Bitte helft uns! Chef mobbt Freundin pausenlos

C

Claudia34

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Hallo liebe User,

ich schreibe heute im Namen einer lieben Freundin, die hier nicht angemeldet ist,
aber dringend Hilfe benötigt.

Sie ist seit 14 Jahren in einer Firma tätig, hat dort auch die Lehre gemacht, und nun wird
sie von ihrem Chef seit ca. 1 Jahr täglich beleidigt, vor Mitarbeitern(!) angeschrien und ist völlig mit den Nerven am Ende.

Der Chef hat ihr mehrmals zu verstehen gegeben, dass er ihr nicht kündigen wird, sondern darauf wartet, bis sie von alleine geht, damit er sich die "Abfindung und den Schreibkram" (O-Ton Chef) sparen kann.

Was kann meine Freundin nun bloß tun?

Sie kommt gegen den Chef, der allgemein als sehr aggressiv gilt, einfach nicht an.

Ich hoffe, sie bekommt hier Tipps, sie ist wirklich sehr verzweifelt und heult jeden Tag.

Vielen lieben Dank im Voraus auch im Namen meiner Freundin.
 
E

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Wenn sie eine gute Hausärztin hat, dann soll sie sich erst mal bis auf weiteres krank schreiben lassen.
Denn so wie es im Moment ist, geht sie nervlich zugrunde.
 

elo237

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Hier gibt es schonmal ein paar sinnige Tipps

Wenn es die Hölle ist

Tagebuch führen, Zeugen suchen, Anwalt nehmen
und klagen und auf eine gute Abfindung hin arbeiten

weiter arbeiten dort ist sinnlos für die eigene Gesundheit
 
E

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Wenn sie schon zum Hausarzt geht soll sie sich bitte eine Überweisung zu einem Psychologen geben lassen.

Weiterhin, ein Mobbingtagebuch führen.
 

gelibeh

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Eventuell auch in die entsprechende Gewerkschaft eintreten. Aber als erstes würde ich mich auch krankschreiben lassen.
 
E

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Falls es einen Betriebsrat geben sollte, ist das dessen "Baby"! Im Übrigen kann man den Chef auch an die Wand spielen, wenn er sich dies vor den MA geben sollte!
 
E

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Ein guter Hausarzt zieht da mit und schreibt sofort krank. Allerdings ist die Diagnose sein Bier und muß es auch bleiben. Schließlich macht er sich im Extremfall bei wissentlicher Falschbegutachtung schadenersatzpflichtig.

Abgesehen davon den Kontakt zum Arbeitgeber auf das absolut Notwendige beschränken. Pflichtgemäß noch die Erkrankung mitteilen, pünktlich die AU-Bescheinigung zusenden und den Rest nur noch schriftlich abwickeln. Das geht zumindest solange gut, bis die Krankenkasse den MDK anruft. Irgendwann wird die Kündigung schon kommen, wenn der Arbeitgeber merkt, daß es das war. Und dann die Kündigungklage, weil vorauszusetzen ist, daß er die Formalien nicht einhält - ohne Grund fristlos oder gar rückwirkend kündigt bspw. ...

Entlastungszeugen wird es keine geben, ganz im Gegenteil. Keiner, der nicht selbst mit so einem Chef schon vor Gericht ist, wird für einen Ex-Kollegen sein Arbeitsverhältnis belasten. Wie denn auch, schließlich haben die ja alle selbst an der Geschichte ihren Spaß gehabt.

Das ist aber auch egal. Löst Euch von der Vorstellung, daß es zwangsläufig zur Klärung einer "Schuldfrage" kommen wird. Die Richter sind nicht doof, die wissen, daß auf den Schriftsätzen der Beklagtenseite oft nicht mehr der Wahrheit entspricht als das Datum. Wenn überhaupt. Also lassen die sich auf die Diskussion gar nicht ein und konzentrieren sich auf offensichtliche Tatsachen (das sollte man auch in der Klageschrift tun) und die Rechtslage. "Gibt es Gründe für eine fristlose Kündigung? Da bewegen wir uns im strafrechtlich relevanten Bereich: Diebstahl, Unterschlagung, Beleidigungsdelikte, Arbeitszeitdiebstahl und dgl.?" Wenn nicht (wo sind die Abmahnungen?), dann: "Gut, das Arbeitsverhältnis ist gescheitert. Das Kündigungsschreiben ging der Arbeitnehmerin am ... zu, plus die Kündigungsfrist, dann endet es am ..."

