Bitte helft uns! Chef mobbt Freundin pausenlos

Hainbuche

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Hallo Claudia34,

wenn man sich den Wikipedia-Artikel zum Thema Abfindung durchliest, dann stellt sich die Frage, wie gut der Chef eigentlich im Thema ist, wenn er sich durch Mobbing die Abfindung sparen will.

Denn bei nur 8 Mitarbeitern scheint sich bei Kündigung durch den AG gar kein Abfindungsanspruch für den AN zu ergeben, so daß der Chef sich das Theater eigentlich sparen könnte.

Aber vielleicht sollte sich ein versierter Arbeitsrechtler mal das Verhalten des Chefs und die Auswirkungen auf die Freundin näher ansehen.

Es könnte ja sein, daß die Freundin durch den Zustand, in den sie der Chef gebracht hat, nun Aussicht auf jenen finanziellen Vorteil hat, der bei einer simplen Kündigung nicht entstanden wäre.


Mit freundlichen Grüßen
Hainbuche
 
E

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Gast
... sie sagte mir, dass sie wohl selbst demnächst kündigen wird...:icon_cry:
... und sich für die Geschichte dann auch noch beim Arbeitsamt zwei blaue Augen holen wird. Das ist doch nicht ihr Ernst? Da sie das Arbeitsverhältnis nicht retten wird, weil sie nervlich bereits am Boden ist, soll sie sich wegen der Folgen dieser Geschichte gefälligst ihre zweifelsphne vorliegende Arbeitsunfähigkeit bescheinigen lassen. Und wenn sie dann gefragt wird, was ihr fehlt: Geht keinen was an. Das müssen nur die behandelnden Ärzte und die Krankenkasse wissen, sonst niemand. Gar keine Auskunft zur Krankheit. Wenn der was von meldepflichtiger Berufskrankheit oder Wegeunfall sabbert - kriegt er in dem Fall von der Berufsgenossenschaft schriftlich.
 

mathias74

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Tagebuch führen, Zeugen suchen, Anwalt nehmen
und klagen und auf eine gute Abfindung hin arbeiten
So würde ich das auch machen, allerdings bringt dir Zeugen gar nichts im zweifelsfreie halten dann eh alle zum Chef es geht ja dann auch um den eigenen Arbeitsplatz, da sagen dann Zeugen gar nichts mehr und vor Gericht erscheinen die dann eh nicht.

Das beste ist jetzt solange wie es geht krankschreiben zu lassen. Dann kann der Chef erstmal 6 Wochen zahlen :biggrin: und was danach kommt Abwarten
 
E

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Gast
Es gilt das Desaster abzuwehren:
Keine Abfindung PLUS ein paar Monate aus der eigenen Kasse draufzahlen.
@ Claudia:

Das liest sich so salopp. Sie kriegt DREI MONATE GAR KEIN GELD UND IST NICHT KRANKENVERSICHERT. Und wenn sie das nicht aus den Rücklagen finanziert bekommt und Mietschulden aufbaut, FLIEGT SIE AM ENDE NOCH AUS DER WOHNUNG.

Begriffen?

ES GIBT KEINE EIGENKÜNDIGUNG!

Hat sie schon einen Anschlußjob? Sprich - kann sie sich das überhaupt leisten?
Woher denn. Man braucht doch locker ein Vierteljahr, bis man sich mit diesem Nervenkostüm und so einer Frustbeule wieder auf eine erfolgversprechende Bewerbungstour einlassen könnte. Bis dahin hinterläßt man doch überall nur verbrannte Erde.

Andernfalls ist die Krankschreibe-Nummer die schlauere Option.
Sie ist nach Lage der Dinge alternativlos.

Die Angst vorm Arbeitsgericht kann ich hoffentlich entkräften. Die Richter haben mich - ohne Anwalt - durch den Prozeß getragen.
Ich bekam sogar mehr Abfindung zugesprochen als gefordert.
:icon_daumen:
 

