Ich hoffe für dich, es ist eine große Stadt mit vielen Möglichkeiten und Stellenangeboten.

Was jetzt auf dich zukommt, ist ein schwerer weg, aber wenn du das Alles meisterst, dann bist du wieder im Lot, ansonsten wird es sehr schwer.
 

Alamur

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Danke erstmal für den Rat:

Würde deine freundin dich zur Not weiter wohnen lassen?

Ja, aber sie selbst will dort wegziehen, denn auch für sie ist es finanziell sehr schwer, trotz Arbeit.

Wenn ja, empfehle ich Dir schnellstens einen Job, wenn auch in Teilzeit zu finden.
In der Stadt, wo du wohnen möchtest. Ob Hilfsjob oder was auch immer.

Das versuche ich händeringend. Jedoch ist es ohnehin sehr schwer. Zudem ist mein Arbeitsweg von 30 km für einige Firmen scheinbar ein Problem, wie ich in meinen letzten Vorstellungsgesprächen erfahren durfte.

Selbst bei Leihfirmen haben sie derzeit kaum Einsatzmöglichkeiten, obwohl sie Stellen ausschreiben und ich wie ein Dackel dort hinlaufe, um mich vorzustellen. Verstehe ich auch nicht.

Glaube nicht, das diese Sanktionierung beendet ist, wenn du einen Neuen Antrag stellst.

Das habe ich auch befürchtet.

Es ist nun ca. 3 Monate her, dass ich zuletzt Arbeitslos gemeldet war. Ist denn selbst bei einem kompletten Neuantrag die alte Sanktion noch gültig?

Mit deiner Krankenkasse ist auch ein großes Problem, setze dich mit dieser in Verbindung und kläre die Situation, was wenn dir ein Unfall passiert... gar nicht auszudenken.

Ich war bereits dort und auch nochmal beim Jobcenter meines Landkreises deswegen.
Es gibt keinen Ausweg.
Ich könnte mich nur selber Versichern und das kostet ca. 140 Euro um den dreh. Das Amt würde mir auf Antrag evtl. einen Zuschuss von 30 bis 40 Euro geben. Doch ich kann mir das dennoch nicht leisten.

Naja, ich werde dann noch weiter hin versuchen, mir einen Job zu suchen. Aber es ist so verdammt schwer geworden, etwas zu finden. Selbst ausgeschriebene Stellen scheinen ja gar nicht wirklich zu existieren, wie ich nun erleben durfte.
 
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Selbst ausgeschriebene Stellen scheinen ja gar nicht wirklich zu existieren, wie ich nun erleben durfte.

da gebe ich dir verdammt Recht, aber gehe in Firmen und Frage direkt nach.
Deine Chancen steigen dadurch mehr. Mach Blindbewerbung etc...
Verlass dich nicht nur auf die Stellenangebote vom JC oder Jobboerse. die kannst du zum größten Teil vergessen.

Vielleicht melden sich hier auch noch andere und können dir vielleicht bessere Tipps geben.
Lass den Kopf nicht hängen und viel Glück!
 

Alamur

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Lass den Kopf nicht hängen und viel Glück!

Vielen Dank dir erstmal.

aber gehe in Firmen und Frage direkt nach.
Deine Chancen steigen dadurch mehr. Mach Blindbewerbung etc...

Das mache ich auch. Ich habe so viele Firmen in meiner jetzigen und alten Umgebung abgegrast, aber überall nur Absagen, da kaum Leute gesucht werden.

Früher konnte man zumindest bei einigen Leihfirmen noch ziemlich schnell einen Vertrag abschließen. Aber die Zeiten scheinen zu ende zu sein.

Ehrlich gesagt graust es mich aber auch davor, wieder unter die Fittiche vom Jobcenter zu geraten. Aber solange ich kein Einkommen habe, muss ich es versuchen.
 

HajoDF

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Hallo Alamur,
eventuell kannst Du Dir in der Stadt, in die Du ziehen willst eine sogenannte Notunterkunft besorgen oder wenigestens eine Meldeadresse bei Freund oder Familie oder Sozialverband wie Caritas etc..
Mit der kannst Du dann ALG II wieder beantragen.
 