So oder so ähnlich könnte der Gütetermin angehen. Für den sind im Terminplan fünfzehn Minuten vorgesehen. Nach dem Zugang der Kündigung umgehend zur Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts. Es sind Fristen einzuhalten und auf dem Honorar eines Anwalts bleibt die Freundin in der ersten Instanz sitzen. Das ist dann erst vor dem LAG anders.
 

Pixelschieberin

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[...] Sie ist seit 14 Jahren in einer Firma tätig, hat dort auch die Lehre gemacht, und nun wird sie von ihrem Chef seit ca. 1 Jahr täglich beleidigt, vor Mitarbeitern(!) angeschrien und ist völlig mit den Nerven am Ende.
Wenn man sich Übergriffe gefallen läßt, wird es nur schlimmer, da den kleinen Königen das innere Korrektiv fehlt.
Ich frage mich, wie es kommt, daß 13 Jahre alles glatt lief und der Chef erst seit einem Jahr tillt?
Da eine Abfindung vermieden und sie herausgemobbt werden soll, ist davon auszugehen, daß sich ohne Gegenwehr nichts mehr an der Situation ändern wird.
Überlegenswert für die Strategie/n: Ist es ein inhabergeführter Betrieb oder ist der sog. Chef selbst Weisungsempfänger?
Existiert ein Betriebsrat, an den sie sich wenden könnte?
Meine Schwester hatte das selbe Problem, ihr Boss brüllte sie ständig an bis sie sich heulend im Nase-Puder-Raum versteckte.
Sie mußte sich klar machen, daß immer zwei zum Tango gehören. Erst wenn einer aus dem Tanz aussteigt, verfängt das Muster nicht mehr.
Wir spielten die Situationen in allen gemeinen Varianten durch, damit sie die Schlagfertigkeitshemmung überwinden lernte.
Es kostete sie enorme Überwindung, ihr eigenes Verhalten zu ändern - dahingehend, sobald der Chef anfing zu schreien, sich offensiv gegen den Ton zu verwahren und SOFORT auf der Hacke kehrt zu machen - mit der Ansage, erst wenn er aufhöre zu brüllen, stünde sie für ein Gespräch zur Verfügung.
Sie mußte über den Harmonie-Schatten springen, und lernen, daß sie allein den Mut aufbringen muß, sich zu wehren.
Die meisten Kollegen werden den Deibel tun, jemanden beizuspringen, damit sie nicht selbst in den Fokus des Cholerikers geraten.
Auch sollte man nicht darauf bauen, daß Kollegen vorm Arbeitsgericht als Zeugen gegen den Brötchengeber aussagen.
Daß ein alles duldender Mitarbeiter keineswegs Wertschätzung erfährt - im Gegenteil - zeigte das Verhalten ihres Chefs.
Nach ein paar KONSEQUENTEN Zurechtweisungen verhielt er sich angemessen. (Die Lernkurve war zu berücksichtigen)
Der Chef hat ihr mehrmals zu verstehen gegeben, dass er ihr nicht kündigen wird, sondern darauf wartet, bis sie von alleine geht, damit er sich die "Abfindung und den Schreibkram" (O-Ton Chef) sparen kann.
Falls er DAS erneut äußert, "zu verstehen geben", daß dazu entweder Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen oder ein goldener Handschlag rüberwachsen müßte.
Mit der Ansage wären die Positionen deutlicher.
DEN Spruch würde ich vorsichtshalber nur unter vier Augen absondern.
Was kann meine Freundin nun bloß tun?
Die eigene Verhaltensänderung in Angriff nehmen. Aufhören duldsam zu sein. Das bringt bei DER Eskalationsstufe nichts.
Da sie eh' gehen soll, kann sie sich in Abwehrstrategien ausprobieren. Das könnte ihr helfen, künftige Eskalationen zu bestehen.
Sie kommt gegen den Chef, der allgemein als sehr aggressiv gilt, einfach nicht an.
Dann helfen wahrscheinlich nur Ausweichmanöver - den psychosomatischen Beschwerden Bedeutung beizumessen und sich krank schreiben zu lassen.
Ärger, Angst und Ohnmacht schlagen abwechselnd auf Magen, Kopf und Gedärm...
Ich bevorzuge Konfrontationen, da sich der Arbeitsplatz vielleicht doch noch erhalten ließe, wenn Paroli geboten wird und dem Chef Anlaß gegeben wird, sein Verhalten zu überdenken und er es womöglich ändern könnte.
Die Dauer-Kankschreibe-Strategie wäre meine Option für den Fall, daß ich mich mit dem Verlust des Arbeitsplatzes bereits abgefunden habe und darauf hin arbeite, gekündigt zu werden.
Ein vier-Augen-Geflüster - Du mich kündigen, ich dann nicht monatelang krank - verkürzt unsere Qual und ist letztendlich preiswerter für dich.
Ich hoffe, sie bekommt hier Tipps, sie ist wirklich sehr verzweifelt und heult jeden Tag.
Hmm, ich erinnere mich auch an einen Chef, wo ich als bloody beginner morgens nicht vom Porzellan kam...
Ein Kollege, der nie angegangen wurde, hat mir seinen Trick verraten. Er hatte den Choleriker mit den Worten stehen gelassen, er möge zum Abreagieren ein paar Mal um den Block rennen und ihn gefälligst mit seinen Launen verschonen. Wenn er so weitermache, solle er eine Mauer in der Werkstatt ziehen lassen, damit er nicht in Gefahr liefe, daß noch Werkzeug fliegt.
Ich nahm mir das zu Herzen und verkündete beim nächsten Anfall, der auf mich zielte, daß ich eine derartige Behandlung nicht gewohnt sei - und - mich auch nicht daran zu gewöhnen gedächte. (Fand ich harmloser als die Ansage des Kollegen)
Absatz kehrt und weitergearbeitet. Danach wurde ich mit Samthandschuhen angefaßt.
Manchmal brauchen solche Leute nur einen Knuff, der ihnen zeigt, daß sie es nicht mit jedem machen dürfen.
 