Pixelschieberin

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Zitat von Pixelschieberin
Es gilt das Desaster abzuwehren:
Keine Abfindung PLUS ein paar Monate aus der eigenen Kasse draufzahlen.
Das liest sich so salopp.
@ P123: Mein Post war alles andere als "salopp" gemeint. :icon_wink:
Abfindung:
Wenn es die erst ab 10 sozialversicherten Mitarbeitern gibt, nachforschen, ob nicht eventuell eine Reinigungskraft (die werden beim Weihnachtsessen oft "vergessen") und/oder das Ehegespons auf der Lohnliste steht.
Rechsform der Firma ableuchten. Zahlt sich der Chef eventuell als bei seiner Fa. "Angestellter" ein Gehalt aus?
Klären...
Amtsgerichtseintrag der Fa finden. Vllt kommt man doch noch auf die 10 Männeken?
Falls weiterhin Psychodruck ausgeübt wird:
Ich kannte keine Fa, in der nicht wenigstens eine Steuerleiche im Keller lag...
Als abhängig Beschäftigte konnte/durfte ich Stillschweigen bewahren, da der Interessenskonflikt bzgl. Erhalt meines Arbeitsplatzes...
 

KK aus C

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Hallo zusammen,

habe gerade erst was ähnliches hinter mir, und kann nur sagen:

AB ZUM ARZT UND KRANKENSCHEIN HOLEN + ÜBERWEISUNG ZUM PSYCHIATER

Nicht zum Psychologen - der ist kein Arzt und kann nicht krankschreiben.

Was mir ganz komisch vorkommt, Claudia:
Du schreibst was von Chef + 8 Mitarbeiter + Deine Freundin.
Ist das die ganze Firma?

Dann verstehe ich die Sache noch viel weniger. Es sind weniger als 10 Beschäftigte, hier greift GAR KEIN KÜNDIGUNGSSCHUTZ!
Dann kann der Boss jederzeit kündigen und das ohne Angabe von irgendwelchen Gründen!

LG von KK
 

evelyn62

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Dann verstehe ich die Sache noch viel weniger. Es sind weniger als 10 Beschäftigte, hier greift GAR KEIN KÜNDIGUNGSSCHUTZ!
Dann kann der Boss jederzeit kündigen und das ohne Angabe von irgendwelchen Gründen!
Das will er aber nicht. Er will die Genugtuung dass sie selbst kündigt. Sie wahrscheinlich platt machen bis an ihr Lebensende.
 

KK aus C

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@ evelyn62
also ein ekelhafter Sadist, der einfach jemanden braucht, um sich abzureagieren.



Dann hilft noch viel mehr: KRANKENSCHEIN bis die schlaflosen Nächte und die Magenschmerzen und das Schädelweh und die Panikatacken und die Erschöpfung nachlassen und die Gute langsam wieder aus ihren schwarzen Loch herausfindet.

Heißt etwa 3 - 4 Monate, eventuell wäre ein stationärer Aufenthalt von 5 - 7 Wochen nicht verkehrt.

LG von KK
 

Pixelschieberin

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[...] Dann verstehe ich die Sache noch viel weniger. Es sind weniger als 10 Beschäftigte, hier greift GAR KEIN KÜNDIGUNGSSCHUTZ!
Dann kann der Boss jederzeit kündigen und das ohne Angabe von irgendwelchen Gründen!
Genau das verwundert mich auch. Vllt sind doch mehr Lohnempfänger auf der Verlustrechnung des Betriebs verbucht (Kinder, Gattin, Oma) - und Scheffes Unterbebewußtsein generierte deshalb die Ansage mit der Abfindung?
So uninformiert wird kein selbständiger Brötchengeber sein, nicht zu wissen, ab wann es Abfindungen zu zahlen gilt.
Mich machte sein Hinweis ziemlich stutzig.
 

jockel

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Das will er aber nicht. Er will die Genugtuung dass sie selbst kündigt. Sie wahrscheinlich platt machen bis an ihr Lebensende.
Solche Arten von Chefs berauschen sich am Elend ihrer Menschen in Ermangelung ihrer anderen Geschäftspartner, die ihrerseits dem Kleingewerbetreibenden zusetzen. So geben Kleinunternehmer den Druck und den Frust, den sie im Geschäftsleben zu spüren bekommen, weiter an ihre Untertanen, um ihrerseits eine Genugtuung und Machtbefriedigung zu erfahren.

Als "Radfahrer" nach oben greifen und nach unten treten. Mensch, muß das Selbstständigmachen attraktiv sein unter diesen Wolfsbedingungen, die Politiker aus den bundesdeutschen Pest- und Choleraparteien in den Himmel loben.