Alamur

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eventuell kannst Du Dir in der Stadt, in die Du ziehen willst eine sogenannte Notunterkunft besorgen oder wenigestens eine Meldeadresse bei Freund oder Familie oder Sozialverband wie Caritas etc..
Mit der kannst Du dann ALG II wieder beantragen.

Ist das echt so mit Umständen verbunden?

Was ist denn, wenn meine Freundin mich nun rauswerfen würde und ich wäre obdachlos.

Gäbe es dann keine Chance, irgendwie wieder in den Leistungsbezug und zu einer Wohnung in meiner alten Stadt zu kommen?
 

HajoDF

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Dann brauchst Du auch eine Notunterkunft... Obdachlosenheim etc.

Beweg Dich, mach mal etwas richtig, denn bisher hast Du alles falsch gemacht, was falsch zu machen ist.
Ist nicht böse gemeint, aber vielleicht plant man in Deiner Situation ein bisschen im Voraus.
 

Alamur

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Beweg Dich, mach mal etwas richtig, denn bisher hast Du alles falsch gemacht, was falsch zu machen ist.

Soll das ein Witz sein?

Ich habe hier gerade mal die Spitze des Eisberges meiner Situation erklärt und du weißt überhaupt rein gar nicht, was vorher und zwischendrin zu dieser Situation geführt hat.

Und da willst du mir etwas von "falsch machen" erzählen?

Und zudem willst du mir irgendwas über Bewegung erzählen?

Bis vor ca. 3 Jahren habe ich nicht mal gewusst, was Arbeitslosigkeit überhaupt bedeutet da ich mir immer um Arbeit den den Hintern aufgerissen habe.

Sei mir auch nicht böse, aber solche Sätze höre ich nicht das erste mal. Und zwar von Leuten, die seit Jahren ihre Sozialleistungen bekommen und gemütlich vor sich hin leben
Daher habe ich auch keinen Nerv mehr, sowas zu hören.

Ich bin ehrlich gesagt kurz vor dem explodieren, auch im Alltag.
 

Curt The Cat

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Öhem ... mit Verlaub - ich hab' ja keine Ahnung, mit wem Du gesprochen hast und wer Dir was gesagt hat, aber Du kannst Dich hier ja mal umtun. Dann bekommste 'nen Eindruck, wie 's ist, mit Sozialleistungen gemütlich vor sich hinzuleben ...

...
Sei mir auch nicht böse, aber solche Sätze höre ich nicht das erste mal. Und zwar von Leuten, die seit Jahren ihre Sozialleistungen bekommen und gemütlich vor sich hin leben
Daher habe ich auch keinen Nerv mehr, sowas zu hören.

Willkommen in der Realität - außerhalb der Matrix ...

Bis vor ca. 3 Jahren habe ich nicht mal gewusst, was Arbeitslosigkeit überhaupt bedeutet da ich mir immer um Arbeit den den Hintern aufgerissen habe.

...

Ich bin ehrlich gesagt kurz vor dem explodieren, auch im Alltag.


:icon_wink:
 

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Der Verweis auf eine Obdachlosenunterkunft als allerletztem Notnagel ist zunächst mal nicht verkehrt. Du solltest hierzu aber zwei Dinge wissen:

1. Auch die Ordnungsämter verfahren nach örtlicher Zuständigkeit. Wenn du in die "neue" Stadt zurückkehrst, dort aber nicht gemeldet bist, musst du damit rechnen, abgewiesen zu werden. Es könnte somit zielführender sein, zunächst Kontakt zu Wohlfahrtsverbänden (Parität, Diakonie, Caritas) zu suchen, um zu einer Meldeadresse zu gelangen, die du für die ALG II-Antragstellung brauchst.

2. Wenn es doch auf eine Obdachlosenunterbringung durch die örtliche Ordnungsbehörde hinausläuft, bedenke, dass die Anforderungen an eine Obdachlosenunterkunft nicht vergleichbar sind mit denen an eine "ordentliche" Mietwohnung. Eine Notunterkunft soll nur Schutz vor den Unbilden des Wetters bieten, mehr nicht.

Viel Glück!
 