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Claudia34

Gast
Meine Freundin hat all Eure Beiträge und guten Tipps regelrecht verschlungen und lässt
"tausendmal danken".

Sie wird sich erstmal krankschreiben lassen wie Ihr das geraten habt, ihr geht es wirklich sehr sehr schlecht.

Leider hat sie nicht mehr die Kraft und die Nerven, das alles weiter auszuhalten, sie
sagte mir, dass sie wohl selbst demnächst kündigen wird...:icon_cry:

Ich hoffe sehr, ich kann sie - auch dank Eurer aufmunternden Beiträge - von diesem
Schritt abhalten.

Ich werde weiter berichten wie es mit ihr weitergeht.
 

elo237

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Krankschreiben --> Anwalt --> Arbeitsgericht

wäre doch wohl die beste Alternative

da braucht sie sich nicht mit dem Chef herumärgern
 

Kaleika

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Vielleicht sollte Deine Freundin nach der Krankschreibung durch ihren Arzt erst mal zur Ruhe kommen, aufatmen und sich dann überlegen, ob sie sich nicht doch wehren möchte.
Auf jeden Fall keine Kündigung überstürzen.
Angst allein ist kein guter Ratgeber.

Meine Freundin hat all Eure Beiträge und guten Tipps regelrecht verschlungen und lässt
"tausendmal danken".

Sie wird sich erstmal krankschreiben lassen wie Ihr das geraten habt, ihr geht es wirklich sehr sehr schlecht.

Leider hat sie nicht mehr die Kraft und die Nerven, das alles weiter auszuhalten, sie
sagte mir, dass sie wohl selbst demnächst kündigen wird...:icon_cry:

Ich hoffe sehr, ich kann sie - auch dank Eurer aufmunternden Beiträge - von diesem
Schritt abhalten.

Ich werde weiter berichten wie es mit ihr weitergeht.
 

kirschbluete

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Vielleicht sollte Deine Freundin nach der Krankschreibung durch ihren Arzt erst mal zur Ruhe kommen, aufatmen und sich dann überlegen, ob sie sich nicht doch wehren möchte.
Auf jeden Fall keine Kündigung überstürzen.
Angst allein ist kein guter Ratgeber.
ANGST überhaupt ist kein guter Ratgeber, mit Verlaub. Weder "allein" noch "in Begleitung".

