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Merina

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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10 Jun 2007
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#1
Grüße!
ich habe ein paar Stunden damit verbracht, die Forumsseiten zu studieren:icon_mued: - ich bin ALG2 Empfänger und möchte mich selbstständig machen.

Kleine Vorgeschichte: ich war 15 Jahre im Handel selbstständig und mußte Insolvenz anmelden um aus einen Mietvertrag herauszukommen...leider war mein Vermieter schlau und ich habe unheimlich viele Schulden behalten. Das ist nun 4 Jahre her, inzwischen wohne ich am anderen Ende Deutschlands und sitze den ganzen Tag untätig herum....:icon_kinn:

Ich hätte die Möglichkeit, günstig ein Haus mit Wohnung und Geschäft mieten zu können, etwas Ware würde ich von einem Freund gesponsert bekommen...

Ich habe sehr viel über Einstiegsgeld, dessen Berechnung, die Abrechnung von Einnahme/Gewinn gelesen - und bin total irritiert!

Fakt 1: ich würde Einstiegsgeld erhalten...50% zusätzlich zum Regelsatz
Fakt2 : Überschüsse an Einkommen werden angerechnet.

1. Frage: wie wird die Miete für Geschäft und Wohnung an -bzw. berechnet
2. Frage: ein Darlehen oder Bürgchaft ist nicht drinn, also muß ich sämtliche Einnahmen aus dem Geschäft in neue Ware und andere notwendigen Sachen(Deko, Material, etc) investieren - nach allem, was ich hier gelesen habe, ist das aber garnicht möglich... oder habe ich da etwas falsch verstanden?
3. Frage: Abrechnung ist logisch, kann ich aber nicht, hatte früher einen Steuerberater. Wer bezahlt den oder kann ich das als Ausgabe gültig machen und muß ich dem das monatlich oder jährlich einreichen?

4. Frage: Man macht sich ja selbstständig, um irgendwann nicht mehr von "Vater Staat" leben zu müssen. Wenn ich einen jährliche Abrechnung machen würde, immer monatlich meinen Zuschuss erhalte, wie funktioniert dann das Abmelden? Oder sollte man das machen, wenn man der Meinung ist, das Geld reicht nun aus um davon Leben zu können?

Danke schon Mal im Vorraus für Eure Antworten....

Merina
 

burki

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#2
Hi Merina,
da ein Grossteil beim SGBII aus Kann-Vorschriften besteht, nur meine subjektive Meinung/Erfahrung:
zu 1) die bei Dir übliche Höchstmiete wird Dir gegönnt; den (nachweisbaren) Rest musst Du bei den Betriebsausgaben buchen.
zu 2) in der Theorie muss das durchaus möglich sein, doch bei Selbstständigkeit ist die ARGE i.d.R. vollständig überfordert.
zu 3) auch der Steuerberater sollte als Betriebsausgabe durchgehen, doch beachte, dass viele ARGEn auf eine monatliche Abrechnung aus sind.
Dies widerspricht aber wiederum dem geltenden Recht, d.h. es sollte/muss über ein Geschäftsjahr abgerechnet werden (was wiederum in 12 Teile aufgeteilt wird).
zu 4) Du kannst Dich jederzeit "abmelden"; bei 1200 EUR Gewinn/Monat (falls Du alleinstehend bist) gibts eh nichts mehr von der ARGE.

Was ich aber noch anraten würde:
(i) einen hieb- und stichfesten Businessplan erstellen bzw. erstellen lassen (ein guter Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer macht da durchaus Sinn)
(ii) die ARGE wird i.d.R. auf eine "einfache Buchhaltung" plädieren --> dies mit allen Mitteln verhindern, wobei dies je nach SB durchaus im persönlichen Gespräch möglich sein kann, wobei Deine (in den Augen der ARGE - war auch vor Hartz IV über 10 Jahre selbstständig ) "erfolglose ehemalige Selbstständigkeit" da ein Problem werden könnte.
(iii) bedenke: jemand der sich aktiv von Hartz IV verabschieden mag und dann noch auf selbstständiger Basis, ist der ARGE mehr als suspekt.
Gruss
burki
 

Zombie

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#3
(iii) bedenke: jemand der sich aktiv von Hartz IV verabschieden mag und dann noch auf selbstständiger Basis, ist der ARGE mehr als suspekt.
Sehr grosse Hilfe.Das erklär mal.Wenn ich mir das zutraue,ist das doch meine Sache.