Das ganze Entwicklungsumfeld für Kleingewerbetreibende stimmt hinten und vorne nicht. Und das Verhältnis Kleingewerbetreibende und Banken ist meist immer existenzbedrohend.

Die üblichen Umgangsformen "in der ach so freien Wirtschaft" des Kapitalismus. Ist doch richtig lebenswert - diese Gesellschaftsform. Aus der Sicht kann man in gewisser Weise froh sein, das man als jobsuchender Erwerbsloser sich nicht mit einem herrschaftswütigen und terrorisierenden Unternehmer auseinandersetzen muß, der psychologische Kriegsführung gegen seine Belegschaft führt.

Das bringt uns sich gegenseitige kunkurrierende Privatwirtschaft ein, wo die Kleingewerbetreibenden sich untereinander unterbieten, um den Mitkonkurrenten zu verdrängen und zu überleben. Jeder wurschtelt allein für sich und teilt das Geschäftsrisiko nicht mit anderen. Deshalb sind mir mindestens Genossenschaften lieber, weil da Geschäftsrisiken auf mehrere Schultern verteilt und übertragen werden und man sich zueinander solidarisch schon auf Unternehmerebene verhält. Das färbt aufs Arbeits- und Betriebsklima ab, wenn es zu viele Wirtschaftskonkurrenten am Markt gibt und dieser einzeln stehende Kleingewerbetreibende keine Geschäftsnische mit seinem Waren- und Leistungssortiment besetzt hat.

Zuviele Wirtschaftskonkurrenten machen aggressiv und unausstehlich gegen jedermann, weil diese kleine Unternehmerpappnase überleben muß.

Das Prinzip Privatwirtschaft kann man nicht nur aus gesellschaftspolitischen, sondern auch aus psychologischen und sozialen Gründen absolut in die Tonne treten.

Die unternehmerische Aggressivität bleibt dagegen gemäßig und im erträglichen Rahmen, wenns Geschäft floriert und gedeiht. Die Aggressivität eines Kleingewerbetreibenden wird aktiv und für jeden spürbar sobald die Auftragslage "in den Keller geht" und sein geschäftliches Überleben existentiell auf der Tagesordnung steht.

Das sollte man in der Diskussion um Mobbing auch im Blick haben.
 
C

Claudia34

Gast
Hallo zusammen,

Was mir ganz komisch vorkommt, Claudia:
Du schreibst was von Chef + 8 Mitarbeiter + Deine Freundin.
Ist das die ganze Firma?

LG von KK
Laut meiner Freundin beschäftigt er noch seine 3 Brüder als Angestellte, sind also
mehr als 10 Mitarbeiter insgesamt.

Kurze Wasserstandsmeldung:

Freundin ist nun 2 Wochen krankgeschrieben, in der Zwischenzeit will sie zur Ruhe kommen und möglichst einen neuen Job finden.

Werde weiter berichten, einstweilen nochmal :danke: an Euch.
 

Querulantenkind

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Na das mit dem "kein Kündigungschutz" Könnte ja vielleicht gar nicht greifen?

Sie ist seit 14 Jahren dort beschäftigt,Plus Azubizeit .?

Bestandschutz nach KschG ??

Allerdings gilt für bereits vor dem 01.01.2004 im Betrieb Beschäftigte ein Bestandsschutz.
Das bedeutet, dass Beschäftigte, die bereits 2003 in einem Betrieb mit mehr als 5 Mitarbeitern
beschäftigt waren,ihren alten Kündigungsschutz solange behalten,
wie mehr als fünf dieser „Alt-Arbeitnehmer” im Betrieb verbleiben.

Man muss halt mal schaun wie und ob man die 10er Regel nicht greifen läßt.

Selbst Kündigen ist Pfui Pfui. :icon_evil:

Solchen Drecksäcken darf man NIX schenken. GAR NIX.
 

evelyn62

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Kurze Wasserstandsmeldung:

Freundin ist nun 2 Wochen krankgeschrieben, in der Zwischenzeit will sie zur Ruhe kommen und möglichst einen neuen Job finden.
Ich würde empfehlen, das mit der Jobsuche erstmal zu verschieben und versuchen zur Ruhe zu kommen.
Selbst wenn sie jetzt was findet und selbst kündigt, dann hat der ***** gewonnen. Und u U. fliegt sie auf Grund der jahrelangen Traumatisierungen innerhalb von 14 Tagen in der Probezeit raus. Dann hat sie die AfA immer noch am ***** und auch nix gekonnt.