Ansonsten sehe ich das ebenso wie Kaleika. Ich hoffe, die Freundin hat einen guten Arzt, dem sie halbwegs vertraut. Ansonsten soll sie einige Ärzte durchprobieren, das ist "normal", dass evtl. der Erste nicht der Beste ist, und das Vertrauensverhältnis muss stimmen. Die "durchprobierten" Ärzte nehmen eine Absage nicht krumm, wenn sie seriös sind, weil sie wissen, was da immer alles so dranhängt...

Deine Freundin soll sich auf die Hinterbeine stellen um´nen guten Arzt/Ärztin ausfindig zu machen. Alles Andere erledigt sich dann "(fast von) selbst"!

Edit: Um keinen Preis der Welt soll sie von sich aus kündigen!!! Und auch nicht irgendwelche Abfindungsschittereien unterschreiben!!! Dat bekommen wir hier oder sonstwie alles anders und besser hin, sag´ das deiner Freundin :icon_hug:

Immer ein Schritt nach dem anderen...........................
 

Pixelschieberin

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Leider hat sie nicht mehr die Kraft und die Nerven, das alles weiter auszuhalten, sie
sagte mir, dass sie wohl selbst demnächst kündigen wird...:icon_cry:
Halte sie davon ab! Scheuch sie zum Arzt. Geh zur Not mit.
Mach ihr klar, daß sie bei Selbst-Kündigung und/oder Abänderungsvertrag-Unterzeichnung ZUSÄTZLICH zum Einkommensverlust Sperrzeiten für ALG1 in Kauf zu nehmen hat.
Es gilt das Desaster abzuwehren:
Keine Abfindung PLUS ein paar Monate aus der eigenen Kasse draufzahlen.
Hat sie schon einen Anschlußjob? Sprich - kann sie sich das überhaupt leisten?
Andernfalls ist die Krankschreibe-Nummer die schlauere Option.
Während der Zeit muß sie den Typen nicht ertragen und kann sich derweil erholen und Kräfte für das Finale schöpfen.

Die Angst vorm Arbeitsgericht kann ich hoffentlich entkräften. Die Richter haben mich - ohne Anwalt - durch den Prozeß getragen.
Ich bekam sogar mehr Abfindung zugesprochen als gefordert.
 

Sprotte

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.....sie sagte mir, dass sie wohl selbst demnächst kündigen wird...:icon_cry:
Auf gar keinen Fall ! Siehe #15.......

Es ist der Sinn des sogenannten "Bossing" das Arbeitnehmer selbst kündigen,damit ist der Betrieb aus dem Schneider.

Beim Bos*sing geht es aller*dings um mehr.
Es ist nicht nur das Mob*bing im Kol*le*gen*kreis mit Bil*li*gung (oder Dul*dung) der Vor*ge*setz*ten gemeint.
Bos*sing ist das ziel*be*wusste Ein*set*zen von Mob*bing*me*tho*den durch die Per*so*nal*lei*tung. Das Ziel ist defi*niert und wird stra*te*gisch ver*folgt: die soziale Iso*lie*rung, die psy*chi*sche Erschöp*fung und Erschüt*te*rung und schließ*lich die Ent*fer*nung des unlieb*sa*men Mit*ar*bei*ters oder der Mit*ar*bei*te*rin, häu*fig auch des akti*ven Gewerk*schafts– oder Betriebs*rats*mit*glieds aus dem Unter*neh*men, den man durch eine schlichte Kün*di*gung nicht los wird.
.....hier,die Quelle ---> Klick

Goggelt einfach mal "Bossing",Claudia,es gibt dazu eine ganze Menge Erklärungen,Gegenstrategien usw.usf.

Deine Freundin muss erstmal runterkommen,deshalb "sage" auch ich : Krankschreibung.Während dieser Zeit aber ganz dringend : Informieren,Gegenstrategie entwickeln und nach Hilfen suchen (stehen oft in Bossingartikeln).
 
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Claudia34

Gast
Der Oberhammer ist, dass der Chef vor 2 Wochen Geburtstag hatte und die GANZE
Belegschaft ( 8 Mitarbeiter) zu sich nach Hause zur Feier eingeladen hat - bis auf eine -
meine Freundin!!! Unglaublich sowas...