Gruß

Zombie
 

Silvia V

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#4
Sehr grosse Hilfe.Das erklär mal.Wenn ich mir das zutraue,ist das doch meine Sache.

Gruß

Zombie
Es ging hier aber nicht um Dich!Solltest Du hilfreiche Antworten geben können,dann bringe Dich konstruktiv in den Thread ein.
Alles andere unterbleibt!!
 

Silvia V

Mitarbeiter
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#5
Hallo Merina,

wie regelst Du es mit der noch laufenden Insolvenz?
Muß da nicht auch noch der Insolvenzverwalter ein Wort mitreden?
Wichtig wäre,das dieser die Füße still hält und nicht auch noch neben der Arge
die Finger gierig ausstreckt.

Gruß

Silvia
 

Zombie

Forumnutzer/in

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#6
Zitat von Silvia V:

Es ging hier aber nicht um Dich!Solltest Du hilfreiche Antworten geben können,dann bringe Dich konstruktiv in den Thread ein.
Alles andere unterbleibt!!
Ich bitte freundlichst darum,meine Beiträge zu lesen und nicht nur irgendwelchen anderen Usern nachzureden.

Wenn ich darum bitte,das man mir mal erklären solle,warum der Arge Menschen suspekt sein sollen,die sich mit aller Kraft uas Hartz ziehen möchten,dann habe ich ja wohl ein Recht darauf.

Soll ich nun jedesmal fragen,was ich fragen bez.erzählen soll?

Ich bin doch nicht im Kindergarten!


Gruß

Zombie
 

Koelschejong

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#7
Fakt 1: ich würde Einstiegsgeld erhalten...50% zusätzlich zum Regelsatz
Dies ist leider kein Fakt, sondern eine reine Kann-Leistung. Voraussetzung ist der bereits von burki erwähnte Businessplan.

Fakt2 : Überschüsse an Einkommen werden angerechnet.
Siehe unten
1. Frage: wie wird die Miete für Geschäft und Wohnung an -bzw. berechnet
von burki m.E. zutreffend beantwortet
2. Frage: ein Darlehen oder Bürgchaft ist nicht drinn, also muß ich sämtliche Einnahmen aus dem Geschäft in neue Ware und andere notwendigen Sachen(Deko, Material, etc) investieren - nach allem, was ich hier gelesen habe, ist das aber garnicht möglich... oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Es ist normal, dass am Anfang alle Geldeingänge reinvestiert werden, das sollte auch von der ARGE anerkannt werden. Sprich einfach mal mit Deinem SB - es gibt auch sehr vernünftige Angehörige dieser Spezies!
3. Frage: Abrechnung ist logisch, kann ich aber nicht, hatte früher einen Steuerberater. Wer bezahlt den oder kann ich das als Ausgabe gültig machen und muß ich dem das monatlich oder jährlich einreichen?
Nochmals - sprich mit Deinem SB. Irgendwo im Gesetz steht jährlich, aber m.E. nur in dem Sinne, dass das Jahreseinkommen bei der Anrechnugn zu Grunde zu legen ist. Über die Häufigkeit der Abrechnung steht m.E. nichts im Gesetz. Monatliche Abrechnung (so mach ich es) hat durchaus den sehr großen Vorteil, dass man selbst seine Zahlen gut im Blick hat. Und für eine einfache Buchführung gibt es brauchbare "Laien taugliche" Programme, teilweise sogar als Freeware.