Ich habe die Erfahrung nämlich auch machen müssen.
Ich hatte mir dann ganz schnell einen neuen Job gesucht, ihn auf Grund meiner Erfahrungen aber ganz schnell wieder versemmelt, dann wieder und wieder und wieder...

Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass ich im Moment gar nicht arbeitsfähig bin. Ich krieg noch nicht mal ein Vorstellungsgespräch hin. Letztens musste ich eines abbrechen weil ich in Tränen ausgebrochen bin. Problem ist, finde mal einen Arzt der das auch so sieht. Mein Hausarzt ist der Meinung ich brauch keine AU ich bin ja eh zu Hause. :icon_motz:
Wenigstens hat er mir ne Überweisung zur Psychotherpie mitgegeben. Mit der kann ich mir den Arxxx wischen. Ich bin gerade dabei, die sämtlichen 50 Therapeuten im Raum Hamburg+50 km abzutelefonieren, die für Erwachsene auf Kassenleistung überhaupt in Frage kommen. Im Moment bin ich bei Absage Nr. 21.
 

Pixelschieberin

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Laut meiner Freundin beschäftigt er noch seine 3 Brüder als Angestellte, sind also mehr als 10 Mitarbeiter insgesamt.
Konfetti-werf!!! Hat mich das Bauchgefühl nicht getrogen.
Zu dumm, daß ihm das rausgerutscht ist. ^^

[...] ein Bestandsschutz.
Das bedeutet, dass Beschäftigte, die bereits 2003 in einem Betrieb mit mehr als 5 Mitarbeitern
beschäftigt waren,ihren alten Kündigungsschutz solange behalten,
wie mehr als fünf dieser „Alt-Arbeitnehmer” im Betrieb verbleiben.

Man muss halt mal schaun wie und ob man die 10er Regel nicht greifen läßt.
:danke: für DEN Hinweis!

Wie es sich momentan darstellt, hat sie sich so oder so Anrechte auf die Abfindung erworben.
Die AU-Zeit zum Aufbau des Kampfgeistes nutzen.
Ein Blick in seriöse Jobbörsen kann nicht schaden, damt sie sich mit dem Gedanken "Vorstellungsgespräch" vertraut machen kann.
 
E

ExitUser

Gast
Konfetti-werf!!! Hat mich das Bauchgefühl nicht getrogen.
Ich werfe mal ein Grundsatzurteil hinterher, welches die gerichtliche Gegenwehr ermöglicht!


Auch von Interesse ist in diesem Zusammenhang ein vom Landesarbeitsgericht (LAG) in Erfurt am 10.4.2001 gefälltes Grundsatzurteil (Aktenzeichen 5 Sa 403/00) mit 14 Leitsätzen, nach denen Mobbing-Fälle künftig entschieden werden können und welches den Schutz von Arbeitnehmern vor Mobbing beispielgebend stärkt. Der Vorsitzende Richter wies darauf hin, dass es bislang keine vergleichbare Entscheidung gegeben hat, auch nicht von Seiten des Bundesarbeitsgerichtes. "Jeder Arbeitnehmer hat einen Unterlassungsanspruch gegen jegliches Mobbing", so Richter Wickel wörtlich. Und vom Gericht wurde systematischer Psychoterror als schwerer Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und die Gesundheit des Arbeitnehmers gewertet. Der häufig schwer zu korrigierenden Beweisnot der Opfer wird begegnet durch Einführung einer Anhörung der Opfer vor Gericht als Partei.
Allen, die sich bisher mit der Beilegung von Mobbing-Konflikten und um Schadensbegrenzung gegenüber den Opfern bemüht haben, nicht zuletzt den Personalräten, noch viel mehr unmittelbar Betroffenen, ist dieses Urteil wertvolle Hilfe. Dank dieses Grundsatzurteils besteht somit die Möglichkeit, sich aktiv und erfolgsträchtig mit Hilfe des Gerichts gegen Mobbing zur Wehr setzen zu können.
Auch wir sind bemüht, Sie als Betroffene zu unterstützen. Unsere Ansprechpartner bei Mobbing finden Sie gleich auf unsere https://www.prhsb.uni-leipzig.de/start/#c6119
https://www.prhsb.uni-leipzig.de/gut-zu-wissen/details/news-id/427/
 
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