Leider ist sie so verzweifelt, dass sie bereit ist, eine Sperrzeit beim Amt in Kauf zu
nehmen, auch auf eine wohlverdiente Abfindung will sie verzichten, sie will nur eins:

"Nie mehr wieder diesen Typen sehen bzw. für ihn arbeiten".

Ich hoffe sehr, dass sie heute beim Arzt war und noch nicht gekündigt hat, werde sie
heute Abend hoffentlich erreichen.
 

Sprotte

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Der Oberhammer ist, dass der Chef vor 2 Wochen Geburtstag hatte und die GANZE
Belegschaft ( 8 Mitarbeiter) zu sich nach Hause zur Feier eingeladen hat - bis auf eine -
meine Freundin!!! Unglaublich sowas...
Nein.....das ist Strategie.Der Chef,will genau das
auch auf eine wohlverdiente Abfindung will sie verzichten
erreichen.

Ich hoffe sehr, dass sie heute beim Arzt war und noch nicht gekündigt hat....
Hoffentlich....sonst gibt es am Ende nur einen Gewinner : DER CHEF.

Wenn du am selben Ort wohnst,dann kannst du ihr helfen,indem du bei ihr aufschlägst und mit ihr alles zu "Bossing" googelst,ihr den Rücken stärkst,Gegenstrategien durchgehst und sie eventuell beim Telefonieren (Gewerkschaft usw.)unterstützt.......hab ich mal gemacht : "Guten Morgen,ich bräuchte mal eine Auskunft,können Sie mir weiterhelfen ? Wenn nicht....WER ? "

Macht sie nichts,verliert sie auf der ganzen Linie....und der Chef freut sich : Plan aufgegangen.
Das MUSS sie sich unbedingt klar machen.
 

jockel

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Hallo liebe User,

ich schreibe heute im Namen einer lieben Freundin, die hier nicht angemeldet ist,
aber dringend Hilfe benötigt.

Sie ist seit 14 Jahren in einer Firma tätig, hat dort auch die Lehre gemacht, und nun wird
sie von ihrem Chef seit ca. 1 Jahr täglich beleidigt, vor Mitarbeitern(!) angeschrien und ist völlig mit den Nerven am Ende.

Der Chef hat ihr mehrmals zu verstehen gegeben, dass er ihr nicht kündigen wird, sondern darauf wartet, bis sie von alleine geht, damit er sich die "Abfindung und den Schreibkram" (O-Ton Chef) sparen kann.

Was kann meine Freundin nun bloß tun?

Sie kommt gegen den Chef, der allgemein als sehr aggressiv gilt, einfach nicht an.

Ich hoffe, sie bekommt hier Tipps, sie ist wirklich sehr verzweifelt und heult jeden Tag.

Vielen lieben Dank im Voraus auch im Namen meiner Freundin.
Es gibt Beratungsstellen gegen das Bossing (mobben geht vom Vorgesetzten aus) und gegen das Mobbing (geht von den Mitarbeitern aus) und auch das Bundesarbeitsgericht hat ein generelles Urteil gegen Mobbing erteilt.

Mobbing Zentrale
Margit Ricarda Rolf
c. /o. Karl-Peter Grube
Sibeliusstrasse 4
22761 Hamburg

Tel. (040) 219 83 289 oder 0152/ 34 34 30 70
Internet: Mobbing Dienstleistungen oder https://plus.google.com/communities/106465519517721502185

Weitere Adressen von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen - Mobbing Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen

Um gegen Verursacher von Bossing und Mobbing erfolgreich arbeitsrechtlich vorgehen zu können und ihnen dieses Verhalten zu unterbinden muß das Opfer zur Beweisführung ein Mobbingtagebuch führen.

Wozu soll ein Mobbingtagebuch gut sein? - Zeitblüten

Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat Mobbing als „systematisches Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte“ bezeichnet.[8] Nach dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) hat es für die Umschreibung des Begriffes des Mobbings die Definition einer benachteiligenden Belästigung nach § 3 Abs. 3 AGG herangezogen. Danach sei Mobbing gekennzeichnet von „unerwünschten Verhaltensweisen, die bezwecken oder bewirken, dass die Würde der betreffenden Person verletzt und ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird“.[9]