4. Frage: Man macht sich ja selbstständig, um irgendwann nicht mehr von "Vater Staat" leben zu müssen. Wenn ich einen jährliche Abrechnung machen würde, immer monatlich meinen Zuschuss erhalte, wie funktioniert dann das Abmelden? Oder sollte man das machen, wenn man der Meinung ist, das Geld reicht nun aus um davon Leben zu können?
Schriftliche Mitteilung und das wars - aber vorher Deine Zahlen sehr genau studieren!
Zu Deinem "Fakt" 2:
Silvia V hat die Problematik ja sehr richtig angeschnitten:
Zum einen möchte die ARGE einen eventuellen Gewinn natürlich auf Dein ALG II anrechnen. Dabei gilt aus Sicht der ARGE der "schöne" Grundsatz - "Schulden aus der Vergangenheit interessieren uns die Bohne".
Andererseits möchten Deine Gläubiger (Insolvenzverwalter) an Deine Einkünfte und auch da gilt wieder der schöne Grundsatz "der Wunsch des Schuldners, Geldeingänge zu reinvestieren, interessiert uns die Bohne".

Deine Gläubiger könnten Dir m.E. sogar alle Geldeingänge und/oder Warenbestände pfänden, die ARGE könnte sich zeitgleich auf den Standpunkt stellen, die Pfändung interessiert uns nicht, da Schuldenabbau und Du stündest völlig mittellos im Regen. Du könntest Dich bestenfalls mit der ARGE vor Gericht über die Frage streiten, ob gepfändetes Einkommen denn nun anrechenbar ist oder Dir gar nicht zur Verfügung steht und daher nicht angerechnet werden darf. Das ist m.E. eine höchst pikante rechtliche Frage:
Wann greift die Pfändung? Man könnte argumentieren, das Geld geht auf Deinem Konto ein, d.h. in dieser logischen Sekunde ist es von der ARGE anrechenbares Einkommen, nach dem Geldeingang (also nach der logischen Sekunde) greift die Pfändung, denn vorher ist ja nichts da zum Pfänden.

Darüber kann man also vermutlich lange und juristisch interessant streiten - und für Dich regnet es in dieser Zeit weiter.

Also im Klartext: Wenn der Insolvenzverwalter, wie von Silvia V richtig erwähnt, nicht vorher schriftlich mit dem Kopf nickt, lass die Finger davon!
 

ethos07

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#8
OT
Hallo ZombY-man:

mal Ihnen* kurz etwas genauer auf's dumm-dreiste Maul geschaut:

1. Sie lenken die Beratung, die ein User einer Fragerin gibt, kurzerhand knallbumm auf sich selbst um. Das ist in Foren generell unanständig. Und hier unerwünscht. Das hat Ihnen Silvia_V hier bereits deutlich gesagt.

2. Sie greifen aus burkis zahlreichen und zweifelsohne aus der eigenen traurigen Erfahrung gewonnenen Ratschläge für die andere Userin nur einen einzigen Ratschlag heraus - um diesen sofort saudreist abzukanzeln:

"(iii) bedenke: jemand der sich aktiv von Hartz IV verabschieden mag und dann noch auf selbstständiger Basis, ist der ARGE mehr als suspekt. "
Sehr grosse Hilfe.Das erklär mal.
Wenn ich mir das zutraue,ist das doch meine Sache.
Wieso sollte man ausgerechnet IHNEN irgendetwas erklären wollen:

3.SIE verteilen hier einem anderen, freundlich ratgebenden, User [oder in anderen Threads gerade mal locker miteinander plaudernden Usern] kurze Wort-Kinnhacken.
4. Und bevor der Andere sich davon erholt hat, fordern SIE im Kindergarten- Rotzton : "Das erklär mal."

Hier schuldet aber NIEMAND IRGENDJEMANDEM etwas.
Geschweige das hier irgendjemand eine RECHT auf eine Antwort hat.

5. Und im nächsten Posting wollen Sie uns Ihrem Rotzton dann auch noch als "freundliche Bitte" scheinheilig verkaufen:icon_kratz:...

