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Sentina

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#1
GuMo an alle!

Wir wissen nicht mehr weiter, bitten Euch um Hilfe!

Meine Tochter ( 21 J. ) hat ihr Arbeitsverhältnis fristgemäß gekündigt und eine neue Tätigeit fest in der Tasche ab 01.09.09.

Daraufhin ist der Chef stinkesauer und lässt sie das spüren, indem er ihr einfach die zustehenden freien Tage wegnimmt und ihr droht, sie solle ja keine Fehler machen während der Kündigungsfrist, sonst lässt er sie ins offene Messer laufen!:icon_motz:

2 Tage später kündigte dann die nächste Kollegin ( warum wohl???? ) Jetzt hat er echte Probleme, weil ja Saison ist ( Reisebranche ). Sie schläft kaum noch deswegen, wollte im friedlichen gehen, jedoch keine Möglichkeit!

Bleibt ihr nur noch der Weg zum Arzt ( Krankenschein )? Wer hat Erfahrungen mit sowas? Wie tritt man dem Arzt gegenüber? Offen & ehrlich?

Danke fürs durchlesen, Sentina.
 

lupe

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#2
Ebenso GuMo Sentina,

Daraufhin ist der Chef stinkesauer und lässt sie das spüren, indem er ihr einfach die zustehenden freien Tage wegnimmt und ihr droht, sie solle ja keine Fehler machen während der Kündigungsfrist, sonst lässt er sie ins offene Messer laufen!
Kann er ja gar nicht. Zumindest zustehenden Urlaub muß er ihr gewähren. Streichen kann er diese freien Tage nur dann, wenn ein Notfall vorliegt. Und DAS muß er schon ziemlich gut Argumentieren.

Bleibt ihr nur noch der Weg zum Arzt ( Krankenschein )? Wer hat Erfahrungen mit sowas? Wie tritt man dem Arzt gegenüber? Offen & ehrlich?
Kommt auf den Arzt und auf das Verhältnis Deiner Tochter zum Arzt hin an. Ich persönlich kenne meinen Arzt 20 Jahre. Da kann ich ehrlich sprechen und bekomme dann eine paßgenaue Lösung :icon_twisted:
 
E

ExitUser

Gast
#3
Moin,

sie könnte es über die Gewerkschaft versuchen oder sie holt sich Rat bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.

Wenn sie noch Anspruch auf Urlaub hat, dürfte sie ihn auch nehmen.
 

Stef86

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#4
hi,

also ganz ehrlich, sicher gibt es Möglichkeiten hier auf rechtlichen Wege zu antworten. Die Ihr zustehenden freien Tage muss er ihr ja geben,
ABER, ich würde mir da keinen Stress mehr machen und einfach zum Arzt gehen.
Ob man beim Arzt nun offen und ehrlich ist hängt davon ab wie gut ihr den Arzt kennt und ihm vertraut.
Allergings hat deine Tochter ja eh gesundheitliche Probleme mit dem Schlafen und so und darüber hinaus kommt dann eben auch stress und Erbrechen dazu und schon ist sie erstmal zu hause.
Fals der Hausarzt nicht ganz eurer Vertrauen genießen sollte, gibt es da auch noch den Neurologen, bei dem könnt ihr sowieso danz offen vorsprechen und dieser erkennt dann auch die ''seelische'' Belastung der deine Tochter derzeit ausgesetzt ist durch das Verhalten ihres noch Chefs.
Schlechtes Gewissen braucht ihr nicht zu haben denn sie beginnt ja eh etwas neues.
Wie gesagt, rechtliche Schritte mag es geben, aber warum, wenns auch einfach und bequem geht.

Ps. ich sag ausdrücklich NEIN zum Blaumachen und zur Faulheit, aber in diesem Fall würde ich den Arzt vorziehen.
 

lupe

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#5
Jo, dann will ich mal wieder...

@Lupe
Kann er ja gar nicht. Zumindest zustehenden Urlaub muß er ihr gewähren. Streichen kann er diese freien Tage nur dann, wenn ein Notfall vorliegt. Und DAS muß er schon ziemlich gut Argumentieren.
Hallo Lupe :icon_twisted:. Na ja gut, bin ich ja selber...

Leute, dass was ich schrieb, kommt aus dem Arbeitsrecht!!! Um es mal so zu sagen, ich habe selber mehrere Mal gegen Arbeitgeber Prozesse geführt.

Ok, ein gelber Schein ist einfacher. Ich persönlich bin da eher streitbar.
 

Sentina

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#6
Hi zurück und vielen Dank für die Antworten!

Stef, Du hast recht. Hier geht es uns nicht ums " Blaumachen ". Und mit Rechtsbeistand dauert es viel zu lange und kostet Nerven, die sie momentan nicht hat. Gruß Sentina.
 

lupe

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#7
@ Sentina

Stef, Du hast recht. Hier geht es uns nicht ums " Blaumachen ". Und mit Rechtsbeistand dauert es viel zu lange und kostet Nerven, die sie momentan nicht hat. Gruß Sentina.
Warum bist Du, respektive Deine Tochter denn nicht von selber gleich auf diese glorreiche Idee gekommen?!
Einem Arzt irgend eine Geschichte zu erzählen ist doch nichts neues.