Nach der Rechtsauffassung des Bundesarbeitsgerichtes gilt eine wirksam vertraglich vereinbarte Ausschlussfrist (z. B. im öffentlichen Dienst sechs Monate nach § 37 TVöD) zwar grundsätzlich auch für Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und damit für Ansprüche aus mobbingbedingten Verletzungshandlungen. Dabei sind aber die Besonderheiten bei Mobbing insofern zu beachten, als eine Gesamtschau vorzunehmen ist, ob einzelne Verletzungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ein übergreifendes systematisches Vorgehen darstellen. Länger zurückliegende Vorfälle sind zu berücksichtigen, soweit sie in einem Zusammenhang mit den späteren „Mobbing“-Handlungen stehen.[10]

Der Entscheidung lag zugrunde, dass ein Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber bzw. dessen Vorgänger seit 1987 beschäftigt war und vorgetragen hatte, er sei im Laufe seiner Beschäftigung in vielfältiger Weise systematischen Mobbing-Handlungen ausgesetzt gewesen und deswegen psychisch bedingt arbeitsunfähig erkrankt. Mit der Klage machte er Ansprüche auf Schadensersatz, Schmerzensgeld und Entschädigung wegen Persönlichkeitsverletzung geltend. Das Landesarbeitsgericht hatte zuvor seine zurückweisende Entscheidung mit der Nichteinhaltung der sechsmonatigen Ausschlussfrist durch den Arbeitnehmer begründet. Es berücksichtigte deshalb nur Einzelakte, die bei der erstmaligen Geltendmachung der Ansprüche noch nicht länger als sechs Monate zurücklagen.

Ausgewählte Gerichtsurteile

  • BAG, Urteil vom 25. Oktober 2007: Ansprüche gegen den Arbeitgeber wegen Mobbing.[11]
  • BAG, Urteil vom 16. Mai 2007: Ansprüche auf Schadenersatz, Schmerzensgeld gegen den Arbeitgeber wegen Mobbing; Berücksichtigung von zurückliegenden Mobbinghandlungen, die vor/außerhalb der − hier sechsmonatigen − Ausschlussfrist vorgetragen wurden, wenn diese mit den letzten Mobbinghandlungen im Zusammenhang stehen.[10]
  • LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 12. Juni 2006.[12]
  • LAG Thüringen, Urteil vom 28. Juni 2005: Grundsatzurteil, Einhaltung der Menschenwürde am Arbeitsplatz.[13]
  • LAG Thüringen, Urteil vom 10. April 2001: Grundsatzurteil, Mobbing eines Sparkassenabteilungsleiters durch andauernde Schikanen und Herabwürdigungen, die in eine Degradierung um sechs Gehaltsstufen mündeten.[14]
  • LAG Thüringen, Urteil vom 15. Februar 2001: Grundsatzurteil, Mobbing als Grund für eine fristlose Kündigung.[15]
Quelle: Mobbing (Arbeitsrecht)

Mobbing (Arbeitsrecht) - Einzelnachweise zu den Urteilen mit Angabe der Aktenzeichen

ergo-online® - Mobbing am Arbeitsplatz

Sozialnetz Hessen - Startseite Sozialnetz Hessen

ergo-online® ist eine Beratungsseite zu allen möglichen Frqgen um die Ausgestaltung von Arbeitsplatzbedingungen - Teil des Sozialnetzes Hessen

Falls die Freundin sich zur Krankschreibung entschließt, dann im Anschluß bei der Krankenkasse noch eine Heil- oder Genesungskur beantragen, um Abstand von dieser Art Streß zu bekommen.
 

kirschbluete

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sie will nur eins: "Nie mehr wieder diesen Typen sehen bzw. für ihn arbeiten".
Das wird sie hinkriegen. Ich musste meinen letzten Chef zuletzt auch NUR vor Gericht sehen (hatte nen Eimer unterm Tisch, welchen ich auch ausgiebig benutzte) und Anwälte und liebe Menschen um mich rum, die mich moralisch und fachlich unterstützt haben.

Letztendlich habe ich aus heutiger Sicht versagt, weil ich mich auf einen Vergleich eingelassen habe. Sehr bedauerlich, aber nach 2 Jahren konnte ich nicht mehr. Habe sogar mein Equipment (Bürostuhl nagelneu, Tastatur, etx.) dort niemals abgeholt, weil ich es nicht geschafft habe, auch nur ansatzweise in der Nähe dieses Ladens ´rumzugurken. Das war ein absolut traumatisches Erlebnis, dieser Job....