Dabei geben Sie SICH doch die Antwort gleich selbst :
"Wenn ich mir das zutraue, ist das doch meine Sache." -
Ja KLARO-DOCH: Wenn Sie sich das zutrauen, dann ist das IHRE und nur IHRE SAche.
NUR ZU, NUR ZU!
SIE brauchen unseren "Kindergarten" hier doch nicht. Ziehen Sie doch einfach Leine.
Sie haben ja sicher auch in den andern von Ihnen gestörten Themen gelesen, dass man Sie hier als - möglicherweise von Dritten vorgeschickten - Störer einschätzt.

Aus meiner Sicht - ich möchte Sie damit keinefalls beleidigen - kann es auch sein, dass Sie einfach selbst etwas gestört sind. Vielleicht sollten Sie sich - das ist nett und nicht beleidigend gemeint - mal nach einem psychologischen Therapeuten umsehen? (Oben im elo-Forum gibt es eine Seite, auf der man nach psychologischer Unterstützung suchen kann.)
Hier im elo-forum sind Sie - das ist meine persönliche Einschätzung- im falschen Forum : Suche Sie sich bitte andere Landeplätze.

Bye-bye ZombY-man - und TSCHÜSS.
(Sie brauchen nicht zu antworten. Von mir jedenfalls erhalten Sie garantiert keine Antwort).

Gruß
ethos07

* Bei Störern wechsle ich generell zum Sie.
 

ethos07

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#9
Hi Merina,

leider habe ich für dich fast nichts dem anzufügen, was die anderen dir nicht bereits an gutem Rat gegeben haben.

Nur zu Deinem 3. - einfachsten - Punkt: Buchhaltung/Abrechnung...
Ich hatte auch keine Ahnung von Buchhaltung. Aber ich meine: wenn du nicht etwas ganz Kompliziertes anbietest, kannst du dir das nötige Wissen auch im Alleingang aneignen .
Online dafür das Beste was ich kenne: www.akademie.de .
Dort gibt es für Existenzgründer jede Menge Selbstlernkurse. Gerade auch für die Buchhaltung. Du kannst dort 1 Monat eine ProbeMitgliedschaft umsonst haben - und Dir alles nötige zusammenstellen.
Auch die Antworten vom Moderator R.Chromow oder anderen sind immer prompt und absolut zuverlässig. Zumidnest was "normale" kleine Existenzgründungen angeht. Auch für ALG-II-Gründer gibt es einen Kurs zum Gründen mit Einstiegsgeld. Aber für fast alle weiteren Probleme mit Armut und Verschuldung rund um Selbständigkeit wird dann auf tacheles-forum verwiesen.

Hier noch mein Tipp für eine einfache und für kleinere Solo-Selbständige vollkommen ausreichende Rundum-Buchhaltungssoftware:
MeinBüro. von Buhl-Data. (kosten pro Jahr inkl. laufenden Updates und Online-Unterstützung ca. € 80,00/Jahr)

Auch die Einnahme-Überschuss-Jahresabrechnung für die Steuererklärung habe ich mithilfe dieser Software bzw. anderen Tools und Ratschlägen von akademie.de und den freundlichen Antworten meines Finanzamts immer recht gut hinbekommen.
Gut - ein Steuerberater, wäre sicher nicht verkehrt - aber dazu fehlte mir bisher und wie es aussieht auch in Zukunft das Kleingeld.


... und vielleicht noch dieser "Minitrost", dass auch andere in dummen ARGE-Ecken festklemmen:es sieht auch bei mir so aus, als ob die ARGe eher Interesse daran hat, dass ich allernächstens in Insolvenz gerate, als dass sie meinen Antrag auf ALG-II endlich bearbeiten täte, damit ich meine Selbständigkeit fortsetzen könnte.

Nun denn: ich wünsche dir trotzdem Mut zum Weitermachen -vielleicht ja erstmal "nur" bis zu den Zuverdienstgrenzen?

Gruß!
ethos07
 
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