HajoDF

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Hallo Alamur,
wenn ich sage.....
Beweg Dich, mach mal etwas richtig, denn bisher hast Du alles falsch gemacht, was falsch zu machen ist.
... meine ich nur Dein Verhalten im Hinblick auf die Gesetzeslage im SGB II.
Du schreibst von einer 100%igen Sanktion und hast offensichtlich diese hingenommen, ohne Dich zu wehren, Du bist zu Deiner Freundin gezogen ohne Genehmigung des JC und auf die Gefahr hin, dass sie Dich unterhalten muss wegen Einstandsgemeinschaft.
Das neue JC lehnt deswegen die Leistung ab.
Hättest Du Dich rechtzeitig schlau gemacht, wäre sicher alles ganz anders gelaufen.
Zumindest hattest Du ja Essenmarken und damit warst Du auch krankenversichert. Aber durch den Wegzug bist Du auch da rausgefallen.
Ich weiß selbst, dass es in solchen Situationen schwer ist, cool zu bleiben.
Schreib mal, wie lange die Sanktion noch dauert und wie weit Du von der Stadt weg wohnst, in die Du wieder ziehen willst. Das könnte hilfreich für Vorschläge sein.
 

alexander29

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Hallo,
kurze Vorgeschichte:

Ich wohnte bis ende letzten Jahres in einer Stadt und erhielt eigentlich ALG2. Allerdings war ich seit längerem Sanktioniert wurden, so dass ich gar keine Leistungen mehr bekam, außer Einkaufsgutscheinen.

Dann bin ich mit meiner Freundin in ein Dorf im Umland zusammengezogen.
Sie hat eine Arbeit.

Dort wollte ich einen Neuantrag bei der dortigen Jobagentur stellen, der jedoch abgelehnt wurde, da meine Freundin "zu viel" verdient.
Wurde er schriftlich oder mündlich abgelehnt (so wie es aussieht, wohl mündlich) ?
Dann sofort schriftlich und nachweisbar Antrag stellen.
Zusätzlich zu erwähnen ist, dass das JC euch nachweisen muss, dass ihr eine BG seid; dies kann das JC in den allermeisten Fällen nicht, so dass ihr das erste Jahr keine BG seid.
Insofern darf dann das Einkommen deiner Freundin nicht angerechnet werden.
Gelichzeitig mit dem Antrag stellst du schriftlich Antrag auf Vorschuß und Lebensmittelgutscheine (da du wohl keinen Vorschuß bekommen wirst, dir aber Lebensmittelgutscheine auch dort zustehen).

So habe ich derzeit überhaupt keine Leistungen, nicht mal eine Krankenversicherung. Und Arbeit finde ich derzeit auch keine. Aber darum gehts nicht explizit.

Es geht darum, dass ich nun allein doch wieder zurück in meine alte Stadt ziehen will, und zwar alleine, zu meiner alten Mietgesellschaft.

Das Problem ist aber, das ich folgendes nicht weiß:

bei der Mietgesellschaft bekomme ich nur eine Wohnung, wenn ich nachweise, dass ich Arbeitslosengeld1/2 beziehe, oder, dass ich einen Job habe.

Wenn ich aber zuerst einen Antrag auf ALG2 dort stelle, wollen die natürlich einen Wohnsitz dort haben und zudem eine Umzugsgenehmigung des alten Jobcenters.

Ich habe ja nun nichts von alle dem. Wie soll ich es anstellen?

Meld dich umgehend bei einer Arbeitsoseninitiative in deiner Gegend.
Nimm dann alle Bescheide und Briefe mit (wenn du dich mit denen triffst).
Die helfen dir dann, alles zu klären.

PS. Falls der Antrag auf ALG 2 schriftlich abgelehnt wurde, Widerspruch einreichen.
Falls wg der BG mit deiner Freundin etwas kam, Widerspruch einreichen.
Dies ist alles vorsorglich.

Und bitte, wenn du noch nichts schriftliches gestellt hast, Antrag auf ALG 2 etc noch im Januar stellen, damit die Leistungen ab 1 Januar gewährt werden.
Natürlich steht alles unter dem Vorbehalt der Sanktion, die auch weiterhin gültig ist, wenn sie denn vorher gültig war.
Aber nur so kommst du weiter.
 
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