Ich hoffe, deine Freundin findet die Kraft, den Kampf aufzunehmen, die Arbeitsgerichte habe ich aus eigener Erfahrung als millionenfach sozialkompetenter als jedes JC/AfA erlebt; die waren immer sehr hilfsbereit und verständnisvoll.

Die Richterin hat meinem Ex-Chef echt fast die Hose ausgezogen, so dass ich nach dem Termin vor Racheängsten fast unter Verfolgungswahn litt (das war im Vgl zu davor allerdings ein schön geschmeidiges "Leiden":icon_mrgreen:), trotzdem ärgert es mich im Nachhinein, dass ich mich so billig abspeisen hab lassen...

Sag´ deiner Freundin schöne Grüße und wir stehen ihr bei, egal was sie tut! Aber je fetter sie gegen diesen Verein/"Boss" vorgeht, desto NOCH EHER stehen wir ihr bei!!!:icon_klatsch:
 
B

Barrit

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Der Oberhammer ist, dass der Chef vor 2 Wochen Geburtstag hatte und die GANZE
Belegschaft ( 8 Mitarbeiter) zu sich nach Hause zur Feier eingeladen hat - bis auf eine -
meine Freundin!!! Unglaublich sowas...

.
so unglaublich ist das gar nicht das ist Taktik des Chefs den er weis genau, dass sich niemand trauen wird gegen ihn auszusagen - bei einer Firma die aus 8 MA besteht ....

Der Hausarzt ist selbstverständlich der erste Weg der sie dann b.a.W. AU schreibt jedoch dürfen HÄ meines Wissens in Spezi Gebieten nicht auf Dauer AU schreiben ohne den Patient an einen FA zu überweisen.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&sqi=2&ved=0CC4QFjAA&url=http://www.pm-magazin.de/a/psychiater-oder-psychologe-was-ist-der-unterschied&ei=uk05U7yfC6bH7AbvzoHoCg&usg=AFQjCNGfX01H_xQU7JOd-uFDT6fgB2cccg&bvm=bv.63808443,d.bGE&cad=rja

Ansonsten wurde ja schon alles gesagt dem ich mich vorbehaltslos anschließe.
 

jockel

VIP Nutzer*in
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so unglaublich ist das gar nicht das ist Taktik des Chefs den er weis genau, dass sich niemand trauen wird gegen ihn auszusagen - bei einer Firma die aus 8 MA besteht ....

Der Hausarzt ist selbstverständlich der erste Weg der sie dann b.a.W. AU schreibt jedoch dürfen HÄ meines Wissens in Spezi Gebieten nicht auf Dauer AU schreiben ohne den Patient an einen FA zu überweisen.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&sqi=2&ved=0CC4QFjAA&url=http://www.pm-magazin.de/a/psychiater-oder-psychologe-was-ist-der-unterschied&ei=uk05U7yfC6bH7AbvzoHoCg&usg=AFQjCNGfX01H_xQU7JOd-uFDT6fgB2cccg&bvm=bv.63808443,d.bGE&cad=rja

Ansonsten wurde ja schon alles gesagt dem ich mich vorbehaltslos anschließe.
Der Kündigungsschutz im bundesdeutschem Arbeitsrecht ist Dank der mit Wirtschaftslobbyisten besetzten Pestparteien (CDU, CSU, FDP) und Choleraparteien (SPD, Grüne), die von der Wirtschaft mit Parteispenden und Schmiergeldposten geschmiert werden, scheunentorgroß löchrig und mit zig Ausnahmen wie kein Schweizer - sondern ein deutscher Käse.

Siehe dazu die Kündigungsbedingungen:

Wikipedia: Kündigungsschutz im bundesdeutschen Arbeitsrecht

Kleingewerbetreibende Unternehmer haben wegen der Befreiung vom Kündigungsschutz absolute Narrenfreiheiten, um juristisch unangreifbar zu bleiben.

Erst ab Belegschaftsgrößen von mehr als 20 Arbeitskräften und bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen greift der Kündigungsschutz erst ab 6 Monaten.

Darunter ist man jeglicher Unternehmerdiktator und -willkür ausgeliefert und als Arbeitnehmer rechtlos.

Ist politisch so gewollt.
 
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