Grüße Lupe
 

Mario Nette

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#8
Sind die freien Tage als Urlaub zu verstehen? Wurden sie als Urlaub auch beim Chef beantragt? Wenn nicht, sieht es schlecht aus, gerade weil ja, wie du schreibst, Saison ist. Natürlich kann sie sich krankschreiben lassen. Oder sie kann ihrem Chef die Abgeltung der Urlaubstage auftragen, sprich: Er muss diese dann eben geldlich vergüten, weil sie nicht genommen werden konnten. Allerdings gilt es dabei dann zu beachten, dass dies nicht geht, wenn man zum Ende der Tätigkeitszeit kommt, sprich: Wenn also das Ende der Tätigkeit im Krankschreibungszeitraum liegt.

Für die Gesundheit ist meiner Meinung nach hier die Krankschreibung wesentlich wirksamer als die Abgeltung der Urlaubstage. Von Geld wird man eben nicht gesund.

Mario Nette
 

gerda52

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#9
Mario Nette sagte :
Für die Gesundheit ist meiner Meinung nach hier die Krankschreibung wesentlich wirksamer als die Abgeltung der Urlaubstage.

Hier gebe ich Dir vollkommen recht, ...

Von Geld wird man eben nicht gesund.
d.h. aber nicht, dass auf das Geld verzichtet werden muss.

Bei Krankschreibung verfällt ein bei Beschäftigungsende evtl. noch vorhandener Urlaubsanspruch nicht, d.h. er muss dann auf jeden Fall abgegolten werden.

Diese kleine Extragabe wird ja auch ab dem 1.9. zur schnellstmöglichen Förderung der Genesung bitter gebraucht. ; )
 

Mario Nette

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#10
Bist du sicher Gerda? Ich meine gelesen zu haben, dass gerade bei einer Erkrankung zum Beschäftigungsende die Abgeltung des Urlaubs eben nicht möglich ist, weil ja durch die Krankschreibung quasi vereitelt wurde, dass man hätte Urlaub nehmen können.

Mario Nette
 

Stef86

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#11
Da kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen das das völlig in Ordnung geht.
Der Urlaubsanspruch ist auch bei Krankheit zum Beschäftigungsende geltend.
Jedenfalls gabs bei mir da keinerlei Einwende.
 

physicus

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#12
Da kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen das das völlig in Ordnung geht.
Der Urlaubsanspruch ist auch bei Krankheit zum Beschäftigungsende geltend.
Jedenfalls gabs bei mir da keinerlei Einwende.
ich kenne das auch nur so, entweder der ehemalige AG war in der ulag eingebunden dann ists egal weil der urlaub vom neuen AG übernommen werden würde, wenn dieser auch dort ist, oder man bekommt den urlaub finanziell abgegolten.
 

Luzifer

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#13
also ...

der gesetzliche Anspruch ( laut AGG ) beträgt in der Regel 2 Tage pro Kalendermonat
( War selbstständig , mit 2 eigenen Angestellten - daher kenne ich die Bestimmungen sehr genau )

Diese Tage sind zu gewähren , komme was wolle.... Unter Umständen kann ein AG den Urlaug teilweise in Geldbeträge verwandeln aber hier ist die Regel das die gesetzlichen Verträge zu beachten sind , d.h. das nur durch Überstunden zusätzlich entstandener Urlaub "ausbezahlt" werden darf und somit als abgegolten gilt.

Bis zum Zeitpunkt des letzten Tages ist dieser Urlaub in jedem Falle zu gewähren...( 2 Tage pro Kalendermonat ) und das auch anteilig. Da kommt dieser Chef nicht drum rum.

Was die Drohungen angeht ( Strafbar !) kann die kleine Dame sogar derartiges zum Anlass nehmen FRISTLOS zu kündigen.Ich möchte hier eigenabsicherung keine § nennen verweise hier ausdrücklich auf das Sonderkündigungsrecht des AGG sowie Betsimmungen zum BGB und GG.

In diesem Fall ist der Urlaub in Geldleistungen auszuzahlen ( ABFINDUNG !)

Mich würde interessieren in welches Messer sie laufen soll, denn ausser das bereits eine solche Drohung strafbar ist ( Nötigung ) darf er gar nix gegen Sie unternehmen.... und sollte er das tun .... würd iuch diesen Freak genüsslich schadenersatztechnisch auseinander nehmen ....

der einziege der hier besser aufpassen sollte ist der , nicht die klene....

mich kotzen die leute ziemlich an , die immer nach vermeintlich Schwächeren mit Füssen treten ....:icon_neutral: denen gehören die Füsse ambutiert...

LUZIFER
 
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